{"id":130503,"date":"2025-01-31T22:07:02","date_gmt":"2025-01-31T21:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=130503"},"modified":"2025-11-23T09:08:39","modified_gmt":"2025-11-23T08:08:39","slug":"deutschunterricht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/deutschunterricht\/","title":{"rendered":"Deutschunterricht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Dichter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/\">Dichter<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildungsmisere<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Schulen<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/\">Deutsch<\/a> &gt;Deutschunterricht<\/p>\n<div id=\"attachment_128396\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stmaergen-feldberg-nebel-pan241110.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-128396\" class=\"size-full wp-image-128396\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stmaergen-feldberg-nebel-pan241110.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stmaergen-feldberg-nebel-pan241110.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/stmaergen-feldberg-nebel-pan241110-180x75.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-128396\" class=\"wp-caption-text\">Blick \u00fcber St. M\u00e4rgen im Hochschwarzwald \u00fcber Nebel zum Feldberg am 10.11.2024<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Bayern: 275 Schulklassen ohne deutschen Muttersprachler (22.11.2025)<\/li>\n<li>Deutschunterricht: Warnsignale in der Bildungskrise (31.1.2025)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/deutsche-sprache\/\">Deutsche-Sprache<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bayern: 275 Schulklassen ohne deutschen Muttersprachler<\/strong><br \/>\n&#8222;Alarmzahlen aus Bayern: 275 Schulklassen ohne <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/deutsche-sprache\/\">deutschen<\/a> Muttersprachler &#8211; und 1.209 Klassen mit 100 Prozent Migrationsanteil&#8220;<br \/>\nDeshalb gilt Nius.de, das Medium, dem wir diese Meldung entnehmen, als beinahe ebenso rechtsextrem wie der Landtagsabgeordnete, der die Anfrage stellte. Korrekt \u00fcberschrieben und verfassungsschutzad\u00e4quat verpackt, muss die Headline n\u00e4mlich lauten: \u201eBayerische Schulklassen bunt wie nie!\u201d &#8230;<br \/>\n&#8222;Insgesamt 10.555 Regelklassen an allgemeinbildenden Schulen in Bayern bestehen inzwischen mehrheitlich aus Kindern, die zu Hause nicht Deutsch sprechen. In diesen Klassen liegt der Anteil nichtdeutscher Muttersprachler also bei \u00fcber 50 Prozent.\u201d<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Telegraph https:\/\/www.telegraph.co.uk\/world-news\/2025\/11\/18\/majority-of-young-french-muslims-sharia-above-national-laws\/ teilt mit, was dergleichen Erhebungen mit einer gewissen Regelm\u00e4\u00dfigkeit ergeben, die daraufhin stirnrunzelnd pr\u00e4sentiert, multimedial beschwiegen und in Schubladen gelegt werden.<br \/>\n&#8222;Majority of young French Muslims put sharia above national laws&#8220;<br \/>\nEiner neuen Studie zufolge stellt die Mehrheit der jungen franz\u00f6sischen Muslime die Scharia \u00fcber die Gesetze der Republik. Die Umfrage, die f\u00fcr das Magazin \u00c9cran de veille durchgef\u00fchrt wurde, ergab au\u00dferdem, dass mehr als ein Drittel mit der islamistischen Ideologie sympathisiert. Rund 57 Prozent der Muslime im Alter von 15 bis 24 Jahren seien der Ansicht, dass islamisches Recht in Bereichen wie ritueller Schlachtung von Tieren, Ehe und Erbschaft Vorrang vor franz\u00f6sischem Recht haben sollte. Vor drei Jahrzehnten seien lediglich 36 Prozent der franz\u00f6sischen Muslime im Alter von 18 bis 24 Jahren der Meinung gewesen, die Scharia solle Vorrang vor dem weltlichen Recht haben.