{"id":123858,"date":"2024-05-25T13:37:53","date_gmt":"2024-05-25T11:37:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=123858"},"modified":"2024-05-25T13:41:59","modified_gmt":"2024-05-25T11:41:59","slug":"unterschicht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/unterschicht\/","title":{"rendered":"Unterschicht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a> &gt;<a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Gesellschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/\">Gesellschaft<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/mittelschicht\/\">Mittelschicht<\/a> &gt;Unterschicht<\/p>\n<div id=\"attachment_121840\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-121840\" class=\"size-full wp-image-121840\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2-180x83.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-121840\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Heimatliebe ist kein Verbrechen&#8220; am Gymnasium Ribnitz-Damgarten &#8211; von der Polizei konfisziert am 18.3.2024<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Ideologen wollen wieder eine Unterschichtengesellschaft (24.5.2024)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ideologen wollen wieder eine Unterschichtengesellschaft<\/strong><br \/>\nNach dem letzten Weltkrieg hatten wir alle nichts, waren arm, hatte unser Volk gehungert, gefroren, kaum Wohnung, wenig Arbeit und eigentlich keine Zukunftsaussichten mehr. 1947 bekamen wir nach der W\u00e4hrungsreform pro Person 40 D-Mark, waren wir nahezu alle gleich \u201ereich\u201c. Der Autor hat sich damals nie tr\u00e4umen lassen, dass es ihm einmal so gut gehen w\u00fcrde wie unserer Generation heute. Wir verdanken dies den Bedingungen,<br \/>\n\u2013 dass die Amerikaner fr\u00fcher als die Russen mit der Auspl\u00fcnderung Deutschlands aufh\u00f6rten, weil sie uns als Zentralland f\u00fcr ihre Herrschaft \u00fcber Europa brauchten, also auch wirtschaftlich wieder selbst\u00e4ndig machen mussten,<br \/>\n\u2013 dass alle Nazi-Gesetze abgeschafft waren und deshalb gr\u00f6\u00dfte Handlungsfreiheit bestand f\u00fcr alle, die in der Wirtschaft etwas anfangen und wiederaufbauen wollten,<br \/>\n\u2013 dass Ludwig Erhard den Aufbau aus dem Nichts dadurch f\u00f6rderte, dass er nur Aussch\u00fcttungen aus den Betrieben als Gewinn versteuern lie\u00df, also Selbstfinanzierung erm\u00f6glichte und damit mehr als zehn Millionen Unternehmer ein \u201eWirtschaftswunder\u201c schufen mit Arbeitspl\u00e4tzen, Einkommen und allm\u00e4hlich steigendem Wohlstand.<br \/>\n\u2013 Vor allem aber wurden nach der verheerenden Nazi-Ideologie wieder die zehn Gebote und die preu\u00dfischen Tugenden zu Leitideen der Gesellschaft, hatten wir wieder ein verbindliches moralisches Ger\u00fcst.<\/p>\n<p>So konnte jeder, der flei\u00dfig und bescheiden war, sich allm\u00e4hlich wieder eine Existenz, eine eigene Wohnungseinrichtung, ein Auto und 40 Prozent flei\u00dfige B\u00fcrger sogar wieder eine eigene Wohnung erschaffen.<br \/>\nLudwig Erhard wollte \u201eWohlstand f\u00fcr alle\u201c. Er wollte aus der allgemeinen Armut durch Eigenleistung eine Mittelschichtgesellschaft schaffen, weil \u201enur derjenige, der etwas hat, auch gegen den Kommunismus immun wird\u201c.<\/p>\n<p>Dass sich wieder auch eine kleine Oberschicht mit gr\u00f6\u00dferem Reichtum bildete, sah Ludwig Erhard als \u201ePreis der Marktwirtschaft\u201c an. F\u00fcr ihn sollte vor allem jeder Flei\u00dfige aus der Unterschicht in die Mittelschicht aufsteigen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr garantierte er Wettbewerb und Chancengleichheit.