{"id":14147,"date":"2012-10-30T21:24:39","date_gmt":"2012-10-30T20:24:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=14147"},"modified":"2019-05-31T20:56:02","modified_gmt":"2019-05-31T18:56:02","slug":"power-to-gas","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/power-to-gas\/","title":{"rendered":"Power-to-Gas"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a> &gt;Power-to-Gas<\/p>\n<div id=\"attachment_14077\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/psyche\/narzissten\/schauinsland27nebel-buche-rind-pan121025\/\" rel=\"attachment wp-att-14077\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14077\" class=\"size-full wp-image-14077\" title=\"schauinsland27nebel-buche-rind-pan121025\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schauinsland27nebel-buche-rind-pan121025.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schauinsland27nebel-buche-rind-pan121025.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schauinsland27nebel-buche-rind-pan121025-180x56.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14077\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Schauinsland nach S\u00fcden zum Rheintal-Nebel am 25.10.2012<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Vahrenholt: Power-to-Gas anstelle Batterien als Langzeitspeicher (15.5.2019)<\/li>\n<li>Gas mittels \u00d6kostrom aus Wasser und CO<sub>2<\/sub>\u00a0produzieren &#8211; ein nahezu perfekter \u00d6ko-Kreislauf (2.5.2014)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wasserstoff-aus-der-solarzelle\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wasserstoff-aus-der-solarzelle\/<\/a>\u00a0(25.8.2013)<\/li>\n<li><a title=\"Umwelt 1912 \u2013 1972 \u2013 2012\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/umwelt-1912-1972-2012\/\">Umwelt 1912 &#8211; 2012\u00a0&#8211; &#8230; EE-Methan<\/a>\u00a0(28.12.2012)<\/li>\n<li>Power-to-Gas &#8211; Verfahren<\/li>\n<li>Fraunhofer IWES &#8211; Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenenergie und Energiesystemtechnik<\/li>\n<li>&#8222;Power-to-Gas&#8220;-Forschungsanlage in Stuttgart (30.10.2012)<\/li>\n<li>Power-to-Gas: Aus erneuerbarem Strom und CO2 synthetisches Erdgas herstellen<\/li>\n<li><a title=\"E-Mobil\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/e-mobil\/\">E-Mobil<\/a><\/li>\n<li><a title=\"LOHC\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wasserstoff\/lohc\/\">LOHC<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gas mittels \u00d6kostrom aus Wasser und CO<sub>2<\/sub>\u00a0produzieren &#8211; ein nahezu perfekter \u00d6ko-Kreislauf<\/strong><br \/>\nGegen\u00fcber den Zielsetzungen zur notwendigen CO<sub>2<\/sub>-Reduktion aus dem aktuellen Bericht des Weltklimarats ist die politisch-\u00f6kologische Auseinandersetzung f\u00fcr oder gegen eine gr\u00f6\u00dfere Unabh\u00e4ngigkeit von russischen Gaslieferungen zweitrangig: Die Verbrennung von fossilem Gas, ob aus Russland oder auch Fracking-Gas aus Amerika, f\u00fchrt zu einem weiteren CO<sub>2<\/sub>-Anstieg in der Atmosph\u00e4re.<br \/>\nDie aktuelle Situation sollte Anlass geben, den dritten m\u00f6glichen Weg zu einer langfristigen Gasversorgung voranzutreiben und weiterzuentwickeln: Gas mittels \u00d6kostrom aus Wasser und CO<sub>2<\/sub>\u00a0zu produzieren (das sogenannte &#8222;Power-to-Gas&#8220;-Verfahren). Der wichtige, positive Nebeneffekt ist, dass dazu wieder mehr Wind- und Sonnenenergie ben\u00f6tigt wird \u2013 statt sie weiter auszubremsen und r\u00fcckzubauen \u2013, was einem modernen Industriestandort Deutschland guttut.<br \/>\nZudem ist Erdgas ein idealer universeller Energietr\u00e4ger der Zukunft f\u00fcr Verkehr, Hausheizung und Industrie. Er ist speicherbar und transportabel, und wenn er mittels \u00d6kostrom gewonnen wird und das bei der Gasverbrennung entstehende CO<sub>2<\/sub>im Herstellungsprozess wieder verwendet wird, entsteht ein nahezu perfekter \u00d6ko-Kreislauf.