{"id":103890,"date":"2022-08-28T20:54:22","date_gmt":"2022-08-28T18:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=103890"},"modified":"2024-11-03T20:43:49","modified_gmt":"2024-11-03T19:43:49","slug":"kulturelle-aneignung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturelle-aneignung\/","title":{"rendered":"Kulturelle-Aneignung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-kultur\/\">Deutsche Kultur<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturrevolution\/\">Kulturrevolution<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/\">Kulturverlust<\/a> &gt;Kulturelle-Aneignung<\/p>\n<div id=\"attachment_102119\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/yoga-strandbad-festival-pan220625-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102119\" class=\"size-full wp-image-102119\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/yoga-strandbad-festival-pan220625-1.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/yoga-strandbad-festival-pan220625-1.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/yoga-strandbad-festival-pan220625-1-180x99.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-102119\" class=\"wp-caption-text\">Yoga im Strandbad Freiburg am 25.6.2022<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture-literatur\/\">Verband amerikanischer Ureinwohner gegen Canceln von \u201eIndianer\u201c<\/a> (2.11.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/euer-land-gehoert-euch-nicht\/\">Euer Land geh\u00f6rt euch nicht<\/a>\u00a0(1.9.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/geothermie\/waermepumpe\/\">W\u00e4rmepumpe: \u201eErneuerbare\u201c und kulturelle Aneignung<\/a> (1.5.2023)<\/li>\n<li>Auftrittverbot BuGa Mannheim: AWO-Seniorinnen mit Sombrero (21.4.2023)<\/li>\n<li>Kulturelle Aneignung: Entweder generell oder gar nicht (20.4.2023)<\/li>\n<li>Michael Klonovsky: Kulturelle Aneignung (23.9.2022)<\/li>\n<li>Kulturelle Aneignung ist Grundlage kultureller Teilhabe (31.8.2022)<\/li>\n<li>Dieter Hallervorden zu Winnetou: \u201eIch nehme es als Bevormundung (30.8.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kulturelle-aneignung-1948-2022\/\">Kulturelle Aneignung 1948 2022<\/a> (28.8.2022)<\/li>\n<li>Verlag zieht Buch zur\u00fcck: Ravensburger l\u00e4sst Winnetou zum zweiten Mal sterben\u00a0(22.8.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture-literatur\/\">CancelCulture-Literatur<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kulturelle Aneignung: Entweder generell oder gar nicht<\/strong><br \/>\nSeit de 1960er Jahren kennzeichnen afroamerikanische B\u00fcrgerrechtler mit dem Begriff &#8222;woke&#8220; f\u00fcr &#8222;erwachtes Bewu\u00dftsein&#8220; ihre rassistische Unterdr\u00fcckung, wobei sie die &#8222;kulturelle Aneignung&#8220; durch Wei\u00dfe anprangern. Letztes Beispiel: Auf der Bundesgartenschau in Mannheim mussten Seniorinnen des AWO-Balletts ihren Auftritt absagen, da sie mit fremdl\u00e4ndischen Kost\u00fcmen wie Sombrero, Sari und Poncho tanzen wollten. Die Woke-Ideologie hat gesiegt.<br \/>\n.<br \/>\nGem\u00e4\u00df den Gleichheitsgrundsatz mu\u00df die &#8222;kulturelle Aneignung&#8220; entweder generell oder gar nicht gelten. Entweder kein wei\u00dfer Blues, kein Ayurveda, keine Sushi, kein Buddhismus, keine Akupunktur, kein Mais, kein Rugby, usw. Die vielbeschworene Buntheit und Vielfalt w\u00e4re dahin.<br \/>\nOder aber man l\u00e4\u00dft den wei\u00dfen &#8230; weiterhin schwarzen Blues singen und erfreut sich am Reichtum kultureller Vielfalt. Der gro\u00dfe Emmanuel Kant legte dazu mit seinem &#8222;Sapere aude&#8220; bzw. &#8222;wage es, dich deines Verstandes zu bedienen&#8220; den Grundstein.<br \/>\n20.4.2023<br \/>\n=========================================================<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Auftrittverbot BuGa Mannheim: AWO-Seniorinnen mit Sombrero<\/strong><br \/>\nDie Seniorinnen des AWO-Balletts Mannheim d\u00fcrfen nur nach \u00c4nderungen auf der Bundesgartenschau auftreten, weil Funktion\u00e4re Ansto\u00df an ihren Kost\u00fcmen genommen haben. Unter anderem m\u00fcssen sie auf Sombreros verzichten.<br \/>\n1984, Orwelljahr: Die westdeutsche Rockgruppe BAP durfte nicht in der DDR auftreten, weil Funktion\u00e4re kurz vorher Ansto\u00df an einem Liedtext genommen hatten. 2<br \/>\n023, Postmoderne: Die Seniorinnen des AWO-Balletts Mannheim d\u00fcrfen nur nach \u00c4nderungen auf der Bundesgartenschau (Buga) auftreten, weil Funktion\u00e4re Ansto\u00df an ihren Kost\u00fcmen genommen haben.