{"id":101636,"date":"2022-06-09T12:30:50","date_gmt":"2022-06-09T10:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=101636"},"modified":"2025-08-04T09:57:11","modified_gmt":"2025-08-04T07:57:11","slug":"mieterstrom","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/mieterstrom\/","title":{"rendered":"Mieterstrom"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Strom\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/\">Strom<\/a> &gt;Mieterstrom<\/p>\n<div id=\"attachment_5324\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/solar1pan-eichelbuck120613.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5324\" class=\"size-full wp-image-5324\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/solar1pan-eichelbuck120613.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/solar1pan-eichelbuck120613.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/solar1pan-eichelbuck120613-180x61.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5324\" class=\"wp-caption-text\">Fotovoltaik auf Deponie Eichelbuck in Freiburg am 13.6.2012<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/architekt\/\">Innenbeleuchtung \u2013 Licht \u2013 Kelvin<\/a>\u00a0(10.2.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/balkonsolaranlage-petition\/\">Balkonsolaranlage \u2013 Petition<\/a>\u00a0(12.4.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/miete\/\">Freiburger Studierende zahlen ab Januar 25 Euro mehr Miete<\/a>\u00a0(29.11.2022)<\/li>\n<li>Strom sollte komplett ins Netz eingespeist werden (8.6.2022)<\/li>\n<li>Mieterstrom und Alternativen (30.5.2022)<\/li>\n<li>Solarstrom vom Dach f\u00fcr Mieter scheitert oft an der B\u00fcrokratie (29.5.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/miete\/\">Miete<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Strom sollte komplett ins Netz eingespeist werden<\/strong><br \/>\nEs ist frustrierend, wieder \u00fcber die diversen Schwierigkeiten zu lesen, die Solarstromerzeuger erfahren m\u00fcssen. Es sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, dass Verbraucher, Solarstromerzeuger, Netzbetreiber alles daran setzen, Initiativen, wie Ulrich Quast in Badenweiler, zu unterst\u00fctzen. Die optimale L\u00f6sung bei Herrn Quast w\u00e4re einfach. Nicht neun Z\u00e4hler sollten installiert werden, sondern lediglich drei Z\u00e4hler f\u00fcr die Mieter, zwei Z\u00e4hler f\u00fcr den Vermieter, wobei einer den Verbrauch, der andere die Solarstromerzeugung misst. Der Solarstrom sollte komplett ins Netz eingespeist werden. Daf\u00fcr erh\u00e4lt der Vermieter je Kilowattstunde einen Betrag, der 20 Prozent unter dem Preis liegt, den Verbraucher zahlen m\u00fcssen. Von den einbehaltenen 20 Prozent erh\u00e4lt der Netzbetreiber zehn Prozent, den Rest das Finanzamt. Mittels einer Excel-Tabelle kann am Jahresende der Vermieter den Mietern zu gleichen Teilen oder je nach Verbrauch den erzeugten Strom verg\u00fcten.<br \/>\nBernt Nordalm, Endingen<br \/>\n8.6.2022<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Mieterstrom und Alternativen<\/strong><br \/>\nWas bedeutet Mieterstrom?<br \/>\nWenn Strom in einem Haus erzeugt und direkt an die Hausbewohnerinnen geliefert wird, ohne durch das \u00f6ffentliche Netz zu laufen, nennt man das Mieterstrom. In der Regel handelt es sich um Strom aus Solaranlagen auf dem Hausdach, aber ein Blockheizkraftwerk im Keller, das gleichzeitig W\u00e4rme und Strom liefert, f\u00e4llt unter die gleichen Regeln. Mieter k\u00f6nnen den Mieterstrom, der ihnen angeboten wird, nutzen, sie m\u00fcssen es aber nicht. Der Strom muss mindestens 10 Prozent billiger sein als der Tarif des \u00f6rtlichen Versorgers. Das ist m\u00f6glich, weil eine Reihe von Abgaben, wie die Netznutzungsgeb\u00fchren wegfallen. Vermieter, die Strom erzeugen und an ihre Mieter verkaufen, profitieren davon, dass sie einen Mieterstromzuschlag bekommen. Der betr\u00e4gt derzeit knapp 4 Cent pro Kilowattstunde. Das Modell funktioniert auch, wenn ein Dienstleister zwischen Vermieter und Mieter tritt, und Abwicklung und Abrechnung \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Strom einspeisen oder selbst nutzen?