{"id":139465,"date":"2025-09-28T09:36:19","date_gmt":"2025-09-28T07:36:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=139465"},"modified":"2025-10-07T22:11:03","modified_gmt":"2025-10-07T20:11:03","slug":"usa-christen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-christen\/","title":{"rendered":"USA-Christen"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"\u00b4Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Partnerschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/partnerschaft\/\">Partnerschaft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"USA\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/\">USA<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/us-geopolitik\/\">US-Geopolitik<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-trump\/\">USA-Trump<\/a> &gt;USA-Christen<\/p>\n<div id=\"attachment_139020\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Kirk-prove-me-wrong-Diskussion-pan250911.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-139020\" class=\"size-full wp-image-139020\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Kirk-prove-me-wrong-Diskussion-pan250911.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Kirk-prove-me-wrong-Diskussion-pan250911.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Kirk-prove-me-wrong-Diskussion-pan250911-180x108.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-139020\" class=\"wp-caption-text\">Charlie Kirk: Einladung zur Diskussion &#8222;Prove me wrong &#8211; 11.9.2025 erschossen<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/christentum-in-den-medien\/\">Christentum in den Medien<\/a>\u00a0(7.10.2025)<\/li>\n<li>Evangelikale: F\u00fcr den Glauben auf die Hinterbeine stellen (4.10.2025)<\/li>\n<li>JD Vance und der katholische Kurs Richtung Regimewechsel (3.10.2025)<\/li>\n<li>Christen, Evangelikale, Katholiken in den USA (27.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/catholics-for-catholics-usa-d\/\">Catholics for Catholics: USA! &#8211; D?<\/a>\u00a0(6.9.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/\">Christen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christentum\/\">Christentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/\">evangelisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/\">katholisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/kirk\/\">Kirk<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Evangelikale: F\u00fcr den Glauben auf die Hinterbeine stellen<\/strong><br \/>\nIn Deutschland ist es f\u00fcr viele schon eine Zumutung, im \u00f6ffentlichen Gespr\u00e4ch das Wort \u201eGott\u201c \u00fcberhaupt in den Mund zu nehmen. In den USA dagegen gibt es eine religi\u00f6se Bewegung, deren Kraft und Ausma\u00df hierzulande kaum vorstellbar sind: den Evangelikalismus.<br \/>\nWichtig ist zun\u00e4chst: Evangelikale sind keine eigene Religion. Jeder Christ kann sich dort engagieren, unabh\u00e4ngig von seiner Konfession. Die gro\u00dfe Mehrheit stammt aus dem protestantischen Lager, das in den Vereinigten Staaten in Tausende kleiner Kirchen zersplittert ist. Evangelikal zu sein bedeutet nicht, einer bestimmten Kirche anzugeh\u00f6ren, sondern mit ganzer Leidenschaft f\u00fcr den Glauben einzustehen \u2013 im Gottesdienst, im Alltag und auch in der Politik.<br \/>\nRund 25 bis 30 Prozent der Amerikaner, also 80 bis 100 Millionen Menschen, z\u00e4hlen sich zu den Evangelikalen. Es ist keine Randgruppe, sondern eine pr\u00e4gende Kraft im Land.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDas Gesicht dieser Bewegung sind die sogenannten Megakirchen. In Houston, Texas, versammelt sich w\u00f6chentlich eine Gemeinde mit mehr als 45.000 Besuchern in einer umgebauten Basketballarena.<br \/>\nIn Deutschland ist so etwas kaum vorstellbar. Ein Gottesdienst, der die Gr\u00f6\u00dfe eines Bundesligaspiels erreicht, zeigt, welche Anziehungskraft hier am Werk ist.