{"id":132520,"date":"2025-04-05T21:34:44","date_gmt":"2025-04-05T19:34:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=132520"},"modified":"2025-06-16T14:18:19","modified_gmt":"2025-06-16T12:18:19","slug":"zollpolitik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/zollpolitik\/","title":{"rendered":"Zollpolitik"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/\">Volkswirtschaft<\/a> &gt;Zollpolitik<\/p>\n<div id=\"attachment_132051\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Globalismus-NWO-WEF2025-green-marx-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132051\" class=\"size-full wp-image-132051\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Globalismus-NWO-WEF2025-green-marx-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Globalismus-NWO-WEF2025-green-marx-pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Globalismus-NWO-WEF2025-green-marx-pan-180x122.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132051\" class=\"wp-caption-text\">Globalismus &#8211; WEF &#8211; Marx &#8211; Sozialismus &#8211; Green &#8211; &#8230;<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Fair Trade statt Handelskrieg (14.6.2025)<\/li>\n<li>Zu Trumps Zollpolitik (4.5.2025)<\/li>\n<li>Milliard\u00e4r Arnault bricht das Schweigen im Handelsstreit mit Trump (21.4.2025)<\/li>\n<li>Auge um Auge. Trumps Prinzip Gegenseitigkeit in der Zollpolitik (19.4.2025)<\/li>\n<li>Provokateur Trump: Seine drei St\u00e4rken (5.4.2025)<\/li>\n<li>Dr. Trumps Diagnose: Z\u00f6lle sind die Medizin f\u00fcr einen kranken Status Quo (4.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/us-zollpolitik-und-freihandel\/\">US-Zollpolitik und Freihandel<\/a>\u00a0(11.3.2025)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zur Zollpolitik von EU und USA:<\/strong><br \/>\nKein Vertreter der &#8222;Qualit\u00e4tsmedien&#8220; war bislang bereit, die gegenseitigen Steuern und Abgaben von D bzw. EU und USA gegen\u00fcber zu stellen, und zwar incl Agrarmarkt.<br \/>\nWarum wohl? Weil die Zoll-Restriktionen der EU den USA gegen\u00fcber der Gegenseite in keiner Weise nachstehen.<br \/>\n==============================================================<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Fair Trade statt Handelskrieg<\/strong><br \/>\nKlar ist: Die Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedroht die Weltwirtschaft. Dagegen fordern viele europ\u00e4ische Regierungen einen freien Welthandel ohne Zollschranken. Doch das ist nur die zweitbeste Antwort auf Trumps Zolldiktate. Besser w\u00e4ren Z\u00f6lle als Anreiz f\u00fcr einen fairen und nachhaltigen Welthandel. Unm\u00f6glich, sagen viele. Doch es ist Zeit, das scheinbar Unm\u00f6gliche zu denken.<br \/>\nDie Utopie eines freien Welthandels klingt gut. Der Freihandel st\u00e4rkt die Konkurrenz und senkt die Preise. Im Handel zwischen \u00e4hnlich strukturierten L\u00e4ndern wie Deutschland und Frankreich hat dies Vorteile f\u00fcr alle. Im Handel zwischen Staaten mit v\u00f6llig ungleichen sozialen und \u00f6kologischen Standards kann der Freihandel jedoch schwerwiegende Folgen haben. Denn Zollfreiheit beg\u00fcnstigt die billigsten Anbieter. Global sind dies Unternehmen, die m\u00f6glichst geringe L\u00f6hne zahlen, in bauf\u00e4lligen Fabriken arbeiten lassen und auf Kosten der Umwelt produzieren. Die wirkliche Alternative zu Trumps Handelskrieg liegt deshalb nicht im Freihandel, sondern in Zollvereinbarungen, die Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit belohnen.