{"id":137729,"date":"2025-08-12T10:02:50","date_gmt":"2025-08-12T08:02:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=137729"},"modified":"2026-05-26T19:14:20","modified_gmt":"2026-05-26T17:14:20","slug":"klimawissenschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-forschung\/klimawissenschaft\/","title":{"rendered":"Klimawissenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Klima\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/\">Klima<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Klimawandel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimawandel\/\">Klimawandel<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"FridaysForFuture\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/fridaysforfuture\/\">FridaysForFuture<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-forschung\/\">Klima-Forschung<\/a> &gt;Klimawissenschaft<\/p>\n<div id=\"attachment_137710\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/mais-vermaisung-pan250809.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-137710\" class=\"size-full wp-image-137710\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/mais-vermaisung-pan250809.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/mais-vermaisung-pan250809.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/mais-vermaisung-pan250809-180x108.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-137710\" class=\"wp-caption-text\">Mais links, rechts und hinten im Dreisamtal bei Stegen 9.8.2025 &#8211; dank Subventionen<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ipcc-klimarat-kosten-nutzen\/\">Klimarat IPCC: Kosten \u2013 Nutzen<\/a>\u00a0(26.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/weltklimarat\/\">IPCC: Vom neutralen Berichterstatter zum politischen Alarmgremium<\/a>\u00a0(26.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ipcc-klima-urteil-revidieren\/\">IPCC: Klima-Urteil revidieren<\/a>\u00a0(13.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimabewegung-ende\/\">IPCC streicht Klima-Katastrophenszenario: Die gro\u00dfe Alarmmaschine verliert ihr Lieblingsinstrument<\/a> (4.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/deregulierung-usa-klima-co2\/\">Deregulierung: USA Klima CO2<\/a>\u00a0(13.2.2026)<\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sonne-wandelt-klima-nicht-co2\/\">Sonne wandelt Klima, nicht CO2<\/a>\u00a0(11.1.2026)<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klima-wahrheit\/\">Werner Huber: Klima-Wahrheit<\/a>\u00a0(14.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/traumsommer-trotz-klimawandel\/\">Traumsommer trotz Klimawandel<\/a>\u00a0(30.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nyt-erklaert-klimawahn-beendet\/\">NYT erkl\u00e4rt Klimawahn beendet<\/a>\u00a0(20.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/desinformation\/\">Desinformation: Kosten-Studie des PIK in Nature<\/a>\u00a0(7.9.2025)<\/li>\n<li>Klima-Studie des PIK in Nature: Zweifel, R\u00fcckzug? (5.9.2025)<\/li>\n<li>CWG: Die Klimawissenschaft ist zur\u00fcck (11.8.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/weltklimarat\/\">IPCC &#8211; Weltklimarat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/grundgesetz-klima\/\">Klima-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klima-wahrheit\/\">Klima-Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimabewegung-ende\/\">Klimabewegung-Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimaskeptiker\/\">Klimaskeptiker<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Klima-Studie des PIK in Nature: Zweifel, R\u00fcckzug?