{"id":135042,"date":"2025-06-10T17:44:23","date_gmt":"2025-06-10T15:44:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=135042"},"modified":"2026-04-29T20:50:46","modified_gmt":"2026-04-29T18:50:46","slug":"friedensfaehig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensfaehig\/","title":{"rendered":"friedensf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/\">Frieden<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/pazifismus\/\">Pazifismus<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensbewegung2-0\/\">Friedensbewegung2-0<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensgebot\/\">Friedensgebot<\/a> &gt;friedensf\u00e4hig<\/p>\n<div id=\"attachment_132989\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ostern8schweigemarsch-FR-pan250419.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132989\" class=\"size-full wp-image-132989\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ostern8schweigemarsch-FR-pan250419.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ostern8schweigemarsch-FR-pan250419.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ostern8schweigemarsch-FR-pan250419-180x111.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132989\" class=\"wp-caption-text\">Ostern-Schweigemarsch f\u00fcr den Frieden in Freiburg am Karsamstag 19.4.2025<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <\/em>Klicken<em> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/european-peace-project-9-5-2026\/\">European Peace Project 9.5.2026<\/a>\u00a0(29.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedenstuechtig\/\">Fabian Scheidler: Friedenst\u00fcchtig<\/a> (17.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wyhl-demo-50-jahre1975-2025\/\">Wyhl-Demo 50 Jahre 1975-2025<\/a>\u00a0(4.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kindern-kriegsangst-machen\/\">Kindern Kriegsangst machen<\/a>\u00a0(29.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedensfaehig-statt-kriegstuechtig\/\">Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig<\/a> (18.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/drewermann-krieg-oder-frieden\/\">Drewermann: Krieg oder Frieden<\/a>\u00a0(30.9.2025)<\/li>\n<li>Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig (10.6.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedenstuechtig\/\">friedenst\u00fcchtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/humanismus\/\">Humanismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ippnw\/\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/kriegsangst\/\">Kriegsangst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/kriegstuechtig\/\">kriegst\u00fcchtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/menschenrechte\/\">Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/ostermarsch\/\">Ostermarsch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden wie geht das? Im Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren, dessen Zeitzeugen wir sind.<\/strong><br \/>\nVortrag auf der Mitgliederversammlung und Jahrestagung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ippnw\/\">IPPNW<\/a>&#8211; Internationale \u00c4rzte f\u00fcr die Verh\u00fctung des Atomkrieges- in Berlin vom 9.- 11.Mai 2025 (Redemanuskript)<br \/>\nvon Prof. Dr. Annelie Keil (Bremen) <a href=\"https:\/\/www.anneliekeil.de\">https:\/\/www.anneliekeil.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>I. Biografische Notiz Als Kriegskind unterwegs zum Frieden<\/strong><br \/>\n<strong>80 Jahre danach- und es ist wieder Krieg in Europa<\/strong><br \/>\nKriege enden nicht, wenn sie vorbei sind, wenn die Waffen schweigen oder ein politischer<br \/>\nFriedensvertrag auf irgendeinem Papier unterzeichnet wird. Auf allen Seiten bleiben<br \/>\nGenerationen von \u201eHinterbliebenen\u201c zur\u00fcck, Gegner und Bef\u00fcrworter der Kriege, Frauen,<br \/>\nM\u00e4nner, Kinder, die nicht starben. In ihnen, die die Kriege leibhaftig erlebt und erlitten haben, leben die Kriege weiter, hinterlassen heilende und unheilbare Wunden, legen Spuren, die nicht sichtbar werden, aber im Untergrund auf unterschiedliche Weise unheilvoll wirken und den Stoff f\u00fcr neue Kriege darstellen. Zwietracht, Hass, Vergeltung, auch Hilfs- und Hoffnungslosigkeit zu entwickeln, f\u00e4llt uns Menschen meistens leichter als der M\u00f6glichkeit eines wirksamen Friedens zu vertrauen und sich trotz allem daran zu beteiligen, dass es geschieht. Der Aufschrei der Hoffnung \u201eNie wieder Krieg\u201c ist keine Leerformel ohne Konsequenzen, sondern Anstiftung zur mitverantwortlichen Arbeit an der weltver\u00e4ndernden Kraft des Friedens und der Friedensf\u00e4higkeit in uns und im gesellschaftlichen Miteinander.<br \/>\nMillionen Tote und noch mehr Verletzte, Verluste von Hab, Gut und dem, was wir Heimat<br \/>\nnennen, Zerst\u00f6rung von Lebensgrundlagen, k\u00f6rperliche, seelische, geistige und soziale<br \/>\nVerletzungen, nicht aufgearbeitete Denkformen und Gef\u00fchlslandschaften lagern sich neben den erneuten Kriegs-Drohungen als nachhaltige \u201eKriegsfolgen\u201c in den Biographien einzelner Menschen wie in der kollektiven Erinnerung der Menschen ein und begleiten diese auch 80 Jahre nach dem 2. Weltkrieg in dem Versuch, die eigene wie kollektive Nachkriegszeit zu bew\u00e4ltigen und mit Perspektiven zu versehen, sich im \u201eAnf\u00e4ngergeist \u201c demokratischer Praxis zu \u00fcben, Lebenserwartungen in neue Pl\u00e4ne zu verwandeln und zumindest auf den \u201ekleinen Frieden\u201c vor Ort zu hoffen, w\u00e4hrend der Gedanke und die Angst an eine Fortsetzung des Krieges oder den n\u00e4chsten \u201egro\u00dfen Krieg\u201c die Seelen aufscheucht. \u201eBitte seid Menschen!