{"id":128218,"date":"2024-11-12T14:04:45","date_gmt":"2024-11-12T13:04:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=128218"},"modified":"2026-02-25T18:26:26","modified_gmt":"2026-02-25T17:26:26","slug":"generation-z","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/generationen\/generation-z\/","title":{"rendered":"Generation-Z"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\">Selbsthilfe<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/\">Frauen<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/generationen\/\">Generationen<\/a> &gt;Generation Z<\/p>\n<div id=\"attachment_127573\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fahrrad-schrauber-pan241003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-127573\" class=\"size-full wp-image-127573\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fahrrad-schrauber-pan241003.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fahrrad-schrauber-pan241003.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fahrrad-schrauber-pan241003-180x101.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-127573\" class=\"wp-caption-text\">Fahrrad-Schrauber auf der Strasse am Wochenende 3.10.2024<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span>\u00a0oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jugendliche-abgeordnete-in-bw\/\">Jugendliche Abgeordnete in BW<\/a>\u00a0(25.2.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/widerstand\/\">Die Wahlumfragen zeigen eine Richtung: Die Krise spitzt sich langsam, aber stetig zu<\/a>\u00a0(5.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/informatik\/kuenstliche-intelligenz\/\">Frage an ChatGPT: \u201eWie w\u00fcrden Sie den Verstand der n\u00e4chsten Generation zerst\u00f6ren?<\/a> (5.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jugend-zukunft\/\">Stille Kapitulation: Die schweigende, wehrlose junge Generation<\/a> (4.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">Generation Verantwortungslosigkeit<\/a>\u00a0(30.11.2024)<\/li>\n<li>Die stille Krise der Generation Z \u2013 Freiheit versus Konformit\u00e4t (11.11.2024)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/angst\/angst-jugend\/\">Angst-Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/generationenvertrag\/\">Generationenvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/jugendgewalt\/\">Jugendgewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/124902-2\/\">Jugend-Ideologisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/jugend-forscht\/\">Jugend-forscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/jugend.htm#Jugend-Links\">Jugend-Links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/musikvereine\/jugend-musiziert\/\">Jugend-musizier<\/a>t<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jugend-opfer\/\">Jugend-Opfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jugend-zukunft\/\">Jugend-Zukunft<\/a><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/jugend.htm\">Jugend im Raum Freiburg<\/a>&gt;freiburg-dreisamtal.de\/jugend \u2013 Archivseite<\/strong><\/li>\n<li><a title=\"Jungen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jungen\/\">Jungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jungwaehler\/\">Jungw\u00e4hler<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schulklasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulklasse\/\">Schulklasse<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Sozialisation\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/sozialisation\/\">Sozialisation<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Youth-Bulges\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/youth-bulges\/\">Youth Bulges \u2013 Jugend und Gewalt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die stille Krise der Generation Z \u2013 Freiheit versus Konformit\u00e4t<\/strong><br \/>\n<strong>Neue Studie deckt alarmierende Realit\u00e4t auf<\/strong><br \/>\nAls Russin, die in den wilden 90ern in St. Petersburg aufgewachsen ist, erinnere ich mich nicht in erster Linie an Essensmarken oder Second-Hand-Kleidung in meinem Schrank, nicht an drastische Inflation oder schlechte medizinische Versorgung. Die st\u00e4rkste Erinnerung ist vielmehr ein zuvor nie erlebtes Gef\u00fchl der Freiheit. Erzogen in der Sowjetunion, waren wir t\u00e4glich der Indoktrination ausgesetzt. Und pl\u00f6tzlich war sie nicht mehr da.