<\/strong><br \/>\nEine haarstr\u00e4ubende Klima-Studie des PIK f\u00e4llt in sich zusammen. Die Modellierung war trotz heftiger Widerst\u00e4nde in Nature publiziert worden<br \/>\nLand unter f\u00fcr Klimaforscher<br \/>\nMathias Pellack<\/p>\n<p>Es war eine jener Zahlen, die sich tief in die Schlagzeilen fr\u00e4sen: weltweit 19 Prozent Einkommensverlust bis 2050 (rund 38 Billionen Dollar pro Jahr) \u2013 so die Prognose einer Studie des Potsdam-Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK), die am 17. April 2024 in der renommierten Fachzeitschrift Nature erschien. Selbst wenn die Menschheit von einem Tag auf den anderen alle Emissionen stoppen w\u00fcrde, so die Autoren um die junge \u00d6konomin Leonie Wenz und den Modellierer Maximilian Kotz, seien diese Sch\u00e4den unausweichlich. Ein Hammer \u2013 der nun nach \u00fcber einem Jahr massiv an Durchschlagskraft verlieren k\u00f6nnte. Die Medien sprangen an. Der linksgr\u00fcne Guardian sprach vom \u201eheftigsten \u00f6konomischen Tribut der Klimakrise\u201c, die Washington Post sah den Wohlstand der USA bedroht. FAZ und Spiegel zitterten in Deutschland. Die Studie war ein Medienereignis.<br \/>\nDas PIK-Ergebnis war eindeutig und drastisch: Egal, was die Politik jetzt tue, fast ein F\u00fcnftel des k\u00fcnftigen Einkommens sei verloren. Die Sch\u00e4den durch den Klimawandel w\u00e4ren dreimal gr\u00f6\u00dfer als bisher angenommen. Zum anderen bot die Arbeit den lange ersehnten Vergleich: Die Kosten des Klimawandels seien sechsmal h\u00f6her als die Kosten f\u00fcr die Begrenzung auf zwei Grad. Win-win f\u00fcr die Klima-NGOs, die dahinterstehende Wirtschaft und die Bev\u00f6lkerung also? Wer nicht handle, verursache volkswirtschaftlich gr\u00f6\u00dferen Schaden als jeder Klimaschutz je kosten k\u00f6nnte, war das Argument.<\/p>\n<p>Die Studie diente dazu, gr\u00fcne Investitionen zu steuern<br \/>\nDie Zahlen kamen zur rechten Zeit. Zentralbanken, Versicherungen und Investoren suchen seit Jahren nach robusten Modellen, wie sich Klimarisiken in Bilanzen \u00fcbersetzen lassen. Und genau hier kam das Potsdam-Institut ins Spiel. Das PIK ist kein einfaches akademisches Institut. Es liefert regelm\u00e4\u00dfig Input f\u00fcr den Weltklimarat (IPCC), ber\u00e4t Ministerien und spielt eine Schl\u00fcsselrolle im Network for Greening the Financial System (NGFS) \u2013 einem Zusammenschlu\u00df von \u00fcber 100 Zentralbanken und Aufsichtsbeh\u00f6rden. Dieses Netzwerk hat sich seit 2017 zum Ziel gesetzt, die Stabilit\u00e4t der Finanzm\u00e4rkte gegen\u00fcber Klimarisiken zu sichern. Die Ergebnisse wandernten quasi sofort in die Empfehlungen und Handouts der Zentralbanken. Sie dienen dazu, gr\u00fcne Investitionen zu steuern.<\/p>\n<p>Die Szenarien, mit denen Banken ihre Stre\u00dftests rechnen, stammen aus einem Konsortium unter Leitung des PIK, das inzwischen von Ottmar Edenhofer gef\u00fchrt wird. Koordinator ist der Physiker Elmar Kriegler. Finanziert wird diese Arbeit \u2013 und hier schlie\u00dft sich ein Kreis \u2013 ma\u00dfgeblich durch die ClimateWorks Foundation, eine US-Stiftung, die die Klima-Forschung subventioniert. ClimateWorks schreibt offen: Sie finanziert \u201eanalytische Unterst\u00fctzung\u201c f\u00fcr das NGFS, indem sie akademische Partner wie das PIK bezahlt.<br \/>\nInstitutionelle N\u00e4he also, die nicht zwangsl\u00e4ufig Korruption bedeutet, aber Fragen aufwirft: Wenn das PIK eine Studie ver\u00f6ffentlicht, die extreme Klimasch\u00e4den nahelegt \u2013 und diese Studie quasi \u00fcber Nacht vom NGFS in seine offiziellen Modelle \u00fcbernommen wird \u2013, wie unabh\u00e4ngig sind die Prozesse? Tats\u00e4chlich dauerte es nur wenige Wochen, bis das NGFS die Schadensfunktion von Kotz et al. in seinen Datensatz integrierte. Dort steht sie bis heute.