{"id":115822,"date":"2023-10-04T16:24:07","date_gmt":"2023-10-04T14:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=115822"},"modified":"2026-01-12T15:16:03","modified_gmt":"2026-01-12T14:16:03","slug":"national","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/national\/","title":{"rendered":"national"},"content":{"rendered":"<p>d<\/p>\n<div id=\"attachment_115775\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-115775\" class=\"size-full wp-image-115775\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/sonnenblumen-dreisamtal-pan231001-180x100.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-115775\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenblumen bei Freiburg am 1.10.2023<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/nationalstaat\/\">Thilo Sarrazin: Die R\u00fcckkehr des Nationalstaats<\/a>\u00a0(12.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-kultur\/\">\u201eKulturkompass\u201c der EU: Wie Apparatschiks die Kultur zurichten wollen<\/a>\u00a0(20.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schicksalstag-9-november-1989\/\">Schicksalstag 9. November 1989<\/a>\u00a0(14.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nationalfeiertag-am-3-10-2025\/\">Nationalfeiertag am 3.10.2025<\/a>\u00a0(3.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/global-government\/international\/\">Endlich: Der IGH der UN als \u201eWeltgericht\u201c rettet das Weltklima<\/a>\u00a0(28.7.2025)<\/li>\n<li>Endlich ein ges\u00fcnderes Verh\u00e4ltnis zu unserer Nationalit\u00e4t entwickeln (20.6.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/17-juni-1953-und-17-juni-2025\/\">17. Juni 1953 und 17. Juni 2025<\/a>\u00a0(17.6.2925)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/cpap-29-30-5-2025-in-budapest\/\">CPAP 29.-30.5.2025 in Budapest<\/a> (1.6.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ethnien\/\">Abgrenzung: Staatsvolk (Pass)- ethnischer Volksbegriff (Abstammung)<\/a>\u00a0(4.5.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/hysterie\/\">Alexander Meschnig: Deutschland \u2013 eine hysterische Nation?<\/a>\u00a0(16.7.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/patriotsforeurope\/\">Wer sind die \u201ePatrioten f\u00fcr Europa\u201c<\/a>\u00a0(3.7.2024)<\/li>\n<li>Emmanuel Todd: Antinationaler Westen f\u00f6rdert Nationalismus in Ukraine (21.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/fussball-em-2024-politisierung\/\">Fussball-EM 2024 \u2013 Politisierung<\/a>\u00a0(15.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/multikulti\/vielfalt\/\">Fussball-EM: La\u00dft uns mit eurer verlogenen Vielfalt in Ruhe!<\/a>\u00a0(15.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativ\/natcon\/\">Europas Bedrohung entgegnen! Eine Stimme aus der T\u00fcrkei<\/a>\u00a0(3.5.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wir-daenen-wir-deutsche\/\">Wir D\u00e4nen! Wir Deutsche?<\/a>\u00a0(9.4.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/staatsvolk\/\">Verfassungsschutz: Deutsches Staatsvolk ja \u2013 ethnologisch deutsches Volk nein<\/a>\u00a0(17.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/\">Wir sind das Volk\u201c: Nie wieder 17. Juni! Nie wieder 9. November 1989!<\/a>\u00a0(16.1.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/migration-nationale-identitaet\/\">Migration \u2013 nationale Identit\u00e4t<\/a>\u00a0(5.1.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/arc\/\">ARC-Konferenz in London<\/a>\u00a0(10.11.