<br \/>\nSo etwas hat das aus Frauen im Alter von um die 60 bis \u00fcber 80 bestehende Ensemble in den Jahrzehnten seiner Existenz noch nie erlebt, n\u00e4mlich dass \u201evor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur Sensibilit\u00e4t f\u00fcr kulturelle und religi\u00f6se Codierungen Bedenken an der Wirkung einiger Kost\u00fcme aufgekommen\u201c seien, wie die Buga-Betreibergesellschaft mitteilte. \u201eMexikaner als Menschen mit Sombrerohut oder klischeebesetzter asiatischer Kost\u00fcmierung \u2013 das sind Bilder, die wir nicht auf der Mannheimer Buga sehen\u201c, wird eine Pressesprecherin zitiert. <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ausgestossene_der_woche_seniorinnen_mit_sombrero\">https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article244851364\/AWO-Ballett-Bin-gar-nicht-auf-die-Idee-gekommen-dass-man-ein-Kostuem-als-Beleidigung-auffassen-kann.html<\/a><br \/>\nAuch indische und alt\u00e4gyptische Verkleidungen fanden nicht das Plazet der (horti-)kulturellen Entscheidungstr\u00e4ger.<br \/>\nF\u00fcr ihre 25-min\u00fctige Show Weltreise in einem Traumschiff, greifen die Damen auf 14, teils selbstgeschneiderte, Kost\u00fcme zur\u00fcck (siehe hier <a href=\"https:\/\/www.awo-ballett.de\/galerie\/\">https:\/\/www.awo-ballett.de\/galerie\/<\/a> ). Urspr\u00fcnglich sollten davon sechs der Zensurschere zum Opfer fallen, was das ganze Programm \u00fcber den Haufen geworfen h\u00e4tte. \u201eUnsere Show hat doch nichts mit Rassismus zu tun!\u201c, wehrte sich Ballettchefin Erika Schmaltz, und wies darauf hin, dass zu ihrer Tanzgruppe auch Frauen aus China, Russland und der Ukraine geh\u00f6ren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.4.2023 von Christoph L\u00f6venich bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ausgestossene_der_woche_seniorinnen_mit_sombrero\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ausgestossene_der_woche_seniorinnen_mit_sombrero<\/a><\/p>\n<p>Pseudomoralische Ideologen finden ihre Anerkennung in der Bevormundung anderer<br \/>\nVor wenigen Tagen konnten wir in verschiedenen Medien dar\u00fcber lesen, wie das AWO-Ballett aus Rheinau von der Bundesgartenschau Mannheim gecancelt wurde.<br \/>\nDie \u00e4lteren Damen wollten eine \u201eWeltreise mit dem Traumschiff\u201c auff\u00fchren und ihren Zuschauern die musikalischen Highlights verschiedener Nationen vorstellen. Dabei sollten u.a. auch Sombreros, Ponchos, Kimonos, Saris usw. zum Einsatz kommen &#8211; nach Meinung der BuGa-Veranstalter eine absolut unzul\u00e4ssige Form kultureller Aneignung.<br \/>\nDie Damen des AWO-Balletts konnten diese Ablehnung \u00fcberhaupt nicht nachvollziehen (\u00e4hnlich wie die meisten klar denkenden Menschen au\u00dferhalb der woken Blase), denn f\u00fcr sie war die Show eher ein Zeichen des Respekts und der Begeisterung f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Kulturen unseres Planeten. Immerhin hatten sie viele der Kost\u00fcme selbst geschneidert und lange Stunden mit Proben verbracht&#8230;.<br \/>\nAlles vom 20.4.2023 von Corinne Henker bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.alexander-wallasch.de\/gesellschaft\/pseudomoralische-ideologen-finden-ihre-anerkennung-in-der-bevormundung-anderer\">https:\/\/www.alexander-wallasch.de\/gesellschaft\/pseudomoralische-ideologen-finden-ihre-anerkennung-in-der-bevormundung-anderer<\/a><\/p>\n<p>:<\/p>\n<p><strong>Michael Klonovsky: Kulturelle Aneignung<\/strong><br \/>\nMein Podcast zum Thema \u201ekulturelle Aneignung\u201d,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2022\/09\/heute-abend-in-diesem-theater\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2022\/09\/heute-abend-in-diesem-theater\/<\/a><br \/>\nf\u00fcrs Protokoll verschriftlicht:<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Vorwurf der \u201ekulturellen Aneignung\u201c ist ein Bestandteil des Kulturkrieges gegen die westliche Kultur. Es ist antiwei\u00dfer Rassismus. Antiwei\u00dfer Rassismus entsteht aus dem Neid auf das, was Wei\u00dfe in den vergangenen 500 Jahren geschaffen haben: nahezu die gesamte moderne Zivilisation. Die antiwei\u00dfe Fronde behauptet nun einfach, dass alle Entwicklungen der Wei\u00dfen aus der Unterdr\u00fcckung und Auspl\u00fcnderung der nichtwei\u00dfen V\u00f6lker resultieren; mithin gehen vom attischen Tempel bis zur Raumstation s\u00e4mtliche Werke der wei\u00dfen W\u00f6lfe eigentlich auf das Konto der anderen Ethnien. Und der wei\u00dfe Linke glaubt, durch die eifrige Bezichtigung und Verdammung anderer wei\u00dfer M\u00e4nner seine bleiche Haut retten und ein bisschen an k\u00fcnftigen Umverteilungen partizipieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Gegenst\u00e4nde der \u201ekulturellen Aneignung\u201c sind also eher belanglos und austauschbar. Ich, um mit einer pers\u00f6nlichen Bemerkung zu schlie\u00dfen, komme komplett ohne \u201ekulturelle Aneignung\u201c aus. Ich brauche weder Dreadlocks noch Tattoos, weder Reggae noch die Benin-Bronzen, ich kann ganz ohne Federschmuck und exotische Kleidung leben, und wenn es sein muss, kann ich auch auf s\u00e4mtliche au\u00dfereurop\u00e4ischen K\u00fcchen und Kunstwerke verzichten.