{"id":118484,"date":"2023-12-20T16:52:12","date_gmt":"2023-12-20T15:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=118484"},"modified":"2026-01-30T14:59:23","modified_gmt":"2026-01-30T13:59:23","slug":"industrie2024","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/industrie2024\/","title":{"rendered":"Industrie2024"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Business\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/\">Business<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Industrie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/\">Industrie<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/produktion\/\">Produktion<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/duale-bildung\/ihk\/\">IHK<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/industrie-lobby\/\">Industrie-Lobby<\/a> &gt;Industrie2024<\/p>\n<div id=\"attachment_117239\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/demo1-wir-gemeinsam-pan2311-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-117239\" class=\"size-full wp-image-117239\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/demo1-wir-gemeinsam-pan2311-1.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/demo1-wir-gemeinsam-pan2311-1.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/demo1-wir-gemeinsam-pan2311-1-180x121.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-117239\" class=\"wp-caption-text\">Gemeinsam unterwegs f\u00fcr Frieden, Freiheit und Demokratie auf der Demo in Freiburg am 11.11.2023<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen\u00a0<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/aufschwung\/\">Der Wirtschaftsaufschwung funktioniert nur \u00fcber die Mittelstandsunternehmen<\/a>\u00a0(29.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cdu\/brandmauer\/brandmauer-wirtschaft\/\">Campact sendet Frist-Mails an 36 Unternehmen zwecks Brandmauer-Disziplinierung<\/a>\u00a0(27.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ifo-bdi-zur-deindustrialisierung\/\">Ifo, BDI zur Deindustrialisierung<\/a>\u00a0(19.11.2025)<\/li>\n<li>Aus f\u00fcr Chip-Fabrik Magdeburg von Intel (25.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/\">Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik<\/a>\u00a0(24.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/reindustrialisierung\/\">Warum keine Weltmacht ohne Industrie \u00fcberleben kann<\/a>\u00a0(21.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tesla-gutes-oder-boeses-auto\/\">Tesla \u2013 gutes oder b\u00f6ses Auto?<\/a>\u00a0(14.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/prof-sinn-oekonomie-ruiniert\/\">Prof Sinn: \u00d6konomie ruiniert<\/a>\u00a0(3.9.2024)<\/li>\n<li>Die Industrie denkt ans Auswandern: 51 % der Gro\u00dfindustrie (2.8.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/boerse-ceo-d-als-ramschladen\/\">B\u00f6rse-CEO: D als Ramschladen<\/a>\u00a0(9.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/\">Ulrike Herrmann: Predigerin eines wirtschaftlichen R\u00fcckbaus Deutschlands<\/a> (10.5.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/produktionsverlagerung\/\">Industrie wandert ab: \u201eDer Kipp-Punkt ist erreicht worden, es beginnt\u201c<\/a>\u00a0(8.4.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/selbststaendige\/\">Die \u00dcberlebensbedingungen f\u00fcr Unternehmer schwinden<\/a>\u00a0(18.1.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/strommangel\/\">Strommangel: Spanisches Unternehmen kann kein Rechenzentrum in Bayern bauen<\/a>\u00a0(29.12.2023)<\/li>\n<li>Thilo Sarrazin: Buchbesprechung J\u00fcrgen Gro\u00dfmann &#8222;Aus der Zeit gefallen?