{"id":10821,"date":"2012-09-12T18:35:09","date_gmt":"2012-09-12T16:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=10821"},"modified":"2025-07-12T12:13:38","modified_gmt":"2025-07-12T10:13:38","slug":"trinkwasser","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wasser\/trinkwasser\/","title":{"rendered":"Trinkwasser"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a> &gt;<a title=\"Ernaehrung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/\">Ernaehrung<\/a> &gt;<a title=\"Wasser\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wasser\/\">Wasser<\/a> &gt;Trinkwasser<\/p>\n<div id=\"attachment_9278\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/dreisam\/dreisam-steine-pan120813\/\" rel=\"attachment wp-att-9278\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9278\" class=\"size-full wp-image-9278\" title=\"dreisam-steine-pan120813\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/dreisam-steine-pan120813.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/dreisam-steine-pan120813.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/dreisam-steine-pan120813-180x58.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9278\" class=\"wp-caption-text\">Zwei Stein-Seen als Bad f\u00fcr Kinder in der Dreisam am 13.8.2012<\/p><\/div>\n<div id=\"article_id_subheadline\">\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/geothermie\/\">Wie die Badenova Geothermie im Markgr\u00e4flerland nutzen will<\/a>\u00a0(10.5.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/versiegelung\/\">Lieber Steinvorg\u00e4rten mit Kirschlorbeer statt Blumenvorgarten?<\/a>\u00a0(19.9.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/oberrhein\/\">Els\u00e4sser Gew\u00e4sserexperte: Grundwasser, Mais, Normalit\u00e4t<\/a>\u00a0(18.8.2022)<\/li>\n<li>Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks hat kein Eigentum am Grundwasser (11.8.2014)<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<ul>\n<li>\n<div id=\"article_id_subheadline\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/leitungswasser-1-mineralwasser-0\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/leitungswasser-1-mineralwasser-0\/<\/a>\u00a0(30.7.2014)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div id=\"article_id_subheadline\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/weltwasserwoche-2013-knapp\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/weltwasserwoche-2013-knapp\/<\/a>\u00a0(6.9.2013)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div>Die Angst vor steigendem Wasserpreis (10.5.2013)<\/div>\n<\/li>\n<li>Testmarkt die Marke &#8222;Pure Life&#8220; von\u00a0Nestle ist Pakistan (10.5.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wasser-verband-moehlingruppe\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wasser-verband-moehlingruppe\/<\/a>\u00a0(27.4.2013)<\/li>\n<li>Bottled Life &#8211; Nestl\u00e9s Gesch\u00e4fte mit Wasser<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/wasser.htm#Trinkwasser gibt es gen\u00fcgend auf der Erde, aber ....\">Trinkwasser gibt es gen\u00fcgend auf der Erde, aber \u2026.<\/a>(15.8.2003)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/dreisam\/\">Dreisam<\/a><\/li>\n<li>Trinkwasser in Freiburg<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/dreisamtal.htm#Wasserschutzgebiet Ebnet\">Trinkwasser f\u00fcr Freiburg vom Wasserschutzgebiet Ebnet<\/a> &gt;Dreisamtal<\/li>\n<li><a title=\"Umwelt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/\">Umwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/versiegelung\/\">Versiegelung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Wasserkraft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wasserkraft\/\">Wasserkraft<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Allj\u00e4hrlich werden im Dreisamtal Grundwasserproben entnommen<\/strong><br \/>\nund \u00fcberpr\u00fcft. Hier zwischen Zarten und Breitehof.