{"id":116804,"date":"2023-10-31T16:38:57","date_gmt":"2023-10-31T15:38:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=116804"},"modified":"2025-07-24T20:23:20","modified_gmt":"2025-07-24T18:23:20","slug":"journalismus-wende","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/journalismus-wende\/","title":{"rendered":"Journalismus-Wende"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Medien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/\">Medien<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Political-Correctness\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political-Correctness<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/haltungsjournalismus\/\">Haltungsjournalismus<\/a> &gt;Journalismus-Wende<\/p>\n<div id=\"attachment_114936\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/bazmstamm-weg-treppe-pan202307.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-114936\" class=\"size-full wp-image-114936\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/bazmstamm-weg-treppe-pan202307.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/bazmstamm-weg-treppe-pan202307.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/bazmstamm-weg-treppe-pan202307-180x105.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-114936\" class=\"wp-caption-text\">Baumstamm \u00fcber Wanderweg mit Treppe im Schwarzwald 7\/2023<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte <span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span> oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Schirrmmacher 2.0 von Sohn Jakob von FAZ-Hrsg Frank Schirmmacher (18.7.2025)<\/li>\n<li>Journalismus: Das Ende der Wendehalsbranche (30.1.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/correctiv\/\">Zeitgeistwende \u2013 Wenn sich der Wind dreht \u2013 Correctiv<\/a>\u00a0(1.1.2025)<\/li>\n<li>Ein Jahr nach Erscheinen des Potsdam-Berichts: Journalisten von Zeit und SZ als Wendeh\u00e4lse (10.1.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/wokeismus\/\">Alexander Wendt: Realit\u00e4t weicht woker Ideologie \u2013 eine \u00c4ra geht zu Ende<\/a>\u00a0(1.1.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/musk-und-die-meinungsfreiheit\/\">Musk und die Meinungsfreiheit<\/a>\u00a0(30.12.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/verantwortungslose-wendehaelse\/\">Verantwortungslose Wendeh\u00e4lse<\/a>\u00a0(1.8.2024)<\/li>\n<li>Danisch: Von der so \u00fcberaus langen, langen Leitung der Journalisten (8.12.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/wendehals\/opportunismus\/\">Frank Lisson: \u201egl\u00fccklicher bewegt er sich durchs Leben\u201c<\/a>\u00a0(8.12.2023)<\/li>\n<li>Deutsche Journalisten und \u201eWir haben ja nichts gewusst\u201c (30.10.2023)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Dagegen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/dagegen\/\">Dagegen-Sein<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Ehrlichkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/ehrlichkeit\/\">Ehrlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Ethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/ethik\/\">Ethik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Groessenwahn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/groessenwahn\/\">Gr\u00f6\u00dfenwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kuenstler-proteste\/\">K\u00fcnstlerproteste<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Multikulti\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/multikulti\/\">Multikulti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/wendehals\/opportunismus\/\">Opportunismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Political-Correctness\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/politikwende\/\">Politikwende<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Postfaktisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/postfaktisch\/\">Postfaktisch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Gutmenschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Gutmenschen\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schuld\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