<\/p>\n<p>Alles, was ich liebe, haben tote wei\u00dfe M\u00e4nner geschaffen, ob nun die \u00d6lmalerei, das Distichon, den Kontrapunkt oder die Kom\u00f6die, ob Matth\u00e4us-Passion, \u201eMeistersinger\u201d oder Chopins Nocturnes, ob die \u201eMeninas\u201c, die \u201eMilchmagd\u201c oder die Fresken der Arenakapelle zu Padua, ob \u201e\u00c0 la recherche du temps perdu\u201d oder \u201ePnin\u201d, ob \u201eOdyssee\u201d, \u201eWest-\u00f6stlicher Divan\u201d oder die Sonette des Gro\u00dfen Einzigen, ob Ch\u00e2teau Margaux oder Ch\u00e2teau Lafite-Rothschild, ob Lindenoper oder Scala, ob die Kathedrale von Amiens oder San Francesco in Assisi, ob \u201eClockwork orange\u201d oder \u201eBarry Lyndon\u201d, zu schweigen von Rennrad, Chaiselongue, Salonspeisewagen, F\u00fcllfederhalter, Dreiteiler, Crockett &amp; Jones-Schuhen und halterlosen Damenstr\u00fcmpfen. Wenn nun ein paar spezielle Hochbegabte der Meinung sind, die Werke der toten wei\u00dfen M\u00e4nner seien auszusondern, kann ich das nur gl\u00fchend bef\u00fcrworten. Weg damit! Dieses Kulturprekariat soll das nicht lesen, nicht ansehen, nicht anh\u00f6ren, nicht benutzen, nicht beschmutzen; m\u00f6gen solche Figuren auch \u00e4sthetisch unter ihresgleichen bleiben, damit ist am Ende allen gedient \u2026<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.9.2022 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2022\/09\/das-woke-gesicht-des-rassismus\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2022\/09\/das-woke-gesicht-des-rassismus\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kulturelle Aneignung ist Grundlage kultureller Teilhabe<\/strong><br \/>\nEine kulturelle Aneignung ist keine kulturelle Dem\u00fctigung, sondern im reinen Wortsinn sogar die Grundlage f\u00fcr das Gegenteil. Erst, wer sich zum Beispiel eine andere Sprache aneignet, kann einen Zugang zu einer Kultur gewinnen, den er sonst nur aus dritter Hand erf\u00e4hrt.<br \/>\nEs ist bezeichnend, wie unkritisch manche Menschen Begriffe als Tabu hinnehmen, die dazu gar nicht taugen. \u201eKulturelle Aneignung\u201c ist daf\u00fcr ein Beispiel. Aneignen ist nicht enteignen. Sich etwas anzueignen ist erst einmal positiv konnotiert. Dabei geht es um den Erwerb, um das Hinzulernen, nicht um das Wegnehmen. Der ganze Bildungsprozess beruht auf kultureller Aneignung. Etwas v\u00f6llig anderes ist eine Missbrauchshandlung, aber diese steckt in dem Begriff semantisch gar nicht drin. Eine kulturelle Aneignung ist keine kulturelle Dem\u00fctigung, sondern im reinen Wortsinn sogar die Grundlage f\u00fcr das Gegenteil. Erst, wer sich zum Beispiel eine andere Sprache aneignet, kann einen Zugang zu einer Kultur gewinnen, den er sonst nur aus dritter Hand erf\u00e4hrt.<br \/>\nEs dauert nicht mehr lange, dann sind auch Fremdsprachen \u201ekulturelle Aneignung\u201c. Vor einer so kulturfeindlichen Position wie der Ablehnung von Fremdsprachen schreckt man aktuell noch zur\u00fcck. Aber: Aus dem, was woke Aktivisten f\u00fcr folgerichtig halten, w\u00e4re das sogar noch n\u00e4herliegend, als fiktionale filmische und literarische Erzeugnisse als beleidigend f\u00fcr die Lebenswirklichkeit von Menschen anzusehen, f\u00fcr die man stellvertretend emp\u00f6rt ist \u2013 ohne sie gefragt zu haben, ob sie von solchen wohlmeinenden unmandatierten Advokaten vertreten werden m\u00f6chten. Aneignend im Sinne von \u00fcbergriffig sind hier diejenigen, die meinen, sie k\u00f6nnten f\u00fcr Kulturen sprechen, denen sie gar nicht angeh\u00f6ren.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nKulturelle Aneignung ist im Wortsinn wie jede Aneignung: Sich etwas zu eigen machen, ohne dem etwas zu nehmen, an dem sich Aneignung ereignet. Das ist auch Anteilnahme. Das ist Teilwerden. Die moralisch-kulturellen Puristen, die eine Gewalttat darin sehen, handeln destruktiv und missbrauchen den positiv konnotierten Begriff. Sie nehmen ihn aus seinem nat\u00fcrlichen Sprachgef\u00fcge. Die Gegenseite beh\u00e4lt sich vor, den Begriff \u201eaneignen\u201c nicht in seiner Bedeutung umdeuten zu lassen, sondern ihn so in den Diskurs einzubringen, wie er gedacht ist. Die Hoheit \u00fcber die Begriffe darf keinem ideologischen Lager geh\u00f6ren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 31.8.2022 von Aljoscha Harmsen bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/kulturelle_aneignung_ist_grundlage_kultureller_teilhabe\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/kulturelle_aneignung_ist_grundlage_kultureller_teilhabe<\/a><\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\n<strong>&#8230; eine schwachsinnige Anordnung<\/strong><br \/>\nIst der Begriff der \u201ckulturellen Aneignung\u201d nicht derart offensichtlich widersinnig (wie es hier noch einmal sch\u00f6n zusammengefa\u00dft wurde), da\u00df man davon ausgehen mu\u00df, da\u00df der Widersinn Teil der Intention seiner Erfindung gewesen sein mu\u00df? Nach dem Prinzip: Nur wenn auch schwachsinnige Anordnungen widerspruchlos befolgt werden, kann man sich des Gehorsams sicher sein? Denn wenn der Vernunft gefolgt wird, sagt das ja nicht \u00fcber Gehorsam aus. Aber die willenlose Unterordnung des gemeinen Volks ist doch zweifellos das Ziel all der Ma\u00dfnahmen der letzten Jahre. Erschreckend nur, wie wenige das zu st\u00f6ren scheint.