{"id":140927,"date":"2025-11-01T09:24:14","date_gmt":"2025-11-01T08:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=140927"},"modified":"2025-11-01T09:47:43","modified_gmt":"2025-11-01T08:47:43","slug":"arzneimittel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/arzneimittel\/","title":{"rendered":"Arzneimittel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Business\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\">Business<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Gesund\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/\">Gesund<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/medizin\/\">Medizin<\/a> &gt;Apotheke &gt;Arzneimittel<\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<div id=\"attachment_140448\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaki-orange-gelb-gruen-pan251019.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-140448\" class=\"size-full wp-image-140448\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaki-orange-gelb-gruen-pan251019.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaki-orange-gelb-gruen-pan251019.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaki-orange-gelb-gruen-pan251019-180x126.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-140448\" class=\"wp-caption-text\">Kakibaum am 19.10.2025 &#8211; ein Monat vor der Ernte in Freiburg<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Abh\u00e4ngigkeit bei Arzneimittelwirkstoffen von China und Indien macht Europa erpre\u00dfbar (30.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/apotheke\/\">Apothekenreform gef\u00e4hrdet die Patientenversorgung<\/a> (31.10.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abh\u00e4ngigkeit bei Arzneimittelwirkstoffen von China und Indien macht Europa erpre\u00dfbar<\/strong><br \/>\n<strong>Die neue Apotheke der Welt<\/strong><br \/>\nJ\u00f6rg Schierholz<br \/>\nAktuell sind in Deutschland etwa 500 Arzneimittel nicht oder nur schwer verf\u00fcgbar. In der Herbst- und Winterzeit, betrifft es vorwiegend Antibiotika f\u00fcr Kinder und Erwachsene, Asthma- und Schmerzmittel, ADHS- und Diabetes-Medikamente oder Blutdruck- und Cholesterinsenker. Nur bei Impfstoffen gibt es derzeit keine Lieferengp\u00e4sse. Das Problem ist seit Jahren bekannt, aber die bisherigen politischen Ma\u00dfnahmen auf deutscher und europ\u00e4ischer Ebene f\u00fchrten nicht zu einer L\u00f6sung oder nennenswerten Verbesserung.<br \/>\nDas Gutachten des K\u00f6lner Instituts der deutschen Wirtschaft (\u201eStrategische Arzneimittelabh\u00e4ngigkeit von China \u2013 Wie verletzlich ist Europa?\u201c) kann durchaus als Brandbrief zur Versorgungssituation mit kritischen Medikamenten bewertet werden. So kommen die Studienautoren zu dem Schlu\u00df, da\u00df sich kritische Importabh\u00e4ngigkeiten von China nicht nur bei elektronischen Erzeugnissen und im Maschinenbau versch\u00e4rfen, sondern bei chemischen und pharmazeutischen Produkten besonders eklatant sind. Bei \u00fcber einem Drittel der 56 untersuchten versorgungsrelevanten generischen Wirkstoffe ist der chinesische Produktionsanteil nicht mehr extern zu kompensieren. Es betrifft vor allem Fieber-, Schmerz- und Narkosemittel sowie deren Vorprodukte bzw. deren Hilfsstoffe.<\/p>\n<p>Noch in den achtziger Jahren galt Deutschland neben den USA als Apotheke der Welt und wichtigster Entwicklungs- und Arzneimittel-Produktionsstandort in Europa. Doch die Chinesen investierten gezielt in die Herstellung von Arzneimitteln und ihrer Wirkstoffe, um prim\u00e4r den eigenen Bedarf zu decken und potentielle \u00dcbersch\u00fcsse zu exportieren. Gro\u00dfe Produktionsanlagen entstanden, und China geh\u00f6rt neben Indien zu den wichtigsten Zulieferern weltweit. Parallel dazu f\u00fchrten zunehmende regulatorische H\u00fcrden und der steigende Kostendruck in Deutschland insbesondere bei Arzneimitteln, deren Patente abgelaufen waren (Generika), dazu, immer mehr Wirk- und Hilfsstoffe zu importieren.<\/p>\n<p>Neben den Personalkosten sind es die politischen Weichenstellungen und die Skepsis bei der \u201eGentechnik\u201c, die hierzulande zur Zerschlagung gro\u00dfer und mittelst\u00e4ndischer Firmen f\u00fchrten. Produktion und Forschung wanderten ins Ausland. Die Zerschlagung des Frankfurter Chemiegiganten Hoechst und der Verkauf der Arzneimittelsparte der BASF an Abbott (Illinois) sind Konsequenzen der Standortpolitik, Stichwort \u201eGentechnik\u201c. Nur noch wenige Prozent der in Deutschland verordneten Arzneimittel stammen aus heimischer Produktion.