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-136298\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612-180x135.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dreisamtal-grundwasserTZW250612.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\u00a0 12.6.2025<\/p>\n<p>Benedikt M\u00fcller , Technologiezentrum Wasser Karlsruhe<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tzw.de\">https:\/\/www.tzw.de ,<\/a><br \/>\nbenedikt.mueller@tzw.de<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks hat kein Eigentum am Grundwasser<\/strong><br \/>\nStreitpunkt ist die Wasenquelle in Endenburg, einem Ortsteil von Steinen. Deren Wasser wird \u2013 aufgrund alter Vertr\u00e4ge \u2013 seit 1969 nicht in Endenburg und auch sonst nicht in Steinen getrunken, sondern im Gebiet des Zweckverbands Gruppenwasserversorgung Hohlebach-Kandertal. Der hat seinen Sitz in Schliengen und verteilt Trinkwasser \u2013 auch aus der Wasenquelle \u2013 bis nach M\u00fcllheim und Weil am Rhein. In Endenburg sitzt man dagegen in hei\u00dfen Sommern mitunter auf dem Trockenen, weil dann die eigenen Quellen nicht ausreichen, w\u00e4hrend die Wasenquelle weiter sprudelt. &#8230;..<br \/>\nalles vom 7.8.2014 auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/steinen\/steinen-streitet-mit-nachbarn-um-trinkwasserquelle--88478546.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/steinen\/steinen-streitet-mit-nachbarn-um-trinkwasserquelle&#8211;88478546.html<\/a><\/p>\n<p>Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim: &#8222;Es besteht am Grundwasser kein Eigentum, auch nicht f\u00fcr den Eigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Die Angst vor steigendem Wasserpreis<br \/>\n<\/strong>Die EU fordert mehr Wettbewerb bei der Wasserversorgung, um die B\u00fcrger zu entlasten. Das klappt nicht immer, denn es ist ein schwieriger Markt mit hohen Investitionskosten ins Leitungsnetz. Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Wie selbstverst\u00e4ndlich kommt es heute bei uns aus dem Hahn, sauber und immer verf\u00fcgbar. Wasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Das war nicht immer so. \u00dcber Jahrhunderte landeten M\u00fcll und Abw\u00e4sser in den Fl\u00fcssen, verschmutzte sie. Die Metropole Br\u00fcssel hatte noch im Jahr 2000 keine Kl\u00e4ranlage und konnte diese erst mit Hilfe eines privaten Investors bauen, weil der Kommune das Geld fehlte.<br \/>\nEU m\u00f6chte Privatunternehmen gleichberechtigen<br \/>\nAber geh\u00f6rt etwas so elementares wie Wasser wirklich in privatwirtschaftliche H\u00e4nde? Die EU meint &#8222;Ja&#8220; und regelte deshalb Anfang Januar die Vergabe von Konzessionen f\u00fcr die Wasserversorgung neu. K\u00fcnftig sollen private und \u00f6ffentliche Anbieter gleichgestellt sein. Binnenmarktkommissar Michel Barnier will Unternehmen so den Zugang zum Wassermarkt erleichtern. Doch was passieren kann, wenn Teile der st\u00e4dtischen Wasserversorgung privatisiert werden, haben die Berliner bereits erfahren. 1999 stiegen hier erst RWE und die franz\u00f6sische Veolia ein und danach die Wasserpreise kr\u00e4ftig an.