{"id":113936,"date":"2023-07-24T13:06:05","date_gmt":"2023-07-24T11:06:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=113936"},"modified":"2023-11-27T22:19:51","modified_gmt":"2023-11-27T21:19:51","slug":"elitenwechsel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/elitenwechsel\/","title":{"rendered":"Elitenwechsel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a> &gt;<a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/\">Gesellschaft<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/eliten\/\">Eliten<\/a> &gt;Elitenwechsel<\/p>\n<div id=\"attachment_113235\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eichen-gesund-krank-pan230624.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-113235\" class=\"size-full wp-image-113235\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eichen-gesund-krank-pan230624.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eichen-gesund-krank-pan230624.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eichen-gesund-krank-pan230624-180x111.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-113235\" class=\"wp-caption-text\">Abgestorbene Eiche beim Wangler-Kreuz am 24.6.2023<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/neue-partei-krall-und-maassen\/\">Neue Partei: Krall und Maa\u00dfen<\/a>\u00a0(28.11.2023)<\/li>\n<li>Die Diktatur der &#8222;gesellschaftlichen Funktionseliten&#8220; (23.7.2023)<\/li>\n<li>Elitenwechsel in totalit\u00e4ren wie demokratischen Systemen (21.7.2023)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/akademikerschwemme\/\">Akademikerschwemme<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Aktivisten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/aktivisten\/\">Aktivisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsprekariat\/\">Bildungsprekariat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/elitenkritik\/\">Elitenkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/establishment\/\">Establishment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/netzwerke\/\">Netzwerke global<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/\">Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsquote\/\">Staatsquote<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Diktatur der &#8222;gesellschaftlichen Funktionseliten&#8220;<\/strong><br \/>\n<strong>Wollt ihr die totale Macht? Die Fortsetzung Teil II<\/strong><br \/>\n&#8230; Wobei Eliten hier ganz klar im Sinne von \u201egesellschaftlichen Funktionseliten\u201c verstanden werden muss, denn elit\u00e4r im urspr\u00fcnglichen Sinne ist an diesen Personen schon lange nichts mehr. Und dieses Problem ist viel gr\u00f6\u00dfer, als den meisten Menschen vermutlich bewusst ist, denn erstens finden sich diese \u201egesellschaftlichen Funktionseliten\u201c mittlerweile nicht nur in der Politik, sondern zun\u00e4chst von den Politikern und dann in zunehmendem Ma\u00dfe durch selbstverst\u00e4rkende Prozesse installiert, in allen gesellschaftlichen Bereichen wie der Exekutive (Polizei u.\u00e4.), der Justiz, den Medien und ganz massiv auch in der Wissenschaft.<br \/>\nUnd zweitens sind die aktuellen \u201egesellschaftlichen Funktionseliten\u201c nicht nur intellektuell, sondern vor allem auch charakterlich ungeeignet, die Positionen, die sie besetzen, auszuf\u00fcllen, ohne erheblichen Schaden anzurichten.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWarum geht es um <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/totalitarismus\/\">Totalitarismus<\/a>?