{"id":124938,"date":"2024-06-29T17:19:53","date_gmt":"2024-06-29T15:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=124938"},"modified":"2025-09-26T15:52:52","modified_gmt":"2025-09-26T13:52:52","slug":"kindergrundsicherung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kindergrundsicherung\/","title":{"rendered":"Kindergrundsicherung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Selbsthilfe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/\">Selbsthilfe<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kinder<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kinderwunsch\/\">Kinderwunsch<\/a> &gt;Kindergrundsicherung<\/p>\n<div id=\"attachment_30637\" style=\"width: 641px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/baechle-pan080905.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-30637\" class=\"size-full wp-image-30637\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/baechle-pan080905.jpg\" alt=\"\" width=\"631\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/baechle-pan080905.jpg 631w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/baechle-pan080905-180x79.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-30637\" class=\"wp-caption-text\">Freiburger B\u00e4chle am 5.9.2008 &#8211; zwar nass und sauber, aber kein Trinkwasser<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>650 Mio Euro Kindergeld flie\u00dft 2024 ins Ausland &#8211; Besser in deutsche K\u00f6pfe anlegen (26.9.2025)<\/li>\n<li>Welche gesellschaftspolitische Bedeutung hat die Kindergrundsicherung? (28.6.2024)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>650 Mio Euro Kindergeld flie\u00dft 2024 ins Ausland &#8211; Besser in deutsche K\u00f6pfe anlegen<\/strong><br \/>\nWodurch entsteht Zukunft \u2013 durch gef\u00f6rdertes Talent oder durch Transfers ins Ausland? Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit setzt auf letzteres. <em><strong>650 Millionen Euro \u00fcberwies die Familienkasse im vergangenen Jahr als Kindergeld ins Ausland \u2013 ein Plus von 125 Millionen Euro zum Vorjahr.<\/strong> <\/em>Schon eine geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung gen\u00fcgt f\u00fcr einen Anspruch \u2013 unabh\u00e4ngig von Leistung oder Dauer. Das ist kein Aufstiegsprogramm, sondern ein Automatismus ohne Qualifikation.<br \/>\nW\u00e4hrend Hunderte Millionen ins Ausland flie\u00dfen, stellt das Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt f\u00fcr die Begabtenf\u00f6rderung 2024 nur 442 Millionen Euro bereit. Mit der Summe, die jedes Jahr au\u00dfer Landes geht, lie\u00dfe sich die Zahl der Stipendiaten an den Universit\u00e4ten oder in beruflichen Ausbildungen auf 80.000 junge Deutsche verdoppeln. Es ist das Geld, mit dem Deutschland Raumfahrtingenieure, Mikrotechniker, und Biotechnologen ausbilden k\u00f6nnte. Die Bundesrepublik k\u00f6nnte wieder das Land der hellsten K\u00f6pfe werden \u2013 im Labor, im Forschungszentrum, im Weltraumhafen. Oder wenigstens gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte aufbieten, um die marode Infrastruktur wieder herzurichten und die Schulen des Landes instand zu setzen.<br \/>\nDoch die Priorit\u00e4ten liegen anders. Deutschland finanziert Transfers \u00fcber Grenzen hinweg, w\u00e4hrend die eigenen Talente mit weniger abgespeist werden. Zukunft sichert nicht die Gleichmacherei, sondern die F\u00f6rderung der Besten im eigenen Land.<br \/>\n&#8230; Alles vom 26.9.2025 von Sven Versteegen bitte lesen in der JF 40\/25, Seite 2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche gesellschaftspolitische Bedeutung hat die Kindergrundsicherung?