\u201c ruft uns Margot Friedl\u00e4nder immer wieder zu1<br \/>\nWelche humanwissenschaftlichen Forschungen m\u00fcssten wir ungeachtet der oder zumindest neben den strategisch- milit\u00e4rischen Forschungen und der Erfindung neuer Waffensysteme unternehmen, um die vielf\u00e4ltigen biografischen wie gemeinsamen Erfahrungen der Menschen, ihre Lebens- und Leidensgeschichten in den Kriegen dieser Welt zur Sprache zu bringen?<br \/>\nEines der Ergebnisse solcher Dokumentationen k\u00f6nnte veranschaulichen, dass<br \/>\nparadoxerweise eine \u201ebesondere und vor allem andere Kriegst\u00fcchtigkeit\u201c vieler Menschen<br \/>\ngerade darin besteht, notgedrungen die Folgen u Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr Leib und Leben im Krieg und vor allem danach mit gr\u00f6\u00dfter Anstrengung, Phantasie, \u00dcberlebenswille und Solidarit\u00e4t zu bew\u00e4ltigen und f\u00fcr sich und andere fruchtbar zu machen. Diese spezifische Art der \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c k\u00f6nnte die Wurzel einer umfassenden Friedensf\u00e4higkeit sein, wenn wir nicht nachlassen, \u00fcber die Frage \u201eWarum Krieg?\u201c nachzudenken. In mir hat sich 1962, zu Beginn meines Studiums der Soziologie und Politischen Wissenschaft auf dem H\u00f6hepunkt des kalten Krieges mit der Kuba-Krise und der akuten Drohung eines dritten Weltkrieges mit atomaren Waffen meine tiefe Kriegsangst vom Anfang meines Lebens versch\u00e4rft, die Menschheit k\u00f6nnte sich selbst vernichten- ein wichtiger, un\u00fcberh\u00f6rbarer Weckruf, der seine Wirkung im Verlauf meiner 86 Lebensjahre nicht verloren hat!<br \/>\nIch war ein Kind, das kurz vor dem zweiten Weltkrieg geboren wurde und mit dem ersten<br \/>\nAtemzug gleichzeitig noch die Spuren des ersten Weltkrieges im Leben meiner Mutter zu<br \/>\nsp\u00fcren bekam. Alle Pl\u00e4ne und Hoffnungen ihrer Familie auf ein friedliches Zusammenleben und eine eigene Zukunft, f\u00fcr die es sich zu leben lohnte, waren ihnen im ersten Weltkrieg abhandengekommen und meine Mutter konnte und wollte die Verantwortung f\u00fcr ihre ungewollte Schwangerschaft im Schatten des 2. Weltkrieges 1939 nicht \u00fcbernehmen. Ich kam ins Heim. Zerrissen und entwurzelt zwischen und in zwei Weltkriegen habe ich meine Mutter bis zu ihrem Tod als eine Frau erlebt, die sich von den unterschiedlichen Folgen dieser Kriege nie erholt hat. Wie eine Art geistiges politisches \u201eErbe\u201c hat sie mir dennoch immer wieder das Gef\u00fchl vermittelt, dass es das Recht auf ein w\u00fcrdiges Leben f\u00fcr uns beide und dar\u00fcber hinaus eine Pflicht gibt, ein Mensch im aufrechten Gang zu werden und daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, auch wenn man zwischendrin die Kraft verliert und aufgeben will.<\/p>\n<p>Unehelich geboren kam ich 1939 in ein Kinderpflegeheim der Nationalsozialisten in Berlin. Dieses Heim wurde 1940 nach der Besetzung Polens nach Ciechocinek verlegt, einem polnischen Kurbad in der N\u00e4he von Posen, das Hitler zu einer Art Lazarettstadt f\u00fcr deutsche Soldaten verwandelte. Ich wurde zusammen mit den anderen Heimkindern Teil des wahnsinnigen Programms der Nazis, Polen einzudeutschen. Den Jahren einer friedlichen Kindheit in einem besetzten Land folgten dann dramatische Jahre der Flucht als Hitler am 17. Januar 1945 alle Deutschen aufforderte, Polen zu verlassen. Meine Mutter, die im besetzten Polen Arbeit gefunden hatte, holte mich aus dem Heim und gemeinsam traten wir im Treck mit anderen fliehenden Menschen zu Fu\u00df die Flucht nach Westen an. Auf dem Weg kamen wir f\u00fcr zwei Jahre in russisch-polnische Kriegsgefangenschaft, meine Mutter entkam der Verschleppung nach Sibirien, sp\u00e4ter gelang uns die Flucht aus dem Gefangenenlager und so landeten wir \u00fcber Berlin 1947 im Grenzdurchgangslager Friedland. \u201eWillkommen in der Heimat\u201c stand auf den Schildern, der erste Ausweis hie\u00df \u201eFl\u00fcchtlingsausweis A\u201c, wir wurden weitergeschickt und die Menschen, in deren Haus wir eingewiesen wurden, f\u00fcrchteten sich vor den \u201ePolacken\u201c, die pl\u00f6tzlich unter ihrem Dach Zuflucht gefunden hatten.<br \/>\nHunger haben, frieren, auf der Flucht sein, Gewalt erleben und f\u00fcrchten, irgendwo<br \/>\naufgenommen werden, Heimatgef\u00fchle entwickeln und auch heimatlos bleiben, aber auch<br \/>\nSolidarit\u00e4t, Durchhalteverm\u00f6gen, Selbst\u00e4ndigkeit und Mitgef\u00fchl von fremden Menschen, das lernte ich. Meine Pubert\u00e4t und das Erwachsenwerden durchlebte ich in der Nachkriegszeit, Ausgrenzung als Fl\u00fcchtling und Stigmatisierung als uneheliches Kind einer Sozialhilfeempf\u00e4ngerin wurde zur Alltagserfahrung, leben in Armut wurde ge\u00fcbt und<br \/>\ngleichzeitig gab es die F\u00f6rderung durch Lehrer, Kirche und staatliche Hilfe. Verzweiflung und Hoffnung auf ein besseres Leben wechselten sich ab. Als ich als Jugendliche und sp\u00e4ter als Studentin bewusster und kritischer wurde f\u00fcr das, was um mich herum geschah, suchte ich nach M\u00f6glichkeiten, Widerspruch zu \u00fcben, aufzubegehren und ersten Widerstand zu leisten gegen die Wiederaufr\u00fcstung der Bundesrepublik, die Notstandsgesetze, die Stationierung von Raketen, gegen Atomwaffen, gegen Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Armut \u2013 gegen vieles, was meiner Meinung nach ein friedliches, menschenfreundliches und respektvolles Zusammenleben der Menschen in einer freiheitlichen Demokratie verhinderte.