{"id":140003,"date":"2025-10-09T13:41:36","date_gmt":"2025-10-09T11:41:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=140003"},"modified":"2025-10-09T13:50:41","modified_gmt":"2025-10-09T11:50:41","slug":"uniklinik-pflege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/uniklinik\/uniklinik-pflege\/","title":{"rendered":"Uniklinik-Pflege"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Business\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/\">Business<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Gesund\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/\">Gesund<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/\">Universitaet<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Klinik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/klinik\/\">Klinik<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/uniklinik\/\">Uniklinik<\/a> &gt;Uniklinik-Pflege<\/p>\n<div id=\"attachment_137698\" style=\"width: 651px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/storch-dreisamtal-breitehof-pan250731.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-137698\" class=\"size-full wp-image-137698\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/storch-dreisamtal-breitehof-pan250731.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/storch-dreisamtal-breitehof-pan250731.jpg 641w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/storch-dreisamtal-breitehof-pan250731-180x97.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-137698\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber 60 St\u00f6rche beim Breitehof im Dreisamtal nahe Freiburg am 31.7.2025<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Wie gelingt es der Freiburger Uniklinik, Pflegekr\u00e4fte zu finden \u2013 und zu binden? (8.10.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/pflege\/pflegehelfer\/\">Pflegehelfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/pflege\/\">Pflege<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie gelingt es der Freiburger Uniklinik, Pflegekr\u00e4fte zu finden \u2013 und zu binden?<\/strong><br \/>\n4768 Frauen und M\u00e4nner arbeiten an der Uniklinik in der Pflege. In sechs Jahren hat die Freiburgs gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeberin 600 zus\u00e4tzliche Pflegefachkr\u00e4fte eingestellt. Und wie sieht deren Arbeit der Zukunft aus? Mit diesen Fragen setzen sich der scheidende Pflegedirektor Helmut Schiffer sowie seine bisherige Stellvertreterin und k\u00fcnftige Nachfolgerin Stefanie Bieberstein t\u00e4glich auseinander. In ihren Antworten schwingt viel Zuversicht mit.<\/p>\n<p>BZ: Fachkr\u00e4ftemangel, \u00dcberlastung, Fluktuation. So richtig optimistisch stimmt nicht, was man \u00fcber Pflege h\u00f6rt und liest.<br \/>\nSchiffer: Damit benennen Sie den Fehler schon selbst. Pflege wird schlechtgeredet oder schlechtgeschrieben \u2013 und damit der Realit\u00e4t nicht gerecht.<\/p>\n<p>BZ: Sie haben also keine offenen Stellen?<br \/>\nSchiffer: Doch, aktuell etwa 50. Aber angesichts der insgesamt 3350 Pflegestellen in unserem Haus sind das gerade einmal 1,5 Prozent.<\/p>\n<p>BZ: Durch den demografischen Wandel und W\u00fcnsche nach flexibleren Arbeitszeitmodellen wird es vermutlich nicht leichter f\u00fcr Kliniken.<br \/>\nSchiffer: Bei uns teilen sich 4768 Menschen 3350 Stellen, die Teilzeitquote liegt bei 61 Prozent. W\u00e4hrend es vor 13 Jahren, als ich die Position als Pflegedirektor \u00fcbernommen habe, drei Modelle gab \u2013 100, 75 oder 50 Prozent\u2013, sind heute Reduzierungen in F\u00fcnf-Prozent-Schritten m\u00f6glich. Wir m\u00f6chten lebensphasengerechte Modelle anbieten. Und das kommt an: Seit 2019 haben wir knapp 600 Vollkr\u00e4fte aufgebaut und das in Schweizn\u00e4he. Wir werden immer wieder gefragt: Wie schafft man das, wo kommen die her?