{"id":121869,"date":"2024-03-22T19:47:55","date_gmt":"2024-03-22T18:47:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=121869"},"modified":"2026-02-26T08:35:25","modified_gmt":"2026-02-26T07:35:25","slug":"gesinnungspolizei","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/verfassungsschutz\/gesinnungspolizei\/","title":{"rendered":"Gesinnungspolizei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Grundgesetz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/\">Grundgesetz<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/bundesverfassungsgericht\/\">Bundesverfassungsgericht<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/verfassungsschutz\/\">Verfassungsschutz<\/a> &gt;Gesinnungspolizei<\/p>\n<div id=\"attachment_121840\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-121840\" class=\"size-full wp-image-121840\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/heimatliebe-pan240318-2-180x83.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-121840\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Heimatliebe ist kein Verbrechen&#8220; am <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/rektor-denunziert-schuelerin\/\">Gymnasium Ribnitz-Damgarten<\/a> &#8211; von der Polizei konfisziert am 18.3.2024<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/verfassungsschutz\/staatsschutz\/\">Der Staatsschutz ermittelt: Die \u201efalsche Meinung\u201c als Ermittlungsfall<\/a>\u00a0(24.2.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/sprachregime\/\">Die \u201eNeuen deutschen Medienmacher\u201c spielen Sprachpolizei und untergraben die Demokratie<\/a> (27.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gesinnungsdiktatur\/\">Mein klammheimliches Leben: Politisch korekt w\u00e4hlen, impfen, verhalten<\/a>\u00a0(22.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/kolonialismus\/\">Mathias Brodkorb: Postkoloniale Mythen<\/a> (11.5.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/murswiek\/\">Wie der Verfassungsschutz den demokratischen Diskurs besch\u00e4digt \u2013 Anmerkungen zum Fall Maa\u00dfen Teil 1<\/a>\u00a0(8.1.2025)<\/li>\n<li>Am \u00f6ffentlichen Pranger: Verfassungsschutz (16.8.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bfv-radikal-oder-extremistisch\/\">BfV: Radikal oder extremistisch<\/a>? (11.4.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/resignation-der-buerger\/\">Resignation der B\u00fcrger<\/a>\u00a0(27.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gesinnungspolizei-im-rechtsstaat\/\">Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?<\/a> (23.3.2024)<\/li>\n<li>Mathias Brodkorb: BfV &#8211; Verschw\u00f6rungstheoretiker von Staats wegen (23.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/buergerkrieg\/\">Mathias Brodkorb. Der Warner \u2013 \u201eKampf gegen rechts\u201c mit B\u00fcrgerkriegspotenzial<\/a>\u00a0(22.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/gesinnungspruefung\/\">Die Sch\u00fclerin Loretta bei der Gef\u00e4hrderansprache: \u201eWie eine Straft\u00e4terin\u201c<\/a> (22.3.2024)<\/li>\n<li>Rezension zu Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat? (20.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gegen-rechts\/delegitimierung\/\">Delegitimierung des Staates: Mit Demokratieprinzip und Meinungsfreiheit unvereinbar<\/a>\u00a0(8.1.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gegen-rechts\/delegitimierung\/\">Prof Murswiek: Verfassungsschutz \u2013 Wer dele\u00adgiti\u00admiert hier wen?<\/a>\u00a0(24.11.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/gesinnungspruefung\/\">Gesinnungspr\u00fcfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/murswiek\/\">Murswiek<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/polizei\/\">Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/verfassungsschutz\/staatsschutz\/\">Staatsschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mathias Brodkorb:\u00a0 Den von der Exekutive abh\u00e4ngigen Verfassungsschutz (Gesinnungspolizei, Inlandsgeheimdienst) abschaffen.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Warum nur existieren stabile demokratische Ordnungen in vielen Dutzend Staaten, aber nur Deutschland und \u00d6sterreich haben diese eigenartigen Sonderagenturen zur Ausforschung der \u201eBestrebungen\u201c der Bev\u00f6lkerung? Ganz einfach: weil niemand den Verfassungsschutz braucht.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/moral2015\/andrick\/\">Michael Andrick<\/a>)<br \/>\n=============================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Am \u00f6ffentlichen Pranger: Verfassungsschutz<\/strong><br \/>\n<em>Wieso nicht nur die DDR, sondern auch die Bundesrepublik eine Geschichte totalit\u00e4rer \u00dcberwachung kennt<\/em><br \/>\nThorsten Hinz<\/p>\n<p>Das Buch \u201eGesinnungspolizei im Rechtsstaat?\u201c des Publizisten und fr\u00fcheren SPD-Landesministers Mathias Brodkorb \u00fcber die Praktiken des Verfassungsschutzes (VS) hat viel Aufmerksamkeit und Zuspruch gefunden. Auch in dieser Zeitung wurde es positiv besprochen (JF 13\/24). Brodkorb hat das Selbstbild des VS als die sorgende W\u00e4chterin der wehrhaften Demokratie gr\u00fcndlich dekonstruiert und nachgewiesen, da\u00df er sich als effektives Repressionsorgan bet\u00e4tigt.<br \/>\nDieser Effekt ergibt sich insbesondere aus dem Zusammenspiel mit den Medien und sozialen Netzwerken, die das verh\u00e4ngte Extremismus-Stigma \u2013 konkret: das Stigma des Rechtsextremismus \u2013 umgehend aufgreifen und verbreiten. Damit stehen die Betroffenen am \u00f6ffentlichen Pranger und werden zum Opfer staatlicher Feindvernichtung. Das angef\u00fcgte Fragezeichen im Buchtitel kann man ruhig weglassen; der Untertitel: \u201eDer Verfassungsschutz als Erf\u00fcllungsgehilfe der Politik\u201c enth\u00e4lt bereits die Antwort.