{"id":144449,"date":"2026-01-19T11:43:11","date_gmt":"2026-01-19T10:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=144449"},"modified":"2026-01-19T11:53:33","modified_gmt":"2026-01-19T10:53:33","slug":"venezuela","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/venezuela\/","title":{"rendered":"Venezuela"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/brasilien\/\">Brasilien<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedamerika\/\">S\u00fcdamerika<\/a> &gt;Venezuela<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Die Colonia Tovar in Venezuela: Einwanderer aus dem Kaiserstuhl (18.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratie-diktatur\/\">Venezuela: Wie man eine Demokratie abschafft \u2013 der Masterplan<\/a>\u00a0(12.1.2026)<\/li>\n<li>AUF1-Videotalk: Venezuela \u00e4ndert alles \u2013 Was man Ihnen verheimlicht! (10.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/bauern-protest\/\">Nach Mercosur-Abkommen: Ostdeutsche Bauern protestieren und machen gegen EU-Deal mobil<\/a>\u00a0(10.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedamerika\/\">Venezuela V\u00f6lkerrecht Diktatur Interessen-\/Geopolitik<\/a> (7.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/venezuela-usa-china-taiwan\/\">Venezuela USA \u2013 China Taiwan<\/a>\u00a0(4.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedamerika\/\">Markus Krall: Was passiert in Venezuela und wie ist es zu werten?<\/a> (3.1.2026)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Colonia Tovar in Venezuela: Einwanderer aus dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/kaiserstuhl\/\">Kaiserstuhl<\/a><\/strong><br \/>\n<em>Nur ganz wenige Leser werden die Colonia Tovar im fernen Venezuela kennen und deshalb ist es m. E. sinnvoll, sie auch einmal einem gr\u00f6\u00dferen Leserkreis zug\u00e4nglich zu machen, der, so hoffe ich etwas mehr mit Deutschland anfangen kann als Robert Habeck und seine gr\u00fcnen Schwestern und Br\u00fcder.<\/em><br \/>\n<em>Da ich in meiner Kindheit und Jugend \u201ezweisprachig\u201c aufwuchs und mittlerweile sowohl den alemannischen Dialekt meiner Heimat sowie auch die Hochsprache flie\u00dfend beherrsche, k\u00f6nnte ich mich sogar mit den deutschst\u00e4mmigen Tovarern in deren Muttersprache unterhalten. Erst vor wenigen Tagen entdeckte ich zur gro\u00dfen Freude auf einem PKW meiner Wohngemeinde einen \u201eColonia Tovar\u201c Aufkleber.<\/em><br \/>\n<em>Es bleibt nur zu hoffen, dass es nach dem Sturz des Despoten Maduro auch mit der Colonia Tovar wieder aufw\u00e4rts gehen m\u00f6ge. Die Menschen h\u00e4tten es auch redlich verdient.<\/em><br \/>\n<em>Klaus Ri\u00dfler, <a href=\"mailto:Klaus.Rissler@online.de\">Klaus.Rissler@online.de<\/a><\/em><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\nMan schrieb den 19. Dezember des Jahres 1842, als 374 Personen (darunter 145 M\u00e4nner, 96 Frauen und 133 Kinder) aus der Gegend des s\u00fcdwestdeutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/kaiserstuhl\/\">Kaiserstuhls<\/a>, vorwiegend aus den Gemeinden Endingen, Forchheim, Wyhl und Oberbergen, die lange Schiffsreise auf dem Dampfschiff Cl\u00e9mence vom franz\u00f6sischen Le Havre in der Bretagne aus antraten, um ihre europ\u00e4ische Heimat f\u00fcr immer zu verlassen und am 4. M\u00e4rz 1843 in der bedeutenden venezolanischen Hafenstadt La