{"id":110629,"date":"2023-03-12T09:12:10","date_gmt":"2023-03-12T08:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=110629"},"modified":"2025-11-23T16:14:47","modified_gmt":"2025-11-23T15:14:47","slug":"etatismus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/etatismus\/","title":{"rendered":"Etatismus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsquote\/\">Staatsquote<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsapparat\/\">Staatsapparat<\/a>\u00a0&gt;Etatismus<\/p>\n<div id=\"attachment_106890\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/demo-freiseinfreiburg6pan221203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-106890\" class=\"size-full wp-image-106890\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/demo-freiseinfreiburg6pan221203.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/demo-freiseinfreiburg6pan221203.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/demo-freiseinfreiburg6pan221203-180x98.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-106890\" class=\"wp-caption-text\">Demo von FreiseinFreiburg am 3.12.2022: Freiheit und Grundrechte aller B\u00fcrger<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Etatismus: Viva la servidumbre, carajo! &#8211; Es lebe die Knechtschaft, verdammt noch mal! (20.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/libertarismus\/\">Libertarismus ist Antifaschismus<\/a> (23.10.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/trennung-von-klima-und-staat\/\">Trennung von Klima und Staat<\/a>\u00a0(30.7.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/investition\/\">Intel zieht sich zur\u00fcck: Batteriefabrik in Magdeburg endg\u00fcltig gescheitert<\/a>\u00a0(21.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/libertarismus\/\">Libertarismus versus Etatismus<\/a> (20.12.2024)<\/li>\n<li>Wirtschaftsweisen: Sachverst\u00e4ndigenrat f\u00fcr mehr Staat (22.11.2024)<\/li>\n<li>Etatismus: Frei oder Partei? (10.3.2023)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratischer-staat\/\">Demokratischer Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/frei\/\">frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gruen-links\/\">Links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/nationalstaat\/\">Nationalstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/notverordnungen\/\">Notverordnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/\">Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parteienstaat\/\">Parteienstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/schuldenpolitik\/\">Schuldenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/marktwirtschaft\/soziale-marktwirtschaft\/\">Soziale Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/\">Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsapparat\/\">Staatsapparat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsbuergerschaft\/\">Staatsbuergerschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsquote\/\">Staatsquote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/untertan\/\">Untertan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/verbote\/\">Verbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/vorschriften\/\">Vorschriften<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8222;Eine repr\u00e4sentative Demokratie kann nicht bestehen, wenn ein gro\u00dfer Teil der W\u00e4hler auf der \u00f6ffentlichen Gehaltsliste steht.&#8220;<br \/>\n(Ludwig von Mises)<br \/>\n==========================================================<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Etatismus: Viva la servidumbre, carajo! &#8211; Es lebe die Knechtschaft, verdammt noch mal!