/schuld\/\">Schuld<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Selbsthass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/selbsthass\/\">Selbsthass<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Staatsversagen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsversagen\/\">Staatsversagen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Wendehals\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/wendehals\/\">Wendehals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/politik\/zeitenwende\/\">Zeitenwende<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Schirrmmacher 2.0 von Sohn Jakob von FAZ-Hrsg Frank Schirrmmacher<\/strong><br \/>\nJakob Schirrmacher stemmt sich mit allen Mitteln gegen die gesellschaftspolitische Instrumentalisierung der Wahrheit.<br \/>\nWeiter als der Vater<\/p>\n<p>Der Schatten, in dem der Journalist Jakob Schirrmacher steht, zieht sich weit hin. Es ist der seines Vaters Frank Schirrmacher, der als Feuilletonchef und sp\u00e4terer Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 1989 bis 2014 zuverl\u00e4ssig neue Stichworte in die deutschen Debatten schleuderte. Sei es die \u00dcberalterung der Gesellschaft, sei es die Gefahr des digitalen Kapitalismus: mit geradezu \u201ed\u00e4monischer Geschicklichkeit\u201c habe der \u201ekonservative Revolution\u00e4r\u201c \u2013 dessen Helden Ernst J\u00fcnger, Stefan George und Rudolf Borchardt hie\u00dfen \u2013 \u201eProbleme erahnt, Positionen gewechselt und Alternativen zugespitzt\u201c, wie die S\u00fcddeutsche Zeitung in einem Nachruf auf den im Juni 2014 an einem Herzinfarkt gestorbenen Schirrmacher schrieb. Der Blattjongleur wurde 54 Jahre alt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/steady.page\/de\/schirrmacher\/posts\">https:\/\/steady.page\/de\/schirrmacher\/posts<\/a><\/p>\n<p>Sein Sohn Jakob versucht nun, an dessen Erbe anzukn\u00fcpfen, ohne dabei vom Gewicht des eigenen Namens erdr\u00fcckt zu werden. Mit \u201eSchirrmacher 2.0\u201c betreibt er seit Anfang 2025 ein Weblog, auf welchem er sich hellwach \u00fcber den Zustand der Presse- und Meinungsfreiheit \u00e4u\u00dfert. Die Spannweite seiner Beitr\u00e4ge reicht von klassischem Medienjournalismus \u00fcber die Aufarbeitung der Corona-Pandemie bis hin zu den letzten Fragen der Philosophie. Im Ton lesen sich die Artikel unvers\u00f6hnlich: Meinungsfreiheit liegt f\u00fcr den Blogger im Widerspruch, im kleinen W\u00f6rtchen \u201eaber!\u201c. Manchmal brauche es Mut, um sie zu leben, manchmal mache sie einsam.<br \/>\n\u201eIch w\u00fcnsche mir, da\u00df sich der Diskursraum wieder \u00f6ffnet \u2013 in alle Richtungen\u201c, so Schirrmacher.<br \/>\nDer \u201eDozent f\u00fcr Medienbildung, Digitalisierung und Sozialstrukturwandel\u201c, wie er sich nennt, hat beides am eigenen Leib erfahren \u2013 er k\u00e4mpft auf eigene Faust. Mit \u201eDesinformiere dich!\u201c hat er die Summe seiner Polemik im Selbstverlag gezogen. Das im April ver\u00f6ffentlichte Buch sei den gro\u00dfen Literaturh\u00e4usern \u201ezu heikel\u201c gewesen, begr\u00fcndet der junge Schirrmacher das gewagte Man\u00f6ver im Gespr\u00e4ch mit der Berliner Zeitung. Die rund 150 Seiten Taschenbuch \u2013 das Cover mit einem kleinen Seitenhieb auf Nancy Faeser ist Marke Eigenbau, KI sei Dank \u2013 legen dar, wie aus dem Ansinnen der modernen Demokratie, sich vor Propaganda zu sch\u00fctzen, eine Art Propaganda zweiter Ordnung geworden ist. \u201eWenn in der Gegenwart eines gewi\u00df ist, dann, da\u00df wir in einer Epoche leben, in der das Wort Wahrheit allzu leicht als politische Waffe geschwungen wird\u201c, so der Junior. Seine bestechend einfache Antwort: \u201eWir brauchen das Recht auf L\u00fcgen.\u201c Wenn Wahrheit zum gesellschaftspolitischen Schwitzkasten werde, m\u00fcsse man eben ihr Gegenteil \u201edas Recht auf Dissens, auf spekulative Irrt\u00fcmer, auf unbequeme Gedanken\u201c erk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Mit dem Vorsto\u00df k\u00f6nnte der Junge \u00fcber den Alten hinausgehen, schreckte dieser doch noch davor zur\u00fcck, mit seiner Zeitung die publizistischen F\u00fchler nach rechts auszustrecken. Anders der Sohn: \u201eIch w\u00fcnsche mir, da\u00df sich der Diskursraum wieder \u00f6ffnet \u2013 in alle Richtungen.