<br \/>\n2.5.2014, Klaus Kramer, Freiburg<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n<strong>Vahrenholt: Power-to-Gas anstelle Batterien als Langzeitspeicher<\/strong><br \/>\nEbenfalls ern\u00fcchternd ist die Erkenntnis, dass Batterien nur als Kurzzeitspeicher dienen k\u00f6nnen. Voraussetzung f\u00fcr Langzeitspeicher w\u00e4re die erfolgreiche Entwicklung von \u00abPower-to-Gas\u00bb, also die Umwandlung von Windstrom per Elektrolyse in <a title=\"LOHC\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wasserstoff\/lohc\/\">Wasserstoff<\/a> oder gar Methan. Das ist zwar heute noch absurd teuer, aber wir werden das schon schaffen, vielleicht, irgendwann und irgendwie. Allerdings, so warnen die Autoren, k\u00f6nnte es trotz allem in Tagen der kalten Dunkelflaute (keine Sonne und kein Wind im Winter) zu Konflikten kommen zwischen \u00abPower-to-Heat\u00bb (W\u00e4rme auf Windstrombasis) und dem konventionellen Strombedarf. Will sagen: Licht oder warme Heizung, das ist dann die Frage. Das Auto bleibt bei der Dunkelflaute sowieso zu Hause stehen. Die Autoren korrigieren nicht zuletzt auch die weithin verbreitete Illusion, nach der Autobatterien als Stromspeicher genutzt werden k\u00f6nnten<br \/>\n&#8230;. Alles vom 15.5.2019 von Fritz Vahrenholt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2019-20\/artikel\/das-4600-milliarden-fiasko-die-weltwoche-ausgabe-20-2019.html\">https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2019-20\/artikel\/das-4600-milliarden-fiasko-die-weltwoche-ausgabe-20-2019.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nDie Studie \u00abEnergiesysteme der Zukunft\u00bb kann hier heruntergeladen werden:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/energiesysteme-zukunft.de\/fileadmin\/user\u2013upload\/Publikationen\/pdf\/ESYS\u2013Analyse\u2013Sektorkopplung.pdf\">https:\/\/energiesysteme-zukunft.de\/fileadmin\/user\u2013upload\/Publikationen\/pdf\/ESYS\u2013Analyse\u2013Sektorkopplung.pdf<\/a><br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/energiesysteme-zukunft.de\/studienvergleich-energiewende\/\">https:\/\/energiesysteme-zukunft.de\/studienvergleich-energiewende\/<\/a>&#8218; .<\/strong><br \/>\n<strong>\u00a0.<\/strong><br \/>\n<em>Prof. Dr. Fritz Vahrenholt hat in Chemie promoviert und ist Honorarprofessor an der Universit\u00e4t Hamburg. Als Vertreter der SPD war er Umweltsenator in Hamburg (1991 bis 1997). Unter Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der war er auch als Berater f\u00fcr Energiefragen auf Bundesebene t\u00e4tig.<\/em><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Power-to-Gas &#8211; Verfahren<br \/>\n<\/strong>Der \u00d6kostromanteil im deutschen Stromnetz w\u00e4chst enorm. Zudem schwankt bei einem hohen Anteil von Wind- und Sonnenenergie\u00a0die Strommenge je nach Wetterlage stark. Folge: Schon heute kann in manchen Regionen \u00fcbersch\u00fcssiger \u00d6kostrom nicht mehr in das Stromnetz eingespeist werden. Bis 2030 sind deutschlandweit in bestimmten Jahreszeiten \u00fcbersch\u00fcssige Stromleistungen im Gigawattbereich zu erwarten.\u00a0Langfristspeicher mit hohen Kapazit\u00e4ten m\u00fcssengebaut werden, um die k\u00fcnftigen \u00dcbersch\u00fcsse dem Verbraucher auch in Zeiten ohne Wind und Sonne zur Verf\u00fcgung zu stellen. Eine Speicherung \u00fcber lange Zeit und mit gro\u00dfem Volumen bieten die chemischen Speichermedien Wasserstoff und Methan. Nur Methan ist lange ohne Verluste lagerf\u00e4hig und kann zudem in das gro\u00dfe, bereits vorhandene deutsche Erdgasnetz eingespeist werden.\u00a0\u00a0Das Erdgas-Netz besteht bereits und muss nicht, wie zum Beispiel ein Pumpspeicherkraftwerk, erst gebaut werden. Blockheizkraftwerke, Erdgasautos und die Industrie k\u00f6nnen dann das erneuerbare Gas nutzen.<\/p>\n<p>Das &#8222;Power-to-Gas&#8220;-Verfahren (&#8222;Strom zu Gas&#8220;-Verfahren)\u00a0stellt aus dem von Solar bzw. Wind produzierten \u00fcbersch\u00fcssigen Strom\u00a0Methan bzw. Erdgas her, und zwar in zwei Schritten:<br \/>\n1. Die Anlage wandelt Wasser in Wasserstoff um.