{"id":128279,"date":"2024-11-13T18:41:35","date_gmt":"2024-11-13T17:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=128279"},"modified":"2025-12-13T16:09:03","modified_gmt":"2025-12-13T15:09:03","slug":"usa-pleite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-pleite\/","title":{"rendered":"USA-pleite"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"\u00b4Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Partnerschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/partnerschaft\/\">Partnerschaft<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/us-wahl5-nov2024\/\">USA<\/a> &gt;USA-pleite<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/usa-wahlmaenner-5-11-2024pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-128185\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/usa-wahlmaenner-5-11-2024pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/usa-wahlmaenner-5-11-2024pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/usa-wahlmaenner-5-11-2024pan-180x133.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>\u201eEs gibt nichts, was den US-Dollar ersetzen kann\u201c &#8211; US-Staatsverschuldung (12.12.2025)<\/li>\n<li>USA: Nettoauslandsschuld von 91 % des Bruttoinlandsprodukts (19.11.2025)<\/li>\n<li>Zur Kontinuit\u00e4t westlicher Regierungen nach dem Trump-\u203aDesaster\u2039 (11.11.2024)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-usa\/\">Deutschland-USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/europa-usa\/\">Europa-USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/trump\/\">Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/us-geopolitik\/\">US-Geopolitik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eEs gibt nichts, was den US-Dollar ersetzen kann\u201c &#8211; US-Staatsverschuldung<\/strong><br \/>\nDie US-Staatsverschuldung hat sich seit 2014 auf 38 Billionen Dollar verdoppelt. Der englische Verm\u00f6gensverwalter LGIM sieht dennoch keine Alternative zu den US-Bonds. \u201eIn einer Zeit, in der die US-Regierung eine Billion Dollar pro Jahr Zinsen zahlen mu\u00df und die Zinslast \u00fcber das Budget f\u00fcr das Verteidigungsministerium gestiegen ist, hat auch die Nervosit\u00e4t an den Anleihem\u00e4rkten stark zugenommen\u201c, erkl\u00e4rte die LGIM-Anlagestrategin Sonja Laud im Handelsblatt. \u201eIn den kommenden 30 Jahren k\u00f6nnte die Staatsverschuldung auf 155 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen, ein in den USA bisher unerreichter Wert. Da ist es nicht verwunderlich, da\u00df Investoren eine h\u00f6here Risikopr\u00e4mie f\u00fcr l\u00e4nger laufende Staatsanleihen fordern.\u201c Dennoch bleibe der Greenback die Weltleitw\u00e4hrung: \u201eRealistisch betrachtet gibt es nichts, was den Dollar im Moment ersetzen kann. Es gibt einfach keinen Ort, an dem man das gleiche Volumen unterbringen k\u00f6nnte\u201c, erkl\u00e4rte die 50j\u00e4hrige deutsche \u00d6konomin. Da Investoren vermehrt nach Alternativen suchten, k\u00f6nne die Bedeutung des Dollars aber langfristig abnehmen. (fis)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.lgimeu.com\/ueberuns\">https:\/\/www.lgimeu.com\/ueberuns<\/a><br \/>\n&#8230; Alles vom 12.12.2025 bitte lesen in der JF 51\/25, Seite 11<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>USA: Nettoauslandsschuld von 91 % des Bruttoinlandsprodukts<\/strong><br \/>\n\u201eDie Amerikaner haben \u00fcber Jahrzehnte eine gewaltige Schuldenorgie gefeiert. Nun sind sie total \u00fcberschuldet. Der Staat, die privaten Haushalte und die Unternehmen zusammengenommen haben eine Nettoauslandsschuld von 91 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das ist ein internationaler Rekordwert. Das halten die USA niemals durch, obwohl Trump nun \u00fcberall auf der Welt Geld einsammelt.