<br \/>\n.<br \/>\nDie Studenten-, Friedens-, Frauen-, Gesundheits- und \u00f6kologische Bewegung wurden zu<br \/>\nOrten, die mein Leben als erwachsene B\u00fcrgerin pr\u00e4gten, mich ermutigten, Stellung zu<br \/>\nbeziehen und f\u00fcr den \u201ekleinen Frieden\u201c vor Ort einzutreten. Auf der Grundlage von<br \/>\nAnerkennung und Erfolgen, fr\u00fchem beruflichem Aufstieg, erfahrenen Niederlagen,<br \/>\nideologischen, feindlichen wie friedlichen Auseinandersetzungen im gesellschaftlichen<br \/>\nMiteinander, Chaos und Ordnung im eigenen Leben, solidarischen Erfahrungen im Umgang mit Entt\u00e4uschung und Verrat und Gl\u00fcck lie\u00dfen Eigensinn und B\u00fcrgersinn in mir wachsen. Sie geh\u00f6rten zusammen und haben mich begreifen lassen, dass wirksame Friedfertigkeit aus diesen beiden Wurzeln w\u00e4chst und Gemeinsamkeit wie Lebenshoffnung st\u00e4rkt. Trotz mancher Zweifel habe ich zwei symbolischer Gebete u. Glaubensfahnen auch sp\u00e4ter nicht aus den H\u00e4nden gelegt: <em><strong>\u201eNie wieder Krieg!\u201c<\/strong><\/em> steht auf der einen. Und: <em><strong>\u201eFrieden schaffen ohne Waffen!\u201c<\/strong><\/em> auf der anderen.<br \/>\nWer diese und andere Glaubens- und Hoffnungss\u00e4tze grunds\u00e4tzlich f\u00fcr irrelevant erkl\u00e4rt oder l\u00e4cherlich macht und die \u201eLiebe zum Leben\u201c f\u00fcr ein Ger\u00fccht h\u00e4lt, hat nicht verstanden, was es bedeutet, lebenslang im aufrechten Gang um das eigene Leben wie das Leben der anderen zu ringen wie zu bitten und gleichzeitig bitter erleben zu m\u00fcssen, dass der Kampf um einen dauerhaften Frieden zwecklos zu sein scheint, aber immer Sinn macht. Und dass ich als Kriegskind des 2. Weltkrieges in Deutschland dann 80 Jahre in Frieden meinen Weg gehen konnte, macht mich dankbar, auch wenn sie manche Hoffnung als Strohhalm entpuppt hat.<\/p>\n<p>Inzwischen bin ich eine alte Frau, die das Ende ihres Lebens vor Augen hat. Es ist wieder<br \/>\nKrieg in Europa. Und wie als Kind am Anfang meines Lebens f\u00fcrchte ich mich, sp\u00fcre meine Hilflosigkeit, sitze vor dem Fernseher und kann kaum aushalten, was ich sehe. Ich schalte ab, dosiere die Nachrichten, bin ratlos und w\u00fctend \u00fcber die selbstgewissen Kommentare derer, die schon immer gewusst haben, dass der Lauf der Dinge in Kriegen und Frieden ohne milit\u00e4rische Waffen nicht denkbar ist. Und ich bin froh \u00fcber die, die im Augenblick neben allen politisch- strategischen \u00dcberlegungen in erster Linie die leidenden Menschen sehen und diejenigen unterst\u00fctzen, die fliehen m\u00fcssen, um ihr Leben zu retten, die alles stehen und liegen lassen und uns brauchen. Und will mit denen leben, die mitleiden, die anpacken, wo es etwas einzupacken gibt, die tr\u00f6sten, die ohne Ansehen der Person Platz machen. Sie sind friedfertige Inseln mitten im Krieg und \u00fcben, was wir als Kunst des \u00dcberlebens in jeder Form einer menschlichen Zukunft brauchen.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich, wie meine Mutter und ich nach zwei Jahren Flucht und Gefangenschaft<br \/>\n1947 nach unserem Aufenthalt im Lager Friedland irgendwo in Nordrhein-Westfalen in ein leeres Zimmer \u201eeingewiesen\u201c wurden und so etwas wie ein \u201ekleiner Frieden\u201c begann. Ein Tag reichte, um in der Nachbarschaft das N\u00f6tigste f\u00fcr uns zu erbetteln: Bett, Schrank, Tisch, einen Ofen, Kochtopf und Pfanne, Tassen und Teller. Das klingt geradezu \u201eromantisch\u201c. Was soll oder kann ich im Angesicht von Gaza oder dem Krieg in der Ukraine inmitten meiner Ohnmacht, Wut und Verzweiflung \u00fcber die Gewalt des Krieges, \u00fcber die Androhung eines Atomkrieges im aktuellen Konflikt der beiden Atomm\u00e4chte Indien und Pakistan um Kaschmir, im Angesicht der zynischen Verletzung der Menschenrechte und des V\u00f6lkerrechts noch \u00fcber Frieden schreiben?<br \/>\nNun ja, vielleicht wenigstens dar\u00fcber, was ich zwischen all den inneren wie \u00e4u\u00dferen Kriegen auf dem weiten Weg zum erneuten Frieden \u00fcber mich und die Welt um mich herum lernen konnte. Was zu denken, zu f\u00fchlen, zu hoffen und zu tun nicht aufh\u00f6ren darf, was vielleicht eine tiefere, durch Lebenserfahrung angereicherte geistige Dimension im \u00c4lterwerden und Altsein werden kann und im Generationsdialog einzubringen ist: warum es sich zu leben lohnt. So schwer der Glaube und das Vertrauen in die Bereitschaft wie F\u00e4higkeit der Menschen immer wieder werden mag, f\u00fcr das Recht auf ein Leben in W\u00fcrde aller Menschen einzutreten und gegenseitig f\u00fcreinander Sorge zu tragen, k\u00f6nnte die verletzte Hoffnung, dass es gelingen kann, f\u00fcr jeden einzelnen Menschen und unsere Gemeinschaften Lebenswille und Antriebskraft sein.<br \/>\n&#8211;<br \/>\n<strong>II. Worum es geht?<\/strong><br \/>\n<strong>Humanismus der \u201eEinen Welt\u201c- Das Wissen, die Hoffnung und der Glauben, die <\/strong><strong>uns friedensf\u00e4hig machen k\u00f6nnen<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Euch, f\u00fcr die Demokratie: Seid Menschen!