{"id":138369,"date":"2025-08-27T10:06:43","date_gmt":"2025-08-27T08:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=138369"},"modified":"2025-09-11T19:23:27","modified_gmt":"2025-09-11T17:23:27","slug":"offene-grenzen-10-jahre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/offene-grenzen-10-jahre\/","title":{"rendered":"Offene-Grenzen-10-Jahre"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Nationalismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nationalismus\/\">Nationalismus<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/\">Grenz\u00f6ffnung2015<\/a> &gt;Offene-Grenzen-10-Jahre<\/p>\n<div id=\"attachment_134852\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/migration-renten-2015-2025-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-134852\" class=\"size-full wp-image-134852\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/migration-renten-2015-2025-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/migration-renten-2015-2025-pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/migration-renten-2015-2025-pan-180x114.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-134852\" class=\"wp-caption-text\">Einwanderung\/Migration und Renten\/Demografie 2015 und 2025<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>10 Jahre Grenz\u00f6ffnung: Im Rausch des gro\u00dfen Jubels (5.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/messerstecher\/messer\/\">Messer \u2013 schnittfeste Uniformen<\/a> (5.9.2025)<\/li>\n<li>10 Jahre \u201eWir schaffen das\u201c: Broders Bilanz (31.8.2025)<\/li>\n<li>\u201eWir schaffen das\u201c \u2013 eine verheerende Bilanz nach 10 Jahren (31.8.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration2015-2025-kriminalstatistik\/\">\u201eWir schaffen das\u201c \u2013 eine verheerende Bilanz nach 10 Jahren: Kriminalstatistik<\/a> (31.8.2025)<\/li>\n<li>Alexander Meschnig: 2015-2025 &#8211; Sozialrassismus gegen rechts (28.8.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/10-jahre-wir-schaffen-das\/\">10 Jahre \u201eWir schaffen das&#8220;<\/a>\u00a0(26.8.2025)<\/li>\n<li>Merkel verf\u00fcgt Grenz\u00f6ffnung am 4. September 2015 (20.8.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">Budapest-Dublin 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration2015-2025-kriminalstatistik\/\">Migration2015-2025-Kriminalstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/willkommenskultur\/\">Willkommenskultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/wir-schaffen-das\/\">Wir-schaffen-das<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10 Jahre Grenz\u00f6ffnung: Im Rausch des gro\u00dfen Jubels<\/strong><br \/>\nVor zehn Jahren geriet Deutschland au\u00dfer sich. Der Aufmacher der JUNGEN FREIHEIT nannte die damalige Stimmung \u201eSommerm\u00e4rchen 2015\u201c, prognostizierte jedoch ahnungsvoll einen \u201eKater nach dem Rausch\u201c, wenn die Folgen der aus dem Ruder laufenden Migrationspolitik in den Alltag der Deutschen einbr\u00e4chen. Das sollte sich schnell bewahrheiten. Ern\u00fcchterung trat sp\u00e4testens mit den K\u00f6lner Exzessen der Silvesternacht 2015\/16 ein. Der in der vergangenen Woche publik gewordene Tod des 16j\u00e4hrigen M\u00e4dchens Liana in Friedland, das von einem vorbestraften irakischen Asylbewerber vor einen Zug gesto\u00dfen wurde: er reiht sich als j\u00fcngstes Beispiel in eine blutige Kette von Konsequenzen einer von Politikern zu verantwortenden unkontrollierten Massenmigration seit 2015 ein.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 stellt CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel den Staat zur Disposition. Die Sicherheitsbeh\u00f6rden, voran die Bundespolizei, hatten eine klare Handlungsoption vorgeschlagen. Danach sei die Grenze zu \u00d6sterreich zu schlie\u00dfen und die von Ungarn durchgeleiteten B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge aus Syrien nach der Dublin-Verordnung abzuweisen. Dies durchzusetzen w\u00e4re ein hartes rechtsstaatliches Signal gewesen. Es h\u00e4tte \u201eschlimme Bilder\u201c produziert \u2013 Merkel und ihr Kabinett glaubten, sie seien medial nicht zu vermitteln gewesen.