{"id":121016,"date":"2024-02-22T17:30:31","date_gmt":"2024-02-22T16:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=121016"},"modified":"2024-03-12T21:56:15","modified_gmt":"2024-03-12T20:56:15","slug":"esfeld","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/sachbuch\/esfeld\/","title":{"rendered":"Esfeld"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Dichter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/\">Dichter<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Literatur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/\">Literatur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Buch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/buch\/\">Buch<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/sachbuch\/\">Sachbuch<\/a> &gt;Esfeld<\/p>\n<div id=\"attachment_114085\" style=\"width: 636px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/bild1bergamo-pan2020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-114085\" class=\"size-full wp-image-114085\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/bild1bergamo-pan2020.jpg\" alt=\"\" width=\"626\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/bild1bergamo-pan2020.jpg 626w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/bild1bergamo-pan2020-180x93.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 626px) 100vw, 626px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-114085\" class=\"wp-caption-text\">Leichentransporte in Bergamo 2020 &#8211; angeblich wegen Corona<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/woke-gegen-buerger\/\">Woke gegen B\u00fcrger<\/a>\u00a0(9.3.202)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/michael-esfeld-land-ohne-mut\/\">Michael Esfeld: Land ohne Mut<\/a> (25.2.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/faschismus-ist-nicht-nur-rechts\/\">Faschismus ist nicht nur rechts<\/a>\u00a024.2.2024)<\/li>\n<li>Panikmache, Ideologie und Wissenschaft \u2013 ein Interview mit Michael Esfeld (4.2.2024)<\/li>\n<li>Der postmoderne Totalitarismus und seine Narrative &#8211; Rezension Fritz S\u00f6llner (6.8.2023)<\/li>\n<li>Esfeld macht Mut, das \u201eWokeness-Regime\u201c aufzubrechen\u00a0 &#8211; Josef Kraus(5.11.2023)<\/li>\n<li>Ann\u00e4herung an einen Ausgestossenen (31.8.2023)<\/li>\n<li>\u00a0\u201cLand ohne Mut. Eine Anleitung f\u00fcr die R\u00fcckkehr zu Wissenschaft und Rechtsordnung\u201d &#8211; Rezension Mises (30.8.2023)<\/li>\n<li>Sachbuch: \u00abLand ohne Mut (2023) &#8211; Rezension Martina Binning (22.7.2023)<\/li>\n<li>\u00a0\u201cLand ohne Mut. Eine Anleitung f\u00fcr die R\u00fcckkehr zu Wissenschaft und Rechtsordnung\u201d &#8211; Rezension Mises (26.6.2023)<\/li>\n<li>Michael Esfeld: Land ohne Mut &#8211; Rezension Klaus Alfs (12.6.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/missbrauch-der-wissenschaft\/\">Missbrauch der Wissenschaft<\/a> (16.5.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wissenschaft-und-politik\/\">Wissenschaft und Politik<\/a> (18,12,2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wissenschaft-und-politik\/\">Esfeld: Ansichten eines Dissedenten<\/a> (16.12.2020)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/guerot\/\">Guerot<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Buch: Land ohne Mut<br \/>\nEine Anleitung f\u00fcr die R\u00fcckkehr zu Wissenschaft und Rechtsordnung<br \/>\nachgut Edition , 198 Seiten, 24 Euro<\/p>\n<p>Buch: Und die Freiheit?<br \/>\nWie die Corona-Politik und der Missbrauch der Wissenschaft unsere offene Gesellschaft bedrohen<br \/>\nvon Christoph L\u00fcdge und Michael Esfeld<br \/>\nriva Verlag, Mai 2021, 125 Seiten, 10 Euro<br \/>\nISBN 978-3-7423-1909-8<br \/>\n.<br \/>\nMichael Esfeld ist Professor f\u00fcr Wissenschaftsphilosophie an der Universit\u00e4t Lausanne\/CH und Mitglied der nationalen Akademie f\u00fcr Wissenschaften Leopoldina, an die er im Dezember 2020 einen offenen Brief wegen ihrer zweifelhaften Rolle bei der Rechtfertigung des Lockdowns geschrieben hat.