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201eDer Historiker Fran\u00e7ois Kraus, Autor der Studie, deutete die Ergebnisse als Hinweis auf einen Prozess der \u201aRe-Islamisierung\u2019, der von j\u00fcngeren Generationen vorangetrieben werde\u201d, schreibt der Telegraph. \u201eEr sagte: \u201aDiese Umfrage zeichnet sehr deutlich das Bild einer muslimischen Bev\u00f6lkerung, die sich zunehmend an strengen religi\u00f6sen Normen orientiert und von einem islamistischen politischen Projekt angezogen wird.\u2019\u201c Der Fundamentalismus habe die K\u00f6pfe von mehr als einem Drittel der Muslime erobert. Rund 38 Prozent der Befragten bef\u00fcrworteten im Jahr 2025 ganz oder teilweise islamistische Positionen \u2013 doppelt so viele wie im Jahr 1998.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.11.2025 von Michael Klonovsky bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/11\/22-november-2025\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/11\/22-november-2025\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutschunterricht: Warnsignale in der Bildungskrise<\/strong><br \/>\nErziehung zur Demokratie: Der Deutschunterricht war immer auch politisch, scheint aber angesichts rasant abnehmender Lesef\u00e4higkeit seine volksp\u00e4dagogischen Ziele nun zu verfehlen<br \/>\nOliver Busch<br \/>\nDer Grundschulabg\u00e4nger kann im allgemeinen hinl\u00e4nglich lesen\u201c, stellte der P\u00e4dagoge und Literaturwissenschaftler Hermann Helmers in seinem Standardwerk \u201eDidaktik der deutschen Sprache\u201c \u00fcber die \u201eEinf\u00fchrung in die muttersprachliche und literarische Bildung\u201c (1997) zufrieden fest. Da schwang auch Stolz auf den Anteil mit, den er seinem Fach, der Deutsch-Didaktik, an diesem Erfolg zuschrieb. Nur vier Jahre sp\u00e4ter rei\u00dft der \u201ePISA-Schock\u201c Helmers, seine Kollegen sowie alle, die in der noch jungen Berliner Republik bildungspolitische Verantwortung tragen, brutal aus dieser Illusion, in der besten aller schulischen Welten zu leben. Dokumentierte die 2001 publizierte erste PISA-Studie doch, da\u00df deutsche 15j\u00e4hrige im internationalen Vergleich der Leseleistungen ein blamabel unterdurchschnittliches Ergebnis erzielten.<br \/>\nTrotz zahlreicher Initiativen und Programme der Kultusministerkonferenz der L\u00e4nder, die darauf abzielten, die Anzahl jener Sch\u00fcler deutlich zu reduzieren, deren Lesef\u00e4higkeit mangelhaft ist, haben sich die Zust\u00e4nde in den letzten zwei Jahrzehnten nicht wesentlich verbessert, sondern eher kontinuierlich verschlechtert. Das best\u00e4tigen auch neueste Hiobsbotschaften von der Bildungsfront. Es begann mit einer im letzten Sommer ver\u00f6ffentlichten Vergleichsstudie \u00fcber die Leistungen Berliner Dritt- und Achtkl\u00e4\u00dfler in Deutsch und Mathematik. Demnach erf\u00fcllten 46 Prozent der getesteten Grundsch\u00fcler der dritten Klassen Mindestanforderungen beim Lesen nicht. In der achten Klasse Integrierter Gesamtschulen sah es noch d\u00fcsterer aus: 62 Prozent scheiterten daran, einen einfachen Text zu lesen und zu verstehen. In der Mathematik, die