<br \/>\nDie Evangelikalen verf\u00fcgen \u00fcber eine beeindruckende Infrastruktur. Hunderte christliche Radio- und TV-Sender senden t\u00e4glich Programme. Universit\u00e4ten und Colleges mit zehntausenden Studenten tragen die Bewegung weiter. J\u00e4hrlich flie\u00dfen Milliardenbetr\u00e4ge an Spenden in Kirchen, Medien und Hilfswerke. Prediger mobilisierten in der Vergangenheit mehr als 250.000 Menschen an einem einzigen Tag. Solche Zahlen kennt man sonst nur von Popkonzerten oder politischen Gro\u00dfkundgebungen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.10.2025 von Meinrad M\u00fcller bitte lesen au<br \/>\n<a href=\"https:\/\/philosophia-perennis.com\/2025\/10\/04\/fuer-den-glauben-auf-die-hinterbeine-stellen\/\">https:\/\/philosophia-perennis.com\/2025\/10\/04\/fuer-den-glauben-auf-die-hinterbeine-stellen\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>JD Vance und der katholische Kurs Richtung Regimewechsel<\/strong><br \/>\n<strong>Stramm konservativer Postliberalismus in USA &#8211; Regenbogen-Kirche in D<\/strong><br \/>\nDer Katholizismus ist Mode in den USA \u2013 und er gewinnt an St\u00e4rke. Bekannten sich im Jahr 2000 rund 62 Millionen Amerikaner zur r\u00f6misch-katholischen Kirche, sind es heute 72 Millionen. Im Unterschied zur westeurop\u00e4ischen, speziell zur katholischen Regenbogen-Kirche in Deutschland, steuert der US-Klerus in Sachen Massenmigration, Klima, Sexualit\u00e4t, Umverteilung einen stramm konservativen Kurs, der selten mit dem des Vatikans \u00fcbereinstimmt. Den Zulauf zum Katholizismus erkl\u00e4ren Beobachter einerseits als Social-Media-Ph\u00e4nomen. Im Unterschied zum wortbasierten evangelikalen Protestantismus lasse sich der sinnenfreudigere, bilderreiche katholische Gottesdienst medial besser inszenieren. Andererseits profitiere der US-Katholizismus von prominenten Unterst\u00fctzern in Politik und Wirtschaft wie dem Tech-Milliard\u00e4r Peter Thiel, Donald Trumps Au\u00dfenminister Marco Rubio und dem US-Vizepr\u00e4sidenten JD Vance. F\u00fcr den Politologen Timothy A. Byrnes (Colgate University, Hamilton\/New York) ist Vance zwar kein Exponent des derzeit an Einflu\u00df gewinnenden \u201eradikal traditionellen Fl\u00fcgels\u201c, aber ein Verfechter jenes katholischen Postliberalismus, der auf einen \u201eRegime Change\u201c, eine tiefgehende Umgestaltung der modernen Gesellschaft ziele. Das schlie\u00dfe die Abkehr vom neoliberalen Marktfundamentalismus und Laissez-faire-Kapitalismus der Republikanischen Partei ebenso ein wie das Engagement f\u00fcr ein Wirtschaftsprogramm, das existenzsichernde, Familiengr\u00fcndungen erleichternde L\u00f6hne fordert. In praktische Politik habe Vance diese Anleihen bei der katholischen Soziallehre bislang aber nicht umsetzen k\u00f6nnen (Herder Korrespondenz, 7\/2025). (wm)<br \/>\n3.10.2025, <a href=\"https:\/\/www.herder.de\/hk\/\">https:\/\/www.herder.de\/hk\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Christen, Evangelikale, Katholiken in den USA<\/strong><br \/>\n<strong>Christenfeindliche Hysterie im \u201eSpiegel\u201c: Fantasievolle Agitation<\/strong><br \/>\nDer Spiegel titelt mit Trump im Heiligenschein und warnt vor einer christlichen Theokratie in den USA. Der erste Faktenfehler findet sich im ersten Satz, viel besser wird es nicht. Jene Religion, die tats\u00e4chlich ein irdisches Gottesreich anstrebt, kritisiert der \u201eSpiegel\u201c hingegen lieber nicht. Sicherlich aus Gr\u00fcnden.<br \/>\nAm 11. September 2001 wurde evident, welche religi\u00f6se Ideologie im 21. Jahrhundert global die machtvollste Gefahr darstellt: der politische Islam. Und dessen Vertreter werden nicht m\u00fcde, dies immer und immer wieder unter Beweis zu stellen. Mit der gezielten Ermordung missliebiger Personen. Mit Bombenanschl\u00e4gen und Massakern. Mit Staatsterror gegen die eigene Bev\u00f6lkerung im Iran. Mit Sadismus gegen Frauen in Afghanistan. Mit Sklaverei und Barbarei. Jeden Tag.