<br \/>\nMerkel erf\u00fcllte, was die \u00f6ffentliche Meinung von ihr erwartete: Deutschland wollte sich als \u201eHippie-Staat\u201c geben.<br \/>\nAuch nachdem der erste \u201eDruck aus dem Kessel\u201c genommen war, hielt Merkel an dieser Entscheidung fest. Untr\u00fcglich erkannte sie, was die damals noch von \u00d6ffentlich-Rechtlichen und etablierter Presse beherrschte \u00f6ffentliche Meinung erwartete und was der britische Politologe Anthony Glees auf den Punkt brachte: Deutschland gebe sich im Moment als \u201eHippie-Staat, der nur von Gef\u00fchlen geleitet wird\u201c. Von taz bis Bild, von Linkspartei bis CSU, von Gewerkschaftern bis zu Dax-Chefs \u2013 alle jubelten der \u201eFl\u00fcchtlingskanzlerin\u201c zu.<br \/>\nDiejenigen, die \u2013 wie die JUNGE FREIHEIT \u2013 von Anfang an vor schweren Konsequenzen warnten, mu\u00dften mit dem Vorwurf leben, Brandstifter und St\u00f6renfriede zu sein. Sie sahen sich bald bitter best\u00e4tigt. Die AfD erlebte einen Wiederaufstieg, ist heute fast st\u00e4rkste Partei. Umgepfl\u00fcgt wurden Parteiensystem und Medienlandschaft ebenso wie die Wirklichkeit in den Innenst\u00e4dten. Statt Grenzen scharf zu sichern, verschanzen sich Volksfeste heute hinter Betonbarrieren.<br \/>\nAn der Herrschaft \u00fcber die Grenze entscheidet sich die Frage, ein Staat sein zu wollen. Es hat zehn Jahre gedauert, bis diese Erkenntnis sp\u00e4t, hoffentlich nicht zu sp\u00e4t, wieder ins Bewu\u00dftsein der Deutschen und der politisch Handelnden eindringt.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 5.9.2025 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 37\/25, Seite 1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10 Jahre \u201eWir schaffen das\u201c: Broders Bilanz<\/strong><br \/>\nHeute vor zehn Jahren trat die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Bundespressekonferenz, um ihren verheerenden Dreiwortsatz zu verk\u00fcnden. An einem solchen Gedenktag sollte man sich eine kurze Bilanz g\u00f6nnen.<br \/>\n10 years of \u201eWe can do it\u201c: Broder\u2019s review<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bMN3C7SRC2s&amp;t=1s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bMN3C7SRC2s&amp;t=1s<\/a><br \/>\n\u2026 Alles vom 31.8.2025 von Henryk M. Broder bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/broders_bilanz\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/broders_bilanz<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eWir schaffen das\u201c \u2013 eine verheerende Bilanz nach 10 Jahren<\/strong><br \/>\n<em>\u201eWir schaffen das\u201c, erkl\u00e4rte Merkel vor genau zehn Jahren. Die Bilanz seitdem: \u00dcber drei Millionen Asylbewerber, nur ein Bruchteil tats\u00e4chlich mit Asylanrecht \u2013 daf\u00fcr nun Gewaltkriminalit\u00e4t, hohe Kosten und eine gespaltene Gesellschaft.<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\n<strong>Wie viele kamen wirklich nach Deutschland \u2013 und wer erhielt eigentlich Asyl?<\/strong><br \/>\nAus den Statistiken des Bundesamtes f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge geht hervor, dass zwischen 2015 und Juli 2025 nur etwa 25 Prozent aller Asylantragsteller eine Aufenthaltsgenehmigung als Fl\u00fcchtlinge erhielten. Von allen Entscheidungen erhielten also nur rund 835.000 Personen diesen Status \u2013 wobei hier noch einmal zu unterscheiden ist zwischen der Anerkennung nach Artikel 16a des Grundgesetzes und Paragraf 3 des Asylgesetzes.<br \/>\nAus dem letzten Bericht <a href=\"https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Statistik\/BundesamtinZahlen\/bundesamt-in-zahlen-2024-asyl.pdf\">https:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Statistik\/BundesamtinZahlen\/bundesamt-in-zahlen-2024-asyl.pdf\u00a0<\/a> des Bundesamts f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge \u00fcber die Asylzahlen in Deutschland aus 2024 ist zu entnehmen, dass als asylberechtigt im Sinne des Grundgesetzes nur 0,84 Prozent aller Antr\u00e4ge zwischen 2015 und 2024 bewertet wurden \u2013 das betraf gerade einmal 22.185 Personen. Den restlichen 810.000 wurden nur der Fl\u00fcchtlingsstatus nach der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention \u2013 eine vom Asyl separate, abgeschw\u00e4chte Kategorie \u2013 zugestanden.