<br \/>\nAls im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft trat, gab es hohe und f\u00fcr 20 Jahre garantierte Verg\u00fctungen f\u00fcr Lieferanten von Sonnen- und Windstrom. Wer eine Solaranlage auf das Hausdach baute, bekam zeitweise um die 50 Cent pro erzeugter und ins Netz eingespeister Kilowattstunde. Diese Zeiten sind l\u00e4ngst vorbei. Wer heute eine Solaranlage aufs Dach baut, bekommt zwar auch 20 Jahre lang eine Verg\u00fctung. Die liegt aber derzeit bei knapp 7 Cent pro Kilowattstunde. Rentabler ist es da, den Strom selbst zu verbrauchen. Strom kaufen ist teuer, circa 30 Cent kostet eine Kilowattstunde. Man spart also mehr als 20 Cent pro Kilowattstunde, wenn man den selbst erzeugten Strom auch verbraucht. Die Bundesregierung plant zwar eine Verdoppelung der Einspeiseverg\u00fctung. Aber auch dann bleibt die Eigennutzung attraktiver. Das Mieterstromkonzept basiert darauf, dass es g\u00fcnstiger ist, Strom selbst zu erzeugen und zu verbrauchen, als ihn aus dem Stromnetz zu beziehen.<\/p>\n<p>Alternativen zum Mieterstrom<br \/>\nSolarstrom vom Dach l\u00e4sst sich auf verschiedene Arten nutzen. Die bequemste ist, den erzeugten Strom komplett ins Netz einzuspeisen. Das wird bald attraktiver, da die Bundesregierung die Verg\u00fctung pro Kilowattstunde nahezu verdoppeln will von knapp 7 auf fast 14 Cent. Davon profitieren Einfamilienh\u00e4user genauso wie Mehrfamilienh\u00e4user. Im Mehrfamilienhaus k\u00f6nnen einzelne Parteien auch Teile der Dachfl\u00e4che mieten, dort eine Solaranlage errichten, den Strom im eigenen Haushalt nutzen und den \u00dcberschuss einspeisen. Eine Solaranlage l\u00e4sst sich \u2013 dritte M\u00f6glichkeit \u2013 im Mehrfamilienhaus nutzen, um das Treppenhaus, den Aufzug oder die W\u00e4rmepumpe zu versorgen.<br \/>\nDem Mieterstrom am n\u00e4chsten, aber mit weniger B\u00fcrokratie verbunden ist die kollektive Selbstversorgung. Eine Hausgemeinschaft betreibt hier gemeinschaftlich eine Solaranlage und verbraucht den erzeugten Strom so weit wie m\u00f6glich im eigenen Geb\u00e4ude. Gegen\u00fcber dem Netzbetreiber und dem Stromlieferanten tritt sie als ein Kunde auf. Es ist also nur ein Z\u00e4hler n\u00f6tig. F\u00fcr die interne Abrechnung gen\u00fcgen Unterz\u00e4hler. Die Hausgemeinschaft muss sich allerdings auf die Form der Abrechnung einigen. Beratung zu all diesen Formen der Solarstromnutzung bietet unter anderen die Energieagentur Regio Freiburg. Auf der Homepage findet man auch Mustervertr\u00e4ge.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.5.2022 von J\u00f6rg Buteweg bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/hintergrund-xkfhyi4ix--213359419.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/hintergrund-xkfhyi4ix&#8211;213359419.html<\/a><\/p>\n<p><em>Dr. J\u00f6rg Buteweg (Jahrgang 1955) stammt aus Trier. Studium der Volkswirtschaftslehre in Freiburg und London, 1988 Promotion. 1981 bis 1983 Volontariat bei der Badischen Zeitung. Seit 1984 mit Unterbrechungen Wirtschaftsredakteur der Badischen Zeitung. Von 1991 bis 1995 Wirtschaftskorrespondent f\u00fcr Berlin und die neuen Bundesl\u00e4nder. 2000\/2001 Redakteur bei der Wirtschaftszeitung Handelsblatt. Bis 2021 Leiter der Wirtschaftsredaktion der BZ.<br \/>\n.