<\/strong><br \/>\n<strong>Verstaatlichte Kindheit<\/strong><br \/>\nAlle Massenbewegungen, die von links genauso wie die von rechts, haben es auf die Jugend abgesehen. Die Kinder sollen die Vergangenheit hinter sich lassen, dem erw\u00e4hlten F\u00fchrer folgen und fahnenschwingend der Sonne, dem Licht, dem kommenden Tag entgegenziehen. Eltern sind verd\u00e4chtig, sind unerw\u00fcnscht, sie stehen f\u00fcr das Gestrige, das \u00dcberholte und blockieren die Innovation. Dem Fortschritt und der Zukunft zugewandt, waren und sind diese Bewegungen durchweg kinderfreundlich, aber familienfeindlich.<br \/>\nIn der neuen, der klassenlosen Gesellschaft werde es f\u00fcr die Familie keinen Platz geben, hatte Friedrich Engels vorausgesagt, und Adolf Hitler hatte ihm recht gegeben. Nur die Partei sei befugt, den Mann und die Frau zu f\u00fchren, \u201edie Lebensbedingungen der Geschlechter regeln wir, das Kind bilden wir!\u201c hatte er verk\u00fcndet. Im nationalsozialistischen F\u00fchrerstaat w\u00fcrden die Kinder ihren M\u00fcttern genauso geh\u00f6ren \u201ewie im selben Augenblick auch mir\u201c.<br \/>\nDen F\u00fchrern von damals sind die F\u00fchrer*innen von heute gefolgt. Lisa Paus, die sich lieber Gesellschafts- als Familienministerin nennen h\u00f6rt, macht etwa da weiter, wo ihre Vorg\u00e4nger aufgeh\u00f6rt hatten. Mit vollem Recht hat sie die Kindergrundsicherung als das gr\u00f6\u00dfte sozialpolitische Bauvorhaben der Ampel-Regierung bezeichnet. Sie erhebt Anspruch auf den ganzen Menschen, will ihn schon in der Wiege packen, um ihn im Sarg erst wieder loszulassen. Kindergeld, Elterngeld, B\u00fcrgergeld, Krankengeld, Pflegegeld, Sterbegeld \u2013 die Reihe nimmt kein Ende.<\/p>\n<p>Immerzu steht ein Amtsinhaber neben dem B\u00fcrger und sagt ihm, was er zu tun hat. Frau Paus tr\u00e4umt offenbar denselben Traum wie ihre Wegbereiter, die nationalen und die internationalen Sozialisten, nennt ihn nur anders. Sie will den B\u00fcrger an die Hand nehmen und ihm bei jedem Schritt ins Ohr singen: You\u2019ll never walk alone. Wenn sie von Service, Bringschuld und Betreuung spricht, meint sie mehr Macht f\u00fcr sich und weniger f\u00fcr alle anderen. Sie will die Familie nicht f\u00f6rdern, sie m\u00f6chte sie ersetzen.<\/p>\n<p>Das Grundgesetz steht dem entgegen. Es sagt der Familie seinen besonderen Schutz zu, nennt Pflege und Erziehung der Kinder das nat\u00fcrliche Recht der Eltern und die zuv\u00f6rderst ihnen, den Eltern, obliegende Pflicht. Seitdem das Bundesverfassungsgericht diesen besonderen Schutz auf alle m\u00f6glichen Gemeinschaften mit und ohne Kinder ausgeweitet hat, hat die Bestimmung an Gewicht verloren; was man mit aller Welt teilen mu\u00df, kann ja nichts Besonderes mehr sein. V\u00e4ter und M\u00fctter hei\u00dfen nun nicht mehr Eltern, sondern Elternteile, durchnumeriert nach den Ordnungsziffern eins, zwei oder drei. Sie gelten als Dauerbezugspersonen, auch das aber nur auf Zeit, da sie durch andere Personen, zweite M\u00fctter oder dritte V\u00e4ter, jederzeit ersetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sofern sie darauf bestehen, ihre Kinder selbst zu erziehen, sollten sie einen Erziehungsf\u00fchrerschein erwerben, ausgestellt von irgendeinem Service-Unternehmen im Auftrag des Staates. Auch damit sind die Vork\u00e4mpfer der Chancengleichheit aber l\u00e4ngst noch nicht am Ziel. Elternh\u00e4user neigen ja dazu, die Ungleichheit auf ihre Kinder zu vererben. Und das ist schlecht, weil es das Ideal der Egalitaristen, die gleichm\u00e4\u00dfig gem\u00e4hte Rasenfl\u00e4che, immer wieder in die Ferne r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Der Amerikaner Christopher Jencks, eine der Leuchten der modernen Erziehungswissenschaft, hatte das Ph\u00e4nomen entdeckt. Solange die Gesellschaft nicht dazu bereit sei, das Band zwischen Eltern und Kindern v\u00f6llig zu zerschneiden, werde sie sich mit einem gewissen Ma\u00df an Chancenungleichheit abfinden m\u00fcssen, hatte er festgestellt. Das klang nach Vorsicht oder Fatalismus; doch davon sind die Gr\u00fcnen weit entfernt. Sie haben versprochen, mehr Fortschritt zu wagen, und sie wagen ihn auch: schon heute