\u201c Nur eine Generation sp\u00e4ter ist man sich n\u00e4her als gedacht. Fr\u00fcher in seiner \u201ejugendlichen Sturm-und Drang-Phase\u201c habe er oft mit seinem Vater gestritten. Seit dessen Ableben f\u00fchrt er das Gespr\u00e4ch als inneren Dialog weiter, nennt es \u201eeher diskutieren als streiten\u201c. Heute w\u00e4re der Senior so besorgt wie der Junior dar\u00fcber, was in der Welt geschieht, ist sich Jakob Schirrmacher sicher \u2013 dann h\u00e4tte der Vater noch etwas vom Sohn gelernt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.7.2025 von Florian Werner bitte lesen in der JF 30\/25, Seite 3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Journalismus: Das Ende der Wendehalsbranche<\/strong><br \/>\nJournalisten sind Spekulanten des geistigen Milieus. Sie handeln mit Ideen, Konzepten und Informationen wie ein B\u00f6rsenspekulant mit Aktien oder Derivaten. Der Erfolg des Journalisten bemisst sich am Ende wie der Erfolg des Investors: Man sollte auf ein paar gute Pferde gesetzt haben, also auf Informationen, Trends und Stories, die sich als richtig herausgestellt haben.<br \/>\nJournalisten sind oft Wendeh\u00e4lse, so wie Spekulanten das eben sein m\u00fcssen. Sie heben ihre Nase in den Wind und merken (gerne sp\u00e4t oder wenn es sich nicht mehr lohnt): Ok, alle Maschinen r\u00fcckw\u00e4rts, wir erz\u00e4hlen jetzt das Gegenteil von allem, was wir bisher erz\u00e4hlt haben; hoffentlich w\u00fchlt niemand im Altpapiercontainer oder dem Internetarchiv. Ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr lieferte unl\u00e4ngst Ulf Poschardt von der WELT. Zehn Jahre halbliberale woke Br\u00fche, u.a. zum Migrationsthema. Jetzt erkennt 911-Ulf den \u201cShitb\u00fcrger\u201d, h\u00e4lt Massenmigration f\u00fcr Wahnsinn und zitiert die Anarcho-Band \u201cTon, Steine Scherben\u201d (fr\u00fchere Managerin: Claudia Roth): \u201eMacht kaputt, was euch kaputt macht\u201c (Vorsicht Ulf, nicht dass die Leser das noch w\u00f6rtlich nehmen und das Springer-Hochhaus erneut anz\u00fcnden).<br \/>\nBeim Spiegel hingegen: Keine Spur von sp\u00e4ter Narrativkorrektur. Keine Spur von t\u00e4tiger Reue oder auch nur opportunistischer Wendehalsigkeit. Alle Welt fordert Aufkl\u00e4rung, halbherzig und heuchlerisch zwar, aber die Mehrheit die sie gerade will, wird sie bekommen, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, und das wei\u00df jeder. Weil sonst die Demokratie endet, die letzte Illusion, die dem B\u00fcrger nicht genommen werden darf. Beim Spiegel hingegen kommt nur eine Frage auf: War was? Das ist nicht mehr nur heuchlerisch, das ist suizidal. Beim Spiegel sind beinharte Saboteure am Werk, irre Fanaten, die sich in einer Meinungs-Sekte versammelt haben und weiter das Kumba-yah von Gates summen: Wir sind ge-boostert! Wir sind ge-boostert! Die Sonnentempler-Sekte des Pseudojournalismus.<\/p>\n<p>Der Spiegel wird untergehen, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. Selbst Schei\u00dfe schwimmt nicht dauerhaft oben. Das ist kein Verlust. Die Asche der L\u00fcge und Korruption taugt vielleicht noch als D\u00fcnger f\u00fcr einen neuen Journalismus, der diese L\u00fccke f\u00fcllen wird. Die Medienrevolution hat gerade erst begonnen und der Spiegel baut sich seine Guillotine sogar lustvoll selbst. In den USA werden bereits Podcaster und B\u00fcrgerjournalisten zur Pressekonferenz des Pr\u00e4sidenten geladen. Man muss kein Hellseher sein, um zu sehen, wohin die Entwicklung l\u00e4uft. Die Auflage des Spiegel ist seit 2017 um 100 000 Hefte zur\u00fcckgegangen. Stern und Focus haben die Auflage in diesem Zeitraum sogar erfolgreich halbiert. Substack hat seit diesem Zeitraum 4 Millionen Abonnenten dazugewonnen, \u00fcberwiegend dank kritischer Autoren, die aus dem Mainstream flogen.<br \/>\n&#8230; alles vom 30.1.2025 von Milosz Matuschek bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freischwebende-intelligenz.de\">https:\/\/www.freischwebende-intelligenz.