{"id":133731,"date":"2025-05-09T10:18:06","date_gmt":"2025-05-09T08:18:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=133731"},"modified":"2025-11-11T09:02:48","modified_gmt":"2025-11-11T08:02:48","slug":"kriegsende8mai1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/kriegsende8mai1945\/","title":{"rendered":"Kriegsende8Mai1945"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Deutsche-Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-kultur\/\">Deutsche-Kultur<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/\">Erinnerungskultur<\/a> &gt;Kriegsende8Mai1945<\/p>\n<div id=\"attachment_76454\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/freiburg1944-friedrichstrasse-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-76454\" class=\"size-full wp-image-76454\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/freiburg1944-friedrichstrasse-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/freiburg1944-friedrichstrasse-pan.jpg 600w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/freiburg1944-friedrichstrasse-pan-180x95.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-76454\" class=\"wp-caption-text\">Blick von der Friedrichstrasse \u00fcber Freiburg zum Kybfelsen. Nur das M\u00fcnster steht noch nach dem 27.11.1944 &#8211; ein Wunder<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/vertriebene\/\">9.11.1933 Progromnacht: Es kleben mehr Opfer als T\u00e4ter in den Familienalben<\/a>\u00a0(11.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/20-juli-1944-mut-vor-81-jahren\/\">20. Juli 1944: Mit vor 81 Jahren<\/a>\u00a0(20.7.2025)<\/li>\n<li>Knabe-Interview: Russland &#8211; Bedeutung des 8. Mai 1945 (23,5,2925)<\/li>\n<li>Hubertus Knabe: &#8222;Tag des Friedens&#8220; statt &#8222;Tag der Befreiung&#8220; (9.5.2025)<\/li>\n<li>Michael Klonovsky: &#8222;Tag der Zerschlagung des Nationalsozialismus&#8220; satt &#8222;Tag der Befreiung&#8220; (8.5.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-russland\/\">Deutschland-Russland<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Knabe-Interview: Russland &#8211; Bedeutung des 8. Mai 1945<\/strong><br \/>\nIn der JF-Ausgabe vom 16. Mai \u00e4u\u00dferte der Verfasser eines Leserbriefs seine Mi\u00dfbilligung des Interviews, das in der vorangegangenen Ausgabe mit Hubertus Knabe zur Bedeutung des 8. Mai 1945 gef\u00fchrt worden war. Im Kern geht es um drei Punkte: Widerspruch gegen die Behauptung Knabes, die Wehrmacht sei auf russischem Gebiet als Befreier begr\u00fc\u00dft worden, denn das sei nur in der Ukraine geschehen;<br \/>\nKritik daran, da\u00df zwar die Greueltaten der Sowjetarmee bei der Besetzung des Reichsgebiets erw\u00e4hnt w\u00fcrden, aber nicht die vorangegangenen deutschen Kriegsverbrechen;<br \/>\nund die sarkastische Schlu\u00dfbemerkung, da\u00df man als \u201eGlanzst\u00fcck\u201c des Interviews die Auslassung jedes Hinweises auf die Gesamtzahl der russischen Toten zu betrachten habe.<br \/>\n.<br \/>\nDie Argumentation des Leserbriefs ist in vieler Hinsicht typisch f\u00fcr die Art und Weise, wie mit dem Thema heute umgegangen wird, f\u00fchrt nichtsdestotrotz in die Irre. Was den ersten Punkt angeht, ist darauf hinzuweisen, da\u00df der norwegische Historiker Johannes Due Enstad bei Auswertung deutscher und sowjetischer Quellen zu dem Ergebnis kam, da\u00df gerade im russischen Kernland die Deutschen regelm\u00e4\u00dfig voller Freude empfangen wurden, und im Dezember 1941 habe die Landbev\u00f6lkerung aus eigenem Antrieb warme Kleidung f\u00fcr die Soldaten bereitgestellt. Bezeichnend ist jener erhalten gebliebene Zettel, den ein Bauer beigef\u00fcgt hatte und auf dem stand: \u201eIch sende diese Socken als Geschenk an die unbesiegbare deutsche Armee und bete, da\u00df sie die Bolschewiken besiegen, damit sie f\u00fcr immer ausgerottet werden.