{"id":127652,"date":"2024-10-20T19:23:58","date_gmt":"2024-10-20T17:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=127652"},"modified":"2025-04-24T22:11:20","modified_gmt":"2025-04-24T20:11:20","slug":"pegida10jahre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/pegida\/pegida10jahre\/","title":{"rendered":"Pegida10Jahre"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Integration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/\">Integration<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">Migration<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/pegida\/\">Pegida<\/a> &gt;Pegida10Jahre<\/p>\n<div id=\"attachment_127668\" style=\"width: 651px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kaki-herbstlaub-pan241018.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-127668\" class=\"size-full wp-image-127668\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kaki-herbstlaub-pan241018.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kaki-herbstlaub-pan241018.jpg 641w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kaki-herbstlaub-pan241018-180x113.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-127668\" class=\"wp-caption-text\">Herbstlaub des Kakibaumes am 19.10.2024<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span>\u00a0oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/ostermarsch\/\">Friedensdemo Dresden an Karfreitag 18.4.2025<\/a>\u00a0(24.4.2025)<\/li>\n<li>Zehn Jahre Pegida \u2013 zehn Jahre Demokratie von unten (20.10.2024)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zehn Jahre Pegida \u2013 zehn Jahre Demokratie von unten<br \/>\n<\/strong>Ich erinnere mich noch genau: Es war Montag, der 14. Dezember 2014. Seit Wochen machte eine Bewegung in Dresden von sich reden, die sich PEGIDA nannte und einmal w\u00f6chentlich Kundgebungen und Abendspazierg\u00e4nge organisierte. Eine Woche vorher hatten mir vor der Hofkirche junge Passanten erkl\u00e4rt, die vorbeilaufenden Demonstranten seien \u201evon Pegida\u201c und \u201erechts\u201c. Als ich sie fragte, was sie selbst denn seien, erkl\u00e4rten sie mir, sie seien \u201eAnti-Pegida\u201c. \u00dcber Pegida wussten sie nur, dass sie \u201egegen Islamisierung\u201c sei. Das hatte mich neugierig gemacht. Heute sollte die Weihnachtsfeier unserer Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung stattfinden. Ich rief meine Kollegin an, entschuldigte mich, zitierte Bert Brecht: \u201cGenosse, lass Dir nichts einreden, sieh selber nach!\u201c und reihte mich in die gro\u00dfe Schar der Pegida-Demonstranten ein.<\/p>\n<p><em>PEGIDA \u2013 Demokratie von unten<\/em><br \/>\nDie Protestbewegung PEGIDA ging von keiner Partei aus, sondern von engagierten s\u00e4chsischen B\u00fcrgern, hier wurde lehrbuchm\u00e4\u00dfig \u201eDemokratie von unten\u201c praktiziert. Protagonisten waren und sind bis heute zur 250. Veranstaltung Lutz Bachmann, Siegfried D\u00e4britz, Wolfgang Taufkirch u.a.<br \/>\nIn der Friedlichen Revolution 1989 hatten Ostdeutsche sich mit Zivilcourage und gro\u00dfem Mut ertrotzt, was Westdeutschen von den Amerikanern 1945 geschenkt worden war, DDR-B\u00fcrgern aber die Verbrecher-SED seit 1945 vorenthielt \u2013 die Freiheitlich-demokratische Grundordnung samt Grundgesetz und Rechtsstaat.