<br \/>\nDer Spiegel hat aber nun die wahre Bedrohung ausgemacht: Christen. \u201eGotteskrieger \u2013 wie fanatische Christen die USA \u00fcbernehmen\u201c, so titelt er.<br \/>\nMit dieser Sorge ist der Spiegel nicht allein. \u201eExperten\u201c wie Annika Brockschmidt und Elmar Theve\u00dfen verbreiten in Deutschland seit Jahren ein Amerika-Bild, das nicht in der Lage ist, zu verstehen oder zu vermitteln, dass \u201eOne nation under God\u201c tats\u00e4chlich etwas bedeuten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><em><strong>Verzerrte Darstellung des Christentums<\/strong><\/em><br \/>\nInternational wird die Angst vor dem Christentum seit Jahrzehnten befeuert. Zum Beispiel durch Romane wie \u201eThe Handmaid\u2019s Tale\u201c \u2013 ein Werk, das die Dystopie einer Gesellschaft beschw\u00f6rt, die Frauen entrechtet und als Sexsklavinnen und Geb\u00e4rmaschinen benutzt, legitimiert durch pervertierte Interpretation von Bibelpassagen.<br \/>\nDass die Zust\u00e4nde, die Margaret Atwood da beschreibt, tats\u00e4chlich existieren, und zwar im islamischen Kulturraum \u2013 es ist \u00fcbrigens nicht weit hergeholt, den Islam teilweise als Fehlinterpretation j\u00fcdischer und christlicher Lehren zu betrachten \u2013, und dass es nicht Christen sind, die derzeit in Europa die Frau zum Inkubator herabw\u00fcrdigen, entgeht den Christenfeinden, die gar nicht gegen das Christentum agitieren, sondern gegen eine Fantasiereligion, die sie in einer Mischung aus Kolportage, Leyenda Negra und Projektion selbst kreiert haben.<br \/>\nMit Donald Trump und seinem Vizepr\u00e4sidenten JD Vance hat die antichristliche Hysterie ein neues Ventil gefunden. Im \u00d6RR wird Vance gar zu einem potenziellen k\u00fcnftigen \u201eK\u00f6nig von Amerika\u201c gekr\u00f6nt, Herr einer katholischen Monarchie. Mit solchen ist Europa \u00fcbrigens \u00fcbers\u00e4t, ohne dass dies als besonders repressiv oder dystopisch wahrgenommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong><em>Religi\u00f6ses Grundwissen: Fehlanzeige<\/em><\/strong><br \/>\nMit Expertise hat man es unter s\u00e4kularen Religionskritikern nicht so. J\u00f6rg Schindler, der angeblich aus Washington und Idaho \u201eberichtet\u201c, hat so wenig Ahnung, dass er gleich im ersten Satz seines Artikels den evangelikalen Gottesdienst, den er beschreibt, als \u201eMesse\u201c bezeichnet \u2013 also als jene katholische liturgische Handlung, die von vielen Protestanten abgelehnt, und von bestimmten evangelikalen und baptistischen Str\u00f6mungen geradezu gehasst wird.<br \/>\nAber da im westeurop\u00e4ischen Raum eben die katholische Kirche mit Macht assoziiert wird \u2013 auch das ein Narrativ, das vor allem von historischer Ahnungslosigkeit und Einfalt zeugt \u2013, muss es auch katholische Terminologie geben, sonst wirkt das Gespenst nicht so bedrohlich.<\/p>\n<p><em><strong>Hysterie statt fundierter Auseinandersetzung<\/strong><\/em><br \/>\nEvangelikaler Protestantismus birgt tats\u00e4chlich einige Probleme \u2013 nicht zuletzt, dass er dazu tendiert, sich als Buchreligion zu verstehen und damit genau den Fehler zu imitieren, der bereits dem Islam innewohnt. In der Verschmelzung mit nationalistischen und rassistischen Weltanschauungen dient er als religi\u00f6se Legitimierung. In Deutschland ist es weitgehend unbekannt, aber neben Schwarzen und Juden galten auch Katholiken als Ziel des Ku-Klux-Klan, und \u00e4hnlich wie in Deutschland w\u00e4hrend des Kulturkampfes wurde auch in den USA unterstellt, dass der Katholik aufgrund seiner ultramontanen bzw. hier eher transkontinentalen Bindung an Rom und den Papst kein loyaler Staatsb\u00fcrger sein k\u00f6nne; katholische Immigranten wie Iren und Italiener waren mit Diskriminierung konfrontiert.