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/3-10-feiertag-ohne-feierlaune\/\">3.10. \u2013 Feiertag ohne Feierlaune<\/a>\u00a0(4.10.2023)<\/li>\n<li>Postnational bedeutet postdemokratisch (3.10.2023)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/arc\/\">ARC<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-kultur\/\">EU-Kultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/global-government\/international\/\">international<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativ\/natcon\/\">NatCon &#8211; Natonal Conservatism Conference<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/patriotsforeurope\/\">PatriotsForEurope<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ablehnung des ethnischen Volksbegriffs<\/strong><br \/>\nEs widerspricht dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/\">Grundgesetz<\/a>, ist also nicht verfassungsgem\u00e4\u00df, einen Menschen aufgrund des ethnischen &#8211; man liest auch ethnisch-kulturellen und ethnisch-abstammungsm\u00e4\u00dfigen &#8211; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/staatsvolk\/\">Volksbegriffs<\/a> zu benachteiligen. Beispiel (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bfv-erklaert-afd-fuer-rechtsextrem\/\">BfV<\/a>): &#8222;deutsche Staatsangeh\u00f6rige mit Migrationsgeschichte aus muslimisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern nicht als gleichwertig&#8220; behandeln.<br \/>\nAlle in den Parlamenten vertretenen Parteien wie AfD, CDU, FDP, FreieW\u00e4hler, Gr\u00fcne, Linke und SPD lehnen derlei Ungleichbehandlung in ihren Parteiprogrammen ab. Die AfD hat hierzu zus\u00e4tzlich am 18.1.2021 die &#8222;Erkl\u00e4rung zum deutschen Staatsvolks und zur deutschen Identit\u00e4t&#8220;<a href=\"https:\/\/www.afd.de\/staatsvolk\/\"> https:\/\/www.afd.de\/staatsvolk\/<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n============================================================<\/p>\n<p><strong>Endlich ein ges\u00fcnderes Verh\u00e4ltnis zu unserer Nationalit\u00e4t entwickeln<\/strong><br \/>\n\u201eIch finde, da\u00df wir ein ges\u00fcnderes Verh\u00e4ltnis zu unserer Nationalit\u00e4t entwickeln k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen nicht nationalistisch sein, aber schon verstehen, da\u00df es viele Punkte gibt, die in diesem Land sehr gut laufen. Ich m\u00f6chte es nicht den Rechten \u00fcberlassen, stolz auf Deutschland zu sein. Und mit Linken habe ich meist keine Gespr\u00e4chsbasis. Weil ich in Kreuzberg gro\u00df geworden bin, habe ich zum Teil eine sehr fehlgeleitete Integration gesehen. Ich finde, Deutschland muss vorleben, da\u00df es geil ist, in diesem Land zu leben.\u201c (Tim Raue, Sternekoch, in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt, 6. Juni 2025)<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.6.2025 von Karlheinz Weissmann bitte lesen in der JF 26\/25, Seite 15<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Emmanuel Todd: Antinationaler Westen f\u00f6rdert Nationalismus in Ukraine<\/strong><br \/>\n<strong>Wenn die Bedeutung schwindet<\/strong><br \/>\n<em>Der franz\u00f6sische Anthropologe Emmanuel Todd erkennt im Ukraine-Krieg einen Abgesang auf einen Westen, der \u201edem Rest der Welt\u201c Wertema\u00dfst\u00e4be vermitteln kann<\/em><\/p>\n<p>Zu den gro\u00dfen \u00dcberraschungen seit Beginn der milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen in der Ukraine geh\u00f6rt, da\u00df der Westen v\u00f6llig \u00fcberrascht darauf reagierte, als Wladimir Putin und die russische Regierung am 24. Februar 2022 die Initiative ergriffen und in die Tat umsetzten, was zuletzt noch im Dezember 2021 angek\u00fcndigt worden, war: da\u00df eine konsequente Ausdehnung der Nato und der EU nach Osten f\u00fcr Ru\u00dfland als Herausforderung und existentielle Bedrohung aufgefa\u00dft und nicht weiter hingenommen werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Wladimir Putin argumentierte als politisch-historischer Realpolitiker, um zu erkl\u00e4ren, warum es ihm geboten erschien, zu handeln, und zwar in einem f\u00fcr Ru\u00dfland g\u00fcnstigen Moment. Der Westen ging nicht weiter auf seine Argumente ein und unterband jede Debatte dar\u00fcber, warum der Frieden in Europa in Gefahr geriet. Putin wurde vielmehr sofort zum unberechenbaren Feind des Menschengeschlechtes erkl\u00e4rt und zur Inkarnation des B\u00f6sen d\u00e4monisiert. Mit Verbrechern verhandelt man nicht; sie m\u00fcssen bestraft und vernichtet werden.