{"id":115921,"date":"2023-10-06T18:32:57","date_gmt":"2023-10-06T16:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=115921"},"modified":"2025-08-14T15:56:15","modified_gmt":"2025-08-14T13:56:15","slug":"islam-konservative","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-konservative\/","title":{"rendered":"Islam-Konservative"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">Islam<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-reformen\/\">Islam-Reformen<\/a> &gt;Islam-Konservative<\/p>\n<div id=\"attachment_115775\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-115775\" class=\"size-full wp-image-115775\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001-180x100.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-115775\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenblumen bei Freiburg am 1.10.2023<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/houellebecq-2015-unterwerfung\/\">Houellebecq 2015 Unterwerfung<\/a>\u00a0(14.8.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/konservativ-muslime-deutschehe\/\">konservativ: Muslime \u2013 Deutsche<\/a>\u00a0(28.4.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-israel\/\">Martin E. Renner: Israel steht f\u00fcr uns alle<\/a>\u00a0(14.10.2023)<\/li>\n<li>Muslime: Unsichtbare Konservative (22.9.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-israel\/\">Deutschland-Israel<\/a><\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservatismus\/\">Konservative<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Konservative Muslime &#8211; Konservative Deutsche?<br \/>\n============================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Muslime: Unsichtbare Konservative<\/strong><br \/>\n<strong>Wo sich die Wertevorstellungen von Moslems und Deutschen \u00fcberschneiden<\/strong><br \/>\nvon Hermann R\u00f6ssler,<br \/>\nGottesdienst, f\u00fcnfmal Beten am Tag, Vortr\u00e4ge, Kulturprogramm, keine Schimpfw\u00f6rter, keine Frauen und 1 kein Alkohol. Sie meinen, es geht um den Islam? Nein, das habe ich alles so<br \/>\nauf einer Reise mit einer katholisch konservativen Gruppe in Prag erlebt. Damals mit<br \/>\nvielleicht 13 Jahren. Etwa vier Jahre sp\u00e4ter, also mit 17 Jahren, wiederholte sich das alles so \u00e4hnlich, nur diesmal nicht mit Katholiken, sondern mit etwa 20 moslemischen Deutscht\u00fcrken in Istanbul. Ein Freund aus der Schule hatte mich dazu eingeladen, mit seiner Glaubensgemeinschaft, mit der er einen gro\u00dfen Teil seiner Freizeit verbrachte, in die Millionenstadt am Bosporus zu reisen. Aus Gespr\u00e4chen in der Schule war mir deutlich geworden, da\u00df einige \u00e4hnliche Ansichten zwischen uns existierten; auf der einen Seite die Pr\u00e4gung der t\u00fcrkischen, moslemischen Eltern, auf meiner Seite das katholische Elternhaus. Was auch immer man von religi\u00f6sen Reiseprogrammen wie diesen halten mag, als Christ den Glaubensalltag mit gl\u00e4ubigen Moslems zu verbringen, machte mir unsere gegenseitige Wertsch\u00e4tzung erfahrbar. Es brauchte keinen die Grenzen<br \/>\nverwaschenen \u00d6kumenismus, um festzustellen:<br \/>\nWir, Christen und Moslems, k\u00f6nnen gemeinsame Grundlagen haben und gemeinsame Ziele definieren, wir k\u00f6nnen eine andere Art des Zusammenlebens schaffen als ein sich gegenseitiges Ignorieren, Ausnutzen oder Herabsetzen. Doch nicht nur Christen sind angesprochen, sondern auch all jene, die am Erhalt und an der Weitergabe nat\u00fcrlicher, traditioneller, also bew\u00e4hrter Instanzen ein Interesse haben.<br \/>\n.