<br \/>\nruft die Holocaust \u00dcberlebende Margot Friedl\u00e4nder leidenschaftlich mahnend am Ende ihres Redebeitrags anl\u00e4sslich der Gedenkfeier zum Ende des zweiten Weltkrieges im Bundestag im Mai 2025 -nicht nur den Abgeordneten des deutschen Bundestages und den politisch Verantwortlichen, sondern uns allen zu, die wir leben d\u00fcrfen und f\u00fcr viele Arten des Friedens, der Befriedung und der dazu erforderlichen Freiheit in einer demokratischen Grundordnung einstehen m\u00fcssten und k\u00f6nnten. Als Menschen mit entsprechenden Grundrechten geboren worden zu sein, reicht nicht, auch nicht f\u00fcr die Sicherung des eigenen Lebens. Zu leben ist Aufgabe und Auftrag zugleich, Prinzip Hoffnung, eine konkrete Utopie, die in jedem Augenblick beginnt und zur Wirklichkeit gelangen muss. Wir m\u00fcssen lernen, die Art der Selbst- und Mitverantwortung zu \u00fcbernehmen, die mit dem aufrechten Gang verbunden ist.<br \/>\n\u201eMan kann nicht alle Menschen lieben, aber respektieren, jeden, ganz egal, welche Religion er hat, welche Hautfarbe er hat- seid Menschen\u201c mahnt <em><strong>Margot Friedl\u00e4nder<\/strong><\/em> mit schlichten Worten und erinnert an das, was durch die Zeiten hindurch von unterschiedlichen Philosophen, Dichtern und Denkern unterschiedlicher Traditionen und Kulturen, Religionen, K\u00fcnstlern und vielen Menschen in vielfacher Weise als Grundidee menschlichen Seins zum Ausdruck gebracht, realisiert und angemahnt wurde \u2013 so strittig sie durch die Zeiten hindurch inhaltlich auch war , ver\u00e4ndert angefochten und verteidigt wurde. Vor kurzem ist eine Textsammlung des <em><strong>Sozialpsychologen und Friedensk\u00e4mpfers Erich Fromm<\/strong><\/em> unter dem Titel \u201eHumanismus in Krisenzeiten. Texte zur Zukunft der Menschheit\u201c (dtv 2025) erschienen, dessen Aktualit\u00e4t aufr\u00fctttelt. Seine verschiedenen Erkenntnisse und Schriften zum Seelenzustand des gegenw\u00e4rtigen Menschen, zur Theorie und Strategie des Friedens im nuklearen Zeitalter, zur Pathologie der Normalit\u00e4t, zur menschlichen Destruktivit\u00e4t und zum Gruppennarzissmus, zum Problem der Identit\u00e4tssuche des Individuums wie ganzer V\u00f6lker sind Texte zu Fragen der Zeit und einer Gegenwart, die uns gerade bedr\u00e4ngen. Die darin enthaltene Vorstellung und konkrete Utopie \u00fcber die \u201eEine Welt\u201c und die Bedeutung des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/humanismus\/\">Humanismus<\/a> f\u00fcr die Gegenwart sind mir selbst immer wieder zu unverzichtbaren Leitgedanken f\u00fcr die eigene Orientierung und Suche nach einer Position geworden, die meine soziale und politische Identit\u00e4t mit der spirituellen Dimension des menschlichen Seins verbindet. \u201eOhne einen neuen Humanismus gibt es die Eine Welt nicht\u201c schreibt Erich Fromm.<br \/>\nIn den Ansprachen zur Verleihung wie Annahme des Friedensnobelpreises an die IPPNW vor 40 Jahren kommt diese \u201eEine Welt, um die es geht, zur Sprache. In seiner Rede zur Annahme des Friedensnobelpreises 1985 durch den Sprecher des IPPNW Yevgeny Chazow (Soviet Union) in Oslo zitiert dieser <em><strong>Saint-Exupery<\/strong><\/em>: \u201eWhy should we hate each other? We are all in one, sharing the same planet, a crew of the same ship. It is good when dispute between different civilisations gives birth to something new and mature, but it is outrageous when they devour each other.\u201c Und weiter hei\u00dft es im Dank f\u00fcr die Annahme der Auszeichnung seitens des damaligen CoPr\u00e4sidenten der IPPNW, dem Kardiologen Bernard Lown (USA): \u201e We are both caerdiologists\u00a0 and usually speak about the heart. If we are to succeed in our goal of ridding military arsenals of instruments of genocide, we need the exgtraordinary energising strength that comes when mind and heart are joined so serve humankind\u2026We physicians who Shepherd human life from birth to death have a moral imperative to resist with all our being the drift towand the brink. The threatened inhabitants on this fragile planet must speak out for those yet unborn, for posterity has no lobby with politicians.(<a href=\"https:\/\/www.nobelprize.org\/prizes\/peace\/1985\/physicians\/acceptance\">https:\/\/www.nobelprize.org\/prizes\/peace\/1985\/physicians\/acceptance<\/a>)<\/p>\n<p>Frieden braucht mehr als das &#8220; Nein&#8220; zum Krieg. Dieses \u201eNein\u201c zum Krieg legt die Finger in eine Wunde, die die Menschheit schmerzt und bewegt und womit sie sich geistig und seelisch besch\u00e4ftigt seit Menschen den Planeten Erde nicht nur bev\u00f6lkern, sondern auch bewohnen, das hei\u00dft auf und mit ihm in einem Sch\u00f6pfungszusammenhang leben wollen. Ob sie wollen oder nicht m\u00fcssen sie dieses Leben miteinander organisieren und zwar mit allem, was dazugeh\u00f6rt und was im Einzelnen geschaffen, erobert, verteidigt und geteilt werden muss.<br \/>\nKonflikte. Zerw\u00fcrfnisse, Irrt\u00fcmer, wechselseitige Machtergreifungen, Krieg und Frieden<br \/>\nbegleiten die Realisierung dieses Bed\u00fcrfnisses aller Menschen, leben zu wollen und zu<br \/>\nd\u00fcrfen. \u201eWir sind Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will\u201c. Diesen Kernsatz einer sozialen Ethik des lebendigen Miteinanders schreibt <em><strong>Albert Schweitzer<\/strong><\/em>, der Friedensnobelpreistr\u00e4ger des Jahres 1954, in seinem Buch \u201eKultur und Ethik\u201c, in dem er die Folgen und praktischen Konsequenzen des ersten Weltkrieges f\u00fcr das \u00dcberleben der<br \/>\nMenschen reflektiert. Seinem Nobelvortrag am 4. November 1954 gab er \u00fcbrigens den Titel \u201eDas Problem des Friedens\u201c, weil er mit dem Empfang des Friedensnobelpreises den Auftrag des Stifters verband, in allen wissenschaftlichen Disziplinen dem jeweiligen konkreten Stand eines Problems nachzugehen, sich also den spezifischen Ursachen und M\u00f6glichkeiten