Giaira, ganz in der N\u00e4he der Hauptstadt Caracas gelegen, im fernen S\u00fcdamerika an Land zu gehen. Sie wurden dort bereits sehns\u00fcchtig erwartet: Der damals in Paris weilende Geograph Oberst Augustin Codazzi war von der venezolanischen Regierung im Rahmen ihres Programmes zur Gr\u00fcndung von neuen Auswandererkolonien in dem d\u00fcnnbesiegelten Land beauftragt worden, sich nach flei\u00dfigen und ausreisewilligen Personen in Europa umzusehen. Er machte sich umgehend auf den Weg \u2013 und wurde im Kaiserstuhl f\u00fcndig.<br \/>\nNach Quarant\u00e4ne und einem beschwerlichen Marsch durch die nord\u00f6stlichen Ausl\u00e4ufer der Anden trafen die Auswanderer am 8. April 1843 an ihrem Ziel ein, einer auf 1.800 bis 2.000 Meter Meeresh\u00f6he liegenden gerodeten Urwaldfl\u00e4che, auf der sich zur Entt\u00e4uschung der Siedler allerdings weder Unterk\u00fcnfte noch einfachste H\u00fctten befanden. Es blieb den Neuank\u00f6mmlingen somit nichts anderes \u00fcbrig, als sich in harter und entbehrungsreicher Arbeit daranzumachen, Behausungen zu errichten und das Land zu kultivieren. Dazu pflanzten sie Gem\u00fcse und Obst f\u00fcrs eigene \u00dcberleben an, brauten bald das erste Bier Venezuelas und erbauten in Verbundenheit und Liebe zur alten Heimat nach und Wohnh\u00e4user im von dort gewohnten und vertrauten Fachwerkstil. Die Gemeinschaft der bald Colonia Tovar genannten Siedlung, rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Caracas gelegen und in damals unerschlossenem, kaum zug\u00e4nglichem Gel\u00e4nde erbaut, sollte mehr als 100 Jahre lang praktisch autark bleiben, mit eigenen Gesetzen und Regeln. Die Nachfahren der Kolonisten blieben weitgehend unter sich und f\u00fchrten ein Leben in Abgeschiedenheit. Dieser Zustand \u00e4nderte sich grundlegend erst durch den Bau einer Asphaltstra\u00dfe im Jahr 1964, die eine Verbindung zur Au\u00dfenwelt schuf \u2013 was sich im Laufe der folgenden Jahrzehnten auf die ethnische Zusammensetzung massiv auswirkte, ebenso wie auf den heimatlichen alemannischen Dialekt der \u201eUreinwohner\u201c, die untereinander in der bereits vierten Generation das sogenannte \u201cAlem\u00e1n Coloniero\u201d, \u201cKolonialalemannisch\u201d, sprachen.<\/p>\n<p>Nachhaltige Kontaktpflege<br \/>\nKontakte zur Heimat der Vorfahren hatte es \u00fcber fast 120 Jahre hinweg keine mehr gegeben. Dann kam es in den fr\u00fchen 1960er Jahren rein zuf\u00e4llig zu einer Begegnung zwischen einem aus Endingen stammenden Kaiserst\u00fchler mit Menschen der Colonia Tovar. Der Besucher aus Baden konnte es kaum fassen, tausende Kilometer von Europa entfernt, mitten im venezolanischen Urwald, pl\u00f6tzlich den Dialekt seiner Heimat zu vernehmen. Es kam zu sehr herzlichen Begegnungen und mit gro\u00dfer Freude griffen die Nachfahren der \u201c1842er\u201d sein Angebot auf, mit der alten Heimat Kontakte nicht nur aufzunehmen, sondern diese auch noch stetig auszubauen. Trotz der in den Folgejahren infolge des Einzugs der Moderne durch die neue Verkehrsanbindung verst\u00e4ndlicherweise stetig zunehmenden Vermischung der Kolonisten mit der spanischsprachigen venezolanischen Bev\u00f6lkerung wurden die Beziehungen zwischen der alten und neuen Heimat immer weiter vertieft und allj\u00e4hrlich durch zahlreiche pers\u00f6nliche Kontakte und gegenseitige Besuche auch nachhaltig gepflegt.