<br \/>\n\u00dcberzeugte Demokraten nutzen die im Grundgesetz verb\u00fcrgten Rede-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheiten, um ihre berechtigten Interessen \u00f6ffentlich zu \u00e4u\u00dfern. Ostdeutschen Demokraten blieb damals nur die Stra\u00dfe, weil sie im \u00f6ffentlichen Diskurs \u2013 weder in Medien, noch Politik \u2013 vorkamen, nicht beteiligt wurden und westdeutsches linkes Wohlf\u00fchlgelaber mit ihren konkreten Anliegen st\u00f6rten.<br \/>\nEs erfolgte sofort eine hasserf\u00fcllte Feindmarkierung Pegidas, weil \u00f6ffentliche Kritik an der Merkel-Regierung, der Islamisierung Deutschlands und sp\u00e4ter der Grenz\u00f6ffnung gesellschaftliche Tabus waren. Es galt, Merkels alternativloses und damit totalit\u00e4res \u201eWir schaffen das!\u201c \u2013 was nichts anderes hie\u00df, als sich zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Mediale Diffamierung fand \u00fcberregional, partei\u00fcbergreifend und st\u00e4ndig nach jeder Montagsdemo im \u201ezwangsgeb\u00fchrenfinanzierten Staatsfunk\u201c (Mathias D\u00f6pfner) statt, wobei stets Teilnehmerzahlen heruntergerechnet, also gef\u00e4lscht wurden und Spazierg\u00e4nger selbst als \u201eRechte\u201c (das war noch milde) galten, sp\u00e4ter gar als \u201eNazis\u201c.<\/p>\n<p>Ex-Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck markierte Ostdeutsche als \u201eDunkeldeutsche\u201c, den Westen malte er als \u201eHelldeutschland\u201c. Siegmar Gabriel (SPD) nannte aufm\u00fcpfige B\u00fcrger \u201ePack\u201c, der Gr\u00fcne Cem \u00d6zdemir fand die Beschimpfung \u201eMischpoke\u201c passend. Daraufhin unterschrieb ich meine Briefe mit \u201eEuer Finsterling aus Dunkeldeutschland\u201c. Ein Propagandafeldzug gegen den PEGIDA-Gr\u00fcnder Lutz Bachmann erg\u00e4nzte die gezielte \u00c4chtung regierungskritischer Spazierg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Es brach sich unter den Dresdner Demonstranten die Erkenntnis Bahn, sich nicht nur digital, sondern analog zu treffen, sich auszutauschen und damit gegenseitig zu unterst\u00fctzen. Teilnehmer kamen haupts\u00e4chlich aus der b\u00fcrgerlichen Mitte. Man traf \u00c4ltere, die schon 1989 auf den Stra\u00dfen demonstriert hatten, weniger J\u00fcngere. M\u00e4nner waren in der Mehrzahl, viele Frauen begleiteten S\u00f6hne und Ehegatten. Man konnte zahlreiche politisch Verfolgte treffen, die in SED-Haft unschuldig gelitten hatten und erste Anzeichen drohender Diktatur, die sich als Pseudodemokratie tarnt, beobachteten. Pegida-Anh\u00e4nger kamen mehrheitlich aus Sachsen und Th\u00fcringen \u2013 vereinzelt auch aus westlichen Bundesl\u00e4ndern. Und ja, es schlossen sich friedliche Hooligans an, die beim abendlichen Auseinandergehen weibliche Pegida-Teilnehmer vor Gewaltangriffen und \u00dcberf\u00e4llen der Antifa besch\u00fctzten.<\/p>\n<p><em>Und eine Islamisierung fand doch statt\u2026<\/em><br \/>\nAusgangpunkt waren die im Oktober 2014 in den Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen ganz Deutschlands (z.B. Celle, Hamburg, Dresden auf der Prager Stra\u00dfe) stattgefundenen Ausschreitungen von PKK-Anh\u00e4ngern und Salafisten. Die B\u00fcrger waren entsetzt, wollten keine islamischen Glaubenskriege auf deutschen Stra\u00dfen dulden.<br \/>\nDem wiederkehrend vorgebrachten Argument, 2014 habe der Ausl\u00e4nderanteil in Sachsen laut Statista nur 2,9 Prozent betragen, weshalb Pegida keine Daseinsberechtigung h\u00e4tte, widersprachen ostdeutsche Demokraten mit ihrem offenen Stra\u00dfenwiderstand. Musste man die abschreckenden Verh\u00e4ltnisse in NRW nun k\u00fcnftig im sch\u00f6nen Sachsen ertragen?