<br \/>\nWarum ist diese Unterscheidung so interessant? Weil Merkel mit ihrem Satz auch darauf einstimmte, was sie an der Grenze durchsetzen lie\u00df: Jeder, der \u201eAsyl\u201c sagt, soll zun\u00e4chst einreisen d\u00fcrfen. Wenn aber nicht einmal ein Prozent aller seither eingereisten Fl\u00fcchtlinge tats\u00e4chlich Asyl erhielten, was haben wir dann geschafft? Vermutlich wurde vor allem der Status von Deutschland als Sehnsuchtsort im Mittleren und Nahen Osten gest\u00e4rkt \u2013 was wiederum nicht lindernd auf den Fl\u00fcchtlingsstrom nach Deutschland und Europa generell eingewirkt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst sich auch von der Zahl der illegalen Einreisen ableiten. Diese werden polizeilich erfasst, wenn eine Person im Inland aufgegriffen wird, die gar nicht h\u00e4tte die Grenze \u00fcbertreten d\u00fcrfen. Den Zahlen der Bundespolizei zufolge wurden seit 2015 rund 900.000 derartige Verst\u00f6\u00dfe registriert. Nur zur Einordnung dieser Gr\u00f6\u00dfe: H\u00e4tte jeder dieser Personen einen Asylantrag gestellt, w\u00e4ren fast 30 Prozent aller Antr\u00e4ge von zu der Zeit illegal eingereisten Personen gekommen. Ganz so l\u00e4sst es sich nicht rechnen, weil einige ausgewiesen wurden oder keinen Asylantrag stellten, die Gr\u00f6\u00dfenordnung ist dennoch verheerend.<\/p>\n<p>Bleibeperspektive und Einb\u00fcrgerung verw\u00e4ssern das Bild<br \/>\nUm in Deutschland zu bleiben, braucht es aber nicht unbedingt die Anerkennung des Fl\u00fcchtlingsstatus. Es kann auch sogenannter subsidi\u00e4rer Schutz gew\u00e4hrleistet werden. So zum Beispiel, wenn der betroffenen Person bei der R\u00fcckkehr in das Heimatland ernsthafter Schaden durch einen bewaffneten Konflikt droht. Dann entsteht die paradoxe Situation, dass jemand zwar nicht Fl\u00fcchtling genug f\u00fcr einen Fl\u00fcchtlingsstatus ist, aber dennoch nicht zur\u00fcck muss. Mit Verweis auf das Assad-Regime in Syrien war die Zahl der Anerkennungen von subsidi\u00e4rem Schutz in Deutschland jahrelang hoch \u2013 bis die Verfahren von Syrern nach dem Sturz von Baschar al-Assad zum Jahreswechsel ausgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Bis dahin erhielten 550.000 Asylantragsteller den subsidi\u00e4ren Schutzstatus, das sind immerhin 17 Prozent. Ein Abschiebeverbot wurde au\u00dferdem f\u00fcr 170.000 Personen erteilt. Somit ergibt sich ein klares Bild: \u00dcber 1,5 Millionen der Asylbewerber konnten aus verschiedenen Gr\u00fcnden zun\u00e4chst in Deutschland bleiben, rund eine Million wurden abgelehnt, \u00fcber etwa 700.000 Antr\u00e4ge wurden aus formellen Gr\u00fcnden nicht entschieden, beispielsweise, weil ein anderes EU-Land f\u00fcr das Asylverfahren zust\u00e4ndig war.<\/p>\n<p>Lebten vor der Fl\u00fcchtlingskrise 500.000 Personen mit einem Schutzstatus in Deutschland, so sind es heute 2,7 Millionen, das zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes bis Ende 2024. Des Weiteren geht daraus hervor, dass 427.000 Antr\u00e4ge immer noch bearbeitet werden m\u00fcssen, w\u00e4hrend bei 171.000 kein Schutzstatus anerkannt wurde. Diese Personen sind also ausreisepflichtig \u2013 136.000 von ihnen haben allerdings eine Duldung.<br \/>\nUnd wer eine Duldung hat, kann das Chancen-Aufenthaltsrecht nutzen. Diese 2022 unter der Ampel-Regierung eingef\u00fchrte Regelung sieht vor, dass Personen, die zum Stichtag, dem 31. Dezember 2022 bereits f\u00fcnf Jahre in Deutschland lebten, einen Chancen-Aufenthaltstitel f\u00fcr 18 Monate erhalten konnten. Stellen sie in diesem Zeitraum unter Beweis, in Deutschland bleiben zu wollen \u2013 etwa durch Erwerbst\u00e4tigkeit und das Erlernen der deutschen Sprache auf A2-Niveau, wird eine dauerhafte Bleibeperspektive geboten.