{"id":102348,"date":"2022-07-08T08:00:09","date_gmt":"2022-07-08T06:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=102348"},"modified":"2026-04-18T19:49:29","modified_gmt":"2026-04-18T17:49:29","slug":"brics","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/brics\/","title":{"rendered":"BRICS"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">Globalisierung<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/global-migration\/\">Global-Migration<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/wef\/\">WEF<\/a>\u00a0 &gt;BRICS<\/p>\n<div id=\"attachment_98668\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-baumstamm-20220112pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98668\" class=\"size-full wp-image-98668\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-baumstamm-20220112pan.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-baumstamm-20220112pan.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-baumstamm-20220112pan-180x93.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-98668\" class=\"wp-caption-text\">Holzernte: Gef\u00e4llte Baumst\u00e4mme im Schwarzwald 2\/2022 &#8211; Export nach China!<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedafrika\/\">S\u00fcdafrika im Zerfall 2011, 2016, 2026 \u2013 Was uns hier in Europa bevor steht<\/a>\u00a0(17.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/multipolar\/\">Thilo Sarrazin: Das Recht des St\u00e4rkeren<\/a>\u00a0(16.6.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ukraine-nachkriegsordnung\/\">Ukraine: Nachkriegsordnung<\/a> (15.4.2024)<\/li>\n<li>BRICS-Staaten lehnen CO2-Politik total ab (13.9.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/sco\/\">Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO): \u00bbFamilie\u00ab erweitert<\/a> (5.7.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/d-und-brics-partnerschaft\/\">D und BRICS &#8211; Partnerschaft!<\/a> (21.4.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/dollar\/\">\u201cDollar-D\u00e4mmerung\u201d: Markiert Lulas China-Besuch das Ende einer \u00c4ra?<\/a>\u00a0(16.4.2023)<\/li>\n<li>Handel China &#8211; Brasilien: Eigene W\u00e4hrungen statt Dollar (29.3.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenchner-sicherheitskonferenz\/\">M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz<\/a>\u00a0(21.2.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/woke-und-rest-der-welt\/\">Klima: Woke und Rest der Welt<\/a>\u00a0(19.1.2023)<\/li>\n<li>Der Westen ist zunehmend isoliert &#8211; auch in Afrika und BRICS-Staaten (14.7.2022)<\/li>\n<li>BRICS &#8211; 42% Bev\u00f6lkerung und 24% BSP weltweit (8.7.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/\">China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/dollar\/\">Dollar<\/a><\/li>\n<li>G20<\/li>\n<li>G7<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/indien\/\">Indien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/multipolar\/\">multipolar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/nato\/\">NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/sco\/\">SCO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedafrika\/\">Suedafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/ukraine-russland\/\">Ukraine-Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/us-geopolitik\/\">US-Geopolitik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>BRICS = BRasilien + Indien + China +S\u00fcdafrika + &#8230;&#8230;<\/strong><br \/>\nDie BRICS-Gruppierung wurde 2006 gegr\u00fcndet. Sie ist zwar keine formale Organisation wie die SCO, verf\u00fcgt also nicht \u00fcber eigene feste Organisationsstrukturen und einen entsprechenden institutionellen Standort. Ihre Bedeutung auch als \u201enur\u201c kooperierende Staatengruppe ist dennoch nicht zu untersch\u00e4tzen. Die abwechselnd in den Hauptst\u00e4dten