{"id":144398,"date":"2026-01-17T18:28:01","date_gmt":"2026-01-17T17:28:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=144398"},"modified":"2026-01-17T18:39:39","modified_gmt":"2026-01-17T17:39:39","slug":"mercosur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/mercosur\/","title":{"rendered":"Mercosur"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-reform\/\">EU-Reform<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirt<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-agrar\/\">EU-Agrar<\/a> &gt;Mercosur<\/p>\n<div id=\"attachment_143729\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dreisamtal-sonnenuntergang251231pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-143729\" class=\"size-full wp-image-143729\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dreisamtal-sonnenuntergang251231pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dreisamtal-sonnenuntergang251231pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dreisamtal-sonnenuntergang251231pan-180x111.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-143729\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenuntergang am 31.12.2025 im Dreisamtal bei Freiburg im Schwatzwald<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik (17.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/bauern-protest\/\">Nach Mercosur-Abkommen: Ostdeutsche Bauern protestieren und machen gegen EU-Deal mobil<\/a> (10.1.2026)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/bauern-protest\/\">Bauern-Protest<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik<\/strong><br \/>\n<strong>Die spinnen in Br\u00fcssel!<\/strong><br \/>\nMehr als 25 Jahre lang wurde verhandelt, nun steht seit letzte Woche das Mercosur-Freihandelsabkommen der EU \u2013 und sorgt weiter f\u00fcr heftigen Unmut. Worum geht es genau? Was sagen die Bef\u00fcrworter und Gegner? Und wie konnte der Vertrag trotz all der Skepsis und riesigen Widerst\u00e4nde zustandekommen? Warum Mercosur so umstritten ist und bleibt, ist hier nochmals zusammenfassend er\u00f6rtert. Nur soviel: Was vor 25 Jahren gut gewesen w\u00e4re, muss es aber heute nicht mehr sein. Es wird nicht wenige Verlierer geben \u2013 die aber leider eine schlechte Lobby haben, und nur darum geht es bei den EU-Entscheidungswegen: die richtigen Einfl\u00fcsterer und Interessenvertreter in Br\u00fcssel sitzen zu haben. Eine AfD-Politikerin erg\u00e4nzte mir gegen\u00fcber in einer Zuschrift: \u201eInsbesondere die Landwirte werden unter dem Mercosur-Abkommen leiden, denn Umwelt- und Tierwohlauflagen sind hierzulande deutlich restriktiver als in S\u00fcdamerika und damit neben exorbitant h\u00f6heren Bodenpreisen die Hauptkostentreiber f\u00fcr deutsche bzw. europ\u00e4ische Landwirtschaftsprodukte.\u201d<\/p>\n<p>Sie schrieb weiter: \u201cIn der Praxis sieht das dann beispielsweise so aus, dass unsere Rinderz\u00fcchter sich hierzulande mit den Vorgaben zu Mindestplatz pro Gro\u00dfvieheinheit und verpflichtendem Weidegang befassen und jedes Milligramm Antibiotikum rechtfertigen und dokumentieren m\u00fcssen, w\u00e4hrend in den s\u00fcdamerikanischen Gro\u00dfmastanlagen im Schnitt 20.000 Tiere auf engstem Raum stehen, nie im Leben auch nur einen Grashalm sehen und mit hierzulande verbotenen Hormonen und Zusatzstoffen auf schnelles Wachstum getrimmt werden. Das Hektar landwirtschaftliche Fl\u00e4che kostet z. B. in Argentinien zwischen 4.000 und 6.000 Euro. Ein deutscher Landwirt muss da durchschnittlich 14.000 bis 43.000 Euro, in Spitzenwerten je nach Region schon rund 90.000 Euro pro Hektar hinlegen. Das sind keine fairen Bedingungen.