{"id":105712,"date":"2022-10-28T18:40:45","date_gmt":"2022-10-28T16:40:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=105712"},"modified":"2024-12-04T20:50:28","modified_gmt":"2024-12-04T19:50:28","slug":"kirchenschliessungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirchenschliessungen\/","title":{"rendered":"Kirchenschliessungen"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kirchen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/\">Kirchen<\/a> &gt;Kirchenschliessungen<\/p>\n<div id=\"attachment_100200\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/ostern5freiburg-ebnet-pan220416.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-100200\" class=\"size-full wp-image-100200\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/ostern5freiburg-ebnet-pan220416.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/ostern5freiburg-ebnet-pan220416.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/ostern5freiburg-ebnet-pan220416-180x109.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-100200\" class=\"wp-caption-text\">Karsamstagnacht in Freiburg-Ebnet 16.4.2022: Osterfeuer, Kirche, Gr\u00e4ber und Mond<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>St. Hedwigs-Kaathedrale Berlin als: NWO-Tempel eingeweiht (4.12.2024)<\/li>\n<li>Kirchen hybrid nutzen (22.11.2024)<\/li>\n<li>Selbstverschuldete Selbstaufl\u00f6sung: Bistum Trier will jede dritte Kirche schlie\u00dfen (28.10.2022)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Abendland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/abendland\/\">Abendland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/bibel\/\">Bibel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture-literatur\/\">CancelCulture-Literatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christentum\/\">Christentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christlich-islamischer-dialog\/\">Christlich-islamischer Dialog<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Christenverfolgung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christenverfolgung\/\">Christenverfolgung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Evangelisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/\">Evangelisch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fluechtlinge-Christen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/fluechtlinge-christen\/\">Fluechtlinge-Christen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Katholisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/\">Katholisch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Kirchenaustritt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/kirchenaustritt\/\">Kirchenaustritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirchenschaendung\/\">Kirchensch\u00e4ndung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirchenschliessungen\/\">Kirchenschliessungen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Konfessionslosigkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/konfessionslosigkeit\/\">Konfessionsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Juden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/\">Juden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/nizza29-10-2020\/\">Nizza29-10-2020<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Orientchristen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/orientchristen\/\">Orientchristen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Pluralismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/pluralismus\/\">Pluralismus \u2013 religi\u00f6s<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Religionskrieg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religionskrieg\/\">Religionskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religion-fanatismus\/\">Religion-Fanatismus<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn die Kirchen leer sind, bedeutet das noch lange nicht, da\u00df die Menschen die Zehn Gebote f\u00fcr \u00fcberholt ansehen und die Transzendenz negieren.