{"id":133156,"date":"2025-04-24T16:34:51","date_gmt":"2025-04-24T14:34:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=133156"},"modified":"2025-04-24T16:42:15","modified_gmt":"2025-04-24T14:42:15","slug":"fossil","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/","title":{"rendered":"fossil"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/\">Rohstoffe<\/a> &gt;fossil<\/p>\n<div id=\"attachment_132671\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/storch-freiburg-ebnet-dreisamtal-pan250408.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132671\" class=\"size-full wp-image-132671\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/storch-freiburg-ebnet-dreisamtal-pan250408.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/storch-freiburg-ebnet-dreisamtal-pan250408.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/storch-freiburg-ebnet-dreisamtal-pan250408-180x114.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132671\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach Westen im Dreisamtal auf Freiburg-Ebnet am 8.4.2025 &#8211; 13 St\u00f6rche<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik (24.4.2025)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik<\/strong><br \/>\n<em>Die S\u00e4ulen unserer Zivilisation hei\u00dfen Zement, Stahl, Kunststoffe und Ammoniak: Warum Klimakleber lieber Vaclav Smils \u201eWie die Welt wirklich funktioniert\u201c lesen sollten<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nNicht Smartphones, Apps oder der Datenaustausch im Internet seien das R\u00fcckgrat unserer Zivilisation, sondern physisch greifbare Materialien. Smil bezeichnet Zement, Stahl, Ammoniak und Kunststoffe als die vier tragenden S\u00e4ulen der modernen Welt. Sie sind allgegenw\u00e4rtig, aber unsichtbar geworden. Dabei zeigt der Blick in die Zahlen:<br \/>\nAllein im Jahr 2019 wurden weltweit 4,5 Milliarden Tonnen Zement, 1,8 Milliarden Tonnen Stahl, 370 Millionen Tonnen Kunststoffe und 150 Millionen Tonnen Ammoniak produziert.<br \/>\nDiese Stoffe sind nicht einfach ersetzbar \u2013 schon gar nicht kurzfristig. Sie entstehen durch komplexe industrielle Prozesse, die auf fossilen Energietr\u00e4gern beruhen. Und sie sind die Voraussetzung f\u00fcr all das, was wir f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten: H\u00e4user, Transport, Nahrung, Medikamente, Stromversorgung, Kommunikation.<\/p>\n<p><em><strong>Zement<\/strong><\/em> ist untrennbar mit Beton verbunden \u2013 dem meistverwendeten Baustoff der Welt. St\u00e4dte, Br\u00fccken, Windkraftanlagen: Ohne Zement g\u00e4be es sie nicht. Auch nicht das Krankenhaus oder die Schule, die Aktivisten verteidigen wollen. China hat in nur zwei Jahren mehr Zement verbraucht als die USA im gesamten 20. Jahrhundert \u2013 ein Ma\u00dfstab f\u00fcr die Realit\u00e4t globaler Infrastruktur. Kein Wunder: Beton ist robust, vielseitig und kosteng\u00fcnstig \u2013 und l\u00e4sst sich gut recyceln. Selbst die R\u00f6mer bauten mit Beton: Das Pantheon in Rom trotzt seit 2.000 Jahren Wind und Wetter \u2013 ein fr\u00fches Beispiel f\u00fcr die Dauerhaftigkeit des Materials. Moderne Betonbauten sind zwar weniger langlebig, aber immer noch essenziell.<\/p>\n<p><em><strong>Stahl<\/strong> <\/em>wiederum, eine weitere S\u00e4ule der Zivilisation, findet sich in Autos, Maschinen, Schiffen, Waffen, Windr\u00e4dern. Seine Produktion ist energieintensiv, beruht bislang \u00fcberwiegend auf Koks und verursacht rund sieben bis neun\u202fProzent der globalen CO\u2082-Emissionen. \u201eGr\u00fcner Stahl\u201c auf Wasserstoffbasis ist bisher nicht massentauglich; die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen.<br \/>\nJeder Mensch nutzt j\u00e4hrlich durchschnittlich \u00fcber 250 Kilogramm Stahl \u2013 in Autos, Ger\u00e4ten, Maschinen. Die klassische Stahlproduktion im Hochofen ist energieintensiv und kohlenstoffbasiert. Alternativen wie die Wasserstoffroute sind technisch noch nicht ausgereift und wirtschaftlich nicht konkurrenzf\u00e4hig. Auch hier gilt: ohne Stahl kein Fortschritt.<\/p>\n<p><em><strong>Ammoniak<\/strong><\/em>, die vielleicht unscheinbarste S\u00e4ule, ist in Wahrheit der D\u00fcnger, der die Welt ern\u00e4hrt. Ohne synthetischen Stickstoffd\u00fcnger k\u00f6nnten laut Smil kaum vier Milliarden Menschen \u00fcberleben. Eine R\u00fcckkehr zur \u201ebiologischen\u201c Landwirtschaft sei eine Illusion. Doch auch Ammoniak basiert auf Erdgas \u2013 als Energiequelle und Rohstofflieferant.<\/p>\n<p><em><strong>Kunststoffe<\/strong> <\/em>schlie\u00dflich sind allgegenw\u00e4rtig. Von Medizin bis Logistik, von Elektronik bis Kleidung \u2013 \u00fcberall stecken Kunststoffe drin. Alternativen wie Papier oder Glas schneiden \u00f6kologisch nicht unbedingt besser ab \u2013 etwa durch h\u00f6heren Energieverbrauch bei Herstellung und Transport.<\/p>\n<p><em><strong>Alle vier Materialien eint eines: Ihre Herstellung ist eng mit fossilen Energietr\u00e4gern verbunden \u2013 und verursacht zusammen rund ein Viertel der globalen Emissionen aus fossilen Quellen.<\/strong><\/em> Dennoch sind sie auf absehbare Zeit nicht ersetzbar. \u201eDie moderne Welt funktioniert nicht ohne sie\u201c, so Smil.<br \/>\nEr kritisiert politische Zielsetzungen wie \u201eKlimaneutralit\u00e4t bis 2030\u201c als technikferne Illusionen. Der Glaube, jahrhundertealte Infrastrukturen binnen weniger Jahrzehnte durch \u201egr\u00fcne\u201c Alternativen ersetzen zu k\u00f6nnen, sei realit\u00e4tsfern. Besonders L\u00e4nder wie China oder Indien, deren Energiebedarf weiter w\u00e4chst, k\u00f6nnten sich einen sofortigen Abschied von Kohle nicht leisten.<\/p>\n<p>Smil warnt vor einem weit verbreiteten Denkfehler: Der technische Fortschritt bei Mobiltelefonen oder Computern lasse sich nicht auf Sektoren wie Energie, Bau oder Chemie \u00fcbertragen. Es handelt sich um einen Kategorienfehler ersten Ranges, so Smil. Klar geht der Informationsfluss wesentlich schneller, neue Mobiltelefone werden im Jahrestakt auf den Markt geworfen \u2013 doch es ist ein erheblicher Unterschied, beispielsweise gro\u00dfe Kraftwerke mit Dampf oder Gasturbinen und eine gigantische Energieversorgungsinfrastruktur schnell zu ersetzen, etwa durch Windr\u00e4der oder PV-Anlagen. Die Dimensionen sind einfach zu gewaltig. Die Tr\u00e4gheit gro\u00dfer materieller Systeme lasse sich nicht digital \u201ewegprogrammieren\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 24.4.2025 von Holger Douglas bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/physik-statt-ideologie\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/physik-statt-ideologie\/<\/a><\/p>\n<p><em>Vaclav Smil: Wie die Welt wirklich funktioniert<\/em><br \/>\n<em>Die fossilen Grundlagen unserer Zivilisation und die Zukunft der Menschheit<\/em><br \/>\n<em>C.H.Beck, 28 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Energie &gt;Rohstoffe &gt;fossil &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik (24.4.2025) &nbsp; Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik Die S\u00e4ulen unserer Zivilisation hei\u00dfen Zement, Stahl, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":16246,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-133156","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133156"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133160,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/133156\/revisions\/133160"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}