<\/p>\n<p>Was Brodkorb anhand von sechs Fallstudien beschreibt, ist in der Sache nicht neu. Besonders ist die N\u00fcchternheit und Pr\u00e4zision, mit der er die Begriffe und Kategorien, die der Inlandsgeheimdienst nutzt, beim Wort und auseinandernimmt. Er bescheinigt den Geheimdienstlern intellektuelle Defizite, Willk\u00fcr, Machtarroganz sowie ideologisch und parteipolitisch motivierten Verfolgungseifer. Sie k\u00f6nnen nicht einmal definieren, was \u201eExtremismus\u201c \u00fcberhaupt ist und wo er anf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Bis in die siebziger Jahre sprach man vom \u201eRadikalismus\u201c. Die potentiellen Implikationen, die sich daraus ergaben, empfand der damalige Innenminister Werner Maihofer (FDP), ein Rechtsprofessor und B\u00fcrgerrechtsliberaler alten Schlages, offenbar als freiheits- und demokratiegef\u00e4hrdend, weshalb er 1974 dem Verfassungsschutz ins Stammbuch schrieb, \u201eda\u00df politische Aktivit\u00e4ten oder Organisationen nicht schon deshalb verfassungsfeindlich sind, weil sie eine bestimmte nach allgemeinem Sprachgebrauch \u2018radikale\u2019, das hei\u00dft eine bis an die Wurzel einer Fragestellung gehende Zielsetzung haben\u201c. Erst wenn sie sich gegen den \u201eGrundbestand\u201c der Verfassung richteten, seien sie \u201eextremistisch\u201c und damit verfassungsfeindlich.<\/p>\n<p>Radikal im Sinne Maihofers w\u00e4re heute die Frage, ob der Parteienstaat, der sich in der Bundesrepublik herausgebildet hat, ohne zwingend vom Grundgesetz bestimmt worden zu sein, in der Lage ist, repr\u00e4sentative Volksvertretungen und eine bef\u00e4higte politische Klasse hervorzubringen. Ob das Ergebnis nicht vielmehr in einer sich selbst reproduzierenden Kaste \u2013 einer Oligarchie \u2013 und in einer Negativauswahl \u2013 einer Ochlokratie \u2013 besteht. F\u00fcr Innenministerin nancy Faeser und VS-Chef Thomas Haldenwang h\u00e4tten die Fragesteller bereits die Grenze zur \u201everfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates\u201c und damit zum Extremismus \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Es handelt sich nicht nur um pers\u00f6nliche Marotten. Brodkorb zitiert aus dem \u201eHandbuch des Rechts der Nachrichtendienste\u201c (2017): \u201eWenn Extremismus nur ein Synonym f\u00fcr die zielgerichtete Verwirklichungsstrategie radikaler Ansichten ist, aber bereits radikale Ansichten inhaltlich extremistisch sind\u201c, sei nicht einzusehen, weshalb man sie dulden soll. Der VS selbst ist in der Tat der Auffassung, da\u00df sich im Radikalismus bereits \u201eeine \u00fcberspitzte, zum Extremen neigende Denk- und Handlungsweise\u201c \u00e4u\u00dfert. Brodkorb hat beim Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz nachgefragt, was man dort unter Radikalismus versteht, und die Antwort erhalten: \u201eDer Begriff Radikalismus ist kein klar definierter \u2018Arbeitsbegriff\u2019 der Verfassungsschutzbeh\u00f6rden, da dieser Bereich der politisch-gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten nicht in den Aufgabenbereich der Verfassungsschutzbeh\u00f6rden f\u00e4llt. Er dient lediglich zur Abgrenzung zum Bereich des Extremismus. Eine fachliche Definition durch das BfV kann daher nicht erfolgen und ist auch nicht erforderlich.\u201c<\/p>\n<p>Das ist zum einen falsch. Der VS nimmt den Radikalismus sehr wohl in den Blick, und zwar als Semi-Extremismus, der flie\u00dfend in den verfassungsfeindlichen Extremismus \u00fcbergeht. Seine Weigerung, sein Observationsgebiet klar zu definieren, bedeutet zum anderen im Umkehrschlu\u00df: Es liegt ganz in seinem beziehungsweise im Belieben seiner Auftraggeber, was er als radikal und \u2013 da die Grenze flie\u00dfend ist \u2013 extremistisch und verfassungsfeindlich einstuft. Brodkorb h\u00e4lt diese Praxis f\u00fcr tendenziell totalit\u00e4r, er verweist auf Orwell, auf die Praktiken der Stasi und kommt zu dem Schlu\u00df, da\u00df der gesamte Laden unreformierbar ist und aufgel\u00f6st geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Dazu wird es nat\u00fcrlich nicht kommen. Trotz der positiven Resonanz hat das Buch keine politische Debatte ausgel\u00f6st. Der VS hat seine Praktiken genausowenig ge\u00e4ndert wie die Medien. Auch f\u00fcr Zeitungen, die das Buch zustimmend rezipiert haben, bleibt der VS eine unanfechtbare Instanz und unwidersprochen zitierw\u00fcrdige Quelle.<\/p>\n<p>Das ist kein Wunder, denn der Verfassungsschutz geh\u00f6rt zur DNA der Bundesrepublik. Brodkorb hat ausdr\u00fccklich darauf verzichtet, die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des VS ausf\u00fchrlich darzustellen und zu analysieren. Er beschr\u00e4nkt sich auf das Klischee, da\u00df die \u201eM\u00fctter und V\u00e4ter des Grundgesetzes\u201c mit der Etablierung des VS die junge Demokratie vor einem virulenten Nazismus h\u00e4tten sch\u00fctzen wollen. Er zitiert aus der ber\u00fchmten Rede Carlo Schmids 1948 im Parlamentarischen Rat. Schmid hatte eine \u201eimmanente Schranke\u201c der Grundrechte markiert, hinter der die Selbstverteidigung des demokratischen Staates, die \u201ewehrhafte Demokratie\u201c, beginne. Allerdings, so Brodkorb, h\u00e4tten die alliierten Sieger den Deutschen noch ein wenig demokratische Gehhilfe geleistet und ihnen mit auf den Weg gegeben, da\u00df Geheimdienste \u201ekeine Polizeibefugnisse\u201c haben d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Das ist eine sehr idealistische Darstellung. Schmid hatte bei der Gelegenheit noch anderes gesagt. Zum Beispiel wies er in aller Offenheit darauf hin, \u201eda\u00df fremde M\u00e4chte innerdeutsche Verh\u00e4ltnisse (\u2026) auf deutschem Boden nach ihrem Willen gestalten wollen\u201c. Dar\u00fcber zu jammern sei sinnlos, jeder wisse, warum es dazu gekommen sei. \u201eEs liegt hier ein Akt der Unterwerfung vor (\u2026) eine Art von negativem Plebiszit, durch das das deutsche Volk zum Ausdruck bringt, da\u00df es f\u00fcr Zeit auf die Geltendmachung seiner Volkssouver\u00e4nit\u00e4t zu verzichten bereit ist.