<br \/>\nEs war der Moment, als wir realisierten, dass wir von heute auf morgen die Menschen sein durften, die wir wirklich waren. Wir konnten alles sagen, was wir dachten und alles machen, was wir wollten \u2013 ohne Angst vor politischer Verfolgung.<br \/>\nBesonders die jungen Menschen konnten furchtlos den neuen Freiheiten begegnen \u2013 im Gegensatz zu unseren Eltern und Gro\u00dfeltern, die sich in der neuen, wenn auch chaotischen, freien Welt mit Misstrauen und Vorsicht bewegten \u2013 gepr\u00e4gt von jahrzehntelanger Unterdr\u00fcckung. In uns brodelte der Rebell gegen alles Konventionelle und wir ben\u00f6tigten keine spezielle Erlaubnis, um frei zu sein. Freiheit \u00fcberkam uns einfach und dieses Gef\u00fchl war berauschend. Doch die Erinnerung an das Aufwachsen in einem indoktrinierten Staat ist tief in mir verwurzelt. Sie wirkt wie eine Impfung, sobald ich Tendenzen zur Einschr\u00e4nkung unserer Freiheiten wahrnehme.<\/p>\n<p>Und genau aus diesem Grund horchte ich auf, als ich die Ergebnisse der neuesten repr\u00e4sentativen Studie \u201eGenZ 2024 \u2013 Generation \u00dcberdruck\u201c <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus254280692\/Gen-Z-Am-Ende-verstehen-sich-nicht-mal-die-Veganer-und-Vegetarier.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus254280692\/Gen-Z-Am-Ende-verstehen-sich-nicht-mal-die-Veganer-und-Vegetarier.html<\/a> des K\u00f6lner Markt- und Medienforschungsinsitutes Rheingold las. Die Generation Z, oft als ich-fixierte Couch-Potatoes wahrgenommen, die beim blo\u00dfen Gedanken an \u201eVollzeitarbeit\u201c zusammenbricht, befindet sich laut der Studie in einer ernsthaften Krise. Und zwar nicht wegen der bevorstehenden Klima-Apokalypse oder weil alte wei\u00dfe M\u00e4nner versuchen, ihre glitzernde lila Welt zu \u201ezerst\u00f6ren\u201c und alle dreiundsiebzig Geschlechter \u2013 bis auf zwei \u2013 abzuschaffen. Nein, die Gen Z hat wirkliche Probleme.<br \/>\n.<br \/>\nStephan Gr\u00fcnewald, Psychologe und Leiter der Rheingold-Studie, bei der junge Menschen tiefenpsychologisch interviewt wurden, beschreibt die Sorgen der Generation Z im Kontext globaler Herausforderungen und im pers\u00f6nlichen Alltag. W\u00e4hrend die Jugend noch vor kurzem von vagen \u00c4ngsten wie der Klimakrise gepr\u00e4gt war, verlagern sich ihre Sorgen nun auf den Alltag: \u201eWie komme ich mit den steigenden Lebenshaltungskosten klar?\u201c, \u201eSind die Renten noch sicher?\u201c oder \u201eWerde ich mir jemals eine Immobilie leisten k\u00f6nnen?\u201c. Das ersch\u00fctterndste Ergebnis ist jedoch f\u00fcr mich ein anderes. Mangel an Wohlstand, Wirtschaftskrise und finanzielle Probleme k\u00f6nnen \u00fcberwunden werden, wenn man in einer freien Gesellschaft lebt. Wirklich alarmierend sind in meinen Augen Studien-Ergebnisse zur Meinungsfreiheit und zum Diskurs, die zeigen, dass sich junge Menschen nicht mehr frei f\u00fchlen und selbst untereinander Angst haben, etwas Falsches zu sagen.