<br \/>\nWas unrealistisch klingt, w\u00e4re m\u00f6glich: Man stelle sich vor, es w\u00fcrden nur Produkte zollfrei gehandelt, bei denen ein Fairtrade- oder ein Umweltsiegel garantiert, dass sie unter gerechteren und \u00f6kologischen Bedingungen hergestellt wurden. Das Beispiel der viel gehandelten Baumwolle zeigt, was dies ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Ihr konventioneller Anbau verschlingt Unmengen an Wasser, 8000 Liter f\u00fcr jede Jeans \u2013 und dies in trockenen L\u00e4ndern wie Burkina Faso. Oft werden auf den Plantagen Hungerl\u00f6hne gezahlt und die Pfl\u00fcckerinnen und Pfl\u00fccker mit Pestiziden bespr\u00fcht.<br \/>\nDer Handel mit Baumwolle ist zumeist zollfrei, doch er f\u00f6rdert Sozialdumping und die Zerst\u00f6rung der Umwelt. Was aber w\u00e4re, wenn nur Baumwolle mit Umwelt- und Fairtrade-Siegel zollfrei gehandelt w\u00fcrden, w\u00e4hrend die Z\u00f6lle f\u00fcr die konventionelle Ware langsam erh\u00f6ht w\u00fcrden? Dann w\u00e4re jene Baumwolle konkurrenzf\u00e4higer, f\u00fcr die viel weniger Wasser und keine Pestizide ben\u00f6tigt und die unter gerechteren Arbeitsbedingungen geerntet w\u00fcrde. Wird diese Zollpolitik auf Kaffee, Tee, Rohstoffe oder Textilien \u00fcbertragen, dann w\u00fcrde der Welthandel Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit f\u00f6rdern statt Ausbeutung und Umweltzerst\u00f6rung wie oft heute.<br \/>\nUnm\u00f6glich? Die Europ\u00e4ische Union hat im Rahmen des Green New Deal bereits einen Klimazoll beschlossen: Ab 2026 sollen G\u00fcter, die im Ausland mit einem hohen Aussto\u00df an Kohlendioxid hergestellt wurden, an den Grenzen zur EU mit einer C02-Abgabe belegt und so verteuert werden. Dies soll ein Klimadumping durch Billig-Produktion im Ausland verhindern.<br \/>\nAuf \u00e4hnliche Weise k\u00f6nnte die EU auch Sozialdumping begegnen, indem sie Zollfreiheit nur f\u00fcr fair gehandelte und nachhaltig produzierte Produkte gew\u00e4hrt. Bei den politischen Mehrheiten in der Europ\u00e4ischen Union erscheint dies aber unwahrscheinlich. Doch schon die Forderung w\u00fcrde Trumps Zollkrieg eine echte Alternative entgegenstellen: Z\u00f6lle, die den Weg zu einem gerechteren und nachhaltigeren Welthandel ebnen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.6.2025 von Wolfgang Kessler bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fair-trade-statt-handelskrieg\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fair-trade-statt-handelskrieg<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu Trumps Zollpolitik<\/strong><br \/>\nZu den US-Z\u00f6llen notiert Leser ***: \u201eDer Wahrheitspresse und dem Finanzmainstream kann man ja sinngem\u00e4\u00df entnehmen, dass die Z\u00f6lle im Affekt, in einer Art Schnapslaune entstanden sind, Trump nicht zurechnungsf\u00e4hig ist und das Ganze v\u00f6llig arbitr\u00e4r ist.<br \/>\nIch habe daher mal das Buch von Robert Lightizer (\u201aNo Trade is Free\u2019) zu Rate gezogen. Er gilt allgemeinhin als Mastermind der Zollpolitik. Es ist tats\u00e4chlich interessant, denn schnell ist festgestellt, dass die Zollpolitik (mag sie der klassischen \u00f6konomischen Lehre nach auch fragw\u00fcrdig und risikobehaftet sein) in jedem Fall einer klaren politischen Linie folgt und eben nicht zuf\u00e4llig ist. Man erkennt eine klare Doktrin. Grunds\u00e4tzlich sind Z\u00f6lle in den USA geschichtlich\/kulturhistorisch eher positiv besetzt. Lange Zeit, bis etwa 1880, war es Normalzustand, dass der Bundeshaushalt \u00fcberwiegend oder ausschlie\u00dflich aus Zolleinnahmen finanziert war.