<br \/>\n31.8.2022, A.A.<\/p>\n<p><strong>Die Herrschafts- bzw. Zurichtungsmethoden:<\/strong> CorrectnessGenderKlimaMigrationRassismusWokenessVirus &#8211; haben, bis auf Virus, ihren Ursprung in marxistischen\/esoterischen Subkulturen. Wo sie jahrzehntelang vor sich hin d\u00fcmpelten. Bis sie, w\u00e4hrend Obama I, entdeckt wurden. Von den Think Tanks, politischen Stiftungen, NGOs, Aktivisten &amp; Einzelmilliard\u00e4ren. Sinn &amp; Zweck der \u00dcbung ist, die Epoche der Westlichen B\u00fcrgerlichen Gesellschaften zu beenden. Was sich derzeit, vor unseren Kuhaugen, in Riesenschritten vollzieht.<br \/>\n31.8.2022, H.U.<\/p>\n<p>Da stellen sich Fragen \u00fcber Fragen.<br \/>\nMit St\u00e4bchen essen im chinesischen oder koreanischen Restaurant? Zerfetzte Jeans tragen, die aussehen, als h\u00e4tte man 16 Stunden am Tag in einer Goldmine geschuftet? Eine Fremdsprache erlernen? Genau genommen alles kulturelle Aneignung. Aber gut. Es wird bald Gremien und R\u00e4te geben, die genau pr\u00fcfen werden, was harmlos und unverf\u00e4nglich ist und niemanden kulturell vor das Schienbein tritt.<br \/>\n31.8.2022, A.G.<br \/>\n<strong>Kulturelle Aneignung = rassistisch?<\/strong><br \/>\nDie h\u00f6chste Form kultureller Aneignung w\u00e4re es, wenn ein Deutscher (neu: hier Geborener) eine Ausl\u00e4nderin heiratet oder sonst eine \u201cBeziehung\u201d eingeht. Damit outen sich die Kulturk\u00e4mpfer der Neuzeit als die gr\u00f6\u00dften Rassisten.<br \/>\n31.8.2022, A.D.<\/p>\n<p>Manche meinen, dass man sich mit anderen Kulturen (inhaltlich, kritisch) nur dann auseinander setzen darf, wenn deren Vertreter damit einverstanden sind. Sie meinen, dass sich nur die Vertreter dieser Kulturen zu ihrer Kultur \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen. Als Au\u00dfenstehender hat man das Selbstbild, die Selbstbeschreibung der Kultur kritiklos zu \u00fcbernehmen. Das hei\u00dft beispielsweise, dass man die Sicht der Muslime zum Islam \u00fcbernehmen muss; im Endeffekt bedeutet das, dass man sich dem Islam unterwerfen muss. Das Verbot von Kritik m\u00fcndet zuerst in der Selbstaufgabe und dann in der Unterwerfung. Es geht um Macht. Wen du nicht kritisieren darfst, der hat Macht \u00fcber dich. &#8230;<br \/>\nWenn du dir die Kultur des Anderen nicht \u201caneignen\u201d darfst &#8211; dir kein eigenes Bild davon machen darfst &#8211; sein Selbstbild \u00fcbernehmen musst, dann bestimmt der Andere was du \u00fcber ihn sagen &amp; denken darfst. Derjenige der bestimmt was du sagen &amp; denken darfst, der hat die Macht \u00fcber dich. Wenn du das Selbstbild des Anderen unkritisch \u00fcbernimmst, dann unterwirfst du dich deinem pers\u00f6nlichen Diktator.<br \/>\n31.8.2022, T.S.<\/p>\n<p>Dem Autor sei Dank f\u00fcr diesen sehr gelungenen und notwendigen Beitrag! Die Bezeichnung \u201cmoralisch-kulturelle Puristen\u201d f\u00fcr derartig autorit\u00e4re und diskursfeindliche Ideologen zu verwenden, ist mMn zu schonend. Den in ihrer Wahrnehmung krankhaft fehlentwickelten Gutmenschen sollte schleunigst das Handwerk gelegt werden, weil ihr Wirken nicht nur zus\u00e4tzlich den \u201cgesellschaftlichen Frieden\u201d st\u00f6rt, sondern auch jeglicher Vernunft entbehrt &#8211; ganz abgesehen von den Nachteilen der jeweils Betroffenen!<br \/>\n31.8.2022, F.B.<\/p>\n<p><strong>\u201cKulturelle Aneignung\u201d ist mindestens implizit immer ein Kompliment!<\/strong><br \/>\nDie Reformnazis werden das Erlernen von Fremdsprachen auch noch verbieten wollen &#8230;<br \/>\n31.8.2022, L.L.<\/p>\n<p><strong>Ziel ist, kulturelle Vergn\u00fcgungen zu verbieten<\/strong><br \/>\nIch verstehe gar nicht, warum da soviel dar\u00fcber diskutiert wird. Es geht den Aktivisten doch gar nicht darum, \u201ckulturelle Aneignung\u201d zu verbieten. Es geht ihnen darum, die kulturellen Vergn\u00fcgungen mit dem Drumherum als ganzes, Karneval, Musikveranstaltungen etc. von Volksgruppen zu verbieten, die ihre eigenen Narrative nicht teilen. Die Methode aller \u201cAktivisten\u201d ist es, kleine Nebenkriegsschaupl\u00e4tze zu er\u00f6ffnen, hier Emp\u00f6rung und mehr zuzulassen, damit die Adressaten nicht dar\u00fcber zum Nachdenken kommen, wo die Reise wirklich hingehen soll. Pl\u00f6tzlich ist man da am Ziel und das Volk fragt sich, wie konnte das nur geschehen. Beispiele in der Geschichte gibt es genug.