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sinn\/\">Hans Werner Sinn<\/a>, \u00d6konom, im Nachrichtenportal \u201et-online\u201c vom 19. November 2025<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zur Kontinuit\u00e4t westlicher Regierungen nach dem Trump-\u203aDesaster\u2039<\/strong><br \/>\nEs herrscht dieser Tage eine gro\u00dfe Aufregung um das gleichzeitige Ende der deutschen Koalition und die erneute Wahl Donald Trumps zum Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten, nachdem ein trotz drastischen Niedergangs immer noch m\u00e4chtiges Land vier Jahre lang von Politikern regiert wurde, die eindeutig im Sinne der Agenda 2030 der UNO ausgerichtet waren.<br \/>\nW\u00e4hrend in Deutschland der Bundeskanzler und Teile der Medien der FDP die Schuld am Ende der Koalition zuweisen und bedauern, dass die sogenannte gr\u00fcne Transformation auf der Basis von neuen Schulden nicht fortgesetzt werden kann, herrscht angesichts der Wahl Trumps Panik. Dies sei das Ende der Demokratie in Amerika, Trump, der ja bereits im Januar 2021 einen Umsturzversuch angezettelt habe, werde nun die S\u00e4ulen der Demokratie einrei\u00dfen und \u00e4hnliches lesen wir. Insgesamt ist die Aufregung gro\u00df. Nichts davon ist richtig.<\/p>\n<p><em>Kontinuit\u00e4t seit 1963<\/em><br \/>\nVielmehr befinden wir uns in einer sechzigj\u00e4hrigen Phase der Kontinuit\u00e4t, deren Beginn ich auf das Jahr 1963 datieren m\u00f6chte. Damals wurde John F. Kennedy ermordet, und zwar nicht durch einen geisteskranken Einzelt\u00e4ter. Dieses Ereignis kann man als politische Wende in der westlichen Nachkriegsordnung ansehen, so wie man 1968 als kulturellen Wendepunkt ansehen muss. Inwiefern? Wahrscheinlich war Kennedy in den USA der letzte Repr\u00e4sentant eines reichen autonomen B\u00fcrgertums, das meinte, die Innenpolitik der Weltmacht USA republikanisch bestimmen zu k\u00f6nnen, ohne jedoch strategisch dominierendes (oligarchisches) Eigentum zu besitzen. \u203aRepublikanisch\u2039 bedeutet hier Politik der res publica, also Politik im Sinne der von den Politikern wahrgenommenen politischen Willensbildung der Mehrheit des Staatsvolkes, die bei freien und geheimen Wahlen durch das Volk korrigiert werden kann. Beispielsweise wollte Kennedy zusammen mit seinem Bruder Robert die mafi\u00f6se Korruption der Gewerkschaften und anderer US-Institutionen bek\u00e4mpfen. Au\u00dferdem wollte er das Fiatgeldsystem abschaffen, das die Grundlage des Reichtums der US-Oligarchen bildet. Mit seinen Politikvorstellungen ging Kennedy den oligarchischen Eliten seiner Zeit zu weit.<\/p>\n<p>Diese Eliten sind jene, die \u00fcber strategisch dominierendes Eigentum verf\u00fcgen. Dies ist oligopolistisch organisiertes Eigentum an wesentlichen Aspekten der Wertsch\u00f6pfung in allen Wirtschaftssektoren, au\u00dfer denen, die nicht oder nur schwer zu zentralisieren und zu skalieren sind. Typischerweise von der Oligopolbildung ausgenommen sind lokale Dienstleister oder Nischenprodukte ohne Skalierungspotential, bis vor 20 Jahren waren es auch die klassischen freien Berufe wie Landwirt, Arzt, Apotheker oder Rechtsanwalt (was sich seitdem ver\u00e4ndert). Solches strategisch-dominierendes Eigentum erlaubt, wie Thorstein Veblen schon in den 1910er und 20er Jahren zeigte, erhebliche politische Macht.<br \/>\nNach dem Tod Kennedys hat kein US-amerikanischer Pr\u00e4sident mehr versucht, republikanische Politik zu machen. Allen ist klar, dass sie Grenzen haben, die sich nicht \u00fcberschreiten d\u00fcrfen. Vielmehr entkoppelte sich die politische Willensbildung immer mehr von der Willensbildung der Mehrheit des Volkes und verfolgte immer stringenter die Interessen der kleinen oligarchischen Minderheit. Die wichtigsten Stationen auf diesem Weg waren die Aufhebung der Goldbindung des Dollars 1971, die chronisch steigende Staatsverschuldung, die lang angelegte Schaffung einer riesigen Schicht loyaler staatlicher Angestellter, Beamter und Sozialleistungsempf\u00e4nger (sie macht heute mehr als 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung aller westlichen Nationen aus), die Deregulierung des Bankensektors, das Drucken arbitr\u00e4rer Geldsummen, die vollst\u00e4ndige Privatisierung staatlicher Unternehmen, die Deindustrialisierung, sowie die Schaffung und Alimentierung riesiger Sektoren, die darauf spezialisiert sind, G\u00fcter herzustellen, die vom Steuerzahler bezahlt werden \u2013 wie beispielsweise R\u00fcstungsfirmen, Gesundheitsindustrie und Migrationsindustrie (insgesamt vereinnahmen sie in den OECD-Staaten mindestens 20 bis 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts).<\/p>\n<p><em>FIRE-Economy (finance, insurance, real estate)<\/em><br \/>\nAll diese Vorg\u00e4nge zusammen haben zu einer Wirtschaftsform gef\u00fchrt, die Michael Hudson als FIRE-Economy (finance, insurance, real estate) bezeichnet. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine kleine Schicht relevantes Eigentum hat, w\u00e4hrend neunzig Prozent der Bev\u00f6lkerung \u00fcber wenig oder kein Eigentum verf\u00fcgen, sondern ihr gesamtes versteuertes Einkommen f\u00fcr Versicherung, Wohnung, Lebensmittel, Kleidung und Kleinkonsum ausgeben. Diese 90 Prozent sind oftmals verschuldet, und zwar durch Immobilien oder Autokauf, zunehmend aber auch durch die Kosten der Ausbildung. Bei den \u203aErb\u00e4rmlichen\u2039 (Clinton: \u203adeplorables\u2039, Victor Hugo h\u00e4tte gesagt: mis\u00e9rables) kommen oft chronische Dispokredite, Spielschulden und Kreditkartenschulden oder gar Schulden beim Dealer hinzu. Oft steht am Ende der Lebensarbeitsleistung keine kreditfreie Immobilie zur Verf\u00fcgung. Am krassesten sind die Zahlen in der Schweiz, wo die gro\u00dfe Mehrheit der Immobilien schuldenbelastet vererbt werden. In allen westlichen FIRE-\u00d6konomien gibt es dominierendes Eigentum, bei dem weniger als 1 Promille der Bev\u00f6lkerung die relevanten Anteile am strategischen Eigentum besitzt. Insgesamt sind es im Westen nur einige hundert Familien, die wirklich dominieren.<br \/>\nIm Wesentlichen leben wir im Westen seit 60 Jahren in solchen Gesellschaften, wobei sich die Dichotomisierung entlang der oben skizzierten Schritte beschleunigte. Doch erodierte die republikanische Partizipation sehr langsam, bis weit in die 1990er Jahre hinein war sie noch recht hoch, auch wenn die Eigentumskonzentration immer weiter zunahm. Jedoch nimmt die \u00f6konomische und politische Partizipation der unteren 90 Prozent der Bev\u00f6lkerung stetig ab, was inzwischen im ganzen Westen zur Entstehung eines markanten Populismus der \u203aErb\u00e4rmlichen\u2039 gef\u00fchrt hat, der unter Establishmentvertretern Abscheu hervorruft.<\/p>\n<p>Die Angst dieser Schicht ist es nun, einer wie Trump k\u00f6nne es wagen, die Interessen dieser Massen ernsthaft zu vertreten und damit folgende elit\u00e4re Politikprojekte im Sinne der Agenda 2030 zu gef\u00e4hrden: Gesundheitsstaat (COVID ist vorbei, aber man plant f\u00fcr die n\u00e4chste Pandemie), Klimastaat, Migrationsstaat, kriegsorientierte Au\u00dfenpolitik, Deindustrialisierung, Gelddrucken, Infrastrukturreduktion, Absenkung der landwirtschaftlichen Produktion, Private-Public-Partnership-Politik, Politik der Verlagerung hoheitlicher Aufgaben an private, aber staatlich finanzierte NGOs, Geisteshygienepolitik, sowie Identit\u00e4tspolitik in zahlreichen Formaten. Desweiteren besteht gro\u00dfe Sorge, auch in Deutschland k\u00f6nnten populistische Politiker diese Politikprojekte gef\u00e4hrden, weshalb man kulturelle und politische Brandmauern errichtet hat, die dies verhindern sollen. Doch wir k\u00f6nnen aufatmen: Diese Sorgen sind unberechtigt.<\/p>\n<p><em>Stabilit\u00e4t und Risse des westlichen Modells<\/em><br \/>\nAufgrund des erst langsamen, sich nun aber beschleunigenden Verschwindens des Prinzips der republikanischen Partizipation k\u00f6nnen sich die Eliten sicher sein, dass die Agenda-2030-Politik im Wesentlichen weitergef\u00fchrt werden kann. Um diese abzusichern, haben wir die \u203aGeisteshygienepolitik\u2039 (Netzwerkdurchsetzungsgesetz und neuerdings auch das Gesetz \u00fcber digitale Dienste, die deutsche Umsetzung des Digital Services Act), eine Brandmauer gegen Populisten und Aufkl\u00e4rung im Bildungssystem und durch NGOs.