<br \/>\nLightizer beklagt, der Globalismus und uneingeschr\u00e4nkte Freihandel h\u00e4tten sich zu einer radikalen Theologie entwickelt. Dabei sei \u00fcber die Jahrzehnte ein Ungleichgewicht entstanden, das die Interessen der Handelspartner bedient habe und die Interessen der USA stark ins Hintertreffen haben geraten lassen. Insbesondere habe man China \u2013 einen geopolitischen Gegenspieler \u2013 k\u00fcnstlich gef\u00f6rdert und st\u00e4rker gemacht, als es aus eigener Kraft geworden w\u00e4re. Nahezu alle Handelspartner h\u00e4tten die USA systematisch \u00fcbervorteilt.<br \/>\nVon der maximierten Freihandelspraktik, so Lightizer, habe nur eine kleine elit\u00e4re Klasse profitiert \u2013 da sind wir bei den \u201aAnywheres\u2019. Die Unternehmensgewinne und Gewinnmargen sind in den USA tats\u00e4chlich \u00fcber Jahre immer weiter angestiegen, w\u00e4hrend die Arbeitseinkommen (der \u201aSomewheres\u2019) bestenfalls stagnierten \u2013 die Reall\u00f6hne im Industriesektor waren in der Tendenz sogar r\u00fcckl\u00e4ufig. Jahrzehntelang profitierte Wall Street zulasten der Main Street, die Anywheres zulasten der Somewheres. Deren Interessen wurden ja lange als irrelevant klassifiziert, ihre Wohlstandverluste und sinkenden Arbeitseinkommen eben als nun mal n\u00f6tiger Kollateralschaden der Freihandelspolitik gesehen. Die grunds\u00e4tzliche Sicht der Anywheres auf die ungebildeten Trottel in den \u201aFly-over-Staaten\u2019 ist in Hillary Clintons herabw\u00fcrdigender Bezeichnung der \u201aDeplorables\u2019 vollst\u00e4ndig beschrieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die vernachl\u00e4ssigten Interessen der Mittelschicht und Somewheres im \u201aRust Belt\u2019 und Regionen mit vormals starker industrieller Basis interessiert sich nun die neue US-Administration, anders als alle Vorg\u00e4ngeregierungen. Seit dem WTO-Beitritt Chinas sind in den USA \u00fcber 5 Millionen Industriearbeitspl\u00e4tze verloren gegangen, argumentiert Lightizer. Die Folgen sind nicht nur \u00f6konomisch (wie sinkende Arbeitseinkommen, Arbeitslosigkeit, Unterbesch\u00e4ftigung, Substitution hochwertiger Industriejobs durch einfache, schlecht bezahlte Dienstleistungsjobs), sondern vielmehr auch sozial: Lightizer argumentiert, dass weitreichende Missst\u00e4nde wie Perspektivlosigkeit, verwahrlosende Communities, soziale Probleme usw. die direkte Folgen der Deindustrialisierung sind. Insbesondere den stark gestiegenen Alkohol\u2011, Medikamenten- und Drogenmissbrauch erkennt er als Folgewirkung.<br \/>\nDie sogenannten \u201aDeaths of Despair\u2019 (fr\u00fchzeitige Sterblichkeit aus Verzweiflung, Suizide und Folgewirkungen von Dorgenmissbrauch) steigen tats\u00e4chlich rasant an, zu bemerken sind dabei auch die erheblichen Kosten f\u00fcr Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t (z.B. Disability-Zahlungen der Sozialversicherungstr\u00e4ger).