<br \/>\n31.8.2022, D.D.<\/p>\n<p><strong>&#8230; lateinischen Buchstaben und arabische Zahlen verbieten<\/strong><br \/>\nMit den selbsternannten Verfechtern \u201ckultureller Aneignung\u201d werde ich immer seeehr schnell fertig wenn ich drauf hinweise, da\u00df sie mit lateinischen Buchstaben und arabischen Zahlen hantieren und sie das konsequenterweise bleiben lassen sollen.<br \/>\n31.8.2022, V.M.<\/p>\n<p><strong>\u201cDie Hoheit \u00fcber die Begriffe darf keinem ideologischen Lager angeh\u00f6ren\u201d<\/strong><br \/>\nBitte um drei Ausrufezeichen hinter diesen Satz! Z.B: Eine Krankheit, von der \u00fcber 99 Prozent der Bev\u00f6lkerung untangiert bleiben, hat nicht als \u201cPandemie\u201d bezeichnet zu werden , &#8211; vielleicht aus Jux am Stammtisch, aber nicht von Regierungen gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit. Und eine Medienwelt, die hier nicht auf breiter Front hineingr\u00e4tscht sondern in die Verhohnepipelung der menschlichen Vernunft einstimmt, hat jede Existenzberechtigung verloren, weil sie sich der Volksverhetzung schuldig macht. Das gilt nicht nur f\u00fcr \u201cCorona\u201d sondern f\u00fcr \u201cGender\u201d-Phantastereien, Rassismusdebatte und eben auch \u201cAneignungs\u201d-Spinnereien.<br \/>\n31.8.2022, B.M.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p><strong>Dieter Hallervorden zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/je-suis-winnetou\/\">Winnetou<\/a>: \u201eIch nehme es als Bevormundung<\/strong><br \/>\n\u201eIch glaube, wir leben in einer Art von Empfindsamkeitskult, bei dem uns andere Leute vorschreiben wollen, mit welchem Slalom wir angebliche Fettn\u00e4pfchen in Zukunft zu umrunden haben\u201c, sagte der 86-J\u00e4hrige in Berlin. \u201eIch nehme es als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bevormundung\/\">Bevormundung<\/a>.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nW\u00fcrde man dem folgen, m\u00fcsste eigentlich auch Goethes \u201eFaust\u201c verboten werden, sagte Hallervorden. \u201eDenn die Art, wie Faust sich an das Gretchen ranmacht, ist ja nicht nur nicht zeitgem\u00e4\u00df, sondern geradezu frauenfeindlich.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.8.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/panorama\/winnetou-debatte-dieter-hallervorden-fuehlt-sich-bevormundet-und-spricht-von-empfindsamkeitskult-MOREIEBI7KD2ZRTJNGMVY2BF7Q.html\">https:\/\/www.rnd.de\/panorama\/winnetou-debatte-dieter-hallervorden-fuehlt-sich-bevormundet-und-spricht-von-empfindsamkeitskult-MOREIEBI7KD2ZRTJNGMVY2BF7Q.html<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Verlag zieht Buch zur\u00fcck: Ravensburger l\u00e4sst Winnetou zum zweiten Mal sterben<\/strong><br \/>\n<strong>Blo\u00df keine kulturelle Aneignung<\/strong><br \/>\n<em>Moralw\u00e4chtern im sozialen Netzwerk Instagram gefiel ein Kinderbuch zum gleichnamigen aktuellen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/je-suis-winnetou\/\">Winnetou<\/a>-Kinofilm nicht. Aus der Anonymit\u00e4t heraus polterten sie gegen angebliche rassistische Stereotype. Der Verlag gab nach<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nAber was spielt sich hier ab? Es ist der f\u00fcr den Westen der Welt mittlerweile typische Exorzismus. Alles soll unter der Perspektive Rassismus, kulturelle Aneignung, Sexismus, Kolonialismus betrachtet werden. Geschichte soll umgeschrieben oder gar getilgt werden. Wei\u00dfe Musiker mit Dreadlocks werden ausgeschlossen, Onkel Toms H\u00fctte ist out, Pippi Langstrumpf ebenso, der \u201eAfrika\u201c-Keks von Bahlsen ist Vergangenheit ebenso wie die Zigeunerso\u00dfe von Knorr. Der Mohr wird ebenfalls als Namensgeber von Stra\u00dfen, Hotels, Apotheken genommen. Kinderb\u00fccher verschwinden aus den \u00f6ffentlichen Bibliotheken oder sie werden mit Warnhinweisen versehen. In den USA und im United Kingdom geschieht solches gar in Universit\u00e4tsbibliotheken. Selbst Shakespeare-Werke werden mit \u201eTriggerwarnungen\u201c versehen.<br \/>\nWie weit ist es da noch, dass Ballspiele (erfunden von Azteken oder Chinesen) und Kanu- und Kajakboote (erfunden von Eskimos, pardon: Inuit) verboten werden, weil es sich hier ja um eine \u201ekulturelle Aneignung\u201c zum Zwecke der \u201ewei\u00dfen\u201c Profilierung und Gewinnmaximierung handle?