{"id":134931,"date":"2025-06-07T19:33:24","date_gmt":"2025-06-07T17:33:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=134931"},"modified":"2025-07-31T15:03:54","modified_gmt":"2025-07-31T13:03:54","slug":"schreiben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/grundschule\/schreiben\/","title":{"rendered":"Schreiben"},"content":{"rendered":"<p>d<\/p>\n<div id=\"attachment_132895\" style=\"width: 643px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/whatsaff-whatsapp-dervierteaffe-pan2025.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132895\" class=\"size-full wp-image-132895\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/whatsaff-whatsapp-dervierteaffe-pan2025.jpg\" alt=\"\" width=\"633\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/whatsaff-whatsapp-dervierteaffe-pan2025.jpg 633w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/whatsaff-whatsapp-dervierteaffe-pan2025-180x96.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 633px) 100vw, 633px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132895\" class=\"wp-caption-text\">Der 4. Affe ist endlich da: Nichts h\u00f6ren, sehen, riechen, nur tippen<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Nur wer (selbst, ohne KI) schreibt, der bleibt (25.7.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/informatik\/kuenstliche-intelligenz\/\">Macht ChatGPT dumm? Die langfristigen Denkverluste<\/a>\u00a0(25.7.2025)<\/li>\n<li>Pro &amp; Contra: Sollen Grundsch\u00fcler noch Schreibschrift lernen? (5.6.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/grundschule\/\">Grundschule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lesen\/\">Lesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/mathematik\/\">Rechnen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nur wer (selbst, ohne KI) schreibt, der bleibt<\/strong><br \/>\nDie Wissenschaftszeitschrift Nature Reviews Bioengineering kommentiert den grassieren\u00adden KI-Hype und warnt davor, zu viel Kompe\u00adtenz an die Maschinen abzugeben. Unter dem Titel \u201eSchreiben ist Denken\u201c argumentiert die Redaktion, da\u00df wissenschaftliches Schreiben weit mehr als blo\u00dfe Kommunikation ist. Es ist ein zentrales Mittel des Denkens und Erken\u00adnens. Forschende strukturieren ihre Ideen, Analysen und Ergebnisse beim Schreiben zu einer in sich schl\u00fcssigen Erz\u00e4hlung. Das f\u00f6r\u00addere den Erkenntnisprozess. Besonders hand\u00adschriftliches Schreiben st\u00e4rke laut Studien die neuronale Vernetzung. Die Autoren warnen: KI-Systeme k\u00f6nnen Formulierungen liefern, doch sie \u00fcbernehmen keine Verantwortung und neigen zu falschen oder erfundenen In\u00adhalten, sogenannten \u201eHalluzinationen\u201c. Zudem koste die Kontrolle solcher Texte oft viel Zeit. Sie pl\u00e4dieren daher daf\u00fcr, das Schreiben als kreativen, analytischen Kern des Forschens zu begreifen. Nur wer selbst schreibt, sei in der Lage, seine Forschung voll und ganz zu durch\u00addringen und \u00fcberzeugend zu erz\u00e4hlen. (mp)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/nature.com\/articles\/s44222-025-00323-4\">https:\/\/nature.com\/articles\/s44222-025-00323-4<\/a><br \/>\n\u2026 Alles vom 25.7.2025 von J\u00f6rg Schierholz bitte lesen in der JF 31\/25, Seite 22<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pro &amp; Contra: Sollen Grundsch\u00fcler noch Schreibschrift lernen?<\/strong><br \/>\nDie h\u00fcbsche Schreibschrift mit den verbundenen Buchstaben: Sollte man sie weiterhin in der Grundschule lernen? Oder ist das im digitalen Zeitalter verschwendete Zeit? Zwei Redakteure, zwei Meinungen.