<\/p>\n<p>Die alemannische Version des Deutschen, vor allem von der \u00e4lteren Generation der Auswanderernachkommen nach wie vor gesprochen, ist mit der jenseits des Rheins von den Els\u00e4ssern gesprochenen Mundart quasi identisch und beweist damit umso mehr, dass sich Menschen unmittelbar diesseits und jenseits des Rheins vor mehr als 180 Jahren rein sprachlich nicht voneinander unterschieden. Hingegen hat sich der alemannische Dialekt im rechtsrheinischen Raum im Lauf der Zeit durch den engen Kontakt mit der deutschen Hochsprache doch sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert beziehungsweise \u201egegl\u00e4ttet\u201c, w\u00e4hrend er bei den Menschen der Colonia Tovar quasi auf dem Stand von vor bald 200 Jahren \u201eeingefroren\u201c wurde. Dennoch wird er von den alteingesessenen Kaiserst\u00fchlern nach wie vor problemlos verstanden. Die j\u00fcngeren Bewohner der Colonia Tovar allerdings sprechen bevorzugt Spanisch, um wegen ihres \u201cAlem\u00e1n Coloniero\u201d in der Schule nicht ausgegrenzt zu werden. Dennoch wird die uralte Sprache der Vorfahren durch den engen Kontakt vor allem mit Endingen und Umgebung immer noch als wertvolles Kulturgut hochgehalten. So kommt es auch immer wieder vor, dass viele Nachfahren der ersten Siedler ihre Ausbildung, vorwiegend in technischen Berufen, in Deutschland \u2013 der Heimat ihrer Vorfahren \u2013 erhalten, um danach dem s\u00fcdamerikanischen Arbeitsmarkt als hochqualifizierte und \u00e4u\u00dferst flei\u00dfige Fachkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n<p>Beliebtes Ziel f\u00fcr Binnentouristen aus Caracas<br \/>\nSowohl mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung als auch Ermutigung durch die historische Endinger Narrenzunft der Jokili von 1782 (abgeleitet aus dem Lateinischen \u201cJoculator\u201d, was soviel wie Spa\u00dfmacher, Possenrei\u00dfer oder Spielmann bedeutet), die zur Narrenzeit (hierzulande als Fastnacht oder auch Fasnet bezeichnet) als eine der \u00e4ltesten der Z\u00fcnfte der Region in Erscheinung tritt, feiern die Bewohner der Colonia Tovar selbige ebenfalls im traditionellen Endinger \u201eJokili-H\u00e4s\u201c (\u201cH\u00e4s\u201d ist Alemannisch f\u00fcr Fasnets-Anzug) mit gro\u00dfer Begeisterung \u2013 im fernen s\u00fcdamerikanischen Sommer unweit des \u00c4quators. Der winzige Unterschied zu den Endinger Narren besteht darin, dass das H\u00e4s der Tovarer Jokili einen kleinen Sticker mit den venezolanischen Nationalfarben gelb-blau-rot tr\u00e4gt. Die Narrenzunft der Tovarer Jokili war anl\u00e4sslich des 225-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Narrenruft Endingen Ende Januar 2007 auch mit einer gro\u00dfen Delegation vertreten \u2013 darunter war auch ein farbiger Jokili, dem das Narrentreiben besonders viel Spa\u00df gemacht zu haben scheint. Dessen gute Laune hat sich dann auch auf die beachtliche Anzahl der weit mehr als 10.000 Zuschauer \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Die Colonia Tovar, ein wahres Schmuckk\u00e4stlein altdeutscher Architektur, hat sich mittlerweile zu einem stattlichen Gemeinwesen und einer veritablen Touristenattraktion mit mehr als 20.000 Einwohnern entwickelt. Bevorzugt am Wochenende setzen sich lange Autokolonnen aus dem unfernen Caracas in Gang, um der Siedlung einen Besuch abzustatten. Die Stadt ist ein Geheimtyp