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb konnten auch die Nachkriegsgeheimdienste keine Organe der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t sein, sie wurden kontrolliert und angeleitet von den Alliierten. Erst wenn man diese historischen, politischen und ideengeschichtlichen Hintergr\u00fcnde und Absichten kennt, kann man das Wirken des Verfassungsschutzes ganz erschlie\u00dfen. Der Historiker Josef Foschepoth hat in seinem Buch \u201e\u00dcberwachtes Deutschland. Post- und Telefon\u00fcberwachung in der alten Bundesrepublik\u201c (2012) dargestellt, da\u00df die Alliierten wesentliche der seit 1945 eingef\u00fchrten Kontroll- und Zensurma\u00dfnahmen mit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik sogar noch ausbauten, und zwar mit Duldung und Unterst\u00fctzung deutscher Politiker. Laut Foschepoth nahm man es mit der Trennung von Geheimdiensten und Polizei nicht sehr genau. Exekutivma\u00dfnahmen \u201eder Polizei (wurden) im Benehmen mit dem Verfassungsschutz durchgef\u00fchrt\u201c. Der VS arbeitete wie ein ganz normaler Geheimdienst mit Spionage, Spionageabwehr usw. unter der Anleitung und Kontrolle westalliierter Sicherheitsdirektoren. BfV-Pr\u00e4sident Hubert Schr\u00fcbbers sprach 1963 von einem \u201eeinheitlichen nachrichtendienstlichen Organismus\u201c.<\/p>\n<p>In den Augen der Amerikaner sei die \u201edauerhafte Beschr\u00e4nkung der Souver\u00e4nit\u00e4t und Autonomie\u201c der Bonner Republik \u201en\u00f6tig\u201c gewesen, um einerseits die Westbindung \u201ef\u00fcr den Westen \u00fcberhaupt ertr\u00e4glich\u201c und andererseits aus der \u201ealten Bundesrepublik\u201c einen zuverl\u00e4ssigen \u201eFrontstaat\u201c zu machen. Adenauer war die alliierte Bevormundung durchaus recht, weil sie seiner auf Westintegration ausgerichteten Politik Nachdruck verlieh. Das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) spielte bei der Koordination der \u00dcberwachung eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Der Jurist Josef Sch\u00fc\u00dflburner, der sich in zahlreichen B\u00fcchern \u2013 zu nennen ist vor allem das 2004 erschienene \u201eDemokratie-Sonderweg Bundesrepublik. Analyse der Herrschaftsordnung in Deutschland\u201c \u2013, Brosch\u00fcren und Aufs\u00e4tzen mit dem Verfassungsschutz besch\u00e4ftigt hat, sieht sogar eine <em><strong>\u201ealliierte \u00dcberverfassung\u201c<\/strong> <\/em>am Werk. Die USA h\u00e4tten unter dem Schlagwort der \u201eDemokratisierung auf die St\u00e4rkung bestimmter Parteien\u201c hingewirkt und die Schw\u00e4chung von \u201eParteiformationen (betrieben), unter deren Hegemonie Deutschland im 19. Jahrhundert zu einer ma\u00dfgeblichen Macht geworden war, n\u00e4mlich gegen Nationalliberale und Konservative\u201c. Zu diesem Zweck habe sie die \u201eVerhinderung eines weiteren Nazismus als Vorwand\u201c genutzt.<\/p>\n<p>In den siebziger Jahren standen vor allem linke Aktivisten und Organisationen im Fokus. Brodkorb stellt zwei F\u00e4lle vor: die Langzeitobservationen des Juristen Rolf G\u00f6ssner und des Gewerkschafters Bodo Ramelow. Beide standen dem kommunistischen Milieu der DKP nahe, G\u00f6ssner pflegte zudem intensive Kontakte in die DDR. Nun waren damals die Observationen aus Sicht des Verfassungsschutzes und seiner Partner im Ausland absolut plausibel, denn die extreme Westlinke war nato- und amerikakritisch ausgerichtet und stellte im Frontstaat Bundesrepublik auch eine \u201ePartei der DDR\u201c (Ernst Nolte) dar; sie bildete im Konfliktfall ein Sicherheitsrisiko. Die nationalkonservative Rechte war inzwischen domestiziert. Sie hatte sich weitgehend mit der CDU\/CSU arrangiert, die nicht nur der Westbindung huldigte, sondern sich \u00fcber die (zivil)religi\u00f6se Deutung des Holocaust sukzessive dem Antifaschismus der Linken ann\u00e4herte und sich vom Antitotalitarismus verabschiedete.<\/p>\n<p>Mit dem Zusammenbruch der DDR und des Ostblocks bestand aus Nato- und US-Sicht keine Gefahr mehr, da\u00df sich die Linke in Westdeutschland im Ernstfall als Agent oder n\u00fctzlicher Idiot des Ostblocks erweisen w\u00fcrde. Statt dessen war eine neue deutsche Unw\u00e4gbarkeit entstanden. Sie lag darin, da\u00df ein wiedervereintes, in die Souver\u00e4nit\u00e4t entlassenes, durch Katastrophen gel\u00e4utertes Deutschland als \u201eselbstbewu\u00dfte Nation\u201c aus der M\u00fcndelposition heraustreten und eine eigene Gestaltungsmacht in Europa beanspruchen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Jetzt erwies sich die Linke, die inzwischen starke antinationale Affekte hegte, als ausgesprochen n\u00fctzlich. Ihre Multikulturalismus-Romantik, ihr Beharren auf offenen Grenzen nebst einem extensiven Asylrecht, ihre Neigung, politische und staatsrechtliche Fragen zu moralisieren, haben viel dazu beigetragen, das verunsicherte, mit der neuen Lage \u00fcberforderte Land vollst\u00e4ndig zu paralysieren und es als politischen Akteur zu neutralisieren. Rolf G\u00f6ssner wurde sp\u00e4ter in Bremen zum Verfassungsrichter berufen und Bodo Ramelow amtiert in Th\u00fcringen als Ministerpr\u00e4sident. 