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.michaelesfeld.com\/\">http:\/\/www.michaelesfeld.com<\/a>\/<br \/>\n============================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Panikmache, Ideologie und Wissenschaft \u2013 ein Interview mit Michael Esfeld<\/strong><br \/>\nMichael Esfeld kritisierte w\u00e4hrend der Corona-Pandemie den politischen Missbrauch der Wissenschaft &#8211; und musste daf\u00fcr Repressionen in Kauf nehmen. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die deutsche Freiheits-Feindlichkeit, die Bevormundung der Regierung und Liberalismus.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nNach welchem Schema gelingt das dem, wie Sie es genannt haben, politischem Szientismus?<br \/>\nIm Grunde ist politischer Szientismus eine alte Sache. Sie geht auf Platon zur\u00fcck, der meinte, dass es bestimmte Personen \u2013 bei ihm sind das die Philosophen \u2013 gebe, die angeblich privilegierte Erkenntnisse haben, die anderen nicht zug\u00e4nglich seien. Bei Platon ist das die Idee des Guten. Diese Erkenntnis und Einsicht in das Gute ist so beschaffen, dass sie Herrschaft \u00fcber andere legitimiert. In der Neuzeit ist das dann nicht mehr die platonische Ideenschau, auch nicht mehr die Religion. Heute muss Wissenschaft daf\u00fcr herhalten. Im Wissenschaftsbetrieb hat sich die Hybris breitgemacht, die Naturwissenschaft f\u00fcr allumfassend, f\u00fcr ein Programm zu halten, mit dem auch Staat und Gesellschaft gesteuert werden k\u00f6nnten. Und das kann Wissenschaft nicht leisten, weil sie sich darauf beschr\u00e4nkt, rein objektiv Tatsachen aufzudecken.<br \/>\nWissenschaft ist nicht daf\u00fcr da, Normen vorzugeben oder Handlungsanweisungen zu formulieren. Deshalb ist der Slogan \u201efollow the science\u201c auch gef\u00e4hrlich. Wissenschaft wird hierbei als Instrument missbraucht, um Herrschaft \u00fcber andere Menschen auszu\u00fcben \u2013 um Menschen im Namen von Wissenschaft vorzugaukeln, was sie tun sollen. Dazu kommt dann, wie wir das bei den Corona-Virenwellen erlebt haben, dass Bedrohungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung inszeniert werden. Panikmache, Ideologie und Wissenschaft m\u00fcssen herhalten als quasi religi\u00f6ses Legitimationsinstrument, dazu die Verdrehung von Moral mit Solidarit\u00e4t. In ein paar Jahren wird es so sein, dass die Pandemie r\u00fcckblickend als Musterbeispiel f\u00fcr politischen Szientismus gilt. Ebenso wie die Eugenik vor 100 Jahren, da finden wir dasselbe Schema.<br \/>\nPolitischer Szientismus kommt also leider immer wieder und ist deswegen so erfolgreich, weil es als Machtinstrument zu verf\u00fchrerisch ist. Und weil es f\u00fcr Politiker einfacher ist. Denken Sie an Frau Merkel, wie sie im Dezember 2020 im Bundestag den zweiten Lockdown gerechtfertigt hat: Berufung auf Naturgesetze und Wissenschaft. Dann gibt es keine politische Debatte mehr.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWo ziehen Sie die Grenze zwischen rechtsstaatlichem Handeln und Totalitarismus? Und welche Gefahren sehen Sie gegenw\u00e4rtig?<br \/>\nAlso den Trend haben wir vorher schon gesehen. Der ist sicher da und die Frage ist nur, ob er anh\u00e4lt oder nicht. Ich hoffe nicht, dass er sich durchsetzt. Der Rechtsstaat ist auch wieder ganz einfach zu definieren. Im Rechtsstaat wird der Staat nur dann t\u00e4tig, wenn die negative Freiheit verletzt wird. Wenn jemand gegen andere \u00fcbergriffig wird, dann schreitet der Staat ein. Im totalit\u00e4ren Staat geschieht genau das Gegenteil, dass der Staat sich von sich aus anma\u00dft, das Leben der Menschen unbegrenzt, bis ins Privatleben hinein, zu regeln. Ein autorit\u00e4rer Staat l\u00e4sst in der Regel das Privatleben der Menschen in Ruhe, also was sie essen, was f\u00fcr eine Religion sie haben und so weiter ist egal, solange es nicht die Herrschaft bedroht.