<\/em><\/p>\n<p><strong>Solarstrom vom Dach f\u00fcr Mieter scheitert oft an der B\u00fcrokratie<\/strong><br \/>\nDeutschland setzt auf erneuerbare Energien \u2013 um das Klima zu schonen und um unabh\u00e4ngiger zu werden von Einfuhren. Denn zu hohe Abh\u00e4ngigkeit macht erpressbar, wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine zeigt. Trotz guter Absichten geht aber in der Praxis oft wenig voran \u2013 das zeigt das Beispiel Mieterstrom.<br \/>\nUlrich Quast kann man einen T\u00fcftler nennen, einen hartn\u00e4ckigen zumal. Er versorgt in Badenweiler sich und drei Mietparteien mit Solarstrom vom eigenen Hausdach. Mieterstrom nennt man das. F\u00fcr die Mieter ist das finanziell vorteilhaft. Sie bekommen den Strom 20 Prozent billiger als der \u00f6rtliche Versorger ihn liefert. Quast profitiert, denn er kann einen gr\u00f6\u00dferen Teil des Stroms aus der Solaranlage im eigenen Haus nutzen. Sonst w\u00fcrde er ihn ins Netz einspeisen \u2013 mit bescheidener Verg\u00fctung. Vor allem aber: Das Klima profitiert, weil Strom umweltschonend erzeugt wird.<\/p>\n<p>Die Idee Mieterstrom hat bisher nicht gez\u00fcndet<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich w\u00e4re auf Deutschlands D\u00e4cher reichlich Platz f\u00fcr Solaranlagen. Rund 19 Millionen Geb\u00e4ude z\u00e4hlt das Statistische Bundesamt. Da lie\u00dfe sich viel Strom erzeugen, selbst wenn man die Fl\u00e4chen frei l\u00e4sst, die nach Norden zeigen. Wer durchs Land f\u00e4hrt, bekommt den Eindruck, dass fast jede Scheune mit Solarmodulen best\u00fcckt ist und auch viele Einfamilienh\u00e4user. Aber die Idee Mieterstrom hat nicht gez\u00fcndet. Wer Ulrich Quast zuh\u00f6rt, den wundert das nicht.<br \/>\n&#8222;Es war eine Art Pionierarbeit&#8220;, berichtet er, der von Haus aus nicht Techniker ist, sondern Apotheker. So hat er allein 9 Stromz\u00e4hler installieren m\u00fcssen, um ablesen zu k\u00f6nnen, wie viel selbst erzeugten Strom die einzelnen Haushalte verbrauchen und wie viel sie jeweils aus dem Stromnetz beziehen. Au\u00dferdem steht Quast daf\u00fcr gerade, dass bei den Mietern das Licht nicht ausgeht. Er muss in die Rolle des Energieversorgers schl\u00fcpfen, mit allen Verpflichtungen und Vorschriften.<br \/>\nEin Ingenieur aus Freiburg habe ihm bei der Planung geholfen, erz\u00e4hlt der Pionier aus Badenweiler. Beim Stromnetzbetreiber Energiedienst sei man ihm offen begegnet, das habe das Vorhaben erleichtert. L\u00e4ngst nicht alle Versorger stehen so positiv zum Mieterstrom. Corinna Kodim, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin f\u00fcr Energie, Umwelt, Technik beim Eigent\u00fcmerverband Haus &amp; Grund berichtet, dass regionale Energieversorger einfache Mieterstrommodelle verhinderten, weil sie f\u00fcrchteten, in diese Haushalte weniger Strom zu verkaufen.<\/p>\n<p>Die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden sind hoch<br \/>\nDiese Klage f\u00fchren nicht nur Privatleute, sondern auch Firmen, die Mieterstromprojekte in gr\u00f6\u00dferem Stil organisieren wollen. Sich mit den \u00f6rtlichen Versorgern zu verst\u00e4ndigen, sei einfach zu aufw\u00e4ndig, berichtet Rainer Sylla, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Vertriebsgesellschaft der Elektrizit\u00e4tswerke Sch\u00f6nau. &#8222;Wir machen das nur noch in Berlin.&#8220; Dort arbeite man stets mit der Genossenschaft B\u00fcrgerenergie Berlin zusammen. \u00dcberdies habe man mit dem \u00f6rtlichen Energieversorger ein Verfahren zur Abrechnung vereinbart, das f\u00fcr alle Projekte funktioniere. &#8222;Nur so ist das praktikabel.