<br \/>\nZwei Kabel f\u00fchren Strom mit 250 Kilowatt\u00a0in einen Container mit Kalilauge als Elektrolyt, der Strom, spaltet das zustr\u00f6mende destillierte Wasser in Wasserstoff und Sauerstof. Diese Elektrolyse ist\u00a0altbekannt. Neu\u00a0ist aber, dass die Menge an Solarstrom st\u00e4ndig schwankt, weshalb eine intelligente Regelelektronik eingebaut ist.<br \/>\n2. Der Wasserstoff\u00a0wird zu Bio-Erdgas aufbereitet und kann damit ins Erdgas-Netz eingespeist werden.<br \/>\nDazu haben haben die Stuttgarter Wissenschaftler das altbekannte Sabatier-Verfahren (Wasserstoff reagiert mit Kohlendioxid zu Methan und Wasser) um eine ausgefeilte Gasdosierung weiterentwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fraunhofer IWES &#8211; Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenenergie und Energiesystemtechnik<br \/>\n<\/strong>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenenergie und Energiesystemtechnik IWES forscht im gesamten Spektrum der Windenergie sowie der Integration von erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Die Forschung zu Energieeffizienz und modernen Formen der Energiespeicherung umfasst neben Windkraft auch Photovoltaik und Biomasse. Das Fraunhofer IWES wurde 2009 gegr\u00fcndet und ist aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center f\u00fcr Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven sowie dem Institut f\u00fcr Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V. in Kassel hervorgegangen. Am Fraunhofer IWES arbeiten derzeit etwa 250 Wissenschaftler, Angestellte und Studenten. Das Jahresbudget betr\u00e4gt rund 22 Mio. Euro.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.iwes.fraunhofer.de\/\">https:\/\/www.iwes.fraunhofer.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.powertogas.info\/service\/impressum.html\">https:\/\/www.powertogas.info<\/a>\u00a0unter der Regie der <a href=\"https:\/\/www.dena.de\">www.dena.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Power-to-Gas&#8220;-Forschungsanlage in Stuttgart<br \/>\n<\/strong>Am 30. Oktober 2012 hat das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) eine Forschungsanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 250 Kilowatt eingeweiht. Die vom Bundesumweltministerium gef\u00f6rderte Anlage wandelt \u00d6kostrom in Wasserstoff und Methan um. Mit einer m\u00f6glichen Methanproduktion von bis zu 300 Kubikmetern pro Tag ist sie die gr\u00f6\u00dfte Anlage ihrer Art weltweit und zehnmal leistungsst\u00e4rker als die drei Jahre zuvor am ZSW entstandene Versuchsanlage. Damit r\u00fccken die Wissenschaftler aus Stuttgart unmittelbar an die industrielle Anwendung der neuen Stromspeichertechnologie heran.<br \/>\nW\u00e4hrend des Betriebs wollen die ZSW-Forscher mit ihren Kollegen vom Fraunhofer IWES und der Firma SolarFuel die Technologie weiter optimieren. Das Hochskalieren k\u00fcnftiger Power-to-Gas-Anlagen im energiewirtschaftlich relevanten Bereich von 1 bis 20 Megawatt soll dadurch erleichtert werden. Eine Bewertung des k\u00fcnftigen Speicherbedarfs ist ebenfalls Gegenstand der FuE-Arbeiten.<\/p>\n<div>Das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) ist eine gemeinn\u00fctzige Stiftung des b\u00fcrgerlichen Rechts.<br \/>\nZentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung<br \/>\nBaden-W\u00fcrttemberg (ZSW)<br \/>\nIndustriestra\u00dfe 6, 70565 Stuttgart<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.zsw-bw.de\/\">www.zsw-bw.de<\/a><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iwes.fraunhofer.de\/\" target=\"_blank\">www.iwes.fraunhofer.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.solar-fuel.net\/\" target=\"_blank\">www.solar-fuel.net<\/a><\/p>\n<p>Das Projekt &#8222;Wasserstoff\u00a0 und EE-Methan&#8220; kommt voran: In Stuttgart ist eine 250 kW-Demo-Anlage in Betrieb,<br \/>\ndie MW-Anlage in Werlte \/Emsland ist eingeweiht und\u00a0in Freiburg\u00a0seit einem Jahr eine versuchsanlage in Betrieb.