<\/p>\n<p><em>Statt \u201aWir-Gef\u00fchl\u2018 viele isolierte \u201aBubbles\u2018<\/em><br \/>\nW\u00e4hrend fr\u00fchere Generationen klar definierte, unvers\u00f6hnliche Positionen oder Gruppenidentit\u00e4ten hatten, fehlt es der heutigen Jugend an einem \u00fcbergreifenden Gruppengef\u00fchl, das Halt und eine gemeinsame Richtung bieten k\u00f6nnte. Die Babyboomer identifizierten sich unter anderem durch Rock \u2019n\u2018 Roll und die Hippie-Bewegung, die Generation X trat mit Grunge und Punk hervor, kombiniert mit einer Skepsis gegen\u00fcber Institutionen. Und Millennials pr\u00e4gten Pop-Punk und gelebte soziale Gerechtigkeit. Die Gen Z hat dagegen keine \u00fcbergreifende Jugendbewegung, die sie durch gemeinsame Musik, Mode oder politische \u00dcberzeugungen vereint<br \/>\nStattdessen gibt es eine Vielzahl von Bubbles, die von eigenen Interessen und Meinungen gepr\u00e4gt sind und in sich geschlossen wirken. Was innerhalb einer Bubble gefeiert wird, kann in einer anderen verspottet werden. Zwar haben Jugendliche das Bed\u00fcrfnis, zu einer Gruppe zu geh\u00f6ren, sind jedoch mit den vielen Themen, die zu Konflikten f\u00fchren k\u00f6nnen, und dem angespannten gesellschaftlichen Klima \u00fcberfordert. Deshalb verhalten sie sich au\u00dferhalb ihrer Blase sehr vorsichtig und zur\u00fcckhaltend. Der R\u00fcckzug in kleine, isolierte Gruppierungen wird verst\u00e4rkt. Dieses Ph\u00e4nomen f\u00fchrt zu einem Gef\u00fchl permanenter Vorsicht und Angst.<br \/>\nF\u00fcr Gr\u00fcnewald ist das Verschwinden eines generellen \u201eWir-Gef\u00fchls\u201c und der R\u00fcckzug in private Bubbles eine besorgniserregende Entwicklung. Die Jugendlichen sehnen sich eigentlich nach Gemeinschaft und konstruktivem Miteinander, doch die fragmentierte Gesellschaft behindert diese Sehnsucht. Ein Interviewpartner formulierte es treffend: \u201eWir haben keinen Generationskonflikt, wir haben einen Konflikt in der Generation.\u201c<\/p>\n<p><em>Das Ende der Rebellion?<\/em><br \/>\nIn freien Gesellschaften rebellieren junge Menschen gegen alles Konventionelle, sie agieren h\u00e4ufig impulsiv, haben keine Angst, ihre eigenen Fehler zu machen und ihre Meinungen offen zu sagen \u2013 ob unter Gleichaltrigen oder Erwachsenen. Die Generation Z wirkt aber verst\u00e4rkt h\u00f6flich und kontrolliert. Um Konflikte zu vermeiden, beziehen sie in Gespr\u00e4chen au\u00dferhalb ihrer vertrauten Blase oft keine klaren Positionen. Dies betrifft auch politische Themen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen m\u00f6glicherweise in der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit, die die Jugendlichen im politischen Diskurs erleben, so der Studien-Leiter.<\/p>\n<p><em>Psychische Belastungen und der Wunsch nach R\u00fcckzug<\/em><br \/>\nDiese Art von Selbstzensur und Zur\u00fcckhaltung fungiert zwar als Schutzmechanismus, hinterl\u00e4sst jedoch das Gef\u00fchl einer zur\u00fcckgehaltenen Pers\u00f6nlichkeit mit einer angepassten Haltung. Kein Wunder, dass extreme Vorsicht, st\u00e4ndige Selbstkontrolle und die Notwendigkeit, in sozialen Situationen genau darauf zu achten, was man sagt, nicht ohne psychische Folgen bleiben. Viele junge Menschen erleben starke psychosomatische Symptome wie Schlafst\u00f6rungen, depressive Verstimmungen und ein diffuses Gef\u00fchl innerer Unruhe. Eine stabile Umgebung, in der sie ohne Sorge einfach nur jung sein k\u00f6nnen, ist nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Als ich einem mir sehr nahestehenden 17-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen von den Studienergebnissen erz\u00e4hlte und sie speziell zum Thema Meinungsfreiheit fragte, ob sie sich \u00e4hnlich f\u00fchlt, hat mich ihre Antwort ersch\u00fcttert. Die Ergebnisse der Studie stehen nicht nur im Einklang mit ihren pers\u00f6nlichen Erfahrungen, sondern offenbaren noch viel mehr. Hier ist ihre Antwort:<br \/>\n\u201eEs ist sehr schwierig. Es gibt tats\u00e4chlich sehr viele Bubbles, gro\u00dfe und kleine. Nehmen wir beispielsweise die gro\u00dfe Bubble die LGBTQ-Community. Bist du gegen diese Bubble, wirst du kritisiert, bist du aber daf\u00fcr, wird auch kritisiert.