von Kriegsbegr\u00fcndungen, Friedensgedanken und Friedensvertr\u00e4gen in der jeweiligen historischen Formation und ihren Entwicklungen zuzuwenden. Dass es eine realistische Prozessanalyse mit Blick auf die beiden Weltkriege und auf der Suche nach einer Nachkriegsordnung nicht gegeben habe, h\u00e4lt Schweitzer f\u00fcr den Grund, dass die neue Ordnung nach beiden Weltkriegen wie zu erwarten die Saat zuk\u00fcnftiger Konflikte enth\u00e4lt. \u201eDie eklatanteste Verletzung der historischen Rechte und in der Tat der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/menschenrechte\/\">Menschenrechte<\/a> besteht darin, bestimmte V\u00f6lker ihres Rechts auf das Land zu berauben, auf dem sie leben, und sie so zu zwingen, in andere Gebiete zu ziehen\u2026Im Laufe der letzten beiden Kriege haben wir uns der Unmenschlichkeitshandlungen schuldig gemacht, die einen erschaudern lassen, und in jedem zuk\u00fcnftigen Krieg w\u00e4ren wir sicherlich noch schlimmer. Das darf nicht passieren!\u201c \u2026 Angesichts der Entdeckung und anschlie\u00dfenden Nutzung der riesigen Kr\u00e4fte, die durch die Spaltung des Atoms befreit wurden und wir feststellen mussten, dass das zerst\u00f6rerische Potential einer mit einer solchen bewaffneten Bombe unkalkulierbar war und dass selbst gro\u00df angelegte Tests Katastrophen ausl\u00f6sen k\u00f6nnten, die die Existenz der menschlichen Rasse bedrohen\u2026Der volle Horror unserer Position ist offensichtlich geworden\u2026 Wir k\u00f6nnen der Frage der Zukunft der Menschheit nicht mehr ausweichen (Rede in Oslo, 1954).<\/p>\n<p>In dem Wunsch, gemeinsam friedlich zu leben und daf\u00fcr mit allen Kr\u00e4ften, Mut und Phantasie die Liebe zum Leben zu entwickeln, darf bei allen Unterschieden in den Vorstellungen, wie das gelingen kann, die Grundidee nicht verloren gehen, was hei\u00dft \u201eFrieden zu schaffen\u201c und dies als den Kern menschlichen Daseins zu begreifen. Kein Gesetz, keine Institution und erst recht keine Machtkonstellation kann schaffen, was der Menschheit im Ganzen und dem einzelnen Menschen aufgegeben, n\u00fctzlich und auch m\u00f6glich ist und wof\u00fcr es sich zu leben lohn! Wissen und Gewissen, Glaube, Hoffnung und Liebe geben uns im Kontext der erlebten Erfahrungen der Menschheit mit Hass, Unwissen, Zerst\u00f6rung und Verfolgung des Lebendigen Kriterien an die Hand, die es m\u00f6glich machen, \u00fcber die Voraussetzungen und die Entwicklung einer Friedensf\u00e4higkeit zu streiten, die <em><strong>Kriegsbereitschaft u. Kriegst\u00fcchtigkeit mit Friedensnotwendigkeit und Friedensf\u00e4higkeit in einem Dialog bringt.<\/strong> <\/em>Die dazu n\u00f6tige Haltung hat Albert Schweitzer mit dem Begriff \u201eEhrfurcht vor dem Leben\u201c umschrieben. (Kultur und Ethik, 1923 u. Beck M\u00fcnchen 1996).<\/p>\n<p>Erich Fromm setzt sich in seinen Studien zur Aggressivit\u00e4t und den verschiedenen Formen der menschlichen Destruktivit\u00e4t anders als Albert Schweitzer, aber in \u00e4hnlicher Bedeutung mit dem Lebenswillen des Menschen auseinander. Neben der Destruktivit\u00e4t, dem Hass und der Lust an Zerst\u00f6rung des Menschen steht f\u00fcr Fromm das, was er Biophilie nennt, die besondere Liebe zum Leben. Sie ist kennzeichnend f\u00fcr Menschen, die nicht nur leben wollen wie alle, sondern Widerstand leisten, den verschiedenen, gesellschaftlichen wie selbst geschaffenen mentalen, seelischen und sozialen Gef\u00e4ngnissen von Unterordnung, Gehorsam, Langeweile und Wiederholung soweit wie m\u00f6glich zu entrinnen versuchen, eine besondere Freude an allem haben, was lebt, was w\u00e4chst, was greifbare Struktur hat, was sich bildet, was nicht mechanisch ist.<br \/>\nDem Menschen ist in der Liebe zum Leben vieles m\u00f6glich, das es auf dem Weg zum<br \/>\nfriedlichen Zusammenleben zu unterst\u00fctzen, zu f\u00f6rdern und zu ermutigen gilt. Nicht nur in der Katastrophenhilfe, auch in funktionierenden Nachbarschaften und \u00f6kologischen Projekten zur Ver\u00e4nderung der Lebenswelten k\u00f6nnen wir Belege f\u00fcr das finden, was in einem umfassenden Sinn lebendige Sinnstiftung ist. F\u00fcr eine ausgebaute Theorie des Friedens brauchen wir eine sehr viel weiter ausgebaute Theorie vom Menschen, so Fromm. eine humanistisch-dynamische Anthropologie, die die wachsende Trennung zwischen Affekt und Intellekt, die Spaltung zwischen Affekt und Denken mit Blick auf die Entstehung und Zunahme von Feindseligkeit in den Blick nimmt und f\u00fcr die Frage nach Kriegsbereitschaft oder Friedensf\u00e4higkeit auswertet und dem Biographischen in den Lebenshaltungen der Menschen die Bedeutung zukommen l\u00e4sst, die sie verdient!<\/p>\n<p>Nicht \u00fcber die Menschen, sondern mit ihnen zu sprechen, war \u00fcbrigens auch Grundlage und Leitidee der biografisch- anthropologischen Medizin des Psychosomatikers <em><strong>Viktor von <\/strong><\/em><em><strong>Weizs\u00e4cker<\/strong><\/em>. Seine Forderung, das \u201eSubjekt\u201c in die Medizin eizuf\u00fchren und so mit seiner eigenen Geschichte zu verbinden, steht auch f\u00fcr andere Wissenschaften noch aus und w\u00fcrde den \u201eobjektiven Befunden\u201c eine andere Aussagekraft verleihen. \u201eNicht ein Organ erkrankt, sondern der ganze Mensch erkrankt!