<br \/>\nEin totalit\u00e4rer Staat nimmt sich im Namen irgendeiner Ideologie hingegen das Recht heraus, selbst das Privatleben zu regeln. Im Corona-Regime wurde geregelt, mit wie vielen Leuten sie sich in ihrer Wohnung treffen k\u00f6nnen. Im Klima-Regime wird versucht zu regeln, wie sie heizen, was sie essen d\u00fcrfen, wie sie sich fortbewegen d\u00fcrfen, etc. Daran kann man den Totalitarismus festmachen: unbegrenzte, umfassende Regulierung auch des Privatlebens. In der Wokeness und Cancel Culture f\u00fchrt das dann sogar so weit, dass wenn sie nur die falschen Gedanken haben, dann werden sie irgendwie belangt oder ausgegrenzt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.2.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/panikmache-ideologie-und-wissenschaft-ein-interview-mit-michael-esfeld\/\">https:\/\/apollo-news.net\/panikmache-ideologie-und-wissenschaft-ein-interview-mit-michael-esfeld\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der postmoderne Totalitarismus und seine Narrative &#8211; Rezension Fritz S\u00f6llner<\/strong><br \/>\nWenn sich Ideologie als Wissenschaft tarnt, wird es gef\u00e4hrlich. Deswegen braucht es bei Themen wie Klima, Wokeness oder Krieg den Mut zum Widerspruch. Der Wissenschaftsphilosoph Michael Esfeld geht dem in seinem neuen Buch \u201eLand ohne Mut\u201c nach.<\/p>\n<p>Der deutsch-schweizerische Philosoph Michael Esfeld ist einem breiten Publikum bekannt geworden, als er, zusammen mit seinem Kollegen Christoph L\u00fctge, auf dem H\u00f6hepunkt der Corona-Krise 2021 die Frage stellte \u201eUnd die Freiheit?\u201c (Riva Verlag). In jenem Buch ging es um den Mi\u00dfbrauch der Wissenschaft und die Bedrohung der offenen Gesellschaft durch die Corona-Politik. Dieses Thema greift Esfeld in seinem aktuellen Buch wieder auf, entwirft aber ein breiteres Bedrohungsszenario, in dem die Corona-Politik nur eines von vielen Beispielen daf\u00fcr ist, wie die Zerst\u00f6rung von Wissenschaft und freiheitlicher Rechtsordnung zum \u201epostmodernen Totalitarismus\u201c f\u00fchrt. Denn dieser zeichnet sich im Unterschied zum traditionellen Totalitarismus der Kommunisten oder der Nationalsozialisten dadurch aus, da\u00df es kein eines, alles \u00fcberragendes Endziel mehr gibt, durch dessen Scheitern die zugrundeliegende Ideologie ein f\u00fcr allemal desavouiert werden kann.<\/p>\n<p>Der postmoderne Totalitarismus bedient sich vielmehr \u201ekleiner\u201c Narrative. <em><strong>\u201eDas macht das postmoderne Regime so gef\u00e4hrlich: Es ist keineswegs damit erledigt, da\u00df man das gerade vorherrschende Narrativ (wie das Corona-Narrativ) entlarvt. Es folgt dann einfach das n\u00e4chste Narrativ (wie das Klima-Narrativ).\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die \u201ereal existierende\u201c Postmoderne wurde w\u00e4hrend Corona totalit\u00e4r<br \/>\nAuf welche Weise solche Narrative eine Kultur der Abh\u00e4ngigkeit erzeugen und langfristig zum Totalitarismus f\u00fchren k\u00f6nnen, erl\u00e4utert der Autor ausf\u00fchrlich und \u00fcberzeugend am Beispiel der Corona-Krise. Besonders unr\u00fchmlich war in dieser Krise die Rolle der Wissenschaft. Aus Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung oder Machtgier h\u00e4tten sich viele Wissenschaftler dem \u201epolitischen Szientismus\u201c verschrieben und versucht, das gesellschaftliche und das private Leben auf ein allgemeines Gut (hier: den Gesundheitsschutz) hinzusteuern. Dabei dienten Modellrechnungen und nicht auf Fakten gest\u00fctzte (\u201epostfaktische\u201c) Annahmen zur Rechtfertigung politischer Zwangsma\u00dfnamen. Diesem Irrweg liegt der sp\u00e4testens seit David Hume bekannte Fehlschlu\u00df vom Sein auf das Sollen zugrunde.<br \/>\nIm ideengeschichtlichen zweiten Teil des Buches zeichnet Esfeld die Entwicklung von Wissenschaft und Rechtsordnung als Grundlagen der offenen Gesellschaft und als Voraussetzung f\u00fcr Fortschritt und Wohlstand nach. Aber beide laufen Gefahr, Opfer des eigenen Erfolgs zu werden, wenn sie sich zur Hybris verleiten lassen. Wissenschaftliche Hybris f\u00fchrt zum politischen Szientismus. Im Rechtsstaat kann sich die Versuchung als \u00fcberm\u00e4chtig erweisen, von der Sicherung der Freiheit vor ungewollten \u00dcbergriffen (negative Freiheit) zur positiven Bef\u00f6rderung der Freiheit und damit vom freiheitlichen Rechtsstaat zum interventionistischen F\u00fcrsorgestaat \u00fcberzugehen, indem Anspruchsrechte zu Lasten von Abwehrrechten geschaffen werden.