<br \/>\nKritiker merkten an, da\u00df die NGFS-Analysten damit einer einzigen, neuen und noch unbest\u00e4tigten Studie enorme Autorit\u00e4t einr\u00e4umten. Ein Analyst des Bank Policy Institute sprach offen von \u201eConfirmation Bias\u201c: Man habe genau die Ergebnisse begr\u00fc\u00dft, die ins Bild pa\u00dften \u2013 hohe, dramatische Kosten, die den Bedarf an Klimapolitik unterstreichen. Die Autoren selbst erkl\u00e4rten in Nature, sie h\u00e4tten \u201ekeine konkurrierenden Interessen\u201c. Formal sei man unabh\u00e4ngig von NGFS und ClimateWorks.<\/p>\n<p>Im Sommer 2024 begannen erste Fachkollegen, genauer hinzuschauen, wie zuerst die Welt berichtete. Im Juni ver\u00f6ffentlichte Nature eine kleine \u201eAuthor Correction\u201c \u2013 formale Fehler, hie\u00df es. Doch im Herbst wurde der Druck st\u00e4rker. Externe Wissenschaftler stie\u00dfen auf auff\u00e4llige Datenanomalien: Im Datensatz f\u00fcr Usbekistan hatte das Team um Kotz offenbar falsche Zahlen des Bruttoinlandsprodukts verwendet, die die Ergebnisse massiv verzerren. Ohne die Daten aus Usbekistan entspr\u00e4chen die Schadensabsch\u00e4tzungen von Kotz et al. denen vorheriger Studien.<\/p>\n<p>Die Kritik war so gravierend, da\u00df Nature am 6. November 2024 einen Editor\u2019s Note ver\u00f6ffentlichte \u2013 eine Art Warnschild f\u00fcr Leser: Die Zuverl\u00e4ssigkeit der Ergebnisse sei in Frage gestellt, man pr\u00fcfe \u201eangemessene redaktionelle Schritte\u201c. Solche Hinweise sind selten und deuten an, da\u00df eine Studie m\u00f6glicherweise zur\u00fcckgezogen werden k\u00f6nnte. Doch dann passiert lange nichts. Offenbar wartete das Magazin, bis die Studienautoren reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Erst diesen Monat eskalierte die Debatte. Gleich zwei sogenannte \u201eMatters Arising\u201c \u2013 kritische Repliken erschienen in Nature. Das eine von Bearpark et al.: Sie belegten, da\u00df die vermeintlich gigantischen Sch\u00e4den nach Korrektur der Daten wieder im Bereich fr\u00fcherer Studien lagen. Das andere von Christof Sch\u00f6tz: Er zeigte, da\u00df die Signifikanz der Ergebnisse zusammenbricht, sobald man die Unsicherheiten korrekt behandelt. Die Schlu\u00dffolgerung mu\u00df sein: Kotz lieferte nicht die Evidenz, die f\u00fcr politische Entscheidungen n\u00f6tig w\u00e4re.<\/p>\n<p>Alle befa\u00dften Gutachter \u00fcbten scharfe Kritik an der PIK-Studie<br \/>\nDie Autoren aus Potsdam reagierten defensiv-offen: Man begr\u00fc\u00dfe die Debatte, werde die Modelle \u00fcberarbeiten, die Grundbotschaft bleibe aber bestehen. Doch im wissenschaftlichen Raum war das Vertrauen ersch\u00fcttert. Allein das NGFS benutzt weiterhin unbeirrt die seit einem halben Jahr stark bezweifelten Daten.<br \/>\nF\u00fcr Nature war der Fall heikel. Einerseits gilt das Journal als h\u00e4rteste Instanz im Peer-Review. Wie sich nun herausstellt, hatten auch alle Reviewer harte Kritik an der Studie ge\u00fcbt, was die ungew\u00f6hnlich lange Begutachtung von 13 Monaten erkl\u00e4rt. Einer hatte \u201egro\u00dfe Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und G\u00fcltigkeit des empirischen Modells\u201c, das Kotz verwendet hatte. Ein anderer riet: \u201eEs k\u00f6nnte f\u00fcr diese Studie hilfreich sein, nicht den oft \u00fcbertriebenen Darstellungen in der Literatur zu folgen\u201c.