{"id":103727,"date":"2022-08-24T16:15:48","date_gmt":"2022-08-24T14:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=103727"},"modified":"2026-05-21T16:33:14","modified_gmt":"2026-05-21T14:33:14","slug":"denker","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/denker\/","title":{"rendered":"Denker"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-kultur\/\">Deutsche Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/\">Aufkl\u00e4rung<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/\">Dichter<\/a> &gt;Denker<\/p>\n<div id=\"attachment_98250\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98250\" class=\"size-full wp-image-98250\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan-180x101.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-98250\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkst\u00e4tte zur Bombardierung von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/dresden\/\">Dresden<\/a> 13.2.195: M\u00e4dchen im Tr\u00e4nenmeer gef\u00e4llt Ende Januar 2022<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wokismus-ist-nicht-franzoesisch\/\">Wokismus ist nicht franz\u00f6sisch<\/a>\u00a0(21.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gewaltherrschaft-in-europa\/\">Gewaltherrschaft in Europa?<\/a>\u00a0(14.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/habermas-96-jaehrig-verstorben\/\">Habermas 96-j\u00e4hrig gestorben<\/a>\u00a0(17.3.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/verschwoerungstheorien\/\">Verschw\u00f6rungstheoretiker sind Sinnsucher<\/a>\u00a0(22.11.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/kant\/\">Immanuel Kant und die K\u00f6nigsberger Kontroversen zur Aufkl\u00e4rung<\/a>\u00a0(24.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/pluralismus\/\">Vereinheitlichung des Denkens und Sagens \u2013 Pluralismus ade<\/a>\u00a0(29.11.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/denker-drewermann-klonovsky\/\">Grosse Denker: Drewermann, Klonovsky<\/a>\u00a0(24.8.2022)<\/li>\n<li>Ohne Sicherheitsgurt: Der Publizist Michael Klonovsky wird sechzig (19.8.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/kant\/\">Kant<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNiemand, dem Du beibringst zu <strong>denken<\/strong>, kann danach wieder so gehorchen wie zuvor. Nicht aus rebellischem Geist heraus, sondern wegen der Angewohnheit, im Zweifel alle Dinge zu pr\u00fcfen.\u201c Hannah Arendt<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Das Mutigste, was man derzeit machen kann, ist eigenst\u00e4ndig zu denken&#8220; Daniele Ganser<br \/>\n=========================================================<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Ohne Sicherheitsgurt: Der Publizist Michael Klonovsky wird sechzig<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Fackeltr\u00e4ger durch die Tr\u00fcbnis<\/strong><br \/>\nvon Thorsten Hinz<\/p>\n<p>Jeden zweiten oder dritten Tag zeigt der Publizist <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a> aufs neue, da\u00df auch in Zeiten wie der unsrigen, in denen das Unterste sich nach oben geschoben hat und die Herrschaft \u00fcber Mensch und Klima beansprucht, ein wacher Geist nicht verzagen mu\u00df, sondern im Gegenteil allen Grund hat, sich herausgefordert zu f\u00fchlen. Im durchschnittlichen Zwei- oder Dreitage-Abstand erg\u00e4nzt Klonovsky sein Internet-Tagebuch \u201eActa diurna\u201c (Geschehen des Tages) um einen neuen Eintrag und erl\u00e4utert anhand des kleinen Beispiels den gro\u00dfen Irrsinn. Dieser findet keineswegs nur oben statt, denn auf dem Marsch durch die Institutionen haben sich auf allen Ebenen viele kleine Irrsinnige etabliert, die freiwillig und wohlgemut den gro\u00dfen Schwachsinn vorantreiben. Klonovsky hat diesen dynamischen Proze\u00df scharfsichtig und scharfsinnig dokumentiert. \u00dcber die Jahre ist so das inoffizielle Journal einer Nation entstanden, die wild entschlossen der Vollendung ihrer Demenz entgegenstrebt.