\u201d Eine solche Positionierung h\u00e4tte ich eigentlich von der CDU erwartet. Doch der scheinen die Sorgen und N\u00f6te der hiesigen Bauern inzwischen ebenso egal zu sein wie die unserer Industrie.<\/p>\n<p>DIe AfD nimmt sich dieses Themas \u2013 gerade auch im Wahlkampf (im M\u00e4rz wird in Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz gew\u00e4hlt, es folgen noch drei weitere Landtagswahlen 2026!) \u2013 hingegen engagiert an. Sie weist auch auch auf dieses zus\u00e4tzliche Problem hin: \u201eDas CBAM (siehe hier) beispielsweise sieht vor, zus\u00e4tzliche CO2-Abgaben auf relevante Produktgruppen aus Drittl\u00e4ndern zu verlangen, die in die EU importiert werden sollen. Das betrifft insbesondere Baumaterialien, Stahl, D\u00fcngemittel und dabei auch bestimmte Derivate, die als Transport f\u00fcr Wasserstoff dienen sollen, vom Gesetz aber als D\u00fcngemittel eingestuft werden (soviel zum Thema \u201aPower-to-Gas\u2018 in Afrika und Transport nach EU, die Red.). Was wird wohl f\u00fcr ein Effekt eintreten? Die BRICS-Staaten haben l\u00e4ngst erkannt, dass die europ\u00e4ischen L\u00e4nder in naher Zukunft weder als Beschaffungs- noch als Absatzmarkt wirklich mehr relevant sein werden. Sie tun, was alle vorausschauenden Staaten tun: Sie orientieren sich um und bilden ihre eigenen Beschaffungs- und Absatzm\u00e4rkte.\u201c<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich wird dieses Problem \u00fcbrigens ebenfalls gesehen und klar benannt. Dort warnen Landwirte und Opposition seit langem, dass die EU-Klimaz\u00f6lle \u00e0 la CBAM <a href=\"https:\/\/exxpress.at\/politik\/eu-klimazoll-cbam-buerokratie-monster-bedroht-europas-industrie\/\">https:\/\/exxpress.at\/politik\/eu-klimazoll-cbam-buerokratie-monster-bedroht-europas-industrie\/<\/a> ein B\u00fcrokratie-Monster sondergleichen sind, das Europas Industrie bedroht. Doch in Deutschland ist all das anscheinend kein Thema \u2013 jedenfalls in den etablierten L\u00fcckenmedien. Immerhin in den freien Medien, etwa hier bei \u201cApollo News\u201d <a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/eu-fuehrt-co2-zoll-fuer-importe-ein-handelskonflikte-und-erhebliche-belastungen-fuer-die-exportindustrie-befuerchtet\/\">https:\/\/apollo-news.net\/eu-fuehrt-co2-zoll-fuer-importe-ein-handelskonflikte-und-erhebliche-belastungen-fuer-die-exportindustrie-befuerchtet\/<\/a>, wird man f\u00fcndig. Was allerdings \u00fcberhaupt nicht \u201eeingeordnet\u201c wird, wie es neudeutsch hei\u00dft: Erhobene Z\u00f6lle verteuern Importwaren zu Lasten der Konsumenten. Der lachende Dritte ist der Fiskus, der Zoll hat im Jahr 2024 Jahr rund 150 Milliarden Euro Abgaben eingenommen und verwaltet. Davon wurden insgesamt 5,5 Milliarden Euro an Z\u00f6llen durch die EU vereinnahmt <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/Broschueren_Bestellservice\/zolljahresstatistik-2024.html\">https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/Broschueren_Bestellservice\/zolljahresstatistik-2024.html<\/a>. Wenn nun diese Zolleinnahmen wegfallen: Wer muss wohl die Haushaltsl\u00f6cher stopfen? Richtig, die Steuerzahler \u2013 und auch der Zollausfall des EU-Haushalts muss zu rund einem Viertel vom gr\u00f6\u00dften Nettozahler Deutschland ausgeglichen werden. Was also ist gewonnen?