<br \/>\nNie hat sich vorher eine Mittelschicht in Deutschland wieder so schnell gebildet wie in den 1950er und 1960er Jahren. Beigetragen hat dazu, dass<br \/>\n\u2013 mehr als zwei Millionen Unternehmer und mehr als drei Millionen Qualifikationstr\u00e4ger aus dem Osten in den Westen fl\u00fcchteten,<br \/>\n\u2013 die deutsche Bev\u00f6lkerung und Arbeiterschaft traditionell h\u00f6chste Qualifikationen hatte, die zunehmend wieder genutzt werden konnten<br \/>\n\u2013 und jeder, dem es schon besser als anderen ging, dem anderen als Ansporn, nicht wie heute als Neidobjekt, galt.<br \/>\nSo hat sich eine Mittelschicht in der deutschen Gesellschaft kontinuierlich bis heute mit mehr als der H\u00e4lfte entwickelt, sind wir eine wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch vom Mittelstand gepr\u00e4gte \u201eb\u00fcrgerliche Gesellschaft\u201c geworden.<\/p>\n<p>Die Grenze zwischen Mittelschicht und Unterschicht nimmt die Mittelstandsforschung bei den Medianeinkommen an. Als Unterschicht gilt, wer ein Bruttoeinkommen unterhalb dieses Medianeinkommens von ca. 3400 Euro monatlich hat. Dazu geh\u00f6rten vor allem solche Bev\u00f6lkerungsgruppen, die aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden in der Leistungsgesellschaft nicht mitkamen oder abgefallen sind. F\u00fcr Arme wurde dazu sogar ein umfangreiches Transfer- und Sozialsystem geschaffen, das jedem Deutschen die Existenz sichern sollte. Diese Sozialgarantie wurde allerdings dann ausgedehnt auf \u201ealle, die in diesem Land leben\u201c und sogar auf alle in der Welt, die zu uns kommen und nicht nur vor\u00fcbergehend Hilfe brauchen, sondern sich lebenslang bei uns ohne Arbeit im Sozialsystem einrichten.<br \/>\nMit der \u2013 auch im internationalen Vergleich \u2013 gr\u00f6\u00dften Einkommensumverteilung der deutschen Geschichte haben wir das international h\u00f6chste Sozialsystem auf Kosten der Mittelschicht und zugunsten der Unterschicht geschaffen, das uns zwar Ausbeutung der Leistungstr\u00e4ger, aber bisher auch sozialen Frieden und die Vermeidung echter Armut gebracht hat. Immerhin haben unsere \u201eArmen\u201c einen h\u00f6heren Lebensstandard als in vielen L\u00e4ndern deren Mittelstand.<\/p>\n<p>Die Mittelstandssoziologie sieht die entscheidenden Einkommensmerkmale der drei Schichten darin, dass<br \/>\n\u2013 die Oberschicht aus Verm\u00f6gen, also aus der Arbeit anderer lebt,<br \/>\n\u2013 die Mittelschicht aus Eigenleistung leben muss<br \/>\n\u2013 und die Unterschicht \u00fcberwiegend aus Transferleistungen der Mittelschicht lebt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Kapital der Oberschicht nur m\u00e4\u00dfig oder gar nicht besteuert wird, ist unser ganzes Steuer- und Abgabensystem auf das Einkommen aus Arbeit abgestellt, also auf die Leistungsertr\u00e4ge der Mittelschicht. Entsprechend hat der deutsche Mittelstand die h\u00f6chsten Steuern und Sozialabgaben der Welt und zus\u00e4tzlich das gr\u00f6\u00dfte Sozialsystem der deutschen Geschichte zu finanzieren. In einer fr\u00fcheren Untersuchung des Mittelstandsinstituts Niedersachsen wurde errechnet, wie die drei Schichten unterschiedliche Nettobeitr\u00e4ge zur Staatsfinanzierung leisten, n\u00e4mlich<\/p>\n<p><em>Obergruppe: + 17 Prozent<\/em><br \/>\n<em>Mittelgruppe: + 87,9 Prozent<\/em><br \/>\n<em>Untergruppe: \u2013 4,9 Prozent<\/em><br \/>\n<em>100 Prozent<\/em><br \/>\n<em>Quelle: Hamer, E. \u201eWer finanziert den Staat?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese aus der staatlichen Abgabenstatistik errechneten Belastungen spiegeln die Leistungsbeitr\u00e4ge der gesellschaftlichen Schichten wider. \u201eInsofern hat die Mittelstands\u00f6konomie recht, wenn Sie behauptet, dass der Mittelstand (die Mittelschicht) der wirtschaftliche Tr\u00e4ger unserer Gesellschaft und unseres Wohlstandes sei.