<\/p>\n<p>Ein solches Verhalten verwirft Emmanuel Todd als unehrenhaft und als des Westens unw\u00fcrdig in seiner illusionslosen Analyse des Westens, der nicht nur in der Ukraine und in Europa, sondern weltweit, wie er meint, einer Niederlage entgegeneilt. Sie bringe ihn endg\u00fcltig um seine Selbsterm\u00e4chtigung, als Repr\u00e4sentant der Menschheit und Verfechter der Menschenrechte \u00fcberall eingreifen zu m\u00fcssen, wo sich unzul\u00e4nglich demokratisierte und autorit\u00e4re Elemente anma\u00dfen, ihre eigenen Wege einzuschlagen ungeachtet westlicher Ermahnungen, sich an Regeln zu halten, die der Westen in seinem Interesse als allgemein verbindliche im \u201eRest der Welt\u201c durchsetzen will. Dieser herablassend genannte \u201erest of the world\u201c umfa\u00dft mehr als Zwei Drittel s\u00e4mtlicher V\u00f6lker und Staaten, die ihre Bestimmung nicht mehr darin erkennen wollen, in der westlichen Wertegemeinschaft ihren Erziehungsberechtigten anzuerkennen. Der Westen ist eine Minderheit, deren politische, \u00f6konomische und milit\u00e4rische Bedeutung schwindet. \u00dcberall sind V\u00f6lker, Nationen oder Staaten darum bem\u00fcht, ihre Selbst\u00e4ndigkeit und Souver\u00e4nit\u00e4t zu wahren, sie besinnen sich auf ihre Kultur, ihre Geschichte und ihre Identit\u00e4t, um m\u00f6glichst unverwechselbar zu bleiben. Damit stehen sie im Gegensatz zum Westen. Der m\u00f6chte Nationen und Kulturen vergemeinschaften; denn sie stehen der Einheit der Welt in einer Weltordnung im Wege, die alle Besonderheiten \u00fcberwinden und unsch\u00e4dlich machen mu\u00df, die der gebotenen Vereinheitlichung im westlichen Sinn widersprechen.<\/p>\n<p>Der Westen, die USA, die Nato und die EU, die gemeinsam der einen Menschheit die Richtung weisen wollen, in die sie sich nach seinen Vorstellungen bewegen soll, haben deshalb jede Beziehung zur Wirklichkeit verloren, was Emmanuel Todd bek\u00fcmmert. Die Welt, wie sie ist und zu der sie in ihren heutigen Verh\u00e4ltnissen geworden ist, begreift sich au\u00dferhalb der westlichen Wertegemeinschaft als multipolar und vielgestaltig. Erstaunlicherweise setzt sich aber der antinationale Westen mit Waffen, Geld und wehrert\u00fcchtigenden Spr\u00fcchen f\u00fcr die Verteidigung einer Nation ein, der von einer starken ethnischen Minderheit gepr\u00e4gt ist, wenn man die kulturell verwandten Russen als solche bezeichnen will, n\u00e4mlich f\u00fcr die Ukraine. In diesem Land, in dem oppositionelle Parteien verboten, Minderheiten ihre Rechte verlieren und selbst in die Religion eingegriffen wird, um sie politisch unsch\u00e4dlich zu machen, gehe es, wie lautstark versichert wird, um die h\u00f6chsten Werte des Westens, um Demokratie und Freiheitsrechte. Diese werden, worauf Emmanuel Todd unerschrocken hinweist, im Westen ununterbrochen um- und abgewertet, was die ideologische Rechtfertigung des westlichen Auftrages, \u00fcberall als K\u00e4mpfer f\u00fcr umfassende Demokratisierung eingreifen und f\u00fcr eine auf Regeln basierte Ordnung sorgen zu m\u00fcssen, recht fragw\u00fcrdig macht.<\/p>\n<p><em>Der Westen b\u00fc\u00dft die letzten Reste von Vertrauensw\u00fcrdigkeit ein<\/em><br \/>\nIm Westen lebt man l\u00e4ngst in postliberalen, poststaatlichen und postdemokratischen Zeiten. Meinungsf\u00fchrer, ob als Politiker oder \u201eExperte\u201c in den Medien, die sogenannten Eliten und \u201egestaltenden\u201c Kr\u00e4fte, mi\u00dftrauen dem Volk und den W\u00e4hlern, die angeblich gar nicht f\u00e4hig sind, die komplizierten Herausforderungen, auf die es immer nur eine \u2013 alternativlose \u2013 Antwort gibt, zu verstehen. Sie m\u00fcssen deshalb dazu erzogen werden, in den Verordnungen und Ma\u00dfnahmen der Herrschenden die sich darin bekundende praktische Vernunft anzuerkennen und sich einzuordnen in die beste aller Welten, wie sie ihnen von Kompetenztr\u00e4gern organisiert wird. Die angeblich freie Welt der wahrhaften und wehrhaften Demokraten gleicht der gelenkten Demokratie Putins, ohne aber deren praktische Effizienz zu erreichen. Ru\u00dfland ist keineswegs in ein wildes Chaos zur\u00fcckgefallen, sondern es findet au\u00dferhalb des Westens im \u201eRest der Welt\u201c mehr oder weniger unverhohlene Unterst\u00fctzung, weshalb der versuchte Weltkrieg mit Wirtschaftssanktionen, Ru\u00dfland zu isolieren und westlichen Diktaten zu unterwerfen, gescheitert ist.