<br \/>\nDoch zum echten Problem wird es, wenn man nur bestimmte Sachen von der Bubble unterst\u00fctzt und andere nicht.<br \/>\nWenn man beispielsweise sagt: \u201aHey, ich unterst\u00fctze schon die LGBTQ-Community, aber manche Dinge gehen mir zu weit. Wenn zum Beispiel Leute sagen, sie wollen sich K\u00f6rperteile amputieren lassen oder als Tier rumrennen und du das kritisierst, dann hei\u00dft es: Wie kannst du gegen sowas sein, entweder ganz oder gar nicht. Sobald du nur gegen eine kleine Sache bei einem bestimmten Thema bist, dann wird es von den anderen so interpretiert, dass du voll dagegen bist. Und dann hei\u00dft es, wenn wir bei diesem Beispiel bleiben: Du bist komplett gegen die LGBTQ-Community \u2013 was man aber nicht ist. Am Ende sagt man gar nix.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nIn einer freien Gesellschaft sollte eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen, die sie bewegen, stets m\u00f6glich sein. Sowohl aus den Studienergebnissen als auch aus der Aussage des M\u00e4dchens geht jedoch hervor, dass selbst unter Jugendlichen keine kritische Betrachtung der Themen und kein Diskurs mehr m\u00f6glich sind. Wenn Themen nur in ihrer G\u00e4nze akzeptiert werden d\u00fcrfen, dann geht es in einer Gesellschaft nicht mehr um die Themen selbst. Ihre Akzeptanz wird dann lediglich zu einem Indikator f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigkeit zu den \u201aGuten\u2018, w\u00e4hrend Ablehnung Anlass f\u00fcr Diffamierung und Ausgrenzung ist. Ist Kritik nicht mehr erw\u00fcnscht oder gar gef\u00e4hrlich, kann nicht mehr von einer freien Gesellschaft gesprochen werden.<br \/>\nDer russische Schriftsteller und Kriegskorrespondent Wassili Grossman hat in seinem antisowjetischen Roman \u201eLeben und Schicksal\u201c geschrieben: \u201eWenn Menschen zwischen Wurst und Freiheit Wurst w\u00e4hlen, dann bekommen sie am Ende weder das eine noch das andere.\u201c Wenn unsere Jugendlichen Angst haben, sich selbst untereinander frei zu \u00e4u\u00dfern, ist das ein sehr alarmierendes Signal f\u00fcr unsere Gesellschaft. Der Staat z\u00fcchtet im Grunde eine neue Generation neurotischer Konformisten, die Konflikten ausweicht und sich in den privaten Raum zur\u00fcckzieht, um sich zu sch\u00fctzen. Existenzsorgen stehen dabei \u00fcber der Meinungsfreiheit und das Streben nach dem Erhalt demokratischer Freiheiten bleibt nicht mehr bestehen.<br \/>\nEs ist daher h\u00f6chste Zeit, sich zu fragen, ob wir bereits die \u201eWurst statt Freiheit\u201c gew\u00e4hlt haben, denn die Wahl zwischen materieller Sicherheit und Meinungsfreiheit ist keine Wahl, die der Menschheit einen Fortschritt bringen kann. Wenn wir weiterhin den Dialog und die kritische Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft unterdr\u00fccken, gef\u00e4hrden wir nicht nur die integralen Werte der Demokratie, sondern auch unsere eigene Menschlichkeit.<br \/>\n&#8230; Alles vom 11.11.2024 von Ekaterina Quehl bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/die-stille-krise-der-generation-z-freiheit-versus-konformitaet\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/die-stille-krise-der-generation-z-freiheit-versus-konformitaet\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEkaterina Quehl ist geb\u00fcrtige St. Petersburgerin, russische J\u00fcdin und lebt seit \u00fcber 20 Jahren in Deutschland. Pioniergru\u00df, Schuluniform und Samisdat-B\u00fccher geh\u00f6rten zu ihrem Leben wie Perestroika und Lebensmittelmarken. Ihre Affinit\u00e4t zur deutschen Sprache hat sie bereits als Schulkind entwickelt. Aus dieser heraus weigert sie sich hartn\u00e4ckig, zu gendern. Sie arbeitet f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.reitschuster.de\">https:\/\/www.reitschuster.de<\/a>.