\u201c<br \/>\nAus den Leistungsertr\u00e4gen vor allem der Mitte wurden vor allem f\u00fcr die Unterschicht umfangreichste Sozial-, Bildungs- und Wohlstandskonzepte erarbeitet, mit denen die Unterschicht eigentlich zur Mitte gef\u00fchrt bzw. angehoben werden sollte. Das hat insofern funktioniert, als kein \u201eArmer\u201c in Deutschland in Existenznot gelassen, dass der Lebensstandard der deutschen Unterschicht sogar h\u00f6her als der Lebensstandard der meisten Mittelschichten in der Welt ist.<br \/>\nSeit 2015 nimmt jedoch die Unterschicht in Deutschland absolut und relativ deutlich zu. Das hat vor allem damit zu tun, dass j\u00e4hrlich bis zu 300.000 Qualifikationstr\u00e4ger des Mittelstandes unser Land wegen der h\u00f6chsten (\u00dcber)Belastungen verlassen und andererseits Unqualifizierte und zu \u00fcber 70 Prozent nie dem Arbeitsmarkt zur Verf\u00fcgung stehendes Proletariat in Gr\u00f6\u00dfe einer Gro\u00dfstadt (0,5 \u2013 eine Million) j\u00e4hrlich einwandern. Die neue Regierung hat stolz durchgesetzt, dass sie \u201ejede Immigration begr\u00fc\u00dfen\u201c und \u201ekeine R\u00fcckf\u00fchrung dulden\u201c w\u00fcrde. Also soll der Zuzug aus der Welt in die deutsche Unterschicht nicht nur aus allen Krisengebieten, sondern vor allem aus Afrika k\u00fcnftig entsprechende Verst\u00e4rkung unserer Unterschicht bei entsprechender Verminderung der Mittelschicht bringen. Wir werden uns also darauf einstellen m\u00fcssen, dass unsere b\u00fcrgerliche Mittelschichtgesellschaft ihren Zenit \u00fcberschritten hat und wir wieder wie fr\u00fcher zur dominierenden Unterschichtgesellschaft mit kleinerer Mittel- und nur kleiner Oberschicht werden.<\/p>\n<p>Sieht man einmal von den Sozialfunktion\u00e4ren ab, die \u201eeine neue Armut\u201c beschw\u00f6ren, um mehr Umverteilung von der Mitte nach unten zu erreichen und die \u201esoziale Gerechtigkeit\u201c darin sehen, dass jeder, auch der gerade zu uns gekommen ist, gleichen Lebensstandard (Teilhabe) wie die langj\u00e4hrigen Leistungstr\u00e4ger haben m\u00fcsse, bringt Massenzuwanderung schon jetzt gesellschaftliche Unwuchten f\u00fcr alle:<\/p>\n<p>\u2013 Die letzte PISA-Studie stellte einen deutlich fallenden Durchschnittsbildungsstand unserer Gesellschaft fest, obwohl Deutschland seit Jahrzehnten mit Bildungsreformen und den gr\u00f6\u00dften Bildungsinvestitionen \u201egeklotzt\u201c hat.<br \/>\n\u2013 In gro\u00dfen Teilen des angestellten Mittelstandes hat ein Umdenken von der Leistungs- zur Spa\u00dfgesellschaft stattgefunden, in der hoher Lebensstandard als selbstverst\u00e4ndlich gilt, deshalb Grundeinkommen \u2013 leistungsunabh\u00e4ngig \u2013 an jeden verteilt werden m\u00fcsse und nicht mehr die zehn Gebote oder die preu\u00dfischen Tugenden, sondern Genderideologie, Feminismus und dekadentes, \u201elustvolles Leben\u201c sowie \u201eGenuss\u201c als Lebensziele gelten. Dass mit dieser Wertedegeneration auch allgemeine Arbeits- und Leistungsminderung verbunden ist, hat der begonnene Verlust internationaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit bereits seit einigen Jahren gezeigt. In Niedersachsen wurden die Abiturnoten in Mathematik fl\u00e4chendeckend um eine Zensur angehoben, weil die normale Intelligenz der Abiturienten nicht mehr ausreichte. Trotzdem machen mehr als 50 Prozent der Sch\u00fcler Abitur, ca. f\u00fcnf Prozent sogar mit der Note \u201e1\u201c.<br \/>\n\u2013 Wenn Hartz-IV nicht mehr \u201eHilfe in Not\u201c, sondern als \u201eB\u00fcrgergeld\u201c minimales Anspruchsniveau ist und allen zusteht, die aus der Welt zu uns kommen , kann man sich nicht \u00fcber den Massenzuzug der Armen, Gescheiterten, Kranken und Bildungsarmen der Welt wundern. Deutschland zieht durch \u201eSozialh\u00f6chstleistungen f\u00fcr alle\u201c die anderswo chancenlosen Gescheiterten der ganzen Welt magnetisch an. In den USA bekommt ein Einwanderer in den ersten f\u00fcnf Jahren keinerlei \u00f6ffentliche Leistungen, in D\u00e4nemark nach den ersten f\u00fcnf Jahren auch nicht mehr, in Deutschland sofort, maximal und auf Lebensdauer einschlie\u00dflich Rente.