<br \/>\nDie Z\u00f6lle sollen nun Industriearbeitspl\u00e4tze zur\u00fcckholen, die Abh\u00e4ngigkeiten gegen\u00fcber anderen Regionen reduzieren und vor allem die Interessen der inl\u00e4ndischen Arbeitsnehmer \u2013 der Somewheres \u2013 bedienen. Lightizer betont dabei die W\u00fcrde der Arbeit, ihre Bedeutung f\u00fcr das Selbstwertgef\u00fchl der Menschen und ihre Rolle f\u00fcr intakte Familien und Communtites.<\/p>\n<p>Kurz: Die Motivation hinter dem, was mit der Zollpolitik erreicht werden soll, ist durchaus nobel und anerkennswert! Die neue Doktrin lautet \u201aMain Street vor Wall Street\u2019. Diese Weltanschauung ist der Kitt in der US-Administration. Besonders bemerkenswert ist, dass zum Beispiel auch Finanzminister Scott Bessent (als vormaliger Teil und Profiteur der Wall Street) genau diese Anschauung teilt. Seine Sicht wurde z.B. sehr deutlich im sehr instruktiven Interview mit Tucker Carlson. Bessent argumentiert schon l\u00e4nger, dass es der Wall Street sehr lange sehr gut gegangen sei und Main Street den K\u00fcrzeren gezogen habe.<br \/>\nEs scheint, die Somewheres haben erstmals seit Jahrzehnten eine Lobby und F\u00fcrsprecher gefunden, die bereit sind, ihre Lebensrealit\u00e4ten anzuerkennen und ihre M\u00f6glichkeiten und Interessen zu f\u00f6rdern. Das ist neu und wirkt verst\u00f6rend auf die Anywheres, die daran gew\u00f6hnt worden sind, den Vorrang ihrer Interessen als selbstverst\u00e4ndlich zu betrachten. Damit gehen weitreichende soziale, sozi\u00f6konomische und kulturelle Verschiebungen einher, die allesamt nicht hoch genug gew\u00fcrdigt werden k\u00f6nnen. Das Normale kehrt zur\u00fck. Die Anywheres, die \u201aRich Men North of Richmond\u2019, wie sie Oliver Anthony in seiner Hymne f\u00fcr die vernachl\u00e4ssigte Mittelschicht beschrieben hat, haben zun\u00e4chst einmal das Nachsehen.\u201d<br \/>\nDas Verr\u00fcckte ist, dass Trump, dieser Working Class Hero, eine in Teilen linke Politik treibt \u2013 auch die Liste von f\u00fcrderhin verbotenen Begriffen in Regierungsdokumenten folgt dem linken Ziel einer rasse\u2011, herkunfts- und geschlechtsblinden Gesellschaft Chancengleicher \u2013, aber gerade das parasit\u00e4re woke Milieu ihn daf\u00fcr hasst.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.5.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/zu-trumps-zollpolitik\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/zu-trumps-zollpolitik\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Milliard\u00e4r Arnault bricht das Schweigen im Handelsstreit mit Trump<\/strong><br \/>\n<strong>Droht eine EU-Unternehmerrevolte?<\/strong><br \/>\nEs geschieht selten, dass europ\u00e4ische Top-Unternehmer oder CEOs in den politischen Diskurs eingreifen. Umso bemerkenswerter ist die harsche Intervention des reichsten Europ\u00e4ers im Handelsstreit zwischen der EU und der Trump-Regierung. In einer Rede anl\u00e4sslich der Aktion\u00e4rsversammlung von LVMH in Paris am Donnerstag, sparte CEO Bernard Arnault nicht mit Kritik am Br\u00fcsseler B\u00fcrokratenapparat. Einzelne Staaten der EU sollten mit den USA \u00fcber die Zollpolitik verhandeln, so der Unternehmer, der bekannt wurde durch Marken wie Louis Vuitton oder Mo\u00ebt &amp; Chandon. Arnault kritisierte fehlende Verhandlungskompetenz in Reihen der EU-B\u00fcrokratie \u2013 ein vernichtendes Zeugnis, geriert man sich gerade dort gern als europ\u00e4ische Chefdiplomaten.