&#8220; (15.12.2023)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/aufschwung\/\">Aufschwung der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cdu\/brandmauer\/brandmauer-wirtschaft\/\">Brandmauer-Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/\">Deindustrialisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-planwirtschaft\/\">EU-Planwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/\">fossil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/industrie2024\/\">Industrie2024<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/insolvenz\/\">Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstand-proteste\/\">Mittelstand-Proteste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/personalunternehmen\/\">Personalunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/produktionsverlagerung\/\">Produktionsverlagerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/reindustrialisierung\/\">Reindustrialisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/selbststaendige\/\">Selbstst\u00e4ndige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/strommangel\/\">Strommangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/unternehmer-ins-ausland\/\">Unternehmer-ins-Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/wirtschaft\/wirtschaftskrieg\/\">Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aus f\u00fcr Chip-Fabrik Magdeburg von Intel<\/strong><br \/>\n<strong>Sachsen-Anhalt &#8211; Sonnenblumen statt Silicon Valley<\/strong><br \/>\nDie Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch ob der amerikanische Tech-Konzern Intel tats\u00e4chlich noch seine Chip-Fabrik in Magdeburg errichten wird, ist mehr als fraglich. Mit gro\u00dfen Erwartungen waren die entsprechenden Pl\u00e4ne verbunden. Und mit vielen Subventionen. Vom \u201eteuersten roten Teppich\u201c, der je einem ausl\u00e4ndischen Unternehmen vom deutschen Staat ausgerollt wurde, war die Rede: zehn Milliarden Euro \u2013 f\u00fcr geplante 3.000 Arbeitspl\u00e4tze sowie die erhoffte verst\u00e4rkte Widerstandsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft. Angesichts der Halbleiterkrise (\u201eChip-Mangel\u201c) und einer pandemiebedingten Lieferketten-Unterbrechung wollte man unabh\u00e4ngiger von f\u00fchrenden Herstellernationen wie Taiwan oder S\u00fcdkorea werden.<br \/>\nIm M\u00e4rz 2022 hatte Magdeburg den Zuschlag f\u00fcr ein neues Werk des kalifornischen Unternehmens erhalten (JF 13\/22). Die Stadt an der Elbe sei \u201eein idealer Platz\u201c, meinte Konzernchef Pat Gelsinger damals. Und auch Noch-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) freute sich seinerzeit. Es zeige sich, da\u00df Deutschland \u201eattraktiv f\u00fcr Innovationen und Investitionen\u201c sei.<br \/>\nZu fr\u00fch gefreut, wei\u00df man sp\u00e4testens jetzt, drei Jahre sp\u00e4ter. Denn bereits im vergangenen September verk\u00fcndete Intel, den Bau um mindestens zwei Jahre zu verschieben, weil man sich einen weltweiten Sparkurs verordnet habe. Beobachter meinen, der Chip-Konzern habe den Boom in Sachen K\u00fcnstlicher Intelligenz schlicht verschlafen. Der \u201eQuantensprung f\u00fcr unser Land\u201c, den Ministerpr\u00e4sident Reiner Haseloff (CDU) einst kommen sah, ist also noch nicht mal losgehopst.<br \/>\nAuf dem geplanten 400 Hektar gro\u00dfen Areal entstehen derzeit keine Werkshallen, daf\u00fcr wachsen Mais und Sonnenblumen. Normalerweise tr\u00e4gt der schwarze Boden der B\u00f6rde mit seiner hervorragenden Qualit\u00e4t auch anspruchsvollere Pflanzen. Doch f\u00fcr deren Aussaat ist es jetzt schon zu sp\u00e4t. Intel hatte die Stiftung Kulturlandschaft, die zuvor die Umsiedlung der dort wohnenden Feldhamster in den Leipziger Zoo vornahm, damit beauftragt, die Bewirtschaftung der Fl\u00e4chen zu organisieren. Ein \u00f6rtlicher Landwirt hat die praktischen Arbeiten \u00fcbernommen. Mit dem Maisanbau soll vor allem verhindert werden, da\u00df die Feldhamster zur\u00fcckkehren. Auf Maisfeldern finden die Tiere kaum Nahrung, sie seien \u201eeine lebensfeindliche Umgebung f\u00fcr sie\u201c, sagte ein Mitarbeiter der Stiftung der Magdeburger Volksstimme.