<br \/>\nDer dritte erkl\u00e4rte, da\u00df die statistische Methodik der Arbeit \u201ekeinerlei wissenschaftliche Grundlage\u201c habe. Trotz alledem hatte Nature entschieden, die \u201ebahnbrechende\u201c Studie zu ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nDoch eine endg\u00fcltige Entscheidung, ob der Artikel zur\u00fcckgezogen wird, steht noch aus. Damit h\u00e4ngt das Damoklesschwert \u00fcber einer Arbeit, die weltweit in Politik und Medien bereits Fakten geschaffen hat. <em><strong>Das letzte Wort hat Nature. Eine Retraction w\u00e4re ein schwerer Schlag f\u00fcr das PIK und f\u00fcr das Vertrauen in Teile der Klimawirkungsforschung und f\u00fcr das Magazin selbst.<\/strong><\/em> Eine gr\u00f6\u00dfere Korrektur k\u00f6nnte die Ergebnisse relativieren und in den Rahmen fr\u00fcherer Studien einordnen. Klar ist: Die Debatte um Klimasch\u00e4den, \u00f6konomische Risiken und die Rolle der Wissenschaft in der Politik wird mit diesem Fall noch intensiver gef\u00fchrt werden.<br \/>\nDie PIK-Studie \u201eThe economic commitment of climate change\u201c <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-07219-0\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-07219-0<\/a><br \/>\n&#8230;. Alles vom 5.9.2025 von Mathias Pellack bitte lesen in der JF 37\/25, Seite 22<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>CWG: Die Klimawissenschaft ist zur\u00fcck<\/strong><br \/>\nUS-Energieminister Chris Wright hat eine unabh\u00e4ngige Expertengruppe mit der kritischen Neubewertung der Klimawissenschaft beauftragt. Unsere Autorin (Foto oben) geh\u00f6rt ihr an. US-Energieminister Chris Wright hat eine Neubewertung der Klimaforschung in Auftrag gegeben: \u201eA Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate\u201c <a href=\"https:\/\/www.energy.gov\/topics\/climate\">https:\/\/www.energy.gov\/topics\/climate<\/a><br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Bericht wurde von der Climate Working Group (CWG) des Energieministeriums verfasst. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind John Christy, Judith Curry, Steve Koonin, Ross McKitrick und Roy Spencer. <a href=\"https:\/\/judithcurry.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/biosketches.pdf\">https:\/\/judithcurry.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/biosketches.pdf<\/a><br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie CWG hat das Thema Klimawandel insgesamt etwas anders formuliert als der IPCC und die US-amerikanischen National Climate Assessments (NCA). Unsere Bewertung ist stark datengest\u00fctzt und ber\u00fccksichtigt sowohl nat\u00fcrliche Klimaschwankungen als auch menschliche Ursachen. Wir betrachten eine Reihe von Themen, die wir f\u00fcr wichtig halten, die aber in den Berichten des IPCC und der NCA nur am Rande behandelt (oder v\u00f6llig ignoriert) wurden. Einige Beispiele:<br \/>\nKapitel 1 er\u00f6rtert die wissenschaftlichen Gr\u00fcnde daf\u00fcr, CO2 als Schadstoff zu betrachten (oder nicht).<br \/>\nAbschnitt 2.1 untersucht das \u201eglobale Ergr\u00fcnen\u201d einschlie\u00dflich der Vorteile f\u00fcr die Landwirtschaft.<br \/>\nAbschnitt 2.2 enth\u00e4lt eine kurze Bewertung der Alkalit\u00e4t der Ozeane und des sogenannten Problems der Ozeanversauerung, einschlie\u00dflich der j\u00fcngsten Erholung der Korallenriffe.<br \/>\nAbschnitt 3.2 liefert eine klare Begr\u00fcndung gegen die Verwendung extremer Emissionsszenarien in politikrelevanten Analysen.<br \/>\nAbschnitt 3.3 enth\u00e4lt eine umfassende Bewertung des st\u00e4dtischen W\u00e4rmeinseleffekts.<br \/>\nKapitel 4 bewertet die mit der Klimasensitivit\u00e4t verbundenen Unsicherheiten und diskutiert dabei ausf\u00fchrlich die j\u00fcngsten Arbeiten von Nic Lewis.<br \/>\nKapitel 5 hinterfragt Klimamodelle anhand von Beobachtungen; es ist schwer zu behaupten, dass sich globale Klimamodelle \u00fcberhaupt f\u00fcr politikrelevante Zwecke eignen.