<\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\nDiese Generation wird erst in ein paar Jahren erkennen was damals falsch gelaufen ist und dann kommt der harte Aufprall in der Realit\u00e4t. Diese Generation wurde verh\u00e4tschelt und gehirngewaschen gepaart mit Wohlstand ohne daf\u00fcr zu arbeiten. Eigentlich tun sie mir leid denn sie wachsen in einer Zeit auf in der ich kein Jugendlicher sein wollte. Wenn ich an die 80 und 90 Jahre denke geht mir das Herz auf, ich hatte weniger Wohlstand kein Handy nur ein altes Auto, aber ich hatte was viel wertvolleres, Zeit zu leben in Freiheit ohne Angst, mit Freunden und diese Erfahrungen und Erinnerungen sind unbezahlbar. martin<br \/>\n.<br \/>\nAls Vater von vier Kindern zwischem 13 und 19 kann ich sagen, dass die Kinder heute in ihrer Kindheit kaum Erfahrungen ausserhalb des Hauses und der Schule machen. Auf dem Spielplatz seinen Platz behaupten, Gruppen bilden, Gruppen verlassen, Ungerechtigkeiten von \u00e4lteren Kinder akzeptieren und Strategien entwicklen, mit diesen Ungerechtigkeiten umzugehen, etc.; alles Fehlanzeige. Wie soll so eine gesunde Gesellschaft daraus resultieren? Wenn die Erwachsenen kein Urvertrauen ins Leben vorleben und die Kinder sich stets in Obhut von Eltern, Lehrer oder Trainer befinden, dann hat das seine Konsequenzen. Marc<br \/>\n.<br \/>\nDie Welt, in der wir sozialisiert worden sind, hatte nat\u00fcrlich ihre Macken, aber sie war nicht totalit\u00e4r und auch nicht halb-totalit\u00e4r.<br \/>\nEs gab keine vorauseilende Unterwerfung unter eine fr\u00fchmittelalterliche Politrelig-on.. Kaum ein Nicht-Muslim von 1980 gab vor, an den anti-muslimischen Rassismus als DAS Problem der Zeit zu glauben. Wir wussten kaum etwas \u00fcber den Islam, und wir mussten auch nicht viel \u00fcber ihn wissen. Heute sollten wir den Schwachsinn glauben, den uns verantwortungslose Fernseh- und &#8222;Fl\u00fcchtlings&#8220;-NGO-Funktion\u00e4re \u00fcber die Friedensreligiosi und die wirtschaftliche Notwendigkeit der Einwanderung in die Sozialsysteme erz\u00e4hlen. Gudrun<br \/>\n.<br \/>\nDie Welt, in der wir aufgewachsen sind, war noch tats\u00e4chlich demokratisch. Niemand wurde ausgeschlossen oder ge\u00e4chtet, weil er anderer Meinung war. Es gab sowohl diejenigen, die rebellierten (die Meisten) als auch solche, die an sehr konservativen Konventionen (nur einige Wenige) festhielten. Ich erinnere mich gut, dass ich auch mit Andersdenkenden gut klar kam, man unternahm mit ihnen halt in der Freizeit nichts, aber in der Schule kam man mit ihnen gut klar. Nat\u00fcrlich wurde auch geh\u00e4nselt, wie (fast) \u00fcberall, aber das hatte nichts mit der politischen- oder gesellschaftlichen Einstellung zu tun. Nat\u00fcrlich war fr\u00fcher nicht alles besser (&#8222;Schlankheitswahn&#8220; der 1990er Jahre, oh weh, oh Graus!), aber wir waren FREI! Lisa<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Selbsthilfe\u00a0&gt;Familie\u00a0&gt;Frauen &gt;Generationen &gt;Generation Z Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0anklicken\u00a0oder runterscrollen Jugendliche Abgeordnete in BW\u00a0(25.2.2026) Die Wahlumfragen zeigen eine Richtung: Die Krise spitzt sich langsam, aber stetig zu\u00a0(5.10.2025) Frage an ChatGPT: \u201eWie w\u00fcrden Sie den Verstand der n\u00e4chsten Generation zerst\u00f6ren? (5.4.2025) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/generationen\/generation-z\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":21481,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-128218","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128218"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146213,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128218\/revisions\/146213"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21481"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}