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nDamit zu dem im Leserbrief folgenden Punkt. Wenn man die Behauptung ernst nimmt, da\u00df die Ausschreitungen von 1944\/45 eine irgendwie nachvollziehbare Reaktion auf deutsche Untaten waren, hat man es nicht nur mit einer radikalen Form des Aufrechnens, sondern auch mit der Legitimierung von Racheakten jeder Art zu tun, und \u2013 was am schwersten wiegt \u2013 mit einer v\u00f6lligen Verkennung der historischen Rahmensituation. Schlie\u00dflich war die Sowjetunion nicht das irgendwie schuldlose Opfer eines deutschen \u201e\u00dcberfalls\u201c, jener \u201eb\u00f6sen Tat\u201c, von der der Verfasser des Leserbriefs meint, da\u00df sie \u201efortw\u00e4hrend B\u00f6ses\u201c zeugte. Vielmehr hatte Stalin gemeinsam mit Hitler den Zweiten Weltkrieg ausgel\u00f6st. Seine Truppen f\u00fchrten sich im besetzten Polen und dann in den baltischen Staaten genauso auf, wie sie es sp\u00e4ter bei der \u201eBefreiung\u201c der osteurop\u00e4ischen Staaten und zuletzt bei der Besetzung Deutschlands tun sollten: Mord, Pl\u00fcnderung, Deportation, Versklavung, Vergewaltigung, Willk\u00fcr gegen\u00fcber den \u201eBefreiten\u201c. Zuletzt noch zur Frage der sowjetischen Verluste die Bemerkung, da\u00df die eben nicht nur auf die \u2013 fraglose \u2013 Brutalit\u00e4t der deutschen Seite zur\u00fcckgingen, sondern auch auf die Unf\u00e4higkeit und den Zynismus der eigenen F\u00fchrung und das, was Richard Overy die russische Tradition der \u201eVergeudung\u201c von Menschenleben genannt hat.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.5.2025 von Karlheinz Wei\u00dfmann bitte lesen in der JF 22\/25, Seite 15<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hubertus Knabe: &#8222;Tag des Friedens&#8220; statt &#8222;Tag der Befreiung&#8220;<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eUnglaublich schockierend\u201c<\/strong><br \/>\nInterview: Zum 80. Jahrestag wird das Kriegsende am 8.\/9. Mai 1945 erneut als \u201eBefreiung\u201c verkl\u00e4rt. Hubertus Knabe, Experte f\u00fcr die Verbrechen des Kommunismus, widerspricht, sowohl Sieger als auch Besiegte erlebten eine andere historische Wahrheit<br \/>\nDaniel Holfelder \/ Moritz Schwarz<\/p>\n<p>Herr Knabe, war der 8. Mai 1945 f\u00fcr uns Deutsche ein \u201eTag der Befreiung\u201c?<br \/>\nHubertus Knabe: Nein. Keiner der Alliierten hatte an diesem Tag vor, Deutschland zu befreien: Es sollte bedingungslos kapitulieren und vollst\u00e4ndig besetzt werden. Die Oberbefehlshaber der Alliierten \u00fcbernahmen die alleinige Regierungsgewalt. Allerdings gab es in den westlichen Zonen bald freie Wahlen, w\u00e4hrend in der sowjetischen Besatzungszone eine Diktatur auf die andere folgte.<\/p>\n<p>Deshalb das Fragezeichen im Titel Ihres nun wiedererschienenen Buchs \u201eTag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland\u201c?