<br \/>\n&#8222;Wir haben seit 2004 eine Preiserh\u00f6hung von \u00fcber 30%. Und von diesen 30% sind mindestens 6% privatisierungsbedingt&#8220;, rechnet Mathias Ladst\u00e4dter von der B\u00fcrgerinitiative &#8222;right2water&#8220; vor.<br \/>\nGrundrecht oder Wirtschaftsgut?<br \/>\nTats\u00e4chlich trinkt, w\u00e4scht und duscht man nirgends in Deutschland so teuer wie in Berlin. W\u00e4hrend in M\u00fcnchen der Kubikmeter Wasser 1,58 Euro kostet, sind es in Berlin satte 2,17 Euro. Dass Privatisierung richtig teuer werden kann, zeigt auch der Blick ins Ausland. In Gro\u00dfbritannien \u00fcbernahmen Privatfirmen bereits 1989 die Wasserversorgung. Danach gingen nicht nur die Preise rauf, sondern auch die Wasserqualit\u00e4t runter, weil die Versorger Investitionen ins Leitungsnetz scheuten. In Berlin hat man nach massiven B\u00fcrgerprotesten die Privatisierung teilweise wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. Und auch gegen die Br\u00fcsseler Pl\u00e4ne formiert sich der Widerstand. Die Initiative &#8222;Right2Water&#8220; k\u00f6nnte es als erste Interessengemeinschaft schaffen, europaweit so viele Unterschriften zu sammeln, dass sich die EU-Kommission erneut mit dem Beschluss besch\u00e4ftigen muss. F\u00fcr sie ist Wasser ein Grundrecht und kein Wirtschaftsgut.<br \/>\nIn Br\u00fcssel f\u00fchlt man sich missverstanden. Die neue Vergabe solle doch eigentlich durch mehr Wettbewerb f\u00fcr Vorteile beim Verbraucher sorgen. &#8222;Es ist gut, so eine Diskussion zu haben&#8220;, r\u00e4umt Steffan De Rynck, Sprecher von Michel Barnier, ein. Es gebe aber einige Missverst\u00e4ndnisse, was man mit der Vorlage zu erreichen versuche. &#8222;Der Weg, den wir vorschlagen, ist den lokalen Verwaltungen die Chance zu geben, entsprechend europ\u00e4ischen Rechts zu w\u00e4hlen: Ob sie einen \u00f6ffentlichen Anbieter, ihre eigene Firma oder einen privaten Versorger haben wollen. Das muss aber jede Kommune f\u00fcr sich selbst entscheiden.&#8220; Noch ist der Wassermarkt in Deutschland sehr kleinteilig organisiert. St\u00e4dte und Gemeinden versorgen ihre B\u00fcrger in Eigenregie. Das k\u00f6nnte sich nach den Br\u00fcsseler Vorgaben bis 2020 grundlegend \u00e4ndern.<br \/>\n10.5.2013, Alles zur TV-Sendung\u00a0&#8222;Makro: Milliardenmarkt Wasser&#8220; bitte lesen auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3sat.de\">www.3sat.de<\/a><\/p>\n<div><\/div>\n<p><strong>Testmarkt die Marke &#8222;Pure Life&#8220; von\u00a0Nestle ist Pakistan<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div id=\"article_id_headline\">Blaues Gold in Flaschen.\u00a0Dort, wo Trinkwasserversorgung \u00fcberhaupt nicht funktioniert, ist der Preis f\u00fcr Wasser am h\u00f6chsten. Nestl\u00e9 hat die Marke Pure Life im Angebot, sauberes Wasser in Flaschen, &#8211; und steht genau damit in der Kritik. Der Schweizer Konzern Nestle ist eines der profitabelsten Unternehmen der Welt. 67 Mrd. Euro Umsatz, 320.000 Angestellte weltweit. Das Unternehmen dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Auch Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe betont oft und gerne, wie sehr ihm das Wohl der Menschheit am Herzen liegt. Gesch\u00e4fte machen will er aber auch. Eine wichtige Marke von Nestl\u00e9 ist Pure Life. Es besteht aus gereinigtem Grundwasser &#8211; und wird mit einem k\u00fcnstlichen Mix aus Mineralien angereichert. Vor zehn Jahren gab es das Wasser noch gar nicht. Heute ist Pure Life das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt &#8211; mit zweistelligen Zuwachsraten. Pure Life wird in 27 L\u00e4ndern auf f\u00fcnf Kontinenten hergestellt.<!-- text: ende --><\/div>\n<div>\n<div><!-- image --><!