<br \/>\nNein, all dies ist ein masochistischer, s\u00fcndenstolzer Kniefall vor einer immer weiter ausufernden \u201ewokeness\u201c. Einer \u201ewokeness\u201c, die aber sehr einseitig ist. Denn es sind ma\u00dfgeblich naturwissenschaftliche, medizinische und technische Errungenschaften des \u201ewei\u00dfen\u201c Westens, die sich alle Kulturen dieser Welt aneigneten und dadurch moderner wurden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.8.2022 von Josef Kraus bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/ravensburger-winnetou\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/ravensburger-winnetou\/<\/a><\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\n<strong>Die suchtartige Suche nach vermeintlichen Ungerechtigkeiten,<\/strong><br \/>\ndas Gerieren als derjenige, der sie zum Thema macht und aus der Welt schafft, dieses Verhalten ist meiner Ansicht nach ein Symptom des grassierenden Narzissmus in der \u201ewestlichen\u201c Konsum- und Mediengesellschaft. Diese Leute baden in ihrer imaginierten Hochmoral und genie\u00dfen das Aus\u00fcben der Rechte, die sie aus dieser ableiten. Das w\u00e4re soweit kein Problem, solange der \u00f6ffentliche Diskurs mehrheitlich von Stimmen der Vernunft und N\u00fcchternheit gepr\u00e4gt w\u00e4re. Das ist leider zunehmend nicht mehr der Fall, der Mediendiskurs wird bestimmt von diesen Leuten mit ihren neurotischen Befindlichkeiten.<br \/>\n22.8.2022, Med<\/p>\n<p>Ist es nicht bemerkenswert, dass diese Rassismus- und Kolonialisierungsideologie eben nur von dieser kleinen, aber sehr lauten Gruppe ausgeht?<br \/>\nDie meisten Menschen denken mit Sicherheit nicht an Rassismus oder Unterdr\u00fcckung, wenn Sie sich Winnetou ansehen.<br \/>\nDiese kleine Gruppe, v\u00f6llig spa\u00dfbefreit, vor allem Angst habend und mit rechthaberischen Anspruch, kommen auf solche Gedanken, weil Sie eventuell genau so sind.<br \/>\nSie wollen ihre Meinung, ihre Ideologie allen anderen aufdr\u00fccken, andere am liebsten unterjochen.<br \/>\nRavensburg, sowie mittlerweile viele andere werden mir in Erinnerung bleiben, vor allem beim Konsum.<br \/>\n22.8.2022, LF<\/p>\n<p><strong>Bleibt dann noch Schiller. Geh\u00f6rt wohl auf den Index.<\/strong><br \/>\nDie Verschw\u00f6rung des Fiesco zu Genua<br \/>\nSteht doch dort:<br \/>\nDer Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.<br \/>\nHat unser Land es n\u00f6tig, diese Form der B\u00fccherverbrennung zu unterst\u00fctzen?<br \/>\nJedem Depp seine Plattform.<br \/>\nDa hilft nur ein gro\u00dfz\u00fcgiger Boykott der Produkte von Ravensburger.<br \/>\n22.8.2022, Alf<\/p>\n<p>Es ist einfach nur krank was im tollen werte Westen so alles m\u00f6glich ist. Aber wenn man sich nur mal das \u201eDie Zeit\u201c Forum anschaut, dann sieht man dass es doch sehr sehr viele Menschen gibt, die dieser kranken Welt begeistert Beifall klatschen.<br \/>\n22.8.2022, Aut<\/p>\n<p><strong>Weltmeister der kulturellen Aneignung, sind ja die Chinesen!<\/strong><br \/>\nMit der ganzen geklauten \u201eKultur\u201c, kaufen sie uns jetzt auf. \u201eWir\u201c, unterst\u00fctzen dies aber immer noch mit \u201eWirtschaftshilfe\u201c. Wie \u201ewoke\u201c ist das denn?<br \/>\n22.8.2022, Ste<\/p>\n<p><strong>Als Kind und Jugendlicher habe ich die Karl-May-Romane verschlungen<\/strong>,<br \/>\nob Abenteuergeschichten in Nordamerika oder im Vorderen Orient, ob Kriminalf\u00e4lle im Erzgebirge oder Familiengeschichten im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg oder irgendwo zwischen Spanien und Mexiko. Wenn man \u00e4lter wird, f\u00e4llt einem schon auf, wie diese Geschichten gestrickt sind, und nat\u00fcrlich gibt es viele Stereotype: der hinterh\u00e4ltige Armenier, der spleenige Engl\u00e4nder, der korrupte T\u00fcrke, der gro\u00dfm\u00e4ulige, aber feige Araber, der gesch\u00e4ftst\u00fcchtige und dabei gewissenlose Jude \u2013 und bei all dem der \u00fcberlegene Deutsche, den alle anderen untersch\u00e4tzen, bis er schlie\u00dflich seinen Heldenmut zeigt und der Gerechtigkeit zum Sieg verhilft. Das alles findet man in diesen Geschichten. Aber eben auch vieles andere. Es geht um wahre Freundschaft zwischen Menschen, um die Suche nach Gerechtigkeit zwischen Menschen und V\u00f6lkern, man erlebt Weltgeschichte in fiktiven Handlungen, man lernt andere L\u00e4nder, andere V\u00f6lker und andere Sitten kennen, man erlebt Natur, als w\u00e4re man selber darin unterwegs, und man lernt, wie arme Menschen sich durchhungern, w\u00e4hrend reiche Kapitalisten skrupellos ihre verbrecherischen Gesch\u00e4fte betreiben.<br \/>\nIch will jedenfalls diese Geschichten meiner Jugend nicht missen. Ich kann mich noch erinnern, wie die Erz\u00e4hlungen aus dem wilden Kurdistan mir wieder vor Augen traten, als der Islamische Staat seine Schreckensherrschaft errichtete. Mir war das alles gar nicht neu, denn es stand schon bei Karl May: die Zerrissenheit Kurdistans zwischen den verschiedenen Volksgruppen und Religionen, den Moslems, den Christen, den Jesiden, jede Religion wieder in Konfessionen zerfallen, ein Dorf dem n\u00e4chsten spinnefeind. Und dann die r\u00e4tselhafte Marah Durimeh, ein Wesen zwischen Hexe, Zauberin, Wahrsagerin, Priesterin, Wundert\u00e4terin und Diplomatin, eine Frau, der es gelang, zwischen den streitenden Parteien Frieden zu stiften. Diese Sehnsucht nach Frieden \u2013 auch das ist Karl May. Inwieweit die Verfilmungen mit der Vorlage zu tun haben, das w\u00e4re noch einmal ein eigenes Kapitel. Wer aber glaubt, mit d\u00e4mlichen Zuschreibungen wie Kolonialismus oder kulturelle Aneignung sein vernichtendes Urteil \u00fcber dieses Werk f\u00e4llen zu m\u00fcssen, ist in Wahrheit ein ungebildeter, verblendeter und mit Zerst\u00f6rungswahn ausgestatteter Ideologe.