{"id":103685,"date":"2022-08-22T10:35:59","date_gmt":"2022-08-22T08:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=103685"},"modified":"2026-04-24T12:54:31","modified_gmt":"2026-04-24T10:54:31","slug":"oberrhein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/oberrhein\/","title":{"rendered":"Oberrhein"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Regio<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"France\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/\">France<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Fluss\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/\">Fluss<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Elsass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/\">Elsass<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/\">Rhein<\/a> &gt;Oberrhein<br \/>\n.<\/p>\n<div id=\"attachment_113292\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/oberrheingraben-tektonik-grundwasser-pan2023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-113292\" class=\"size-full wp-image-113292\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/oberrheingraben-tektonik-grundwasser-pan2023.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/oberrheingraben-tektonik-grundwasser-pan2023.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/oberrheingraben-tektonik-grundwasser-pan2023-180x104.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-113292\" class=\"wp-caption-text\">Tektonik im Oberrheingraben: Grundwasser, Erdw\u00e4rme<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_102727\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/elz-niedrigwasser-pan220715.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102727\" class=\"size-full wp-image-102727\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/elz-niedrigwasser-pan220715.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/elz-niedrigwasser-pan220715.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/elz-niedrigwasser-pan220715-180x101.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-102727\" class=\"wp-caption-text\">Niedrigwasser der Elz bei Freiburg am 15.7.2022 &#8211; Hitze<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/colmar-freiburg\/\">Trans Rhin Rail (TRR): Colmarbahn-Fest in Volgelsheim am 26.4.2026<\/a>\u00a0(23.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/geothermie\/\">Wie die Badenova Geothermie im Markgr\u00e4flerland nutzen will<\/a>\u00a0(10.5.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/geschichte-des-rheinischen-elsass\/\">Geschichte des rheinischen Elsass<\/a>\u00a0(11.6.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/nsg\/taubergiessen\/\">Taubergiessen und Auenw\u00e4lder: Wasserarmut und Libellensterben<\/a>\u00a0(12.10.2022)<\/li>\n<li>Els\u00e4sser Gew\u00e4sserexperte: Grundwasser, Mais, Normalit\u00e4t (18.8.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/nsg\/taubergiessen\/\">Taubergiessen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die oberrheinische Tiefebene zwischen Basel und Lauterbourg ist mit 45 Milliarden Kubikmetern an Grundwasser einer der gr\u00f6\u00dften Wasserspeicher Europas<br \/>\n=========================================<\/p>\n<p><strong>Els\u00e4sser Gew\u00e4sserexperte: Grundwasser, Mais, Normalit\u00e4t<\/strong><br \/>\n<strong>Landwirte beuten das Wasser aus<\/strong><br \/>\n<em>Die Rekordhitze dieses Sommers hat auch im Elsass Folgen f\u00fcr die Gew\u00e4sser. Die angespannte Lage w\u00e4re vermeidbar gewesen, ist Daniel Reininger vom Naturschutzverband Alsace Nature \u00fcberzeugt. Ohne ein radikales Umdenken, f\u00fchrt er im Gespr\u00e4ch mit B\u00e4rbel N\u00fcckles aus, werde sich der Verteilungskampf um die Wasservorr\u00e4te zuspitzen.<\/em><\/p>\n<p>BZ: Herr Reininger, auf welche wichtigen Wasserreserven greift das Elsass zur\u00fcck?<br \/>\nReininger: Wir haben den Rhein, das Grundwasser und Fl\u00fcsse, die aus dem Mittelgebirge gespeist werden. Das oberrheinische Grundwasser zwischen Basel und Lauterbourg ist mit 45 Milliarden Kubikmetern einer der bedeutendsten Wasserspeicher Europas. In den els\u00e4ssischen Vogesen wurden im 19. Jahrhundert mit Beginn der Industrialisierung zudem Seen angelegt, die die Fl\u00fcsse speisen sollten. Damit war auch sichergestellt, dass die Textilindustrie mit Wasser versorgt war. Eine \u00e4hnliche Strategie stand dahinter, als vor etwa 30 Jahren bei Michelbach ein Speichersee angelegt wurde. Er versorgt \u00fcber den Zufluss der Doller Mulhouse mit Trinkwasser. Das hat auch angesichts der Hitze in diesem Sommer funktioniert.