<\/p>\n<p>BZ: Gute Fragen. Also?<br \/>\nBieberstein: Ein wesentlicher Baustein: Wir sind einer der gr\u00f6\u00dften Ausbilder in der Region, inzwischen k\u00f6nnen wir sogar mit der Berliner Charit\u00e9 konkurrieren.<br \/>\nSchiffer: So ein Riesenbetrieb k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auch ein Hemmnis sein. Manche fragen sich: Will ich das? Unsere \u00dcbernahmequote von 90 Prozent spricht daf\u00fcr. Die jungen Menschen entscheiden sich f\u00fcr uns wegen der Vielfalt der Fachdisziplinen, das wissen wir aus Gespr\u00e4chen. Wir haben au\u00dferdem extrem in die p\u00e4dagogische Begleitung der Auszubildenden auf den Stationen und OPs investiert und Personen f\u00fcr die p\u00e4dagogische Begleitung qualifiziert. Das sind Vorbilder und gute Botschafter f\u00fcr den Pflegeberuf.<br \/>\nBieberstein: Und wir bieten den Auszubildenden die M\u00f6glichkeit, unmittelbar Feedback zu geben, wie zufrieden sie sind, welche Verbesserungen sie sich w\u00fcnschen. Die Azubis d\u00fcrfen und sollen die einzelnen Ausbildungsabschnitte benoten. Mit den Ergebnissen k\u00f6nnen wir sehr zufrieden sein.<br \/>\nSchiffer: Die Abbrecherquote in der Pflegeausbildung liegt an der Uniklinik bei zirka 20 Prozent, landesweit bei etwa 29, in manchem Bundesland sogar bei 40 Prozent. Bevor die Ausbildung endet, pr\u00e4sentieren wir auf einem Markt der M\u00f6glichkeiten noch einmal alle Bereiche der Uniklinik, als Entscheidungshilfe f\u00fcr den weiteren Berufsweg. Die Auszubildenden k\u00f6nnen danach entscheiden, ob sie nochmal in einer bestimmten Klinik oder Abteilung hospitieren m\u00f6chten.<br \/>\nBieberstein: Das ist besonders wichtig, weil unsere Auszubildenden seit Einf\u00fchrung der generalistischen Pflegeausbildung fast ein Jahr in externen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen verbringen.<\/p>\n<p>BZ: Umgekehrt sind auch immer Pflegende anderer Einrichtungen in der Uniklinik. Wollen manche Externen bleiben?<br \/>\nBieberstein: Diese Bef\u00fcrchtung bestand anfangs bei Langzeitpflegeeinrichtungen, doch sie hat sich nicht best\u00e4tigt. Aber wir bekommen sehr gutes Feedback von den Azubis kleinerer Einrichtungen, die sich freuen, dass wir so viele M\u00f6glichkeiten bieten.<br \/>\nSchiffer: Punktuell kommt es schon vor, dass mal jemand bleiben m\u00f6chte. Aber nicht in dem Ma\u00dfe, dass es beunruhigend w\u00e4re.<br \/>\nBieberstein: Auch umgekehrt ist das nicht der Fall.<br \/>\nBZ: Wie gut funktioniert die Verteilung der Auszubildenden? Gibt es Stationen, die \u00fcberrannt und solche, die gemieden werden?<br \/>\nSchiffer: Der interne Markt funktioniert ziemlich gut. Das liegt sicherlich daran, dass viele Mitarbeitende wissen: Wir m\u00fcssen uns anstrengen und eine \u00fcberzeugende Performance bieten, damit wir Leute f\u00fcr uns begeistern k\u00f6nnen.<br \/>\nBieberstein: Gute Azubis werden umworben.<\/p>\n<p>BZ: Und die weniger guten?<br \/>\nBieberstein: F\u00fcr jeden wird geschaut, ob es eine Stelle gibt, bei der er oder sie sich gut einbringen kann. Aber nat\u00fcrlich passt es nicht immer.<\/p>\n<p>BZ: Haben Sie gen\u00fcgend Bewerbende, k\u00f6nnen Sie ausw\u00e4hlen?