kann ein Drittel der Kinder am Ende der vierj\u00e4hrigen Grundschulzeit allenfalls unvollkommen lesen und schreiben. Beides sei letztlich \u00fcberfl\u00fcssig, meinen bekennende Gr\u00fcne, da sich die ehemals so genannten Kulturtechniken durch den Gebrauch von Google und IT ersetzen lie\u00dfen. Da\u00df die Kinder damit abh\u00e4ngig werden, abh\u00e4ngig von irgendwelchen fremden M\u00e4chten, wird Lisa Paus so lange ganz recht sein, wie sie auf dem Bock sitzt und die Z\u00fcgel f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Die progressiven Parolen, Chancengleichheit, kompensatorische Erziehung und so weiter, sind l\u00e4ngst vergessen und verbraucht. Nachdem er seinen Unterricht zur leistungsfreien Zone ausgerufen hatte, gab ein Gesamtschullehrer auf die Frage, wo seine Sch\u00fcler denn nun Lesen und Schreiben lernen sollten, die originelle Antwort: Zu Hause! So ist es dann ja auch gekommen. Die Bildungsreformer haben den Abstand zwischen oben und unten nicht etwa schrumpfen lassen, sie haben ihn vergr\u00f6\u00dfert. Wer kann, gleicht das, was ihm die Schule schuldig geblieben ist, zu Hause aus. Wer das nicht kann, geht zur Nachhilfe, die sich im Zuge der Schulreform zu einem milliardenschweren Industriezweig entwickelt hat. Wem das eine fehlt und das andere zu teuer ist, ist arm dran.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gr\u00fcne ist das ein Grund mehr, der Familie das Wasser abzugraben. Sie wollen das Eigene \u2013 die eigenen Eltern, die eigenen Kinder, die eigene Sprache, die eigene Kultur \u2013 enteignen, gesamtgesellschaftlich verduften und verschwinden lassen. Der Staat soll an die Stelle der Familie treten und die Kinderarmut in ihrer doppelten Gestalt, die Armut an Kindern und unter Kindern, bek\u00e4mpfen \u2013 ein Ph\u00e4nomen, das er doch aber selbst hervorgebracht, zumindest allerdings beg\u00fcnstigt hat, indem er die Rentenversicherung als eine Maschine konstruierte, die den Verzicht auf Kinder zum Gesch\u00e4ft macht.<\/p>\n<p>Wozu in Kinder investieren, wenn die Sache nicht lohnt, weil man sich von fremder Leute Kindern genauso gut versorgen, f\u00fcttern oder pampern lassen kann? Man spart dann selbst und l\u00e4\u00dft die anderen bezahlen. Der umverteilende Sozialstaat hat die Kinderarmen und die Kinderlosen, die Merkels und die Scholzens an die Macht gebracht. Leute wie sie lassen die Zukunft auf die eigene Lebenszeit zusammenschnurren und sagen sich wie die Marquise von Pompadour: Nach uns die Sintflut! Alte Leute, hat Bernard Shaw einmal bemerkt, sind gef\u00e4hrlich, weil ihnen die Zukunft vollkommen egal ist.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.6.2024 von Konrad Adam bitte lesen in der F 27\/24, Seite 18<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Dr. Konrad Adam, Jahrgang 1942, war Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Chefkorrespondent der Welt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Selbsthilfe\u00a0&gt;Zukunft\u00a0&gt;Kinder &gt;Kinderwunsch &gt;Kindergrundsicherung Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen 650 Mio Euro Kindergeld flie\u00dft 2024 ins Ausland &#8211; Besser in deutsche K\u00f6pfe anlegen (26.9.2025) Welche gesellschaftspolitische Bedeutung hat die Kindergrundsicherung? (28.6.2024) &nbsp; 650 Mio Euro Kindergeld flie\u00dft 2024 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kindergrundsicherung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":274,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-124938","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/124938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124938"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/124938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139366,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/124938\/revisions\/139366"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}