<br \/>\nDie Agenda-2030-Politik wird durch die Bundesregierung im Wesentlichen seit dem Antritt Merkels vor 20 Jahren umgesetzt, unter der nun gescheiterten Regierung ebenfalls und mit Sicherheit auch durch die kommende Regierung.<\/p>\n<p><em>Wie ist die Lage der USA, welche Optionen hat Trump?<\/em><br \/>\nTrump ist, auch wenn man seine derbe Pers\u00f6nlichkeit und seinen Mangel an Kultur und Bildung verabscheut, ein Garant f\u00fcr Kontinuit\u00e4t der US-Politik.<br \/>\nIn seiner ersten Amtszeit hat Trump in fast allen Politikbereichen f\u00fcr Kontinuit\u00e4t gesorgt, er hat die COVID-Politik vorangetrieben, die Migration nicht unterbunden und auch keine relevante Reindustrialisierung der USA bewirken k\u00f6nnen. Vor allem hat er weiter gewaltige Schulden angeh\u00e4uft und daf\u00fcr Geld drucken lassen als g\u00e4be es kein morgen, w\u00e4hrend seiner Amtszeit stiegen die Schulden von 106 auf 118 Prozent des BIP, jetzt liegen sie bei 124 Prozent, in absoluten Zahlen bei 35 Billionen. Er hat also im Verh\u00e4ltnis zum Wirtschaftswachstum noch schneller Schulden gemacht als die Regierung Biden. Die US-Regierung zahlt nun knapp 1 Billion USD Zinsen pro Jahr, das sind etwa 35 Prozent der Haushalts- und damit mehr als die R\u00fcstungsausgaben. Die Neuverschuldung lag 2024 bei 2,3 Billionen USD, das ist eine Schuldensteigerung um 7 Prozent gegen\u00fcber 2023. Das Handelsbilanzdefizit betrug 2023 mehr als 1 Billion und wird diesen Wert in diesem Jahr ebenfalls \u00fcberschreiten, was bedeutet, dass die USA sich nicht nur laufend staatlich weiter verschulden, sondern auch privat, da die Handelspartner das Defizit durch Finanzstr\u00f6me in das Land ausgleichen m\u00fcssen, die nicht nur aus dem Kauf langfristig wertloser US-Staatsanleihen bestehen; vielmehr wird im Zuge des Geldzuflusses auch US-Eigentum an die Export\u00fcberschussl\u00e4nder verkauft.<\/p>\n<p><strong><em>Ganz klar gehen die USA einer Staatspleite entgegen<\/em><\/strong><br \/>\nOffensichtlich will die Regierung die R\u00fcstungsausgaben nicht senken, t\u00e4te man dies, m\u00fcsste die noch relevante Position als weltweiter milit\u00e4rischer Hegemon aufgegeben werden. Auch die Senkung der gewaltigen Sozialausgaben des US-Bundesstaats von 3,8 Billionen ist schwer m\u00f6glich. Es bleiben der Regierung neben Verteidigung, Sozialausgaben und Schuldendienst nur knapp 1 Billion an sonstigen Ausgaben, die allerdings zum gro\u00dfen Teil auch versteckte Sozialausgaben sind. Die Infrastruktur verf\u00e4llt, das Bildungsniveau sinkt, der Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung ist der schlechteste seit dem Ende des zweiten Weltkriegs, die Qualit\u00e4t der US-Armee sinkt materiell und personell, das Ansehen der USA in der Welt tr\u00fcbt sich ein und wird nach der unweigerlichen totalen Niederlage in der Ukraine weiter fallen.<\/p>\n<p><em>Was f\u00fcr Handlungsspielr\u00e4ume hat Trump in dieser Situation?<\/em><br \/>\nIn der Au\u00dfenpolitik will er zwar den Krieg in der Ukraine beenden, doch ist Russland nun derart \u00fcberlegen, dass Putin sehr harte Bedingungen an einen Friedensvertrag kn\u00fcpfen wird, die von den USA wahrscheinlich nicht zu erf\u00fcllen sind, da sie alle Forderungen enthalten werden, derentwegen Russland seinen Angriffskrieg begonnen hat. Falls die USA nicht darauf eingehen, wird Russland weiter Krieg bis zum bitteren Ende f\u00fchren. Das Verh\u00e4ltnis zu Russland wird weiterhin eine Feindschaft sein, allerdings eine weniger bedrohliche als im kalten Krieg. Immerhin kaufen die USA das angereicherte Uran f\u00fcr ihre AKWs weiterhin gr\u00f6\u00dftenteils aus Russland.