<br \/>\nWer nun einwenden m\u00f6chte, dass das, was ich bisher ausgef\u00fchrt habe, noch lange kein Totalitarismus sei, schlie\u00dflich werde niemand f\u00fcr seine Meinung ins Gef\u00e4ngnis geworfen oder auf offener Stra\u00dfe erschossen, dem sei die Totalitarismus-Definition der deutschen Wikipedia, die bekanntlich jeglicher konservativer oder gar \u201crechter\u201d Umtriebe unverd\u00e4chtig ist, ans Herz gelegt: \u201cTotalitarismus bezeichnet eine politische Herrschaft mit einem uneingeschr\u00e4nkten Verf\u00fcgungsanspruch \u00fcber die Beherrschten, auch \u00fcber die \u00f6ffentlich-gesellschaftliche Sph\u00e4re hinaus in den pers\u00f6nlichen Bereich. Ihr Ziel ist die umfassende Durchsetzung ihres Wertesystems. Im Unterschied zu einer autorit\u00e4ren Diktatur strebt der Totalitarismus an, in alle sozialen Verh\u00e4ltnisse hineinzuwirken, oft verbunden mit dem Anspruch, einen \u201eneuen Menschen\u201c gem\u00e4\u00df einer bestimmten Ideologie zu formen.\u201d (Meine Hervorhebungen.)<br \/>\nGenau das ist es, was Politiker wie Robert Habeck, Cem \u00d6zdemir und wie sie alle hei\u00dfen gemeinsam mit ihren Unterst\u00fctzern aus Justiz, Medien und Wissenschaft machen \u2013 sie zwingen ihre Ideologie den Menschen in allen Lebensbereichen bis in die hintersten und intimsten Winkel des Privatlebens auf, sei es, was Menschen noch essen d\u00fcrfen, wie sie heizen d\u00fcrfen, wie sie sprechen d\u00fcrfen, ja letztlich was \u00fcberhaupt noch erlaubt ist zu denken.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.7.2023 von Andreas Zimmermann bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/wollt-ihr-die-totale-macht-2\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/wollt-ihr-die-totale-macht-2\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wollt_ihr_die_tootale_macht\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wollt_ihr_die_tootale_macht<\/a><br \/>\n<em>\u00a0.<\/em><br \/>\n<em>Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule. Er schreibt hier unter einem Pseudonym.<\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Elitenwechsel in totalit\u00e4ren wie demokratischen Systemen<\/strong><br \/>\n<strong>Neue politische Ideologien brachten immer neue Feudalhierarchien<\/strong><br \/>\nEntgegen dem sozialistischen Ideal von der Gleichheit der Lebensbedingungen aller Menschen (gleiche Teilhabe) bilden sich in allen gesellschaftlichen Gruppen und deshalb auch in der Gesamtgesellschaft Schichtenstrukturen heraus, z. B. eine Oberschicht, eine Mittelschicht und eine Unterschicht.<br \/>\nDas hat mit der biologischen Ungleichheit der Menschen zu tun. Manche sind kl\u00fcger als der Durchschnitt und erreichen dadurch mehr; \u2013 andere wiederum sind flei\u00dfiger und t\u00fcchtiger als andere und erreichen deshalb mehr; \u2013 viele suchen Erfolg in praktischen Berufen und erreichen dadurch wirtschaftlich mehr, w\u00e4hrend andere die Arbeit meiden, ein bequemes Leben suchen und deshalb wirtschaftlich zur\u00fcckbleiben. Viele Millionen bei uns haben sich aber auch von der Arbeit verabschiedet, wollen ideologische Tr\u00e4ume leben, ein bequemes Leben f\u00fchren oder wie die Millionen Immigranten lieber von staatlicher Rundumversorgung statt von eigener Arbeit leben. Viele flei\u00dfige Menschen haben sich in ihrem Leben eine eigene Wohnung erspart \u2013 die Mehrheit dagegen gibt ihr Einkommen anders aus, muss deshalb als Mieter in kleineren Wohnungen leben. Manche k\u00f6nnen sich ein teures Auto leisten, andere wiederum nicht.<\/p>\n<p>Keine Gleichheit der Lebensumst\u00e4nde<br \/>\nEs gibt keine Gleichheit der Lebensumst\u00e4nde, weil die Menschen unterschiedlich begabt, flei\u00dfig, sparsam, motiviert sind und unterschiedlich wirtschaftlich denken. Trotz aller Rufe nach sozialer Gerechtigkeit ist also Gleichheit der Lebensbedingungen keine Gerechtigkeit. Kanzler Helmut Schmidt hat dies einmal treffend ausgedr\u00fcckt: Meine Genossen wollen im Wettlauf, dass alle gleich ankommen, statt dass sie gleichzeitig starten d\u00fcrfen.