2015 erlebte er nach seinen eigenen Worten den sch\u00f6nsten Tag in seinem Leben, als ein Zug mit \u201eSchutzsuchenden\u201c in Th\u00fcringen eintraf. Er begr\u00fc\u00dfte die Ank\u00f6mmlinge auf arabisch und wollte vor Freude weinen.<\/p>\n<p>Gefahr wurde nun aus einer anderen Richtung erwartet. Man f\u00fcrchtete den Auftritt einer n\u00fcchternen, interessengeleiteten Realpolitik. Die bescheidenen Vorst\u00f6\u00dfe und \u00dcberlegungen, die es gab, wurden als protofaschistisch verdammt. Umgehend machte sich der Verfassungsschutz den Kampf der Linken \u201egegen Rechts\u201c zu eigen. Es ging und geht darum, den Widerstand gegen den \u00fcbereilten Verzicht auf nationale Souver\u00e4nit\u00e4tsrechte zu kriminalisieren. Es gen\u00fcgte bereits, dezidiert gegen den 1993 beschlossenen Maastricht-Vertrag und die Abschaffung der D-Mark zugunsten einer Gemeinschaftsw\u00e4hrung Stellung zu beziehen, um in den Ruch der Verfassungsfeindlichkeit zu geraten. Letztlich kn\u00fcpfte der VS an die Praktiken und Motivik aus den f\u00fcnfziger Jahren an.<br \/>\nSch\u00fc\u00dflburner zufolge wird <em><strong>\u201eden Deutschen die normale Demokratie eines offen und frei ausgetragenen Links-Rechts-Antagonismus als Kennzeichen politischer Freiheit verwehrt\u201c.<\/strong> <\/em>Mittels Propaganda, Geheimdienstrepression und Drohung mit dem Parteiverbot w\u00fcrden jene, die auf nationalen Interessen beharren, \u201etendenziell ausgeb\u00fcrgert\u201c, w\u00e4hrend gleichzeitig die \u201ewandernden Anh\u00e4nger einer traditionell fremden Religion\u201c oder extrem nationalistische T\u00fcrken \u201eintegriert\u201c werden sollen. <em><strong>\u201eEine Politik, die nicht einmal die eigenen \u2018Rechtsextremisten\u2019 integrieren kann, glaubt sich bef\u00e4higt, Weltreligionen zu integrieren\u201c<\/strong><\/em>, bringt Sch\u00fc\u00dflburner den Irrsinn auf den Punkt. Seit einigen Jahren f\u00fchrt der Verfassungsschutz \u201eIslamfeindlichkeit\u201c als verfassungsfeindliches Verdikt auf. Im deutschen Interesse liegt das gewi\u00df nicht. In wessen Interesse dann?<br \/>\nUm die VS-Praxis gerecht zu w\u00fcrdigen, ist die juristische und sprachlogische Hermeneutik unabdingbar, aber sie erkl\u00e4rt nicht alles. Genauso wichtig ist es, die politischen und historischen Kontexte sowie den \u201eeinheitlichen nachrichtendienstlichen Organismus\u201c zu analysieren, deren Teil der Inlandsgeheimdienst ist. Aus der Beschr\u00e4nktheit und dem ideologischen Furor einzelner formt sich, wenn die Umst\u00e4nde danach sind, ein monstr\u00f6ser Behemoth.<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.8.2024 von Thorsten Hinz bitte lesen in der IF 23\/24, Seite 13<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mathias Brodkorb: BfV &#8211; Verschw\u00f6rungstheoretiker von Staats wegen<\/strong><br \/>\n<em>In keinem anderen westlichen Industrieland findet sich ein Inlandsdienst mit einer so eigent\u00fcmlichen Aufgabenbeschreibung wie beim deutschen Verfassungsschutz. Es ist Zeit f\u00fcr seine Abschaffung.<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nAufgabe des Verfassungsschutzes sei es, Gef\u00e4hrder der Demokratie ausfindig zu machen. Das Dilemma: Gerissene Feinde der Demokratie geben sich als solche nicht unbedingt zu erkennen. Im Stillen zu agieren, nicht fassbar zu sein f\u00fcr staatliche Beh\u00f6rden und die \u00d6ffentlichkeit, gilt geradezu als notwendige Erfolgsbedingung des Umsturzes. Also kann es nicht nur darum gehen, rechtswidrige Handlungen aufzusp\u00fcren und zu bek\u00e4mpfen. Man muss bereits in deren Vorfeld t\u00e4tig werden. Die Handlungen sind blo\u00df der Rauch, der auf das Feuer folgt. Es gilt, bereits das Feuer auszutreten. Und das Feuer, das sind die Gedanken. Dadurch aber, so Br\u00fcckner, entstehe eine \u201eAtmosph\u00e4re des universellen Verdachts\u201c (2). Im Grunde werde dem Staat so \u201ejeder verd\u00e4chtig\u201c (3).<br \/>\nDer Verdacht auf verfassungsfeindliche Bestrebungen kann schon dadurch entstehen, dass ein unbescholtener B\u00fcrger Kontakt zu einem offiziell Verd\u00e4chtigen unterh\u00e4lt. Wie ein infizierter Staffelstab wird dann der staatliche Verdacht von B\u00fcrger zu B\u00fcrger weitergereicht. Die sogenannte \u201eKontaktschuld\u201c (4) ist f\u00fcr den Verfassungsschutz bis heute Anhaltspunkt, um seine Untersuchungsfelder auszuweiten. Ziel der Operation ist es, durch \u00d6ffentlichkeitsarbeit die Verd\u00e4chtigen gesellschaftlich zu isolieren. Wenn man die Existenz von Extremisten schon nicht vollst\u00e4ndig verhindern kann, sollen diese und ihr Denken zum Schutze der Demokratie zumindest vom Rest der Gesellschaft abgekapselt werden: \u201eBer\u00fchrungsfurcht soll sich (&#8230;) nicht nur an Personen, Einrichtungen und Aktionen heften, sondern auch an Begriffe. Kontaktschuld gibt es (&#8230;) auch gegen\u00fcber der Sprache.\u201c (5) Die Einschr\u00e4nkung des \u00f6ffentlichen Diskurses ist also das ausdr\u00fcckliche Ziel der hauptamtlichen Verfassungssch\u00fctzer, die \u201ePhilosophie des Verdachts\u201c (6) ihre DNA.<br \/>\n.