<\/p>\n<p>Ein Kostprobe vom 30. Juli 2022: In der Wochenzeitung Die Zeit (\u201eHamburger Zentralorgan der Volksp\u00e4dagogen, Gouvernanten (m\/w\/d) und Schadgesinnungsbek\u00e4mpfer\u201c) hatte ein Literaturkritiker (den Klonovsky den \u201eintellektuellen Tippelbr\u00fcdern\u201c zurechnet) den Dichter Novalis von wegen der Romantik und des Irrationalismus als Urheber der Covid-Impfskepsis identifiziert. Was wiederum einen Literaturprofessur zu einem \u2013 vom Verfasser als gleichfalls \u201eirre\u201c bezeichneten \u2013 Dementi inspirierte. Derlei Grotesken, die dem \u201eZauberberg\u201c-Kapitel \u201eDer gro\u00dfe Stumpfsinn\u201c entstammen k\u00f6nnten, hei\u00dfen heute in der Bundesrepublik: demokratische Debatte m\u00fcndiger B\u00fcrger in einer offenen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Frei von Respekt vor lausigen, l\u00e4ngst widerlegten Autorit\u00e4ten<br \/>\nNun aber Klonovsky: \u201eNat\u00fcrlich, es ist Feuilleton, Lockendrehen auf Glatzen, Geschw\u00e4tz; zu einem R\u00e4sonneur dieses Schlages w\u00fcrde auch die Frage passen, inwieweit die Neigung westlicher Manager, keine Krawatte mehr zu tragen, auf Rousseau zur\u00fcckgeht. Seine typisch deutsche Note bekommt der Kokolores durch den ihm zugrundeliegenden Denunziationseifer, den typisch linken Hautgout durch die Schuldzuschreibung \u2013 Schuld geben ist seliger denn nehmen \u2013, und das sogar, was wieder knalldeutsch ist, r\u00fcckwirkend \u00fcber Generationen hinweg.\u201c Er f\u00e4hrt fort mit einem Rekurs \u00fcber das Buch \u201eDie Zerst\u00f6rung der Vernunft\u201c, in dem der \u2013 eigentlich genialische, tempor\u00e4r dem Stalinismus verfallene \u2013 Georg Luk\u00e1cs den Nachweis erbrachte, da\u00df so ziemlich die gesamte deutsche Kultur- und Geistesgeschichte eine vorweggenommene Hitler-Verz\u00fcckung war.<\/p>\n<p>Das kann kein anderer! Klonovsky geh\u00f6rt zu der halben Handvoll Publizisten, die \u00fcber eine eigene Handschrift verf\u00fcgen. Das erfordert mehr als eine k\u00fcnstlich verkomplizierte Syntax und exaltierte Wortsch\u00f6pfungen. Handschrift bedeutet die Einheit aus erhellender Aussage und treffend-einpr\u00e4gsamer Formulierung, die bei ihm mal sarkastisch, mal satirisch, mitunter auch bitter ausf\u00e4llt. Um auf dieses Niveau zu gelangen, reichen Talent, Sprachwitz, Bildung und Klugheit allein nicht aus. Es braucht den Mut, sich frei zu machen vom Respekt vor angema\u00dften, lausigen, l\u00e4ngst widerlegten Autorit\u00e4ten. Klonovky schreibt ohne Gel\u00e4nder und Sicherheitsgurt.<\/p>\n<p>Davon zeugen bereits die Titel der Sammelb\u00e4nde seiner \u201eActa Diurna\u201c-Texte, die etwa hei\u00dfen: \u201eDie Liebe in Zeiten der L\u00fcckenpresse\u201c, \u201eSchilda wird t\u00e4glich bunter\u201c, \u201eGoldst\u00fcck-Variationen\u201c, \u201eDie neuesten Streiche der Schuldb\u00fcrger\u201c oder \u201eIm Ernstfall gibt es keine Konstrukte\u201c. Dieser Tage ist der neueste Band \u201eIm Abgang ein Hauch von Schwefel\u201c erschienen. Der Untertitel ist immer derselbe: \u201eReaktion\u00e4res vom Tage\u201c.<\/p>\n<p>Als Vorbilder lassen sich Nietzsche, Heine, Tucholsky, Thomas Bernhard ausmachen. Am plausibelsten aber erscheint ein Vergleich mit Karl Kraus, der von 1899 bis 1936 im Ein-Mann-Betrieb die Zeitschrift Die Fackel herausgab. Wie Kraus macht auch Klonovsky die Verderbtheit der Politik, des Kultur- und Medienbetriebs, der Institutionen an der Verkommenheit ihrer Sprache fest, an den kleinen, aber folgenreichen Verlogenheiten, den manipulativen Insinuationen, den Weglassungen und am falschen Pathos.