<br \/>\nAuch Ungerechtigkeiten des Lebens schaffen Ungleichheiten der Lebensbedingungen: Krankheit, Scheidungen, Berufsprobleme oder einfach nur Lebenspech werfen viele Leute wirtschaftlich und gesellschaftlich zur\u00fcck, w\u00e4hrend andere \u2013 vielleicht unverdientes \u2013 Gl\u00fcck im Beruf, in der Partnerwahl, mit ihrer Gesundheit oder in ihren Netzwerken haben und dadurch gesellschaftliche Vorteile erreichen.<br \/>\nDass Menschen ungleich sind, setzt nicht nur unser Bildungssystem mit der Zensurengebung voraus, sondern auch etwa der Sport mit den Wettk\u00e4mpfen, mit Sieg oder Niederlage je nach Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Politischer Trend zum Feudalismus<br \/>\nDie unterschiedlichen menschlichen Eigenschaften und Lebensbedingungen haben in jeder Gesellschaft zu unterschiedlichen Einkommen, Positionen und gesellschaftlicher Stellung gef\u00fchrt, die Marx als \u201eKlassenkampf\u201c sah, das 19. Jahrhundert als \u201eSt\u00e4nde\u201c (z.B. Mittelstand) und die Soziologie heute als Schichten: Oberschicht \u2013 Mittelschicht \u2013 Unterschicht.<br \/>\nStreitig ist geblieben, ob die demokratischen Prinzipien der Rechtsgleichheit jedes B\u00fcrgers und gleichen Wahlrechts auch zu gleicher politischer Mitbestimmung aller B\u00fcrger gef\u00fchrt haben oder ob die Macht im Staate unterschiedlich verteilt ist oder sogar bei ganz anderen M\u00e4chten oder Kr\u00e4ften als dem B\u00fcrger und der Regierung liegt. Es gab und gibt immer und auch heute einen politischen Trend zum Feudalismus.<br \/>\nSeit Karl der Gro\u00dfe die freien und gleichen Sachsen besiegt und das r\u00f6mische Recht eingef\u00fchrt hatte, geh\u00f6rte das Land nicht mehr den Bauern, sondern dem Kaiser. Er belehnte mit Land und Leuten seine Grafen, die wiederum den niederen Adel mit D\u00f6rfern und G\u00fctern einschlie\u00dflich der dazu geh\u00f6renden Menschen. Die Menschen waren deshalb 1000 Jahre in Deutschland unfrei. Der Adel war pers\u00f6nlich frei, hatte aber dem jeweiligen Lehnsherrn zu dienen, insbesondere Heeresfolge. Dem Kaiser- und Lehnsrecht unterstanden allerdings nach dem Investiturstreit nicht mehr die kirchlichen W\u00fcrdentr\u00e4ger. Sie unterstanden einem eigenen Kirchenrecht, waren ihren Kirchenf\u00fchrern unterworfen, bis Luther auch f\u00fcr die Pastoren die pers\u00f6nliche \u201eFreiheit des Christenmenschen\u201c durchgesetzt hat (ab 1517).<\/p>\n<p>Adelsfeudalismus als Hierarchie von oben nach unten<br \/>\nNur die freien Reichsst\u00e4dte bekamen vom Kaiser das B\u00fcrgerrecht. Ihre B\u00fcrger waren frei, so dass sich aus diesem B\u00fcrgertum im Laufe der Jahrhunderte zwischen Oberschicht und Unterschicht ein Mittelstand entwickelte, erst ein wirtschaftlicher Mittelstand (Gilden und Z\u00fcnfte), dann auch seit der Reformation ein Bildungsb\u00fcrgertum (Pastoren, Lehrer), das Deutschland immer mehr bestimmt und zum \u201eVolk der Dichter und Denker\u201c gemacht hat.<br \/>\nDennoch gab es bis 1918 unbestritten den St\u00e4ndestaat mit Adelsstand (Vorzugsberechtigungen im Milit\u00e4r, Zugang zu den F\u00fcrstenh\u00f6fen u.a.), Mittelstand (erst gewerblicher Mittelstand der Selbst\u00e4ndigen und dann zunehmend angestellter Mittelstand) und Unterschicht (erst die Landarbeiter, dann zunehmend die Fabrikarbeiter).