&#8220; Beim Freiburger Versorger Badenova berichtet man von einer geringen Zahl von Projekten \u2013 und hohen H\u00fcrden. &#8222;Bisher werden Mieterstrommodelle deshalb nur in geringem Umfang umgesetzt, da der administrative Aufwand f\u00fcr Messung, Abrechnung und Vertragsgestaltungen sehr hoch ist&#8220;, hei\u00dft es in einer Bewertung.<br \/>\nThomas Nostadt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Wohnungsbauunternehmen Wohnbau L\u00f6rrach, geht sogar so weit zu sagen: &#8222;Die Wirtschaftlichkeit im Mietwohnungsbau wird durch Solaranlagen nicht verbessert.&#8220; Wohnbau L\u00f6rrach hat mehrere Projekte im Bestand \u2013 mit ern\u00fcchternden Erfahrungen. Wenn man die Versicherung der Anlagen, deren \u00dcberwachung sowie f\u00e4llige Reparaturen einkalkuliere, dann schreibe man keine schwarzen Zahlen, so Nostadt. Er sagt: &#8222;Wir lassen uns nicht abbringen&#8220;, weist aber darauf hin, dass Solartechnik eine weitere H\u00fcrde bei der Schaffung g\u00fcnstigen Wohnraums sei.<br \/>\nDie Zahlen sprechen f\u00fcr sich. Als die Bundesregierung 2017 einen Passus zum Mieterstrom ins \u00d6kostromgesetz schrieb, stellte man Geld bereit, um jedes Jahr neue Solaranlagen mit einer Leistung von 500 Megawatt zu f\u00f6rdern. Laut den Zahlen der Bundesnetzagentur wurden von 2017 bis vergangene Woche genau 4528 Anlagen mit insgesamt 95 Megawatt Leistung registriert. Das ist die H\u00e4lfte dessen, was Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Solarpark leistet, den der Versorger EnBW im brandenburgischen Werneuchen gebaut hat.<\/p>\n<p>Klaus Nerz l\u00e4sst sich von den Hindernissen nicht abschrecken. Er organisiert f\u00fcr den Versorger Energiedienst in Rheinfelden solche Projekte. &#8222;Mieterstrom ist ein ganz wichtiger Teil einer dezentralen Energieversorgung. Je mehr Energie an Ort und Stelle erzeugt wird, umso weniger muss man \u00fcber teure Leitungen von weither heranschaffen&#8220;, sagt er. Die M\u00f6glichkeiten w\u00e4ren riesig. Es gibt 3,1 Millionen Zweifamilienh\u00e4user und 3,2 Millionen Mehrfamilienh\u00e4user in Deutschland. Die meisten D\u00e4cher dieser H\u00e4user lie\u00dfen sich f\u00fcr Mieterstrom nutzen.<br \/>\nNeben den herk\u00f6mmlichen Haushaltsger\u00e4ten wie Herd, K\u00fchlschrank, Gefriertruhe und Waschmaschine k\u00e4men mit W\u00e4rmepumpen zum Heizen und Elektroautos neue elektrische Ger\u00e4te hinzu. Durch geschicktes Management des Verbrauchs lasse sich der Anteil des selbst erzeugten Stroms, der im Haus verbraucht wird, vergr\u00f6\u00dfern. &#8222;Je mehr Sie selbst verbrauchen, umso rentabler ist das Modell&#8220;, sagt Nerz.<\/p>\n<p>Ab 30 Prozent, so die Faustregel, rechnet sich Mieterstrom<br \/>\nUlrich Quast in Badenweiler wei\u00df nach einem Jahr Betrieb: Die eigene Anlage, die auch zwei W\u00e4rmepumpen versorgt, deckt \u00fcbers Jahr gerechnet 35 bis 40 Prozent des Strombedarfs. Im Sommer sind es mehr als 60 Prozent. Damit ist die Anlage rentabel. Ab 30 Prozent, so die Faustregel, rechnet sich Mieterstrom. Das gro\u00dfe Geld macht Quast nicht mit seinem Mieterstromprojekt. &#8222;Ich mache etwas Gewinn, damit das Finanzamt das nicht als Liebhaberei ansieht&#8220;, sagt Quast. Ihm ist aber klar: &#8222;Es rentiert sich nur, weil ich alles selbst mache.&#8220;<br \/>\nMehr als 100 Mieterstromanlagen mit mehreren 1000 Kunden betreibt Energiedienst zwischen Oberrhein, Hochrhein und Bodensee. Pro Jahr k\u00e4men rund 20 Anlagen dazu, sagt Nerz. Energiedienst startet Projekte, wenn mehr als 10 Haushalte beteiligt sind. In Freiburg betreibt die Firma unter anderem eine Anlage im Stadtteil Haslach mit 27 Haushalten, von denen 16 bei dem Projekt mitmachen. Den Ansto\u00df gab der notwendige Austausch der Heizung in dem Quartier mit vier Wohnh\u00e4usern. &#8222;Wer die Heizung erneuert, muss in Baden-W\u00fcrttemberg 15 