f\u00fcr Schlemmer und Freunde vielseitiger kulinarischer Gen\u00fcsse. Mit der Marke \u201cColonia Tovar\u201d verbinden die Binnentouristen aus der Millionenmetropole vor allem Erlebnisgastronomie \u2013 wie im \u201cCaf\u00e9 Muuhstall\u201d, im Restaurant \u201cRebstock\u201d, im \u201cMutterhaus\u201d oder im \u00f6rtlichen Biergarten, wo f\u00fcr regionale Verh\u00e4ltnisse exotisch anmutende blonde, blau\u00e4ugige Bedienungen im Dirndl wahre kulinarische Orgien zelebrieren und W\u00fcrstchen, Kassler, Eisbein mit Sauerkraut an Germkn\u00f6deln, Apfelstrudel und Schwarzw\u00e4lder Kirschtorte kredenzen. In den Souvenirl\u00e4den sind Kuckucksuhren der Renner. Manch ein Leser mag das als Kitsch empfinden; f\u00fcr die Tovarer ist es jedoch eine Reminiszenz an die Heimat ihrer Vorfahren, die keinesfalls mit albackener Deutscht\u00fcmelei gleichzusetzen ist \u2013 denn auch wenn sie ihre kulturellen Wurzeln nie vergessen haben, f\u00fchlen sich die Bewohner der Colonia allesamt als stolze Venezolaner. Ist es nicht bewundernswert, wenn fern der Heimat der Ahnen bis heute eine alte und selbst in Deutschland vielerorts vergessene Kochkultur auf allerh\u00f6chstem Niveau gepflegt und auch das nach deutscher Brautradition hergestellte Bier angeboten wird?<\/p>\n<p>Ein wahres Beispiel f\u00fcr Bereicherung<br \/>\nFlei\u00df, Disziplin und Gemeinsinn werden nach alter V\u00e4ter Sitte bis heute hochgehalten in der Kolonie \u2013 und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das von flei\u00dfigen Siedlern aufgebaute Gemeinwesen zu den Siedlungen mit dem h\u00f6chsten Bruttoinlandsprodukt in Venezuela geh\u00f6rt. Die 374 \u201cGr\u00fcndungsv\u00e4ter\u201d, die sich 1842 eher notgedrungen dazu entschlossen, ihre Heimat infolge mehrerer aufeinanderfolgender und klimatisch bedingter Missernten zu verlassen (ja so etwas wie Klimawandel oder klimatische Einfl\u00fcsse gab es vor bald 200 Jahren tats\u00e4chlich, mit realen sp\u00fcrbaren Auswirkungen und ganz ohne Medien-Alarmismus!), verwandelten in gebirgiger H\u00f6he eine bei ihrer Ankunft vollkommen trostlose Gegend binnen weniger Jahre in einen bl\u00fchenden Garten Eden. Der Kontrast zu dieser Aufbauleistung, die sich in \u00e4hnlicher Form auch bei deutschen Auswandererkolonien Brasilien, Paraguay, Argentinien, Chile, den USA oder Australien findet, zu der Form von vielfach parasit\u00e4ren Prekariatsmigration, die seit zehn Jahren nach Deutschland str\u00f6mt, k\u00f6nnte gar nicht gr\u00f6\u00dfer sein \u2013 obwohl die Bef\u00fcrworter der Massenmigration bis heute solche Gleichsetzungen anstellen. Doch die damaligen realen deutschen Fachkr\u00e4fte fanden in Venezuela, im Gegensatz zu den Millionen hierzulande mit Steuergelder rundumversorgter Merkel-G\u00e4ste \u2013 weder auch nur die einfachsten H\u00fctten noch bequeme H\u00e4user und Wohnungen vor, erhielten keine Existenzsicherung und waren gezwungen, sich all das durch ihrer eigenen H\u00e4nde Arbeit aufzubauen. Das einzige, das ihnen kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt wurde, war Grund und Boden in einem nur schwach besiedelten Land.