<br \/>\nDas Adelsfeudalsystem beruhte auf dem Eigentum des Bodens, das vom Kaiser bzw. K\u00f6nig nur zur Nutzung verliehen wurde. Zunehmend wurden dann aber im Laufe der Jahrhunderte die Lehnsverh\u00e4ltnisse zu Eigentumsverh\u00e4ltnissen der Lehnstr\u00e4ger, insbesondere des Landadels. Da die landwirtschaftliche Produktion Haupterwerbsquelle f\u00fcr mehr als 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung war, spielte bis zum 17. Jahrhundert der Landadel als Oberschicht eine f\u00fchrende Rolle. Die Geschichtswissenschaft spricht deshalb vom Adelsfeudalismus, einer nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen und kulturellen Oberschicht, die hierarchisch von oben nach unten die gesamte Gesellschaft in Deutschland bis zum Ende des 1. Weltkrieges bestimmt hat.<\/p>\n<p>Das Dilemma der modernen Demokratien<br \/>\nIm Kampf gegen den Adelsfeudalismus haben liberale b\u00fcrgerliche Kreise und die Sozialisten als Vertreter der Unterschicht die Demokratie geschaffen. Diese schaffte das \u201eGottesgnadentum\u201c der Herrscher ebenso ab wie die Vorrechte des Geburtsadels, wollte gesellschaftliche Rechtsgleichheit und wirtschaftliche Chancengleichheit f\u00fcr alle garantieren. Das Dilemma der modernen Demokratien besteht jedoch darin, dass eine direkte Beteiligung der B\u00fcrger wie in der Schweiz bei 80 Millionen B\u00fcrgern nicht mehr m\u00f6glich ist, sondern die Demokratie nur indirekt \u00fcber gew\u00e4hlte Abgeordnete aufgebaut werden konnte. Diese Abgeordneten wurden jedoch immer weniger pers\u00f6nlich gew\u00e4hlt, sondern als Parteivertreter. Die Parteien wurden auch als parlamentarische Institutionen verankert (Art. 21 GG), so dass in allen modernen Staaten aus der direkten B\u00fcrgerdemokratie eine indirekte Parteiendemokratie wurde. Dies hat nat\u00fcrlich zu einer Machtverlagerung zugunsten der Parteif\u00fchrer \u00fcber die Gef\u00fchrten und somit zu einer Parteienhierarchie gef\u00fchrt.<br \/>\n<em><strong>Die italienischen Soziologen Pareto und Mosca haben in ihrer Theorie vom \u201eElitenkreislauf\u201c nachgewiesen, dass nicht nur in Diktaturen und Feudalsystemen, sondern auch in Demokratien immer F\u00fchrungseliten entstehen (ohne moralische Wertung), die die Macht in der Hand halten und damit praktisch f\u00fchren. Durch Wahlen kann in Demokratien ein Elitenwechsel friedlich gestaltet werden, in Diktaturen nur durch Revolutionen.<\/strong><\/em><br \/>\nIn allen Systemen f\u00fchrt eine F\u00fchrungselite, missbraucht aber die Macht f\u00fcr sich selbst statt f\u00fcr die B\u00fcrger. Mit Regierungswechsel und Elitenwechsel findet also nur ein Austausch von Eliten statt, die aber alle ihre Eigeninteressen und die Bed\u00fcrfnisse ihrer Anh\u00e4nger befriedigen wollen, bis sie durch Arroganz so unertr\u00e4glich werden, dass eine Gegenelite die Macht gewinnt (die dann aber genauso handelt).<\/p>\n<p>Unter dem Einfluss von Marx entwickelte sich so nach dem Adelsfeudalismus eine neue sozialistische Funktion\u00e4rselite, die nicht mehr behauptete, ihre Macht von Gott zu haben (\u201eGottesgnadentum\u201c), sondern \u201eim Namen des Volkes\u201c zu handeln. Dies f\u00fchrte bei zwei extrem sozialistischen Systemen in Russland und Deutschland zu sozialistischen Diktaturen, in den \u00fcbrigen L\u00e4ndern zur Vorherrschaft sozialistischer Ideen, Parteien und Eliten, so dass die Demokratie immer mehr zum Vorwand der Errichtung einer Herrschaft von Sozialfunktion\u00e4ren wurde. Ihr politisches Instrument war die Umverteilung von den Flei\u00dfigen und Besitzenden auf die minderbemittelten Volksschichten, von denen sie bei Wahlen ihre Stimmen erwarteten.