<br \/>\nDen Beginn dieser unheilvollen Entwicklung datiert Esfeld auf den 15. August 1971, als die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben wurde. Dadurch wurde eine unbegrenzte Ausweitung der Geldmenge m\u00f6glich, die wiederum die Finanzierung staatlicher Wohltaten wesentlich erleichterte. Dieses Instrument wurde zun\u00e4chst zur Etablierung des F\u00fcrsorgestaates genutzt. 2020 trat dann die \u201ereal existierende\u201c Postmoderne in ihre zweite, totalit\u00e4re Phase ein, in der sich der Staat \u201eeine unbegrenzte und damit totalit\u00e4re Steuerung der Lebensbahnen der Menschen\u201c anma\u00dft.<\/p>\n<p>Der Minimalstaat ist keine L\u00f6sung<br \/>\nOb und wie ein Weg zur\u00fcck m\u00f6glich ist, thematisiert Esfeld im dritten Teil \u2013 dem Teil, dessen Argumente und Empfehlungen auch bei den Freunden der Freiheit unter seinen Lesern nicht auf ungeteilte Zustimmung sto\u00dfen werden. Zwar ist seine Feststellung, da\u00df Monopolisierung und Ideologisierung von Medien und Wissenschaft die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die offene Gesellschaft seien und die staatliche Machtballung die Grundvoraussetzung dieser Monopolisierung bzw. Ideologisierung darstelle, bestimmt zutreffend.<\/p>\n<p>Aber obwohl der moderne Staat mit seinen umfassenden Kompetenzen eine notwendige Bedingung f\u00fcr die genannte Entwicklung ist, ist er doch keine hinreichende Bedingung. Insofern ist es auch nicht zwingend erforderlich, den Staat weitestgehend zu entmachten und anstatt des modernen Wohlfahrtsstaats einen Minimalstaat zu etablieren, der sich im wesentlichen auf die Verteidigung nach au\u00dfen und die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung im Inneren beschr\u00e4nkt.<br \/>\nEs ist zwar unbestritten, da\u00df der Sozialstaat in den letzten Jahrzehnten, immer wilder gewuchert und immer seltsamere Bl\u00fcten getrieben hat. Aber mu\u00df man ihn wirklich mit der Wurzel ausrei\u00dfen oder reicht nicht ein radikaler R\u00fcckschnitt? Immerhin hat selbst Hayek, der aller sozialistischen Bestrebungen unverd\u00e4chtig ist, keinen Grund gesehen, \u201ewarum der Staat die Individuen nicht in der Vorsorge f\u00fcr jene gew\u00f6hnlichen Wechself\u00e4lle des Lebens unterst\u00fctzen sollte, gegen die wegen ihrer Ungewi\u00dfheit nur wenige sich ausreichend sichern k\u00f6nnen\u201c (Der Weg zur Knechtschaft, 1944). Insbesondere aus \u00f6konomischer Sicht erscheint das Vertrauen auf eine \u201ebr\u00fcderliche Wirtschaft\u201c (bei der jede soziale Absicherung auf Freiwilligkeit beruht), auf ein \u201efreies Geistesleben\u201c (bei der es keine staatlich finanzierte Forschung gibt) und ein \u201efreies Geld\u201c (bei dem es kein staatliches Geldmonopol gibt) \u00fcberoptimistisch, um nicht zu sagen unrealistisch.<\/p>\n<p>Deutschland mu\u00df ein \u201eLand mit Mut\u201c werden<br \/>\nSpeziell die Aussagen von Esfeld zum letztgenannten Punkt sind angreifbar: Bei \u201efreiem Geld\u201c ist die Kreditvergabe gerade nicht limitiert, weshalb es keine Garantie gegen spekulative Blasen oder Inflation darstellt. Das \u201eWildcat-Banking\u201c in den Antebellum-USA und die Erfahrungen mit Kryptow\u00e4hrungen heutzutage machen das mehr als deutlich. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist die Behauptung, da\u00df die Postmoderne am Tag der Aufhebung der Goldbindung des US-Dollars das Licht der Welt erblickt habe.<br \/>\nEinerseits wurde die Goldbindung schon fr\u00fcher (zumindest phasenweise) ausgesetzt, ohne da\u00df die von Esfeld beschriebenen Entwicklungen aufgetreten sind. Andererseits hat in der Bundesrepublik nie eine Goldbindung bestanden, und die Bundesbank hat dennoch f\u00fcr Preisstabilit\u00e4t zu sorgen und eine monet\u00e4re Finanzierung des Staates zu verhindern gewu\u00dft. Insoweit der Sozialstaat in dieser Zeit \u00fcberm\u00e4\u00dfig gewachsen ist, lag dies gewi\u00df nicht am staatlichen Fiat-Geld.