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Amerikaner ist es die kosteng\u00fcnstigste Variante, das Gel\u00e4nde hamsterfrei zu halten, denn andernfalls h\u00e4tte man den Boden immer wieder mechanisch bearbeiten m\u00fcssen. Im Prinzip gewinnen alle Beteiligten (mit Ausnahme der kleinen Nager): Intel mu\u00df weniger zahlen, der Landwirt kann Mais und Sonnenblumnen vermarkten. Da\u00df die Fl\u00e4chen nicht brachliegen, sei in gutes Signal, freuen sich auch die Vertreter der Bauernschaft. Solange dort nicht gebaut wird, \u201esollten sie weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden\u201c, hei\u00dft es aus dem Bauernverband.<br \/>\nVielleicht entstehen dort zumindest mittelbar dann doch noch Chips. Keine Halbleiter, aber Tortillas \u2013 aus Mais, frittiert in Sonnenblumen\u00f6l, direkt aus der Magdeburger B\u00f6rde.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.4.2025 von Peter Freitag bitte lesen in der JF 18\/25, Seite 4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Industrie denkt ans Auswandern: 51 % der Gro\u00dfindustrie<\/strong><br \/>\nWegen der deutschen Energiepolitik erw\u00e4gen einer Umfrage zufolge bereits 37 Prozent der Industrieunternehmen Produktionskapazit\u00e4ten zu reduzieren oder ins Ausland zu verlagern.<br \/>\nDass hohe Energiepreise und mangelnde Planbarkeit der Energieversorgung f\u00fcr Unternehmen in Deutschland immer mehr zu einem Produktions- und Investitionshindernis werden, kann nur Zeitgenossen mit ideologischen Scheuklappen \u00fcberraschen. Wie stark die deutsche Wirtschaft zur Abwanderung neigt, zeigte auch die am Donnerstag ver\u00f6ffentlichte diesj\u00e4hrige Ausgabe des seit 2012 erstellten Energiewende-Barometers der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/themen-und-positionen\/wirtschaftspolitik\/energie\/energiewende-barometer-24\">https:\/\/www.dihk.de\/de\/themen-und-positionen\/wirtschaftspolitik\/energie\/energiewende-barometer-24<\/a> , \u00fcber die u.a. die NZZ berichtete. <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/energiepreise-deutsche-industrie-liebaeugelt-mit-abwanderung-ld.1841968\">https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/energiepreise-deutsche-industrie-liebaeugelt-mit-abwanderung-ld.1841968<\/a> Grundlage sei eine Online-Befragung, an der 3283 Unternehmen teilgenommen h\u00e4tten.<br \/>\nLaut der Befragung verfestige sich der Abwanderungstrend. 18 Prozent der Teilnehmer h\u00e4tten demnach erkl\u00e4rt, sie w\u00fcrden Einschr\u00e4nkungen der Produktion im Inland oder die Verlagerung von Kapazit\u00e4ten ins Ausland planen bzw. realisieren. Blicke man allerdings nur auf Industrieunternehmen seien es 37 Prozent, bei den gro\u00dfen Industriebetrieben mit \u00fcber 500 Mitarbeitern sogar 51 Prozent.<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.8.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/die_industrie_denkt_ans_auswandern\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/die_industrie_denkt_ans_auswandern<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thilo Sarrazin: Buchbesprechung J\u00fcrgen Gro\u00dfmann &#8222;Aus der Zeit gefallen?