<\/p>\n<p>Sozialfunktion\u00e4re haben die Staatszwecke auf Umverteilung umgestaltet<br \/>\nWar der Staat noch im Adelsfeudalismus auf Recht und Ordnung konzentriert und konnte sich deshalb mit 13 Prozent des Sozialprodukts begn\u00fcgen, nimmt der Sozialstaat als Umverteiler heute mehr als zwei Drittel des Sozialprodukts in Anspruch, haben die Sozialfunktion\u00e4re die Staatszwecke auf Umverteilung umgestaltet.<br \/>\nIm zweiten Schritt hat der Umverteilungs-Staat die Sozialleistungen von der Alimentation zum Rechtsanspruch und dadurch selbstverst\u00e4ndlich gemacht. Je mehr aber nicht nur jedem B\u00fcrger (B\u00fcrgergeld) und allen Immigranten in der Welt, die zu uns kommen, eine \u201egleiche Teilhabe\u201c und Rundumversorgung ohne Arbeit rechtlich zusteht, desto mehr kann auch politische Herrschaft nur noch auf neue Sozialleistungen begr\u00fcndet werden, weil die alten inzwischen selbstverst\u00e4ndlich geworden sind und nur neuen politischen Dank in Wahlen bringen.<br \/>\nEine neue Idee musste also her, die Menschen in Existenzangst und Panik zu versetzen, um sie politisch zu mobilisieren: Klimaangst, Arten- und Weltensterben. Die Mehrheit der W\u00e4hler glaubt inzwischen diese Parolen und hat den Elitenwechsel von roten zu gr\u00fcnen Funktion\u00e4ren aus Existenzangst gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Deutschland ist zum Vorreiter der \u201egr\u00fcnen Wende\u201c geworden<br \/>\nGetreu der Elitenwechsel-Theorie von Ricardo hat die neue gr\u00fcne Elite die Schaltstellungen des Staates mit (leider unqualifizierten) gr\u00fcnen Anh\u00e4ngern besetzt, ihnen Feudalstellungen (mit Beamtenrecht) geschaffen und so ohne R\u00fccksicht auf Realit\u00e4ten ihre gr\u00fcnen Tr\u00e4ume gesetzlich normiert.<br \/>\nDeutschland ist zum Vorreiter der \u201egr\u00fcnen Wende\u201c geworden. Am deutschen Wesen soll wieder die Welt genesen, obwohl unser CO2-Aussto\u00df nur 1,76 Prozent ausmacht \u2013 weniger als die H\u00e4lfte von dem, was allein China j\u00e4hrlich zus\u00e4tzlich ausst\u00f6\u00dft \u2013, soll die Umwelt durch deutschen R\u00fcckbau von Landwirtschaft, Industrie und Verkehr in Deutschland saniert werden, sollen die \u201eMenschen nichts mehr besitzen, aber gl\u00fccklich dar\u00fcber sein\u201c.<br \/>\nWenn eine Politik gegen die nationalen Existenzgrundlagen und den Wohlstand und gegen die Zukunft ihr eigenes Volk bewusst opfert und das Volk sogar durch Massenimmigration noch umvolkt, m\u00fcssen internationale Kr\u00e4fte dahinterstehen. Tats\u00e4chlich sind die hunderten gr\u00fcnen Denkfabriken, Zweckorganisationen (NGOs) und Politorganisationen \u00fcberwiegend von amerikanischen Multimilliard\u00e4ren und ihren Stiftungen gesteuert und finanziert.<\/p>\n<p>Das neue gr\u00fcne Feudalsysteme ist international<br \/>\nW\u00e4hrend n\u00e4mlich die alten Feudalsysteme national aufgebaut und begrenzt waren, ist das neue gr\u00fcne international gesteuert und der Nutzen global maximiert. Etwa Bill Gates hat nach Pressemitteilungen in 2022 an der Corona-Krise mehr als 100 Milliarden Dollar verdient. An der Deindustrialisierung Deutschlands und am Kampf gegen die deutschen Premium-Autos, gegen die bessere Atomtechnologie und gegen die deutsche Billigenergieversorgung durch Russland war immer schon die amerikanische Hochfinanz beteiligt. Ebenso sind die gr\u00fcnen Klimakleber und Klimapaniker nur Erf\u00fcllungsgehilfen internationaler Finanzgruppen.<br \/>\nDie Sinnlosigkeit, die deutsche Wirtschaft und den deutschen Wohlstand zu zerst\u00f6ren, um nicht einmal zwei Prozent der Weltemission damit zu ersparen (bei vielfach so hoher Zunahme in anderen Staaten), ebenso die mangelnde Qualifikation der Funktion\u00e4re der neuen gr\u00fcnen Elite sowie die R\u00fccksichtslosigkeit, mit der diese die Kostenbelastung und wirtschaftliche Enteignung der W\u00e4hler durchsetzen, werden aber wohl die Machtzeitdauer dieser gr\u00fcnen Elite verk\u00fcrzen. Ob sich dann die deutsche Wirtschaft und der deutsche Wohlstand aber von dieser Herrschaft noch einmal erholt, bleibt fraglich, denn es sind Langzeitschadenfolgen eingetreten, die sich vielleicht nicht mehr reparieren lassen.