<br \/>\n&#8222;Was wir jetzt als Krise bezeichnen, wird Normalit\u00e4t werden.&#8220;<br \/>\n:<br \/>\nBZ: Das war ziemlich vorausschauend.<br \/>\nReininger: Ja, auch dass die Fecht auf der H\u00f6he von Colmar nicht austrocknet, sichern vier Seen in den Vogesen ab (Altenweiher, Lac du Schiessrothried, Lac Vert, Lac du Forlet \u2013 d. Red.) Unsere Region war ja schon fr\u00fcher im Sommer mehr oder weniger trocken. Mit diesem Wissen hat man die Seen angelegt, die im Herbst und Winter \u00fcber Regen und Schnee aufgef\u00fcllt wurden. Dieses Zusammenwirken nat\u00fcrlicher Ressourcen und technischer Eingriffe macht uns im franz\u00f6sischen Vergleich gerade zu einer eher privilegierten Region. Aber die Trockenheit erreicht ja ein nie dagewesenes Ma\u00df. Was wir jetzt als Krise bezeichnen, wird Normalit\u00e4t werden. Ohne gen\u00fcgend Regen n\u00fctzen auch solche Seen nichts.<\/p>\n<p>BZ: Das Elsass befindet sich je nach Gebiet derzeit im Krisenmodus oder auf der Warnstufe davor. Das bedeutet, dass die Pr\u00e4fekturen die Wassernutzung f\u00fcr den privaten Gebrauch, aber auch f\u00fcr die Bew\u00e4sserung von Gr\u00fcnanlagen begrenzen oder ganz verboten haben. Bringt das etwas?<br \/>\nReininger: F\u00fcr mich ist das St\u00fcckwerk. Wir werden die Krise nicht meistern, indem wir f\u00fcr ein paar Wochen die Geranien nicht gie\u00dfen d\u00fcrfen. Nat\u00fcrlich muss die Trinkwasserversorgung oberste Priorit\u00e4t haben. St\u00e4rker im Vordergrund stehen m\u00fcssten aber auch die nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume statt der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>BZ: Ist deren Wasserbedarf so gro\u00df?<br \/>\nReininger: Allein im Haut-Rhin werden auf 35 000 Hektar Getreide beregnet, gr\u00f6\u00dftenteils handelt es sich um Mais. Das n\u00f6tige Wasser beziehen die Bauern aus dem Grundwasser. Wobei das nicht \u00fcberall problematisch ist. In der Hardt bei Fessenheim liegt das Grundwasser tief. Sinkt dort der Spiegel, leidet die Natur oben weniger als die Feuchtgebiete im Ried, also im Zentralelsass, wo der Maisanbau oberfl\u00e4chennah Wasser entnimmt und in einer Lage wie jetzt die Fl\u00fcsse austrocknet und damit die Biodiversit\u00e4t zerst\u00f6rt.<br \/>\nBZ: Wie lie\u00dfe sich fr\u00fch gegensteuern?<br \/>\nReininger: Die aktuelle Trockenheit war nach einem regen- und schneearmen Herbst und Winter vorhersehbar. Man h\u00e4tte bereits im Fr\u00fchjahr den Landwirten ank\u00fcndigen m\u00fcssen: Wenn ihr Mais anbaut, k\u00f6nnte es sein, dass ihr ihn nicht beregnen k\u00f6nnt. Dann h\u00e4tte man umsteuern k\u00f6nnen. So etwas passiert aber nicht. Die Politik knickt immer wieder vor der Agrarlobby ein, statt mutig zu handeln.<\/p>\n<p>BZ: Aber ist es nicht richtig, dass die Bauern zu ihrem Recht kommen? Schlie\u00dflich geht es um die Versorgung mit Lebensmitteln.<br \/>\nReininger: So einfach ist das nicht. Ein hoher Anteil des Maises, der im Elsass angebaut wird, wird industriell weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Glukose. Die lie\u00dfe sich auch aus Weizen herstellen, der viel weniger Wasser verbraucht. Die Herbizide, die beim Maisanbau zum Einsatz kommen, belasten zudem das Trinkwasser. Ich k\u00f6nnte noch weitere solche Faktoren nennen. Auch wenn wir allein damit die Klimaerw\u00e4rmung nicht aufhalten: Ohne eine Landwirtschaft, die Wasserreserven und B\u00f6den weniger ausbeutet, wird sich nichts \u00e4ndern.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.8.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsaesser-gewaesserexperte-was-wir-jetzt-als-krise-bezeichnen-wird-normalitaet-werden\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsaesser-gewaesserexperte-was-wir-jetzt-als-krise-bezeichnen-wird-normalitaet-werden<\/a><\/p>\n<p><em>Daniel Reininger (70) leitete vor seinem Ruhestand die staatliche Beh\u00f6rde f\u00fcr Gew\u00e4sserschutz f\u00fcr das S\u00fcdelsass (Haut-Rhin). Von 2015 bis 2020 war er Vorsitzender des Naturschutzverbands Alsace Nature und ist dort nach wie vor f\u00fcr alle Fragen zum Thema Wasser zust\u00e4ndig.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Regio\u00a0&gt;France\u00a0&gt;Fluss\u00a0&gt;Elsass &gt;Rhein &gt;Oberrhein . 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