<br \/>\n22.8.2022, E.H.<\/p>\n<p>Es ist unglaublich. Karl May wurde in der DDR erst Anfang der 80er wieder \u201ezugelassen\u201c, nachdem eine \u201ekulturpolitische Debatte\u201c ihn vom Vorwurf der Deutscht\u00fcmelei und des Rassismus befreit hatten. Davor mu\u00dften die Westverwandten die Taschenb\u00fccher unter hohem Risiko f\u00fcr mich schmuggeln.<br \/>\nDa\u00df ich es heute erleben mu\u00df, da\u00df in einer sogenannten freiheitlichen Gesellschaft, Flachpfeifen aus einem Traditionsverlag einknicken vor ein paar Twitterbots ist ein Schlag in die Magengrube. Damit tunneln die sogar noch das DDR Regime, was wenigstens in dieser Beziehung lernf\u00e4hig war. Ich werde daf\u00fcr sogern, da\u00df keines meiner Enkel irgendwie mit Erscheinungen dieses Verlages in Ber\u00fchrung kommt \u2013 versprochen! Das ist ne Frage der Ehre.<br \/>\n22.8.2022, M.A.<\/p>\n<p><strong>Diese woken Spinner haben keine Ahnung von der Realit\u00e4t!<\/strong><br \/>\nSeit nunmehr Jahrzehnten nutzen die First Nations (zwar nicht alle gleicherma\u00dfen, das muss man ehrlicherweise auch sagen, aber sehr viele) sehr geschickt ihre Standortvorteile und ihr Stammesrecht aus. Das beginnt mit Spielcasinos, die irrsinnige Summen in die Kassen sp\u00fclen, manche governments zahlen allen Angeh\u00f6rigen sechsstellige Summen j\u00e4hrlich aus! Die internationale Kette \u201eHardrock Caf\u00e9\u201c geh\u00f6rt den Muskogee. Dennoch bleibt man am liebsten unter sich, viele tribal governments sorgen f\u00fcr wirklich wundersch\u00f6ne H\u00e4user, Universit\u00e4tsausbildung der jungen Leute usw. Die Navajo Nation ist der gr\u00f6\u00dfte Landbesitzer in Staaten Nevada, Arizona und Utah. Die meisten Nationalparks liegen auf tribal Territorium, dh Eintritt, Aufenthalt werden strikt kontrolliert, dort wo F\u00fchrungen angeboten werden, gilt Stammesrecht. Wer sich nicht dran h\u00e4lt, fliegt! Als Augenzeuge bleibt das einem in Erinnerung: Antelope Canyon, Zugang liegt komplett in Navajo-Hand, die dort angestellten Guides sind alles First Nations und nehmen nur Leute mit, die von vornherein beim Briefing ihr Verst\u00e4ndnis der dort geltenden Regeln zum Ausdruck gebracht haben. Einem jungen (leider deutschem) Studentenpaar passte etwas nicht und die Frau begann mit dem Guide \u00fcber irgendetwas zu diskutieren, dann auf Deutsch mit ihrem danebenstehenden Freund (Marke: passiver Lauch). Der Guide stand v\u00f6llig unbewegt daneben, verstand aber dummerweise etwas Deutsch, da er mal hier war.<br \/>\nEine kurze Info f\u00fchrte dazu, dass die Herrschaften ohne R\u00fcckzahlung (!) der Tourkosten aus dem Areal flogen, konsequent und ruhig.<br \/>\nAus Erfahrung kann ich sagen, dass Wokeness in diesen Kreisen absolut unbeliebt ist, denn man sp\u00fcrt genau, dass es nur dazu dient, dass die mehrheitlich wei\u00dfen Woken sich selbst wichtig machen, indem sie die vermeintlich zu Sch\u00fctzenden instrumentalisieren und wie unm\u00fcndige Kinder behandeln! Das kommt gar nicht gut an!<br \/>\n22.8.2022, Fie<\/p>\n<p><strong>Die Werte, die die Hauptcharaktere Winnetou, Old Shatterhand vermitteln<br \/>\n\u2013<\/strong> Freundschaft, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit um nur einige zu nennen, passen in der Tat nicht mehr in die heutige Zeit \u2013 um heute eine politische Fuehrungsposition ( was Haeuptling ja ist) einzunehmen sind Egoismus, Gier und Verlogenheit deutlich angebrachter, dh man kann den Verlag schon verstehen\u2026<br \/>\n22.8.2022, hki<\/p>\n<p><strong>Die Winnetou-Reihe stammt aus dem 19. Jahrhundert<\/strong><br \/>\nund ist damit ein St\u00fcck Kulturgeschichte. Sie beschreibt u.a. die Kolonialzeit, ein wichtiger Teil unserer Geschichte. Wenn man jetzt diese B\u00fccher langsam verschwinden l\u00e4sst, verschwindet wieder ein St\u00fcck unserer eigenen Kultur. Wir werden immer mehr zu einem kulturlosen Volk, das sich durch Wurzellosigkeit bzw. abgetrennte Wurzeln immer besser lenken l\u00e4sst.<br \/>\nWelche f\u00fcr uns kulturell wichtige Literatur wird als n\u00e4chstes kastriert, damit man ihre Urspr\u00fcnge nicht mehr erkennen kann?<br \/>\nWollen wir das?