<br \/>\nDas damit verbundene Wachstum der Unterschicht liegt im Interesse beider Randgruppen oben und unten, nur nicht im Interesse der Mittelschicht, die dies allein finanzieren muss:<br \/>\n\u2013 Die Oberschicht m\u00f6chte unbegrenzt ein \u00dcberangebot von Arbeitskr\u00e4ften haben, welche aus der schrumpfenden urdeutschen Bev\u00f6lkerung inzwischen zu wenig zu bekommen sind.<br \/>\n\u2013 Der gr\u00f6\u00dfte Gewerbezweig der deutschen Wirtschaft \u2013 das Sozialgewerbe \u2013 will dagegen nicht nur fremdn\u00fctzig, sondern auch eigenn\u00fctzig (auf sieben Sozialf\u00e4lle ein Betreuer) weiteres Wachstum der Unterschicht durch proletarische Immigration als Betreuungspotenzial. Vor allem die Kirchen und andere Sozialtr\u00e4ger haben diesen Gesch\u00e4ftszweig entdeckt, weil der Staat ihnen die Kosten daf\u00fcr \u00fcberreichlich erstattet .<br \/>\n\u2013 Die wachsende Unterschicht flutet inzwischen die St\u00e4dte und f\u00fchrt dort zu einer sich versch\u00e4rfenden Wohnungsnot. Weil n\u00e4mlich jeder selbst bestimmen kann, wo er leben will, wollen die Immigranten vor allem in die Gro\u00dfst\u00e4dte, wo schon eigene Landsleute leben, wo sie anonym bleiben k\u00f6nnen, sich nicht integrieren m\u00fcssen und ein Maximum an Spa\u00df und Freizeitangeboten finden. Den Bundespolitikern f\u00e4llt dagegen nur ein, dort mehr Leistungen zu versprechen. Dass sich die St\u00e4dte qualitativ ver\u00e4ndern, sehen sie nicht. Der Mittelstand flieht bereits aus den von der Unterschicht \u00fcberfluteten Stadtvierteln und St\u00e4dten ins Umland \u2013 schon, weil er auf mehr Bildung f\u00fcr seine in den Mittelstand wieder aufsteigenden Kinder angewiesen ist als die von der Unterschicht dominierten Stadtschulen noch bieten.<br \/>\n\u2013 Auch politisch hat die letzte Bundestagswahl gezeigt, wie sich die Sozialfunktion\u00e4re durch Immigranten neue Mehrheiten schaffen. Zur wachsenden Unterschicht ist politisch auch ein erheblicher Teil der angestellten Mittelschicht \u00fcbergelaufen, der ebenfalls Transferleistungsempf\u00e4nger ist. Und ebenso deren wohlstandsverw\u00f6hnte Jugend , welche die zehn Gebote und preu\u00dfischen Tugenden als \u201erechtsextrem\u201c ablehnt, weil sie Wohlstand ohne Eigenleistung f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich h\u00e4lt und ein \u00f6ffentlich finanziertes Spa\u00df-, Genuss- und \u201eDiversleben\u201c erwartet.<\/p>\n<p>Arbeitsgruppen im Mittelstandsinstitut Niedersachsen haben diese Visionen als sogar f\u00fcr das \u00dcberleben von Demokratie und Marktwirtschaft gef\u00e4hrlich \u2013 als Zug zur Zentralisierung und internationalen Kollektivierung \u2013 angesehen und sich gefragt, ob es daraus f\u00fcr Deutschland noch einen Ausweg g\u00e4be. Einen freiwilligen Ausweg scheinen wir inzwischen wegen der ge\u00e4nderten W\u00e4hlermehrheiten nicht mehr zu haben; es bleibt wohl nur eine Zwangskorrektur durch den Markt (Crash), wie immer in der Geschichte.<\/p>\n<p>Wenn das politisch durch Immigration gewollte Anwachsen der Unterschicht anh\u00e4lt, kann der absolut und relativ schw\u00e4cher werdende Mittelstand die daf\u00fcr notwendigen Sozialleistungen und Renten f\u00fcr die Leistungsforderer nicht mehr aufbringen. Er m\u00fcsste entweder noch mehr ausgepl\u00fcndert werden, also verarmen, oder seine Leistungstr\u00e4ger werden verst\u00e4rkt abwandern bzw. aufh\u00f6ren. Jedenfalls wird das, was der Mittelstand bisher f\u00fcr die Randgruppen an Sozialleistungen tragen konnte, k\u00fcnftig nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen. Dann wird auch die Unterschicht deutlich verarmen. Das wiederum h\u00e4tte Folgen f\u00fcr unseren sozialen Frieden in der Gesellschaft. Wachsende Mehrheiten der Unterschicht haben immer in der Geschichte mit demokratischen Mitteln \u2013 one man, one vote \u2013 oder durch Revolution zu Funktion\u00e4rsoligarchie oder sogar Diktatur gef\u00fchrt .