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen&#8220;, sagt Hausverwalter Matthias Stoll. Mit der Mieterstromanlage, die Energiedienst errichtet hat, erf\u00fclle man diese Voraussetzung. Auch er st\u00f6hnt \u00fcber die komplizierten Regeln: Steuerrecht, Energiewirtschaftsgesetz, Messstellenbetriebsgesetz, Meldepflichten bei der Bundesnetzagentur. Ohne Spezialisten sei das nicht zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Die Politik r\u00fchrt die vielen komplizierten Regeln nicht an<br \/>\nBesserung ist im Augenblick nicht in Sicht. Die Ampel-Koalition hat zwar in ihrem Osterpaket Verbesserungen f\u00fcr die erneuerbaren Energien vorgestellt. So f\u00e4llt die \u00d6kostrom-Umlage weg, die Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr neue Solaranlagen wird nahezu verdoppelt, der Zuschlag, den die Anbieter von Mieterstrom bekommen, wird leicht erh\u00f6ht. Aber an den vielen komplizierten Regeln wird nicht ger\u00fchrt.<br \/>\nDeswegen sieht der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft wenig Aussicht auf einen Schub f\u00fcr die Solarenergie auf Mieth\u00e4usern. &#8222;Da die Probleme des Mieterstroms weniger wirtschaftlich begr\u00fcndet sind als vielmehr im Aufwand der Abwicklung, n\u00fctzt diese Verbesserung nicht viel.&#8220; Lapidar hei\u00dft es bei Badenova: &#8222;Die Regelungen zum Mieterstrom wurden in der EEG-Novelle im Osterpaket kaum ver\u00e4ndert.&#8220; F\u00fcr Hausverwalter Matthias Stoll ist deswegen klar: &#8222;Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn diese H\u00fcrden fallen.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.5.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/solarstrom-vom-dach-fuer-mieter-scheitert-oft-an-der-buerokratie--213359406.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/solarstrom-vom-dach-fuer-mieter-scheitert-oft-an-der-buerokratie&#8211;213359406.html<\/a><\/p>\n<p>Kommentar:<br \/>\nB\u00fcrokratie: Warum einfach wenn es auch kompliziert geht<br \/>\nLeute, wir leben doch in Deutschland. Da wird nach der Regel gehandelt: warum einfach wenn es auch kompliziert geht. Die PV-Regeln sind viel zu starr (-sinnig) als dass sie sich auf jeden Bedarf individuell anpassen lie\u00dfen. Man stellt nicht den \u00f6konomischen Nutzen in den Vordergrund sondern die oft hirnrissigen Regeln und den Mitverdienst des Staates. So auch bei dem unverst\u00e4ndlichen EW\u00e4rmeG ab 2015 mit den 15% erneuerbarer Energien oder der widerspr\u00fcchlich unsinnigen und unverst\u00e4ndlichen neuen BImschV \u00a719 g\u00fcltig ab 1.1.2022<\/p>\n<p>Man gewinnt den Eindruck, dass irgendwo unbesch\u00e4ftige, gelangweilte Beamten sitzen die nichts anderes zu tun haben als \u00fcber neue Schikanen f\u00fcr die B\u00fcrger nachzudenken.<br \/>\n29.5.2022, K.K.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Energie\u00a0&gt;Strom &gt;Mieterstrom &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Innenbeleuchtung \u2013 Licht \u2013 Kelvin\u00a0(10.2.2025) Balkonsolaranlage \u2013 Petition\u00a0(12.4.2023) Freiburger Studierende zahlen ab Januar 25 Euro mehr Miete\u00a0(29.11.2022) Strom sollte komplett ins Netz eingespeist werden (8.6.2022) Mieterstrom und Alternativen (30.5.2022) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/mieterstrom\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1476,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-101636","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101636"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101636\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137372,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101636\/revisions\/137372"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}