<br \/>\nKnabe: Ja. \u00d6stlich von Oder und Nei\u00dfe sorgte Stalin 1945 f\u00fcr eine brutale ethnische S\u00e4uberung und zwischen Elbe und Oder installierte er eine Diktatur unter Herrschaft der SED. Erst 1990 konnten sich die Ostdeutschen davon befreien. Im Westen dagegen lie\u00dfen die Alliierten 1946 freie Kommunal- und Landtagswahlen zu, und 1949 wurde der erste Bundestag gew\u00e4hlt. Trotzdem sollte man nicht vergessen, da\u00df auch die Amerikaner Deutschland nicht besetzten \u201ezum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat\u201c \u2013 wie es in der von US-Pr\u00e4sident Harry S. Truman am 10. Mai 1945 unterschriebenen Direktive 1067 hie\u00df. Der Begriff \u201eBefreiung\u201c ist deshalb auch f\u00fcr Westdeutschland nicht wirklich zutreffend. Das Wort \u201eBefreiung\u201c erweckt den Eindruck, auch die Deutschen seien Opfer der Nationalsozialisten gewesen. Davon kann jedoch keine Rede sein. Nicht die Deutschen wurden 1945 befreit, sondern Europa von den Deutschen. Da\u00df der Begriff dennoch so popul\u00e4r wurde, hat vor allem damit zu tun, da\u00df er die Deutschen von ihrer Verantwortung entlastet. In der DDR war dies schon seit den fr\u00fchen f\u00fcnfziger Jahren der Fall, in der Bundesrepublik seit Richard von Weizs\u00e4ckers Rede im Jahr 1985. Die SED hat sich sogar zu den Siegern des Zweiten Weltkriegs gez\u00e4hlt, weil sie ja stets im B\u00fcndnis mit der Sowjetunion stand. Die Bundesrepublik war erst 1995 soweit, als Bundespr\u00e4sident Roman Herzog die Siegerm\u00e4chte zu einem Staatsakt nach Berlin einlud, um den 8. Mai zu feiern.<\/p>\n<p>Wie stellte sich das Kriegsende f\u00fcr die Erlebnisgeneration denn tats\u00e4chlich dar?<br \/>\nKnabe: Eben \u00fcberhaupt nicht als Befreiung. Im Gegenteil: Im Osten fl\u00fcchteten Millionen vor der Roten Armee, die furchtbare Greueltaten beging: Massenhafte Vergewaltigungen, Liquidierungen, Verhaftungen und Deportationen. 1,9 Millionen Frauen und M\u00e4dchen sollen damals vergewaltigt worden sein, 272.000 Zivilisten wurden zur Zwangsarbeit in die UdSSR verschleppt, was \u00fcber ein Viertel nicht \u00fcberlebte. Nach dem Statut des Internationalen Milit\u00e4rgerichtshofs waren das schwere Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber auch im Westen nahmen nur wenige den Einmarsch der Allliierten als Befreiung wahr. Der 8. Mai war, wie Bundeskanzler Ludwig Erhard 1965 in einer Rundfunkansprache sagte, \u201eein Tag so grau und trostlos wie so viele vor oder auch noch nach ihm\u201c. Die einschneidendste \u00c4nderung war, da\u00df die Bombardierungen aufh\u00f6rten und die Kampfhandlungen endeten.<\/p>\n<p>Obwohl Ihnen die Verbrechen der Roten Armee bewu\u00dft waren, hat Sie deren Ausma\u00df im Zuge Ihrer Recherchen f\u00fcr das Buch dennoch \u00fcberrascht. Weshalb?<br \/>\nKnabe: Die Augenzeugenberichte sind unglaublich schockierend. Das gilt vor allem f\u00fcr die ganz fr\u00fchen Berichte, die Anfang der f\u00fcnfziger Jahre im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Vertriebene zusammengetragen wurden. Aber auch Lew Kopelew, der als junger Rotarmist in Ostpreu\u00dfen einmarschierte, beschreibt in seinen Erinnerungen schreckliche Greueltaten. Dasselbe gilt f\u00fcr Alexander Solschenizyn, der in seinem Poem \u201eOstpreu\u00dfische N\u00e4chte\u201c die brutale Gewalt der Roten Armee schildert. Aber nicht nur Deutsche wurden zu Opfern. Auch die sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter wurden nach ihrer Befreiung sofort wieder verhaftet und in Lager gesteckt. Sie galten als \u201eVaterlandsverr\u00e4ter\u201c, nur weil sie \u00fcberlebt hatten.<\/p>\n<p>Welche pr\u00e4genden Folgen hatten diese Erfahrungen der Erlebnisgeneration f\u00fcr die deutsche Nachkriegsgesellschaft?