Arbeitsverweigerung

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Friedensdemo in Freiburg an Oberlinden 3.6.2023

Der große Rückzug – vom Arbeitsmarkt
Gegenwärtig findet eine bemerkenswerte Veränderung statt. Bis zum Jahr 2022 hat nahm die Zahl der über 60-Jährigen, die länger in ihren Berufen blieben, noch zu. Das wird nun anders. Aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) von Ende 2022 geht hervor, dass diese Zahl zum ersten Mal in mehr als zwanzig Jahren stagnierte und zuletzt sogar rückläufig war. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (11.2.2022) schrieb: „Der Trend zum Arbeiten im Alter ist gebrochen. Ausgerechnet jetzt, wo Arbeitskräfte dringender gebraucht werden denn je.“ In einem Kommentar in der Berliner Zeitung (Harry Nutt, 31.10.2022) wird die Tatsache hervorgehoben, dass finanzielle Einbußen immer weniger ein Hindernis für einen früheren Rentenbeginn sind. Im Jahr 2021 sind diese Fälle um fast neun Prozent gestiegen. „Im Klartext bedeutet dies, dass immer mehr Altersgeldberechtigte lieber früher als später ihren Job quittieren. Irgendetwas muss sich verändert haben…“, schreibt der Kommentator. Ist im Lande plötzlich eine prinzipielle Arbeitsscheu und Bequemlichkeit ausgebrochen? Das kann es bei Menschen, die ein langes Arbeitsleben hinter sich haben, nicht sein. Die finanzielle Anerkennung und die berufliche Befriedigung hatten ja lange Zeit als Motive für eine Arbeitsverlängerung gereicht. Jetzt aber ziehen sich gerade diese Menschen, die alles andere als Arbeitsverächter sind, zurück.

Darauf verweisen auch andere Formen des Rückzugs aus der Arbeitswelt. Ein Phänomen ist die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung. In der Krankenpflege arbeiteten Anfang 2022 40 Prozent der Arbeitnehmer in Teilzeit. „Umfragen zufolge“, liest man in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (7.2.2022), „denkt jeweils ein Drittel der Pflegekräfte sogar häufig darüber nach, den Arbeitsgeber zu wechseln oder den Beruf ganz aufzugeben“. Diese Teil-Rückzüge haben sich im vergangenen Jahr nicht verringert, auch die erheblichen Lohnsteigerungen haben daran nichts geändert. Ähnlich hohe Teilzeit-Quoten gibt es inzwischen an den Schulen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren es im Schuljahr 2021/2022 40,6 Prozent der Lehrer und Lehrerinnen – das ist die höchste Quote in den letzten zehn Schuljahren. Als Vorschläge zu einer Einschränkung des Rechts auf Teilzeit die Runde machte, löste das heftigen Widerspruch aus. An den Schulen – wie in der Kranken- und Altenpflege – spielt die Erfahrung von Überlastung und ständigem Ausnahmezustand am Arbeitsplatz offenbar eine Rolle.

Der Rückzug ist kein spezifisch deutsches Phänomen. In den USA ist der „Big Quit“ schon seit 2020 ein Thema. In einem Bericht der FAZ vom 7.1.2022 heißt es: „In den USA kündigen Millionen Menschen freiwillig ihren Job… Zwischen Juli und November dieses Jahres gaben laut amerikanischem Arbeitsministerium 21,3 Millionen Beschäftigte freiwillig ihren Job auf. Allein im September waren es rund 4,4 Millionen und im November sogar 4,5 Millionen Menschen – das entspricht jeweils 3 Prozent aller Beschäftigten und ist die höchst Quote seit Einführung der Statistik im Jahre 2001.“ Im Artikel findet sich der Ausdruck `Great Resignation´, der im amerikanischen Sprachgebrauch so etwas wie „große Ernüchterung“ bedeutet.
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Ein unscheinbarer, aber elementarer Rückzug
– Es gibt noch unscheinbarere Formen des Rückzugs aus der Arbeit. Immer wieder gibt es Meldungen über sich häufende Krankmeldungen – besonders dort, wo die Beschäftigten die Erfahrung machen, dass ständig neue Normen, Arbeitsformate und „innovative Projekte“ auf ihren Schultern abgeladen werden. So berichtete der Berliner Tagesspiegel (16.6.2022) von der Überlastung durch Baustellen, Personalmangel und der Einführung des Neun-Euro-Tickets bei der Bahn. Der Bericht zitierte einen „Insider“ mit den Worten: „Die Lokführer melden sich krank, weil sie keinen Bock mehr haben auf Überstunden und zusätzliche Schichten.“ Auch unterhalb einer förmlichen Krankmeldung gibt es „stille“ Formen des Rückzugs aus der Arbeit (im Fach-Englisch „quiet quitting“ genannt): man erfüllt eine Arbeitsaufgabe nur langsam, unvollständig oder schludrig. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (3.9.2022) findet sich ein ausführliches Interview mit einer Arbeitsrechtsanwältin zu den Schwierigkeiten, dies als Delikt vor Gericht nachzuweisen. Offenbar häufen sich solche Fälle. Es findet kein lauter Arbeitskampf statt, sondern ein stiller Rückzug. Aber dieser Rückzug kann ganze Abteilungen und Betriebe lahmlegen – obwohl oberflächlich alles zu stimmen scheint. Stille Wasser sind tief…