\u201c und die \u201eGeschichte einer Krankheit\u201c ist etwas anderes als die \u201eGeschichte des erkrankten Menschen\u201c, hei\u00dft es bei von Weizs\u00e4cker. (Weizs\u00e4cker, V. Gesammelte Werke; Frankfurt 1986 \/ dazu Keil, Wenn die Organe ihr Schweigen brechen, Krankheit u Gesundheit neu denken M\u00fcnchen Scorpio 2014) Die milit\u00e4rische Geschichte eines Krieges erz\u00e4hlt eine andere Geschichte als die der Menschen, die den Krieg erlitten und als Lebensgeschichte und Erinnerung in sich tragen. Die Abspaltung wichtiger Lebenserfahrungen aber, die den Menschen den Zugang zu sich selbst und ihren verlorenen wie gegenw\u00e4rtigen Bed\u00fcrfnissen und Lebensinteressen versperren, f\u00fchren zunehmend zu einem Desinteresse, das viele Lebensbereiche umfasst. \u201eDoch die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem Leben ist vielleicht mehr noch als die Destruktivit\u00e4t eine der gef\u00e4hrlichsten Ursache f\u00fcr die Bereitschaft des Menschen, andere und sich selbst zu zerst\u00f6ren. (vgl. Fromm, Humanismus in Krisenzeiten, S. 137-39) In diesem Sinn hat der verstorbene Papst Franziskus von einer \u201eGlobalisierung der Gleichg\u00fcltigkeit\u201c gesprochen, die das friedliche Zusammenleben der Menschen aufs \u00e4u\u00dferste gef\u00e4hrdet und auf das Prinzip der \u201eGeschwisterlichkeit\u201c in der franziskanischen Theologie verwiesen, die dem Humanismus der \u201eEinen Welt\u201c entspricht.<br \/>\n.<br \/>\nIch fasse zusammen<br \/>\n. \u201eWir fangen leer an. Ich rege mich. Von fr\u00fch auf sucht man. Ist ganz und gar begehrlich,<br \/>\nschreit. Hat nicht, was man will.\u201c (Bloch, Prinzip Hoffnung und Spuren)<br \/>\nDer Sinn jeder Geburt ist Leben. Mein Leben, dein Leben oder unser Leben. Einzigartig,<br \/>\nunverwechselbar, auf friedliches, kritisches, sich gegenseitig respektierendes Miteinander<br \/>\nangewiesen. Streitbarer, menschenw\u00fcrdiger und liebesf\u00e4higer Frieden ist und bleibt die<br \/>\nLeibspeise des Lebens, sichert und f\u00f6rdert \u00dcberleben. Um dieses aber muss gerungen werden, es ist weder selbstverst\u00e4ndlich noch Selbstlauf.<br \/>\nOb Mensch, Pflanze, Tier oder der Planet Erde selbst: alles was lebt, lebt aus einer Verbundenheit, einer Abh\u00e4ngigkeit voneinander, einem Miteinander, das allein Leben dauerhaft m\u00f6glich macht. Leben lebt und \u00fcberlebt in unendlichen Formen des Seins, formt sich von Menschen gestaltet in Wirklichkeiten, die Krieg und Frieden enthalten. Hunger und Sattheit, Heimat und Vertreibung, Geburt und Tod. Vieles trifft uns leibhaftig, wird Teil des individuellen Lebens, das meiste aber treibt an uns vor\u00fcber wie ein fremdes Schiff, das wir nicht kennen, dem wir einfach nachschauen, obwohl es uns wie die Klimakatastrophe direkt angeht, schon in der Gegenwart trifft und nicht erst in ferner Zukunft treffen kann. Die Losung der Gleichg\u00fcltigkeit \u201eNach uns die Sintflut!\u201c lebt von der falschen Hoffnung, denn die Sintflut ist bereits neben uns wie uns die zust\u00e4ndigen Wissenschaften verdeutlichen und die Hitze- und Flutwellen, die St\u00fcrme und D\u00fcrren vor<br \/>\nAugen f\u00fchren.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>III Was k\u00f6nnen wir tun?<\/strong><br \/>\n<strong>Friedensbewegung ist kein politisches Tagesgesch\u00e4ft mit Erfolgsgarantie, sondern <\/strong><strong>ein dem menschlichen Leben innewohnender Auftrag, das Recht, die W\u00fcrde und <\/strong><strong>den Willen zum Leben aller Menschen zu h\u00fcten und zu f\u00f6rdern.<br \/>\n<\/strong>Dem, das uns unmittelbar trifft, muss unsere Tatkraft geh\u00f6ren, ihm sind wir ausgeliefert und verantwortlich, an ihm schult sich unsere Lebendigkeit, hier entsteht Welt- und<br \/>\nLebensbejahung, aber auch Lebensverneinung, geteilte Freude und Angst vor dem Leben.<br \/>\nKern und Motor dieser Tatkraft ist der mit der Geburt biologisch verbundene absolute<br \/>\n\u201eWille\u201c, leben zu wollen, mit dem jedes Kind bei der Geburt trotz allem, was um es herum<br \/>\ngeschieht, ausdr\u00fcckt, worum es ihm geht! Es will leben. In seinem Buch \u201eChristusmord\u201c<br \/>\n(1979), schreibt der Arzt u. Psychoanalytiker <em><strong>Wilhelm Reich<\/strong><\/em>: \u201eZu allen Zeiten haben die<br \/>\nKinder immer wieder alle Entwicklungsm\u00f6glichkeiten mit auf die Welt gebracht. Die Aufgabe besteht nun darin, die Aufmerksamkeit einer leidenden Menschheit von unbegr\u00fcndeten Patentrezepten auf das Neugeborene zu lenken\u2026 Somit wird das noch ungeborene Kind zum Zentrum des Interesses\u2026 Es ist aufgrund seiner Plastizit\u00e4t und seiner reichen Ausstattung mit nat\u00fcrlichen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten die einzige lebendige Hoffnung, die in diesem menschlichen Inferno noch geblieben ist.\u201c (Reich, Freiburg, 1979,348) \u201eWir sprechen auch f\u00fcr die Ungeborenen, f\u00fcr die, die ihr Recht und ihr Interessen noch nicht wahrnehmen k\u00f6nnen,\u201c hei\u00dft es in den Reden der Vertreter der IPPNW bei der Verleihung des Friedensnobelpreises vor 40 Jahren. Es geht nicht um unseren Ruhm, sondern \u2026 for the happiness and for the future of all mothers and children, that we- International Physicians fort the Prevention of Nuclear War- have worked, are working and will work!\u201c<br \/>\nLeben bedeutet Arbeit auf ein Ziel hin, dass das Leben selbst ist. \u201eWir sind Leben, das<br \/>\nleben will, inmitten von Leben, das leben will.