<br \/>\nKnabe: In Ostdeutschland waren die sowjetischen Verbrechen bis 1989 ein strenges Tabu. Auch nachdem die Vergewaltigungen und Pl\u00fcnderungen verboten worden waren, war es riskant, solche Vorf\u00e4lle zu melden. Wenn sich B\u00fcrgermeister oder Polizeichefs beim sowjetischen Kommandeur beklagten, wurde ihnen oft vorgeworfen, \u201edie Ehre der Roten Armee zu beschmutzen\u201c. Auch die Deportierten, die sp\u00e4ter aus der Sowjetunion zur\u00fcckkehrten, mu\u00dften \u00fcber ihre Erlebnisse schweigen. Die Massengr\u00e4ber neben den sowjetischen Speziallagern in Ostdeutschland wurden erst 1990 entdeckt.<\/p>\n<p>Und im Westen?<br \/>\nKnabe: Auch hier mu\u00dften die Opfer mit ihrem Schmerz meist alleine zurechtkommen. Die Vertriebenen wurden im Westen nicht gern gesehen. Sie brauchten Wohnraum und Nahrungsmittel, die lange knapp waren. Es gab wenig Empathie, weil jeder genug eigene Probleme hatte. An psychologische Betreuung, wie wir sie heute kennen, war erst recht nicht zu denken. Ab Mitte der sechziger Jahre wurden die Vertriebenenverb\u00e4nde, die sich um die Opfer k\u00fcmmerten, dann zunehmend in die rechte Ecke geschoben. Man warf ihnen vor, sie wollten die NS-Verbrechen \u201erelativieren\u201c. Erst 1990 kam das Thema wieder hoch, als in der DDR die Massengr\u00e4ber freigelegt wurden und einige \u00dcberlebende ihre Erinnerungen ver\u00f6ffentlichten. Das hielt aber nicht lange an. 2001 erschien ein Buch, das die Vertriebenen als \u201eHitlers letzte Opfer\u201c bezeichnete und verschiedene Historiker stellten die Massenverhaftungen als Ma\u00dfnahme zur Entnazifizierung hin. Doch dieselben Methoden hatte Stalin auch in Polen, im Baltikum und im eigenen Land angewandt. Man kann fast froh sein, da\u00df die meisten Betroffenen inzwischen verstorben sind und nicht mehr miterleben m\u00fcssen, da\u00df der Einmarsch der Roten Armee in den meisten ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern heute wieder als \u201eTag der Befreiung\u201c gefeiert wird.<\/p>\n<p>Lassen sich die Verbrechen der Roten Armee \u2013 und \u00fcbrigens auch der Polen, Tschechen etc. \u2013 allein aus den NS-Verbrechen erkl\u00e4ren? Sprich, h\u00e4tte es diese Verbrechen ohne die deutschen Verbrechen nicht gegeben?<br \/>\nKnabe: Solche Kausalit\u00e4tsketten greifen fast immer zu kurz. W\u00e4re Hitler nicht in die UdSSR eingefallen, w\u00e4re die Rote Armee vermutlich nicht in Deutschland einmarschiert \u2013 obwohl auch Stalin einen Angriffskrieg plante. H\u00e4tten sich die Deutschen in der Sowjetunion als freundliche Befreier aufgef\u00fchrt, w\u00e4re diese wahrscheinlich auseinandergebrochen und Stalin gest\u00fcrzt worden. Was mir allerdings auffiel: Bei den Verbrechen handelte es sich nicht um individuelle Racheakte. Es gab vielmehr klare Direktiven: \u201eDas Land der Faschisten mu\u00df zur W\u00fcste werden\u201c, wie Marschall Iwan Tschernjakowski vor dem Angriff auf Ostpreu\u00dfen befahl. Stalin wollte Deutschlands industrielle und milit\u00e4rische Macht f\u00fcr immer zerst\u00f6ren. Hinzu kam die Frontpropaganda, die die Soldaten zum Weiterk\u00e4mpfen motivieren sollte und einen unbarmherzigen Rassenha\u00df predigte: \u201eWenn du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen Deutschen get\u00f6tet hast, so ist es f\u00fcr dich ein verlorener Tag gewesen\u201c, schrieb Ilja Ehrenburg in einem seiner rund 3.000 Aufrufe. Stalin war au\u00dferdem der Ansicht, da\u00df die Rotarmisten ein Recht darauf hatten, sich nach den Jahren der Entbehrung an den Reicht\u00fcmern der Deutschen zu erfreuen, wozu neben Uhren und Fahrr\u00e4dern auch ihre Frauen geh\u00f6rten. Die Verbrechen fanden deshalb nicht im Verborgenen statt, sondern im Beisein von Kameraden und Vorgesetzten. Wer dagegen einschritt, wie Kopelew, wurde sogar bestraft: Im April 1945 wurde er verhaftet und sp\u00e4ter wegen \u201eMitleids mit dem Feind\u201c und \u201eb\u00fcrgerlichem Humanismus\u201c zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt.<\/p>\n<p>Welche Reaktionen haben Sie auf Ihre Thesen nach dem Erscheinen der ersten Auflage Ihres Buches bekommen?<br \/>\nKnabe: Ich bekomme sehr viel Zuspruch von Menschen, die einen biographischen Bezug zum Thema haben. Sie f\u00fchlen sich endlich ernstgenommen. Einige Historikerkollegen, vor allem aus dem linken Lager, haben dagegen schroff ablehnend reagiert. Inzwischen ist jedoch Bewegung in die Fronten gekommen. Seit dem Einmarsch Ru\u00dflands in die Ukraine begreifen auch linke Historiker, wie brutal der Kreml seine Machtanspr\u00fcche durchsetzt. Und diese Brutalit\u00e4t \u2013 das schreibe ich in der Neuauflage meines Buches \u2013 liegt vor allem daran, da\u00df sich die russische Armee nie mit ihren eigenen Verbrechen auseinandergesetzt hat. Im Gegenteil: In Ru\u00dfland k\u00f6nnen Sie heute zu f\u00fcnf Jahren Zwangsarbeit verurteilt werden, wenn Sie den Ruhm der Roten Armee in Frage stellen.<\/p>\n<p>Halten Sie die Befreiungsthese dennoch f\u00fcr eine legitime historische Deutung oder handelt es sich vielmehr um ein ideologisches Narrativ mit dem Zweck, innenpolitische Macht auszu\u00fcben?<br \/>\nKnabe: Das Wort \u201eBefreiung\u201c ist ein politischer Kampfbegriff, der schon im Krieg gegen Napoleon Verwendung fand. Auch die russischen Kommunisten haben ihre Eroberungen stets als Befreiung deklariert. Er funktioniert deshalb so gut, weil er so vage ist: Ist damit die Beendigung eines unfreien Zustands gemeint \u2013 oder die Schaffung freiheitlicher Verh\u00e4ltnisse? Das ist nicht dasselbe. Wenn ich jemanden aus einer Gef\u00e4ngniszelle heraushole, ist er zwar frei, aber wenn ich ihn anschlie\u00dfend in die Nachbarzelle einsperre, ist es eben keine Befreiung. Und genau das ist in Ostdeutschland passiert. F\u00fcr den Westen k\u00f6nnte man, um im Bild zu bleiben, sagen, da\u00df er nach einiger Zeit in den \u201eoffenen Vollzug\u201c kam und dann \u201eauf Bew\u00e4hrung entlassen\u201c wurde. Was mich irritiert, ist, wie leichtfertig der Begriff \u201eBefreiung\u201c vom Westen auf den Osten \u00fcbertragen wird.<\/p>\n<p>Wenn Befreiung ein politischer Kampfbegriff ist, welche gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen nutzen ihn dann f\u00fcr welchen Kampf?<br \/>\nKnabe: Der erste Bundespr\u00e4sident, der ihn benutzte, war der FDP-Politiker Walter Scheel. Aus seiner Rede im Jahr 1975 spricht deutlich das Bed\u00fcrfnis, die Deutschen als Opfer zu beschreiben. Dasselbe gilt f\u00fcr Richard von Weizs\u00e4cker, dessen Vater 1949 in N\u00fcrnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war. Der 8. Mai h\u00e4tte \u201euns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft\u201c, erkl\u00e4rte er 1985. Die Gr\u00fcnen boykottierten damals \u00fcbrigens die Gedenkstunde im Bundestag. In den letzten Jahren wird der Begriff \u201eBefreiung\u201c vor allem von SPD und Gr\u00fcnen benutzt, die \u00e4hnliche Motive haben d\u00fcrften wie Scheel und von Weizs\u00e4cker \u2013 getreu dem Satz von Johannes Gross: \u201eJe l\u00e4nger das Dritte Reich tot ist, um so st\u00e4rker wird der Widerstand gegen Hitler und die seinen.