<br \/>\nWenn es aber am Ende des Buches darum geht, diesseits der Minimalstaatsutopien erste Schritte weg von der real existierenden Postmoderne zu gehen, kann Esfeld wieder alle Leser hinter sich versammeln. Denn wer w\u00fcrde bestreiten, da\u00df es unabdingbar ist, \u201eUrteilskraft wieder einzusetzen und sich nicht durch Indoktrination die eigene Urteilsbildung nehmen zu lassen\u201c, skeptisch gegen\u00fcber Machtkonzentrationen zu sein und Zivilcourage zu zeigen? Nur wenn wir ein \u201eLand mit Mut\u201c werden, k\u00f6nnen wir die offene Gesellschaft wiedergewinnen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 6.8.2023 von Fritz S\u00f6llner bitte lesen in der JF 32\/23 oderauf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/kultur\/literatur\/2023\/postmoderne-narrative-esfeld\/\">https:\/\/jungefreiheit.de\/kultur\/literatur\/2023\/postmoderne-narrative-esfeld\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Esfeld macht Mut, das \u201eWokeness-Regime\u201c aufzubrechen &#8211; Josef Kraus<\/strong><br \/>\nDas Leben ist nie alternativlos. \u201eAlternativlosigkeit\u201c bedeutet Stillstand, Fortschrittsfeindlichkeit, das Ende der Freiheit im Denken und Urteilen. Esfeld ruft auf zur Zivilcourage. Durch die R\u00fcckkehr zur Vernunft k\u00f6nnen wir den Angriff der Kollektivisten auf die offene Gesellschaft und den Rechtsstaat abwehren.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nMichael Esfeld ist da aus anderem Holz als die politisch und \u201ewissenschaftlich\u201c Agierenden geschnitzt. Er sieht mit der Corona- und \u00fcbrigens auch mit der Klima-Politik einen neuen Kollektivismus, ja Totalitarismus heraufziehen. Mit Esfelds Worten: Corona und Klima werden instrumentalisiert, um eine Art \u201esoziales Kreditsystem\u201c nach chinesischem Vorbild, ja eine Art soziales Triage-System zu errichten.<br \/>\nDas hei\u00dft: Der Staat garantiert Freiheiten nicht mehr, wie es seine Aufgabe w\u00e4re, sondern er gew\u00e4hrt sie nur dann, wenn sich die B\u00fcrger zertifizieren lassen und regierungskonform verhalten. Bezogen auf Corona: Wenn der B\u00fcrger Maske tr\u00e4gt, sich (Eugenik l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen) impfen l\u00e4sst, zu Hause keinen Besuch empf\u00e4ngt usw. Bezogen auf \u201eKlima\u201c: Wenn der B\u00fcrger m\u00f6glichst vegan lebt, wegen CO2-Aussto\u00df kein Auto mehr, sondern Lastenfahrrad f\u00e4hrt, in keinen Flieger steigt, W\u00e4rmepumpen einrichten l\u00e4sst, keine Kinder mehr in die Welt setzt usw. F\u00fcr Esfeld ist all dies eine Enteignung des eigenen Denkens, ja \u2013 siehe Impfungen \u2013 des eigenen K\u00f6rpers.<br \/>\n&#8230; Alles vom 5.11.2023 von Josef Kraus bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/esfeld-macht-mut-das-wokeness-regime-aufzubrechen\/amp\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/esfeld-macht-mut-das-wokeness-regime-aufzubrechen\/amp<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Sachbuch: \u00abLand ohne Mut (2023) &#8211; Rezension Martina Binning<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nEin zentraler Begriff in Esfelds Buch ist der des \u201epolitischen Szientismus\u201c im Gegensatz zu wissenschaftlicher Evidenz. Es sei eine Perversion der Wissenschaft, ihr die politische Rolle zuzuschreiben, welche einst die Staatsreligion spielte. Esfeld zeigt stattdessen den engen Zusammenhang zwischen moderner Naturwissenschaft, liberaler Demokratie und republikanischem Rechtsstaat auf.<br \/>\nDerzeit ziehe ein neuer Kollektivismus auf, der grunds\u00e4tzliche Merkmale mit fr\u00fcheren Kollektivismen gemeinsam habe: den Anspruch auf ein moralisch-normatives Wissen um das allgemein Gute in einer Elite; ein technokratisches Menschenbild, das die Menschen als Objekte ansieht, deren Lebenswege auf dieses Gute hin gesteuert werden k\u00f6nnen, sowie die Aufnahme dieses Wissensanspruchs und dieses Menschenbildes in Politik, Wirtschaft und Medien.