<br \/>\nSchiffer: Wir bekommen 900 Bewerbungen auf j\u00e4hrlich 205 neu zu besetzende Ausbildungspl\u00e4tze in der Pflegeausbildung und damit k\u00f6nnen die Pl\u00e4tze gut besetzt werden. Wir starten viermal j\u00e4hrlich mit neuen Auszubildenden, also jedes Quartal. Das sch\u00e4tzen viele. Au\u00dferdem macht es sich bezahlt, dass wir schon vor zehn Jahren angefangen haben, den Radius bei der Bewerbersuche zu erweitern. Langfristige Planung, heute zu \u00fcberlegen, was uns in f\u00fcnf, sechs Jahren gut tut, ist unerl\u00e4sslich. Das ist unsere Strategie.<\/p>\n<p>BZ: Wie stehen Sie zum Thema Akademisierung? Braucht die Pflege mehr davon?<br \/>\nSchiffer: Unbedingt. Seit 2010 kann man an der Universit\u00e4t in Freiburg Pflegewissenschaft studieren, inzwischen sogar promovieren. Das wird die Pflege weiter nach vorne bringen und die Disziplin st\u00e4rken.<\/p>\n<p>BZ: Wie viele Pflegewissenschaftler arbeiten in der Uniklinik und in welchen Bereichen?<br \/>\nBieberstein: In der klinischen Versorgung arbeiten 35 Masterabsolventen in speziellen Rollen, alleine 15 davon in der Onkologie. Sie begleiten Patienten mit komplexen Krankheitsbildern \u2013 von der Diagnosestellung bis zur (Nach-)Behandlung im ambulanten Bereich.<br \/>\nSchiffer: Patienten stehen beispielsweise nach einer Knochenmarkstransplantation in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch mit Pflegeexperten, damit bei Auff\u00e4lligkeiten sofort reagiert werden kann. Diese Art Fr\u00fchwarnsystem kann bisweilen Schlimmeres verhindern. Manchmal entscheiden wenige Tage dar\u00fcber, wie komplikationsreich ein Verlauf ist. Die Pflegeexperten k\u00f6nnen die Versorgungsqualit\u00e4t ma\u00dfgeblich verbessern.<br \/>\nBieberstein: Und sie schlie\u00dfen Versorgungsl\u00fccken. Zum Beispiel, indem sie nach einer Knochenmarkstransplantation mittels einer ma\u00dfgeblich hier entwickelten App und einem speziellen Versorgungsmodell in regelm\u00e4\u00dfigem und niederschwelligem Austausch mit den Patient*innen stehen. So wird der Patient auch im Schwarzwald eng medizinisch betreut und muss nicht mehr f\u00fcr jede Frage, die in zehn Minuten gekl\u00e4rt ist, eine lange Anfahrt und Wartezeit in Kauf nehmen. Allgemein ist es doch so: Ohne Wissenschaft gibt es keine Weiterentwicklung der Pflege. Die Pflege der Zukunft braucht Forschung.<br \/>\nSchiffer: Damit eine Klinik exzellent ist, muss die Pflege im Gleichschritt mit der Medizin marschieren und daf\u00fcr braucht es entsprechende Kompetenzen. Das soll nicht hei\u00dfen, dass man Fachpersonal ohne Studium abh\u00e4ngt, das brauchen wir genauso. Aber die Akademisierung erm\u00f6glicht Weiterentwicklung sowohl der Mitarbeiter:innen als auch der Pflege insgesamt.<\/p>\n<p>BZ: Haben Sie Beispiele f\u00fcr solche Entwicklungen in der Pflege?<br \/>\nSchiffer: Einige unserer Pflegeexperten \u00fcberpr\u00fcfen immer wieder, welche neuen Technologien f\u00fcr den Einsatz bei uns im Krankenhaus geeignet sind. Sensormatratzen sind ein sch\u00f6nes Beispiel. Sie messen, wie beweglich ein Patient ist und melden, wann eine pflegerische Intervention, also beispielsweise ein Umlagern, n\u00f6tig wird.<br \/>\nBieberstein: Ein anderes Beispiel: Patienten mit Weglauftendenzen k\u00f6nnen sich dank technischer Warnsysteme frei bewegen. Und es gibt insgesamt immer mehr technologische Innovationen wie zum Beispiel F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten durch kognitive Spiele, Monitore oder den Einsatz von Virtual Reality (VR).<br \/>\nSchiffer: VR er\u00f6ffnet auch Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten. So k\u00f6nnen Lernende virtuell verschiedene Situationen \u00fcben: sich am Patientenbett eine Wunde anschauen, auf Notfallsituationen vorbereiten oder einen Operationstisch mit OP-Besteck decken \u2013 im gesch\u00fctzten Rahmen.