<br \/>\nVerfassungssch\u00fctzer sind Verschw\u00f6rungstheoretiker<br \/>\nImmer dann, wenn jemand ohne schl\u00fcssige Beweise und gegen die Realit\u00e4t an einer Unterstellung festh\u00e4lt, nennt der Verfassungsschutz dies eine \u201eVerschw\u00f6rungstheorie\u201c (7). Anh\u00e4nger von Verschw\u00f6rungstheorien sind f\u00fcr ihn letztlich Menschen mit einem intellektuellen Defekt. Da sich ihre Ambitionen zugleich gegen das demokratische Gemeinwohl richten sollen, tritt ein moralischer hinzu. Beide Bestimmungsmomente haben wissenschaftliche Vorbilder. Eingef\u00fchrt wurde der Begriff der Verschw\u00f6rungstheorie im Jahre 1945 durch Karl Popper als \u201eVerweltlichung eines religi\u00f6sen Aberglaubens\u201c (8). Echte Verschw\u00f6rungen m\u00fcssten aber au\u00dferdem zum \u201eNachteil der Allgemeinheit\u201c (9) betrieben werden. Ihr Motor sei letztlich ein \u201eperfider Plan\u201c (10). Neben die epistemische \u00dcberforderung des Begriffes tritt so eine normative. Bereits die Absprachen der Hitler-Attent\u00e4ter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg k\u00f6nnten so aber gar nicht mehr als (politische) Verschw\u00f6rung erfasst werden. Das ist offenkundig unplausibel. Dieser auch im Alltagsverst\u00e4ndnis etablierte Begriff von Verschw\u00f6rungstheorie entpuppt sich als rhetorische Floskel zur Markierung einer moralisch \u00fcberlegenen Erkenntnisposition und f\u00fchrt zu in der Sache unhaltbaren Konsequenzen.<br \/>\nEine Verschw\u00f6rung ist stattdessen das zielgerichtete Handeln eines Personenzusammenschlusses auf der Grundlage eines geheimen Planes: \u201eEine Verschw\u00f6rungstheorie ist entsprechend der Versuch, (wichtige) Ereignisse als Folge derartiger geheimer Absprachen und Aktionen zu erkl\u00e4ren.\u201c (11) Diese strukturell angelegte Definition hat Konsequenzen: Erstens ist der Inlandsgeheimdienst somit selbst dazu verdammt, sich als verschw\u00f6rungstheoretische Beh\u00f6rde zu bet\u00e4tigen. Ausdr\u00fccklich geht es ihm darum, nicht auf \u201eblo\u00dfe Lippenbekenntnisse\u201c (12) zur Demokratie hereinzufallen, sondern hinter die mitunter \u201evorgespiegelte Fassade\u201c (13) der Staatsgef\u00e4hrder zu blicken und deren tats\u00e4chliche Absichten zu \u201eentschl\u00fcsseln\u201c (14). Das ist kein Defekt, sondern der gesetzliche Auftrag. Verfassungssch\u00fctzer sind Verschw\u00f6rungstheoretiker im Auftrag des Staates. Und zweitens m\u00fcssen Verschw\u00f6rungstheorien nicht notwendig falsch oder irrational sein. Sie k\u00f6nnen ein solches Ausma\u00df an methodischer Komplexit\u00e4t erreichen, dass sie zu echten wissenschaftlichen Theorien aufsteigen. Sie haben dort ihre Berechtigung, wo die Vermutung der Existenz einer Verschw\u00f6rung als wahr bewiesen werden kann (15).<br \/>\nDie Aufgabe des Verfassungsschutzes ist es daher, pr\u00e4ziser gesprochen, berechtigte Verschw\u00f6rungstheorien \u00fcber tats\u00e4chliche Staatsfeinde zu verfertigen (16). Unberechtigte Verschw\u00f6rungstheorien unterscheiden sich von berechtigten dabei entweder durch die erwiesene Falschheit ihrer Unterstellungen oder die anhaltende Nichtnachweisbarkeit ihrer Richtigkeit. Eine Verschw\u00f6rungstheorie kann somit paradoxerweise unberechtigt sein, obwohl sie wahr ist. Das ist genau dann der Fall, wenn sie nicht als wahr nachweisbar ist (17). Es ist ein Erkennungsmerkmal unberechtigter Verschw\u00f6rungstheorien, dass diese an ihren Unterstellungen selbst dann festhalten, wenn sich deren Richtigkeit gerade nicht belegen l\u00e4sst. Die Verschw\u00f6rung gilt dann gerade durch Abwesenheit eines Beweises als bewiesen. Wer so argumentiert, befindet sich allerdings \u201eauf halbem Weg zum Wahn\u201c (18).<br \/>\nDer Verfassungsschutz geh\u00f6rt abgeschafft<br \/>\nBerechtigte Verschw\u00f6rungstheorien sind somit nichts anderes als legitime Hypothesenbildungen zur Erkl\u00e4rung der Welt und unverzichtbares Handwerkszeug auch des Inlandsgeheimdienstes. Die Beziehung zu dessen Beobachtungsobjekten entpuppt sich allerdings als \u201emimetische Rivalit\u00e4t\u201c (19). In dem Versuch, den gerissenen Verfassungsfeind durch noch mehr Gerissenheit zu entschl\u00fcsseln und zu \u00fcbertrumpfen, kann es zur Anverwandlung an das eigentlich zu bek\u00e4mpfende Objekt kommen. Wird dieser Kipppunkt \u00fcberschritten und das Feld ungerechtfertigter Verschw\u00f6rungstheorien betreten, sind wahnhafte Schlussfolgerungen unvermeidlich. Man blickt dann auf eine spezifische d\u00e9formation professionnelle. Das Grundgesetz verpflichtet die Staatsb\u00fcrger aber nicht zum angemessenen Gebrauch ihrer Vernunft. Es ist nicht verfassungswidrig, irrational zu agieren oder verr\u00fcckt zu sein. Genau deshalb aber taugen nicht einmal unberechtigte Verschw\u00f6rungstheorien als Anhaltspunkte f\u00fcr extremistische Bestrebungen.<\/p>\n<p>Der Inlandsgeheimdienst deutscher Pr\u00e4gung passt aus doppeltem Grund nicht mehr in die Zeit. Die Demokratie ist trotz aller aktuellen Krisen nicht so labil und gef\u00e4hrdet, wie sie es nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zun\u00e4chst war. Auch im Jahr 2023 z\u00e4hlen Experten Deutschland zu den erfolgreichsten demokratischen Systemen der Welt (20). Der Verfassungsschutz aber schwingt sich immer mehr zu einer Sprach- und Gedankenpolizei auf und schreckt dabei auch vor ungerechtfertigten verschw\u00f6rungstheoretischen Methoden nicht zur\u00fcck. Dies ist immer dann der Fall, wenn er an seiner Verfolgungsabsicht entgegen der Beweislage festh\u00e4lt. Es gibt nachweislich F\u00e4lle, in denen der Verfassungsschutz selbst die Nichtexistenz von Beweisen zu einem Beweis umdeutet und sich in wahnhaften Operationen verf\u00e4ngt. Dass diese Einsch\u00e4tzung aus Gr\u00fcnden der Anschaulichkeit zwar zugespitzt, aber in der Sache richtig ist, soll in diesem Buch gezeigt werden.