<br \/>\nIn den vergangenen Jahren dachten viele: \u201eEs geht uns doch so gut, egal, welche Regierung wir haben\u201c. Jetzt zeigt sich, dass eine einzige Regierung f\u00e4hig ist, die deutsche Wirtschaft und den deutschen Wohlstand abst\u00fcrzen zu lassen.<\/p>\n<p>Quittung f\u00fcr politisches Desinteresse<br \/>\nWir haben damit die Quittung f\u00fcr ein politisches Desinteresse, dass wir n\u00e4mlich geglaubt haben, unseren Wohlstand nur aus eigener T\u00fcchtigkeit erzielen zu k\u00f6nnen. Wir hatten verdr\u00e4ngt, dass unser erreichter Wohlstand wesentlich mit den politischen Rahmenbedingungen zu tun hatte. Bei vernichtenden politischen Rahmenbedingungen kann ein Unternehmer so gut sein, wie er will, er hat keine Chance mehr. Wenn Inflation unsere Lebensmittel verteuert, wir mit Heizungs\u00e4nderungs- und D\u00e4mmvorschriften wirtschaftlich teilenteignet werden, unsere Mieten durch eine von Massenimmigration selbst geschaffene Wohnungsnot explodieren und die Rezession bald hunderttausende von Arbeitspl\u00e4tzen kosten wird, merkt auch der private W\u00e4hler bald, dass ihn die Politik weit mehr kostet, als seine Gehaltserh\u00f6hungen ausgleichen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Feudalhierarchie des Adels dauerte 1000 Jahre, die des Sozialfeudalismus 100 Jahre, davon die sozialistischen Diktaturen in Russland nur 60, in Deutschland nur 12 Jahre bis zum Untergang. Die Gr\u00fcnen-Diktatur wird trotz internationaler Steuerung und Hilfe die k\u00fcrzeste aller Hierarchien werden.<br \/>\nDer Vorwurf unserer Generation an unsere Eltern nach 1945: \u201eWarum habt Ihr das geschehen lassen?\u201c trifft uns nun aber selber.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.7.2023 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/\">Eberhard Hamer<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.Mittelstandsinstitut-Niedersachsen.de\">https:\/\/www.Mittelstandsinstitut-Niedersachsen.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher \u00d6konom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstands\u00f6konomie. In den 1970er Jahren gr\u00fcndete er das privat gef\u00fchrte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und ver\u00f6ffentlichte \u00fcber 20 B\u00fccher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Engagement &gt;Demokratie &gt;Deutschland &gt;Gesellschaft &gt;Eliten &gt;Elitenwechsel &nbsp; Neue Partei: Krall und Maa\u00dfen\u00a0(28.11.2023) Die Diktatur der &#8222;gesellschaftlichen Funktionseliten&#8220; (23.7.2023) Elitenwechsel in totalit\u00e4ren wie demokratischen Systemen (21.7.2023) Akademikerschwemme Aktivisten Bildungsprekariat Elitenkritik Establishment Netzwerke global Staat Staatsquote &nbsp; Die Diktatur der &#8222;gesellschaftlichen Funktionseliten&#8220; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/elitenwechsel\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":21084,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-113936","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/113936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113936"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/113936\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117805,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/113936\/revisions\/117805"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}