<\/p>\n<p>PRO:<br \/>\n<em>Die Schreibschrift gibt den Sch\u00fclern mehr M\u00f6glichkeiten, ihre eigene Handschrift zu entwickeln, meint BZ-Redakteur Michael Saurer<\/em><br \/>\nSchreibschrift ist sch\u00f6n. Die miteinander verbundenen Buchstaben muten ein wenig wie Kalligraphie an, sind ineinander verschlungen. Kein Vergleich zu den abgehackten Buchstaben der reinen Druckschrift, in der man zwar die Zeitung und B\u00fccher gut lesen kann, die aber sonst keinen \u00e4sthetischen Mehrwert aufweist. Doch braucht eine Schrift diesen \u00fcberhaupt? Einige Bildungsexperten bezweifeln das und fordern die L\u00e4nder auf, das Unterrichten der Schreibschrift in den Grundschulen abzuschaffen. Langfristig w\u00fcrde das bedeuten, dass die Schreibschrift ausstirbt, \u00e4hnlich wie die S\u00fctterlinschrift vor ihr.<br \/>\nAls Beobachter der Debatte fragt man sich dabei: Warum eigentlich? Es ist ein wenig wie mit der Zeitumstellung. Die Kritiker melden sich besonders lautstark zu Wort; diejenigen, die mit dem bestehenden System eigentlich ganz gut leben k\u00f6nnen, halten sich zur\u00fcck. Dabei ist die Beibehaltung der Schreibschrift und ihr Erlernen im Grundschulunterricht eine Chance. Eine Chance, seiner Pers\u00f6nlichkeit eine eigene Note zu verleihen. Denn das Erlernen einer Schrift ist f\u00fcr Kinder viel mehr als nur das Auswendiglernen von Zeichen. Es ist ein Austarieren, ein Herantasten an das, was sp\u00e4ter einmal die Handschrift werden wird.<br \/>\nSchauen wir einfach unsere Handschriften einmal genauer an. Es gibt die akkuraten, exakt positionierten Handschriften, die aussehen, als seien sie mit einem Lineal gezogen, bei denen jeder Buchstabe gleich aussieht. Und es gibt die Sauklauen, die nur f\u00fcr den Schreiber selbst lesbar sind, fast wie bei einer Geheimschrift. Und nat\u00fcrlich gibt es ganz viel dazwischen.<br \/>\nDoch egal, in welche der beiden Richtungen man tendiert, wird man feststellen, dass die eigene Handschrift immer ein Mischsystem zwischen Schreib- und Druckschrift ist. Der Schreibende bedient sich aus einem gro\u00dfen Topf, den man ihm in der Grundschule bereitgestellt hat, verr\u00fchrt die beiden Grundzutaten Schreib- und Druckschrift und kreiert damit etwas Eigenes. Das geht nat\u00fcrlich nur, wenn man zwei verschiedene Zutaten hat, die man miteinander vermischen kann. Hat man nur eine Zutat, kann man noch so viel dosieren, noch so viel herumdoktern \u2013 das Ergebnis wird immer gleich sein.<br \/>\nDas w\u00e4re schade. Wird die Schreibschrift nicht mehr unterrichtet, geht etwas verloren, was nie wieder aufgeholt werden kann. Wie bei einem Farbenkasten, aus dem ein Farbton verschwindet. Die Welt wird dadurch weniger bunt. Gewonnen wurde aber nichts.<\/p>\n<p>CONTRA:<br \/>\n<em>Wer stundenlang sch\u00f6n schreiben \u00fcbt, lernt w\u00e4hrenddessen nichts anderes. Dabei g\u00e4be es so viel zu erfahren, findet BZ-Redakteur Patrik M\u00fcller<\/em><br \/>\nIn einem Punkt haben die Traditionalisten ja recht: Es ist definitiv gut f\u00fcr die Gehirnentwicklung von Kindern, wenn sie neben der Druckschrift auch noch eine h\u00fcbsche Schreibschrift mit verbundenen Buchstaben lernen. Mit dem gleichen Argument lie\u00dfe es sich auch rechtfertigen, Lettern wie vor 3000 Jahren in Stein zu mei\u00dfeln \u2013 auch hier passiert motorisch und intellektuell mehr als beim blo\u00dfen Dr\u00fccken einer Computertaste. Trotzdem will niemand Klassenzimmer mit Schiefertafeln und Keilen ausr\u00fcsten. Dass sich die Schreibschrift so wacker h\u00e4lt, hat zwei Gr\u00fcnde. Der Erste hat mit Nostalgie zu tun, der zweite mit praktischen Erw\u00e4gungen: Von den unz\u00e4hligen Aktivit\u00e4ten, die kleinen Gehirnen guttun, ist das Buchstabenmalen die einfachste und billigste. Ein Blatt Papier, ein Stift, fertig. Ein Klavier ist teuer, ein Tablet schwer zu kontrollieren, Ausfl\u00fcge in den Wald kosten Zeit und dreckig ist es da auch: Hefte raus!