<br \/>\n=======================================================<\/p>\n<p><strong>St. Hedwigs-Kaathedrale Berlin als: NWO-Tempel eingeweiht<\/strong><br \/>\nEinst war die St. Hedwigs-Kathedrale der ganze Stolz der sich in der totalen Minderheit bzw. Diaspora befindlichen Berliner Katholiken. Davon ist jetzt nichts mehr \u00fcbrig. Ihre Kathedrale wurde zum NWO-Tempel umgebaut und am vergangenen Wochenende er\u00f6ffnet.<br \/>\nSechs Jahre hat der Umbau der einstigen Kathedrale gedauert, einen schweren Rechtsbruch gegen den Denkmalschutz und knapp 45 Millionen Euro gekostet. Nun ist der Raum wieder f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Und zahlreiche, nicht nur prominente Katholiken sind geschockt:<br \/>\n\u201eDer Untergang des Abendlandes in einem Bild. Es ist kultureller Suizid. Die neuer\u00f6ffnete Hedwigskathedrale in Berlin: entleert von allem. Hohl. Kalt. Steril. Geistlos. Seelenlos. Ein Stuhlkreis. Ohne Ausrichtung. Kein Kreuz. Nichts. Tot. Diese Kathedrale ist das Abbild des Scheiterns unserer Zeit. \u201c \u2013 so etwa Beatrix von Storch.<br \/>\nUnd recht hat sie: Der Raum \u00e4hnelt mehr einer Mehrzweckhalle, in der man einen Stuhlkreis aufgebaut hat, der Gemeinschaft vort\u00e4uschen soll. Passend zu jenem modernistisch-h\u00e4retischen Kirchenbild, das Kirche nur noch synodal als demokratische \u201eRatsversammlung\u201c https:\/\/katholisches.info\/2024\/12\/03\/die-dekonstruktion-des-priesters-und-der-frau\/ verstehen will. Ein Kreuz, das un\u00fcbersehbar alles durchkreuzt, vermisst man zurecht. Auch das Kreuz, das einst von der Kuppel \u00fcber ganz Berlin strahlte, ist dem Umbau zum Opfer gefallen und nun an einer weniger auff\u00e4lligen Stelle entsorgt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201eDiese deutsch-katholische Nationalkirche will nichts mehr, au\u00dfer noch ein bisschen mitzuspielen. Mehr als ein Pl\u00e4tzchen am Katzentisch wird ihr daf\u00fcr aber nicht mehr zugestanden werden.\u201c \u2013 so Christian Rudolph im Magazin \u201eCorrigenda\u201c<br \/>\nhttps:\/\/www.corrigenda.online\/kultur\/wiedereroeffnete-berliner-st-hedwigs-kathedrale-kalter-triumph-des-modernismus .<br \/>\n&#8230;. Alles vom 4.12.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/philosophia-perennis.com\/2024\/12\/04\/berlin-nwo-tempel-eingeweiht\/\">https:\/\/philosophia-perennis.com\/2024\/12\/04\/berlin-nwo-tempel-eingeweiht\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kirchen hybrid nutzen<\/strong><br \/>\nDer Begriff &#8222;hybrid&#8220; ist derzeit en vogue: Ein Auto mit Vergasermotor und mit E-Motor f\u00fcr die k\u00fcrzeren innerst\u00e4dtischen Strecken. Nun wird er auch bei leerstehenden Kirchen die hybride Nutzung erwogen:<\/p>\n<p>Entweder den kompletten Kirchenraum so umgestalten, da\u00df dort Eventveranstaltungen wie auch Gottesdienste durchgef\u00fchrt werden. Dazu m\u00fcssen die Kirchenb\u00e4nke und der Altar entfernt werden. Oder aber die Kirche in zwei getrennte R\u00e4umlichkeiten aufteilen: Einen gro\u00dfen Bereich f\u00fcr Events und einen kleineren f\u00fcr den Gottesdienst.<br \/>\nIn der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Emmendingen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kath-emmendingen.de\/ueber-uns\/kirchen-2\/uebersicht-der-kirchen\/st-johannes\/\">https:\/\/www.kath-emmendingen.de\/ueber-uns\/kirchen-2\/uebersicht-der-kirchen\/st-johannes\/<\/a><br \/>\nwird diese Doppelnutzung der gro\u00dfenteils leerstehenden Kirche diskutiert (1).