<\/p>\n<p>Der Westen, der von Werten und Rechten und Menschenw\u00fcrde dauernd redet, kann damit nicht die geistige Leere und die Weltfremdheit seiner Ordnungsideen kaschieren, seinen offenkundigen Nihilismus und die Nichtigkeit seiner Versuche, die Welt f\u00fchren zu wollen. Er verf\u00fcgt \u00fcber keine kollektiven Glaubenss\u00e4tze mehr, die ein gemeinsames Wollen in einem konkreten Staat mit einem bestimmten Staatsvolk in \u00dcbereinstimmung mit einer jeweils eigenen Kultur und Geschichte erm\u00f6glichten. Mit der Vertreibung der Geschichte und des jeweils Besonderen aus seiner Welt fiel der Westen aus der Wirklichkeit, verlor jeden Wirklichkeitssinn und richtete sich in einem Wolkenkuckucksheim ein, in dem er der Welt abhanden gekommen ist. Der Krieg in der Ukraine h\u00e4ngt unmittelbar mit dem westlichen Nihilismus zusammen. Die bellizistischen Redensarten der m\u00e4chtigen L\u00e4rmtrompeten des Nichts sind nur Ausdruck der Macht- und Hilflosigkeit. Der Westen b\u00fc\u00dft die letzten Reste von Vertrauensw\u00fcrdigkeit ein, w\u00e4hrend Ru\u00dfland Sympathien weckt und Sympathisanten findet.<br \/>\nAls Ergebnis der Niederlage des Westens erwartet Emmanuel Todd, w\u00e4hrend des Zerfalls der EU, eine Ann\u00e4herung der Deutschen an die Russen, die beide einander gut erg\u00e4nzen, und einen Allianzwechsel Israels, das f\u00fcr seine Sicherheit die Vorteile erkennt, die ihm ein gutes Verh\u00e4ltnis mit den Russen verschafft, die zu den islamischen V\u00f6lkern ein weniger unberechenbares und aufgeregtes Verh\u00e4ltnis unterhalten als die USA. Emmanuel Todd hatte 1976 sehr genau den nahenden Zusammenbruch der Sowjetunion beschrieben, 2002 mit seinem Nachruf auf die USA erl\u00e4utert, warum es auf die angeblich unersetzliche Macht nicht weiter ankomme. Jetzt analysiert er das Scheitern des Westens und mit ihm der EU, die im Westen aufging und nur jenseits des herk\u00f6mmlichen Westens eine Zukunft haben wird. Die Ukraine hat gar keine. Dieses im Augenblick f\u00fcr die herrschende Meinung sehr ungew\u00f6hnliche Buch verdient Aufmerksamkeit und vor allem eine \u00dcbersetzung. Letztere ist f\u00fcr Mitte Oktober 2024 im Frankfurter Westend-Verlag angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><em>Emmanuel Todd: La d\u00e9faite de l\u2019Occident. <\/em><br \/>\n<em>\u00c9ditions Gallimard, Paris 2024, gebunden, 370 Seiten, 23 Euro<\/em><\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 21. Juni 2024 von Eberhard Straub bitte lesen in der JF 26\/24, Seite 21<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Dr. habil. Eberhard Straub war Historiker und Publizist (1940\u20132024). Die vorliegende Rezension erreichte die Redaktion vor seinem Tod am 23. Mai.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Postnational bedeutet postdemokratisch<\/strong><br \/>\nDas postnationale Zeitalter, das viele Intellektuelle herbeisehnen, ist zwangsl\u00e4ufig auch ein postdemokratisches Zeitalter. Der Sozialismus braucht ein Imperium, um sich dauerhaft vom Wettbewerb abschirmen zu k\u00f6nnen, ein Weg der zunehmend auch von der EU eingeschlagen wird. An die Stelle des Rechtstaates tritt dann nicht das Paradies, sondern Totalitarismus und Clan-Herrschaft.