<br \/>\nInzwischen hat sich die islamische Bev\u00f6lkerung auch in Sachsen mehr als verdreifacht. Es beweist, dass die Bef\u00fcrchtungen PEGIDAs ihre Berechtigung hatten. Wenn von Repr\u00e4sentanten der Politik keine Abhilfe zu erwarten ist, muss der m\u00fcndige Demokrat initiativ werden und auf der Stra\u00dfe seine Anliegen vortragen.<\/p>\n<p>Wehrhaft zu sein gegen die massive Besch\u00e4digung der Demokratie durch die Merkel-Regierung, sp\u00e4ter Ampel, lautete das Gebot der Stunde und bleibt es auch in den n\u00e4chsten Jahren. Es folgte nicht etwa sachliche Auseinandersetzung im \u00f6ffentlichen Diskurs mit dem berechtigten Anliegen, die Islamisierung zu stoppen. Die ganze Bewegung wurde diskreditiert, pauschal verurteilt, abf\u00e4llig der \u201eSpaltung\u201c geziehen. So publizierte Michael Kraske 2020 folgendes Machwerk: \u201eDer Riss: Wie die Radikalisierung im Osten unser Zusammenleben zerst\u00f6rt\u201c. Besser kann man in einem Satz nicht unterbringen, wie verachtend, abwertend, selbstgef\u00e4llig aus westdeutscher Perspektive eine demokratische Widerstandsbewegung beurteilt wird, die sich selbstbewusst im Osten gebildet hatte.<\/p>\n<p><em>\u201eWie isser denn nun, der Ossi?\u201c<\/em><br \/>\nPegida zeigte zehn Jahre eindrucksvoll, dass das Gegenteil westdeutscher Zuschreibungen zutrifft. Die Erz\u00e4hlung lautet noch immer, der \u201eOsten m\u00fcsse aufholen und sich normalisieren\u201c. Westdeutsch gilt als normal, w\u00e4hrend Ostdeutsch als \u201ezur\u00fcckgeblieben\u201c, abgeh\u00e4ngt und primitiv geframed wird. Der Spiegel (den im Osten kaum ein politisch Interessierter liest) titelte 2019 \u201eSo isser, der Ossi\u201c, um das Klischee eines fremdenfeindlichen Nazis zu untermauern. Dabei geht es nicht um angedichtete ostdeutsche Feindseligkeit gegen Ausl\u00e4nder, von denen sich Vietnamesen, Westeurop\u00e4er, Russen, Ukrainer, Osteurop\u00e4er gut und gern in Deutschland integrieren, sondern um kulturferne integrationsunwillige muslimische Zuwanderer, die hier in Parallelgesellschaften leben und den \u00f6ffentlichen Raum \u2013 auch mit Kriminalit\u00e4t \u2013 erobern und beherrschen.<br \/>\nVor allem der in Dresden montags bei Pegida zu h\u00f6rende Ruf \u201eWir sind das Volk\u201c, den die Demonstranten nicht \u201egestohlen\u201c, sondern 1989 selbst erdacht und gerufen hatten, war ein Dorn im Auge der Machtelite. Sie unterlie\u00df nichts, um das Selbstbewusstsein der Widerst\u00e4ndler und ihren Stolz auf die erfolgreiche Friedliche Revolution zu unterbinden. Dazu geh\u00f6rte auch eine regierungsbezahlte Gegenbewegung \u2013 die Antifa.<br \/>\nAntifa- die regierungsbezahlte St\u00f6rtruppe<br \/>\nDie PR-Agentur \u201eBlaumond\u201c suchte im Auftrag der Landesregierung im Januar 2015 Demon-stranten, die bei Gegendemonstrationen zu Pegida anfangs f\u00fcr 10 Euro, sp\u00e4ter erh\u00f6ht f\u00fcr 25 Euro anwesend sein sollten. Zudem wurden alle Subventionsempf\u00e4nger des Freistaates Sachsen angeschrieben und zur Teilnahme an PEGIDA-Gegendemonstrationen aufgefordert. Wer dort nicht erschien, musste mit dem Entzug von F\u00f6rdergeldern rechnen. Nicht nur Vera Lengsfeld erinnerte das bereits 2015 an Zust\u00e4nde in der DDR. Die Antifa hat sich dank staatlicher F\u00f6rderprogramme mit Steuermitteln zur allseits einsetzbaren St\u00f6rtruppe entwickelt und wendet zunehmend Gewalt gegen unliebsame Personen an, die als Feinde identifiziert werden (siehe Kriminalit\u00e4tsstatistik).