<\/p>\n<p>Auch Einb\u00fcrgerungen sind nicht ausgeschlossen. Erst recht nicht nach der Staatsb\u00fcrgerschaftsreform der Ampel-Regierung, mit der die H\u00fcrden f\u00fcr eine Einb\u00fcrgerung minimiert wurden und so die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft f\u00fcr Ausl\u00e4nder schon ab einem Aufenthalt von drei Jahren bei besonderen Leistungen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>98 Prozent aller Migranten, die als Fl\u00fcchtlinge aus den Hauptherkunftsl\u00e4ndern Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Irak und Iran kommen, wollen sich einb\u00fcrgern lassen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, f\u00fcr die Migranten befragt wurden, die zwischen 2013 und 2019 nach Deutschland gekommen sind (mehr dazu hier <a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/syrien-afghanistan-eritrea-98-prozent-der-migranten-die-seit-2013-kamen-streben-einbrgerung-an\/\">https:\/\/apollo-news.net\/syrien-afghanistan-eritrea-98-prozent-der-migranten-die-seit-2013-kamen-streben-einbrgerung-an\/<\/a> ). Beim B\u00fcrgergeld wird es dann noch einmal spannend: Die H\u00e4lfte der Bezieher waren im vergangenen Jahr Ausl\u00e4nder \u2013 nicht zwingend aus Asylherkunftsl\u00e4ndern, aber die meisten hatten einen Migrationshintergrund (mehr dazu hier <a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/63-prozent-aller-brgergeldempfnger-haben-einen-migrationshintergrund\/\">https:\/\/apollo-news.net\/63-prozent-aller-brgergeldempfnger-haben-einen-migrationshintergrund\/<\/a>).<br \/>\n&#8230; Alles vom 31.8.2025 von Wim Lukowsky bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/wir-schaffen-das-eine-verheerende-bilanz-nach-10-jahren\/\">https:\/\/apollo-news.net\/wir-schaffen-das-eine-verheerende-bilanz-nach-10-jahren\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Alexander Meschnig: 2015-2025 &#8211; Sozialrassismus gegen rechts<\/strong><br \/>\n<strong>Zehn Jahre zerst\u00f6rerischer Willkommensrausch<\/strong><\/p>\n<p>Die Grenz\u00f6ffnung im Herbst 2015 war, so viel l\u00e4sst sich zehn Jahre sp\u00e4ter sagen, ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Wenn auch die damalige Bundeskanzlerin Merkel und die allermeisten Medien die sichtbarsten Akteure einer inzwischen irreversiblen Entwicklung waren \u2013 die Ereignisse im Herbst 2015 sind auch als ein massenpsychologisches Ph\u00e4nomen zu deuten und h\u00e4tten ohne die breite Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung niemals diese suggestiven Bilder und Wirkungskraft erzeugen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Szenen an deutschen Bahnsteigen und vor den Sammelunterk\u00fcnften der Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen als eine massenmediale Selbstbegeisterung gedeutet werden. Sie diente einem Gef\u00fchlsrausch, der Politik und Moral in eins setzte und jegliche Reflexion \u00fcber die Folgen der Massenzuwanderung bei Strafe des sozialen Ausschlusses verbot. Tats\u00e4chlich befand sich Deutschland vor zehn Jahren in einer Art von Traumzustand, an den heute nicht einmal die eifrigsten Bef\u00fcrworter der Grenzenlosigkeit gerne erinnert werden.<\/p>\n<p>Schl\u00fcsselerlebnis: Weinendes Pals\u00e4tinenserm\u00e4dchen<br \/>\nEntscheidend f\u00fcr die Dynamik mag auch ein einzelnes Ereignis gewesen sein: Merkels Auftritt im Juli 2015 beim B\u00fcrgerdialog in Rostock und die Tr\u00e4nen des aus dem Libanon geflohenen M\u00e4dchens Reem, dem Merkel nicht versprechen konnte, in Deutschland bleiben zu d\u00fcrfen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2jbqei-bz7M&amp;t=3s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2jbqei-bz7M&amp;t=3s<\/a><\/p>\n<p>Nach diesem Auftritt sah sich Merkel im Netz mit einem Shitstorm konfrontiert. Sie sei gef\u00fchlskalt, ohne Empathie, kurz: ein Unmensch. Merkel h\u00e4tte l\u00e4ngst lernen m\u00fcssen, so die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c am 16. Juli 2015, \u201edass Fl\u00fcchtlinge, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer sie nach Deutschland kommen, f\u00fcr Deutschland ein Gewinn sind.\u201c<\/p>\n<p>Vom eiskalten Todesengel zu \u201eMama Merkel\u201c<br \/>\nDie Verwandlung der eiskalten Politikerin in Mama Merkel war eine Metamorphose, die unmittelbar dem moralischen Druck von au\u00dfen folgte. H\u00e4tte irgendeiner der damals amtierenden Politiker in Deutschland gegen die Stimmung in den Massenmedien und den \u201emoralisch erhabenen\u201c Teil der Zivilbev\u00f6lkerung, gegen die kulturellen und intellektuellen Eliten handeln k\u00f6nnen, ohne sich selbst ins politische Abseits zu stellen? H\u00e4tte irgendein Politiker in Deutschland den Mut oder den Willen aufbringen k\u00f6nnen, die \u201eh\u00e4sslichen Bilder\u201c an der deutschen Grenze zu rechtfertigen? Das kann man zu Recht bezweifeln.