{"id":105329,"date":"2022-10-13T18:49:51","date_gmt":"2022-10-13T16:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=105329"},"modified":"2022-10-13T19:11:24","modified_gmt":"2022-10-13T17:11:24","slug":"taubergiessen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/nsg\/taubergiessen\/","title":{"rendered":"Taubergiessen"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/\">Naturschutz<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/\">Orte<\/a> &gt;Taubergiessen<\/p>\n<p>d<\/p>\n<ul>\n<li>Taubergiessen und Auenw\u00e4lder: Wasserarmut und Libellensterben (12.10.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/taubergiessen.htm\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/taubergiessen.htm<\/a> &gt;Archivseite<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/oberrhein\/\">Oberrhein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/\">Rhein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/wyhl\/\">Wyhl<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Taubergiessen und Auenw\u00e4lder: Wasserarmut und Libellensterben<\/strong><br \/>\nDie Auenw\u00e4lder bei Kappel-Grafenhausen und Rhinau sind in keinem guten Zustand<br \/>\nWasserarmut, Libellensterben, schlechter werdende Bedingungen f\u00fcr Fische: Das Naturschutzgebiet Taubergie\u00dfen ist in keinem guten \u00f6kologischen Zustand. Eine Studie zeigt, wie sich das \u00e4ndern lie\u00dfe.<br \/>\nIn einer intakten Auenlandschaft wimmelt es im Sommer normalerweise von Libellen. Das sollte auch im Naturschutzgebiet Taubergie\u00dfen so sein, doch die Daten, die der Freiburger Libellenkundler Holger Hunger diesen Sommer dort sammelte, best\u00e4tigten seinen Eindruck: &#8222;Ich war betroffen, wie wenig Libellen es dort gibt&#8220;, sagte Hunger bei der Vorstellung der von der EU, der Region Grand Est und des Regierungspr\u00e4sidiums Freiburg finanzierten Machbarkeitsstudie im franz\u00f6sischen Rhinau. Die Ursache: Die Fluginsekten finden durch das mit Steinversch\u00fcttungen gesicherte Ufer nicht ausreichend Pl\u00e4tze zur gesch\u00fctzten Eiablage. Stattdessen machen sich eingeschleppte Arten wie Grundel und K\u00f6rbchenmuschel \u00fcber die Libelleneier her.<\/p>\n<p>Das ist nicht die einzige schlechte Nachricht aus Taubergie\u00dfen, das mit knapp 17 Quadratkilometern eines der gr\u00f6\u00dften Schutzgebiete in Baden-W\u00fcrttemberg ist. Die drei Staustufen in dem vom Rheinseitenkanal getrennten Rest-Rhein zwischen Rheinhausen und Kappel-Grafenhausen erweisen sich f\u00fcr zahlreiche heimische Fischarten als un\u00fcberwindbares Hindernis \u2013 was ihr Laichgew\u00e4sser bedenklich einschr\u00e4nkt. Wasserarmut ist ohnehin ein Problem f\u00fcr den unter dem Ingenieur Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert angelegten Rest-Rhein, der auch als Tulla-Rhein bezeichnet wird. Denn das meiste Wasser wird in den im 20. Jahrhundert gebauten Rheinseitenkanal f\u00fcr den Schiffsverkehr und das Wasserkraftwerk gelenkt \u2013 die Wasserrechte werden erst im Jahr 2040 neu verhandelt.<br \/>\nDieser Missstand hat sich in diesem Sommer versch\u00e4rft. Die Wasserknappheit brachte den Fluss fast zum Stillstand, worauf sich das Wasser an manchen Tagen auf bis zu 25 Grad erw\u00e4rmte. Bei solchen Temperaturen k\u00f6nnen Flie\u00dfgew\u00e4sserfische wie Lachse nicht mehr leben. Zum Problem geworden ist auch der historische Leinpfad entlang des Tulla-Rheins: Er schneidet den Strom weitgehend vom Auenwald ab.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-105332\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209-180x120.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209-640x427.