{"id":12485,"date":"2012-10-08T13:36:59","date_gmt":"2012-10-08T11:36:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=12485"},"modified":"2025-09-04T19:00:50","modified_gmt":"2025-09-04T17:00:50","slug":"vollernter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weinbau\/vollernter\/","title":{"rendered":"Vollernter"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a> &gt;<a title=\"Landwirt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirt<\/a> &gt;<a title=\"Weinbau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weinbau\/\">Weinbau<\/a> &gt;Vollernter<\/p>\n<div id=\"attachment_12465\" style=\"width: 611px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/laendlicher-raum\/britzingen11pan-061026\/\" rel=\"attachment wp-att-12465\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12465\" class=\"size-full wp-image-12465\" title=\"britzingen11pan-061026\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/britzingen11pan-061026.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/britzingen11pan-061026.jpg 601w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/britzingen11pan-061026-180x46.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12465\" class=\"wp-caption-text\">Markgr\u00e4flerland: Tele-Blick nach Norden \u00fcber Britzingen nach Muggarth (rechts) und Kastelberg (links) am 26.10.2006<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sommer-2025-reiche-ernte\/\">Sommer 2025 \u2013 reiche Ernte<\/a>\u00a0(4.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernproteste-8-1-in-freiburg\/\">Bauern-Proteste am 8.1. in Freiburg<\/a> (8.1.2024)<\/li>\n<li>Weinlese mit dem Vollernter<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/tuniberg1.htm#Vollernter zur Traubenlese\">Vollernter zur Traubenlese<\/a> &gt;Tuniberg1 (20.10.2008)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weinlese mit dem Vollernter<\/strong><\/p>\n<p>Viele verbinden die Traubenlese mit der Vorstellung vom Gemeinschaftswerk vieler H\u00e4nde. Im Markgr\u00e4flerland ist diese Praxis jedoch r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach Einsch\u00e4tzung von Hansj\u00f6rg St\u00fccklin lassen die Winzer mittlerweile zwei Drittel ihrer Rebfl\u00e4chen maschinell ernten; Standard ist das Verfahren bereits bei den Sorten Gutedel und M\u00fcller-Thurgau. Es sind Lohnunternehmer, die solche Maschinen f\u00fchren, denn je spezieller oder teurer eine Maschine ist, desto seltener findet sie sich auf den einzelnen Betrieben. Unter ihnen ist Klaus Stiefvater aus Kirchhofen. An der S\u00fcdseite des Batzenbergs erntet er an diesem Vormittag M\u00fcller-Thurgau-Trauben im Auftrag des Offnadinger Weingutswinzers Christoph Kunz.<br \/>\nEin dr\u00f6hnendes Ger\u00e4usch weist die Richtung und in der Luft h\u00e4ngt eine fruchtig-beerige Duftwolke. Da ist das Unget\u00fcm auch schon. Das ist nicht \u00fcbertrieben. Gut drei Meter hoch ist die Maschine, muss sie doch eine ganze Rebzeile umschlie\u00dfen und Sortierapparaturen und Sammelbeh\u00e4lter mit sich f\u00fchren. Das Ernteprinzip beruht auf einer R\u00fcttelmechanik: Beidseitig angebrachte Kunststoffst\u00e4be sch\u00fctteln die Beeren ab. Sie fallen auf umlaufende Auffangtaschen, die wie die Z\u00e4hne eines Rei\u00dfverschlusses ineinandergreifen und ihr Mitbringsel oben angekommen \u00fcber einem F\u00f6rderband entleeren. An einem Monitor kann Klaus Stiefvater unter anderem Motordrehzahl, Fahrgeschwindigkeit und R\u00fcttelfrequenz \u00fcberwachen. Gebl\u00e4se saugen die Bl\u00e4tter ab, weiter durchl\u00e4uft das Lesegut eine Abbeermaschine, um Holzteile oder Stiele zu entfernen. Im Sammelbeh\u00e4lter kommen tats\u00e4chlich nur Beeren an. Christoph Kunz l\u00e4sst sie in herk\u00f6mmliche Traubenbeh\u00e4lter entleeren.<br \/>\nSchon nach 20 Minuten ist das etwa 3000 Quadratmeter gro\u00dfe Rebst\u00fcck abgeerntet. &#8222;Eine Herbstmannschaft von acht Leuten w\u00fcrde vier Stunden daf\u00fcr ben\u00f6tigen&#8220;, rechnet Kunz vor. Die Schlagkraft der Vollernter ist der Grund f\u00fcr die wachsende Verbreitung, besonders f\u00fcr die Haupterwerbswinzer bei den Genossenschaften, die zwischen 15 und 20 Hektar Reben bewirtschaften. Mit vier Hektar ist das Weingut Kunz vergleichsweise klein, und nach wie vor dominiert in diesem Betrieb die Handlese. Einen st\u00e4rkeren Einsatz der Erntemaschine schlie\u00dft Kunz nicht aus. &#8222;Noch habe ich Erntehelfer, aber wer wei\u00df, wie das in einigen Jahren sein wird&#8220;, sagt er. Was die Kosten angeht, ist der Traubenvollernter jedenfalls wettbewerbsf\u00e4hig. Etwa 550 Euro je Hektar sind zu kalkulieren, was mit erfahrenen und flinken Herbstleuten zu schaffen ist.