<\/p>\n<p>\u201eDas Dilemma ist offenkundig: Der Nationalstaat ist noch nicht tot genug, um das postnationale Zeitalter auszurufen\u201c, erkl\u00e4rte die Wochenzeitung DIE ZEIT bedauernd im Juni 2000. Seit damals ist viel geschehen, um den ungeliebten Nationalstaat endlich \u00fcber die Klippe gehen zu lassen. \u201eOffene Grenzen\u201c in Europa gelten als gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft und nationale Grenzkontrollen als R\u00fcckfall in d\u00fcstere Zeiten. Derzeit wird wieder einmal der Versuch einer gemeinsamen europ\u00e4ischen Fl\u00fcchtlingspolitik unternommen, der prompt ein nationales Referendum dagegen in Polen zur Folge hat. Die EU hat den Green Deal ausgerufen, dessen Umsetzung in ganz Europa zu Protesten f\u00fchrt und den Aufstieg von Protestparteien bef\u00f6rdert. Schlie\u00dflich soll die Gesundheitspolitik in Pandemiezeiten durch einen neuen Vertrag und eine \u00c4nderung der internationalen Gesundheitsvorschriften in die H\u00e4nde der WHO gelegt werden, einer Organisation, deren Entscheidungsprozesse weder transparent noch demokratisch legitimiert sind. Eines der Grundprobleme Europas ist, dass das \u2013 zumindest von den Entscheidungstr\u00e4gern und Meinungsf\u00fchrern \u2013 ersehnte postnationale Zeitalter eine Schim\u00e4re ist und der Weg dorthin in eine politische Sackgasse f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine g\u00e4ngige historische Erz\u00e4hlung ist, dass der Nationalstaat in die Katastrophe des 20. Jahrhunderts gef\u00fchrt habe. Das ist falsch. Der Historiker Richard Overy hat sehr \u00fcberzeugend dargelegt, dass der gemeinsame Nenner der Nationalsozialisten, der italienischen Faschisten und der japanischen Militaristen die tiefsitzende \u00dcberzeugung war, dass der Nationalstaat die sozialen und \u00f6konomischen Probleme der Zeit nicht l\u00f6sen k\u00f6nne und deshalb imperiale Gro\u00dfraumpolitik n\u00f6tig sei. Alle drei tr\u00e4umten von einem gro\u00dfen Kolonialreich, wie es die Briten und Franzosen besa\u00dfen, nur dass sie es in n\u00e4chster N\u00e4he errichten wollten und mit einer auf Blut und Boden beruhenden Agrarromantik verbanden.<br \/>\n.<br \/>\nDemokratie und Nationalstaat sind nicht zuf\u00e4llig gleichzeitig entstanden<br \/>\nDas Ungl\u00fcck des 20. Jahrhunderts lag nicht im Nationalstaat, sondern im Imperialismus. Der Nationalstaat ist als Konzept nicht expansiv, sondern defensiv. Er verbindet das Prinzip des Territorialstaates mit einer gemeinsamen nationalen Identit\u00e4t seiner B\u00fcrger. Ein Nationalstaat, der sich Regionen anderer Nationen aneignet und koloniale \u00dcberseegebiete erwirbt, verliert seinen Charakter als Nationalstaat und wird zu einem multinationalen Gro\u00dfreich. F\u00fcr Nationalstaaten gilt die Aussage Bismarcks nach der Gr\u00fcndung des Deutschen Reiches 1871, dieses sei \u201esaturiert.\u201c Die imperiale Versuchung gef\u00e4hrdet den Nationalstaat in seiner politischen Stabilit\u00e4t, seiner Identit\u00e4t und letztendlich auch in seiner wirtschaftlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>Nationalstaat und Demokratie sind zwei Seiten der selben Medaille. Der Territorialstaat des Absolutismus konnte kulturell und national sehr verschiedene Territorien umfassen. Der Kurf\u00fcrst von Sachsen konnte gleichzeitig der K\u00f6nig von Polen sein, der Herzog von Hannover K\u00f6nig von England und die Habsburger \u00d6sterreich, Ungarn, Spanien und das heutige Belgien unter einer Krone vereinigen. In einem politischen System, in dem der Herrscher mit Recht erkl\u00e4ren kann \u201eDer Staat bin ich\u201c, muss es kein Staatsvolk geben. Das wandelte sich in dem historischen Moment, im dem das \u201eVolk\u201c selbst der Souver\u00e4n wurde. Demokratie und Nationalstaat sind nicht zuf\u00e4llig gleichzeitig entstanden, sondern aus innerer Notwendigkeit. Das postnationale Zeitalter, das viele Intellektuelle herbeisehnen, ist zwangsl\u00e4ufig auch ein postdemokratisches Zeitalter.<\/p>\n<p>Dasselbe gilt auch f\u00fcr den Liberalismus. Im 19. Jahrhundert waren Liberalismus, Demokratie und Nation ein untrennbares politisches Dreigestirn. Nationalliberalismus nannte sich schlie\u00dflich die st\u00e4rkste politische Kraft im Bismarck-Reich. Im Grunde ist das aber ein Pleonasmus wie \u201ewei\u00dfer Schimmel\u201c. In der Praxis war jeder politische Liberalismus ein nationaler Liberalismus. Es ist kein Zufall, dass die Nationalbewegung und der Liberalismus in Deutschland fast deckungsgleich waren. Die Grundideen des Liberalismus, n\u00e4mlich Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wettbewerb und individuelle Freiheit sind so eng mit dem Nationalstaat als Basis, Form und Garant dieser Ordnung verbunden, dass jedes postnationale Zeitalter zwangsl\u00e4ufig auch ein postliberales Zeitalter sein wird.