<br \/>\nBieberstein: Bevor die neue Kinderklinik in Betrieb genommen wurde, konnten die Mitarbeitenden virtuell die Patientenzimmer kennenlernen, um Sicherheit zu gewinnen. Auch Spracherkennungs- und \u00dcbersetzungsprogramme erleichtern den Klinikalltag, genauso wie KI-unterst\u00fctzte Entscheidungssysteme.<\/p>\n<p>BZ: Wird der Pflegeberuf durch technische Neuerungen leichter?<br \/>\nSchiffer: Er ver\u00e4ndert sich. Aber es st\u00f6rt uns beide sehr, dass Pflege h\u00e4ufig auf Belastung reduziert wird. Das entspricht nicht der Haltung und dem Selbstverst\u00e4ndnis vieler Pflegender. \u00dcberhaupt: Welcher Beruf geht ohne zeitweise Belastung einher? Belastung ist auch ein subjektiver Faktor.<\/p>\n<p>BZ: Wenn eine 50 Kilo schwere Pflegerin einen Patienten mit dem dreifachen Gewicht bewegen muss, ist es physisch anstrengend. Wenn Patienten leiden, belastet es psychisch.<br \/>\nSchiffer: Belastung und Anstrengung sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Nat\u00fcrlich wird es im Klinikbereich immer herausfordernde Situationen geben. Was unsere Personalausstattung angeht, k\u00f6nnen wir aber sagen: Wir bewegen uns im oberen Drittel der bestausgestatteten Kliniken bundesweit. Besch\u00e4ftigten bieten wir flexible Modelle an, wenn sie gelegentlich zus\u00e4tzlich flexibel arbeiten m\u00f6chten. Nicht m\u00fcssen wohlgemerkt.<br \/>\nBieberstein: Die Arbeit muss zur Lebenssituation passen. Beispielsweise wenn jemand ein Haus gebaut hat und eine Weile mehr verdienen m\u00f6chte, kann er zus\u00e4tzliche Dienste \u00fcbernehmen. Das wird gerne angenommen: Im ersten Halbjahr 2025 wurden fast 5000 solcher Zusatzdienste geleistet. Auch bei regul\u00e4ren Dienstpl\u00e4nen ber\u00fccksichtigen wir W\u00fcnsche, so gut es geht.<br \/>\nSchiffer: Und wenn sich Mitarbeiter:innen wirklich belastet f\u00fchlen, bieten wir viel Unterst\u00fctzung an, etwa psychosoziale Beratung oder Coaching. Wir haben au\u00dferdem viele gesundheitsf\u00f6rdernde Projekte. Das kommt an, wie eine aktuelle Mitarbeitendenbefragung zeigt. Die Zufriedenheit mit der Life-Work-Balance ist hoch.<\/p>\n<p>BZ: War das nicht mal die Work-Life-Balance?<br \/>\nSchiffer: Die Generation Z hat das umgedreht.<\/p>\n<p>BZ: Nun gibt es nicht nur junge Mitarbeitende. Wie ist die Bewerberlage von fertig ausgebildeten Fachkr\u00e4ften \u2013 und wie gelingt es Ihnen, sie zu halten?<br \/>\nBieberstein: Wir bekommen dank der Empfehlungen unserer Mitarbeitenden viele Initiativbewerbungen. Aber nat\u00fcrlich ist Personal endlich. Deshalb m\u00fcssen wir einerseits in Technologien und Entwicklung investieren, d\u00fcrfen aber die Menschen nicht aus dem Blick verlieren, m\u00fcssen ihnen gute Arbeitsbedingungen und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten bieten. Auch die Anwerbung von Personal aus dem Ausland ist ein kleiner Baustein.<\/p>\n<p>BZ: Rekrutieren Sie gezielt international?<br \/>\nSchiffer: Daf\u00fcr arbeiten wir mit Agenturen zusammen, ja. Und die Uniklinik verf\u00fcgt auch \u00fcber eine Stabsstelle f\u00fcr internationale Mitarbeitende. B\u00fcrokratisch ist die internationale Rekrutierung sehr aufwendig und braucht bis zu einem Jahr Vorlauf.<\/p>\n<p>BZ: Bleiben beispielsweise junge Frauen aus Indien denn auch l\u00e4ngerfristig?<br \/>\nSchiffer: Im Vergleich ist die Fluktuation der im Ausland Rekrutierten sogar etwas niedriger.<br \/>\nBieberstein: Wir bem\u00fchen uns sehr um sie, haben eigene Sprachlehrer, ein internationales Caf\u00e9, verschiedene Beratungsangebote. Wir organisieren f\u00fcr sie Ausfl\u00fcge in die Umgebung, vermitteln Kontakte. Unsere Aufgabe ist es auch, sozialer Integration Sorge zu tragen \u2013 ist es doch eine enorme Leistung, Familie und Freunde in einem anderen Kulturkreis zur\u00fcckzulassen.