der Teilnehmerstaaten j\u00e4hrlich stattfindenden Gipfeltreffen (dieses Jahr in Russland) sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Regierungen diesem Staatenb\u00fcndnis eine hohe politische Relevanz zuweisen. Offiziell geh\u00f6ren dazu: Brasilien (B), Russland (R), Indien (I), China (C) und S\u00fcdafrika (S) sowie die seit 1. Januar 2024 Neumitglieder \u201e+\u201c, also BRICS+ (\u00c4gypten, \u00c4thiopien, Iran und Vereinigte Arabische Emirate). Saudi-Arabien ist eingeladen, hat jedoch noch keine abschlie\u00dfende Entscheidung \u00fcber eine Vollmitgliedschaft getroffen.<br \/>\nDie BRICS+-Staaten repr\u00e4sentieren rund 45 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung (G7 vergleichsweise nur 10 Prozent) und 34 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes (G7 vergleichsweise 30 Prozent), laut dem Statistischem Bundesamt.<br \/>\nDas BRICS-Format ist kein reines regionales Konsultationsforum, also auf den asiatischen Kontinent begrenzt, sondern agiert, anders als die SCO, interregional. Die Mitgliedschaften S\u00fcdafrikas sowie Brasiliens und neuerdings \u00c4gyptens verweisen auf die hohe globale Attraktivit\u00e4t des B\u00fcndnisses auch f\u00fcr den afrikanischen und lateinamerikanischen Kontinent. Bereits 2014 beschlossen die BRICS-Staaten, eine alternative \u201eEntwicklungsbank\u201c und einen \u201eW\u00e4hrungsfonds\u201c mit Sitz in China zu gr\u00fcnden als Antwort auf die schleppenden Reformen des IWF hinsichtlich der von den Schwellenl\u00e4ndern geforderten Einflussm\u00f6glichkeiten.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.6.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117202\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117202<\/a><br \/>\n========================================================<\/p>\n<p><strong>BRICS-Staaten lehnen CO2-Politik total ab<\/strong><br \/>\nNeue Erkenntnisse zeigen weitere Ursachen des gemessenen Temperaturanstiegs, die nicht der gestiegenen CO2-Konzentration in der Atmosph\u00e4re zuzurechnen sind. Decarbonisierungs-Politik wird von den BRICS-Staaten rundweg abgelehnt. EU und USA sind damit auf dem teuersten Irrweg der Geschichte.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWichtige G20-Staaten lehnen CO2-Minderung ab<br \/>\nDie USA und einige europ\u00e4ische Staaten haben beim G20-Gipfel in Indien vom 9. bis 10. September 2023 versucht, andere Staaten wie China, Indien, Russland, Saudi Arabien und Brasilien dazu zu bewegen, einer CO2-Reduktion von 60 Prozent bis 2035 zuzustimmen. Der Versuch scheiterte, da keiner der BRICS-Staaten dem Westen folgte.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/india-climate-change-g20-cop28-c25dd753a2f8f520261ec4858b921a1a\">https:\/\/apnews.com\/article\/india-climate-change-g20-cop28-c25dd753a2f8f520261ec4858b921a1a<\/a><br \/>\nNimmt man die Emission der westlichen Staaten (USA, Europa, Japan, S\u00fcd-Korea, Kanada und Australien) zusammen, kommt man auf 27,1 Prozent der globalen Emissionen.<br \/>\nDie \u00fcbrigen L\u00e4nder, die 73 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursachen, denken aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden vorerst nicht an die Minderung ihres CO2-Aussto\u00dfes.<br \/>\nVor allem der Gastgeber des G20-Gipfels, Indien, stellte sich quer und lie\u00df durch seinen Energieminister Singh erkl\u00e4ren: \u201eWenn die Wirtschaft um 7% w\u00e4chst, w\u00e4chst die Stromerzeugung durch Kohle ebenfalls\u201c.