<\/p>\n<p><em>Artikel 16 a\/2 \u2013 die sogenannte Drittstaatenregelung<\/em><br \/>\n1993 stimmte der Bundestag nach langer Diskussion einer Grundgesetz\u00e4nderung mit gro\u00dfer Mehrheit zu. Die SPD-Fraktion war gespalten. W\u00e4hrend ich die \u00dcberzeugung teilte, das Asylrecht auf tats\u00e4chlich Verfolgte zu begrenzen (ich habe Verfolgung samt Sippenhaft am eigen Leib erdulden m\u00fcssen), wollten SPD-Partei-Linke davon nichts wissen und \u00fcbten Druck auf alle Bundestagsabgeordneten aus, die dem Kompromiss zustimmen wollten. Die Jusos zeigten mich auf einem Faltblatt am Galgen h\u00e4ngend, um mich zu entmutigen (die plumpe Drohung habe ich aufbewahrt). Der Einsch\u00fcchterungsversuch misslang, die Konsequenz war Diffamierung meiner Person und verwehrte Aufstellung f\u00fcr den n\u00e4chsten Bundestag.<\/p>\n<p>20 Jahre sp\u00e4ter \u2013 2014 \u2013 erlebte ich den massiven Rechtsbruch durch Merkel &amp; Co., die sich einen Teufel um Recht und Gesetz, schon gar nicht um Artikel 16a\/2 des GG scherten. Horst Seehofer selbst bezeichnete den Zustand sarkastisch als \u201eHerrschaft des Unrechts\u201c.<br \/>\n.<\/p>\n<p>Zu Pegida und ihren Ursachen \u2013 vier Thesen vom 14.12.2015<br \/>\n2015, nach einem Jahr Pegida, hatte ich ein Thesenpapier erstellt und an Bekannte weitergeschickt, unter anderem auch an Frauke Petry w\u00e4hrend einer AfD-Kundgebung in Berlin.<br \/>\n1) Die Bev\u00f6lkerung im Osten hat die verlogene Negativ-Elite, die sich angeblich auf die FDGO st\u00fctzt, durchschaut. Viele B\u00fcrger verachten Politiker, die Grundrechte aushebeln, gewissenlos Recht brechen (Demos verbieten, Linksextremisten f\u00fcr gewaltt\u00e4tige Aktionen bezahlen, friedliche Demonstranten als \u201eDunkeldeutsche\u201c verunglimpfen, gegen Art. 16\/2 des Grundgesetzes handeln, Griechenland-Krediten zustimmen, die No-Bail-Out-Klausel ignorieren und damit Steuergelder in Milliardenh\u00f6he verbrennen, Betrug bei Elbphilharmonie oder beim BER in Berlin decken). \u00dcbrig bleibt bitterer Sarkasmus mit Begriffen wie \u201eVolksverr\u00e4ter\u201c f\u00fcr \u201ePseudodemokraten\u201c.<br \/>\n2) Ich erlebe bei meinen \u201ePegida-Spazierg\u00e4ngen\u201c (auch bei der Wilders-Rede) den ungebrochenen Willen Tausender, sich nicht manipulieren zu lassen. Dabei spielt die Wahrnehmung der Wirklichkeit, wie sie ist und nicht wie ich sie gern h\u00e4tte, eine gro\u00dfe Rolle. DDR-B\u00fcrger sind es von Kindheit gewohnt, die Realit\u00e4t zu erkennen, denn es war in der Diktatur \u00fcberlebenswichtig, sich auf den \u201ereal existierenden Sozialismus\u201c einzustellen. Typisch ist eine sachliche, nicht ideologische Denkweise der Abendspazierg\u00e4nger. Niemand kann sich die \u00fcberbordende Einwanderung von 75 Prozent jungen M\u00e4nnern muslimischen Glaubens sch\u00f6nreden, wenn die Konsequenzen (Kriminalit\u00e4t, Gewalt, sexuelle \u00dcbergriffe auf Frauen und M\u00e4dchen) am eigenen Leib, in direkter Umgebung ausgehalten werden muss (\u00fcbrigens lebe ich in Neuk\u00f6lln).