<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nDem Etatismus verpflichtete \u201ePolitiker werden frohen Mutes die Aussicht f\u00fcr langfristige Wohlstandszunahme durchkreuzen, nur um Individuen davon abzuhalten, ihre Unabh\u00e4ngigkeit von der Politik zu erkl\u00e4ren.\u201c<br \/>\nWenn Sie dies lesen, werden Sie manches, was Sie heute in der Politik vielleicht als Fehler, als Mangel an Verstand oder Unverm\u00f6gen ansehen, anders einordnen: <em><strong>Es ist kein Bug, es ist ein Feature des Etatismus, dass er den Wohlstand der Masse der Menschen bremsen, ja verhindern muss, um politische Abh\u00e4ngigkeiten zu erhalten. Das kann sogar so weit gehen, dass es nach dieser Logik sinnvoll sein kann, sich eine politisch abh\u00e4ngige W\u00e4hlerschaft zu \u201eimportieren\u201c.<\/strong><\/em><br \/>\nWenn Sie jetzt speziell in Deutschland an gesprengte Schornsteine von neuen Kohlekraftwerken denken, an gesprengte K\u00fchlt\u00fcrme von funktionierenden Atomkraftwerken, an St\u00e4dte, die planen, ihr Gasnetz abzubrechen, und zahllose weitere Beispiele wie diese, dann verstehen Sie, dass all dies nach der dem Etatismus innewohnenden Logik Sinn ergibt. In etwa so wie es kriegstaktisch Sinn ergeben kann, beim Vormarsch die Br\u00fccken hinter sich abzubrechen, damit die Soldaten sehen, dass es kein Zur\u00fcck mehr gibt.<br \/>\nDabei \u2013 und das ist wichtig \u2013 m\u00fcssen Sie nicht davon ausgehen, dass den Akteuren auf der Polit-B\u00fchne diese Logik des Etatismus vollst\u00e4ndig bewusst ist. Aber \u00fcber was sie meistens verf\u00fcgen, wenn sie in hohe Positionen gelangen, ist Machtinstinkt. Und wann immer eine Gruppe ein Narrativ pusht, welches eine Ausweitung der Staatst\u00e4tigkeit, eine Einschr\u00e4nkung der individuellen Freiheit, neue Abh\u00e4ngigkeiten von der Politik und dergleichen verspricht, werden sich die Etatisten auf dieses Narrativ st\u00fcrzen und versuchen, es f\u00fcr ihre Zwecke dienlich zu machen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.11.2025 von Andreas Tiedke bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dersandwirt.de\/viva-la-servidumbre\/\">https:\/\/www.dersandwirt.de\/viva-la-servidumbre\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftsweisen: Sachverst\u00e4ndigenrat f\u00fcr mehr Staat<\/strong><br \/>\n<strong>Fragw\u00fcrdiges Jahresgutachten 2024\/25 des Sachverst\u00e4ndigenrates<\/strong><br \/>\nDie deutsche H\u00fctte brennt<br \/>\nThorsten Polleit<\/p>\n<p>Der Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein j\u00e4hrliches Gutachten in Berlin abgeliefert. Doch die Bundesregierung, die es lesen sollte, gibt es seit dem 6. November nicht mehr \u2013 und die Rest-Ampel hat jetzt ganz andere Dinge im Kopf. Und so erreichen die Prognosen und Empfehlungen der \u201eWirtschaftsweisen\u201c ihre Zielgruppe leider gar nicht. Und vieles von dem, was auf den 424 Seiten mit dem Titel \u201eVers\u00e4umnisse angehen, entschlossen modernisieren\u201c steht, wollen sie ohnehin nicht h\u00f6ren. Sie scheren sich nicht um den dramatischen Absturz der deutschen Wirtschaft.<\/p>\n<p>Warum also sollten sie sich da auch noch mit den vielen kleinteiligen Vorschl\u00e4gen der Wirtschaftsweisen auseinandersetzen? Dazu geh\u00f6ren: ein Infrastrukturfonds mit eigenen Einnahmen, Mindestquoten zur langfristigen Finanzierung im Wehr- und Bildungsbereich, Spielr\u00e4ume f\u00fcr zukunftsorientierte \u00f6ffentliche Ausgaben, den Wohnungsbau. Ach ja: Das \u00d6konomenquintett fordert die digitale Innovation im Finanzsektor und den digitalen Euro. Wer das Gutachten liest, der mu\u00df mit Best\u00fcrzung zur Kenntnis nehmen: Die H\u00fctte brennt, aber kein Ruf nach L\u00f6schwasser ist zu h\u00f6ren \u2013 daf\u00fcr aber der nach der Dekarbonisierung des G\u00fcterverkehrs. Ja, die \u00d6konomen schaffen sogar leichtfertig noch mehr Brennbares herbei. Kein Wort f\u00e4llt zur eigentlichen Problemdiagnose: zur Ursache von schwindendem Wachstum, abnehmenden Privatinvestitionen, Niedergang vieler Gro\u00dfunternehmen, wieder steigender Arbeitslosigkeit, vom Sterben mittelst\u00e4ndischer Betriebe gar nicht erst zu reden.