<br \/>\n22.11.2024<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Kirchen hybrid nutzen&#8220;<br \/>\n=====================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1)-(2)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Die Emmendinger Kirche St. Johannes \u00f6ffnet sich dem Weltlichen &#8211; sie soll &#8222;hybrid&#8220; genutzt werden<\/strong><br \/>\nDie Zahl der Gl\u00e4ubigen sinkt, der Unterhalt der Kirchen verschlingt viel Geld. An immer mehr Orten wird \u00fcber Verkauf oder gar Abriss diskutiert. Doch es gibt eine dritte M\u00f6glichkeit: die hybride Nutzung, wie sie gerade in Emmendingen beginnt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDas Neue, das sind die Ideen, die Kirche in Emmendingens gr\u00f6\u00dftem und buntestem Stadtteil zu \u00f6ffnen, so dass sie auch weltlich genutzt werden kann. Neben Liturgie und Spiritualit\u00e4t sollen Soziales und Bildung sowie Kunst und Kultur dort Platz finden. Daf\u00fcr soll der sakrale Kirchenraum, der seit 2010 unter Denkmalschutz steht, umgestaltet werden.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIn St. Johannes gibt es aber auch Skeptiker. Bei einer Unterschriftensammlung haben sich rund 50 Gemeindemitglieder beteiligt, die sich zwar nicht prinzipiell gegen eine Mitnutzung der Kirche durch weltliche Gruppen stellen, aber das vorliegende Konzept nicht mittragen k\u00f6nnen. Anne Schalk, seit vielen Jahren in der Seelsorgeeinheit Emmendingen beheimatet, sagt: &#8222;Der Auftrag der Kirche ist die Evangelisierung, sagt auch Papst Franziskus. Das sollte der Mittelpunkt sein. Die Kirche ist ein Gotteshaus, hier steht der Tabernakel, in dem sich Jesus f\u00fcr uns manifestiert. In solch einem heiligen Raum ist es f\u00fcr mich nicht denkbar, einfach eine Wand herunterzulassen \u2013 und dann wird eine Party gefeiert oder geschreinert.&#8220;<br \/>\nIn einer fr\u00fchen Phase sei ein Alternativvorschlag gemacht worden, berichten die aktiven Gemeindemitglieder Peter Schalk und Tilmann K\u00fcnstle. Ihr Vorschlag: Der Saal \u00fcber der Kirche wird als Kapelle eingerichtet, um so den sakralen Raum von den Eventveranstaltungen zu l\u00f6sen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.11.2024 von Sigrun Rehm bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/die-emmendinger-kirche-st-johannes-oeffnet-sich-dem-weltlichen-sie-soll-hybrid-genutzt-werden\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/die-emmendinger-kirche-st-johannes-oeffnet-sich-dem-weltlichen-sie-soll-hybrid-genutzt-werden<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n(2) Hybride \u00f6ffentliche R\u00e4ume &#8211; ein neuer Typus Kirche<br \/>\nNach wie vor sind Kirchen der Ort, an dem sich sonntags eine christliche Gemeinde zum Gottesdienst versammelt. Aber jedes Jahr besucht ein Millionenpublikum die Kirchen, um dort die besondere Atmosph\u00e4re der R\u00e4ume zu erleben, nicht die Gottesdienste, f\u00fcr die sie gebaut wurden. Die religi\u00f6se Erfahrung der Transzendenz, die ein Gemeindemitglied in der Liturgie des Gottesdienstes erlebt, wird so \u00fcberlagert von den \u00e4sthetischen Erfahrungen, die ein Besucher im Kirchenraum macht. Kirchen sind hybride R\u00e4ume der Transzendenz. Es kann dort ein charmanter \u00dcbergang von \u00e4sthetischer zur religi\u00f6sen Transzendenz stattfinden. Es kann aber auch ein Grenzkonflikt entstehen, wenn sich die Religion und Kunst voneinander abgrenzen. Beides, Kontinuit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t, gleitenden \u00dcbergange und harte Br\u00fcche er\u00f6ffnet eine Kirche, sofern es in ihr Transzendenz im Plural gibt als Ereignis der Kunst und als Ereignis der Liturgie. Dazu brauchen wir heute noch Kirchen. Das ist die Leitthese dieses Buches.<br \/>\n2017, Ev. Verlagsanstalt Leipzig, 254 Seiten, 78 farb. Abb., Klappenbroschur, 34,00 EUR<br \/>\nISBN 978-3-374-04832-8<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kunst-religion.de\/ein-neuer-typus-kirche\/\">https:\/\/kunst-religion.de\/ein-neuer-typus-kirche\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Selbstverschuldete Selbstaufl\u00f6sung: Bistum Trier will jede dritte Kirche schlie\u00dfen<\/strong><br \/>\nvon <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/bibel\/\">Peter Hahne<\/a><br \/>\n<em>TE-Autor Peter Hahne ist nicht \u00fcberrascht \u00fcber die Schlie\u00dfung der Kirchen in Trier. Es sei quasi die logische Bilanz einer selbstverschuldeten Selbstaufl\u00f6sung. Keine einzige Kirche m\u00fcsste schlie\u00dfen, wenn wieder drin w\u00e4re, was drauf steht: Biblische Lehre statt Glaubens- und Bildungs-Leere.