<br \/>\nIch kann nur empfehlen: Geht in die Antiquariate, kauft alte B\u00fccher, solange man sie noch kaufen kann, bevor sie eventuell \u201ebeiseite geschafft\u201c werden.<br \/>\n22.8.2022, Nan<\/p>\n<p><strong>E-Buch<\/strong><br \/>\nGenau das ist auch der Grund, weshalb ich mir niemals ein E-Buch-Leseger\u00e4t zulegen werde, da die Verlage die Inhalte blitzschnell ver\u00e4ndern oder l\u00f6schen k\u00f6nnen.<br \/>\n22.8.2022, J.R.<\/p>\n<p><strong>Einzelf\u00e4lle<\/strong><br \/>\nMachen Sie nicht den Fehler dieses und \u00e4hnliche Vorkommnisse als \u201eEinzelf\u00e4lle\u201c zu behandeln. Deutschland war schon einmal ein Vorreiter der Cancel-Culture \u2013 vor der Machtergreifung Hitlers.<br \/>\nSchlimm ist weniger, da\u00df die Gesinnungs-Extremisten unterwegs sind, schlimmer ist, da\u00df ihre Aktionen verharmlost werden. Verachtenswert ist, da\u00df Verlage und Buchh\u00e4ndler sich kaum gegen diese neue Form des Extremismus wehren.<br \/>\nWie es mal war und wie es kommen wird und zum Teil schon ist, berichtet Golo Mann in seinen \u201eErinnerungen und Gedanken\u201c. Die Cancel-Culture der Weimarer Republik endete am 30. Januar 1933. Aus dem Radau einer Minderheit wurde Staatsterroismus. Wiederholt sich die Geschichte?<br \/>\n\u201eWehret den Anf\u00e4ngen\u201c ist kein schlechtes Motto. Es hat sich im Umgang mit Neonazis bew\u00e4hrt. Es w\u00e4re auch der richtige Wahlspruch, wenn heute Minderheiten Verlage unter Druck setzten um missliebige Ansichten auszumerzen.<br \/>\nWenn Verlage sich selbst zensieren und dem Dogmatismus einer radikalen Minderheit nachgeben, machen sie sich zum Handlanger der heutigen B\u00fccherverbrenner. Menschenrechte wie Rede-, Forschungs- und Publikationsfreiheit sind nicht erst in Gefahr, wenn sie massenhaft verletzt werden.<br \/>\n22.8.2022, J.F.<\/p>\n<p>Seit es Menschen und Kulturen gibt, haben sie Dinge, die sie gut fanden, bei anderen abgeguckt und nachgemacht. Eigentlich sollte man das als Kompliment und Wertsch\u00e4tzung sehen. Welcher \u201eVollidiot\u201c ist jetzt auf die Idee gekommen, den Begriff \u201eKulturaneignung\u201c zu erfinden und das als etwas negatives darzustellen? Was ist denn mit dem Piercen und T\u00e4towieren? Hat da jemand die Maori, Aboriginees oder Papua um Erlaubnis gefragt? Vor allem sind es ja meist nicht Mitglieder der Kulturen, von denen etwas \u201eentnommen\u201c wurde\u201c, die sich aufregen, sondern selbsternannte, meist wei\u00dfe Tugendw\u00e4chter, die sich anma\u00dfen, ungefragt im Namen anderer Kulturen zu sprechen, da sie die offensichtlich f\u00fcr geistig so unterlegen halten, da\u00df sie es nicht selbst k\u00f6nnen. Genau damit zeigen sie unbewu\u00dft ihre wirkliche Einstellung gegen\u00fcber diesen Kulturen, die nichts weiter ist, als \u201eRespektlosigkeit, Herablassung und Verachtung, verpackt in mitleidige Bevormundung\u201c. Ich w\u00fcrde es mir verbitten, da\u00df solche \u201earroganten Schn\u00f6sel\u201c sich ungefragt in meinem Namen \u00e4u\u00dfern. Aber wer fragt schon PoCs und indigene V\u00f6lker? Die m\u00fcssen doch von \u201eguten Wei\u00dfen\u201c besch\u00fctzt und bevormundet werden, weil sie es in ihrer Einfalt selbst nicht k\u00f6nnen\u2026! Das nenne ich \u201eArroganz\u201c und \u201eAnma\u00dfung\u201c\u2026!<br \/>\n22.8.2022, F.W.<\/p>\n<p><strong>Vor wem knicken die Ravensburger ein?<\/strong><br \/>\nWer sind ihre Kunden? Die Kinder, oder die selbstgerechten Wokisten? \u2013 Ich rate allen Eltern, ihren Kindern die Originalb\u00fccher von Karl May von Generationen begeistert gelesen, antiquarisch zu besorgen. Noch gibt es diese B\u00fccher, wer wei\u00df, wie lange noch in dieser \u201eoffenen, toleranten\u201c Gesellschaft. B\u00fccherindex und B\u00fccherverbrennungen hatten wir ja schon so vor 80 Jahren.<br \/>\n22.8.2022, Hof<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Kultur\u00a0&gt;Deutsche Kultur &gt;Kulturrevolution &gt;Kulturverlust &gt;Kulturelle-Aneignung Verband amerikanischer Ureinwohner gegen Canceln von \u201eIndianer\u201c (2.11.2024) Euer Land geh\u00f6rt euch nicht\u00a0(1.9.2023) W\u00e4rmepumpe: \u201eErneuerbare\u201c und kulturelle Aneignung (1.5.2023) Auftrittverbot BuGa Mannheim: AWO-Seniorinnen mit Sombrero (21.4.2023) Kulturelle Aneignung: Entweder generell oder gar nicht (20.4.2023) Michael &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturelle-aneignung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":30,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-103890","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103890"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103890\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127956,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103890\/revisions\/127956"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/30"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}