<br \/>\nDoch tats\u00e4chlich spricht das Zeit-Argument gegen die Schreibschriftpflicht: Wer stundenlang da sitzt und Buchstaben \u00fcbt, lernt w\u00e4hrenddessen nichts anderes. Und eigentlich wollen Kinder ja lernen, schon die ganz kleinen: Papa, warum ist die Banane krumm? Weil sie zur Sonne w\u00e4chst. Warum? Weil sie das Licht braucht. Warum? Wer nicht viel wei\u00df, kann viel lernen.<br \/>\nGrundschullehrer k\u00f6nnten tolle Sachen mit den Kindern machen. Sie k\u00f6nnten philosophieren, zum Beispiel, ganz einfach und spielerisch nat\u00fcrlich: Woher wei\u00dft du eigentlich, dass es dich wirklich gibt \u2013 oder mich? Sie k\u00f6nnten sie an die Grundlagen des Programmierens heranf\u00fchren, an Logik also, an Bewegung, an Musik, sie k\u00f6nnten fr\u00fch mit einer zweiten Sprache anfangen oder sogar einer dritten, denn viele Kinder wachsen zweisprachig auf. Alles w\u00e4re besser als die Besch\u00e4ftigung mit den Schn\u00f6rkeln und Wellen der lateinischen Ausgangsschrift.<br \/>\nDie Druckschrift reicht, um Formulare auszuf\u00fcllen. Und das ist wohl das, was die Mehrzahl der Sch\u00fcler in ein paar Jahrzehnten noch von Hand machen wird. Traurig? Vielleicht. Doch eine Schreibschriftpflicht in der Grundschule bringt keinen dazu, sp\u00e4ter mal unvergessene Liebesbriefe mit dem F\u00fcller auf B\u00fcttenpapier zu hauchen. Ein Text ist nicht kl\u00fcger, weil er analog entsteht, die Deutschklausur in der Oberstufe nicht oberfl\u00e4chlicher, nur weil sie in eine Computertastatur gehackt wird. Und eines ist sicher: Eine sch\u00f6ne Schreibschrift wird immer ihre Liebhaber finden, Kalligraphie immer cool sein \u2013 ohne schlechte Erfahrungen in der Kindheit vielleicht noch mehr.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.6.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/mathematik\/\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/pro-und-contra-sollen-grundschueler-noch-schreibschrift-lernen<\/a><\/p>\n<p>Einige Kommentare<br \/>\n&#8222;Wer stundenlang sch\u00f6n schreiben \u00fcbt, lernt w\u00e4hrenddessen nichts anderes.&#8220;<br \/>\nWer das schreibt, hat nicht begriffen, was sich da im Gehirn abspielt Da wird das nat\u00fcrlich gemacht, was heute bei der KI bewundert wird. Es werden Neurone f\u00fcr bestimmte Dinge aktiviert. Im \u00fcbrigen sind diese Bewegungen auch hilfreich beim sp\u00e4teren Zeichnen. Oder ist das auch hinf\u00e4llig &#8211; nach Meinung des Autors? Marion May<br \/>\n.<br \/>\nGilt das Zeit-Argument &#8222;Wer stundenlang sch\u00f6n schreiben \u00fcbt, lernt w\u00e4hrenddessen nichts anderes&#8220; konsequenterweise also auch f\u00fcr das Rechnen\u00fcben, das mittels Smartphone viel schneller und damit zeitsparender geschieht? Dann bliebe von den kulturellen Grundfertigkeiten &#8222;Lesen, Schreiben und Rechnen&#8220; nur noch das Lesen \u00fcbrig, das sich aber ebenfalls automatisieren l\u00e4\u00dft. E.K.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>d Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Nur wer (selbst, ohne KI) schreibt, der bleibt (25.7.2025) Macht ChatGPT dumm? Die langfristigen Denkverluste\u00a0(25.7.2025) Pro &amp; Contra: Sollen Grundsch\u00fcler noch Schreibschrift lernen? 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