<br \/>\nZiel des Buches sei es zum einen, die Mechanismen aufzudecken, die zum Regime der real existierenden Postmoderne f\u00fchren, und zum anderen, Schritte zu erarbeiten, wie der Weg der Moderne wieder aufgenommen werden kann, der auf Wissenschaft im Dienst der Selbstbestimmung und auf der Herrschaft des Rechts \u2013 der \u201erule of law\u201c \u2013 beruhe. Denn politischer Missbrauch von Wissenschaft finde immer dann statt, wenn Wissenschaft sich nicht darauf beschr\u00e4nkt, Tatsachen zu entdecken, sondern sich anma\u00dft, Normen vorzugeben. Sie \u00fcberschreite dann die Trennlinie zwischen dem, aufzudecken, was der Fall ist, und dem, vorzuschreiben, was der Fall sein soll. Wissenschaft werde so zu einer Kraft, die sich gegen den Rechtsstaat und die B\u00fcrger stellt.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nWenn der Staat aber lenkend in die Wirtschaft eingreift, firmiert sich ein Staatskapitalismus, dessen bisheriger H\u00f6hepunkt in der Impfstoff-Kampagne zu beobachten war: Es bestand Abnahmegarantie f\u00fcr die Produkte unter Einsatz der staatlichen Zwangsgewalt bis dahin, dass diese Produkte den B\u00fcrgern regelrecht aufgezwungen wurden, wobei die Hersteller f\u00fcr ihre Produkte nicht haften mussten.<br \/>\nParallelen zum Corona-Regime sieht Esfeld auch in dem Hype etwa um Klima und Wokeness. Der \u00d6ffentlichkeit zu suggerieren, man k\u00f6nne mit Modellen deren zuk\u00fcnftige Entwicklung voraussagen, sei nicht Wissenschaft, sondern laufe auf T\u00e4uschung der \u00d6ffentlichkeit hinaus mit dem Ziel, Wissenschaft als Waffe gegen die Grundrechte des Menschen einzusetzen. Als Ausweg z\u00e4hlt Esfeld auf: Urteilskraft st\u00e4rken, Skepsis gegen\u00fcber Machtkonzentration, Aufbau von vom Staat unabh\u00e4ngigen sozialen Gemeinschaften, Zivilcourage zeigen \u201emit dem Mut zu freiem \u00f6ffentlichen Gebrauch seines Verstandes\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.7.2023 von Martina Binning bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/1bis19.de\/gesellschaft\/sachbuch-land-ohne-mut-2023\/\">https:\/\/1bis19.de\/gesellschaft\/sachbuch-land-ohne-mut-2023\/<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u201cLand ohne Mut. Eine Anleitung f\u00fcr die R\u00fcckkehr zu Wissenschaft und Rechtsordnung\u201d &#8211; Rezension Mises<\/strong><br \/>\n&#8230; Kennzeichen dieser postmodernen Politik ist, dass Urteilskraft durch hochspezialisiertes Expertenwissen ersetzt wird, die sich mit der Machtkonzentration in den H\u00e4nden der Staatsgewalt verbindet. Exemplarisch daf\u00fcr ist der urspr\u00fcngliche Ansatzpunkt der Pandemiepolitik. Eine falsche Modellrechnung wurde von der Politik als wahr und g\u00fcltig \u00fcbernommen und f\u00fchrte die politisch Verantwortlichen dazu, drakonische Ma\u00dfnahmen einzuleiten, die nicht nur unn\u00f6tig waren, sondern sich zudem noch als \u00e4u\u00dferst sch\u00e4dlich erweisen sollten. Eine solche Vorgehensweise ist charakteristisch f\u00fcr den politischem Szientismus. Die Anma\u00dfung des Szientismus, alles f\u00fcr das menschliche Leben relevante Wissen sei mit den Methoden der modernen Wissenschaft erfassbar, verbindet sich mit der Macht der Politik. Unter dem Schlagwort \u201eFollow the science\u201c werden dann Forderungen abgeleitet, um durch politische Zwangsma\u00dfnahmen, das menschliche Handeln zu lenken.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEsfeld weist die These zur\u00fcck, es habe sich bei der Pandemiepolitik um eine Verschw\u00f6rung gehandelt. Die Sachlage ist schlimmer. Wir haben es mit einem \u201eTrend\u201c zu tun, mit einer sch\u00e4dlichen geistigen Entwicklungsrichtung: dem Versagen von Urteilskraft. Dieser Trend umfasst Politik, Wissenschaft und Justiz. Er stellt einen Bruch mit den Grunds\u00e4tzen dar, die die Moderne pr\u00e4gten. (S. 59).