<\/p>\n<p>Im Herbst 2015 war f\u00fcr die politmediale Elite Deutschlands die Chance gekommen, eine Art heilige Mission zu erf\u00fcllen und den Fremden als Erl\u00f6ser von moralischer Schuld zu begr\u00fc\u00dfen. Da unser Reichtum, so die \u00dcberzeugung der \u201eedlen Seelen\u201c, auf der jahrhundertelangen Ausbeutung der \u201eAnderen\u201c beruht, war es nur gerecht und unsere moralische Pflicht, die ganze Welt mit offenen Armen aufzunehmen. Dass in der Regel junge M\u00e4nner aus tribalen Gemeinschaften mit Teddyb\u00e4ren und Pl\u00fcschtieren begr\u00fc\u00dft wurden, zeigt die Infantilit\u00e4t eines Teils der deutschen Gesellschaft, die ihre abstrakte Xenophilie auf die Ankommenden \u00fcbertrug.<\/p>\n<p>Narzisstische \u00dcberh\u00f6hung der eigenen moralischen \u00dcberlegenheit<br \/>\nDie narzisstische \u00dcberh\u00f6hung der eigenen moralischen \u00dcberlegenheit lieferte den idealen Bezugspunkt f\u00fcr von allen Problemen der realen Welt befreite Projekte. Die Abl\u00f6sung von der Wirklichkeit, in der Ressourcen begrenzt sind, etwa: Arbeitspl\u00e4tze, Wohnraum, Integrationskraft, zeigte sich sowohl in der wiederholten Ansprache des Volkes mittels einfacher Durchhalteparolen (\u201eWir schaffen das\u201c), als auch in der Idee einer L\u00e4uterung, die in der rasch entstehenden Krise eine Art Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr eine bessere Zukunft sah.<br \/>\n\u201eIch habe das absolut sichere Gef\u00fchl, dass wir aus dieser \u2013 zugegeben komplizierten \u2013 Phase besser herauskommen werden, als wir in diese Phase hineingegangen sind,\u201c so Merkel in einer Rede zur Lage der Nation im Herbst 2016.<\/p>\n<p>Ungeheure Spaltung der Gesellschaft<br \/>\nDer moralische Rausch der Willkommenskultur war aber bald nur noch ferne Erinnerung. Was folgte, war eine ungeheure Spaltung der deutschen Bev\u00f6lkerung. Von Beginn an wurde auf die Parias im Inneren gezeigt. Pack, Dunkeldeutschland, Rassisten, Rechtspopulisten \u2013 so hie\u00df es \u2013 k\u00f6nnen nicht Teil des \u201ehellen Deutschland\u201c sein.<br \/>\nWer die Willkommenskultur verweigerte oder nur ansatzweise Kritik an ihren Folgen \u00e4u\u00dferte, sah sich au\u00dferhalb der legitimen Diskursr\u00e4ume. Dem uneinsichtigen B\u00fcrger wurde mit Beginn der sogenannten Fl\u00fcchtlingskrise bei Strafe sozialer und rechtlicher \u00c4chtung, vorgeschrieben, wie und was er zu denken und zu f\u00fchlen hat. Die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien sind dabei fast durchgehend zu einer Art von staatlich gelenktem Erziehungsprogramm geworden, die alles daf\u00fcr tun die realen Probleme der Zuwanderung zu leugnen.<\/p>\n<p>Sozialrassismus<br \/>\nDie moralisch erh\u00f6hende Haltung, alle, die sich nicht den weltoffenen Jargon des Juste Milieu angeeignet haben, als rechts zu denunzieren, ist dabei selbst sozialrassistisch zu nennen. Die Abscheu gegen\u00fcber allem L\u00e4ndlichen, Provinziellen, dem tumben Osten, dem \u201ekleinen Mann\u201c, die Abwertung der Erfahrungen derjenigen, die vor Ort mit den Folgen der Masseneinwanderung konfrontiert sind, dieser Hass, der sich in einem aggressiven Antirassismus manifestiert, sind heute geradezu ein Ausweis moralischer Haltung.<br \/>\nMan liebt den Fernsten und hasst den Nachbarn, der sich der verordneten Willkommenskultur verweigert. Der geradezu hysterische Verweis des links-gr\u00fcnen Milieus auf die Vorz\u00fcge der bunten Gesellschaft ist l\u00e4ngst obsolet geworden. Ob das Aufbrechen der \u00fcber Jahre verfestigten Tabus, der Ruf nach strengeren Gesetzen oder zumindest der konsequenten Anwendung der schon bestehenden tats\u00e4chlich zu einer \u00c4nderung f\u00fchren, ist mehr als fraglich. Eines scheint aber sicher:<br \/>\nEin September 2015 ist heute unter keinen Umst\u00e4nden mehr denkbar. Er bleibt ein singul\u00e4res Ereignis der deutschen Geschichte. Seine Folgen allerdings werden die Zukunft Deutschlands mehr als alles andere pr\u00e4gen<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 28.8.2025 von Alexander Meschnig bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/kontrafunk-aktuell\/kontrafunk-aktuell-vom-28-august-2025\">https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/kontrafunk-aktuell\/kontrafunk-aktuell-vom-28-august-2025<\/a><\/p>\n<p>(ab Min 34:15 &#8211; 55:46: Kontrafunk-Kommentar von Alexander Meschnig 2015-2025 &#8211; Massenpsychologisches Ph\u00e4nomen)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Merkel verf\u00fcgt Grenz\u00f6ffnung am 4. September 2015<br \/>\n<\/strong>Grenz\u00f6ffnung am 31.8.2015 durch Merkel erfolgte in zwei Schritten:<br \/>\n1) Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Montag, den 31. August 2015, um 13.30 Uhr, in ihrer allj\u00e4hrliche Sommerpressekonferenz den Satz <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/wir-schaffen-das\/\">&#8222;Wir schaffen das&#8220;<\/a>. Diesen Satz sagte sie nicht so nebenbei, sondern wohl geplant. Die Bedeutung dieses Satzes wurde den Medien aber erst am 4. September gewahr.<\/p>\n<p>2) Die als \u201eGrenz\u00f6ffnung\u201c empfundene Massenaufnahme von Fl\u00fcchtlingen wurde am 4. September 2015 von der Bundeskanzlerin in einer m\u00fcndlichen Anweisungen an die betreffenden Stellen verf\u00fcgt. In der Nacht 4.\/5.9.2025 verf\u00fcgte Merkel, Migranten aus <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">Ungarn<\/a> nach Deutschland zu holen. Damit wurde die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/\">Grenz\u00f6ffnung<\/a> de fakto begonnen. Und zwar durch eine m\u00fcndliche Anweisung, unter Umgehung des Bundestags, d.h. ohne dies vorab vom <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bundestag\/\">Parlament<\/a> billigen zu lassen. Nochmals: Die seit nunmehr 10 Jahren anhaltende <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/masseneinwanderung\/\">Masseneinwanderung<\/a> wurde <strong>nicht<\/strong> vom Parlament als der Vertretung des Souver\u00e4ns (Volk, Wahlvolk, Bev\u00f6lkerung) beschlossen. Obwohl diese Massenmigration nach Mauerfall\/Wiedervereinigung 1989\/90 das zweite historische Ereignis seit 1949 darstellt.<\/p>\n<p>Ende von Beitrag &#8222;Merkel verf\u00fcgt Grenz\u00f6ffnung am 4. September 2015&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (3)<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Die Geschehnisse des Septembers 2015: &#8222;Wir schaffen das&#8220; <\/strong><br \/>\n<strong>Oder: Sprachk\u00e4mpfe um die Fl\u00fcchtlingskrise<\/strong><br \/>\n&#8230;. Vielleicht tr\u00e4gt der politisch gewollte Mangel an Prim\u00e4rquellen dazu bei, dass sich die mediale Aufarbeitung der Fl\u00fcchtlingskrise vor allem auf semantische Fragen konzentriert. Lange nachdem im M\u00e4rz 2016 mit der Schlie\u00dfung der Balkanroute und dem EU-T\u00fcrkei-Deal die politischen Leitentscheidungen zur Beendigung der Krise getroffen wurden, toben in Deutschland noch heute Sprachk\u00e4mpfe. Die Diskussion \u00fcber die Bewertung politischer Entscheidungen verschiebt sich in einen Streit um ihre Benennung.<br \/>\nDas beginnt mit der in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 getroffene Entscheidung Merkels, Migranten aus Ungarn nach Deutschland zu holen.<\/p>\n<p>Wer dies mit dem naheliegenden Begriff &#8222;Grenz\u00f6ffnung&#8220; bezeichnet, l\u00f6st St\u00fcrme der Emp\u00f6rung aus. Das Argument lautet: Da die deutsch-\u00f6sterreichische Grenze als europ\u00e4ische Binnengrenze im &#8222;Schengen-System&#8220; vorher nicht geschlossen war, h\u00e4tte sie denklogisch auch nicht ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen. Das Gegenargument geht so: Die Bundesregierung legte zuvor gegen\u00fcber der ungarischen Regierung gro\u00dfen Wert darauf, dass diese Migranten laut der &#8222;Dublin-Vereinbarung&#8220; nicht nach Deutschland kommen durften \u2013 und \u00e4nderte dann ihre Meinung. F\u00fcr diese Migranten und die Hunderttausenden, die ihnen folgten, \u00f6ffneten sich die Grenzen also sehr wohl.