nur mit Lesef\u00e4higkeit zu bew\u00e4ltigen ist, lag die Versagerquote sogar bei 74 Prozent. Und selbst an Berliner Gymnasien waren 12 beziehungsweise 21 Prozent der Sch\u00fcler \u00fcberfordert damit, Standardanspr\u00fcchen im Lesen und Rechnen zu gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Welche Konsequenzen diese fr\u00fch auftretenden und bis zum Schulabschlu\u00df in der Regel nicht zu behebenden Defizite zeitigen, offenbarte eine kurz vor Weihnachten 2024 pr\u00e4sentierte OECD-Studie, die im internationalen Kontext auch die Lesekompetenz von 4.800 erwachsenen Deutschen zwischen 16 und 65 Jahren pr\u00fcfte. Es kam zwar nicht so schlimm, wie nach den vielen f\u00fcr den Nachwuchs im einstigen Land der Dichter und Denker so desastr\u00f6s ausgefallenen Schulleistungsstudien seit PISA 1 zu bef\u00fcrchten war. Aber das \u201ehohe mittlere Niveau\u201c erklommen die deutschen Probanden nur, weil die Leseleistungen in den \u00fcbrigen 30 Teilnehmerl\u00e4ndern seit dem letzten Test von 2012 markant gesunken waren. Zudem hoben die sehr guten Werte, die die \u00c4lteren der Jahrg\u00e4nge von 1960 bis 1970 erzielten, den deutschen Durchschnitt an, w\u00e4hrend schlechtere Leseleistungen Erwachsener mit Migrationshintergrund ihn herabdr\u00fcckten. Dieser Kreis stellt auch einen Teil der best\u00fcrzenden 20 Prozent, denen nur schwache Lese- und alltagsmathematische Kompetenzen sowie Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeiten bescheinigt wurden. \u201eSchwache Lesef\u00e4higkeit\u201c bedeutet, da\u00df die Erwachsenen dieser Gruppe nicht einmal auf der geistigen Stufe von Zehnj\u00e4hrigen rangieren, weil sie Texten zentrale Informationen nicht entnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die sich jenseits von Schule und Bildung auftuende gesellschaftpolitische Dimension und Brisanz solcher trostlosen Befunde f\u00fcr die deutsche Kulturnation ergibt sich freilich erst im R\u00fcckblick auf die Geschichte des Deutschunterrichts nach 1945, wie sie unl\u00e4ngst, bis 1989 getrennt dargestellt f\u00fcr die Bundesrepublik und die DDR, im Fachblatt der Deutsch-Didaktiker erschienen ist (Der Deutschunterricht, 1\/2024). Aus der Taufe gehoben wurde diese westdeutsche Zeitschrift 1948, noch w\u00e4hrend des Besatzungsregimes, vor dem Hintergrund der Debatten \u00fcber Vergangenheitsbew\u00e4ltigung, bildungspolitische Lehren aus der NS-Diktatur und das im Mai 1949 verabschiedete Bonner Grundgesetz. Kein Wunder, da\u00df in diesem Umfeld die Herausgeber den Deutschunterricht von Anfang an als \u201epolitischen Unterricht\u201c, mithin Sprach- und Literaturvermittlung als \u201eErziehung zur Demokratie\u201c konzipierten. Sind aber 75 Jahre sp\u00e4ter ein F\u00fcnftel der bundesdeutschen Erwachsenen als konstitutionelle Analphabeten einzustufen, die am gesellschaftlichen Leben geistig nicht teilzunehmen verm\u00f6gen, besteht Grund, wenn nicht vom Scheitern des \u00fcberkommenen idealistischen Erziehungsprojekts und somit von der akuten Gef\u00e4hrdung des demokratischen Systems zu sprechen, so doch die Alarmsirenen zu h\u00f6ren, die ein solches Studienresultat ausl\u00f6sen sollte.