{"id":101693,"date":"2022-06-12T09:20:34","date_gmt":"2022-06-12T07:20:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=101693"},"modified":"2022-06-12T09:23:54","modified_gmt":"2022-06-12T07:23:54","slug":"gartenschau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/gartenschau\/","title":{"rendered":"Gartenschau"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Obstbau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/obstbau\/\">Obstbau<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Garten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/\">Garten<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/gartenjahr\/\">Gartenjahr<\/a> &gt;Gartenschau<\/p>\n<div id=\"attachment_101695\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/neuenburg-landesgartenschau-pan220604.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-101695\" class=\"size-full wp-image-101695\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/neuenburg-landesgartenschau-pan220604.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/neuenburg-landesgartenschau-pan220604.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/neuenburg-landesgartenschau-pan220604-180x91.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-101695\" class=\"wp-caption-text\">Landesgartenschau2022 in Neuenburg am Rhein<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Neuenburg &#8211; Landesgartenschau 2022 (20.6.2022)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neuenburg &#8211; Landesgartenschau 2022<\/strong><br \/>\nStadt und Fluss wieder zusammenbringen: Darum geht es bei der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/markgraeflerland\/\">Neuenburg<\/a> hatte 1525 ein traumatisches Erlebnis: Ein gigantisches Rheinhochwasser riss nahezu die H\u00e4lfte der Stadt weg. Seither sind die Stadt, die sich in ihrem Namen dennoch &#8222;am Rhein&#8220; nennt, und der Strom nicht zuletzt durch Tullas Begradigung im 19. Jahrhundert immer weiter voneinander abger\u00fcckt. In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts schob sich zudem eine neue Barriere zwischen Stadt und Fluss \u2013 die Autobahn, verbunden heute mit einem in drei Kreiseln geb\u00fcndelten Gewirr von Stra\u00dfen. \u00dcber all das will jetzt die Landesgartenschau mit einem gro\u00dfen Schritt hinwegsetzen und Stadt und Fluss wieder zusammenbringen: ein mutiges Unterfangen, das nicht nur w\u00e4hrend der f\u00fcnfeinhalb Monate der Gartenschau gelingen soll. Die &#8222;Rheing\u00e4rten&#8220;, der zweite und gr\u00f6\u00dfere Teil dieser Landesgartenschau, sind ja auch eine Investition in die Zukunft.<\/p>\n<p>Darin liegt ohnehin das politisch Bemerkenswerte dieser Veranstaltung: Die Stadt Neuenburg demonstriert, dass eine Kommune mit den vom Land betriebenen Planungen f\u00fcr den Hochwasserschutz, das sogenannte Integrierte Rheinprogramm, auch kreativ und f\u00fcr sich gewinnbringend umgehen kann. Darin unterscheidet sie sich von den Nachbarn im Norden, die im Hochwasserschutz nur eine Zerst\u00f6rung tradierter Gr\u00fcnzonen entdecken k\u00f6nnen. Die Neuenburger haben dagegen die Auskiesung und Tieferlegung ihrer Uferseite am sogenannten Restrhein genutzt, um eine spannende Naherholungslandschaft anzulegen. Sie verbindet die Magerwiesen der h\u00f6her gelegenen Trockenaue mit den dichten Baumbest\u00e4nden der Feuchtaue direkt am Fluss zu einem Erlebnisraum, wie er am Hochrhein nur noch selten in dieser Einheit anzutreffen ist. Auch wenn hier von Strand gesprochen wird, verbietet die Flie\u00dfgeschwindigkeit des Rheins doch das Baden \u2013 und die hochliegende Betonkante der Hochwassergrenze erinnert zudem daran, dass dieser Fluss nicht immer nur das freundlich pl\u00e4tschernde Gew\u00e4sser wie in diesen sonnigen Tagen ist, an dem die Fr\u00f6sche um die Wette quaken. Weshalb auch der neue gro\u00dfe Spielplatz jenseits diese Betonkante angesiedelt ist, w\u00e4hrend weiter unten Liegest\u00fchle zum Sonnenbad einladen.