<br \/>\n<\/em><br \/>\nOb ich die traurige Meldung nicht kommentieren wolle, bat mich ein gesch\u00e4tzter Kollege von Tichys Einblick. Doch wie kommt es, dass ich gar nicht traurig bin? Besser: Ich bin nicht \u00fcberrascht, weil kommen musste, was jetzt eingetroffen ist. Es ist quasi die logische Bilanz einer selbstverschuldeten Selbstaufl\u00f6sung: In Trier, dem \u00e4ltesten Bistum Deutschlands, soll jede dritte Kirche geschlossen werden. Tabula rasa! Der Grund: Die massenhaften Austritte haben die Einnahmen schrumpfen lassen. Die Geb\u00e4ude, aber auch das Personal und die bunte Diversit\u00e4t der kirchlichen Einrichtungen sind nicht mehr zu bezahlen.<br \/>\nWarum ersch\u00fcttert mich das nicht? Nehmen wir die badische Gro\u00dfstadt Mannheim. Dort titelten bereits Anfang des Jahres die gro\u00dfen Zeitungen: \u201eMannheim \u2013 bald die Stadt ohne Kirchen?\u201c Ein Gotteshaus nach dem anderen wird dicht gemacht, katholisch wie evangelisch. Die Moscheen schie\u00dfen jedoch wie Pilze aus dem Boden. 32 evangelische Kirchen gibt es in der legend\u00e4ren Quadratestadt, nur 12 k\u00f6nnen noch erhalten werden. Besser: gehalten.<br \/>\nGewarnt wurde bereits vor zwei Jahren von kompetenter Stelle: Etwa ein Drittel aller Kirchengeb\u00e4ude in Deutschland wird im Jahr 2060 nicht mehr gebraucht. Das prognostizierte der Direktor des Instituts f\u00fcr Kirchenbau an der Universit\u00e4t Marburg, Prof. Thomas Erne. Jede der beiden gro\u00dfen deutschen Konfessionen unterh\u00e4lt rund 25.000 Kirchengeb\u00e4ude. Wer \u00fcberraschend einen Gottesdienst besucht, erlebt meist eine erschreckend g\u00e4hnende Leere. Dagegen sprie\u00dfen vor allem in St\u00e4dten freikirchliche, oft \u00f6kumenisch ausgerichtete Projekte. Sie k\u00f6nnen den Andrang kaum bew\u00e4ltigen, machen ihren Gottesdienst in Kino- oder Theaters\u00e4len oder bauen gro\u00dfe Gemeindezentren. W\u00e4hrend es den etablierten Kirchen \u00e4hnlich geht wie den Altparteien in der Politik: Mitglieder wie W\u00e4hler wandern entt\u00e4uscht ab.<\/p>\n<p>Das war alles vorauszusehen. Es ist keineswegs (nur) der Missbrauchsskandal, der die Katholiken ausbluten l\u00e4sst. Nein, die Protestanten verlieren ebenso viele Mitglieder, oft sogar mehr. Und es sind alles andere als nur finanzielle Gr\u00fcnde, die den Exodus beschleunigen, der nun buchst\u00e4blich zum Exitus f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bei den Katholiken erleben wir etwas, was Marketing-technisch und Unternehmens-strategisch weltweiten Seltenheitswert hat. Das ist so absurd, dass man es nicht in Worte fassen kann: Zur Erneuerung, zur Wiedergewinnung verlorener Mitglieder oder deren Festhalten nimmt der katholische Klerus Ma\u00df ausgerechnet an der evangelischen Kirche, die all das praktiziert, was man gerne h\u00e4tte, und dabei Millionen von Mitgliedern verloren hat.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re so, als w\u00fcrde sich der Drogeriemarkt Rossmann strategisch an den insolvent gegangenen Schlecker-M\u00e4rkten orientieren. Irre! Wer sich von den Methoden eines Pleiteunternehmens Erfolg verspricht, darf sich nicht wundern. Trier l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Die Protestantisierung der katholischen Kirche f\u00fchrt zum gleichen Ergebnis wie in der Politik die Vergr\u00fcnung der ehemals Schwarzen: Man halbiert sich.