<\/p>\n<p>Wie sehr sie jedoch an ihrer alten Heimat hingen und sie diese bis heute immer noch innig lieben, wird in dem kleinen, von ihnen liebevoll geschaffenen Fleckchen Deutschland mitten in Venezuela selbsterkl\u00e4rend dokumentiert. Eine bessere Werbung sowohl f\u00fcr die deutsche Kultur fernab des Mutterlandes als auch f\u00fcr das Beispiel einer tats\u00e4chlich gro\u00dfartigen kulturellen Bereicherung f\u00fcr das Gastland konnte es f\u00fcrwahr nicht geben; auch dies als v\u00f6lliger Gegensatz zu der \u201cBereicherung\u201d, die im gegenw\u00e4rtigen Deutschland mit seiner explodierenden, vorwiegend von Problemmigranten ausgehenden Gewalt und dem stetigen Abbau demokratischer Strukturen zu beobachten ist. Und so verwundert es auch nicht, dass das angeblich \u201ebeste Deutschland, das es je gegeben hat\u201c (Frank-Walter Steinmeier) mit den Nachkommen des eigenen Volkes wie den deutschst\u00e4mmigen Menschen aus Venezuela v\u00f6llig anders, ja geradezu feindseliger umspringt als mit den Millionen kulturfremden afrikanischen und arabischen Wirtschaftsmigranten und Gef\u00e4hrdern, die hier trotz Integrationsverweigerung und \u00fcberproportionaler Kriminalit\u00e4tsneigung mit Samthandschuhen angefasst und hofiert werden \u2013 wie vor wenigen Jahren ein in einer badischen Regionalzeitung ver\u00f6ffentlichter, schier unglaublicher Vorfall zeigte.<\/p>\n<p>Die Schande deutscher Ausl\u00e4nderpolitik<br \/>\nWorum ging es? Einem deutschst\u00e4mmigen B\u00e4cker der Colonia Tovar, der aufgrund der Misswirtschaft des linkssozialistischen venezolanischen Maduro-Regimes seinem Handwerk nicht mehr nachgehen konnte und akut in seiner Existenz bedroht war, da er seit vielen Wochen kein Mehl mehr erhielt, war eine mehrmonatige Aufenthaltserlaubnis f\u00fcr Deutschland erteilt worden. Er reiste daraufhin in die Partnergemeinde Endingen. Ein dortiger B\u00e4ckermeister stellte ihn daraufhin ein, um ihm eine Verdienstm\u00f6glichkeit zu geben und ihm so zumindest tempor\u00e4rer \u00fcber die Krise in seinem Heimatland hinwegzuhelfen. Das Visum f\u00fcr seinen Aufenthalt wurde nicht verl\u00e4ngert, obwohl der Mann gerne in der Endinger B\u00e4ckerei weitergearbeitet h\u00e4tte. Im Interview mit besagter Lokalzeitung berichtete er, dass sein Visum in wenigen Tagen ausliefe und er im Falle der Nichtbeachtung ausgewiesen w\u00fcrde \u2013 und da er mit offizieller Identit\u00e4t, bekanntem Wohnsitz und dank korrekter Befolgung aller b\u00fcrokratischen Vorgaben f\u00fcr die Beh\u00f6rde zu \u201cgreifen\u201c war, bestand auch \u00fcberhaupt kein Zweifel daran, dass der erkl\u00e4rten Absicht des zust\u00e4ndigen Ausl\u00e4nderamts, ihn abzuschieben, auch Taten folgen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Man kann sich lebhaft vorstellen, welch unb\u00e4ndige Wut mich auf die von \u201cMutti\u201d Merkel verbrochene Politik dieses Landes ergriff, die Millionen v\u00f6llig unbekannte Menschen zumeist ohne Ausweispapiere ins Land lie\u00df \u2013 Dahergelaufene, die den Steuerzahler pro Jahr Dutzende Milliarden Euro \u00e4rmer machen, ohne auch nur den geringster Gegenwert f\u00fcr ihr erhaltenes Rundumsorglos-Paket zu leisten, die nebenbei noch meterlange Strafakten anh\u00e4ufen \u2013, ohne dass bei ihnen \u00fcberf\u00e4llige Ausweisungen durchgezogen werden. Doch einen flei\u00dfigen, zudem deutschst\u00e4mmigen B\u00e4cker aus Venezuela nach will man nach Ende des Visums knallhart abschieben.