<\/p>\n<p>Klonovskys Interessen und Bet\u00e4tigungsfelder reichen noch viel weiter. Er hat einen historischen Roman (\u201eDer Ramses-Code\u201c) und ein Buch \u00fcber den Komponisten Giacomo Puccini (\u201eDer Schmerz der Sch\u00f6nheit\u201c) verfa\u00dft, andere B\u00fccher besch\u00e4ftigen sich mit dem Verlust des Helden, mit dem Weingenu\u00df und anderen Lebenswerten.<\/p>\n<p>Sein satirischer Roman \u201eLand der Wunder\u201c von 2006 befindet sich \u2013 wie auch \u201eDie Insel\u201c von Matthias Wegehaupt \u2013 unter dem Radar des Literaturbetriebs, dennoch geh\u00f6rt es zu den besten literarischen Zeugnissen \u00fcber die Agonie der DDR, die Wiedervereinigung und \u00fcber das Verwestlichungsexperiment in den nunmehr \u201eneuen L\u00e4ndern\u201c. Er erz\u00e4hlt den atemberaubenden Aufstieg der Hauptfigur Johannes Sch\u00f6nbach vom jugendlichen Opfer staatlicher Diskriminierung und aus dem Paria-Dasein des Hilfsarbeiters zum hochbezahlten Starjournalisten und M\u00fcnchner Penthouse-Bewohner. Kaum ist die Mauer gefallen, tauchen in den verunsicherten Zeitungsredaktionen der DDR die Retter aus dem Westen auf. Manche erweisen sich als Scharlatane, andere als sanfte Diktatoren. Nach einer kurzen Phase der Z\u00fcgellosigkeit implementieren sie Verh\u00e4ltnisse und Regeln, unter denen gerade die bew\u00e4hrten SED-Schreiber sich erneut heimisch f\u00fchlten. Zum Schlu\u00df der Handlung wird es geradezu herzergreifend, und zwar v\u00f6llig ohne Kitsch. Lesenswert!<br \/>\nSch\u00f6nbach ist in vielem das Alter ego des Autors, der 1962 in Sachsen geboren wurde. Gut zwanzig Jahre lang, bis 2016, arbeitete er als Redakteur beim Focus, der einst als Gegen-Spiegel angetreten war, aber sich mehr und mehr als dessen schlechtere Karikatur herausstellte.<\/p>\n<p>Klonovsky verf\u00fcgt also \u00fcber das Privileg des Systemvergleichs. Wenn der Bundespr\u00e4sident verk\u00fcndet: \u201eWir leben im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat\u201c, dann kontert er aus eigener Erfahrung: \u201eIch komme aus der DDR. Ich komme aus der Zukunft.\u201c Was wiederum die Variation eines ber\u00fchmten Satzes von Karl Kraus sein k\u00f6nnte: \u201eIn dieser gro\u00dfen Zeit die ich noch gekannt habe, wie sie so klein war; die wieder klein werden wird, wenn ihr dazu noch Zeit bleibt &#8230;\u201c<br \/>\nAls politisch wacher Mensch hat er sich ein weiteres Bet\u00e4tigungsfeld bei der AfD erschlossen. Einige Jahre war er der pers\u00f6nliche Referent von Alexander Gauland. Seitdem haftet ihm endg\u00fcltig das Pr\u00e4dikat \u201eumstritten\u201c an, das mehr und mehr zum Ehrentitel wird, dem \u201eDissidenten\u201c im real existierenden Sozialismus vergleichbar. Zwei in der Wolle gef\u00e4rbte Merkel-Buben, die als FAZ-Herausgeber fungieren, brachte er zur Wei\u00dfglut. Der eine, Berthold Kohler, behauptete in einem Kommentar, Klonovskys \u201eGesch\u00e4ftsmodell ist eines der Aufwiegelung, der Untergrabung der liberalen Demokratie und der Selbstzerfleischung ihrer B\u00fcrgergesellschaft\u201c. Der zweite, J\u00fcrgen Kaube, attestierte ihm wegen seiner fehlenden Begeisterung f\u00fcr den Multikulturalismus eine \u201efeinsinnige Niedertracht\u201c. (\u201eAbsturz in die Gosse\u201c, JF 11\/20)<\/p>\n<p>Klonovsky wird von einem Mi\u00dfverst\u00e4ndnis verfolgt, von dem Mi\u00dfverst\u00e4ndnis, er sei \u201eein Rechter\u201c. Nicht, da\u00df ihn die Benennung st\u00f6ren w\u00fcrde, wenn sie denn nur zutr\u00e4fe. Doch nichts k\u00f6nnte falscher sein. In Wahrheit ist er ein Erzliberaler, der zur Orthodoxie