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Kapitel wird in sechs Fallstudien auch anhand interner Unterlagen des Verfassungsschutzes gezeigt, mit welchen teils manipulativen Methoden die Beh\u00f6rde arbeitet und dabei Ergebnisse fabriziert, die sich rechtsstaatlich kaum noch rechtfertigen lassen. Grenz\u00fcberschreitungen betreffen dabei nicht nur die politische Linke (Bodo Ramelow und Rolf G\u00f6ssner) oder Rechte (Institut f\u00fcr Staatspolitik, Martin Wagener und die AfD). Inzwischen kann aufgrund der Beliebigkeit der Arbeitsbegriffe buchst\u00e4blich jeder B\u00fcrger Beobachtungsobjekt des deutschen Inlandsgeheimdienstes werden. Daf\u00fcr gen\u00fcgt im Zweifel schon eine robust formulierte kritische Meinung zum Regierungshandeln. Die Wahrnehmung des B\u00fcrgerrechts auf Meinungsfreiheit und Regierungskritik nennt der Inlandsgeheimdienst dann verklausuliert, aber wortgewaltig die \u201everfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates\u201c (Kapitel 7). Sie ist der vielleicht gr\u00f6\u00dfte, weil allumfassendste Skandal in der Geschichte des deutschen Inlandsgeheimdienstes. Von den etablierten Medien wird er indes auf erstaunliche Weise ignoriert.<br \/>\nW\u00e4hrend ich selbst lange ein gl\u00fchender Anh\u00e4nger der Beh\u00f6rde war, bin ich heute mit Claus Leggewie und Horst Meier davon \u00fcberzeugt, dass sie es nicht einmal \u201everdient, reformiert zu werden\u201c (21). Der Verfassungsschutz ist kein Teil der L\u00f6sung mehr, sondern selbst ein Teil des Problems. Er geh\u00f6rt abgeschafft.<\/p>\n<p>Dies ist ein Auszug aus dem Buch<br \/>\nGesinnungspolizei im Rechtsstaat? Von Mathias Brodkorb,<br \/>\nerschienen am 4. M\u00e4rz 2024 im zuKlampen Verlag, f\u00fcr 25,00 Euro, hier bestellbar.<\/p>\n<p><em>Mathias Brodkorb (*1977 in Rostock) ist ein deutscher Journalist. Er war Finanz- und Bildungsminister in Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender der dortigen SPD-Landtagsfraktion.<\/em><br \/>\n&#8230; Alles vom 23.3.2024 von on Mathias Brodkorb. bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/verschwoerungstheoretiker_von_staats_wegen\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/verschwoerungstheoretiker_von_staats_wegen<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nWenn andere westliche Demokratien sowas nicht haben, brauchen wir das auch nicht. Wenn man \u00fcberdies sieht, wie eine Inneministerin Faeser (SPD) sich den Laden gef\u00fcgig machen kann, um gegen die Opposition vorzugehen oder einen angeblichen Rentnerputsch zu inszenieren, dann brauchen wir sowas gleich zweimal nicht. Und unter Haldenwang (CDU) handelt der Verfassungsschutz inzwischen doch wohl ganz ungeheim \u00f6ffentlich und lautstark verfassungsfeindlich, also brauchen wir das schon dreimal nicht. S.L.<br \/>\n.<br \/>\nLaut einer INSA Umfrage halten 48 Prozent der Deutschen es f\u00fcr wahrscheinlich, dass der Verfassungsschutz politisch missbraucht wird. Nur 31 Prozent halten das f\u00fcr unwahrscheinlich, das berichten NIUS und JF. Der sog. Verfassungsschutz ist ein Relikt der Nachkriegszeit, er ist heute Instrument der Herrschenden gegen die Opposition. Es gibt weltweit keine Demokratie mit einer vergleichbaren Beh\u00f6rde. Wenn wir eine Verfassung h\u00e4tten, g\u00e4be es ihn nicht. S.H.<br \/>\n.<br \/>\nUnter dem \u201aAmt f\u00fcr Verfassungsschutz\u2019 konnte die RAF gedeihen, kann die gr\u00fcne Klebe-RAF gedeihen, konnte und kann islam-gr\u00fcner Terror gedeihen, konnte und kann Antifa gedeihen. Denn das Amt ist seinen urspr\u00fcnglich \u201aangedachten\u2019 [?] Aufgaben f\u00fcr die Nachkriegszeit nie nachgekommen. &#8230; I.G.<br \/>\n.<br \/>\nMan hat einen Verfassungsschutz zum Schutz der Regierung und man hat weisungsabh\u00e4ngige Staatsanw\u00e4lte &#8211; das ideale Rezept f\u00fcr einen totalit\u00e4ren Staat, unabh\u00e4ngig davon wer gerade die Regierung bildet die um jeden Preis dort bleiben will. K.Sch<br \/>\n.<br \/>\nNur mal nebenbei bemerkt; Wenn in Deutschland der Verteidigungsfall festgestellt wird, dann ist die Bundesinnenministerin Nancy Faeser CHEFIN DER DEUTSCHEN POLIZEI, weil die Befugnisse der L\u00e4nder dann auf den Bund \u00fcbergehen. Faeser w\u00e4re dann gewisserma\u00dfen BUNDESF\u00dcHRERIN DER DEUTSCHEN POLIZEI, mit einer einzigartigen Machtf\u00fclle, wie sie nur zweimal in der ersten H\u00e4lfte des vergangenen Jahrhunderts vorgekommen ist. Als Bundesinnenministerin w\u00e4re Faeser dann Chefin des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei, des Bundesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz und der Polizei der L\u00e4nder icl. polizeilichen Staatsschutz. Bei Feststellung des Verteidigungsfalls ist der Gemeinsame Ausschu\u00df das NOTPARLAMENT, weil Bundestag und Bundesrat dann von der Gesetzgebung ausgeschaltet sind. Der Gemeinsame Ausschu\u00df besteht aus lediglich 45 Mitgliedern aus Vertretern Bundestag und Bundesrat. Das NOTPARLAMENT tagt nach seiner Gesch\u00e4ftsordnung unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit und kann im Schnelldurchgang nahezu komplett s\u00e4mtliche Gesetze \u00e4ndern. Wahlen sind w\u00e4hrend des Verteidigungsfalls ausgesetzt, der Gemeinsame Ausschu\u00df kann auch den Bundeskanzler w\u00e4hlen. Die Mitglieder des Gemeinsamen Ausschuss stehen bereits fest- u.a. s\u00e4mtliche Ministerpr\u00e4sidenten, darunter Ramelow von der Linken. Ein Blick ins Internet zum Thema GEMEINSAMER AUSSCHUSS, NOTPARLAMENT, VERTEIDIGUNGSFALL informiert. Wann endet \u00fcbrigens der Verteidigungsfalls: Nun, wenn die Beendigung des Verteidigungsfalls festgestellt wird,siehe auch dazu die entsprechenden Seiten Bundestag und Bundesrat. Die wenigsten wissen um die Modalit\u00e4ten des Verteidigungsfalls und der Notstandsgesetze. Die Ausrufung des Verteidigungsfalls k\u00f6nnte allerdings die politischen Machtverh\u00e4ltnisse in Deutschland f\u00fcr die n\u00e4chsten, Jahre m\u00f6glicherweise Jahrzehnte, irreversible festlegen- einmal Erm\u00e4chtigungsgesetz, immer Erm\u00e4chtigungsgesetz! Und wie beschrieben: Nancy Faeser ist im Verteidigungsfall Chefin der gesamten deutschen Polizei, gewisserma\u00dfen BUNDESF\u00dcHRERIN. Inge Minos<br \/>\n.