<br \/>\nIm Nahen Osten hat Trump ebenfalls keine Aussichten, die Situation zu ver\u00e4ndern. Die notwendige Unterst\u00fctzung Israels wird weitergehen, da ohne sie die Existenz Israels als Staat gef\u00e4hrdet ist. Mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit wird Trump \u2013 wie Biden \u2013 versuchen, eine Eskalation hin zum Krieg gegen den Iran zu verhindern, da die USA diesen Krieg nicht gewinnen k\u00f6nnen und daf\u00fcr auch keine Mittel haben. Das Verh\u00e4ltnis zu China wird sich auch nicht stark ver\u00e4ndern, da die USA dringend auf chinesische Exporte angewiesen sind und von dort 2023 G\u00fcter im Wert von 430 Milliarden USD importierten (Handelsbilanzdefizit mit China 280 Mrd. USD, knapp 30 Prozent des Gesamtdefizits). Daher ist ein echter Handelskrieg mit China f\u00fcr Trump keine Option, genauso wenig wie eine milit\u00e4rische Konfrontation. Denn daf\u00fcr brauchte man wirtschaftliche Autarkie und Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse, wie Russland uns in den letzten Jahren gezeigt hat. Auch die langfristige Politik der USA gegen\u00fcber Europa wird fortgesetzt werden mit dem Ziel, weiterhin im Tausch gegen wertlose Staatsanleihen das Handelsbilanzdefizit gegen\u00fcber der EU aufrecht zu erhalten und an der Deindustrialisierung Europas zu verdienen (was allerdings nur partiell gelingt, die Asiaten verdienen daran mehr).<br \/>\nEinige \u00c4nderungen sind innenpolitisch zu erwarten, wie eine Reduktion der Identit\u00e4tspolitik, etwa beim Thema Kastration Minderj\u00e4hriger gegen den Willen der Eltern, oder bei der absurden Kohlendioxidreduktionspolitik. Doch sogar letzteres ist ein rein symbolisches Politikfeld, da ja der Weltaussto\u00df an Kohlendioxid weiter kr\u00e4ftig steigt, und zwar auch ohne die USA, wo er durch die anhaltende Deindustrialisierung ohnehin seit Jahren sinkt. Budget\u00e4r hat Trump kaum M\u00f6glichkeiten, innenpolitisch viel zu ver\u00e4ndern. Die vielleicht wichtigsten Indikatoren werden die Gesundheitspolitik und die Regulierung der Pharmaindustrie sein, bei der er zusammen mit Robert F. Kennedy Ver\u00e4nderungen angek\u00fcndigt hat, die die Arzneimittelsicherheit (Stichwort Nukleins\u00e4ureimpfstoffe) wieder herstellen soll. Ob ihm das gelingen wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p><em><strong>Insgesamt hat das Agenda-2030-Establishment nichts zu bef\u00fcrchten, weder hier noch in den USA.<\/strong> <\/em>Dass Merz ein konstruktives Misstrauensvotum ausschlie\u00dft, da es f\u00fcr die Kanzlerwahl keine demokratische Mehrheit gebe, sagt alles. Es hei\u00dft im Westen ganz klar \u203aWeiter so!\u2039 mit der oligarchischen Willensbildung und ihren Folgen. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.<br \/>\n&#8230; Alles vom 11.11.2024 von Max Ludwig bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.globkult.de\/politik\/welt\/2408-zur-kontinuitaet-westlicher-regierungen-nach-dem-trump-desaster\">https:\/\/www.globkult.de\/politik\/welt\/2408-zur-kontinuitaet-westlicher-regierungen-nach-dem-trump-desaster<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Partnerschaft &gt;USA &gt;USA-pleite Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen \u201eEs gibt nichts, was den US-Dollar ersetzen kann\u201c &#8211; US-Staatsverschuldung (12.12.2025) USA: Nettoauslandsschuld von 91 % des Bruttoinlandsprodukts (19.11.2025) Zur Kontinuit\u00e4t westlicher Regierungen nach dem Trump-\u203aDesaster\u2039 (11.11.2024) Deutschland-USA &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-pleite\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":14947,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-128279","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128279"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142864,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128279\/revisions\/142864"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}