<\/p>\n<p>Bilateralismus statt Zentralsteuerung? Die Forderung Arnaults verstr\u00f6mt den Odor von Revolte, herrscht doch sonst eisernes Schweigen im Unternehmerlager, geht es um Angelegenheiten der EU. In Br\u00fcssel sollten sp\u00e4testens jetzt Alarmsirenen schrillen. Zu lange hat man die Kritik der Wirtschaft verworfen und sie mit Subventionen zerstreut. Kam es hart auf hart, delegitimiert man sie mit Alarmismus im Klimakampf. Die Grenzziehung war eindeutig: bis hierhin und nicht weiter! Br\u00fcssel gibt die ideologische Richtung vor, Kritik an der gr\u00fcnen Transformation oder an au\u00dfenpolitischen Grundsatzentscheidungen ist nicht erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>\u00dcberschritt Arnault mit seiner Kritik also den Rubikon? Ein \u201eComing Out\u201c inmitten des emotional aufgeladenen Krachs zwischen den USA und der EU ist kein Schuss aus der H\u00fcfte. Es handelt sich um die wohl\u00fcberlegten Worte eines Mannes, der global bestens vernetzt ist, der sich seiner Unterst\u00fctzung in der Wirtschaftselite vergewissert haben wird, bevor er ans Mikrofon trat. Und er liegt mit seiner Kritik an der \u00dcberb\u00fcrokratisierung richtig. Als Unternehmer und Investor hat Arnault die Regulierungswut und den ideologischen Kampf Br\u00fcssels gegen die Privatwirtschaft seit Jahrzehnten am eigenen Leib erfahren. Das macht ihn zu einem glaubw\u00fcrdigen Anwalt im Kampf um eine ordnungspolitische Wende in Europa.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.4.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/lvmh-bernard-arnault-handelsstreit-trump-eu\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/lvmh-bernard-arnault-handelsstreit-trump-eu\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auge um Auge. Trumps Prinzip Gegenseitigkeit in der Zollpolitik<\/strong><br \/>\nTrump hat als Gesch\u00e4ftsmann eine andere Erkenntnistheorie als die in der Politik gel\u00e4ufige. Er dealt um Vorteile, so dass es naiv w\u00e4re, seine Aufrufe w\u00f6rtlich zu nehmen. Seine Maximalforderungen sind als Auftakt von Verhandlungen gedacht.<br \/>\nZ\u00f6lle schaden dem Freihandel und damit den unmittelbaren Vorteilen des weltweiten Wettbewerbs. Der Freihandel ist aber weit mehr eine westliche Ideologie als eine globale Realit\u00e4t. Alle Staaten sch\u00fctzen auf unterschiedlichen Wegen ihre Klientel vor Wettbewerb auf freien M\u00e4rkten. Die hochsubventionierte Exportindustrie und die nichttarif\u00e4ren Handelshemmnisse in China sind das Gegenteil von fairem Handel und haben den amerikanischen Mittelstand in den Abgrund gef\u00fchrt. Die sozialen Zust\u00e4nde in den USA k\u00f6nnen unm\u00f6glich als Argument f\u00fcr den globalisierten Freihandel gelten.<br \/>\nDie Dekonstruktion der Industriearbeiterschaft im Mittleren Westen der USA hat J. D. Vance in seinem Buch Hillbilly Elegie beschrieben. F\u00fcr die Global Player der USA war die Globalisierung ein gutes Gesch\u00e4ft, f\u00fcr viele Local Player blieben als Vorteil nur billige Konsumg\u00fcter. Die alte Mittelschicht wurde auf diese Weise materiell und ideell untergraben.<br \/>\nAber ist denn Wachstum das wichtigste Ziel des Wirtschaftens? Sollte diese nicht weit mehr an ihrer Ordnungsleistung f\u00fcr die Gesellschaft und der Selbstbehauptungsf\u00e4higkeit des Staates gemessen werden? Trumps auch hier ausprobierte disruptive Methode, zuerst maximale Forderungen in den Raum zu werfen, haben 75 Staaten dazu veranlasst, sich umgehend zu Verhandlungen in Washington anzumelden.