<br \/>\nKapitel 6 enth\u00e4lt eine umfassende Analyse extremer Wetterereignisse in den USA unter Verwendung aller verf\u00fcgbaren Daten seit 1900 (wo m\u00f6glich auch fr\u00fcher) im Kontext der nat\u00fcrlichen Klimavariabilit\u00e4t.<br \/>\nKapitel 7 hinterfragt die extremen Prognosen zum Anstieg des Meeresspiegels und betont die Bedeutung vertikaler Landbewegungen f\u00fcr lokale Ver\u00e4nderungen des Meeresspiegels.<br \/>\nAbschnitt 8.2 hinterfragt herk\u00f6mmliche Vorstellungen zur Zuordnung der globalen Erw\u00e4rmung hinsichtlich Problemen mit den statistischen Analysemethoden und einer unzureichenden Bewertung der nat\u00fcrlichen Klimavariabilit\u00e4t.<br \/>\nAbschnitt 8.4 hebt den R\u00fcckgang der planetarischen Albedo und der Wolkendecke seit 2015 hervor, einschlie\u00dflich einer Analyse der Beitr\u00e4ge der nat\u00fcrlichen Variabilit\u00e4t.<br \/>\nAbschnitt 8.6 bewertet Herausforderungen und Probleme bei der Zuordnungsanalyse einzelner Extremereignisse.<br \/>\nKapitel 9 \u00fcber die Landwirtschaft zeigt, dass steigende CO2-Konzentrationen und die Erw\u00e4rmung voraussichtlich einen Nettovorteil f\u00fcr die US-Landwirtschaft darstellen werden.<br \/>\nAbschnitt 10.3 befasst sich mit der Sterblichkeit aufgrund extremer Temperaturen (sowohl Hitze als auch K\u00e4lte), einschlie\u00dflich eines Abschnitts \u00fcber Sterblichkeitsrisiken und Energiekosten.<br \/>\nAbschnitt 11.1 verdeutlicht die geringe Bedeutung der globalen Erw\u00e4rmung f\u00fcr das Wirtschaftswachstum.<br \/>\nAbschnitt 11.2 bewertet die tiefgreifenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Sch\u00e4tzungen der sozialen Kosten der Nutzung fossiler Energien.<br \/>\nKapitel 12 kommt zu dem Schluss, dass politische Ma\u00dfnahmen der USA voraussichtlich nur geringf\u00fcgige direkte Auswirkungen auf das globale Klima haben werden und dass etwaige Auswirkungen erst mit gro\u00dfer Verz\u00f6gerung eintreten werden.<br \/>\n.<br \/>\nWenn Sie nur Zeit haben, ein paar Kapitel zu lesen, empfehle ich Ihnen Kapitel 6, 8 und 11. Aber jedes Kapitel ist ziemlich interessant \u2013 Sie werden \u00fcberrascht sein, was Sie beim Lesen lernen! W\u00e4hrend ein einzelner Autor die Federf\u00fchrung f\u00fcr jedes Kapitel \u00fcbernahm, leisteten mindestens zwei bis drei Teammitglieder einen wesentlichen Beitrag zu jedem Kapitel. Ich betrachte diese Arbeit als einen Fall, in dem das Ganze wesentlich mehr ist als die Summe seiner Teile.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEin \u00e4u\u00dferst wichtiges Thema f\u00e4llt durch die Maschen der Energie- und Klimapolitik, und das betrifft extreme Wetter- und Klimaereignisse. Die sogenannte Attribution, die darin besteht, dass jedes extreme Wetterereignis als Folge des menschengemachten Klimawandels dargestellt wird, ist ein wichtiges Propagandainstrument, um \u201eKlimaschutzma\u00dfnahmen\u201d voranzutreiben. Es wird suggeriert, dass schlechtes Wetter verschw\u00e4nde, wenn wir aufh\u00f6rten, fossile Brennstoffe zu verbrennen.<br \/>\nDiese Denkweise hat dazu gef\u00fchrt, dass wir die wahren Ursachen unserer Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr extreme Wetterereignisse ignorieren und aufgrund des \u201eKlimawandels\u201d unt\u00e4tig bleiben. Obwohl es kaum einen Zusammenhang zwischen extremen Wetterereignissen und der Erw\u00e4rmung durch fossile Brennstoffe gibt (siehe den CWG-Bericht), sind die USA derzeit erheblich gef\u00e4hrdet (und die Stromversorgungssysteme sind extrem anf\u00e4llig f\u00fcr extreme Wetterereignisse). Die Bewertung und Bew\u00e4ltigung solcher Risiken erfordert gute Wetter- und Klimadaten, verbesserte Wetter- und saisonale Klimaprognosen sowie bessere Warnsysteme \u2013 es ist gro\u00dfe Sorgfalt erforderlich, um zu vermeiden, dass wichtige Informationen und Dienste im Rahmen des aktuellen Spareifers verloren gehen.