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Jahr nach Erscheinen des Potsdam-Berichts: Journalisten von Zeit und SZ als Wendeh\u00e4lse<\/strong><br \/>\nEnde von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/correctiv\/\">Correctiv<\/a>? \u2013 Anw\u00e4lte klagen gegen das umstrittene \u201eRecherchenetzwerk\u201c<br \/>\nHeute vor einem Jahr, am 10. Januar 2024, ver\u00f6ffentlichte Correctiv seine Potsdam-\u201eRecherche\u201c. Darin wurde das Bild einer neuen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/framing\/geheimtreffen\/\">Wannsee-Konferenz<\/a> konstruiert, in der eine Gruppe von AfD-Anh\u00e4ngern und anderen Personen die massenhafte Deportation von Ausl\u00e4ndern und Deutschen mit Migrationshintergrund geplant haben soll. Eine rei\u00dferische Story, die zu Massenprotesten \u201egegen Rechts\u201c f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Carsten Brennecke ist Anwalt und Partner der Kanzlei H\u00f6cker \u2013 Deutschlands bedeutendster Kanzlei f\u00fcr Medienrecht. Er vertritt Ulrich Vosgerau und andere in Verfahren gegen Correctiv und solche Medien, die die Potsdam-\u201eRecherche\u201c ungepr\u00fcft \u00fcbernommen und die Legende von Deportationspl\u00e4nen einer neuen Wannsee-Konferenz verbreitet haben. Doch erst jetzt geht Brennecke gegen den Bericht von Correctiv als solchen juristisch vor. Warum, erkl\u00e4rt er im Interview mit Tichys Einblick.<\/p>\n<p>Zu dem Medienversagen meldete sich der Verfassungsrechtler und ehemalige Verfassungsrichter Christoph Degenhart zu Wort: \u201eEine nicht nur missverst\u00e4ndlich formulierte, sondern offensichtlich unrichtige Meldung war imstande, eine Massenbewegung auszul\u00f6sen.\u201c Die journalistische Sorgfalt sei dem Haltungsjournalismus geopfert worden \u2013 mit fatalen politischen und gesellschaftlichen Folgen. Mit Christoph Degenhart \u00e4u\u00dfert sich einer der bedeutendsten deutschen Staatsrechtler zum Fall Correctiv, so Brenneckes Anwaltspartner Ralf H\u00f6cker.<br \/>\nEin Jahr nach der Correctiv-Erfindung der \u201eWannsee 2.0-Konferenz\u201c versuchen nun manche Journalisten eine vorsichtige Absetzbewegung \u2013 viel zu sp\u00e4t. \u201eOb AfD-Politiker tats\u00e4chlich die \u201aAusweisung\u2018 deutscher Staatsb\u00fcrger geplant haben \u2013 dar\u00fcber wird ein Jahr nach der Recherche von \u201aCorrectiv\u2018 gestritten\u201c, schreibt der Autor der \u201eS\u00fcddeutschen\u201c Ronen Stienke. Und: \u201eJournalisten sehen sich zur Korrektur gezwungen.\u201c In Wirklichkeit wird genau dar\u00fcber nicht mehr gestritten: Dass Pl\u00e4ne zur Ausweisung deutscher Staatsb\u00fcrger bei dem Potsdam-Treffen keine Rolle spielten, stellten Landgericht und Oberlandesgericht Hamburg mehrfach fest. Correctiv lieferte auch nie einen Beleg f\u00fcr diese Behauptung.<br \/>\n\u201eWas genau geschah in Potsdam\u201c, fragt auch die ZEIT \u2013 ein Jahr zu sp\u00e4t. Die ZEIT-Journalisten tun das, was TE schon im August 2024 tat: Sie sprachen mit Teilnehmern des Treffens, sahen sich kritisch an, was der Correctiv-Text an Substanz bietet, n\u00e4mlich so gut wie nichts, und kommen zu dem Schluss: \u201eNach der Ver\u00f6ffentlichung des Artikels im Januar sprach das ganze Land \u00fcber angeblich geplante \u201aMassendeportationen\u2018, verschiedene Medien und Institutionen benutzten das Wort, obwohl es im Correctiv-Artikel gar nicht stand. Und obwohl Correctiv selbst erkl\u00e4rt, das Wort sei in Potsdam nicht gefallen. Dennoch ist offenbar der lebhafte Eindruck entstanden, es sei genau darum gegangen.\u201c<br \/>\nDas w\u00e4re ein passabler Erkenntnisstand f\u00fcr Februar 2024 gewesen. Wer diese S\u00e4tze im Januar 2025 schreibt, macht sich l\u00e4cherlich. Die ZEIT h\u00e4tte wenigstens beim Verfassungsschutz und dem Kanzleramt nachbohren und die Frage stellen k\u00f6nnen, womit das Land Nordrhein-Westfalen immer noch die Gemeinn\u00fctzigkeit von \u201eCorrectiv\u201c rechtfertigt. Statt von etablierten empfiehlt es sich, k\u00fcnftig von demolierten Medien zu sprechen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.1.2025 im Newsletter bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\">https:\/\/www.tichyseinblick.