<br \/>\nGewiss handelt es sich bei Trumps Z\u00f6llen um eine Operation am offenen Herzen der Weltwirtschaft. Der Streit muss dar\u00fcber gef\u00fchrt werden, ob diese Operation notwendig ist. Durch die bevorstehenden Zollverhandlungen mit den USA ist die EU gezwungen, ihre eigene Verlogenheit auf den Pr\u00fcfstand zu stellen. Indem sie mit der \u00dcberpr\u00fcfung der Lieferketten alle nichteurop\u00e4ischen Produkte ihren sozialen und \u00f6kologischen Ma\u00dfst\u00e4ben unterwirft, betreibt sie eine moralisch und \u00f6kologisch verbr\u00e4mte Zollpolitik. Die Umwandlung eines wilden Welthandels in einen faireren Handel ist einen Versuch wert. Das Prinzip Gegenseitigkeit ist daf\u00fcr eine geeignete regulative Idee.<br \/>\n&#8230; Alles von Heinz Theisen bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.globkult.de\/politik\/welt\/2456-orb%C3%A1n,-trump-und-die-rekonstruktion-des-westens\">https:\/\/www.globkult.de\/politik\/welt\/2456-orb%C3%A1n,-trump-und-die-rekonstruktion-des-westens<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Provokateur Trump: Seine drei St\u00e4rken<\/strong><br \/>\nTrump h\u00e4lt die Welt in Atem \u2013 im Wahlkampf teilte er grob gegen Kamala Harris aus. Sie sei ein \u201eLow IQ Individual\u201c. Beim Antrittsbesuch faltete er den ukrainischen Pr\u00e4sidenten zusammen: \u201eSie riskieren einen dritten Weltkrieg.\u201c Gestern z\u00fcndete er ein Feuerwerk der Schutzz\u00f6lle und beschimpfte uns Europ\u00e4er: \u201eSie zocken uns ab.\u201c<\/p>\n<p>Es ist leicht, Donald Trump nicht zu m\u00f6gen. Seinen autorit\u00e4ren Umgang mit Andersdenkenden, seine protektionistische Wirtschaftspolitik, seinen ruchlosen Flirt mit Putin, seine Verachtung gegen\u00fcber Intellektuellen. F\u00fcr seine Anh\u00e4nger ist er der Erl\u00f6ser, f\u00fcr alle anderen die Pest.<br \/>\nAber alle Kritik und innere Ablehnung darf uns nicht davon abhalten, den Mann verstehen zu wollen. Wir m\u00fcssen ihn nicht m\u00f6gen, aber sollten ihn dechiffrieren k\u00f6nnen. Seine enorme Durchschlagskraft, zu Hause und weltweit, hat drei handfeste Gr\u00fcnde, die ihn von allen deutschen Spitzenpolitikern unterscheiden. Die lesen Sie hier.<br \/>\n&#8230; Alles vom 5.4.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.thepioneer.de\/originals\/others\/articles\/provokateur-trump-seine-drei-staerken\">https:\/\/www.thepioneer.de\/originals\/others\/articles\/provokateur-trump-seine-drei-staerken<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dr. Trumps Diagnose: Z\u00f6lle sind die Medizin f\u00fcr einen kranken Status Quo<\/strong><br \/>\nReflexhaft wird dem US-Pr\u00e4sidenten vorgehalten, der Handelskrieg w\u00e4re ein Eigentor. Dabei begreift er, was Europa nicht wahrhaben will: keine Erneuerung ohne Schmerz. Ein Kommentar.<\/p>\n<p>Und was, wenn er wieder gewinnt? Wenig hat Donald Trump so sehr genutzt wie die Menschen, die ihn seit jeher untersch\u00e4tzen. Die Beurteilung Trumps als oberfl\u00e4chlicher, vulg\u00e4rer und einf\u00e4ltiger Narziss sorgt seit mindestens zehn Jahren daf\u00fcr, dass auch sein Denken und seine Strategie f\u00fcr beschr\u00e4nkt gehalten werden. Dabei sprechen die Ergebnisse dieses Umgangs mit dem Immobilienmogul, Entertainer und US-Pr\u00e4sidenten f\u00fcr ihn, nicht f\u00fcr seine Widersacher.