<br \/>\nDie dementsprechend positiven Kr\u00e4fte sollen der Einfachheit halber als konservativ bezeichnet werden. Nicht angesprochen sind diejenigen, die im tats\u00e4chlichen Sinne antidemokratisch oder schlicht destruktiv agieren. Der Idee folgend gibt es ein bislang unangetastetes, konservatives Potential in Deutschland: Moslems. Das einende, konservative Potential liegt dabei vor allem im Wertsch\u00e4tzen der Familie, der nat\u00fcrlichen Geschlechterordnung und der Ehe.<br \/>\nDaraus ergibt sich ein Interesse an einer sch\u00fctzenden staatlichen und \u00f6ffentlichen Ordnung. Es b\u00f6te sich zudem an, f\u00fcr einen \u00f6ffentlichen Schutz und das Anerkennen der religi\u00f6sen W\u00fcrde zu streiten. Wenn sich die Qualit\u00e4t einer westlichen Demokratie an der Akzeptanz f\u00fcr Koranverbrennungen oder dem Abdrehen perverser Jesus-Filme mi\u00dft, gleicht das bereits einer Selbstaufgabe. Anstatt die Meinungsfreiheit einzuschr\u00e4nken, w\u00fcrde eine positive kulturelle Selbstrezeption, wo sie angebracht ist, ausreichen, um ein positives Verh\u00e4ltnis zum Staat und zur Demokratie aufzubauen. Wer das nicht m\u00f6chte, der disqualifiziert sich selbst.<br \/>\n.<br \/>\nFest steht in den meisten F\u00e4llen: Weder der arbeitende, eingewanderte T\u00fcrke noch der arbeitende, eingesessene Deutsche m\u00f6chten sich oder seine Kinder der Indoktrinierung mittels psychoaktiver Umerziehungsideologien ausgesetzt sehen oder seine Tradition zugunsten eines zeitgeistig konstruierten Ethos einschr\u00e4nken oder aufgeben. Keiner von beiden will auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause von entw\u00fcrdigender Werbung besch\u00e4mt oder von selbstgerechten Unruhestiftern bel\u00e4stigt werden. Die P\u00e4dagogik im<br \/>\nKindergarten oder der Lehrplan in der Schule gehen auf politische Entscheidungen zur\u00fcck, auf die mit gemeinsamer Absicht eingewirkt werden kann.<br \/>\nGetrost darf angenommen werden, da\u00df die Menge moslemischer Einwanderer nicht nach Deutschland gekommen ist, um ein Leben am untersten sozialen Rand zu verbringen. L\u00e4ge der Fokus der Integrationspolitik nicht auf der Einbettung dieser Migranten in neuwestliche Gesellschaftsexperimente, w\u00fcrden diese auch den Willen sp\u00fcren, sich eine Karriere hierzulande aufzubauen.<br \/>\nMit gleichem Recht darf davon ausgegangen werden, da\u00df die meisten Deutschen nicht darauf warten, bis der perfekte Nationalstaat preu\u00dfischer Manier wiederhergestellt wird, und auch nicht die Absicht hegen, auszuwandern oder sich in weltanschauliche Ghettos zur\u00fcckzuziehen. Mit Bismarck sei gesagt: \u201eWir m\u00fcssen mit Realit\u00e4ten wirtschaften und nicht mit Fiktionen.\u201c Die gr\u00f6\u00dften Feinde des Patriotismus sind nicht in den Reihen der moslemischen Einwanderer zu finden. Insofern kann auch ein gemeinsamer Gegner im linken Mainstream ausgemacht werden und \u00fcberall dort, wo die Liberalisierungswut gesellschaftlicher und politischer Lobbyisten sowie Amtstr\u00e4ger keine<br \/>\nGrenzen mehr kennt. Um den Tatsachen ins Auge zu blicken: Zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Moslems leben nach Angaben des Bundesinnenministeriums derzeit in Deutschland. Gemessen an der Gesamtbev\u00f6lkerung von 83,1 Millionen entspricht das zwischen 6,4 und 6,7 Prozent. Etwa die H\u00e4lfte davon ist t\u00fcrkischer Herkunft. Die Zahl moslemischer Gl\u00e4ubiger in Deutschland ist steigend, die Fertilit\u00e4tsrate im Schnitt h\u00f6her. Zwar sind das nur ungef\u00e4hre Zahlen, aber es l\u00e4\u00dft sich feststellen, da\u00df der Realit\u00e4t, da\u00df Moslems inzwischen einen festen Bestandteil der Bev\u00f6lkerung<br \/>\nDeutschlands ausmachen und da\u00df sie auf lange Sicht immer selbstbewu\u00dfter ihre eigenen Interessen auch politisch vertreten und einfordern werden, immer noch ungen\u00fcgend Rechnung getragen wird.