<br \/>\nDer \u201eSynodale Weg\u201c ist der Totengr\u00e4ber des Katholizismus. Hier werden Millionen von Kirchensteuern zum Fenster hinaus geworfen, um der Kirche das \u201eErfolgsmodell\u201c des Luthertums \u00fcberzust\u00fclpen. Diese ewige Leier von Homoehe, Regenbogen-Pfarreien, Frauenpriestertum oder Abschaffung des Z\u00f6libats gibt\u2019s bei den Gr\u00fcnen, bei der queeren Bewegung oder der AOK und dem ADAC billiger. Daf\u00fcr braucht kein Mensch die Kirche.<\/p>\n<p>\u201eAber als sie am dringendsten gebraucht wurde\u201c, so die beiden linksliberalen Kollegen Stefan Aust (Ex-Spiegel-Chef) und Heribert Prantl (Ex-S\u00fcddeutsche-Chef), \u201ehat uns die Kirche im Stich gelassen.\u201c Wer alte Menschen ungetr\u00f6stet sterben und in Einsamkeit verk\u00fcmmern l\u00e4sst, den will und braucht niemand mehr. Die letzten zwei \u201eCorona-Jahre\u201c waren der letzte Beweis. \u201eSingen von den Balkonen\u201c war das Einzige, was den Ober-Klerikalen einfiel. Ein Verbrechen, sich in vorauseilendem Gehorsam den Staatsorganen anzubiedern und anzudienen, statt sich zur \u201esystemrelevanten Organisation\u201c erkl\u00e4ren zu lassen. Jetzt kommt die Quittung!<\/p>\n<p>Wenn selbst manche Spitzen-Evangelikale inzwischen unter einem \u00f6kumenischen Frauenkreis die Zusammenarbeit mit Muslimen verstehen, na dann: gute Nacht. Und war nicht der vom ZDF \u00fcbertragene offizielle kirchliche Beitrag zum Tag der Deutschen Einheit vor wenigen Wochen im Dom zu Erfurt der letzte Beweis, wohin die Reise der Restbest\u00e4nde des organisierten Christentums geht?!<br \/>\nMan nannte ihn etikettenschwindlerisch einen \u201e\u00f6kumenischen Gottesdienst\u201c, in Wahrheit war es \u201eErfurter Allerlei\u201c, ein ideologisch-absurdes Theater von Evangelen, Katholen, Atheisten, Juden, Humanisten und Muslimen. Alles redete und betete durcheinander, Quer-Beet sozusagen. Mehr Selbstaufgabe und Selbstzerst\u00f6rung geht nicht. Die Bonhoeffers und von Galens, die Dibelius\u2019 und Dybas drehen sich doch im Grabe herum.<\/p>\n<p>Jetzt ist es allzu logisch, dass man die \u00fcberfl\u00fcssigen Kirchen doch unter den Erfurter \u201eGlaubensrichtungen\u201c getrost aufteilen kann. Jeder bekommt Anteil am Schlussverkauf. Wenn ohnehin alles dasselbe ist. Doch wer nach allen Seiten offen ist, kann doch nicht ganz dicht sein. Jetzt fehlt sogar das Geld f\u00fcr Dach-Reparaturen.<\/p>\n<p>Ich kenne genug evangelische und katholische Gemeinden und Pfarrer, die ein Rezept haben, wie man Dome und Kathedralen, Dorfkirchen und Gemeindeh\u00e4user wieder mit Leben erf\u00fcllen und mit Menschen f\u00fcllen kann: das pure Evangelium predigen, lebensnah und bibelorientiert. Jesus statt Marx, Maria statt Greta.<br \/>\nWenn Bisch\u00f6fe in Jerusalem beim Betreten einer Moschee das Kreuz verleugnen oder Greta in die Trias von Vater, Sohn und Heiligem Geist einreihen, dann erweisen sich Glaubensnotstand und Bildungsnotstand als zwei Seiten derselben Medaille. Sowas braucht kein Mensch, der bei Trost ist. Oder \u2013 den Regenbogen dort lassen, wo er biblisch und heilsgeschichtlich hingeh\u00f6rt seit tausenden von Jahren: zu Noah, der jeweils zwei Geschlechter mit auf seine Arche nahm. Wer heute den Genderstern verwendet, verharmlost morgen die Pubert\u00e4tsblocker. Wer heute Winnetou verbietet, verbietet morgen die Bibel.<br \/>\nWozu braucht man da noch Kirche. Hat Thomas Gottschalk nicht recht, als er unl\u00e4ngst mit heiligem Ernst sp\u00f6ttisch witzelte: \u201eDie Kirche und die ARD braucht niemand mehr!\u201c<\/p>\n<p>Merken Christen eigentlich nicht, was los ist, was die Stunde geschlagen hat?! Zur\u00fcck zu den Wurzeln ist die einzige Methode f\u00fcr eine innere Reformation, um nach au\u00dfen wieder Strahlkraft zu erlangen. Den Markenkern zum Leuchten bringen: Hoffnung \u00fcber den Tod hinaus, Seelsorge und Mission.<\/p>\n<p>Und schafft endlich diese furchtbare, t\u00f6dliche, einmalig in Deutschland vom Staat kassierte Kirchensteuer ab! Werdet im Sinne der beiden lebenden P\u00e4pste eine \u201earme Kirche\u201c. Abh\u00e4ngig von Jesus, nicht vom Fiskus. Kirchensteuer finanziert jeden Irrsinn, der bei einer spenden-orientierten Kirche wie in den USA l\u00e4ngst im Nirwana verschwunden w\u00e4re: Kirchentage, die schlimmer sind als jeder Links-Konvent. Dieser elende synodale Irr-, Holz- und Abweg. Dieser Ausverkauf von Glaubenssubstanz als Ramschware zum Schleuderpreis.