<br \/>\nDie Menschenrechte gelten nicht mehr bedingungslos. Der selbstbestimmte Mensch, der eine unver\u00e4u\u00dferliche W\u00fcrde hat und grundlegende Rechte der Abwehr ungewollter Eingriffe in die eigene Lebensf\u00fchrung, tritt ab. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Rechte zur eigenen Lebensgestaltung von einer politischen Autorit\u00e4t erwirbt, indem er die Bedingungen akzeptiert, die diese Autorit\u00e4t f\u00fcr die Aus\u00fcbung dieser Rechte setzt. (S. 62)<br \/>\nEine neue Form des Kollektivismus ist entstanden, der zu einem neuen Totalitarismus f\u00fchrt. Die Privatsph\u00e4re schwindet und die engsten sozialen Kontakte bis hin zum eigenen K\u00f6rper unterstehen der Verf\u00fcgungsgewalt des Staates. Experten beanspruchen nicht nur Fachwissen, sondern auch, die ma\u00dfgebliche Autorit\u00e4t der Moral zu sein. Bei diesem Machtanspruch dominiert die technokratische Sicht auf den Menschen als Objekt, das beherrscht werden kann und soll. Ein Anspruch, der zu Ende gedacht, zur Eugenik f\u00fchrt. (S. 66)<br \/>\n&#8230;<br \/>\nMichael Esfeld hat ein Buch vorgelegt, das nicht nur f\u00fcr Spezialisten gedacht ist. Seine Ausf\u00fchrungen sind reich an konkreten Beispielen, die vor allem aus der Pandemiepolitik entnommen sind. Die Theorien der Postmoderne und des politischen Szientismus werden nicht speziell vertieft, sondern dienen als Anker, um die Analyse zu leiten. Es ist so eine Arbeit gelungen, die sich nicht in Abstraktheiten verliert, sondern in erster Linie auf hohem intellektuellem Niveau anschaulich informiert.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 26.6.2023 von Anthony P. Mueller bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.misesde.org\/2023\/06\/land-ohne-mut-eine-anleitung-fuer-die-rueckkehr-zu-wissenschaft-und-rechtsordnung\/\">https:\/\/www.misesde.org\/2023\/06\/land-ohne-mut-eine-anleitung-fuer-die-rueckkehr-zu-wissenschaft-und-rechtsordnung\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Ann\u00e4herung an einen Ausgesto\u00dfenen<\/strong><br \/>\nDer Ausschluss von Michael Esfelds Buch \u201eLand ohne Mut\u201c von der Frankfurter Buchmesse ist au\u00dferhalb der ebenfalls oft genug von der sogenannten Cancel-Culture betroffenen Medien weitestgehend ignoriert worden. Das ist selbstverst\u00e4ndlich alles andere als unerwartet, wenn man bedenkt, wie schnell einen die \u201eKontaktschuld\u201c ereilen kann. Statt das nur zu beklagen, sollte man aber die Wortmeldungen, die es gibt, umso mehr w\u00fcrdigen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 31.8.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/annaeherung_an_einen_ausgestossenen\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/annaeherung_an_einen_ausgestossenen<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>\u201eLand ohne Mut\u201c: Warum Michael Esfelds Kritik der Corona-Politik unerw\u00fcnscht ist<\/strong><br \/>\nDas Buch des Philosophieprofessors Michael Esfeld kann nicht auf die Frankfurter Buchmesse. Warum ist diese Kritik der Corona-Ma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich unzumutbar? Ein Gastbeitrag .<br \/>\n\u201eCorona ist vorbei, die Aufarbeitung ebenso \u2013 eingestanden werden kleine Fehler, aber im Gro\u00dfen und Ganzen haben \u201awir\u2018 alles gut gemacht, und eine Kommission zur Evaluierung der Pandemiepolitik h\u00e4lt der Bundestag auch nicht f\u00fcr n\u00f6tig. Da st\u00f6rt ein Buch wie das von Michael Esfeld \u2013 renommierter Philosophieprofessor an der Universit\u00e4t Lausanne und Mitglied der Leopoldina.<br \/>\nDenn es formuliert, geradezu philosophisch trocken, einen Einspruch und richtet einen Weckruf an die Zivilgesellschaft: Der \u201aTrend\u2018, der den Umgang mit dem Coronavirus bestimmt hat, ist nicht vorbei.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nKritische Menschen, die sich erk\u00fchnen, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, scheinen nicht mehr im Horizont der Frankfurter Buchmesse zu sein. Das ist, wenn schon kein Land, dann sicher eine Buchmesse \u201aohne Mut\u2018?