<br \/>\nDas Hauptproblem dieser Beh\u00f6rde ist die (theoretische, nur ein Gedankengang, keine Behauptung..) M\u00f6glichkeit, politisch missbraucht zu werden. R.B.<br \/>\n.<br \/>\nIst so ein Amt geschaffen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Sache in falsche H\u00e4nde ger\u00e4t und verwahrlost. Jedes Angebot schafft seine Nachfrage. Eu glauben, man k\u00f6nnte den VS abschaffen, ist naiv. Daf\u00fcr wird es nie Mehrheiten genen, da jede Partei in der Hoffnung lebt, irgendwann die Hand draufhalten zu k\u00f6nnen. Bei mir in F gibt es keinen (deutschen) VS, sonst w\u00e4ren 80 % der Politiker im Knast und 80 % der Bev\u00f6lkerung unter Verdacht. Im Vergleich zu Zemour, Melenchon oder MLP sind AFDler laue Linksliberale. Es gibt allerdings den PNF (Parquet National Financier), diese Staatsanwaltschaft wurde von der linken Hollande Regietrung gegr\u00fcndet und wird politisch gegen rechts eingesetzt. Es ist kein Geheimnis, dass der PNF illegal und auf Druck der Regierung den Kandidaten Francois Fillon abgemurkst hat, um dem Macron den Weg zur Pt\u00e4sidentschaft zu ebnen. Das war 2017 eine beispiellose Schmutzkampagne basierend auf Ermittlungen und einer politisch erzwungenenen Anklagerhebung. So unschuldig sind also andere Demokratien nicht. U.N.<br \/>\n.<br \/>\nWenn potenzielle Verfassungsfeinde an die Regierungsmacht kommen, finden sie immer Opportunisten, die f\u00fcr ihre pers\u00f6nlichen Karrierechancen den Verfassungsschutz zum Staatssicherheitsdienst gegen die Opposition umfunktionieren. Zur Zeit m\u00fcsste der Verfassungsschutz eigentlich gegen sich selbst t\u00e4tig werden. J.L.<br \/>\n.<br \/>\nEmpfehle, mal das Gespr\u00e4ch zwischen Frank Henkel und Dr. Rupert Scholz (Berlin Direkt) anzuh\u00f6ren. Der Staatsrechtler und ausgewiesene Experte in Sachen Verfassung hat sich eindeutig besorgt um unsere Demokratie ge\u00e4u\u00dfert. Die wird n\u00e4mlich aktuell von Leuten wie Haldenwang und Faeser bedroht. So dass ich der Aussage \u201cDie Demokratie ist trotz aller aktuellen Krisen nicht so labil und gef\u00e4hrdet, wie sie es nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zun\u00e4chst war\u201d \u00fcberhaupt nicht zustimmen kann. Unser Land befindet sich auf einem ganz gef\u00e4hrlichen Weg, und das sollte man nicht immer wegreden. H..J.<br \/>\n.<br \/>\n\u201cWer den Verfassungsschutz abschaffen will, ist selbst ein Fall f\u00fcr den Verfassungsschutz\u201d. Aber Ironie beiseite: Bei den wirklich wichtigen Themen versagt der BfV. Mohammed Atta und seine Freunde konnten nur deshalb 9\/11 ungest\u00f6rt vorbereiten, weil es die BfV Gurkentruppe gab und daran hat sich seither nichts ge\u00e4ndert. Die Existenz des BfV gef\u00e4hrdet die Demokratie und macht den deutschen Staat zum Tummelplatz f\u00fcr Extremisten aus aller Welt. Die eigenen Extremisten, die es auch gibt, fallen dabei nicht ins Gewicht. Zwischen den islamischen Terroristen und deren Anh\u00e4ngern, die hier zu zigtausend herumlaufen und den RAF-Rentnern liegen im wahrsten Sinne ganze Welten. J.L.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Rezension zu Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?<\/strong><br \/>\n<strong>Verschw\u00f6rungstheoretiker im Auftrag des Staates<\/strong><br \/>\nDie Bundesrepublik Deutschland ist die einzige westliche Demokratie, die sich einen Inlandsgeheimdienst leistet, der die eigenen B\u00fcrger zum Zwecke einer vorsorglichen Gesinnungspr\u00fcfung staatlicher \u00dcberwachung aussetzt. Verteidigt wird die Existenz einer solchen Beh\u00f6rde meist mithilfe des Schlagwortes von der \u201ewehrhaften Demokratie\u201c. Man sei gezwungen, die Verfassung gegen Extremisten aller Couleur proaktiv zu verteidigen.<br \/>\nWer Mathias Brodkorbs neues Buch gelesen hat, wird zu einer gegenl\u00e4ufigen Einsch\u00e4tzung kommen m\u00fcssen. Brodkorb, ehemaliger Bildungs- und Finanzminister (SPD) von Mecklenburg-Vorpommern und heute freier Publizist, ist studierter Philosoph und ein guter dazu. Das zeigt sich an seiner F\u00e4higkeit, begriffliche Klarheit zu schaffen und komplexe Zusammenh\u00e4nge einer messerscharfen Analyse zu unterziehen. Mit diesen Mitteln macht er deutlich, dass der Verfassungsschutz von einer Logik des Verdachts lebt, die schlicht alles als inkriminierendes Indiz zu deuten geneigt ist. In den pointierten Worten des Autors: \u201eVerfassungssch\u00fctzer sind Verschw\u00f6rungstheoretiker im Auftrag des Staates.