<br \/>\nDen Absturz der Weltb\u00f6rsen in Reaktion auf die globalen Z\u00f6lle der Amerikaner diese Woche deuteten Trump-Hasser erneut umgehend als Beleg f\u00fcr seine Dummheit: \u201eSchaut her, die Aktienm\u00e4rkte brechen ein. Da hat er sich selbst und Amerika ins Fleisch geschnitten, weil er halt so bl\u00f6d ist.\u201c So intonierte es auch die Wahlverliererin Kamala Harris diese Woche: Hab ich euch doch gesagt!<br \/>\nhttps:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/kamala-harris-aeussert-sich-zur-politischen-lage-in-usa-ich-hab-es-euch-ja-gesagt-li.2313567<\/p>\n<p>Dass Trump den Absturz eingerechnet, ihn sogar mutwillig herbeigef\u00fchrt haben k\u00f6nnte, ist f\u00fcr Europ\u00e4er g\u00e4nzlich unvorstellbar. Weil Europa Trump nicht zutraut, \u00fcber den ersten Schritt hinauszudenken, wird er am ersten Schritt gemessen und so mit sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit verkannt.<\/p>\n<p>Trump hat jedoch immer wieder bewiesen, dass er einen untr\u00fcglichen Instinkt f\u00fcr die Schw\u00e4chen von Menschen und die Schwachstellen von Systemen besitzt und kein Scheu hat, Finger in die Wunden zu bohren: etwa als er Jeb Bush an das Versagen seines Bruders am 11. September und den folgenden Irakkrieg erinnerte oder die Deutschen vor den Vereinten Nationen auf ihre Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas hinwies \u2013 wohlgemerkt vier Jahre vor Beginn des Ukrainekriegs.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIn Europas verzweifelter Gei\u00dfelung des Zoll-Angriffs zeigt sich das gleiche d\u00fcmmliche Muster, das in Deutschland weite Teile des Denkens pr\u00e4gt: Wir glauben, wir k\u00f6nnten Wohlstand und Demokratie erhalten, indem wir den Status quo mit Schulden, Verboten und Meldestellen flicken. Trump diagnostiziert dem Status quo hingegen eine schwere Krankheit, die sich nur mit einer Rosskur behandeln l\u00e4sst: Staat, B\u00fcrokratie, Beamte rigoros abbauen.<br \/>\nAuch in Deutschland ist der Staatsapparat explodiert. 5,3 Millionen Menschen arbeiteten 2023 f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand, fast.<br \/>\nWas, wenn die Z\u00f6lle das kleinere \u00dcbel sind? Was, wenn sie weniger schlimm sind als das, was passiert, wenn es sie nicht g\u00e4be? \u201eWenn alles bleiben soll, wie es ist, muss sich alles \u00e4ndern\u201c, lautet eine Weisheit aus dem Roman \u201eDer Leopard\u201c von Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Das war eine europ\u00e4ische Erkenntnis. Amerika kennt sie, wir haben sie verlernt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.4.2025 von Moritz Eichhorn bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/trump-weiss-nichts-wird-bleiben-wie-es-ist-wenn-wir-uns-nicht-aendern-li.2313754\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/trump-weiss-nichts-wird-bleiben-wie-es-ist-wenn-wir-uns-nicht-aendern-li.2313754<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Zukunft\u00a0&gt;Demokratie\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Deutschland &gt;Volkswirtschaft &gt;Zollpolitik &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Fair Trade statt Handelskrieg (14.6.2025) Zu Trumps Zollpolitik (4.5.2025) Milliard\u00e4r Arnault bricht das Schweigen im Handelsstreit mit Trump (21.4.2025) Auge um Auge. 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