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/taubergiessen-ile-de-rhinau202209.jpg 1079w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<h5>Die Naturschutzgebiete Ile de Rhinau (Mitte) und Taubergie\u00dfen (links) von oben Foto: Martin Bildstein<br \/>\nBlick nach S\u00fcden &#8211; rechts Schoenau im Elsass<\/h5>\n<p>Dies ist ein Teil der wenig erfreulichen Befunde, die die Machbarkeitsstudie mit dem Namen Rhinaissance in den vergangenen zwei Jahren in den Naturschutzgebieten Taubergie\u00dfen und Ile de Rhinau zu Tage f\u00f6rderte. Die grenz\u00fcberschreitende Studie kostete 357.000 Euro. Sie wurde zur H\u00e4lfte von der EU \u00fcber das Programm Interreg V finanziert und zu je 25 Prozent von der Region Grand Est und dem Regierungspr\u00e4sidium Freiburg. Erarbeitet wurde sie von dem franz\u00f6sischen Ingenieurb\u00fcro Ing\u00e9rop und dem Institut f\u00fcr Landschafts\u00f6kologie und Naturschutz in B\u00fchl, das an den Naturschutzbund (Nabu) angeschlossen ist. Institutsleiter Volker Sp\u00e4th bewertete das Gebiet nach zwei Jahren Arbeit als wertvolle Landschaft, die aber labil geworden sei.<br \/>\nDie beiden Schutzgebiete umfassen 1650 Hektar \u2013 den Experten war fr\u00fchzeitig klar, dass die Probleme nur gemeinsam angegangen werden k\u00f6nnen. Marianne Horny-Gouier, gastgebende B\u00fcrgermeisterin von Rhinau, erinnerte an den Start von Rhinaissance durch einen Besuch des damaligen Landesumweltministers Franz Untersteller (Gr\u00fcne) im Jahr 2019. Nachdem nun die Studie vorliege, fordert Horny-Gouier zum schnellen Handeln auf, um dieses &#8222;bemerkenswerte Naturschutzgebiet&#8220; zu erhalten.<\/p>\n<p>Doch wie das geschehen soll, dar\u00fcber gibt es nicht in allen Fragen Einigkeit. Deshalb haben die beauftragten B\u00fcros eine sogenannte Pioniervariante vorgeschlagen: Alle Ma\u00dfnahmen, zu denen es Konsens gibt, sollen angegangen werden. Daf\u00fcr braucht es aber eine Detailplanung, f\u00fcr die wieder die Interreg-F\u00f6rderung der EU beantragt werden soll. Bis zum Juli n\u00e4chsten Jahres k\u00f6nnte die Genehmigung vorliegen, sagt Sp\u00e4th.<\/p>\n<p>Kleinere Vorhaben wie eine geringf\u00fcgige Uferr\u00fcckverlegung mit einem flachen Zugang zum Wasser aus Kies und Geh\u00f6lz k\u00f6nnten in einem Jahr geplant werden. F\u00fcr aufw\u00e4ndigere wie das R\u00fcckverlegen des Ufers um jeweils 80 Meter m\u00fcsste man eher zwei Jahre einplanen. Den Leinpfad auf franz\u00f6sischer Seite k\u00f6nnte man etwas absenken, auf deutscher Seite schweben den Naturschutzexperten mehrere Durchl\u00e4sse vor. Dazu braucht es aber weitere Untersuchungen. Wie aber die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten in ein oder zwei Jahren aussehen, um die Vorhaben auch umzusetzen, k\u00f6nne man heute nicht absch\u00e4tzen, sagt Sp\u00e4th mit Blick auf die Energiekrise und Schuldenentwicklung.<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.10.2022 von Klaus Riexinger bitte lesen auf<br \/>\nhttps:\/\/www.badische-zeitung.de\/wenn-die-libellen-fortbleiben&#8211;218792747.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur &gt;Naturschutz &gt;Orte &gt;Taubergiessen d Taubergiessen und Auenw\u00e4lder: Wasserarmut und Libellensterben (12.10.2022) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/taubergiessen.htm &gt;Archivseite Oberrhein Rhein Wyhl &nbsp; &nbsp; Taubergiessen und Auenw\u00e4lder: Wasserarmut und Libellensterben Die Auenw\u00e4lder bei Kappel-Grafenhausen und Rhinau sind in keinem guten Zustand Wasserarmut, Libellensterben, schlechter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/nsg\/taubergiessen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":927,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-105329","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105329"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105342,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105329\/revisions\/105342"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}