\u201c Die Linke, die bundesweit einen \u201eTag der Befreiung\u201c einf\u00fchren will, verteidigt damit aber auch das Regime der SED, das dann ebenfalls zu den Befreiten geh\u00f6ren w\u00fcrde. Allerdings verwenden inzwischen auch CDU-Politiker immer h\u00e4ufiger den Begriff, sei es aus Unkenntnis, sei es aus Anpassung. Erst k\u00fcrzlich hat die CDU einem Antrag der Linken zugestimmt, den 8. Mai in Sachsen zum \u201eTag der Befreiung\u201c zu erkl\u00e4ren. Viel schwieriger ist es dagegen, sich der historischen Ambivalenz dieses Tages zu stellen. Wenn man den 8. Mai zum Gedenktag erkl\u00e4ren will, w\u00e4re es deshalb viel zutreffender, ihn als \u201eTag des Friedens\u201c zu bezeichnen. Dann k\u00f6nnte man in Erinnerung rufen, da\u00df Kriegf\u00fchren kein Mittel der Politik sein darf. In Ru\u00dfland geschieht leider das Gegenteil: Dort ist der 9. Mai der \u201eTag des Sieges\u201c und wird mit einer riesigen Milit\u00e4rparade begangen. Die russischen Soldaten in der Ukraine werden dabei regelm\u00e4\u00dfig zu Helden erhoben. Vor einiger Zeit mu\u00dften sogar Kinder unter der Fahne, die Rotarmisten 1945 auf dem Berliner Reichstag gehi\u00dft hatten, Unterst\u00fctzungsbriefe an sie schreiben. Der Zweite Weltkrieg wird von Putin systematisch zur Rechtfertigung neuer Kriege instrumentalisiert.<\/p>\n<p>Ob man einen russischen Vertreter zur Gedenkveranstaltung einladen sollte, dar\u00fcber gab es zuletzt Streit in der AfD. Wie ist Ihre Meinung?<br \/>\nKnabe: Ich habe nur Parteichef Chrupalla vernommen, der sogar gefordert hat, man solle den russischen Botschafter bei der Gedenkveranstaltung in Torgau sprechen lassen \u2013 um so Verhandlungen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine zu f\u00fchren. Das ist entweder unglaublich naiv oder schlicht demagogisch, da man bei Kranzniederlegungen keine Friedensverhandlungen f\u00fchrt, schon gar nicht mit einem Botschafter, der sowieso keine Entscheidungen treffen darf. Niemand verwehrt es Botschafter Sergei Netschajew, in Deutschland wo auch immer einen Kranz niederzulegen. Aber es w\u00e4re geradezu zynisch, ein Land, das seinen Nachbarn \u00fcberfallen hat und t\u00e4glich Dutzende Menschen t\u00f6tet, zu einer Gedenkveranstaltung f\u00fcr die Opfer des Zweiten Weltkrieges einzuladen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 9.5.2025 von Hubertus Knabe bitte lesen in der JF 20\/25, Seite 3<br \/>\n.<br \/>\n<em>Dr. Hubertus Knabe: Der Historiker war von 2000 bis 2018 Direktor der Gedenkst\u00e4tte Berlin-Hohensch\u00f6nhausen zur Erinnerung an die SED-Verbrechen. Heute lehrt er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. Der 1959 in Unna geborene Knabe ist Gastautor unter anderem der NZZ, FAZ, Welt, des Focus und Cicero und schrieb zahlreiche B\u00fccher, darunter das als \u201egro\u00dfe, packende Erz\u00e4hlung\u201c (FAZ) und \u201eStandardwerk\u201c (Tagesspiegel) gelobte \u201e17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand\u201c (2003), \u201eDie T\u00e4ter sind unter uns. \u00dcber das Sch\u00f6nreden der SED-Diktatur\u201c (2007) oder \u201eHoneckers Erben. Die Wahrheit \u00fcber die Linke\u201c (2009). 2005 erschien seine Studie \u201eTag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland\u201c, \u201eeine wahrhaft beklemmende Lekt\u00fcre\u201c (Zeit), die nun in Neuauflage vorliegt. <a href=\"https:\/\/www.hubertus-knabe.de\">https:\/\/www.hubertus-knabe.