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDas UN-Ziel von Netto-Null CO2 in 2050 hat sich nach dem G20 Gipfel endg\u00fcltig in Schall und Rauch aufgel\u00f6st. Denn die Kraftwerke, die jetzt weltweit gebaut werden, sind dann noch mit Sicherheit am Netz. Es w\u00e4re schon viel erreicht, wenn bis 2050 die Emissionen nahezu halbiert werden k\u00f6nnten. Die gute Nachricht ist, dass diese Verringerung ausreichen w\u00fcrde, ein Anwachsen der CO2-Konzentration zu stoppen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.9.2023 von Fritz Vahrenholt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/klima-durchblick\/neue-erkenntnisse-globale-erwaermung\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/klima-durchblick\/neue-erkenntnisse-globale-erwaermung\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Handel China &#8211; Brasilien: Eigene W\u00e4hrungen statt Dollar<\/strong><br \/>\nLaut der brasilianischen Regierung haben China und Brasilien vereinbart, ihren Handel in ihren eigenen W\u00e4hrungen abzuwickeln und den US-Dollar als Zwischenw\u00e4hrung vollst\u00e4ndig abzuschaffen. Diese Vereinbarung, die Pekings j\u00fcngste Attacke gegen den allm\u00e4chtigen Greenback darstellt, erm\u00f6glicht es China, dem gr\u00f6\u00dften Rivalen der USA um die wirtschaftliche Vorherrschaft, und Brasilien, der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft Lateinamerikas, ihren massiven Handel von 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr sowie ihre Finanztransaktionen direkt abzuwickeln.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.3.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/report24.news\/jetzt-kaempfen-auch-brasilien-und-china-gemeinsam-gegen-den-us-dollar\/?feed_id=29046\">https:\/\/report24.news\/jetzt-kaempfen-auch-brasilien-und-china-gemeinsam-gegen-den-us-dollar\/?feed_id=29046<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Westen ist zunehmend isoliert &#8211; auch in Afrika und BRICS-Staaten<\/strong><br \/>\nZweifel sind angebracht<br \/>\n&#8211; Die irrige Ansicht, der Westen sei als \u201eSieger\u201c aus der Zeit des Kalten Krieges hervorgegangen und nunmehr seien seine Regeln und Werte das heimliche Sehnsuchtsziel aller V\u00f6lker der Welt. Dazu muss man nur einmal das Interview ansehen, w\u00e4hrend des G7-Treffens auf Schloss Elmau gehalten hat (27.6.22: &#8222;Die Welt hat eine Verantwortung, f\u00fcr Frieden zu sorgen&#8220;, so die s\u00fcdafrikanische Au\u00dfenministerin Naledi Pandor im heute journal <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal-update\/g7-suedafrika-verlangt-diplomatische-loesung-100.html\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal-update\/g7-suedafrika-verlangt-diplomatische-loesung-100.html<\/a> .<br \/>\nDas war zum Fremdsch\u00e4men peinlich \u2013 und zugleich ein definitiver Beleg, dass eine bestimmte moralische Erpressung bei vielen Staaten der Welt, die alle ihre schmerzhaften Erfahrungen mit dieser westlichen Welt\u00fcberlegenheit haben, nicht mehr verf\u00e4ngt.<br \/>\n&#8211; Das inzwischen aus jedem Ma\u00df geratene Sanktionssystem, mit dem man das Einhalten der einmal selbst postulierten Regeln weltweit durchzusetzen versucht. Diese Form der politischen schwarzen P\u00e4dagogik kommt allm\u00e4hlich an die Grenzen ihrer Wirksamkeit \u2013 und genau das scheint ein Grund f\u00fcr die st\u00e4ndige Warnung zu sein, hier d\u00fcrfe doch ja keiner aus der Reife tanzen oder gar zu zweifeln beginnen.<br \/>\nAber genau dieser Zweifel und eine \u00f6ffentliche Debatte sind jetzt angebracht, um gr\u00f6\u00dferen Schaden von Europa abzuwenden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.7.2022 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zeitenwende-nach-zeitenwende\/\">Antje Vollmer<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zweifel-an-der-sanktionspolitik-gegen-russland-wo-sind-die-realos-geblieben-li.246202\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zweifel-an-der-sanktionspolitik-gegen-russland-wo-sind-die-realos-geblieben-li.246202<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BRICS &#8211; 42% Bev\u00f6lkerung und 24% BSP weltweit<\/strong><br \/>\n<em>Welthandel: Die BRICS-Staaten wollen expandieren, und der Westen sonnt sich<\/em><\/p>\n<p>Die Welt steht vor gro\u00dfen politischen Umw\u00e4lzungen. W\u00e4hrend bislang vor allem die G7- und G20-Staaten das wirtschaftliche und politische Weltgeschehen bestimmten, gewinnt besonders durch Ru\u00dflands Krieg in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/\">Ukraine<\/a> und damit verbunden die Sanktionen der westlichen Welt immer mehr eine weitere Gemeinschaft an Bedeutung: BRICS. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Ru\u00dfland, Indien, China und S\u00fcdafrika) sind eine Vereinigung aufstrebender sowie immer st\u00e4rker werdender Volkswirtschaften. Als bislang letztes Land kam S\u00fcdafrika 2010 in diese Vereinigung, die bereits jetzt 42 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung und 24 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts repr\u00e4sentiert. Nun haben Argentinien und der Iran einen formellen Antrag auf Beitritt gestellt, der bisherigen \u00c4u\u00dferungen der Regierungschefs der anderen f\u00fcnf L\u00e4ndern zufolge auch angenommen werden wird. Vor wenigen Tagen k\u00fcndigte zudem Kasachstan an, zwar derzeit noch keinen formellen Aufnahmeantrag stellen zu wollen, aber eine enge Zusammenarbeit anzustreben.<\/p>\n<p>Entsprechend hat auch der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping auf der k\u00fcrzlich stattgefundenen BRICS-Vollversammlung, an der auch Argentinien, der Iran, Kasachstan und andere Staaten teilnahmen, erkl\u00e4rt, da\u00df dieser Zusammenschlu\u00df in den vergangenen 16 Jahren stetig gewachsen sei und den f\u00fcnf Staaten viele Vorteile gebracht habe. Ferner betonte er, da\u00df Sanktionen die Weltwirtschaft zu einer Waffe machten und da\u00df es nicht der richtige Weg sei, \u201eblindes Vertrauen in die sogenannte Position der St\u00e4rke\u201c zu setzen. Vielmehr sei der von den USA angestrebte Unilateralismus der falsche Weg. Zudem seien trotz des zunehmenden westlichen Drucks auf Peking, sich von Moskau zu distanzieren, Chinas Importe russischer Energie seit April stark angestiegen.<\/p>\n<p>So einigte sich der BRICS-Gipfel dann auch auf folgende Botschaft: Die Gruppe ist entschlossen, vom Westen unabh\u00e4ngig zu werden, und bereit, ihren eigenen Kurs zu bestimmen. Der stellvertretende Leiter des Kasachischen Instituts f\u00fcr Strategische Studien beim Pr\u00e4sidenten von Kasachstan (KazISS), Sanat Kushkumbayev, betonte, da\u00df die BRICS-Staaten bereits jetzt der gr\u00f6\u00dfte Lebensmittelproduzent der Welt seien. Kasachstan mit einer Weizenernte von rund 14 Millionen Tonnen k\u00fcndigte an, bald 4,25 Millionen Tonnen Weizen nach Afrika zu exportieren. Im Norden des Landes werden gro\u00dfe Mengen an Weizen produziert, w\u00e4hrend im S\u00fcden vorwiegend Obst, Gem\u00fcse, Tabak, Reis, Hanf und Baumwolle angebaut werden.<br \/>\nVon daher k\u00f6nne sein Land ein wichtiger Partner von BRICS+ werden, wie die Vereinigung mittlerweile mehr und mehr angesichts der vielen Beitrittspartner und assoziierten L\u00e4nder genannt wird, so Kushkumbayev. Der gro\u00dfe Vorteil sei auch, da\u00df diese Organisation keine Charta und keine festen Regeln habe und so viel flexibler auf ge\u00e4nderte Umst\u00e4nde reagieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Auf besonders engagierte Zustimmung traf der Vorschlag des indischen Premierministers Narendra Modi einer Zusammenarbeit als Governance-Modell. Dieses bezeichnet das Steuerungssystem von Zahlungsmechanismen, Lieferketten und Verkehrsinfrastrukturen in der Region des Indischen Ozeans bis zum Pazifischen Ozean.<\/p>\n<p>Das mache die in BRICS+ zusammengeschlossenen L\u00e4nder unabh\u00e4ngig von der bisherigen Vorherrschaft der USA respektive der westlichen L\u00e4nder \u00fcberhaupt. Dies ist auch der Hauptgrund f\u00fcr den Iran und Argentinien, ihre Beitrittsantr\u00e4ge zu stellen.