\u201c So lautet der Leit- und Leidfaden im Werk<br \/>\nvon Albert Schweitzer. Grundlage, Sinn und Ma\u00dfstab aller F\u00f6rderung des Friedens ist die<br \/>\n\u201eEhrfurcht vor dem Leben\u201c, kein ausgekl\u00fcgelter Satz, keine abstrakte Moral, sondern t\u00e4glich zu machende Erfahrung des Lebens. (Kultur und Ethik, 1923, 1990) Schweitzer spricht (auch mit Blick auf sein Erleben im ersten Weltkrieg) von der N\u00f6tigung, allem Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzubringen wie dem eigenen. Der Anerkennung und dem Respekt gegen\u00fcber dieser \u201eEhrfurcht vor dem Leben\u201c verweigert sich jeder Krieg in all seinen Schattierungen und mit all seinen Begr\u00fcndungen, als Krieg mit Bomben und Raketen, als sozialer Krieg, als Krieg in den Innenr\u00e4umen menschlichen Zusammenlebens. Er macht sie l\u00e4cherlich, tritt sie mit F\u00fc\u00dfen, zerst\u00f6rt und h\u00f6hlt sie aus, raubt dem menschlichen Gewissen die sinnstiftende Grundlage und h\u00e4lt auf diese Weise die menschliche Sehnsucht nach Frieden in Politik, Kultur und Gesellschaft gefangen. Hass. Gier, Machthunger wie die Schw\u00e4chung u. der Verlust der \u201eEhrfurcht vor dem Leben\u201c lassen uns im Krieg und dem, was wir Friedenszeiten nennen, den Ursprung und die Grundlage menschlichen Seins vernachl\u00e4ssigen und vergessen.<br \/>\nFrieden zu schaffen, ist lebenslanger Auftrag, Selbstreflexion, Lebensarbeit, zivilgesellschaftlicher Mut und braucht jenen aktiven Willen zum Leben, mit dem wir geboren werden.<br \/>\nIch erinnere mich an eine lang zur\u00fcckliegende Diskussion w\u00e4hrend einer Demonstration<br \/>\ngegen die Stationierung amerikanischen Raketen mit der Theologin Dorothee S\u00f6lle und dem Arzt und Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter \u00fcber die <em><strong>Zukunft der Friedensbewegung<\/strong><\/em>, in der Richter seine Verwunderung dar\u00fcber zum Ausdruck brachte, dass vor allem die jungen Aktivisten in der Friedensbewegung jede Information \u00fcber die Standorte, die Art der Waffen und die milit\u00e4rische Einsatzplanung der Raketen im Kopf hatten, aber sich sehr wenig mit dem Sinn, der Bedeutung und der inhaltlichen Zielsetzung der Friedensbewegung, n\u00e4mlich sinnstiftend leben zu wollen und zu k\u00f6nnen, auseinandergesetzt hatten. Die Frage, wof\u00fcr es sich von Generation zu Generation und \u00fcber diese hinaus zu leben lohnt, schien abgekoppelt und verschwand unter dem Druck, m\u00f6glichst umfassend die faktische Bedrohung durch die Raketenstationierung im Auge zu haben.<br \/>\nDie \u201etraditionelle\u201c <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensbewegung\/\">Friedensbewegung<\/a> hat ihre \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz und Bedeutung wenn auch nicht verloren, so doch zeitweise immer wieder eingeb\u00fc\u00dft. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/ostermarsch\/\">Osterm\u00e4rsche<\/a> sind fast zu rituellen Spazierg\u00e4ngen zusammengeschrumpft und wie in vielen anderen Bereichen fehlt die kontinuierliche und zukunftsweisende Auseinandersetzung mit den zahlreichen Krisen der Zeit. Gleichzeitig aber kommt es im Kontext unterschiedlicher politischer Str\u00f6mungen und \u00f6ffentlicher Meinungsbekundungen immer wieder auch zu spontanen Bewegungen, die wie \u201eFriday for Future\u201c oder \u201eOmas gegen rechts\u201c auf eine gr\u00f6\u00dfere Bereitschaft verweisen, sich mit Protest f\u00fcr Meinungsvielfalt und gegen antidemokratische Entwicklungen einzusetzen.<br \/>\n.<br \/>\nAngesichts des Krieges in der Ukraine, des Krieges im Nahen Osten und ihrer Einbindung in das Weltgeschehen und der verwirrenden Analysen \u00fcber die weltweiten Konflikte zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten, der Fragilit\u00e4t der Sicherheitssysteme wie dem Kampf um die politischen Ordnungen \u2013 ist die Auseinandersetzung um Krieg und Frieden und die f\u00fcr die Menschen sp\u00fcrbare Kriegsbedrohung f\u00fchlbarer und aktueller wie seit langem nicht mehr geworden Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan um Kaschmir und die medial deutlich gemachte Drohung eines Atomkrieges zeigt eine Welt voller gef\u00e4hrlicher Brennpunkte und gibt dem Satz Albert Schweitzers bei seiner Rede zum Friedensnobelpreis 1954 eine furchterregende Aktualit\u00e4t: Wir k\u00f6nnen der Frage der Zukunft der Menschheit nicht mehr ausweichen. F\u00fcr die <em><strong>Reaktivierung einer nicht nur generations- sondern auch partei\u00fcbergreifenden Friedensbewegung<\/strong><\/em>, in deren Mittelpunkt der Humanismus und die konkrete Sorge f\u00fcr das Leben der Menschen und der Kinder der Zukunft stehen, brauchen wir ein Nachdenken, das die praktische Umsetzung im Auge hat und in kleinen Schritten vor Ort und sozusagen mittendrin im Leben der Menschen vorantreibt, um was es gehen muss: friedensf\u00e4hig ist man nicht, sondern wird man und zwar im Kontext der Verh\u00e4ltnisse, in denen die Menschen leben.<\/p>\n<p>Wir brauchen in Familie, Schule, gesellschaftlichen Institutionen und vor allem in der<br \/>\nzivilgesellschaftlichen Entwicklung mehr spezifische Formen der Achtsamkeit und<br \/>\nF\u00f6rderung jener Lebenskraft, die lieben, k\u00e4mpfen und sich im t\u00e4glichen Leben<br \/>\ndurchsetzen kann. Die gleichzeitig auch geduldig ist, die Ungleichzeitigkeit dulden<br \/>\nund erdulden kann, die langfristigen Widerstand entwickelt, Konkurrenz und Vielfalt<br \/>\nannehmen und aushalten lernt. Es geht um eine Kraft, die stetig zum Anfangen bereit<br \/>\nist, eine Art Anf\u00e4ngergeist, der sich im Kontext der jeweiligen Gegenwart<br \/>\nweiterentwickelt, die mit Zweifeln, Unsicherheit Unw\u00e4gbarkeiten, Verlusten wie<br \/>\nErfolgen sch\u00f6pferisch umgehen, das hei\u00dft sich erneuern kann, wenn Gewohntes<br \/>\nzusammenbricht. Indem wir leben, m\u00fcssen wir den Lebensalltag leben lernen und<br \/>\ndurch alle Phasen hindurch auch ver\u00e4ndern lernen.