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.7.2020 von Robin Alexander bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/312828\/die-geschehnisse-des-septembers-2015\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/312828\/die-geschehnisse-des-septembers-2015\/<\/a><\/p>\n<p><strong>(2) Position der Bundesregierung zur Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Grenz\u00f6ffnung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge im September 2015<\/strong><br \/>\nM\u00fcndliche Frage: Ist die Bundesregierung zur\u00fcckblickend der Meinung, dass die verk\u00fcndete Grenz\u00f6ffnung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vom 4. September 2015 rechtlich gesehen Unrecht war, und warum sieht die Bundesregierung darin keine Verletzung von Artikel 16a des Grundgesetzes? (Volker Beck, Gr\u00fcne)<br \/>\n.<br \/>\nM\u00fcndliche Antwort: S. 15165C &#8230; (Dr. G\u00fcnter Krings Staatssekret\u00fcr Inneres )<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.2.2016 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dip.bundestag.de\/vorgang\/position-der-bundesregierung-zur-rechtm%C3%A4%C3%9Figkeit-der-grenz%C3%B6ffnung-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge-im\/72301\">https:\/\/dip.bundestag.de\/vorgang\/position-der-bundesregierung-zur-rechtm%C3%A4%C3%9Figkeit-der-grenz%C3%B6ffnung-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge-im\/72301<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Die Kanzlerin und das Recht:<br \/>\nRechtsgutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.<\/strong><br \/>\nWar die Grenz\u00f6ffnung von 2015 verfassungswidrig? Die Kanzlerin steht weiterhin zu ihrem Schritt. Probleme k\u00f6nnten ihr jetzt ausgerechnet die Hausjuristen des Bundestages bereiten. Denn diese k\u00f6nnen keine Rechtsgrundlage f\u00fcr die Entscheidung erkennen<br \/>\nSeit Angela Merkel im Jahr 2015 die Grenzen ge\u00f6ffnet hat und hunderttausende Fl\u00fcchtlinge in k\u00fcrzester Zeit nach Deutschland kamen und immer noch viele kommen und kommen werden, rei\u00dft die Debatte dar\u00fcber nicht ab, ob die Bundeskanzlerin das Recht gebogen oder gar gebrochen hat. Die Debatte bekommt eine zus\u00e4tzliche Relevanz, weil Mitglieder der Bundesregierung wie Aydan \u00d6zoguz der Meinung sind, dass wir unser Zusammenleben st\u00e4ndig neu auszuhandeln haben.<br \/>\nRecht und Gesetz existieren aber gerade, damit wir unser Zusammenleben eben nicht st\u00e4ndig neu \u201eaushandeln\u201c m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In seinem Rechtsgutachten kam der angesehene <em><strong>Verfassungsrechtler Udio di Fabio<\/strong><\/em> bereits im Jahr 2016 zu dem Schluss, dass der Bund \u201eaus verfassungsrechtlichen Gr\u00fcnden\u201c verpflichtet ist, \u201ewirksame Kontrollen der Bundesgrenzen wieder aufzunehmen, wenn das gemeinsame europ\u00e4ische Grenzsicherungs- und Einwanderungssystem vor\u00fcbergehend oder dauerhaft gest\u00f6rt ist\u201c. Er stellte klar, dass zwar das Grundgesetz jedem Menschen, der sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befindet, eine menschenw\u00fcrdige Behandlung zusichert, aber das Grundgesetz garantiere nicht den Schutz aller Menschen weltweit durch faktische oder rechtliche Einreiseerlaubnis. \u201eEine solche unbegrenzte Rechtspflicht besteht auch weder europarechtlich noch v\u00f6lkerrechtlich\u201c, sagt di Fabio.<\/p>\n<p>Keine erkennbare Rechtsgrundlage<br \/>\nNun bekommt di Fabio Unterst\u00fctzung durch ein aktuelles <em><strong>Rechtsgutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages<\/strong><\/em>. In ihrer Antwort <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/514854\/0bdb98e0e61680672e965faad3498e93\/wd-3-109-17-pdf-data.pdf\">https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/514854\/0bdb98e0e61680672e965faad3498e93\/wd-3-109-17-pdf-data.pdf<\/a> auf eine Anfrage der Linken zu den rechtlichen Grundlagen der Einreiseverweigerung und Einreisegestattung stellen die Hausjuristen des Deutschen Bundestages die Rechtsgrundlagen dar, auf denen die im Herbst 2015 getroffenen Entscheidungen h\u00e4tten beruhen m\u00fcssen. Sie res\u00fcmieren, dass es nach wie vor \u201eunklar\u201c ist, ob die Ausnahmetatbest\u00e4nde des Asylgesetzes \u00a7 18 Absatz 4 Nr. 2 AsylG \u201eals Grundlage f\u00fcr die Einreisegestattungen ab Ende August\/Anfang September 2015 herangezogen wurde(n).