\u201c<\/p>\n<p>Dass dies nicht \u00fcbertrieben ist, belegen die sechs Fallstudien, die im Zentrum von Brodkorbs Werk stehen. Es ist haarstr\u00e4ubend, was Brodkorb \u00fcber die Machenschaften des Verfassungsschutzes zutage f\u00f6rdert. Um nur eines von vielen schlagenden Beispielen zu nennen: Der Rechtsanwalt und linke B\u00fcrgerrechtler Rolf G\u00f6ssner wurde gut vierzig Jahre vom Verfassungsschutz bespitzelt, bis schlie\u00dflich 2021 nach f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigem juristischem Kampf h\u00f6chstrichterlich festgestellt wurde, dass seine \u00dcberwachung rechtswidrig war. Kaum etwas d\u00fcrfte die erw\u00e4hnte Logik des Verdachts so gut zum Ausdruck bringen wie die Tatsache, dass der Verfassungsschutz sogar den Umstand, dass G\u00f6ssner \u201enicht Mitglied in einer als extremistisch geltenden Organisation\u201c war, als Zeichen seiner verfassungsfeindlichen Gesinnung verstanden wissen wollte.<br \/>\nAuch das politisch derzeit hei\u00dfeste Eisen, den insbesondere vom Verfassungsschutz gef\u00fchrten \u201eKampf gegen rechts\u201c, spart Brodkorb nicht aus, sondern widmet ihm gleich drei Fallstudien: eine \u00fcber das Institut f\u00fcr Staatspolitik um den Publizisten und Verleger G\u00f6tz Kubitschek, eine \u00fcber die AfD und eine \u00fcber den Hochschullehrer Martin Wagener. Es ist ein intellektueller Genuss zu lesen, mit welch unerbittlicher Pr\u00e4zision und Objektivit\u00e4t Brodkorb die Argumentation des Verfassungsschutzes in diesen F\u00e4llen auseinandernimmt.<\/p>\n<p>Als ein Grund\u00fcbel erweist sich dabei der Hang der Beh\u00f6rde, \u201eBegriffe aus Gummi\u201c zu verwenden. Bereits f\u00fcr den essenziellen Begriff des Extremismus verf\u00fcgen die Verfassungssch\u00fctzer offenbar \u00fcber keine sachlich sinnvolle oder juristisch haltbare Definition. V\u00f6llige Konfusion herrscht schlie\u00dflich beim Begriff des Volkes. Die von Brodkorb mit vorbildlicher Klarheit dargelegte Unterscheidung zwischen dem politischen Staatsvolk (Demos) einerseits und der historisch-kulturellen Abstammungsgemeinschaft (Ethnos) andererseits ist f\u00fcr den Verfassungsschutz bereits tabu. Wer die blo\u00dfe Existenz eines Ethnos anerkennt, denkt laut dieser Beh\u00f6rde schon extremistisch.<br \/>\nDie Kombination aus verschw\u00f6rungstheoretischer Verdachtslogik und unreflektierten Gummibegriffen f\u00fchrt, wie Brodkorb \u00fcberzeugend argumentiert, letztlich sogar dazu, dass der Verfassungsschutz sich immer mehr nicht nur als Meinungs-, sondern auch als \u201eGedankenpolizei\u201c bet\u00e4tigt. Bestimmte Dinge sollen schlicht undenkbar werden.<\/p>\n<p>Zu Recht weist der Autor darauf hin, dass die Gefahr, die vom Verfassungsschutz ausgeht, trotz mangelnder polizeilicher Befugnisse enorm ist: Die Tatsache, dass die Beh\u00f6rde nicht nur Vereinigungen, sondern inzwischen auch Einzelpersonen \u00f6ffentlich als extremistisch und verfassungsfeindlich brandmarken darf, hat im Informationszeitalter f\u00fcr die Betroffenen, die nichts Illegales getan haben, gravierende Konsequenzen, die teilweise genauso schwer wiegen k\u00f6nnen wie strafrechtliche Sanktionen.<\/p>\n<p>Am bedrohlichsten ist aber vielleicht, dass es inzwischen jeden treffen kann, wie Brodkorb mit Verweis auf das neue Konzept einer \u201everfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates\u201c zeigt. So tauchten etwa im Verfassungsschutzbericht des Jahres 2021 sogar jene \u201eK\u00fcmmerer\u201c auf, die den Opfern der \u00dcberschwemmung im Ahrtal private Hilfe leisteten. Diese h\u00e4tten dadurch n\u00e4mlich den Eindruck erweckt, \u201edass\u201c \u2013 so der Wortlaut des offiziellen Dokuments \u2013 \u201estaatliche Stellen bewusst nur unzureichend an der Verbesserung der Versorgungslage arbeiten w\u00fcrden beziehungsweise mit der Bew\u00e4ltigung der Lage komplett \u00fcberfordert gewesen seien\u201c. Der Verfassungsschutz ist, wie Brodkorb richtig schlussfolgert, damit l\u00e4ngst zum Regierungsschutz verkommen.<br \/>\nIm Interesse des freiheitlichen Rechtsstaates ist zu hoffen, dass dieses furiose Buch m\u00f6glichst vielen Menschen, allen voran politischen Entscheidungstr\u00e4gern, die Augen \u00f6ffnet: Der Verfassungsschutz geh\u00f6rt abgeschafft.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.3.2024 von Sebastian Ostritsch bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/kultur\/literatur\/verschwoerungstheoretiker-im-auftrag-des-staates-art-249212\">https:\/\/www.die-tagespost.de\/kultur\/literatur\/verschwoerungstheoretiker-im-auftrag-des-staates-art-249212<\/a><br \/>\noder<\/p>\n<p><em>Mathias Brodkorb, Gesinnungspolizei im Rechtsstaat? Der Verfassungsschutz als Erf\u00fcllungsgehilfe der Politik. Sechs Fallstudien. Zu Klampen Verlag, Hardcover mit \u00dcberzug, 250 Seiten, 25,00 \u20ac<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Demokratie\u00a0&gt;Grundgesetz\u00a0&gt;Bundesverfassungsgericht &gt;Verfassungsschutz &gt;Gesinnungspolizei Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Der Staatsschutz ermittelt: Die \u201efalsche Meinung\u201c als Ermittlungsfall\u00a0(24.2.2026) Die \u201eNeuen deutschen Medienmacher\u201c spielen Sprachpolizei und untergraben die Demokratie (27.9.2025) Mein klammheimliches Leben: Politisch korekt w\u00e4hlen, impfen, verhalten\u00a0(22.9.2025) Mathias Brodkorb: Postkoloniale Mythen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/verfassungsschutz\/gesinnungspolizei\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":114611,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-121869","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121869"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146242,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121869\/revisions\/146242"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/114611"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}