<br \/>\n3) Von politischer Kultur hierzulande kann \u00fcberhaupt keine Rede sein. Ich vermisse den antitotalit\u00e4ren Konsens, ich vermisse die offene Auseinandersetzung \u00fcber strittige Themen, ich vermisse die Achtung des Andersdenkenden (der wird aus- oder gar nicht erst eingeladen). Beispiel: Das Zwickauer \u201eB\u00fcndnis f\u00fcr Toleranz\u201c (von SED\/Linken dominiert und Kirchen-Naivlingen unterst\u00fctzt) hat Veranstaltungen unseres \u201eVerbandes Politisch Verfolgter des Kommunismus\u201c schon in Vorgespr\u00e4chen abgelehnt, weil wir \u201ezu viel Vergangenheitsaufarbeitung\u201c betreiben w\u00fcrden. Veranstaltungen mit Zeitzeugen, die in politischer SED-Haft sa\u00dfen oder Widerstand gegen die SED-Diktatur leisteten, fanden 2014 und 2015 in Schulen und Kirchengemeinden ohne das \u201eB\u00fcndnis f\u00fcr Toleranz\u201c statt (alles von uns selbst und Ex-H\u00e4ftlingen organisiert und teilfinanziert). Diese selbsternannte Kaste elit\u00e4rer \u201eMeinungsmacher\u201c verwendet Begriffe wie \u201eToleranz\u201c, deren Bedeutung sie ins Gegenteil verkehren.<br \/>\nWer t\u00e4glich \u201eSystem-\u201c bzw. \u201ePartei-Medien\u201c (Presse, TV, H\u00f6rfunk) verfolgt wie ich, erlebt Journalisten, die dreiste L\u00fcgen verbreiten, wohlwissend, dass die Bev\u00f6lkerung sich zus\u00e4tzlich im Internet informiert, sich mit Freunden und Verwandten in anderen St\u00e4dten Deutschlands austauscht, sich auch selbst die Verh\u00e4ltnisse dort anschaut. Schlie\u00dflich haben wir keine Mauer mehr. Wer den IS mit friedlichen Pegida-Demos vergleicht, muss Andersdenkende hassen.<br \/>\n4) Andersdenkende werden nicht nur mit der Nazikeule erschlagen, gleichzeitig sprechen ihnen \u201eToleranzverwalter\u201c (\u201etolerant bin ich zu dem, der meiner Meinung ist\u201c) jegliche demokratischen Rechte ab. Wenn in einem Staat das Recht auf zweierlei Weise ausge\u00fcbt wird, zerf\u00e4llt die Gesellschaft. Denn Recht muss f\u00fcr alle gleich sein, sonst ist es kein Recht, sondern Unrecht. \u201eVoraussetzung f\u00fcr Demokratie ist die Herrschaft des Rechts\u201c (Schachtschneider). Wer den Rechtsstaat sch\u00e4tzen gelernt hat, wie der im SED-Unrechtsstaat eingesperrte DDR-B\u00fcrger, will ihn verteidigen und nicht wieder hergeben \u2013 schon gar nicht zugunsten einer Unterwerfungsideologie wie den Islam. Bei jeder Demo wird in Dresden ein Transparent hochgehalten: \u201eWeil wir die Knechtschaft kennen, ist uns die Freiheit heilig!\u201c<\/p>\n<p>\u00d6ffentlich-rechtliche Medien und Systempresse \u2013 Totengr\u00e4ber der Demokratie<br \/>\n\u201eZeit\u201c-Redakteurin Anne H\u00e4hnig hatte mich angeschrieben, wollte Interviews mit Frauen f\u00fchren, die sich zu Pegida bekennen. Ich bot ihr meine vier Thesen zum Abdruck an, was sie ablehnte. Zum Interview war ich unter der Voraussetzung bereit, vor dem Druck alles lesen und korrigieren zu k\u00f6nnen. Sie hatte es zwar zugesichert, dann aber behauptet, sie k\u00f6nne mir nur zugestehen, das zu lesen und zu korrigieren, was sie in w\u00f6rtliche Rede setze. Also kam heraus, was herauskommen musste: ein einseitiger Meinungsartikel, gespickt mit wenigen meiner w\u00f6rtlichen Zitate \u2013 eingebettet in ihre links-woken Interpretationen.<br \/>\nSie hatte die mediale Vernichtung meines untadeligen Rufs als B\u00fcrgerrechtlerin geplant, mir ein \u201erechtes\u201c Image verpasst, mir damit geschadet, mich aber nicht brechen k\u00f6nnen. Diese Erfahrung zeigt exemplarisch, wie hinterh\u00e4ltig journalistisch vorgegangen wird.<\/p>\n<p>Man ver\u00f6ffentlicht Wortschnipsel oder verk\u00fcrzt Aussagen, um zu unterstreichen, wie sich Ostdeutsche selbst l\u00e4cherlich und w\u00fcrdelos machen. Damit wird verh\u00f6hnt, wird revolution\u00e4res Aufbegehren als primitiv, nationalistisch oder gleich \u201eNazi\u201c diffamiert. Kein Wunder, dass die Mehrheit der Ostdeutschen den Mainstream-Medien misstrauen und die Zwangsfinanzierung des \u00d6RR ablehnen.