<br \/>\nbadenova\/ISE stellen anfang 2013 einen neuen F\u00f6rderantrag mehr.<br \/>\nWenn der \u00dcberschu\u00dfstrom billig genug ist (unter 2 Cent\/kWh), dann kann es k\u00fcnftig auch wirtschaftlich klappen.<br \/>\n29.12.2012<\/p>\n<p><strong>Wirkungsgrad?<\/strong><br \/>\nDer Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom \u00fcber Wasserstoff zu Erdgas betr\u00e4gt allerdings nur rund 60 Prozent&#8220;&#8230; und der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Erdgas zu Strom betr\u00e4gt 30% (Carnot l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen!). Die Multiplikation beider Wirkungsgrade sei dem Leser \u00fcberlassen.<br \/>\nRainer Schwarz, 9.10.2012<\/p>\n<p><strong>Dezentralisierung als Alternative?<\/strong><br \/>\nMan sollte besser endlich einmal die Dezentralisierung der Stromversorgung weiter vorantreiben. Wenn jeder PV-Anlagenbesitzer seinen Strom selbst in LiFePOs speichern w\u00fcrde, h\u00e4tte man einen Systemwirkungsgrad von \u00fcber 90% von Strom \u00fcber Akku wieder zu Strom. So muss das laufen.<br \/>\nJohannes G\u00fcntert, 9.10.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"home-site\">\n<div class=\"container home-wrapper\">\n<section id=\"vision\" class=\"section section-banner onetone-vision \">\n<div class=\"home-container page_container\">\n<p><strong>Power-to-Gas: Aus erneuerbarem Strom und CO2 synthetisches Erdgas herstellen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nPower-to-Gas \u00e4ndert die Logik unserer Energielandschaft. Statt aus fossilen Ressourcen Strom und Kohlenstoffdioxid zu erzeugen, wird aus erneuerbarem Strom und Kohlenstoffdioxid (synthetisches) Erdgas hergestellt. Dadurch kann die bestehende fossile Infrastruktur weiter genutzt und gleichzeitig das Klima gerettet werden.<br \/>\nSeit mehr als 100 Jahren nutzen vor allem Industriel\u00e4nder in hohem Ma\u00dfe die fossilen Energietr\u00e4ger Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas. Viel Kapital wurde investiert, um die hierf\u00fcr notwendige fossile Infrastruktur aufzubauen. Mobilit\u00e4t, Industrie und viele allt\u00e4gliche Produkte fu\u00dfen auf Kohle, \u00d6l oder Gas und sind deshalb von diesen endlichen Ressourcen abh\u00e4ngig.<br \/>\nAls nachteilig bei der Verbrennung von fossilen Energietr\u00e4gern hat sich das frei werdende Kohlenstoffdioxid (CO2) herausgestellt, da es zu einer unerw\u00fcnschten Erw\u00e4rmung unseres Klimas f\u00fchrt. Daher gibt es zahlreiche Anstrengungen, den Aussto\u00df von CO2 zu senken bzw. zu vermeiden. Der unter dem Schlagwort \u201eEnergiewende\u201c stattfindende Umbau der deutschen Stromerzeugung von fossiler auf erneuerbare Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Anstrengungen hierf\u00fcr.<br \/>\nMit dem Wandel von einer zentralen Struktur fossiler Gro\u00dfkraftwerke hin zu einer dezentralen Struktur von Wind- und Photovoltaik-Kraftwerken erh\u00f6ht sich allerdings unerw\u00fcnschter Weise die Volatilit\u00e4t im Stromsystem. Strom muss zum Zeitpunkt des Verbrauchs erzeugt werden. Mit einer zentralen Struktur von Gro\u00dfkraftwerken war dies technisch leicht zu bew\u00e4ltigen. Windkraftr\u00e4der und Photovoltaik-Anlagen h\u00e4ngen in ihrer Erzeugung vom Wetter ab und ben\u00f6tigen deshalb ein stabilisierendes Pendent, um den Anforderungen des Stromsystems zu gen\u00fcgen. Stromspeicher und dar\u00fcber hinausgehende Technologien wie Power-to-Gas sind Bausteine, die ein erneuerbares Energiesystem erst erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Technik: \u00dcberschuss-Strom in Methan umwandeln<\/strong><br \/>\nMit Power-to-Gas wird (\u00dcberschuss-)Strom \u00fcber die zwei Hauptprozesse \u201eElektrolyse\u201c und \u201eMethanisierung\u201c in Methan (CH4) umgewandelt. Damit wird im Moment nicht nutzbarer und wertloser \u00dcberschuss-Strom lagerf\u00e4hig und wertvoll. Erdgas enth\u00e4lt zu mehr als 98% Methan. Das mit einer Power-to-Gas-Anlage erzeugte Methan kann somit wie Erdgas verwendet werden und wird deshalb auch als synthetisches Erdgas (SNG) bezeichnet. Es weist sogar eine gr\u00f6\u00dfere Reinheit und konstantere Gasqualit\u00e4t als nat\u00fcrliches Erdgas auf und ist zus\u00e4tzlich CO2-neutral.