<br \/>\nDoch das Mercosur-Abkommen ist nicht das einzige Problem. Die Krone des Irrsinns europ\u00e4ischer Handelspolitik stellt die ebenfalls aktuell getroffene Einigung \u00fcber den Import billiger E-Autos aus China dar. W\u00e4hrend bei uns der Kauf von solchen Autos subventioniert wird, geschieht das in China \u00fcber die F\u00f6rderung der Produktion, wenn auch nicht in vergleichbarem Umfang wie hier. Die Chinesen haben fast alle Rohstoffe, bauen weitaus rationeller, fertigen mit billiger Energie, haben deutlich niedrigere Lohnkosten und so gut wie keine b\u00fcrokratiebedingte Verteuerung, sch\u00e4tzen zwar Komfort, verzichten aber auf Schnickschnack (wobei sie auch im Luxussegment zunehmend aufschlie\u00dfen). Deshalb kosten ihre E-Autos nicht mehr als unserer Benziner. Die EU wollte nun die chinesischen Autos teurer machen \u2013 und das, obwohl die gr\u00fcne Politik in Br\u00fcssel doch froh sein m\u00fcsste, dass mehr E-Autos gefahren werden!<\/p>\n<p>Nun haben aber sie einen Deal ausgehandelt und klopfen sich auf die Schenkel, w\u00e4hrend sich unsereins an den Kopf fasst: \u201eStatt Z\u00f6lle Mindestpreise f\u00fcr E-Autos\u201c, war die glorreiche Idee der Br\u00fcsseler Strategen. Bisher wurden zum regul\u00e4ren Importzoll zwischen 7,8 und 35,3 Prozent Sonderz\u00f6lle erhoben. Wenn das Trump w\u00fcsste! Dazu kommt noch die Einfuhrumsatzsteuer. Was sind nun die Folgen dieses Irrsinns, der nur in K\u00f6pfen abgehobener B\u00fcrokraten in Br\u00fcssel entstehen kann? Die Interessenten f\u00fcr chinesische E-Autos m\u00fcssen noch tiefer in die Tasche greifen oder verzichten auf den Kauf. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen die Menschen den Einnahmeausfall der wegfallenden Z\u00f6lle mit h\u00f6heren Steuern kompensieren, sind also doppelt gestraft. Und wer ist der lachende Dritte? Nat\u00fcrlich die chinesischen Hersteller, weil sie ihre E-Autos noch teurer vermarkten k\u00f6nnen. Die Sonderprofite k\u00f6nnen sie zur\u00fccklegen, um damit sp\u00e4ter deutsche Autofirmen aufzukaufen. Und wenn es dann auch in China Unternehmenssteuern gibt wie bei uns, dann labt sich auch der chinesische Staat am Hirngespinst von Br\u00fcssel. Wer thront dort eigentlich \u00fcber allem, wer tr\u00e4gt die Hauptverantwortung f\u00fcr diese absurde und durchweg sch\u00e4dliche Politik? Die Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen, die uns schon in Deutschland als vierfache Allzweck-Ministerin teuer zu stehen kam. Wen wundert es da noch, dass sich die meisten Menschen zwar als Europ\u00e4er verstehen, aber mit der Br\u00fcssel Eurokratie immer weniger zu tun haben wollen?<br \/>\n17.1.2026, Albrecht K\u00fcnstle,\u00a0 <a href=\"mailto:kuenstle.a@gmx.de\">kuenstle.a@gmx.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;EU\u00a0&gt;Finanzsystem\u00a0&gt;EU-Reform\u00a0&gt;Landwirt &gt;EU-Agrar &gt;Mercosur Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik (17.1.2026) Nach Mercosur-Abkommen: Ostdeutsche Bauern protestieren und machen gegen EU-Deal mobil (10.1.2026) Bauern-Protest &nbsp; Mercosur-Abkommen und EU-Handelspolitik Die spinnen in Br\u00fcssel! 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