<\/p>\n<p>Wie alle Beitr\u00e4ge im Deutschunterricht dokumentieren, war diese Entwicklung 1949 keineswegs abzusehen. Im Gegenteil: Die Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr den Deutschunterricht der politisch so unterschiedlichen Staaten wurzeln in einem gemeinsamen Menschenbild. In der sowjetischen Besatzungszone, der sp\u00e4teren DDR, richtete ein schon im Juli 1946 fixierter Deutschlehrplan das Unterrichtsziel f\u00fcr die achtj\u00e4hrige Grund- und vierj\u00e4hrige Oberschule zwar plakativ auf die \u201eantifaschistisch-demokratischen Grundwerte\u201c aus. Man hielt aber, genau wie die P\u00e4dagogen und Bildungspolitiker in den westlichen Besatzungszonen, die es religi\u00f6s, \u201echristlich-abendl\u00e4ndisch\u201c akzentuierten, am Humboldtschen Ideal \u201eallseitiger\u201c Pers\u00f6nlichkeitsbildung fest, wenn auch die \u201eallseitig entwickelte sozialistische Pers\u00f6nlichkeit\u201c mit gefestigten marxistisch-leninistischen Grund\u00fcberzeugungen gemeint war. Was f\u00fcr die Praxis des Deutschunterrichts hie\u00df, Sch\u00fcler nicht nur zur selbst\u00e4ndigen Texterschlie\u00dfung und zu vertiefter Sinnerfassung anzuleiten, sondern auch zu \u201eparteiischer Interpretation\u201c.<\/p>\n<p>Die Hauptfunktion des sozialistischen Literaturunterrichts bestand darin, die Sch\u00fcler mit Werken der \u201ehumanistischen Literatur\u201c aus allen Epochen vertraut zu machen, um ihre literarische Allgemeinbildung und damit ihre Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung zu f\u00f6rdern. Besonderer Wert kam daf\u00fcr dem \u201eklassischen Erbe\u201c der Goethe-Zeit zu, jenen f\u00fcr musterg\u00fcltig erachteten, dem Humanit\u00e4tsideal verpflichteten literarischen Werken, die vom \u201eKampf der Menschen gegen soziale Unterdr\u00fcckung und f\u00fcr ein menschenw\u00fcrdiges Leben erz\u00e4hlen\u201c. F\u00fcr den Unterricht dienten sie als Ausgangspunkt, um das Sprachkunstwerk in den Zusammenhang mit seinen historisch-\u00f6konomischen Entstehungsbedingungen, im Rahmen seiner \u201eGebundenheit an antagonistische Klassengegens\u00e4tze\u201c zu thematisieren und so Klassikerlekt\u00fcre mit marxistischer Weltsicht zu verbinden.<\/p>\n<p>Hingegen glaubten Deutschdidaktiker im Westen zun\u00e4chst, inspiriert von dem einflu\u00dfreichen Schweizer Germanisten Emil Staiger und seiner als Reaktion auf ideologische Vereinnahmungsexzesse zwischen 1933 und 1945 entworfenen Theorie \u201ewerkimmanenter Interpretation\u201c, Dichtung als Medium zur Vermittlung vermeintlich zeitloser, \u201eunpolitischer\u201c Werte und ewiger Wahrheiten anbieten zu k\u00f6nnen. Dementsprechend spiegelten der schulische Lekt\u00fcrekanon und das \u201eDeutsche Lesebuch\u201c der 1950er Jahre noch agrarische, religi\u00f6s gepr\u00e4gte Lebenswelten des 19. Jahrhunderts und nicht die Realit\u00e4t der pluralistischen bundesdeutschen Industriegesellschaft wider. Das \u00e4nderte sich erst in den fr\u00fchen Sechzigern, als sich der Deutschunterricht f\u00fcr bis dahin Marginalisierte, von B\u00fcchner bis Brecht, f\u00fcr Gebrauchstexte, Sachprosa, Comics und Jugendliteratur \u00f6ffnete. Nun setzten sich jene \u201eReformer\u201c bildungspolitisch durch, die wie das linke, 1969 von Deutschlehrern gegr\u00fcndete \u201eBremer Kollektiv\u201c oder die Autoren der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten \u201eHessischen Rahmenrichtlinien\u201c (1972), die \u201eemanzipatorische Funktion\u201c des Deutschunterrichts und die \u201eErziehung zur M\u00fcndigkeit\u201c (Adorno) propagierten, um das \u201ekapitalistische System\u201c vom Klassenzimmer und vom H\u00f6rsaal aus zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Ungeachtet dessen, ungeachtet