\u201c Die Juristen kommen zu der bemerkenswerten Ansicht, dass die Rechtsgrundlage, nach der die Bundesregierung weitreichende Entscheidungen getroffen hat, nicht erkennbar ist.<\/p>\n<p>Selbst auf eine parlamentarische Anfrage antwortet die Bundesregierung schwammig und benennt die Rechtsgrundlage \u201egerade nicht\u201c, wie es in der Ausarbeitung hei\u00dft. Obwohl es in der teilweise l\u00fcckenhaften Gesetzgebung Festlegungen gibt, auf die sich die Bundesregierung durchaus h\u00e4tte berufen k\u00f6nnen, vermeidet sie die Festlegung, denn dann m\u00fcsste sie in die rechtliche Diskussion eintreten. So k\u00f6nnte sie sich auf das sogenannte Selbsteintrittsermessen im Kontext der Fl\u00fcchtlingskrise berufen, wodurch die Mitgliedsl\u00e4nder die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Asylverfahren an sich ziehen k\u00f6nnen. Allerdings st\u00f6\u00dft das Selbsteintrittsermessen der Bundesregierung dort an Grenzen, \u201ewo sie Migrationsbewegungen in einem Ausma\u00df kanalisierte bzw. potenzierte, das f\u00fcr andere Mitgliederstaaten nicht mehr oder nur unter unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Aufwand zu bew\u00e4ltigen w\u00e4re\u201c. Danach w\u00e4re eine kurzzeitige Grenz\u00f6ffnung zur Entlastung Ungarns wom\u00f6glich noch rechtlich vertretbar gewesen, aber nicht die Tatsache, dass die Bundesregierung die Grenzen weiterhin offen lie\u00df und l\u00e4sst.<br \/>\nDas Parlament h\u00e4tte befragt werden m\u00fcssen<br \/>\nDeshalb kommt \u2013 und darin liegt die Brisanz der Studie \u2013 der Wissenschaftliche Dienst zu der Auffassung, dass \u201edie pauschale und massenhafte Einreisegestattung nicht mehr vom \u00a7 18 Abs. 4 Nr. 2 AsylG gedeckt sein k\u00f6nnte\u201c. Die Juristen schlussfolgern, dass eine so weitgehende Anordnung \u201eeiner gesetzlichen Regelung oder einer parlamentarischen Zustimmung bedarf\u201c. Der Gesetzgeber sei durch die \u201eWesentlichkeitslehre\u201c, durch das \u201eDemokratie- und Rechtstaatsprinzip\u201c \u201ein grundlegenden normativen Bereichen\u201c verpflichtet, \u201ealle wesentlichen Entscheidungen selbst zu treffen\u201c.<\/p>\n<p>Im Klartext: <em><strong>Die Regierung h\u00e4tte bei der Gestaltung der Einreisegestattung oder Verweigerung, die Entscheidung dar\u00fcber dem Gesetzgeber, dem Parlament, vorlegen m\u00fcssen,<\/strong><\/em> denn \u201edie pauschale und massenhafte Einreisegestattung gegen\u00fcber Asylsuchenden mit so erheblichen Folgen f\u00fcr das Gemeinwesen\u201c \u00fcberschreitet die \u201eWesentlichkeitsschwelle\u201c. Weil der massenhafte Gebrauch der Einreisegestattung die Gesellschaft ver\u00e4ndern und zu Integrationsproblemen f\u00fchren kann, kommt eben dem Parlament die Entscheidung \u00fcber die Begrenzung des Zuzugs von Ausl\u00e4nder zu.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.9.2017 von Klaus-R\u00fcdiger Mai bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/grenzoeffnung-fuer-fluechtlinge-die-kanzlerin-und-das-recht\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/grenzoeffnung-fuer-fluechtlinge-die-kanzlerin-und-das-recht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Engagement\u00a0&gt;Zukunft\u00a0&gt;Demokratie\u00a0&gt;Nationalismus &gt;Grenz\u00f6ffnung2015 &gt;Offene-Grenzen-10-Jahre &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen 10 Jahre Grenz\u00f6ffnung: Im Rausch des gro\u00dfen Jubels (5.9.2025) Messer \u2013 schnittfeste Uniformen (5.9.2025) 10 Jahre \u201eWir schaffen das\u201c: Broders Bilanz (31.8.2025) \u201eWir schaffen das\u201c \u2013 eine verheerende &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/offene-grenzen-10-jahre\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":70534,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-138369","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/138369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=138369"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/138369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139003,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/138369\/revisions\/139003"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/70534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=138369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}