<br \/>\nDie Neuenburger Landesgartenschau pr\u00e4sentiert auf diesen Fl\u00e4chen keine Sensationen, wenn auch vieles, was zu ihren unentbehrlichen Attraktionen und Angeboten geh\u00f6rt, hier aufgebaut ist \u2013 von Infost\u00e4nden diverser Institutionen \u00fcber Schaubeete und Kunst bis hin zur Gastronomie. Denen aber, die genauer hinschauen, d\u00fcrfte bewusst werden, wie karg es auf den Magerwiesen \u00fcber dem Kiesschotter zugeht, w\u00e4hrend unten am Ufer, etwa im gr\u00fcnen Loch des einstigen Neuenburger Hafens, eine frische Feuchtigkeit herrscht: klimatische Wechsel auf k\u00fcrzester Entfernung.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfz\u00fcgig aus dem Wegesystem ausgesparten Magerwiesen, derzeit eine zartfarbige bl\u00fchende Landschaft, die von einem &#8222;Bl\u00fctenband&#8220; in deutlich leuchtenderen Farben durchzogen ist, dazu die Streuobstwiesen sind bekanntlich gef\u00e4hrdete Biotope, vermutlich auch und gerade in der Umgebung einer wachsenden Stadt: Als Besucher der Gartenschau w\u00fcsste man gerne, was aus ihnen nach dem Herbst wird. Denn gleich nebenan beginnt ein Gewerbegebiet, und auch auf dem Weg zur Stadt kommt man an Fl\u00e4chen vorbei, die bei einigem L\u00e4rmschutz an der Autobahn wie Bauerwartungsland erscheinen.<\/p>\n<p>Was ja durchaus verst\u00e4ndlich ist: Noch erstreckt sich der neue Park am Rhein abseits von der Wohnbebauung. Was liegt da n\u00e4her, als die Stadt in diese Richtung zu entwickeln? In der Landesgartenschau erf\u00e4hrt man dazu leider nicht viel \u2013 nur ahnt man, dass sie der Zukunft Neuenburgs ziemlich weit vorausgreift mit diesem Schritt an den Rhein. Was ja nicht verwunderlich ist, bedenkt man die langen Fristen einer Bewerbung um eine Landesgartenschau und den noch langfristigeren Zeitplan des Integrierten Rheinprogramms<\/p>\n<p>Diese Ahnung kommt unwillk\u00fcrlich auf, wenn man den Weg zum kleineren Teil der Landesgartenschau einschl\u00e4gt, dem &#8222;Wuhrloch&#8220;: Man verl\u00e4sst den Garten und geht durch eine zwar k\u00fcnstlerisch aufgepeppte, aber immer noch enge Unterf\u00fchrung unter der Autobahn und anschlie\u00dfend einer Ortstra\u00dfe hindurch. Die Gartenschaugestalter haben das Problem dieses umst\u00e4ndlichen Zugangs gewusst, haben ihn mit Farben, Blumen und Sch\u00fclerkunst aufzuwerten versucht. Aber die endg\u00fcltige L\u00f6sung f\u00fcr eine attraktive Verbindung zwischen Stadt und Rheing\u00e4rten kann das nicht sein.<\/p>\n<p>Zumal der Park um das &#8222;Wuhrloch&#8220; zwar stadtnah ist, aber ebenfalls von der hoch gelegenen Altstadt deutlich getrennt ist \u2013 durch eine Stra\u00dfe und eine mehrere Meter hohe Mauer aus rotem Stampfbeton, hinter sich ein neues Parkhaus verbirgt. Die einzige Verbindung in die Altstadt stellt derzeit ein noch nicht v\u00f6llig fertiggestellter Aufzug samt Br\u00fccke her, dessen etwas \u00fcberh\u00f6hter Aufbau als Bertoldsturm ein neues Merkzeichen f\u00fcr Neuenburg setzt. Dieser Turm ist zwar unabh\u00e4ngig von der Landesgartenschau entstanden, steht aber daf\u00fcr, dass die Altstadt vom damit verbundenen Investitionsschub ebenfalls profitieren soll.<\/p>\n<p>Das &#8222;Wuhrloch&#8220; selbst, der Name deutet es schon an, ist eine nicht allzu attraktive ehemalige Aush\u00f6hlung des Rheins, deren Ufer zwar abgeflacht wurden, die aber durch offenbar wechselnde Wasserst\u00e4nde recht kahl blieben. Drumherum gibt es einen Biergarten unter alten Kastanienb\u00e4umen, dazu kommen ein Spiel- und Bouleplatz sowie ein &#8222;Skate- und Funpark&#8220;, die, wenn die Z\u00e4une der Gartenschau fallen, gewiss rasch ins angrenzende Wohngebiet integriert sind. Bei den Rheing\u00e4rten wird das gewiss nicht so einfach sein.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.6.2022 von Wulf R\u00fcskamp bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-zukunft-ziemlich-weit-voraus--213758302.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-zukunft-ziemlich-weit-voraus&#8211;213758302.html<\/a><\/p>\n<p>Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein. T\u00e4glich ge\u00f6ffnet von 10 bis 19 Uhr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur\u00a0&gt;Obstbau\u00a0&gt;Garten &gt;Gartenjahr &gt;Gartenschau Neuenburg &#8211; Landesgartenschau 2022 (20.6.2022) &nbsp; Neuenburg &#8211; Landesgartenschau 2022 Stadt und Fluss wieder zusammenbringen: Darum geht es bei der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein. 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