<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.8.2023 von Henrieke Stahl bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/coronavirus\/frankfurter-buchmesse-ohne-mut-diese-kritik-der-pandemiepolitik-ist-unerwuenscht-li.383711?pid=true\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/coronavirus\/frankfurter-buchmesse-ohne-mut-diese-kritik-der-pandemiepolitik-ist-unerwuenscht-li.383711?pid=true<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Henrieke Stahl ist Professorin f\u00fcr slawische Literaturwissenschaft an der Universit\u00e4t Trier und 1. Vorsitzende des Vereins zur F\u00f6rderung interdisziplin\u00e4rer Forschung in Medizin und Ethik f\u00fcr die Gesellschaft<\/em><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Michael Esfeld: Land ohne Mut &#8211; Rezension Klaus Alfs<\/strong><br \/>\nIn seinem neuen Buch deutet der Wissenschaftsphilosoph Michael Esfeld die Corona- und Klimapolitik sowie Wokeness und Cancel Culture als Ph\u00e4nomene eines neuen Totalitarismus aus dem Geist der Postmoderne. Seine L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge setzen tief an der Wurzel an.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIm Unterschied zum klassischen Totalitarismus verzichte der neue Totalitarismus auf gro\u00dfe Erz\u00e4hlungen \u00fcber das eine kollektiv und absolut Gute. \u201eAn ihre Stelle treten kleine Narrative, die jeweils ein austauschbares kollektives Gut postulieren. Das kann Gesundheitsschutz vor der Ausbreitung eines Virus sein, Schutz vor Klimawandel, Schutz angeblich benachteiligter Gruppen usw.\u201c Der aktuelle Totalitarismus sei wie eine Hydra, die man nicht besiegen k\u00f6nne, indem man eines der vielen Narrative entlarvt. Denn dann werde sogleich ein neues aus dem Hut gezaubert. Diese Flexibilit\u00e4t mache den neuen Totalitarismus so gef\u00e4hrlich.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nOhne Mitglieder aber, die eigenst\u00e4ndig urteilen und frei handeln (d\u00fcrfen), kann eine rechtstaatliche Ordnung, kann eine offene Gesellschaft nicht existieren. Deshalb ist jedes totalit\u00e4re Projekt bestrebt, individuelle Selbstbestimmung und damit jeden rechtlich garantierten Schutzraum des Privaten abzuschaffen.<br \/>\nDas Resultat ist eine Wissenschaft, die nicht mehr mit disziplinierter Skepsis herauszufinden versucht, was der Fall ist, sondern bestimmt, was getan werden muss, sowie eine kollektivistische Rechtsordnung als verl\u00e4ngerter Arm der \u00fcberbordenden Staatsmacht, die ihre B\u00fcrger mit zahlreichen Versorgungsleistungen zugleich ausraubt und gef\u00fcgig macht. M\u00fcssen Menschenrechte durch Wohlverhalten \u201everdient\u201c werden, dann k\u00f6nnen sie das Individuum nicht mehr vor den \u00dcbergriffen des Kollektivs, des Staates sch\u00fctzen und verlieren ihren Sinn. An ihre Stelle tritt purer Gehorsam.<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.6.2024 von Klaus Alfs bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/pbschwarzaufweiss.de\/rezension\/land-ohne-mut\/\">https:\/\/pbschwarzaufweiss.de\/rezension\/land-ohne-mut\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Kultur\u00a0&gt;Dichter\u00a0&gt;Literatur\u00a0&gt;Buch &gt;Sachbuch &gt;Esfeld &nbsp; Woke gegen B\u00fcrger\u00a0(9.3.202) Michael Esfeld: Land ohne Mut (25.2.2024) Faschismus ist nicht nur rechts\u00a024.2.2024) Panikmache, Ideologie und Wissenschaft \u2013 ein Interview mit Michael Esfeld (4.2.2024) Der postmoderne Totalitarismus und seine Narrative &#8211; Rezension Fritz S\u00f6llner &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/sachbuch\/esfeld\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":65578,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-121016","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121016"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121519,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/121016\/revisions\/121519"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/65578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}