<\/p>\n<p>Warum wollen Sozialisten den Nationalstaat \u00fcberwinden?<br \/>\nDer Nationalstaat hat ohne Zweifel die Tendenz, zum Wohlfahrtsstaat zu werden. Es gibt aber gute Gr\u00fcnde, warum Sozialisten fast immer zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sie den Nationalstaat \u00fcberwinden m\u00fcssen, um den wahren Sozialismus zu schaffen. Das liegt am Wettbewerb zwischen den Nationalstaaten. Ein Nationalstaat kann sich f\u00fcr eine gewisse Zeit eine \u00fcberbordende B\u00fcrokratie, Umverteilung, hohe Steuern und staatliche Unternehmen leisten. Das f\u00fchrt aber dazu, dass er im Wettbewerb mit anderen Nationalstaaten immer weiter zur\u00fcckf\u00e4llt, Investoren das Land meiden, die Zinsen f\u00fcr seine Anleihen steigen und schlie\u00dflich Reformen erzwungen werden. Das Grundproblem der EU und der Eurozone besteht genau darin, dass durch B\u00fcrgschaften und Transferzahlungen dieser Anpassungsmechanismus au\u00dfer Kraft gesetzt wurde.<\/p>\n<p>Sozialismus braucht ein Imperium, um sich dauerhaft vom Wettbewerb abschirmen zu k\u00f6nnen, deshalb setzen die Sozialisten aller L\u00e4nder auf \u201eEuropa\u201c, \u201eglobale L\u00f6sungen\u201c, die \u201eWeltregierung\u201c und die \u00dcberwindung des Nationalstaates. Solange es unabh\u00e4ngige Nationalstaaten gibt, wird es immer freiheitliche Inseln geben, die so erfolgreich sind, dass sie den B\u00fcrgern anderer Staaten das Scheitern ihrer Regierung deutlich vor Augen f\u00fchren. Der massive Wettbewerbsdruck durch Westdeutsche und Japaner zwang die Briten in den 1980er Jahren zu einschneidenden Reformen. Die pure Existenz der Bundesbank mit ihrer Hochzinspolitik zwang selbst Mitterands Sozialisten dazu, gro\u00dfe Teile ihrer linken Agenda \u00fcber Bord zu werfen. Das war im \u00dcbrigen der Grund, warum \u2013 aus franz\u00f6sischer Sicht \u2013 die D-Mark dem Euro weichen musste.<\/p>\n<p>Es ist aber nicht m\u00f6glich, den Nationalstaat abzuwickeln und Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft zu bewahren. Die zwei gro\u00dfen Bedrohungen der Freiheit sind Totalitarismus und Tribalismus. Transnationale Superstaaten und transnationale Organisationen k\u00f6nnen sich weitgehend der demokratischen Kontrolle entziehen, der B\u00fcrger kann sich deren Kontrolle ohne den Schutzschirm der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t aber kaum entziehen. Der Tribalismus ist die soziale Organisation, die sich zwangsl\u00e4ufig durchsetzt, wenn sich die Institutionen des Nationalstaates aufl\u00f6sen. An die Stelle des Rechtsstaates tritt dann das Faustrecht, ausge\u00fcbt von Clans, Warlords und der organisierten Kriminalit\u00e4t. Wo die Nation und nationale Grenzen geschleift werden, siegt nicht das Individuum, sondern der Tribalismus.<\/p>\n<p>Ein Hort fast totaler Sozialkontrolle<br \/>\nPr\u00e4moderne Stammesgesellschaften waren ein Hort fast totaler Sozialkontrolle durch die Sippe und den Clan. Strafen waren drakonisch, \u00fcber Ehe entschied das eherne Prinzip der Verwandtschaft und \u00fcber das Gewissen Ritual und Religion. Die kollektivistischen Ideologien des 20. Jahrhunderts k\u00f6nnen als der Versuch gedeutet werden, zu diesem Zustand totaler Sozialkontrolle zur\u00fcckzukehren. Der Mensch ist nicht von Natur aus frei, von Natur aus liegt der Mensch in Fesseln. Der Mensch lebt nicht in nat\u00fcrlichem Wohlstand, sondern der nat\u00fcrliche Zustand ist Armut und Elend. Freiheit und Wohlstand sind nicht die Errungenschaft der Natur, sondern der Zivilisation, und vor allem der westlichen Zivilisation. Der Postkolonialismus besitzt nur deshalb diese \u00dcberzeugungskraft, weil er die Zust\u00e4nde in der pr\u00e4kolonialen Zeit weitgehend ignoriert, verharmlost und romantisiert.