<\/p>\n<p>Mangelnder Realit\u00e4tssinn und b\u00fcrokratische Hemmnisse<br \/>\nChina ist als \u201eLow-Cost-Land\u201c nicht nur Lieferant von Vorprodukten, sondern inzwischen auch High-End-Hersteller. Bez\u00fcglich der unterschiedlichen pharmazeutischen Wertsch\u00f6pfungsstufen an Wirkstoff- und Fertigarzneimitteln entstanden so globale Abh\u00e4ngigkeiten. Chinesische Pharmafirmen melden mehr Patente f\u00fcr chemisch-basierte pharmazeutische und biopharmazeutische Neuentwicklungen an als deutsche. Sie \u00fcberholten in ihrer Dynamik die USA und entwickeln sich zunehmend zu globalen Innovationsf\u00fchrern. Mehr als die H\u00e4lfte aller neuen Antik\u00f6rper in klinischen Studien stammen aus China, und westliche Pharmakonzerne kooperieren mit chinesischen Biotechs.<br \/>\nDie EU versucht mit ihrem Critical Medicines Act (CMA) die St\u00e4rkung der heimischen Arzneimittelproduktion anzugehen. Realistisch ist die Neuansiedlung generischer Produktionen unter den gegebenen Rahmenbedingungen allerdings kaum. Prim\u00e4r m\u00fc\u00dfte die Abwanderung bestehender Produktionskapazit\u00e4ten verhindert werden. Die Nationale Pharmastrategie der Bundesregierung und die Implementierung des Medizinforschungsgesetzes zeigen, da\u00df man sich des Themas, auch wenn nur halbherzig, annehmen m\u00f6chte. Das lange ohne politisches Echo beschlossene Ende der Produktion des Wirkstoffs Metamizol im Industriepark Frankfurt-H\u00f6chst, das nach Ibuprofen am zweith\u00e4ufigsten verschriebene Schmerzmittel, zeigt allerdings, da\u00df die Brisanz der Thematik weder bei deutschen noch EU-B\u00fcrokraten angekommen ist.<\/p>\n<p>Die Liste deutscher Politiker zum Thema \u201eschneller Aufbau bzw. R\u00fcckverlagerung von Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Arzneimittel\/Herstellung wichtiger Medikamente in Deutschland\u201c, beginnend mit Angela Merkels Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), dann Karl Lauterbach (SPD), und Robert Habeck (Gr\u00fcne), offenbart einen mangelnden Realit\u00e4tssinn, da der \u201eschnelle\u201c Aufbau einer Produktion hierzulande mindestens f\u00fcnf Jahre dauert \u2013 immer begleitet von einem weiterhin eskalierenden Wust wirtschaftsfeindlicher b\u00fcrokratischer Hemmnisse. Und die Forderung der Linken-Politikerin Kathrin Vogler, \u201eArzneimittel-Forschung und -Produktion raus aus der Profitlogik\u201c zu nehmen, wird kein Unternehmen der Welt zu einer Neuansiedelung in Deutschland motivieren.<\/p>\n<p>In zahlreichen strategischen Lieferketten ist China mittlerweile unverzichtbar. China ist heute grunds\u00e4tzlich in der Lage, kritische Abh\u00e4ngigkeiten zur offensiven Durchsetzung eigener Interessen zu nutzen. Prim\u00e4r wird China wahrscheinlich Abh\u00e4ngigkeiten bei G\u00fctern, die auch f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke eingesetzt werden k\u00f6nnen (Dual-Use-G\u00fcter) instrumentaliseren. Im Krisen- und Konfliktfall k\u00f6nnten die Arzneimittel-Abh\u00e4ngigkeiten genutzt werden, um in Deutschland \u00fcber eine drohende Medikamentenknappheit politisch Druck auszu\u00fcben. Da\u00df dies nicht komplett abwegig ist, zeigen der Handelsboykott gegen Litauen und das Einstellen des Exports von Graphit nach Schweden.<\/p>\n<p>Ein potentieller Ausfall chinesischer Kapazit\u00e4ten stellt daher ein signifikantes Risiko f\u00fcr die Arzneimittelversorgung Europas dar. Das Problem kann nur au\u00dfenpolitisch gel\u00f6st werden. Die von der EU und Bundesregierung ergriffenen wirtschaftspolitischen Ma\u00dfnahmen sind nicht ann\u00e4hernd ausreichend, um das Problem mittelfristig zu l\u00f6sen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Studien\/Gutachten\/PDF\/2025\/Gutachten_2025-Abhaengigkeiten-China-ProGenerika.pdf\">https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Studien\/Gutachten\/PDF\/2025\/Gutachten_2025-Abhaengigkeiten-China-ProGenerika.pdf<\/a><\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 31.10.2025 von J\u00f6rg Schierholz bitte lesen in der JF 45\/25, Seite 22<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Business\u00a0&gt;Gesund &gt;Medizin &gt;Apotheke &gt;Arzneimittel Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Abh\u00e4ngigkeit bei Arzneimittelwirkstoffen von China und Indien macht Europa erpre\u00dfbar (30.10.2025) Apothekenreform gef\u00e4hrdet die Patientenversorgung (31.10.2025) &nbsp; Abh\u00e4ngigkeit bei Arzneimittelwirkstoffen von China und Indien macht Europa erpre\u00dfbar Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/arzneimittel\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":21,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-140927","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140927","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=140927"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140927\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140953,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140927\/revisions\/140953"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=140927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}