<br \/>\nDer Umgang mit dieser wachsenden Bev\u00f6lkerungsgruppe ist oftmals behelfsm\u00e4\u00dfig, idealisierend oder ablehnend. Grob vereinfacht beschr\u00e4nkt sich der \u00f6ffentliche Diskurs mit dem in Deutschland se\u00dfhaft gewordenen Islam auf eine Idealisierung, die einen friedlichen, toleranten, demokratischen Islam zeichnet, der eine blo\u00dfe Bereicherung der kulturellen Vielfalt darstellt; auf eine Bagatellisierung, nach der der Islam sich wirtschaftlich bedingt im besten Fall selber liberalisiert und aufkl\u00e4rt; und auf eine D\u00e4monisierung, die den Islam als Grund\u00fcbel sozialer Verwerfungen und Wurzel der Kriminalit\u00e4t ausmachen will.<br \/>\nMit Loriot lie\u00dfe sich sagen: Das Bild h\u00e4ngt schief. Ein vollkommen friedliebender und kulturf\u00f6rdernder Islam l\u00e4\u00dft sich schon aus der Geschichte des Islams und angesichts der Terroranschl\u00e4ge allein im neuen Jahrtausend, die offensichtlich etwas mit dem Islam zu tun haben, nicht konstruieren. Die europ\u00e4ische Geschichte, mit der Aufkl\u00e4rung als entscheidendem Momentum interpretiert, als Prototyp der Geschichte \u00fcberhaupt zu verstehen, so da\u00df andere Kulturen denselben Weg fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nachfolgen m\u00fc\u00dften, ist nicht nur historisch zu bezweifeln, sondern verkennt zudem die erfolgreiche Etablierung des Islam als kulturreligi\u00f6ses Bindemittel von V\u00f6lkern und Nationen; immerhin repr\u00e4sentiert der Islam mit circa zwei Milliarden Anh\u00e4ngern die zweitgr\u00f6\u00dfte Religion der Welt. Auch als D\u00e4mon der Geschichte kann der Islam schwerlich herhalten, immerhin hat es nicht den Islam gebraucht und braucht es auch heute nicht, um Krieg und Terror auszul\u00f6sen; abgesehen davon, da\u00df Errungenschaften islamischen Schaffens damit ausgeblendet werden. All diesen Projektionen ist aber gemein, da\u00df sie zu keinem praktischen allt\u00e4glichen oder politischen Umgang mit Moslems in Deutschland taugen. Im Gegenteil wirken sie eher einschl\u00e4fernd, selbst\u00fcbersch\u00e4tzend oder angstgetrieben.<br \/>\n.<br \/>\nStatt sich in unwahrscheinlichen Deislamisierungs- und Remigrationsvorhaben oder \u00fcberholten Integrationsdebatten zu verhaken, st\u00fcnde es deutschen Konservativen besser zu Gesicht, mit den Realit\u00e4ten zu rechnen und daraus Kapital zu schlagen. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit Moslems zu forcieren hei\u00dft nicht, sich anzugleichen oder sich selbst aufzugeben. Das Weitergeben deutscher und christlicher Tradition kann nicht auf das Verhalten moslemischer Einwanderer abgeschoben werden, sondern ist zun\u00e4chst Aufgabe der Familien und findet dann seinen Ausdruck in konservativer Politik. Die Einwanderungsdebatte ist in gewissem Ma\u00dfe von der Debatte um den Islam in Deutschland zu trennen. Auch hier kann sogar nach Einigung und Kompromissen gesucht werden, niemand hindert den Konservativen daran, seine Ziele selbstbewu\u00dft, auch gegen\u00fcber moslemischen Mitb\u00fcrgern, zu formulieren. Das Verharren in Depression angesichts der politischen Gegebenheiten manifestiert dagegen langfristig die konservative Ohnmacht.<br \/>\nWieso also nicht den Versuch wagen, gemeinsame Ziele zu formulieren und durchzusetzen? Lassen wir Theologen Theologen sein, und Prediger sollen predigen. Abseits intellektuell-strategischer Maximalideale wird die Zukunft in Deutschland auch davon abh\u00e4ngen, wie das Zusammenleben zwischen den Kulturen und Religionen im Alltag gestaltet wird. Das ist kein<br \/>\nFeld, das exklusiv-ideologischen Sozialingenieuren von welcher Seite auch immer zu \u00fcberlassen ist.