<br \/>\nEin Stamm ist keine Nation. Das Grundprinzip ist ein v\u00f6llig anderes. Die Nation ist von ihrer Grundidee her die Gemeinschaft von freien Staatsb\u00fcrgern mit gleichen Rechten und Pflichten. Der Historiker Hans Kohn hat darauf hingewiesen, dass die Genese von Individualismus und Nation weitgehend parallel verl\u00e4uft und sich gegenseitig bedingt. In seiner rudiment\u00e4ren Form zeichnet es sich ab im alten Israel und der griechischen Polis. Die Nation ist kein Stammesverband, sondern sie ist die \u00dcberwindung des Stammesverbandes. Dass wir die Gefahren, die von Clans in unserer Gesellschaft ausgehen, so lange untersch\u00e4tzt haben, liegt darin, dass wir uns kaum mehr in Gesellschaften hineinversetzen k\u00f6nnen, die sich nicht an Nation und Individuum orientieren, sondern an Stamm und Sippe. Die Abschaffung der Nationen bedeutet nicht die Befreiung des Individuums, sondern sein Ende. Nationalstaat, Demokratie und Freiheit sind keine Gegens\u00e4tze, sondern sich gegenseitig bedingende und gegenseitig stabilisierende historische Kr\u00e4fte.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.10.2023 von Gerard B\u00f6kenkamp bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/postnational_bedeutet_postdemokratisch\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/postnational_bedeutet_postdemokratisch<\/a><\/p>\n<p><em>Dr. G\u00e9rard B\u00f6kenkamp, geb. 1980, ist Historiker und Autor. F\u00fcr seine Doktorarbeit mit dem Titel \u201eDas Ende des Wirtschaftswunders\u201c wurde er 2011 mit dem Europapreis des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) ausgezeichnet.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nZum Thema \u201cTribalismus\u201d empfehle ich regelm\u00e4\u00dfig \u201cDie Horde Mensch, Individuum und Gruppenverhalten\u201d von Marsh\/Morris. Im Buch wird genau aufgearbeitet, wie der Mensch auch in modernen Staaten zur Stammesbildung neigt. Das Funktionieren eines modernen Staates ist deshalb m\u00f6glich, weil das naturgegebene Stammesdenken des Menschen ausgedehnt wird auf die nationale Gemeinschaft. Diese muss dann \u00fcber dem jeweiligen \u201cmodernen Stamm\u201d stehen, sei dieser die gr\u00f6\u00dfere Verwandtschaft, der Fu\u00dfballverein, die Kirchengemeinde usw.. Ich hatte mich einmal etwas l\u00e4nger mit einem nach Deutschland ausgewanderten Afrikaner \u00fcber die spezifischen Probleme Afrikas unterhalten. Er betonte mehrfach, das Hauptproblem afrikanischer Gesellschaften w\u00e4re das Denken in Familienclans und St\u00e4mmen, die vom Individuum vor den Staat gesetzt werden w\u00fcrden, weshalb der Staat dadurch in der Regel schlecht funktioniere. Die Vorstellung, der Stamm \u201cglobaler Menschen\u201d k\u00f6nne eine \u00e4hnlich bindende Kraft haben wie das Nationalbewusstsein, das sich in europ\u00e4ischen Staaten immerhin schon lange herausgebildet hat, halte ich f\u00fcr illusion\u00e4r. Wenn die Menschen aufh\u00f6ren, sich als Teil der Gesellschaft zu sehen und sich nur noch in kleinen Einheiten organisieren, wird der Staat dysfunktional. Dann fallen wir zur\u00fcck hinter die Errungenschaften von vor 1871, alles zerf\u00e4llt und Anarchie tritt an die Stelle der heutigen Ordnung. In \u201cfailed states\u201d kann man sich heute schon ansehen, wie es ist, wenn keine staatliche Ordnung mehr marodierende Clans im Zaum h\u00e4lt. Ein einziger Alptraum f\u00fcr die Menschen. S.Sch.<br \/>\n.<br \/>\nDemokratie funktioniert nur in kleinen \u00fcberschaubaren Einheiten, wo die Menschen von ihren Entscheidungen auch nur selbst betroffen sind. Alles andere f\u00fchrt automatisch in die Diktatur, denn dort wo Menschen dar\u00fcber entscheiden, wie andere zu leben haben, wird es automatisch zum Zwang. Es ist wirklich so simpel. Wir haben hier keine Demokratie. Nur weil man etwas irgendwie nennt, muss es das ja noch nicht sein. Die Demokratie stammt aus dem alten Griechenland. Da wurde sie in kleinen Stadtstaaten angewendet, wo alle von den Entscheidungen gleicherma\u00dfen betroffen waren. In der Schweiz mit ihrer Basisdemokratie wird das auch noch