<br \/>\nBerater St\u00fccklin ist \u00fcberzeugt, dass die Maschinenlese weiter zunehmen wird. &#8222;Studien zeigen, dass die Qualit\u00e4t nicht beeintr\u00e4chtigt ist&#8220;, erkl\u00e4rt er. Allerdings muss das Lesegut \u2013 die Trauben werden ja abgebeert \u2013 so schnell wie m\u00f6glich auf die Kelter gelangen und faule Beeren m\u00fcssen vorab rausgeschnitten werden. Von Vorteil ist, dass sich die R\u00fcttelfrequenz so einstellen l\u00e4sst, dass wirklich nur reife Beeren, mitgehen, die locker auf den Stielen sitzen. Auch Ernst Nickel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WG Wolfenweiler, meint, dass sich die Maschinen durchsetzen werden, dort jedenfalls, wo die Hangneigung den Einsatz zul\u00e4sst und der Strukturwandel gro\u00dfe Betriebe hervorgebracht hat. &#8222;Selektionen, die aus mehreren Leseg\u00e4ngen hervorgehen, werden jedoch nach wie vor von Hand geherbstet&#8220;, sagt er. Auch die Sp\u00e4tburgunderernte wird im Bereich dieser WG zu 80 Prozent von Hand geleistet, weil durch F\u00e4ulnis versehrte Beeren auszulesen sind.<\/p>\n<p>HANDLESE: Im Pfaffenweiler Weingut Hug ist Grauburgunderlese angesagt. In der Anlage am D\u00fcrrenberg liegen die \u00d6chslewerte \u00fcber 90 Grad. Der Zucker macht die Finger klebrig. Die Reife l\u00e4sst sich auch sehen, riechen und schmecken. Die Trauben sind gleichm\u00e4\u00dfig rotbraun ausgef\u00e4rbt, ihr fruchtig-s\u00fc\u00dfer Geschmack breitet sich im Gaumen aus und l\u00e4sst die F\u00fclle erahnen, die Weine dieser Rebsorte ins Glas bringen. Es ist kurz nach acht Uhr, die Morgenk\u00fchle zwickt die Wangen. Bei klarem Himmel und sachtem Wind ist das Herbsten in der zehnj\u00e4hrigen Rebanlage eine feine Sache, zumal es so gut wie keine faulen Beeren gibt. Seniorchefin Mathilde Hug weist die Herbstleute ein, ihr Mann Pius steuert den Traktor mit den Sammelbeh\u00e4ltern am Heck. Dort hinein entleeren Sorin Vaduva und Ivoylo Todorof die Eimer. Der Rum\u00e4ne Vaduva kommt mit seiner Frau Anna seit gut zehn Jahren zum Herbsten nach Pfaffenweiler, ebenso im Fr\u00fchsommer. Die beiden helfen im Weingut und in der Strau\u00dfwirtschaft der Hugs mit, wo immer es n\u00f6tig ist. Der Bulgare Ivoylo Todorof hingegen kommt nur zum Herbsten. Weiter sind Freunde und Verwandte der Hugs dabei. Und weil deren Bereitschaft zum geselligen Herbsten der f\u00fcnf Hektar Reben des Weinguts ungebrochen ist, gibt es f\u00fcr Mario Hug keinen Grund, \u00fcber Alternativen nachzudenken. &#8222;Ich kann es mir derzeit noch nicht vorstellen, dass ein Vollernter durch unsere Anlagen f\u00e4hrt&#8220;, sagt er.<br \/>\nMario Hug liebt seinen Beruf, eine nicht nachlassende Begeisterung f\u00fcr seine Reben und den Wein treibt ihn an. Ihm gef\u00e4llt auch die Herausforderung. Denn, so der Winzer: &#8222;Jedes Jahr verl\u00e4uft anders.&#8220; In diesem Jahr ging es f\u00fcr die Winzer darum, die Rebenkrankheit Peronospora zu beherrschen. Der Betrieb war auch vom Hagel betroffen. Die Spannung l\u00f6st sich in der Lese, in diesem Jahr ist sie gepaart mit gro\u00dfer Freude, auch wenn die Ertragsmenge unterdurchschnittlich ist. Denn es zeichnet sich ab, dass die Trauben sehr gute, aromareiche Weine ergeben. Nach zwei Stunden startet Pius Hug mit der ersten Fuhre. Im Weingut ist die Kelter bereit. Die Trauben laufen durch die Abbeermaschine auf die Presse, weil von Hand geschnitten, sind sie noch komplett. 800 Kilogramm d\u00fcrften es gewesen sein, insgesamt kann die Presse 2000 Kilogramm aufnehmen. F\u00fcr einen Weingutswinzer ist der Arbeitstag mit der Lese aber nicht beendet. Mario Hug hat schon Moste eingelagert, die bereits g\u00e4ren. Und am Abend bewirtet er mit seiner Frau die G\u00e4ste in der Strau\u00dfwirtschaft.<br \/>\nAlles von Silvia Faller vom 8.10.2012 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ehrenkirchen\/der-vollernter-ist-auf-dem-vormarsch--64374004.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ehrenkirchen\/der-vollernter-ist-auf-dem-vormarsch&#8211;64374004.html<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_12501\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weinbau\/vollernter\/tuniberg5-081020\/\" rel=\"attachment wp-att-12501\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12501\" class=\"size-thumbnail wp-image-12501\" title=\"tuniberg5-081020\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/tuniberg5-081020-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/tuniberg5-081020-180x135.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/tuniberg5-081020.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12501\" class=\"wp-caption-text\">Vollernter: Blick nach Norden am Tuniberg zwischen Merdingen und Waltershofen am 20.10.2008<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur &gt;Landwirt &gt;Weinbau &gt;Vollernter &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Sommer 2025 \u2013 reiche Ernte\u00a0(4.9.2025) Bauern-Proteste am 8.1. in Freiburg (8.1.2024) Weinlese mit dem Vollernter Vollernter zur Traubenlese &gt;Tuniberg1 (20.10.2008) &nbsp; Weinlese mit dem Vollernter Viele verbinden die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weinbau\/vollernter\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":12472,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-12485","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12485"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":138743,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12485\/revisions\/138743"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}