<\/p>\n<p>Die \u201eWirtschaftsweisen\u201c sehen in mehr und \u201ebesserer\u201c staatlicher Lenkungs- und Ausgabet\u00e4tigkeit das Rezept, die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Doch damit machen sie den Bock zum G\u00e4rtner. Man mu\u00df beileibe kein Wissenschaftler sein, um zu erkennen, da\u00df die katastrophale Situation der deutschen Wirtschaft politisch verursacht ist \u2013 man denke nur einmal an die destruktive Energiepreisverteuerung, die selbstsch\u00e4digenden Sanktionen gegen\u00fcber Ru\u00dfland, den enteignenden \u201eHeizhammer\u201c und anderes mehr. Deutschland versinkt zusehends in einer Art gr\u00fcnem Neo-Sozialismus. Da\u00df das Wenige, was von der freien Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland noch \u00fcbrig ist, auch noch unter die R\u00e4der ger\u00e4t, wird von vielen Vorschl\u00e4gen der Wirtschaftsweisen sogar noch beg\u00fcnstigt. Der von Gr\u00fcnlinken forcierten \u201eSchrumpfwirtschaft\u201c stellen sich die Wirtschaftsweisen nicht entgegen. Doch das Degrowth wird schon bald f\u00fcr viel Elend sorgen: Arbeitsplatzverlust, Altersarmut. Vor allem aber wird es jene Parteien freuen, da\u00df auch die Wirtschaftsweisen die Schuldenbremsen aufweichen wollen \u2013 \u201eFlexibilisieren\u201c nennen sie das.<\/p>\n<p>\u00dcberzeugen kann das nicht. Die Schuldenbremse ist ein Schutz der B\u00fcrger vor der unstillbaren Geldgier der regierenden Klasse und ihrer Freunde. Da\u00df die Schuldenbremse angefeindet wird, zeigt nur, wie gut die Idee ist. Die produktive Basis in Deutschland kann den ausgeuferten Staat l\u00e4ngst nicht mehr bezahlen. Neue Staatsschulden helfen da nicht. Deutschland braucht einen echten Kurswechsel, der seinen Namen verdient. Die L\u00f6sung der Malaise besteht darin, den Staat auf das St\u00e4rkste zu schrumpfen. Doch leider, dazu kein Wort von den \u201eWirtschaftsweisen\u201c.<br \/>\nProf. Dr. Thorsten Polleit ist Volkswirt und Herausgeber des \u201eBoom &amp; Bust Report\u201c. www.boombustreport.com<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.11.2024 von Thorsten Polleitbitte lesen in der JF 48\/24, Seite 10<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Etatismus: Frei oder Partei?<\/strong><br \/>\n<em>Durch die Wiederholungswahl in Berlin und Spannungen in der Ampelkoalition auf Bundesebene ist Parteipolitik wieder das dominierende Thema deutscher Medien \u2013 trotz Erdbeben, Krieg und anderen deutlich gef\u00e4hrlicheren Entwicklungen.<\/em><br \/>\nGenaugenommen ist der Begriff \u201e<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parteienstaat\/\">Parteipolitik<\/a>\u201c doppelt gemoppelt. Politik ist immer parteiisch, also der Versuch der Durchsetzung bestimmter Ziele, beziehungsweise der Versuch, die Ziele bestimmter Sonderinteressengruppen durchzusetzen.<br \/>\nEinige werden entgegnen, dies sei nicht korrekt, schlie\u00dflich versuche gute Politik, sich f\u00fcr das \u201eGemeinwohl\u201c einzusetzen. Doch diese Aussage l\u00e4sst sich nur vertreten, wenn unterstellt wird, dass es m\u00f6glich sei, zentral festzulegen, was f\u00fcr alle Menschen am besten w\u00e4re.<br \/>\nDiese Vorstellung geht einher mit dem Glauben an den \u201ePrimat der Politik\u201c. Demnach soll die Politik die Agenda aller Lebensbereiche bestimmen. Interventionen jeglicher Art und Intensit\u00e4t lassen sich damit \u201erechtfertigen\u201c.