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Michael Klonovsky: &#8222;Tag der Zerschlagung des Nationalsozialismus&#8220; satt &#8222;Tag der Befreiung&#8220;<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nAls ich im juvenilen Alter erstmals und nur \u00e4u\u00dferst vage von den Sch\u00e4ndlichkeiten raunen h\u00f6rte, die Rotarmisten deutschen Frauen angetan hatten, sagte ich im sogenannten Brustton der mir eingebleuten \u00dcberzeugung, dass sowjetische Soldaten und \u00fcberhaupt Soldaten einer sozialistischen Armee dergleichen niemals tun w\u00fcrden, aus objektiven Gr\u00fcnden (ich kannte die sozialistische Armee noch nicht). Kurzum: Ich wollte es nicht glauben. Es konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Die Rote Armee hatte uns schlie\u00dflich vom Hitlerfaschismus befreit, der extremsten Reaktion des in seiner imperialistischen Sp\u00e4tphase verfaulenden Kapitalismus auf den weltweiten Siegeszug des Kommunismus bzw. Marxismus-Leninismus. (Das klingt nicht nur wie Ernst Nolte, das ist faktisch dasselbe, nur von der Gegenseite gesehen.)<br \/>\nSp\u00e4ter wusste ich dann besser und schrieb auch dar\u00fcber, was sich bei der sogenannten Befreiung Ost- und Mitteldeutschlands abgespielt hatte und wie es namentlich den Frauen der Besiegten ergangen war. Die \u201eBefreiung vom Hitlerfaschismus\u201d war gleichbedeutend mit der kommunistischen Unterjochung der inzwischen zum Osten gewordenen Mitte Deutschlands. Der 8. Mai 1945 markiert, im Bilde gesprochen, nicht nur das Ende der Gestapo, sondern zugleich die Geburtsstunde der Stasi. F\u00fcr mich ist die Formulierung \u201eTag der Befreiung\u201d kommunistische Propaganda, Sklavensprache, Unterdr\u00fcckungssemantik, deswegen lehne ich sie ab.<br \/>\nAber nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass sie zugleich zutreffend ist. Der 8. Mai steht symbolisch f\u00fcr die Zerschlagung der NS-Diktatur; es war ein Tag der Befreiung f\u00fcr die \u00fcberlebenden H\u00e4ftlinge der Konzentrationslager, f\u00fcr die Juden, die irgendwo versteckt \u00fcberlebt hatten, f\u00fcr die V\u00f6lker, die unter den Nationalsozialisten gelitten hatten, f\u00fcr diejenigen Deutschen, die in Opposition zum Regime lebten.<\/p>\n<p>Doch dieser Tag bedeutete eben nicht nur das Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, sondern auch den Beginn von neuem Vertreibungsterror, von neuer Unterdr\u00fcckung im Osten und der Teilung unseres Landes. Nur Zyniker oder Menschen mit politischen Interessen k\u00f6nnen angesichts der zw\u00f6lf bis 14 Millionen Millionen Vertriebenen, von denen knapp zwei Millionen umkamen, sowie der folgenden Errichtung einer zweiten deutschen Diktatur in Mitteldeutschland den 8. Mai ohne jede Einschr\u00e4nkung als \u201eTag der Befreiung\u201c feiern.<\/p>\n<p>In der alten Bundesrepublik herrschte lange ein antitotalit\u00e4rer Konsens. Er wurde aber von Links systematisch durchl\u00f6chert und vereinseitigt. Mit jedem Jahr versuchten und versuchen deutsche Politiker, den 8. Mai in ein bisschen weiter in Richtung \u201eTag der Befreiung\u201c zu verschieben, bis nichts anderes von diesem Datum mehr \u00fcbrigbleibt. Das inzwischen schwarz-rot regierte Berlin begeht den diesj\u00e4hrigen 8. Mai als Feiertag \u2013 ausgerechnet die Stadt, in der 1945 wom\u00f6glich mehr Frauen von den Siegern vergewaltigt wurden als jemals irgendwo sonst binnen eines halben Jahres, und in der sp\u00e4ter die SED und das MfS ihre Hauptquartiere hatten. Nat\u00fcrlich wei\u00df der Berliner Senat, in welch zwielichtige Tradition er sich mit dieser pauschalisierenden Befreiungsrhetorik stellte; darum tut er\u2019s