jedweder Art absolut unf\u00e4hig ist. Diesem bekennend heterosexuellen, wei\u00dfen, grunds\u00e4tzlich deutschfreundlich gesinnten Mann ist es v\u00f6llig egal, ob sein Gegen\u00fcber hetero oder schwul, ob schwarz, wei\u00df oder gelb, ob Jude oder strohblonder Vollzeit-Arier ist. Sogar radikal linke oder rechte Weltverbesserer kann er tolerieren. Lediglich \u00fcber menschlichen Anstand und Intelligenz m\u00fcssen er, sie, es verf\u00fcgen und von Missionierungsversuchen zum Schwul-, Links-, Rechts-, Schwarz- oder Sonstwas-Sein Abstand nehmen. Seinen unbekehrbaren Individualismus hat er in dem Satz zusammengefa\u00dft: \u201eJede Seite ist die falsche.\u201c Ein gesunder, selbstbewu\u00dfter Egoismus h\u00e4lt ihn davon ab, sein pers\u00f6nliches Schicksal mit dem der trostlosen Welt in eins zu setzen. \u201eVerschw\u00e4nde Deutschland \u00fcber Nacht vom Planeten, w\u00fcrde das am Klima nichts \u00e4ndern. Was mich betrifft: Ich w\u00e4re, auf das Risiko der Erw\u00e4rmung, auch k\u00fcnftig gern mit von der Partie.\u201c<\/p>\n<p>Sein Humor, seine Ironie, sein mitunter bei\u00dfender Hohn wendet sich nie gegen Schw\u00e4chere, Erledigte, am Boden Liegende. Das unterscheidet ihn von den \u00f6ffentlich-rechtlichen Clowns, die ihr Leiden an ihrem Opportunismus und ihrer Feigheit durch Sadismus an Wehrlosen zu kompensieren versuchen.<br \/>\n2021 war Klonovsky im Wahlkreis Chemnitz AfD-Direktkandidat f\u00fcr den Bundestag. Der Nominierungsparteitag f\u00fcr die Landesliste lie\u00df ihn jedoch durchfallen und hat ihm damit \u2013 als Au\u00dfenstehender darf man das so sehen \u2013 einen Gefallen getan. Seine Bonmots an die Adresse der im Plenarsaal versammelten, von der Links- bis zur CSU reichenden deutschen Einheitspartei w\u00e4ren nur die sprichw\u00f6rtlichen, vor die S\u00e4ue geworfenen Perlen gewesen. Die Zeiten, in denen Bismarck im Reichstag Schiller zitierte, Shakespeare im Original memorierte und bildungsaffine Sozialdemokraten darob widerwilligen Respekt empfanden, sind unwiderruflich vorbei.<br \/>\nKarl Kraus verfiel, als die Verh\u00e4ltnisse gekippt waren, in ein monatelanges Schweigen, das er mit den Versen erkl\u00e4rte: \u201eDas Wort erstarb, als jene Welt erwachte.\u201c Diese Bef\u00fcrchtung mu\u00df man bei Klonovsky auf absehbare Zeit nicht haben. Seine geschliffenen Worte wollen kein Schwert sein, sie wirken wie eine Fackel in der allgemeinen Tr\u00fcbnis. Am 19. August wird der Fackeltr\u00e4ger runde sechzig.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.8.2022 von Thorsten Hinz bitte lesen in der JF 34\/22, Seite 16<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Kultur\u00a0&gt;Deutsche Kultur\u00a0&gt;Aufkl\u00e4rung\u00a0&gt;Dichter &gt;Denker Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Wokismus ist nicht franz\u00f6sisch\u00a0(21.5.2026) Gewaltherrschaft in Europa?\u00a0(14.4.2026) Habermas 96-j\u00e4hrig gestorben\u00a0(17.3.2026) Verschw\u00f6rungstheoretiker sind Sinnsucher\u00a0(22.11.2024) Immanuel Kant und die K\u00f6nigsberger Kontroversen zur Aufkl\u00e4rung\u00a0(24.6.2024) Vereinheitlichung des Denkens und Sagens \u2013 Pluralismus ade\u00a0(29.11.2022) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/denker\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":30,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-103727","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103727"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103727\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149486,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/103727\/revisions\/149486"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/30"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}