<\/p>\n<p>Der iranische Pr\u00e4sident Ebrahim Raisi erkl\u00e4rte: \u201eGegens\u00e4tzliche globale Trends, Unilateralismus, nationalistische Parteilichkeiten und Herausforderungen wie Sanktionen und wirtschaftliche Zwangsma\u00dfnahmen machen deutlich, wie wichtig es ist, neben den Vereinten Nationen neue Institutionen zu schaffen und zu st\u00e4rken und dabei die Souver\u00e4nit\u00e4t und die nationalen Interessen der Nationen zu respektieren, um wichtige Schritte zur Verwirklichung einer Gesellschaft mit einer gemeinsamen Zukunft zu unternehmen.\u201c Zudem w\u00e4re der Iran, der \u00fcber die zweitgr\u00f6\u00dften Gasreserven der Welt verf\u00fcgt, \u201eein Mehrwert f\u00fcr beide Seiten.\u201c<br \/>\nF\u00fcr Argentinien hingegen stellt ein Beitritt zur Staatengruppe eine Chance f\u00fcr der Verbesserung seiner wirtschaftlichen Lage dar. Pr\u00e4sident Alberto Fern\u00e1ndez machte in diesem Zusammenhang klar, da\u00df sein Land einen wichtigen Beitrag zur BRICS-Wirtschaftskooperation leisten k\u00f6nnte. Argentinien sei unter anderem ein sicherer und verantwortungsvoller Lebensmittellieferant, der auf dem Gebiet der Biotechnologie und der angewandten Logistiktechnologie anerkannt sei.<\/p>\n<p>Und die G7? Gefragt nach der Aktivit\u00e4t der BRICS-Staaten mag der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates im Wei\u00dfen Haus, John Kirby, kein Wort verlieren. \u201eWas also die BRICS angeht, so lassen wir diese L\u00e4nder f\u00fcr sich selbst sprechen und f\u00fcr die Treffen, die sie abhalten, und die Diskussionen und \u2013 und was auch immer dabei herauskommen mag\u201c, erkl\u00e4rte er und pries US-Pr\u00e4sident Joe Biden f\u00fcr dessen Bem\u00fchungen, dieses B\u00fcndnis neu zu beleben, die helfen w\u00fcrden, \u201eunsere nationale Sicherheit, die wirtschaftliche Sicherheit, die Ern\u00e4hrungssicherheit zu unterst\u00fctzen\u201c.<br \/>\nKirby verwies dabei auf die von Biden im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Globale Infrastrukturpartnerschaft. Diese sollte prim\u00e4r die weltweite wirtschaftliche Erholung vorantreiben und nun auch eine f\u00fchrende Rolle spielen, Ru\u00dfland f\u00fcr dessen Angriffskrieg in der Ukraine \u201eerhebliche und rasche Kosten\u201c aufzuerlegen. \u201eSeit Jahren h\u00f6ren wir immer wieder, da\u00df die G7 zu einer verbrauchten Kraft geworden sind. Aber die F\u00fchrung von Pr\u00e4sident Biden und dieser entscheidende Wendepunkt haben dieses Ger\u00fccht zu Grabe getragen\u201c, betonte Kirby und unterstrich: \u201eDie G7 sind heute eine der m\u00e4chtigsten Institutionen der Welt, in der gleichgesinnte Demokratien Probleme l\u00f6sen.\u201c<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 8.7.2022 von Josef H\u00e4mmerling bitte lesen in der JF 28\/22, Seite 9<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Globalisierung\u00a0&gt;Global-Migration &gt;WEF\u00a0 &gt;BRICS Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen S\u00fcdafrika im Zerfall 2011, 2016, 2026 \u2013 Was uns hier in Europa bevor steht\u00a0(17.4.2026) Thilo Sarrazin: Das Recht des St\u00e4rkeren\u00a0(16.6.2025) Ukraine: Nachkriegsordnung (15.4.2024) BRICS-Staaten lehnen CO2-Politik total ab (13.9.2023) Gipfeltreffen der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/brics\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1180,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-102348","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/102348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102348"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/102348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148049,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/102348\/revisions\/148049"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}