-- text --><br \/>\nBevor Nestl\u00e9 sein Pure Life einf\u00fchrte, gab es in Pakistan kaum Wasser aus der Flasche. Heute boomt die Branche &#8211; und Nestl\u00e9 dominiert den Markt, den die Firma selbst geschaffen hat. &#8222;Normales Trinkwasser wurde verdr\u00e4ngt und umgewandelt in eine Ware&#8220;, erz\u00e4hlt Ahmad Rafay Alam, Rechtsanwalt am Lahore High Court. &#8222;Nestl\u00e9 tauchte auf, begann Pure Life anzubieten. Pl\u00f6tzlich erschien Coca Cola. Pepsi kam dazu. Dann eine ganze Anzahl privater, lokaler Anbieter. Alle produzieren sauberes Wasser, weil die uralte Infrastruktur der \u00f6ffentlichen Versorgung versagt.&#8220; Das marode Wassersystem ist mehr als 30 Jahre alt. Die Rohre brechen, Trink- und Abwasser vermischen sich. Wer sich kein Flaschenwasser leisten kann, wird krank.<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div>\u00a0 <!-- subtitle --><!-- image --><!-- text --><\/div>\n<div>In Sheikhupura steht die erste Nestl\u00e9-Fabrik Pakistans. Direkt daneben liegt das Dorf Bhati Dilwan. Mit Nestl\u00e9 kamen zwar ein paar zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze, aber auch das gr\u00f6\u00dfte Problem im Dorf: Es gibt kein sauberes Trinkwasser mehr. Nestl\u00e9 hat einen tiefen, eigenen Brunnen gebaut. &#8222;Jetzt ist unser Wasser sehr dreckig&#8220;, sagt Umar Hayat, ehemaliger Gemeinderat in Bhati Dilwan. &#8222;Der Wasserspiegel ist enorm gesunken. Fr\u00fcher lag er bei etwa 30 Meter, jetzt ist er auf 90 bis 120 Meter Tiefe gesunken. Wir sind sehr beunruhigt.&#8220; Die alten Brunnen in Bhati Dilwan reichen nicht mehr tief genug. Viele sind bereits ausgetrocknet. Die pakistanischen Gesetze zum Grundwasser sind unklar. Die Dorfbewohner k\u00f6nnen sich gegen den \u00fcberm\u00e4chtigen Konzern nicht wehren. Sie haben dem Konzern eine Petition \u00fcbergeben: Sie m\u00f6chten auch vom Wasser unter ihrem Dorf trinken. Nestl\u00e9 hat die Bitte abgewiesen.<br \/>\nKonzernchef Brabeck weist alle Verantwortung f\u00fcr das Vorgehen seines Konzerns weit von sich: In der der Dritten Welt sei heute wahrscheinlich mehr wie 96 Prozent der Trinkwasserversorgung in den H\u00e4nden des Staates. &#8222;Und das funktioniert nicht&#8220;, sagt er. Das habe nichts mit Privatisierung zu tun.\u00a0Die kanadische Verbrauchersch\u00fctzerin Maude Barlow kritisiert, wie der Konzern sich das Versagen von Staaten zunutze macht. &#8222;Es gibt keine einfachen, kurzfristigen L\u00f6sungen&#8220;, sagt Barlow. Auf jeden Fall liege die Antwort nicht in einer korrupten Regierung in Verbindung mit einer \u00fcbernationalen, profitorientierten Firma. &#8222;Das ist die t\u00f6dlichste aller Kombinationen.&#8220; Nestle kann in Pakistan Wasser zur Ware machen, weil der Staat die Versorgung seiner B\u00fcrger nicht sicherstellt. Doch Wasser ist nicht nur Ware, sondern Lebensmittel im wahrsten Sinne des Wortes. \u00fcberlebenswichtig. Profit und Moral sind in diesem Fall untrennbar<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<p>10.5.2013, <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\">www.3sat.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bottled Life &#8211; Nestl\u00e9s Gesch\u00e4fte mit Wasser<br \/>\n<\/strong><br \/>\nFilm (Schweiz, Deutschland, 2012, 90mn) ARTE \/ SSR<br \/>\nRegie: <a title=\"mehr \u00fcber Urs Schnell\" href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/suchergebnisse\/1383954,templateId=noncache.html?doSearch=true&amp;name=Urs Schnell\">Urs Schnell<\/a>, <a title=\"mehr \u00fcber Res Gehriger\" href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/suchergebnisse\/1383954,templateId=noncache.html?doSearch=true&amp;name=Res Gehriger\">Res Gehriger<\/a><br \/>\nDienstag, 11. September 2012 um 20.15 Uhr, 20.09.2012 um 15:00<\/p>\n<p>Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestl\u00e9. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengesch\u00e4fts zu werfen. Nestl\u00e9 blockt ab. Doch der Journalist l\u00e4sst sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild \u00fcber die Denkweisen und Strategien des m\u00e4chtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Weltbev\u00f6lkerung rasant w\u00e4chst, wird sauberes Wasser immer mehr zur Mangelware. &#8222;Bottled Life&#8220; dokumentiert das boomende Gesch\u00e4ft mit dem Trinkwasser in der Flasche und fokussiert dabei ganz auf den Leader der Branche: auf den Schweizer Nestl\u00e9-Konzern.<br \/>\nNestl\u00e9 besitzt weltweit \u00fcber 70 verschiedene Wassermarken. Trotzdem ist Wasser eine Sparte, \u00fcber die man bei Nestl\u00e9 nicht gerne spricht. Das muss der Schweizer Journalist Res Gehriger erfahren. Die Nestl\u00e9-Manager verweigern Interviews. Aber Gehriger l\u00e4sst nicht locker. Auf einer Recherche-Reise erf\u00e4hrt er, wie konfliktgeladen das Gesch\u00e4ft mit dem Trinkwasser ist.<br \/>\n&#8222;Bottled Life&#8220; wirft ein Schlaglicht auf Nestl\u00e9s Expansionsstrategie im globalen Wassermarkt. W\u00e4hrend der Konzern in den USA und in Europa vor allem Quellwasser mit Herkunftsbezeichnung verkauft, hat er f\u00fcr die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder ein anderes Konzept: Dort gibt es &#8222;Nestl\u00e9 Pure Life&#8220;, gereinigtes Grundwasser, angereichert mit einem Mineralienmix nach Nestl\u00e9-Rezept. Heute ist Pure Life das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt.<br \/>\nRes Gehringer reist nach Pakistan, das Nestl\u00e9 als Testmarkt diente. W\u00e4hrend Nestl\u00e9 ihm den Zutritt zur Pure-Life-Produktion verweigert, lehrt er die Situation der Menschen kennen, die im Dorf au\u00dferhalb des Fabrikzauns leben. Hier ist der Grundwasserspiegel rapid gefallen und das Wasser aus den Brunnen der Einheimischen zur \u00fcbelriechenden Br\u00fche verkommen.<br \/>\n&#8222;Nestl\u00e9 Pure Life&#8220; ist ein cleveres Business-Modell, gerade in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens. Dort, wo die \u00f6ffentliche Wasserversorgung versagt, stellt Flaschenwasser eine zwar kostspielige, aber sichere Alternative dar. In Lagos zum Beispiel, der Megacity Nigerias, hat Wasser immer einen Preis. Der Film zeigt, dass die Vision einer Stadt, in der alle f\u00fcr Wasser zahlen m\u00fcssen, hier bereits Realit\u00e4t geworden ist. Die Familien in den Slums von Lagos wenden die H\u00e4lfte ihres Budgets daf\u00fcr auf, Wasser in Kanistern zu kaufen. Die Oberschicht trinkt Pure Life.<br \/>\nNestl\u00e9 legt gro\u00dfen Wert auf Imagepflege. Wenn es um Wasser geht, pr\u00e4gt vor allem Peter Brabeck das Bild des Konzerns. Er entwickelte eine Kommunikationsstrategie, die mit Begriffen wie &#8222;Corporate Social Responsibility&#8220; (unternehmerische Sozialverantwortung) oder &#8222;Creating Shared Value&#8220; (gemeinsame Werte schaffen) operiert. Ist das gelebte Firmenphilosophie? Beim \u00dcberpr\u00fcfen dieser Frage kommt Journalist Gehriger zu ern\u00fcchternden Einsichten. Am Schluss bleibt ihm das Bild eines Konzerns, der sich weltweit Rechte an Wasserquellen sichert, um den Wassermarkt der Zukunft zu dominieren<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/242,date=11\/9\/2012.html\">https:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/242,date=11\/9\/2012.html<\/a>, 12.12.