<br \/>\nDiese Interventionsfreudigkeit ist eine Gemeinsamkeit zwischen allen in Landes- und Bundesparlamenten vertretenen Parteien. In unterschiedlicher Auspr\u00e4gung finden sich Interventionsideen in den Programmen der Parteien von links bis rechts.<br \/>\nAnders ausgedr\u00fcckt: Obwohl die unterschiedlichen Parteien bestimmte Zielgruppen bevorzugen oder zumindest vorgeben, dies zu tun, besteht Einigkeit darin, dass Politik (der Einsatz von Macht und Zwang) das richtige Mittel auf dem Weg zum angestrebten Ziel (\u201eGemeinwohl\u201c) sei.<\/p>\n<p>Daher stellen sich interessante Fragen: Warum ist das so, und welche Folgen hat es, wenn Parteipolitik \u2013 jeglicher Couleur \u2013, mehr oder weniger ausgepr\u00e4gt, die zentrale politische Macht der dezentralen freiwilligen Kooperation vorzieht?<br \/>\nDie erste Teilfrage ist relativ einfach zu beantworten: Die Ausgestaltung der zentralen politischen Macht ist das Kerngesch\u00e4ft der Parteien. Mit Verzicht auf Interventionen w\u00fcrden sich Parteien und deren Vertreter \u00fcberfl\u00fcssig machen.<br \/>\nEine Konsequenz der Interventionspr\u00e4ferenz ist, dass politische Ver\u00e4nderungen auch nach einem Wechsel in der Regierung h\u00e4ufig nur graduell sind. Dazu tr\u00e4gt insbesondere bei, dass eine b\u00fcrokratische Tiefenstruktur existiert, die tr\u00e4ge und weniger experimentierfreudig ist als die Politik an der Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>In gro\u00dfer Klarheit formulierte Ludwig von Mises: &#8222;<em><strong>Die B\u00fcrokratisierung ist nur eine besondere Eigenschaft der Verstaatlichung<\/strong><\/em>.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/buerokratie\/\">B\u00fcrokratie<\/a>, S. 116)<br \/>\nUnd er folgerte an anderer Stelle: &#8222;Eine repr\u00e4sentative Demokratie kann nicht bestehen, wenn ein gro\u00dfer Teil der W\u00e4hler auf der \u00f6ffentlichen Gehaltsliste steht.&#8220; (S. 89)<br \/>\nDiese Aussage gilt umso mehr, wenn neben Politikern und Beamten sowie sonstigen Besch\u00e4ftigten im \u00f6ffentlichen Dienst zahlreiche weitere Menschen aus dem Topf der Netto-Steuerzahler finanziert werden. Mitarbeiter in subventionierten Unternehmen oder Aktivisten aus Vereinen und Verb\u00e4nden, die \u201evon au\u00dfen\u201c versuchen, die Politik \u201enoch sch\u00e4rfer\u201c zu machen zur Durchsetzung ihrer Sonderinteressen, z\u00e4hlen ebenso dazu wie Empf\u00e4nger von Sozialleistungen.<\/p>\n<p>Um Macht zu erlangen und zu erhalten, haben die Parteien ein Interesse, solche Zielgruppen anzupeilen, die gro\u00df sind und vorzugsm\u00e4\u00dfig zahlenm\u00e4\u00dfig noch weiterwachsen. So entsteht ein Anreiz, die Umverteilung zu Gunsten dieser Gruppen zu intensivieren. Es entsteht eine Art Co-Abh\u00e4ngigkeit.<br \/>\nIn Folge dieser Parteilichkeit nimmt die Gruppe der Umverteiler ebenso zu wie jene der Empf\u00e4nger \u201estaatlicher Leistungen\u201c. Zu deren Finanzierung werden die wirtschaftlich Erfolgreichen immer st\u00e4rker zur Kasse gebeten und verlieren ihrerseits zunehmend den Anreiz zu eigenem wirtschaftlichem Engagement.<br \/>\n.<br \/>\nWelche Alternative g\u00e4be es zu dieser Entwicklung? W\u00e4re es m\u00f6glich diesen Teufelskreis zu durchbrechen? Wie k\u00f6nnte eine L\u00f6sung ohne Parteipolitik aussehen?<br \/>\nErfreulicherweise ist die Antwort auf diese Fragen leichter, als es den Anschein hat. Die entsprechenden M\u00f6glichkeiten existieren bereits, haben sich durch das Zusammenwirkung der Menschen entwickelt und \u00fcber die Zeit bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Alternative zu Macht ist Markt, die Alternative zu Zwang ist Freiwilligkeit und die Alternative zu Zentralit\u00e4t ist Dezentralit\u00e4t.