<\/p>\n<p>BZ: Egal ob aus Indien oder Ingolstadt: Mitarbeiter brauchen ein Dach \u00fcber dem Kopf. Wie oft macht Ihnen der Wohnungsmarkt einen Strich durch die Rechnung?<br \/>\nBieberstein: Der Wohnungsmangel in Freiburg ist in jedem Bewerbungsgespr\u00e4ch Thema. Wir bauen Wohnungen am Standort in Bad Krozingen und demn\u00e4chst auch in Freiburg, verkn\u00fcpft mit Kita-Angeboten. Au\u00dferdem versuchen wir, mit Anmietungen kurzfristig zu helfen. Auch im Stadtteil Dietenbach sollen Wohnungen entstehen.<\/p>\n<p>BZ: Reicht das?<br \/>\nBieberstein: Es ist ein wertvolles Angebot f\u00fcr die ersten Jahre. Wir k\u00f6nnen damit oft die schwierigste Phase des Ankommens \u00fcberbr\u00fccken. Und mit dem geplanten Ausbau der Wohnungen wird das noch besser gelingen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.10.2025 von Kathrin Blum bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wie-gelingt-es-der-freiburger-uniklinik-pflegekraefte-zu-finden-und-zu-binden\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wie-gelingt-es-der-freiburger-uniklinik-pflegekraefte-zu-finden-und-zu-binden<\/a><br \/>\n.<br \/>\nDie Interviewpartner<br \/>\nHelmut Schiffer (65) ist seit 2013 Pflegedirektor des Uniklinikums. Zuvor war er viele Jahre an der Charit\u00e9 t\u00e4tig, zuletzt als stellvertretender Pflegedirektor. 2025 wurde er vom Bundesverband Pflegemanagement zum Pflegemanager des Jahres gek\u00fcrt.<br \/>\n.<br \/>\nStefanie Bieberstein ist seit zehn Jahren Schiffers Stellvertreterin und \u00fcbernimmt zum 1. Dezember die Funktion der Pflegedirektorin. Damit ist die 61-J\u00e4hrige auch Mitglied des Vorstands des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg. Bevor sie 2015 nach Freiburg kam, war sie viele Jahre in leitenden Positionen an der Berliner Charit\u00e9 t\u00e4tig. Ihre berufliche Laufbahn begann sie 1985 mit der Krankenpflegeausbildung in G\u00f6ttingen.<br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nEin gro\u00dfartiges Interview zur Pflege, das Zuversicht verbreitet. Jetzt fehlt nur noch zweierlei: 1. Wohnungen f\u00fcr die Angestellten und 2. Kita-Pl\u00e4tze.<br \/>\nDas Interview deckt einen besch\u00e4menden Mi\u00dfstand auf: Die eigentlichen Probleme innerhalb der Klinik hat man lobenswerterweise gut im Griff, w\u00e4hrend die Randprobleme rundherum wie die Bereitstellung eines Wohnungsangebots zu erschwinglichen Preisen sowie Kitapl\u00e4tze f\u00fcr \u00c4rzte und Pflegepersonal ungel\u00f6st sind.<br \/>\nKurz: Innerhalb der Uniklinik leistet man vorz\u00fcgliche Arbeit, au\u00dferhalb der Klinik bei Stadt und Land hingegen weniger. E.K.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Business\u00a0&gt;Gesund\u00a0&gt;Universitaet\u00a0&gt;Klinik &gt;Uniklinik &gt;Uniklinik-Pflege Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Wie gelingt es der Freiburger Uniklinik, Pflegekr\u00e4fte zu finden \u2013 und zu binden? (8.10.2025) Pflegehelfer Pflege &nbsp; Wie gelingt es der Freiburger Uniklinik, Pflegekr\u00e4fte zu finden \u2013 und zu &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/uniklinik\/uniklinik-pflege\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2906,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-140003","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=140003"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140007,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/140003\/revisions\/140007"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=140003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}