<\/p>\n<p>Einziger Ausweg f\u00fcr die Finanzen w\u00e4re das Rezept eines der profiliertesten Kenner der Kirchenszene seit 50 Jahren, des langj\u00e4hrigen Chefs der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, Helmut Matthies: Das Geld muss bei den Gemeinden bleiben und dort vor Ort verantwortlich verwaltet werden, losgel\u00f6st von klerikalen Religionsbeh\u00f6rden. Dies und andere Reform-Vorschl\u00e4ge legt er \u00fcberzeugend in seinem Buch \u201eGott kann auch anders\u201c dar.<br \/>\nJa, weder Trier noch Mannheim und wie die Orte alle hei\u00dfen m\u00fcssten nur eine einzige Kirche schlie\u00dfen, wenn wieder drin w\u00e4re, was drauf steht: Biblische Lehre statt Glaubens- und Bildungs-Leere. Mogelpackungen braucht kein Mensch. Da sucht man sich lieber das Original.<\/p>\n<p>Wie der Chef der Tageszeitung \u201eWelt\u201c, Ulf Poschardt, der nach dem Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes twitterte: \u201eWer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Gr\u00fcnen Jugend verbracht?\u201c Tja, daf\u00fcr braucht man keine Kirche (mehr). Schade, dass sie sich selbst \u00fcberfl\u00fcssig macht. Traurig!<br \/>\nWie zur Best\u00e4tigung titelte unl\u00e4ngst die Welt am Sonntag das Zitat eines Pfarrers: \u201eWir m\u00fcssen uns allm\u00e4hlich daran gew\u00f6hnen, dass niemand mehr nach uns fragt.\u201c Ein hoch bezahlter Pfarrer sagt das, kein Soziologe oder Atheist oder Links-Politiker. Wer sich selbst aufgibt, hat kein Existenzrecht mehr.<br \/>\nUnd fragt wirklich niemand mehr nach Christen und ihrer Botschaft? Ich sprach letzten Sonntag in einem kleinen Dorf am Sachsenring in einem Gottesdienst f\u00fcr Landwirte. Kaum gro\u00df Werbung, alles unter freiem Himmel bei Regenwarnung. Mehr als 1.800 Leute str\u00f6mten herbei. Scharen junger Leute, ganze Familien. Die bewegenden Bilder werden mir nie mehr aus dem Kopf gehen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/agwelt.de\/2022-10\/mehr-als-1-800-besucher-zum-erntedank-gottesdienst-mit-peter-hahne\/\">https:\/\/agwelt.de\/2022-10\/mehr-als-1-800-besucher-zum-erntedank-gottesdienst-mit-peter-hahne\/<\/a><br \/>\nProgrammatisch das dort gesungene Lied: \u201eEs geht ohne Gott in die Dunkelheit \u2026\u201c Wo die Kirche vergessen hat, dass sie Gott vergessen hat, ist es zappenduster.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.10.2022 von Peter Hahne bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/trier-kirche-schliessen\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/trier-kirche-schliessen\/<\/a><\/p>\n<p><em>Bestseller-Autor Peter Hahne war 18 Jahre Mitglied des 16-k\u00f6pfigen Rates der EKD, des obersten Leitungsgremiums der Evangelischen Kirche in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Religion\u00a0&gt;Kirchen &gt;Kirchenschliessungen Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen St. Hedwigs-Kaathedrale Berlin als: NWO-Tempel eingeweiht (4.12.2024) Kirchen hybrid nutzen (22.11.2024) Selbstverschuldete Selbstaufl\u00f6sung: Bistum Trier will jede dritte Kirche schlie\u00dfen (28.10.2022) Abendland Bibel CancelCulture-Literatur Christentum Christlich-islamischer Dialog Christenverfolgung Evangelisch Fluechtlinge-Christen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirchenschliessungen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":459,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-105712","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105712"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129075,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105712\/revisions\/129075"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}