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Danisch: Von der so \u00fcberaus langen, langen Leitung der Journalisten<\/strong><br \/>\n\u201eAuf einmal schwenkt die Presse um und schreibt Artikel \u00fcber Migration, f\u00fcr die sie andere bis k\u00fcrzlich noch als \u201arechtsextrem\u2019 gebrandmarkt hat. Irgendwer sagte \u00fcber einen Artikel im erzlinken Spiegel, dass man f\u00fcr diesen Text neulich noch als zu rechts aus der AfD ausgeschlossen worden w\u00e4re. Jahrzehntelang haben die alles auf linksextrem gepr\u00fcgelt, und kaum merkt die Presse, dass das jetzt so anbrennt, dass man das nicht mehr flachhalten kann und man sich nur noch zum Clown macht, wenn es wirklich nicht mehr links weiter geht, schwenken die um und \u00e4ndern die Ausrichtung.\u201d &#8230;<br \/>\n\u201eBleibt die Erkenntnis, dass \u201arechte Blogger\u2019 einfach nur Leute sind, die 10 Jahre schneller kapieren. Ich hatte ja auch schon beschrieben, dass der Unterschied zwischen Linken und \u201aRechten\u2019 ist, dass die Prognosen und Warnungen der \u201aRechten\u2019 eingetreten sind, die Versprechungen der Linken dagegen nicht. Bonus-Sahneh\u00e4ubchen: Auch die \u201aVerschw\u00f6rungstheorien\u2019 sind eingetreten und haben sich als richtiger erwiesen als das, was die Presse sagte. Und die Fakten waren auch richtiger als die Faktenchecker.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.12.2023 von Hadmut Danisch bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2023\/12\/08\/von-der-so-ueberaus-langen-langen-leitung-der-journalisten\/\">https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2023\/12\/08\/von-der-so-ueberaus-langen-langen-leitung-der-journalisten\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutsche Journalisten und \u201eWir haben ja nichts gewusst\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Der deutsche Journalismus hat dabei versagt, das Thema Einwanderung darzustellen. Nun zwingt der Realismus sie zur Aufkl\u00e4rung und Journalisten retten sich mit dem deutschesten aller S\u00e4tze: &#8222;Wir haben ja nichts gewusst.&#8220;<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nVom <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-antisemitismus\/\">importierten Antisemitismus<\/a> wei\u00df da niemand was. Das will auch keiner. Die Polizei und die deutschen Innenminister verhindern das. Antisemitismus von Muslimen gegen Juden lassen sie in die Statistik als Rechtsextremismus flie\u00dfen. Das ist brillant: politisch, haushalterisch und propagandistisch. Mit jeder Tat eines Muslims gegen einen Juden, l\u00e4sst sich eine weitere Erh\u00f6hung des Etats im Kampf gegen Rechts rechtfertigen \u2013 mit dem besch\u00fctzt der Staat dann Muslime vor den Deutschen. Publizistisch.<br \/>\nAber auch praktisch. Ginge es nach den muslimischen Dachverb\u00e4nden in Deutschland w\u00fcrde der Staat Texte wie diesen hier verfolgen lassen. Texte, in denen der Zusammenhang zwischen Antisemitismus und muslimischer Einwanderung thematisiert wird. Als islamophob. F\u00e4llt das Stichwort \u201emuslimisch\u201c sind diese Dachverb\u00e4nde n\u00e4mlich sehr sensibel. Bei der T\u00f6tung von Kindern nicht. Oder bei der Vergewaltigung von Frauen oder der Sch\u00e4ndung von Leichen. Da muss die \u00d6ffentlichkeit diese Verbandsvertreter schon sehr lange piesacken, bis die ein sehr kleines \u201eNicht ganz ok\u201c unter sehr vielen \u201eJa, aber Israels\u2026\u201c verstecken. Und auch die liefern sie nur, damit Journalisten wie Peter Zander nicht aufwachen und sie sich selbst nicht von den so wunderbar flie\u00dfenden Subventionsfl\u00fcssen abschneiden.<br \/>\nSo gut hat das System funktioniert: Importierter Antisemitismus ist Rechtsextremismus und Rechtsextremismus ist eine Sache der Deutschen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSeitdem hat es an fast jedem Tag in Berlin Demonstrationen gegeben, die Israel das Existenzrecht absprechen. Nur nicht, wenn es zu viel geregnet hat. Denn die t\u00fcrkischen und arabischen Demonstranten finden zwar, dass Israel ihren Glaubensbr\u00fcdern uns\u00e4gliches Leid zuf\u00fcge. Leid, das den Mord an Israelis rechtfertige \u2013 aber nicht, dass die eigene Frisur nass wird. Genau da verraten die Demonstranten wes Kind ihr Protest ist: ein ichbezogener Fremdenhass. Eine Sehnsucht nach einem Vorwand, aus dem eigenen, unbefriedigenden Leben auszubrechen und die Sau rauslassen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer deutsche Journalismus von ARD und ZDF \u00fcber TAZ und S\u00fcddeutsche bis hin zu FAZ und Spiegel war in den letzten Jahren daf\u00fcr da, zu bestimmen, was alles nicht gesagt werden darf. Statt darauf zu dr\u00e4ngen, zu sagen, was ist.