<br \/>\nDass Trump sich die Religiosit\u00e4t der Amerikaner zu Nutze machen will, ist ebenfalls kaum verwunderlich. Blo\u00df: Nur, wer Christentum als ideologische Fiktion betrachtet, und nicht begreift, dass dahinter vor allem Glaube steht, also ein festes Vertrauen auf ewige Zusagen, kann \u00fcbersehen, dass gerade dem Christentum selbstheilende und selbstkritische Kr\u00e4fte innewohnen, wie sie keiner anderen Weltanschauung eigen sind. Welche Bewegung k\u00f6nnte eine derartige intrinsische Reformbereitschaft vorweisen, die seit 2000 Jahren hinterfragt, kritisiert, korrigiert, intern leidenschaftlich streitet, und zwar egal, ob unter Verfolgung oder als Hegemon.<br \/>\nDa integral zum christlichen Verst\u00e4ndnis geh\u00f6rt, dass das Gottesreich \u201enicht von dieser Welt\u201c ist, k\u00f6nnen Ans\u00e4tze, ein solches in der Welt errichten zu wollen, nicht auf Basis des Christentums gelingen und w\u00fcrden eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter ihren antichristlichen Charakter offenbaren, was dann wiederum unter Christen selbst zur Abwehr dieser Versuche f\u00fchrt. Als historischer Beleg daf\u00fcr m\u00f6ge ein Hinweis auf das gescheiterte T\u00e4uferreich in M\u00fcnster ausreichen.<\/p>\n<p><em><strong>Religionskritik \u2013 Da fehlt doch was?<\/strong><\/em><br \/>\nAllerdings geht man in der deutschen Berichterstattung den einfachen Weg: Statt komplexe und spannende Sachverhalte zu beleuchten und zu vermitteln, wird die eigene intolerante Haltung auf \u201edas\u201c Christentum \u00fcbertragen. Mit extremen evangelikalen Randerscheinungen kann man bequem alles abr\u00e4umen, was sich zu Jesus Christus bekennt. Unter den Tisch f\u00e4llt, dass die USA generell religi\u00f6s offener sind. Normal praktizierte Religiosit\u00e4t ger\u00e4t in den Ruch des Fanatismus, die Ausnahme religi\u00f6sen Extremismus\u2019 wird zur Regel erkl\u00e4rt.<br \/>\nDas ist nicht nur unwahrhaftig und ungerecht, es wirkt noch einmal infamer, wenn man wahrnimmt, wie in Bezug auf den Islam das glatte Gegenteil geschieht. Trotz kontinuierlicher und ungenierter Demonstration von Intoleranz und Gewaltbereitschaft werden diese Eigenarten als Ausnahmen gekennzeichnet werden \u2013 wenn m\u00f6glich als psychisch induziert, so als h\u00e4tte das alles mit der entsprechenden Religion nicht das Geringste zu tun.<br \/>\nDas kommt nicht von ungef\u00e4hr. Wer den Islam kritisiert, lebt gef\u00e4hrlich. Kritik am Christentum dagegen ist wohlfeil. Im weltweiten Kontext trifft man damit vor allem Menschen, die ohnehin unter Verfolgung leiden, und auch \u00fcble Verleumdung zieht gew\u00f6hnlich keinerlei Konsequenzen nach sich.<\/p>\n<p><em><strong>S\u00e4kularer Materialismus tr\u00e4gt nicht<\/strong><\/em><br \/>\nD\u00e4monisierung des Christentums, Exkulpierung des Islam. Das ist das verzweifelte Aufbegehren einer s\u00e4kularen Ideologie, die erkennen muss, dass ihr die Felle davonschwimmen. Die Aufkl\u00e4rung hat sich nicht nur selbst \u00fcberlebt, sie hat sich selbst gefressen. Was heute als ihr Erbe gepriesen wird, hat selbst mit den k\u00fchnsten Gedanken der Aufkl\u00e4rer nichts mehr zu tun. Die Autonomie des Menschen ist als Illusion enttarnt, der Mensch ist weder der absolute Herr der Weltordnung noch der Sch\u00f6pfung, noch seiner selbst. Alle Versuche, das Gegenteil zu beweisen, f\u00fchren zu menschen- und lebensfeindlichen Zust\u00e4nden, machen den Menschen zum Knecht irrationaler \u00c4ngste.<br \/>\nDer Atheismus, der sich lange Zeit als Gipfel der Ratio inszenierte, kann seine intellektuellen Defizite nicht mehr mit polternd-arrogantem Auftreten verbergen.