&#8220;<\/strong><br \/>\nDeutschland wieder in den Sattel setzen<br \/>\nDer Industriekapit\u00e4n J\u00fcrgen Gro\u00dfmann ruft mit zwei Co-Autoren zu einer gesellschaftlichen und politischen Umkehr auf<br \/>\nBodenst\u00e4ndige, von Vernunft und Leistungsbewu\u00dftsein getragene Ansichten sind zwar in der deutschen Bev\u00f6lkerung immer noch weit verbreitet. In den Medien und im intellektuellen Diskurs sind sie allerdings unterrepr\u00e4sentiert. Der dominierende Zeitgeist ist nach wie vor links-gr\u00fcn: Reichtum ist verd\u00e4chtig, ein \u00dcberma\u00df an Flei\u00df und beruflicher Leistung sind fragw\u00fcrdig, deutsche Herkunft ist irgendwie von gestern, und mehr kulturfremde Zuwanderung gilt als das probate Heilmittel f\u00fcr deutsche Phantomschmerzen.<br \/>\nDa ist es erfreulich, wenn sich drei Autoren ganz unterschiedlichen Alters, die alle mitten im Leben stehen, zusammentun und ihre Sicht auf wichtige Fragen der Zeit nebeneinanderstellen. Ganz im Gegensatz zum Titel des Buches sind ihre Ansichten nicht \u201eaus der Zeit gefallen\u201c, sondern allenfalls \u201eaus dem linksgr\u00fcnen Schema F gefallen\u201c. Sie zeigen: Gute Argumente kommen ohne zornige Attit\u00fcden und selbstgerechtes Beleidigtsein aus. Sie argumentieren in der Sache und aus ihrer konkreten Welterfahrung:<br \/>\n.<br \/>\nJ\u00fcrgen Gro\u00dfmann, 73 Jahre alt, als erfolgreicher internationaler Manager und Vollblutunternehmer, Alleingesellschafter der Stahlgruppe Georgsmarienh\u00fctte und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der RWE AG;<br \/>\nDominik Pf\u00f6rringer, 53 Jahre alt, als Arzt und Gesundheits\u00f6konom mit gro\u00dfer Beratungserfahrung;<br \/>\nFranca Bauernfeind, 25 Jahre alt, als erfolgreiche Masterstudentin, die sich kr\u00e4ftig in der Hochschulpolitik engagiert und ihre berufliche Zukunft vielleicht in der Politik findet.<\/p>\n<p>Diese drei \u00e4u\u00dfern sich unter anderem zu den vier gesellschaftlichen Gro\u00dfthemen Klima und Umwelt, Europa und EU, Flucht und Migration und Politische Korrektheit und Gendersprache. Sie tun dies jeweils ganz subjektiv in ihrer Sprache und aus ihrem konkreten Erfahrungshintergrund. So fehlt es v\u00f6llig an gestanzten Worth\u00fclsen, und auch die Akzente sind ganz unterschiedlich. Man merkt, da\u00df sie wissen, wovon sie reden, und sp\u00fcrt genau, wo sie sich besondere Sorgen machen.<\/p>\n<p><em><strong>\u201eWir m\u00fcssen damit aufh\u00f6ren, Bew\u00e4hrtes \u00fcber Bord zu werfen\u201c<\/strong><\/em><br \/>\nJ\u00fcrgen Gro\u00dfmann bringt die Fehler einer verantwortungslosen Energiepolitik anschaulich auf den Punkt und zeigt, da\u00df Deutschland schon seit 2010 \u201ekr\u00e4ftig und nachhaltig an dem Ast s\u00e4gte, auf dem es energiepolitisch sicher und bequem zu sitzen schien\u201c. 19 Kernkraftwerke wurden auf Null heruntergefahren, und ein vergleichbar preisg\u00fcnstiger und CO2-freier Ersatz ist nicht in Sicht. Gro\u00dfmann fordert, da\u00df wir endlich damit aufh\u00f6ren m\u00fcssen, \u201eBew\u00e4hrtes \u00fcber Bord zu werfen, bevor wir einen vollwertigen Ersatz daf\u00fcr entwickelt haben und auch implementieren k\u00f6nnen\u201c.<br \/>\nDominik Pf\u00f6rringer ist besorgt, da\u00df in der Gesundheitsversorgung in vielen F\u00e4llen \u201edas \u00f6konomische Gewinnstreben als Entscheidungsgrundlage vor oder \u00fcber der medizinischen Notwendigkeit steht\u201c, und er kritisiert eine verbreitete Besessenheit mit menschlicher Langlebigkeit um jeden Preis: \u201eWer pflegt alle diese immobilen humanen Oldtimer, mit welchem Personal, an welchem Ort, wie lange?\u201c Er wei\u00df, was er sich \u201enicht vorstellen geschweige denn erleben m\u00f6chte: Das ewige Leben\u201c. Sport h\u00e4lt er f\u00fcr eine \u201ezuverl\u00e4ssige Methode, Krankheit durch Verletzung zu ersetzen. Selbstoptimierung des K\u00f6rpers ist kein Garant f\u00fcr Langlebigkeit. Sportwahn kein Surrogat f\u00fcr mangelnde Selbstverantwortung. (&#8230;) W\u00fcnschenswert w\u00e4re es, in sinnvollem Ma\u00dfe auf seine Fitne\u00df zu achten und sich laufend fit zu halten mittels Fahrrad ohne Motor, Einkaufen ohne App und Aufstieg ohne Aufzug.