<\/p>\n<p>\uf0b7 Frieden mit dem zu schlie\u00dfen, was wir nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen und sich aktiv f\u00fcr Frieden<br \/>\nzu entscheiden, wenn wir selbst Teil des kriegerischen Denkens und Handelns sind, ist<br \/>\npraktizierte Lebenskunst. \u201eErleiden\u201c und \u201eEntscheiden\u201c hat der Arzt Viktor von<br \/>\nWeizs\u00e4cker die beiden Pfeiler der menschlichen Existenz genannt, um deren<br \/>\nUnterscheidung es geht. Um herauszufinden, worum es sich dabei konkret handelt,<br \/>\nmuss der Mensch die aktuelle Qualit\u00e4t seines Lebens abtasten und kl\u00e4ren, wo und wie<br \/>\ner sich im eigenen Leben befindet, worauf er sich gerade einlassen will, muss oder<br \/>\nkann oder ob Widerstand und Verweigerung angesagt sind. Weizs\u00e4cker spricht in<br \/>\ndiesem Zusammenhange von \u201epathischen Kategorien\u201c, einer Art \u201eSelbstaufkl\u00e4rung\u201c,<br \/>\nworum es im eigenen Leben gerade geht. Das M\u00fcssen, Sollen, K\u00f6nnen, Wollen oder<br \/>\nD\u00fcrfen stehen im st\u00e4ndigen Wechsel miteinander, erzeugen Widerspr\u00fcche, bekr\u00e4ftigen<br \/>\nEntscheidungen, verst\u00e4rken Zweifel oder beheben sie. K\u00f6nnen wir, was wir wollen?<br \/>\nM\u00fcssen und sollen wir , was wir d\u00fcrfen? Unverf\u00fcgbarkeit, Ver\u00e4nderungen, aber auch<br \/>\nKontinuit\u00e4t nicht zu f\u00fcrchten, unsere und der anderen Menschen Freiheit nicht f\u00fcr<br \/>\nfalsche Sicherheiten zu opfern und immer wieder Mut aufzubringen, auf br\u00fcchigem<br \/>\nBoden Land zu gewinnen, sind Herausforderungen und F\u00e4higkeiten einer<br \/>\nFriedfertigkeit, deren Ziel es ist, Frieden ohne Waffen zu schaffen. Ungewissheit,<br \/>\nZweifel und die unaufh\u00f6rliche Suche nach M\u00f6glichkeiten, Leben zu sch\u00fctzen und zu<br \/>\nf\u00f6rdern, sind nahe Verwandte jener st\u00e4ndig zu aktivierenden Friedfertigkeit, die ich<br \/>\nmeine. Sie spielen eine tragende, mutige, kreative wie hoffnungsreiche Rolle im<br \/>\ntieferen Kern der \u201epathischen Existenz\u201c, bereit f\u00fcr den Frieden zu sein.<\/p>\n<p>\uf0b7 Friedensf\u00e4higkeit braucht eine andere Art von Politik, Wissenschaft und ethisch<br \/>\nhumanistischer Ansprache, die nicht immer weiter vom \u201egesamten Menschen\u201c trennt,<br \/>\nsondern zusammenf\u00fchrt, was zusammengeh\u00f6rt. F\u00fcr die Friedensbewegung verlangt<br \/>\ndas die Einsicht, dass die isolierende Organisation der Entr\u00fcstung nicht ausreicht und<br \/>\ndass diese mit Hass, Dominanz und Rechthaberei gepaart oft genau von denen<br \/>\nentfremdet, an die es zu appellieren gilt. Wir m\u00fcssen anders verstehen, dialogisch<br \/>\nerkl\u00e4ren und im Kontext von Zweifeln aufkl\u00e4ren lernen. Wir sind aufgefordert, neue<br \/>\nM\u00f6glichkeiten der Demokratie zu erarbeiten, auch wenn diese selbst sich immer<br \/>\nwieder als Teil einer gro\u00dfen Farce manifestiert. Was hei\u00dft \u201epartizipierende\u201c<br \/>\nDemokratie? Wie kann man die existierende parlamentarische Demokratie durch neue<br \/>\nFormen der Beteiligung erg\u00e4nzen? In der Geschichte der verschiedensten sozialen und<br \/>\nzivilgesellschaftlichen Bewegungen hat sich immer wieder gezeigt, dass Ideen, die<br \/>\nsich der Ideenlosigkeit gegen\u00fcberstellen, eine unerwartete Durchschlagskraft haben<br \/>\nk\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist nicht leicht, mit den Widerspr\u00fcchen und den Paradoxien im Dialog zwischen Krieg und Frieden, Kriegst\u00fcchtigkeit und Friedensf\u00e4higkeit umzugehen und sich der Unsicherheit der Vergeblichkeit zu stellen- aber die eine der wenigen M\u00f6glichkeiten die bleiben. Erinnerungen schweigen nicht, wir brauchen sie- jetzt!<br \/>\n\u201eIch wurde in den 2. Weltkrieg hinein geboren und werde jetzt wohl im Krieg sterben, beides habe ich mir nicht ausgesucht und schon gar nicht gewollt,\u201c sagt eine alte Frau in Kiew, die die Stadt weder verlassen will noch kann, auch wenn ihre Nachbarn sagen, dass sie gehen muss oder sollte. Ich weine, bin ihr nah und schreibe auf, wie die Erinnerungen des Kriegskindes Annelie von 1945 in die Gegenwart der 86-J\u00e4hrigen im Jahr 2025 immer wieder einbrechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Zukunft\u00a0&gt;Frieden\u00a0&gt;Pazifismus\u00a0&gt;Friedensbewegung2-0 &gt;Friedensgebot &gt;friedensf\u00e4hig Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen European Peace Project 9.5.2026\u00a0(29.4.2026) Fabian Scheidler: Friedenst\u00fcchtig (17.11.2025) Wyhl-Demo 50 Jahre 1975-2025\u00a0(4.11.2025) Kindern Kriegsangst machen\u00a0(29.10.2025) Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig (18.10.2025) Drewermann: Krieg oder Frieden\u00a0(30.9.2025) Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig (10.6.2025) friedenst\u00fcchtig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensfaehig\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":31375,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-135042","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/135042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=135042"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/135042\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148509,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/135042\/revisions\/148509"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/31375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}