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.10.2023 von Mario Thurnes bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/deutsche-journalisten-und-wir-haben-ja-nichts-gewusst\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/deutsche-journalisten-und-wir-haben-ja-nichts-gewusst\/<\/a><\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\nIch erinnere mich noch ganz gut an Duisburg 2009: Eine pro-palestin\u00e4nsische Demo, ausgerichtet von Milli G\u00f6r\u00fcs. Zu wenig Polizeikr\u00e4fte im Einsatz. Student hatte eine Israel-Fahne in seiner Wohnung im Fenster h\u00e4ngen. Die Demonstranten fingen daraufhin an, Steine etc. zu werfen. Polizei st\u00fcrmt die Wohnung und nimmt die Fahne ab. Zur De-Eskalation. Viele sagten hinterher: War nicht ok von der Polizei, aber warum hat der Typ die Fahne nicht vor der Demo abgenommen? Er wusste doch, dass das provoziert. Ist er ja selber Schuld wenn die Polizei die Wohnung st\u00fcrmt\u2026 P.M.<br \/>\n.<br \/>\nAm Journalisten Herr Boris Reitschuster sieht man in aktueller Zeit exemplarisch, was Angie mit einem Vertreter der Berichterstattung hat machen lassen, \u2013 von ihrem Herr Seibert musste er sich herab w\u00fcrdigen lassen, -von der Bundespresse Konferenz ausgeschlossen hat man ihn, um ein Exempel zu statuieren, was mit Journalisten passieren kann, die sich der Wahrheit verpflichtet f\u00fchlen. Das ist Demokratie heute?<br \/>\nWer keinen Dreck am Stecken hat, braucht nichts zu verheimlichen, aber die Journalisten sollen den kleinen Leuten in sozialvertr\u00e4glicher Sprache schmackhaft machen, dass man die Bev\u00f6lkerung mitnehmen muss, in den Gr\u00fcnen praktizierten wirtschaftlichen Ruin der ex made in Germany, weil freiwillig w\u00fcrde sich keiner den hart erarbeiteten Wohlstand nehmen lassen. Gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Ho<br \/>\n.<br \/>\nDer andere Satz ist : \u201eMan konnte ja nichts machen\u201c.<br \/>\nWas f\u00fcr damals gestimmt hat. Aber nicht f\u00fcr heute. Man schaue sich einen Martin Sellner an, der 2016 mit anderen ein Boot gechartert hat und ins Mittelmeer aufgebrochen ist mit der symbolischen Aktion \u201eDefend Europe\u201c. Was der mitmacht, hundert Kontok\u00fcndigungen ohne Begr\u00fcndung sind noch das harmloseste. Tho<br \/>\n.<br \/>\nUnd auch heute kommen wieder tausend junge M\u00e4nner \u00fcber die nicht gesicherten Grenzen! Und der Journalismus, der mainstreamige? Er schweigt und will von nichts wissen und nichts gewusst haben. Es ist hoffnungslos\u2026 san<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Kultur\u00a0&gt;Medien\u00a0&gt;Political-Correctness\u00a0&gt;Haltungsjournalismus &gt;Journalismus-Wende Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Schirrmmacher 2.0 von Sohn Jakob von FAZ-Hrsg Frank Schirmmacher (18.7.2025) Journalismus: Das Ende der Wendehalsbranche (30.1.2025) Zeitgeistwende \u2013 Wenn sich der Wind dreht \u2013 Correctiv\u00a0(1.1.2025) Ein Jahr nach Erscheinen des Potsdam-Berichts: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/journalismus-wende\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":68087,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-116804","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/116804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116804"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/116804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136852,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/116804\/revisions\/136852"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/68087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}