auch der ideologisch-kollektivistischen Verh\u00e4rtung der Schulpolitik der DDR seit \u00dcbernahme des Ministeriums f\u00fcr Volksbildung durch Margot Honecker (1963), orientierte sich der Deutschunterricht in beiden deutschen Staaten im Kern weiterhin am Ideal der selbstbestimmten, umfassend gebildeten Pers\u00f6nlichkeit. Hier, in der b\u00fcrgerlich- kapitalistischen Demokratie des Westens, am vielbeschworenen \u201eMenschenbild des Grundgesetzes\u201c, dort, in der \u201eVolksdemokratie\u201c der SED, ausgerichtet auf den \u201ewahrhaft menschlichen Menschen\u201c, der dereinst in der klassenlosen Gesellschaft \u201eseine allseitig entwickelten Anlagen allseitig best\u00e4tigen\u201c werde (Friedrich Engels).<\/p>\n<p>Das blieb erwartungsgem\u00e4\u00df Utopie. Aber immerhin, ausweislich der \u201eAufsatzstudie Ost\u201c von 1996 garantierte der \u201eganzheitliche\u201c, das kulturelle Erbe in einem festen Lekt\u00fcrekanon \u00fcberliefernde Deutschunterricht der DDR die sprachlich-literarische Leistungsf\u00e4higkeit sicherer als im Westen, wo sich schon vor dem Mauerfall Symptome einer \u201eVerflachung von Schreiben und literarischem Lesen\u201c zeigten, von der nur die in der OECD-Studie von 2024 so positiv bewertete \u201eBoomer-Generation\u201c gerade noch verschont blieb. Trotzdem, so leitet der Literaturdidaktiker Christian Dawidowski (Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck) die Beitr\u00e4ge des Deutschunterrichts ein, seien die Weichen f\u00fcr den seit PISA 1 erlebten Niedergang sprachlich-literarischer Bildung bereits gestellt gewesen. Die seit der Jahrtausendwende rasant fortschreitende Digitalisierung des Lesens, die expansive \u201eKompetenzorientierung\u201c der allein auf \u201einformatorisches Lesen\u201c und dessen \u201eFunktionalit\u00e4t\u201c abstellenden PISA-Didaktik sowie die drastische Absenkung der Bildungsstandards zwecks \u201eIntegration\u201c von Millionen kulturfremder Zuwanderer m\u00fcnden heute in Zust\u00e4nden, die die Zukunft des demokratischen Gemeinwesens in Frage stellen.<\/p>\n<p><em>Die Zeitschrift \u201eDer Deutschunterricht\u201c erscheint im Friedrich-Verlag (Hannover) j\u00e4hrlich mit f\u00fcnf Ausgaben. <a href=\"https:\/\/www.friedrich-verlag.de\">https:\/\/www.friedrich-verlag.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 31.1.2025 bitte von Oliver Busch lesen in der JF 6\/25, Seite 13<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Kultur\u00a0&gt;Dichter &gt;Bildungsmisere &gt;Schulen &gt;Deutsch &gt;Deutschunterricht Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Bayern: 275 Schulklassen ohne deutschen Muttersprachler (22.11.2025) Deutschunterricht: Warnsignale in der Bildungskrise (31.1.2025) Deutsche-Sprache &nbsp; Bayern: 275 Schulklassen ohne deutschen Muttersprachler &#8222;Alarmzahlen aus Bayern: 275 Schulklassen ohne deutschen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/deutschunterricht\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":54655,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-130503","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/130503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=130503"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/130503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141929,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/130503\/revisions\/141929"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}