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In \u00c4thiopen hat Nestle die anfangs unterst\u00fctzte Trinkwasserversorgung von deri Fl\u00fcchtlingslagern im Jahr 2004 abrupt beendet &#8211; auf der Hompage lebt sie weiter.<br \/>\nMaude Bakov\u00b4, kanadische Alternativ-Nobelpreistr\u00e4gerin: &#8222;Nestle sind Raubtiere auf der Jagd nach den letzten Trinkwassern der Erde&#8220;.<\/p>\n<p>Poland Spring &#8211; das meistverkaufte Quellwasser in flaschen in den USA. Gr\u00f6\u00dfte Abf\u00fcllfabrik in Fryeburg mit \u00fcber 1 Mio Wasserflaschen pro Tag: Zur H\u00e4lfte aus Brunnen, zur H\u00e4lfte aus Tankwagen. Nestle kauft Grundeigent\u00fcmern die Wasserrechte ab oder aber ganze Quellgebiete, z.B. in Maine.<br \/>\n&#8222;Money rules&#8220;: Ein Tankwagen Wasser kostet nichts ausser Fracht, und bringt im Verkauf 50000 Dollar.<\/p>\n<p>In Pakistan wird die \u00f6ffentliche Grundwasserversorgung immer maroder und das Beutelwasser immer riskanter &#8211; Wasser in Flaschen.<br \/>\nPureLive = Grundwasser mit Mineralwasser angereichert. Das weltweit meistverkaufte Sprudelwasser.<\/p>\n<p>Wasser ist Lebensmittel, keine Handelsware<br \/>\n900 Mio Menschen haben keinen Zugang zu kostenlosem sauberen Wasser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trinkwasser in Freiburg<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wasser\/trinkwasser\/freiburg-trinkwasser-bereiche\/\" rel=\"attachment wp-att-44525\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-44525\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/freiburg-trinkwasser-bereiche-180x169.jpg\" alt=\"freiburg-trinkwasser-bereiche\" width=\"180\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/freiburg-trinkwasser-bereiche-180x169.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/freiburg-trinkwasser-bereiche-640x604.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/freiburg-trinkwasser-bereiche.jpg 641w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0Vier Versorgungsbereiche mit Trinkwasser f\u00fcr Freiburg &#8211; Grafik: badenova<\/p>\n<p>In Freiburg kommt pures Trinkwasser aus der Leitung &#8211; reiner, als in vielen Flaschen-Wassern. Das garantiert der st\u00e4dtische Wasserversorger <a title=\"badenova\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/badenova\/\">badenova<\/a>. \u00a0Unterschiede gibt es nur im Hinblick auf die H\u00e4rtegrade: Im blauen Versorgungsbereich &#8222;\u00f6st lich der G\u00fcterbahn&#8220; kommt etwas weicheres Wasser aus dem Wasserhahn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur &gt;Ernaehrung &gt;Wasser &gt;Trinkwasser Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Wie die Badenova Geothermie im Markgr\u00e4flerland nutzen will\u00a0(10.5.2023) Lieber Steinvorg\u00e4rten mit Kirschlorbeer statt Blumenvorgarten?\u00a0(19.9.2022) Els\u00e4sser Gew\u00e4sserexperte: Grundwasser, Mais, Normalit\u00e4t\u00a0(18.8.2022) Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks hat kein Eigentum am Grundwasser &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wasser\/trinkwasser\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":1467,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10821","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10821"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10821\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136300,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10821\/revisions\/136300"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}