ja wohl. Die Kommunisten in der Sowjetischen Besatzungszone trieben den Teufel Nationalsozialismus mit dem Beelzebub Stalinismus aus. Der Antifaschismus war der Gr\u00fcndungsmythos und bei Lichte besehen die einzige Legitimation der SED-Genossen. Mit dem Anspruch, man habe einen \u201eantifaschistischen\u201c Staat geschaffen, versuchte die SED-F\u00fchrung zu bem\u00e4nteln, dass sie eine Diktatur errichtet hatte. In der DDR war der \u201eTag der Befreiung vom Hitlerfaschismus\u201c deshalb der symbolpolitisch wichtigste Staatsfeiertag.<br \/>\nEs ist eine gewaltige, zutiefst sadistische Dem\u00fctigung f\u00fcr ein Volk, welch verworfener Regierung es auch immer nachlief, welche Verbrechen in seinem Namen auch immer begangen wurden, ihm einen Tag als Feieranlass aufzun\u00f6tigen, der daf\u00fcr steht, dass seine Frauen und T\u00f6chter gesch\u00e4ndet und seine M\u00e4nner in die Gefangenschaft verschleppt wurden. Das Ergebnis kann nur Hass, Identifikationsaufl\u00f6sung oder kognitive Dissonanz sein.<br \/>\nDer 8. Mai ist der Tag des Endes der nationalsozialistischen Diktatur. Ein guter Tag f\u00fcr alle, die erl\u00f6st oder befreit wurden. Man soll ihn offiziell den Tag der Zerschlagung des Nationalsozialismus nennen. Punkt.<br \/>\nWie sich die Kommunisten nach 1945 als Antifaschisten und Befreier darstellten, instrumentalisieren die Linken den 8. Mai als \u201eTag der Befreiung vom Faschismus\u201c, um den neosozialistischen Umbau in Deutschland zu legitimieren. Viele Linke benutzen heute wieder das eigentlich noble Argument des Antifaschismus, um ihr autorit\u00e4res linkes Gedankengut in die Gesellschaft zu tragen. Wie man sieht, mit Erfolg.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWenn die Verlierer als Tag der Befreiung feiern, was die Sieger den Tag des Sieges nennen, ist der Tag der Befreiung der Tag des Wechsels auf die Seite der Sieger. Die daraus entstehende Zerrissenheit f\u00fchrt letztlich dazu \u2013 wir sind unter Deutschen \u2013, dass die Verlierer sich mit den Siegern identifizieren und gegen\u00fcber den Toten in den Reihen der Sieger mehr Empathie empfinden \u2013 strenggenommen: es fingieren \u2013, als gegen\u00fcber den Toten in den Reihen der eigenen Landsleute.<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.5.2025 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/8-mai-2025\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/8-mai-2025\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Engagement\u00a0&gt;Zukunft\u00a0&gt;Demokratie\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Deutschland\u00a0&gt;Deutsche-Kultur &gt;Erinnerungskultur &gt;Kriegsende8Mai1945 Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen 9.11.1933 Progromnacht: Es kleben mehr Opfer als T\u00e4ter in den Familienalben\u00a0(11.11.2025) 20. Juli 1944: Mit vor 81 Jahren\u00a0(20.7.2025) Knabe-Interview: Russland &#8211; Bedeutung des 8. Mai 1945 (23,5,2925) Hubertus Knabe: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/kriegsende8mai1945\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":71360,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-133731","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133731"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133731\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141368,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133731\/revisions\/141368"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/71360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}