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.9.2023 von Hermann R\u00f6ssler bitte lesen in der JF 39-23, Seite 22<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare (aus JF 41-23, Seite 23):<br \/>\nAlles andere, aber nicht unsichtbar<br \/>\n\u201eUnsichtbar\u201c ist der islamische Konservatismus nicht. Vielmehr sehen wir t\u00e4glich religionskonform verh\u00fcllte Muslimas mit Kopftuch und langen M\u00e4nteln selbst im Sommer, und viel zu oft m\u00fcssen wir Meldungen von blutigen Trag\u00f6dien in streng konservativen muslimischen Familien lesen. Hermann R\u00f6ssler phantasiert hingegen von \u201egemeinsamen Grundlagen\u201c zwischen Moslems und Christen. Es gebe ein \u201eeinendes konservatives Potential\u201c, vor allem im \u201eWertsch\u00e4tzen der Familie, der nat\u00fcrlichen Geschlechterordnung und der Ehe\u201c. Hier ist deutlicher Widerspruch anzumelden.<br \/>\nEin westlicher Konservatismus, der Werte wie Freiheit und Menschenw\u00fcrde sch\u00e4tzt, ist mit dem Koran und der Sunna nicht vereinbar. Kein kritisches Wort verliert R\u00f6ssler \u00fcber die patriarchale Hierarchie vieler muslimischer Familien, wo sich Frauen den M\u00e4nnern unterordnen und, wenn \u201eungehorsam\u201c, mit religi\u00f6ser Legitimation geschlagen werden sollen. Nichts schreibt R\u00f6ssler \u00fcber weit verbreitete Zwangsheiraten und Polygamie, kein Wort \u00fcber sogenannte \u201eEhrenmorde\u201c, wenn Frauen ein selbstbestimmtes Leben f\u00fchren wollen, nichts \u00fcber die Barbarei weiblicher Beschneidung. Die Lebensweise strenggl\u00e4ubiger Muslime wirkt vielfach nicht \u201eeinend\u201c, sondern trennend in unserem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen und ist Ursache h\u00e4ufiger Konflikte und mangelhafter Integration. Ein angeblich verbindender Konservatismus ist eine Illusion. Anders als R\u00f6ssler meint, stimmt sogar der konservative Katholizismus nicht \u00fcberein mit den muslimischen Wertvorstellungen von Familie und Ehe und lehnt das islamisch abwertende Frauenbild ab. Verfehlt ist \u00fcberdies R\u00f6sslers Behauptung, der Islam sei ein \u201ekulturreligi\u00f6ses Bindemittel von V\u00f6lkern und Nationen\u201c. Tats\u00e4chlich bek\u00e4mpfen sich Sunniten und Schiiten in und zwischen islamischen Staaten, von der Unterdr\u00fcckung und Verfolgung der \u201eungl\u00e4ubigen\u201c Christen, Juden und anderer Religionsangeh\u00f6rigen ganz zu schweigen. Insgesamt ist dies ein realit\u00e4tsfremder und den Islam sch\u00f6nf\u00e4rbender Kommentar, auf den die JUNGE FREIHEIT besser verzichtet h\u00e4tte.<br \/>\nDr. Eva Plickert, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Ann\u00e4herung ausgeschlossen<br \/>\nHat der fromme katholische Jungmann schon mal versucht, sich einer muslimischen Jungfrau zu n\u00e4hern?<br \/>\nDr. Frank Armbruster, Schallstadt<br \/>\nEhrenwertes Anliegen, aber blau\u00e4ugig<br \/>\n\u201eEs gibt ein konservatives Potential in Deutschland: Moslems. Das Einende liegt vor allem im Wertsch\u00e4tzen der Familie, der nat\u00fcrlichen Geschlechterordnung und der Ehe\u201c, meint der Verfasser des Artikels, Hermann R\u00f6ssler. Nun mag die Aussage zum Thema \u201eFamilie\u201c eine gewisse Richtigkeit haben \u2013 allerdings nur nach au\u00dfen. Im Inneren herrscht vor allem bei der Erziehung der M\u00e4dchen das, was man bei uns fr\u00fcher als \u201eZucht und Ordnung\u201c bezeichnete und von den T\u00f6chtern Unterwerfung unter Vater und Br\u00fcder forderte. Ber\u00fcchtigt sind die auch heute noch begangenen Schwestern-Morde zur \u201eRettung\u201c der Familienehre durch einen oder mehrere Br\u00fcder, meist in Ausf\u00fchrung eines Beschlusses des Familienrates. Auch die Zwangsverheiratung der M\u00e4dchen mit einem oft viel \u00e4lteren entfernten Verwandten ist bei \u201eDeutscht\u00fcrken\u201c noch nicht ausgestorben. Will Herr R\u00f6ssler behaupten, hier bestehe ein Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr \u201ekatholischen Konservativismus\u201c?