<\/p>\n<p><strong>Elektrolyse: Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen<\/strong><br \/>\nBei der seit \u00a0mehr als 200 Jahren bekannten Elektrolyse wird Wasser (H2O) mit Hilfe von Strom in gasf\u00f6rmigen Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zerlegt und getrennt gesammelt. Der erzeugte Wasserstoff wird im n\u00e4chsten Prozessschritt weiter verwendet. Der erzeugte Sauerstoff wird momentan nicht genutzt, k\u00f6nnte aber in vielen technischen Prozessen verwendet werden und w\u00e4re dann eine zus\u00e4tzliche Einnahmequelle.<br \/>\nDie Elektrolyse wird vor allem seit den letzten Jahren verst\u00e4rkt weiter entwickelt. Dadurch sind neben der klassischen alkalischen Elektrolyse auch neue Arten wie die sogenannte Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyse (PEM) entstanden. Vor allem diese zeichnet sich durch schnelle Reaktionszeiten auf \u00c4nderungen im Stromzufluss aus und kann deshalb auch Regelleistung erbringen. Damit l\u00e4sst sich das Netz auf lokaler Ebene stabilisieren und Einnahmen erzielen. Die Wirkungsgrade von Elektrolysen liegen im Bereich zwischen 70-78%<\/p>\n<div class=\"home-site\">\n<div class=\"container home-wrapper\">\n<section id=\"methanisierung\" class=\"section  onetone-methanisierung \">\n<div class=\"home-container page_container\">\n<p><strong>Methanisierung: CO2-neutrales Erdgas<\/strong><br \/>\nBei der Methanisierung (nach ihrem Erfinder auch Sabatier-Prozess genannt) wird Wasserstoff mit Kohlenstoffdioxid zu Methan synthetisiert. Als Produkt erh\u00e4lt man CO2-neutrales Erdgas hoher Qualit\u00e4t. Bei diesem Prozessschritt wird W\u00e4rme auf einem Niveau von 230-300 \u00b0C frei, die vielf\u00e4ltig genutzt werden kann, z.B., um sie in ein Fernw\u00e4rmenetz einzuspeisen. Der Wirkungsgrad liegt momentan bei mehr als 80%. Bei der Methanisierung wird CO2 verbraucht. Dieses k\u00f6nnte zum Beispiel aus gereinigtem Biogas stammen und damit insgesamt zu mehr einspeisef\u00e4higem Methan f\u00fchren. Zus\u00e4tzlich erschlie\u00dfen sich \u00fcber CO2-Zertifikate neue Einkommensquellen.<\/p>\n<p><strong>Nutzung \u00fcber das Erdgasnetz<\/strong><br \/>\nDas durch Power-to-Gas erzeugte synthetische Erdgas kann lokal an der Anlage gespeichert oder in das europ\u00e4ische Erdgasnetz eingespeist werden und so vielf\u00e4ltig wie Erdgas f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Industrie und in Haushalten verwendet werden. Mit einer L\u00e4nge von 460.000 km lassen sich im deutschen Erdgasnetz ca. 200 TWh an Energiemenge speichern. Das entspricht einem Drittel des deutschen Jahresstromverbrauchs.<\/p>\n<p>Mehr auf:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ceg-energy.de\/\">https:\/\/ceg-energy.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Energie &gt;Power-to-Gas Vahrenholt: Power-to-Gas anstelle Batterien als Langzeitspeicher (15.5.2019) Gas mittels \u00d6kostrom aus Wasser und CO2\u00a0produzieren &#8211; ein nahezu perfekter \u00d6ko-Kreislauf (2.5.2014) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wasserstoff-aus-der-solarzelle\/\u00a0(25.8.2013) Umwelt 1912 &#8211; 2012\u00a0&#8211; &#8230; EE-Methan\u00a0(28.12.2012) Power-to-Gas &#8211; Verfahren Fraunhofer IWES &#8211; Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenenergie und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/power-to-gas\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":15,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-14147","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14147\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}