<\/p>\n<p>Es deutet aber auch vieles darauf hin, dass wir nicht mehr lange Zeit f\u00fcr grunds\u00e4tzliche Korrekturentwicklungen haben, dass ein Finanz- und Wirtschaftscrash die Verarmung unserer Bev\u00f6lkerung schon kurzfristig bringt. Immerhin haben wir nicht nur national die gr\u00f6\u00dften Schulden unserer Geschichte aufgebaut (300 Mrd. Euro), sondern dazu auch 2,7 Bio. Euro Schulden f\u00fcr europ\u00e4ische Banken und Pleitel\u00e4nder \u00fcbernommen. Sobald dieses Schuldenkartenhaus zusammenbricht, ist Zahltag, ist der Scheinwohlstand dahin, brechen auch alle Sozialsysteme zusammen . Dann werden die Millionen Sozialleistungsempf\u00e4nger sich mit Gewalt holen, was ihnen angeblich zusteht oder zu dessen Zweck sie \u00fcberhaupt zu uns gekommen sind und wird ein gro\u00dfer Teil des angestellten Mittelstandes in unproduktiven Berufen und Sozialt\u00e4tigkeiten keine Nachfrage mehr finden und ebenfalls in die Unterschicht abfallen.<br \/>\nSchon die Regierung Merkel hat mit der Schulden\u00fcbernahme f\u00fcr die EU die Weichen f\u00fcr \u00dcberschuldung und Zahlungsunf\u00e4higkeit Deutschlands gestellt.<br \/>\nNicht nur die Corona-Krise und nicht die Weltwirtschaft und nicht der Ukraine-Krieg sind schuld an unserer kommenden Verarmung, sondern eine Selbstzerst\u00f6rung durch unsere Regierungen von Merkel bis Habeck\/Baerbock, die uns aus ideologischen Gr\u00fcnden zum Abstieg aus dem Wohlstand getrieben haben.<br \/>\nWie proletarische Unterschichtengesellschaften aussehen, k\u00f6nnten unsere Mittelstandsfeinde in den Diktaturen Asiens, Afrikas und S\u00fcdamerikas sehen. Den Gesellschaften ohne Mittelstand geht es nirgendwo besser, sondern sehr viel schlechter.<br \/>\nWer eine Unterschichtengesellschaft schaffen will, muss also zugeben, dass er damit Armut, Kriminalit\u00e4t, Chancenlosigkeit und Diktatur in Kauf nehmen will.<br \/>\nSchon die Schwab-Bande in Davos hat den \u201eGreat Reset\u201c als Welt-Programm mit Verminderung der Menschen, der G\u00fcter, des Verbrauchs und des Wohlstandes verk\u00fcndet. Die politische Elite der Welt folgt dieser Parole.<br \/>\nGegen die gemeinsamen Randgruppeninteressen wird sich der Mittelstand kaum durchsetzen k\u00f6nnen.<br \/>\n24.5.2024, Eberhard Hamer, <a href=\"https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de\">https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher \u00d6konom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstands\u00f6konomie. In den 1970er Jahren gr\u00fcndete er das privat gef\u00fchrte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und ver\u00f6ffentlichte \u00fcber 20 B\u00fccher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Engagement &gt;Demokratie &gt;Deutschland\u00a0&gt;Gesellschaft &gt;Mittelschicht &gt;Unterschicht Ideologen wollen wieder eine Unterschichtengesellschaft (24.5.2024) &nbsp; Ideologen wollen wieder eine Unterschichtengesellschaft Nach dem letzten Weltkrieg hatten wir alle nichts, waren arm, hatte unser Volk gehungert, gefroren, kaum Wohnung, wenig Arbeit und eigentlich keine Zukunftsaussichten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/unterschicht\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":21084,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-123858","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/123858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123858"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/123858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":123861,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/123858\/revisions\/123861"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}