&#8220;<br \/>\nDie freiwilligen dezentralen Handlungen individueller Menschen im Markt sind die Alternative zu erzwungenen zentralen politischen Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nBeispielsweise sind Infrastruktur, Sicherheit oder die Absicherung gegen Krankheit derzeit \u00fcberwiegend politisch gestaltet. Das muss nicht so sein. Einerseits zeigt die Vergangenheit, dass fr\u00fcher freiwillige kooperativer L\u00f6sungen existierten. Andererseits zeigen solche L\u00f6sungen in anderen L\u00e4ndern, dass dies auch heute m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Historische Aktien von Privatunternehmen zum Bau von Br\u00fccken, Stra\u00dfen oder Eisenbahnen sowie soziale Absicherung durch Vereine oder Genossenschaften sind Beispiele f\u00fcr das Erste, privat finanzierte Autobahnen in Frankreich Beispiele f\u00fcr das Zweite.<\/p>\n<p>Wie aber k\u00f6nnte man von \u201ePartei\u201c zu \u201eFrei\u201c gelangen? Eine Revolution passt nur zum Zentralplaner, da er ohnehin der Anma\u00dfung unterliegt das Beste f\u00fcr alle zu kennen.<\/p>\n<p>Eine dezentralere von Freiwilligkeit gepr\u00e4gte Welt l\u00e4sst sich nicht \u201evon oben\u201c durchdr\u00fccken. Sie muss von unten wachsen, sich evolution\u00e4r entwickeln. \u201eFrei\u201c statt \u201ePartei\u201c kann es nur geben, wenn die Zahl der Menschen zunimmt, die den Mut haben, dass Leben in die eigene Hand zu nehmen.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 10.3.2023 von Rainer Fassnacht bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.misesde.org\/2023\/03\/frei-oder-partei\/\">https:\/\/www.misesde.org\/2023\/03\/frei-oder-partei\/<\/a><\/p>\n<p>Rainer Fassnacht ist ausgebildeter Kaufmann und studierter Diplom-\u00d6konom. Er lebt in Berlin und ist Autor des Buchs \u201eUnglaubliche Welt: Etatismus und individuelle Freiheit im Dialog\u201c. Auch in seinen sonstigen, unter anderem vom Austrian Economics Center in Wien ver\u00f6ffentlichten Texten, setzt er sich f\u00fcr die Bewahrung der individuellen Freiheit ein.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.misesde.org\/2011\/09\/fassnacht-rainer\/\">https:\/\/www.misesde.org\/2011\/09\/fassnacht-rainer\/<\/a><\/p>\n<p><em>Rainer Fasssnacht:<\/em><br \/>\n<em>\u201eUnglaubliche Welt: Etatismus und individuelle Freiheit im Dialog\u201c<\/em><br \/>\n<em>128 S., 2019 . 10,59 Euro<\/em><\/p>\n<p>Etatismus (der Glaube an den Staat als Probleml\u00f6ser) ist weit verbreitet \u2013 trotz zahlreicher Nachteile dieses Konzepts. Wie k\u00f6nnte eine Alternative aussehen, welche auf die individuelle Freiheit vertraut? Wie unterschiede sich diese Gesellschaft von der unsrigen? Das vorliegende Buch gibt Antworten auf diese Fragen, in Form eines Dialogs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Engagement &gt;Demokratie\u00a0&gt;Staatsquote\u00a0&gt;Staatsapparat\u00a0&gt;Etatismus &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Etatismus: Viva la servidumbre, carajo! &#8211; Es lebe die Knechtschaft, verdammt noch mal! (20.11.2025) Libertarismus ist Antifaschismus (23.10.2025) Trennung von Klima und Staat\u00a0(30.7.2025) Intel zieht sich zur\u00fcck: Batteriefabrik in Magdeburg endg\u00fcltig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/etatismus\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":104638,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-110629","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/110629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110629"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/110629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141980,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/110629\/revisions\/141980"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/104638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}