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich kann ich eine Vorhersage mit Zuversicht treffen. Der Michael-Mann-Fl\u00fcgel der Klimadebatte wird diesen Bericht hassen. Weil die Autoren der CWG renommierte Wissenschaftler au\u00dferhalb seines \u201eStammes\u201c sind, und weil der Bericht zeigt, dass Mann et al. die Kontrolle \u00fcber die Klimadiskussion in den USA verlieren, und wegen des Trump-Derangement-Syndroms. Ihre \u00fcbliche Strategie der pers\u00f6nlichen Angriffe wird gegen den CWG-Bericht, der evidenzbasiert, gr\u00fcndlich dokumentiert und logisch argumentiert ist, nicht verfangen.<\/p>\n<p>Meine Empfehlungen f\u00fcr die Klimawissenschaft\/Klimawissenschaftler: Akzeptiert die Komplexit\u00e4t der Klimawissenschaft und erkennt Unsicherheiten und Meinungsverschiedenheiten an. H\u00f6rt auf, einen falschen \u201eKonsens\u201c zu beschw\u00f6ren, und h\u00f6rt auf, mit der Klimawissenschaft Machtpolitik zu betreiben. Beteiligt Euch konstruktiv an dem Dialog, den das US-Energieministerium und der CWG-Bericht zu f\u00f6rdern versuchen, um die objektive Physik wieder in die Klimadebatte einzubringen. Die US-Bundesmittel f\u00fcr die Klimaforschung werden von der Trump-Regierung dezimiert \u2013 worin ich keinen gro\u00dfen Schaden erkennen kann. Wenn wir diesen Bereich der wissenschaftlichen Forschung retten wollen, sind andere Schwerpunkte und Verhaltensweisen erforderlich.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 11.8.2025 von Judith A. Curry bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/judithcurry.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/biosketches.pdf\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/die_klimawissenschaft_ist_zurueck<\/a><\/p>\n<p><em>Judith A. Curry ist eine amerikanische Klimatologin und ehemalige Leiterin der School of Earth and Atmospheric Sciences am Georgia Institute of Technology. Zu ihren Forschungsinteressen geh\u00f6ren Wirbelst\u00fcrme, Fernerkundung, atmosph\u00e4rische Modellierung, polares Klima, Wechselwirkungen zwischen Luft und Meer, Klimamodelle und der Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge f\u00fcr die Atmosph\u00e4renforschung. Sie ist Autorin und Herausgeberin einiger B\u00fccher sowie von \u00fcber 130 Fachartikeln und betreibt den Blog Climate Etc.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur\u00a0&gt;Klima\u00a0&gt;Klimawandel\u00a0&gt;FridaysForFuture &gt;Klima-Forschung &gt;Klimawissenschaft Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Klimarat IPCC: Kosten \u2013 Nutzen\u00a0(26.5.2026) IPCC: Vom neutralen Berichterstatter zum politischen Alarmgremium\u00a0(26.5.2026) IPCC: Klima-Urteil revidieren\u00a0(13.5.2026) IPCC streicht Klima-Katastrophenszenario: Die gro\u00dfe Alarmmaschine verliert ihr Lieblingsinstrument (4.5.2026) Deregulierung: USA Klima &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-forschung\/klimawissenschaft\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":72971,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-137729","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/137729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=137729"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/137729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149716,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/137729\/revisions\/149716"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/72971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=137729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}