in etwa so praktiziert. In allen anderen Staaten mit parlamentarischer Demokratie, wo im Vorfeld nur wenige Entscheider aus dem gesamten Pool heraus nach vorne gestellt werden, wird die Demokratie alsbald entkernt. Je gr\u00f6\u00dfer das Land bzw. seine Bev\u00f6lkerung, desto problematischer wird dieser Ansatz und desto weniger ist es noch Demokratie im eigentlichen Sinne. Wir brauchen zwingend Dezentralisierung. Auch und ganz besonders politisch. Daf\u00fcr ist der Nationalstaat als noch einigerma\u00dfen demokratisch verwaltbare Gr\u00f6\u00dfe unabdingbar. Eine globale Demokratie kann nicht funktionieren. Darum tun sich die vereinten Nationen auch so schwer mit ihrer Aufgabe. R.P.<br \/>\n.<br \/>\nEine fanatisch-ideologisierte bildungsferne Polit-MiPo &#8211; \u00fcberwiegend bestehend aus \u201eDi\u00e4tenempf\u00e4nger\u201c &#8211; wird niemals eine freiheitlich-demokratische Werteordnung akzeptieren. Die global organisierte kulturfremde Durchmischung organisch gewachsener Ethnien (Transhumanismus genannt) f\u00fchrt in Richtung Sodom &amp; Gomorra. Einzig tr\u00f6stlich die Tatsache: die selbsternannten \u201eEliten\u201c sind Teil des Untergangs! L.W.<br \/>\n.<br \/>\nPostnational bedeutet tats\u00e4chlich postdemokratisch. In einer Stammesgesellschaft aus verfeindeten St\u00e4mmen muss man das Leben \/ \u00dcberleben tats\u00e4chlich \u201cjeden Tag neu aushandeln\u201d. Das Aushandeln an sich w\u00e4re demokratisch: \u201cWir stimmen demokratisch \u00fcber die Jungfr\u00e4ulichkeit deiner Tochter ab.\u201d Eine undemokratische Mehrheit kann die Demokratie demokratisch abw\u00e4hlen. Wir w\u00e4ren wieder wie in der Weimarer Republik, der \u201cDemokratie ohne Demokraten\u201d. Die von Linken &amp; Globalisten herbei gesehnte Weimarer Republik II w\u00e4re nur das Vorspiel f\u00fcr eine totalit\u00e4re Macht\u00fcbernahme. Der st\u00e4rkste Stamm w\u00fcrde die Macht ergreifen. Alle Propagandisten anti-nationalstaatlicher Ideologien geh\u00f6ren wegen Hochverrates angeklagt. Den Staat zerst\u00f6ren zu wollen ist Hochverrat.<br \/>\nMan sollte diesen Artikel allen EU-Abgeordneten &amp; f\u00fchrenden deutschen Politikern senden. Die Kerngedanken dieses Artikels reichen aus, um die unzeitgem\u00e4\u00dfen anti-nationalstaatlichen Ideologien zu demontieren. Die Staaten Afrikas sind bis heute Stammesgesellschaften. Wollen wir afrikanische Zust\u00e4nde? Die Versuche der Linken &amp; Globalisten die Nationalstaaten und die durch die Jahrhunderte organisch gewachsenen nationalen Kulturen zu zerst\u00f6ren sind ein unvergleichliches Verbrechen, schon weil sie die Grundlage der modernen Zivilisation angreifen. Das Konzept des \u201ct\u00e4glich neu Aushandelns\u201d zwischen den einzelnen St\u00e4mmen Deutschlands ist eine Zumutung: \u201cEin bisschen mehr Scharia, ein bisschen weniger Menschenrechte.\u201d Die Verfechter der anti-nationalstaatlichen Ideologien framen sich als progressiv. Sie sind nicht progressiv. Die kollektivistischen Ideologien haben sich schon im 20 Jahrhundert als blutige Sackgassen erwiesen. T.S.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>d Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Thilo Sarrazin: Die R\u00fcckkehr des Nationalstaats\u00a0(12.1.2026) \u201eKulturkompass\u201c der EU: Wie Apparatschiks die Kultur zurichten wollen\u00a0(20.11.2025) Schicksalstag 9. November 1989\u00a0(14.11.2025) Nationalfeiertag am 3.10.2025\u00a0(3.10.2025) Endlich: Der IGH der UN als \u201eWeltgericht\u201c rettet das Weltklima\u00a0(28.7.2025) Endlich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/national\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":69744,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-115822","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115822"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144070,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115822\/revisions\/144070"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/69744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}