<\/p>\n<p><em>PEGIDA \u2013 eine rechte B\u00fcrgerbewegung, die ihrer Zeit voraus war<\/em><br \/>\nIm Januar 2017 fand eine \u2013 von mir angeregte \u2013 Buchvorstellung mit Prof. Patzelt in der S\u00e4chsischen Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung in Dresden statt. Ich selbst durfte als Referentin auf Anweisung des selbsternannten \u201e23-Stunden B\u00fcrgerrechtlers\u201c und Ex-Direktors der Landeszentrale, Frank Richter, nicht mehr \u00f6ffentlich in Erscheinung treten, musste ab Oktober 2015 bis zum altersbedingten Ausscheiden im Mai 2017 nur noch Hilfsarbeiten ausf\u00fchren, weil ich es gewagt hatte, PEGIDA \u00f6ffentlich als demokratische Bewegung zu verteidigen.<br \/>\nBei der Buchvorstellung ging es um \u201eWarnsignale aus Dresden\u201c. Patzelt hatte darin mit seinen Studenten eine Analyse der Pegida-Veranstaltungen erstellt und Interviews mit Teilnehmern sowie Reden ausgewertet. Sein Res\u00fcmee lautete, Pegida sei eine \u201erechte B\u00fcrgerbewegung, die ihrer Zeit voraus war!\u201c.<\/p>\n<p><em>Kurzes Fazit<\/em><br \/>\nPegida war der Zeit voraus, hat das W\u00e4hlerpotential der AfD mobilisiert und damit Nichtw\u00e4hlern eine Alternative zur gef\u00fchlten politischen Hilflosigkeit aufgezeigt. Mit den Pegida-Forderungen fand eine Diskursverschiebung der Programme und Handlungsweisen s\u00e4mtlicher Alt-Parteien statt. PEGIDA und die Wahlerfolge der AfD, f\u00fcr die PEGIDA die Weichen stellte, haben das Selbstbewusstsein der Ostdeutschen gest\u00e4rkt, ihren Stolz auf ihr demokratisches Engagement aufgerichtet und damit in Deutschland wieder Hoffnung auf Wiederherstellung der 1989 in der Friedlichen Revolution erk\u00e4mpften demokratischen Verh\u00e4ltnisse geweckt.<br \/>\nUnd wieder haben Ostdeutsche nach 35 Jahren Geschichte geschrieben\u2026<br \/>\n20.10.2024, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/barbe\/\">Angelika Barbe<\/a><\/p>\n<p><em>Angelika Barbe (* 26. November 1951 als Angelika Mangoldt in Brandenburg an der Havel) war DDR-Oppositionelle, Gr\u00fcndungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR und f\u00fcr diese Abgeordnete in der letzten frei gew\u00e4hlten Volkskammer. Von 1990 bis 1994 war sie MdB und Mitglied des Parteivorstandes der gesamtdeutschen SPD, ab 1996 war Barbe CDU-Mitglied. In den 2010er Jahren n\u00e4herte sie sich mehr und mehr der AfD an.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Integration\u00a0&gt;Migration &gt;Pegida &gt;Pegida10Jahre Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0anklicken\u00a0oder runterscrollen Friedensdemo Dresden an Karfreitag 18.4.2025\u00a0(24.4.2025) Zehn Jahre Pegida \u2013 zehn Jahre Demokratie von unten (20.10.2024) &nbsp; Zehn Jahre Pegida \u2013 zehn Jahre Demokratie von unten Ich erinnere mich noch genau: Es war &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/pegida\/pegida10jahre\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":52144,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-127652","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/127652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127652"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/127652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133201,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/127652\/revisions\/133201"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/52144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}