<br \/>\n\u201eDie Weiber sind euer Acker, geht auf eueren Acker wie und wann ihr wollt\u201c (2. Sure, Vers 224), empfiehlt der Prophet seinen Gl\u00e4ubigen (M\u00e4nnern). Die soziale Rolle der Frau wird in zahlreichen Textstellen (besonders kra\u00df Sure 4, Vers 35) thematisiert und m\u00fc\u00dfte eigentlich von den Genderistinnen und Emanzipationsk\u00e4mpferinnen zwischen Kalifornien und Ostmitteleuropa permanent bek\u00e4mpft werden. Auch hier ist eine Gemeinsamkeit mit dem katholischen Konservativismus (wenn es den \u00fcberhaupt noch gibt) nicht erkennbar. Auch die Empfehlungen Mohammeds f\u00fcr den Umgang seiner Anh\u00e4nger mit den \u201eUngl\u00e4ubigen\u201c f\u00f6rdern ein zumindest freundliches Nebeneinander nicht. \u201eAllah hat die Ungl\u00e4ubigen in Affen und Schweine verwandelt; haut ihnen die K\u00f6pfe ab\u201c (Sure 8, Vers 13) und viele andere geradezu sadistische Aufforderungen (S4\/V57, S5\/V34, S22\/V20-23, S.36\/V9f u.v.a) dekretiert der Koran. Das Anliegen von Herrn R\u00f6ssler ist ehrenwert. Seine Blau\u00e4ugigkeit scheint jedoch auf einer Unkenntnis des Hl. Buches zu beruhen, die den Leser wundert. Wichtig w\u00e4re eine Reform des Koran. Doch wer daran r\u00fchrt, dem droht das Schicksal Salman Rushdies.<br \/>\nPaul Schweiger, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Gemeinsamkeiten zu Ende gedacht<br \/>\nJa, in dem Roman \u201eDas Tausendj\u00e4hrige Reich Artam: Die alternative Geschichte 1941\u20132099\u201c (Arnshaugk Verlag 2011) wird R\u00f6sslers Gedankenf\u00fchrung auf den Punkt gebracht. Am Schlu\u00df der Handlung bekennt sich 2100 die Hauptperson \u201emit allen seinen Familienangeh\u00f6rigen zum Islam\u201c.<br \/>\nVolkmar Weiss, Leipzig<br \/>\nDank Unterwerfung keine Indoktrinierung<br \/>\n\u201eDie Botschaft h\u00f6r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.\u201c Wenn Hermann R\u00f6ssler im Islam ein konservatives Potential wittert und unter anderem die \u201enat\u00fcrliche Geschlechterordnung\u201c im Islam als Beispiel anf\u00fchrt, dann sollte er sich mal in Berlin-Neuk\u00f6lln umschauen. Da d\u00fcrfte ihm wom\u00f6glich auffallen, da\u00df muslimische Frauen gew\u00f6hnlich ein paar Schritte hinter ihrem Ehemann gehen. Unter- oder Nebenordnung? Angeblich m\u00f6chte sich der eingewanderte T\u00fcrke also nicht einer Indoktrinierung unterziehen. Als gl\u00e4ubiger Muslim braucht er das nat\u00fcrlich nicht, weil er schon von einer Religion der Unterwerfung (unter den Willen Allahs) quasi indoktriniert ist. Auch kann es keine Kompromisse in Glaubensfragen zwischen Muslimen und Christen geben; allein schon, weil im Islam Jesus Christus nur eine Nebenfigur ist.<br \/>\nDirk Jungnickel, Berlin<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Religion\u00a0&gt;Islam &gt;Islam-Reformen &gt;Islam-Konservative &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Houellebecq 2015 Unterwerfung\u00a0(14.8.2025) konservativ: Muslime \u2013 Deutsche\u00a0(28.4.2024) Martin E. Renner: Israel steht f\u00fcr uns alle\u00a0(14.10.2023) Muslime: Unsichtbare Konservative (22.9.2023) Deutschland-Israel Konservative Konservative Muslime &#8211; Konservative Deutsche? ============================================================ &nbsp; Muslime: Unsichtbare &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-konservative\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":12111,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-115921","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115921"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115921\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137858,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115921\/revisions\/137858"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}