<br \/>\nDer Mangel an tragf\u00e4higen und sinnstiftenden Antworten, unter dem s\u00e4kulare Ersatzreligionen und Weltanschauungen leiden, wird insbesondere angesichts des Vordringens des Islam immer sp\u00fcrbarer. Dessen Attraktivit\u00e4t besteht darin, die \u00dcberforderung durch absolute Freiheit mit absoluter Unfreiheit zu beantworten \u2013 ein Joch, das auch in Europa immer mehr Menschen als erstrebenswerter erscheint als die Wurzel- und Ziellosigkeit, die sie sich selbst aufgeb\u00fcrdet haben.<br \/>\nS\u00e4kulare wollen die Unfreiheit Islam nicht. Aber sie weigern sich \u2013 noch \u2013 anzuerkennen, dass gegen diese Ideologie nur die gebundene, die vernunftgem\u00e4\u00df eingehegte Freiheit des Christentums ein tragf\u00e4higes Bollwerk w\u00e4re. Sie wollen daran festhalten, dass es Kultur ohne Bezug zur Transzendenz geben k\u00f6nne \u2013 was bereits das Wort Kultur als Irrtum entlarvt, bezieht es sich doch nicht zuf\u00e4llig auf den \u201eKult\u201c.<\/p>\n<p>Von beiden Seiten in die Zange genommen, erkennen sie im Christentum die gr\u00f6\u00dfere Gefahr f\u00fcr ihren Lebensstil \u2013 nicht zu Unrecht. Und erkl\u00e4ren der einzigen Weltanschauung, die dem Islam tats\u00e4chlich Einhalt gebieten k\u00f6nnte, den Krieg, diskreditieren ihre Glaubenss\u00e4tze als rechtsextrem und entziehen sich der Herausforderung, sich argumentativ gegen\u00fcber dem christlichen Weltbild behaupten zu m\u00fcssen.<br \/>\nRechristianisierung der Gesellschaft bedeutet nicht Politisierung des Christentums<br \/>\nFatalerweise unterwerfen sich auch Christen diesem Narrativ. Und das nicht aus unehrenhaften Motiven. Der Schutz des christlichen Glaubens vor Instrumentalisierung durch Politik ist ein wichtiges Anliegen. Christen wissen, dass ihr Glaube missbraucht werden kann, und dass Fragmente herausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen, um politische Ideologien zu legitimieren.<br \/>\nDagegen aber hilft nicht, christenfeindliche Dummheiten, wie sie der Spiegel aufs Titelbild bringt, zu tolerieren oder die Sprengkraft des christlichen Glaubens durch \u00e4ngstliche Vorsicht lahmzulegen. Christen sollten sich trauen, einzufordern, das christliche Bekenntnis wieder als Grundlage der westlichen Gesellschaft zu implementieren. Und zwar in seiner Gesamtheit, weder als politische Ideologie noch als opportune diffuse \u201echristliche Werte\u201c.<br \/>\nOhne diese Basis muss der Westen zerfallen. Inklusive seiner b\u00fcrgerlichen Freiheiten und seiner von Toleranz gepr\u00e4gten Pluralit\u00e4t. Eigenschaften, deren gr\u00f6\u00dfte Bedrohung in den Augen des Spiegel von der Religion ausgeht, ohne die sie nicht einmal denkbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 2.9.2025 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ev-kirchentag-2025-hannover\/\">Anna Diouf<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/christenfeindliche-hysterie-im-spiegel\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/christenfeindliche-hysterie-im-spiegel\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Partnerschaft\u00a0&gt;USA\u00a0&gt;US-Geopolitik &gt;USA-Trump &gt;USA-Christen Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Christentum in den Medien\u00a0(7.10.2025) Evangelikale: F\u00fcr den Glauben auf die Hinterbeine stellen (4.10.2025) JD Vance und der katholische Kurs Richtung Regimewechsel (3.10.2025) Christen, Evangelikale, Katholiken in den USA &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-christen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":14947,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-139465","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/139465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139465"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/139465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139941,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/139465\/revisions\/139941"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}