\u201c<\/p>\n<p>Franca Bauernfeind greift bei dem Thema der politischen Korrektheit in den reichen Erfahrungsschatz ihres Engagements in der Hochschulpolitik. Ein gro\u00dfes \u00c4rgernis ist ihr die Frauenquote, die sie f\u00fcr eine Diskriminierung t\u00fcchtiger und engagierter Frauen h\u00e4lt. Besonders widersinnig ist aus ihrer Sicht, \u201eda\u00df die linksliberalen Frauenquotenbef\u00fcrworter auch f\u00fcr die Abschaffung des Geschlechts sind.\u201c Als sie sich gegen die Quote aussprach, erhielt sie von ehemals guten Freunden Posts wie \u201eHalt die Fresse, Franca. Nur weil Du Dich nicht benachteiligt f\u00fchlst, hei\u00dft das nicht, da\u00df einige Frauen* nicht benachteiligt sind.\u201c Sie berichtet \u00fcber ihre Erfahrung: \u201eWenn eine Frau wie in meinem Fall (als CDU-Mitglied) aus der Frauen-Schublade ausbricht, ist sie selbst Gegenstand der moralisierenden \u00c4chtung.\u201c Der herrschende Zeitgeist wird wie ein Schleier \u00fcber alles gezogen und \u00fcbt Konformit\u00e4tsdruck aus. Aber sie besteht darauf: \u201eIch und viele \u2013 gerade junge \u2013 Frauen empfinden Quoten als r\u00fcckst\u00e4ndig, rigide und Frauen als \u2018schwach\u2019 darstellend. Wieso also nicht auf uns h\u00f6ren? Auf die Zukunft? Weil der Schleier \u00fcber uns liegt.\u201c<\/p>\n<p>Von den drei Autoren formuliert J\u00fcrgen Gro\u00dfmann am pr\u00e4gnantesten. Hier schreibt ein Wirtschaftsf\u00fchrer und alter Fahrensmann. Die Texte von Franca Bauernfeind wirken am frischesten. Man merkt das jugendliche Alter der Autorin und die intensiv gef\u00fchlte Betroffenheit. Dominik Pf\u00f6rringers \u00c4u\u00dferungen zur Gesundheitspolitik sind in ihrem lapidaren Charakter schlagend. Alle drei Autoren sind dort am st\u00e4rksten, wo sie aus ihren unmittelbaren Erfahrungen berichten und daraus Schl\u00fcsse ziehen.<br \/>\nIn der Summe l\u00e4\u00dft das so unterschiedliche Autorenteam den Leser optimistisch zur\u00fcck. Denn wo es so viel Kampfgeist, Engagement und gesunden Menschenverstand gibt, besteht immer auch Anla\u00df zur Hoffnung.<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.12.2023 von Thilo Sarrazin bitte lesen in der JF 51\/23, Seite 21<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n<p><em>J\u00fcrgen Gro\u00dfmann, Dominik Pf\u00f6rringer, Franca Bauernfeind: <\/em><br \/>\n<em>Aus der Zeit gefallen? Drei Generationen wider den Zeitgeist.<\/em><br \/>\n<em>Mit einem Vorwort von Harald Schmidt. <\/em><br \/>\n<em>Verlag Langen M\u00fcller, M\u00fcnchen 2023, gebunden, 320 Seiten, 25 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Business\u00a0&gt;Industrie\u00a0&gt;Produktion\u00a0&gt;IHK &gt;Industrie-Lobby &gt;Industrie2024 Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen\u00a0 Der Wirtschaftsaufschwung funktioniert nur \u00fcber die Mittelstandsunternehmen\u00a0(29.1.2026) Campact sendet Frist-Mails an 36 Unternehmen zwecks Brandmauer-Disziplinierung\u00a0(27.11.2025) Ifo, BDI zur Deindustrialisierung\u00a0(19.11.2025) Aus f\u00fcr Chip-Fabrik Magdeburg von Intel (25.4.2025) Die vier S\u00e4ulen der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/industrie2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":846,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-118484","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/118484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118484"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/118484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145006,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/118484\/revisions\/145006"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}