<\/p>\n<p>Nach Maduro-Sturz: Hoffen auf wirtschaftliche Genesung<br \/>\nDiesen armen Teufel, der fernab von Deutschland um seine Existenz ringt, hierzulande zumindest eine vor\u00fcbergehende finanzielle Hilfe erf\u00e4hrt, den am Kaiserstuhl beheimateten alemannischen Dialekt flie\u00dfend beherrscht und sich dadurch mit jeder Person verst\u00e4ndigen konnte, verjagte man wie einen r\u00e4udigen Hund. Wie tief ist dieses Land nur gesunken, fragte ich mich damals schon, und wieviel weiter noch ist es erst bis heute gesunken!? Der einzige Trost, der mir bleibt, ist die Gewissheit, dass der Zeitpunkt nicht mehr fern ist, bis uns der Mist von 16 Jahren zuerst Merkel\u2019scher, dann Scholz\u2019scher und jetzt erst recht Merz\u2019scher Misswirtschaft und Zerst\u00f6rungspolitik gegen die Interessen der deutschen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sprichw\u00f6rtlich um die Ohren fliegen wird.<\/p>\n<p>Vor rund zehn Jahren war es \u00fcbrigens auch in der Colonia Tovar zu Protesten gegen das linksfaschistische Maduro-Regime gekommen; die Folge war, dass die Kolonie vom Milit\u00e4r des Diktators besetzt wurde. Kurz danach besuchte der damalige deutsche CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber den Ort, um der Bev\u00f6lkerung Hilfe anzubieten und zur Deeskalation beizutragen. Leider wurde unter der korrupten Madura-Herrschaft daraus nichts; jedenfalls bis zu dessen Entmachtung Anfang des Jahres durch US-Spezialeinheiten hat leider keine tiefgreifende \u00c4nderung des politisch-gesellschaftlichen Dissens stattgefunden. Zu alledem beeintr\u00e4chtigte die galoppierende Inflation den kulturellen Austausch, da sich die meisten Tovarer die Kosten f\u00fcr einen Besuch in der Heimat ihrer Ahnen nicht mehr leisten konnten. Man kann nur hoffen, dass nun, mit dem Sturz der Maduro-Diktatur, endlich wieder stabile demokratische Verh\u00e4ltnisse in die Colonia Tovar einziehen werden. Die Menschen dort h\u00e4tten es redlich verdient.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.1.2026 von Klaus Ri\u00dfler bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ansage.org\/die-colonia-tovar-in-venezuela-eine-grossartige-erfolgsgeschichte-dank-einwanderern-aus-dem-kaiserstuhl\/\">https:\/\/ansage.org\/die-colonia-tovar-in-venezuela-eine-grossartige-erfolgsgeschichte-dank-einwanderern-aus-dem-kaiserstuhl\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"mailto:klaus-rissler@online.de\">klaus-rissler@online.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Brasilien &gt;S\u00fcdamerika &gt;Venezuela &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Die Colonia Tovar in Venezuela: Einwanderer aus dem Kaiserstuhl (18.1.2026) Venezuela: Wie man eine Demokratie abschafft \u2013 der Masterplan\u00a0(12.1.2026) AUF1-Videotalk: Venezuela \u00e4ndert alles \u2013 Was man Ihnen verheimlicht! &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/venezuela\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":27,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-144449","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/144449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144449"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/144449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144459,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/144449\/revisions\/144459"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/27"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}