Die Entwertung der Arbeit
– Beim Rückzug aus der Arbeit geht es also nicht darum, dass hier Menschen grundsätzlich mit den Mühen und Zwängen der Arbeitswelt fremdeln, wie wir das von einem beträchtlichen Teil der jüngeren Generation und ihrer „Work-Life-Balance“ kennen. Nein, hier ziehen sich Leute aus der Arbeit zurück, die schon längere Zeit im Berufsleben stehen und dort nachhaltig Leistungen erbracht haben. Und die darin auch Würde und Stolz empfinden können. Wenn sich diese Menschen nun zurückziehen, muss eine fundamentale Entwertung ihrer Arbeit stattgefunden haben. Das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung stimmt nicht mehr. Es hat sich drastisch verschlechtert. Zum einen dadurch, dass der Umkreis der Güter, die man sich als Gegenwert für die erbrachte Anstrengung leisten kann, auf einmal viel enger wird. Zum anderen dadurch, dass der Arbeitsprozess durch alle möglichen „Innovationen“ immer aufwendiger und umständlicher wird, ohne dass dabei am Ende des Tages mehr herauskommt. Die Produktivität ihrer Arbeit sinkt, als wären sie über Nacht in ein unfruchtbareres Land versetzt.

Ein ganzes Land auf verheerendem Kurs
– Es geht hier nicht um eine Notlage, die plötzlich durch höhere Gewalt über das Land hereingebrochen ist. Dann könnte man ja mit Recht zusätzliche Anstrengungen fordern. Aber die Leute sehen etwas ganz anderes: Durch völlig ahnungslose Regierungs-Entscheidungen wird das Automobil als Verkehrsträger für breite Volksschichten unerschwinglich. Dieselbe Regierung verordnet kurzfristig einen landesweiten Heizungswechsel an, ohne auch nur ansatzweise über die Technologie, über die Industrie- und Handwerksbetriebe und über die Arbeitskräfte zu verfügen, die für diesen gigantischen Umbau des Landes notwendig wären. Und die Leute sehen, wie überall schon der Straßenverkehr und das Heizen erschwert und verteuert werden. Wie das Land ärmer wird und für wirkliche Notlagen immer weniger Reserven hat. Sie sehen, mit welchem Leichtsinn Abbruchentscheidungen von historischem Ausmaß gefällt werden. Und wie die Dinge dann wirklich kaputtgeschlagen werden.
Deshalb sagen diese Menschen, und sie tun es im Grunde schweren Herzens: Wir wollen in diesem Opfergang nicht das letzte Aufgebot sein. Macht Euren Sch… alleine.

Die Konsequenzen dieses Kurses fühlbar machen
– Der Rückzug aus der Arbeit ist eine drastische Maßnahme. Aber es ist zunächst einmal ein defensiver Schritt, ein Akt des Selbstschutzes. In einem Land, das auf einen zerstörerischen Kurs geraten ist, kann es nicht um einen „Aufstand“ gehen. Auch nicht um einen „Klassenkampf“ gegen die Unternehmer – es gibt ja viele Industrie- und Handwerksbetriebe, die ebenfalls ihre Aktivität zurückfahren und nicht mehr investieren. Es kann jetzt nur darum gehen, in diesem Land ganz elementar fühlbar zu machen, was es verliert, wenn es die Arbeit (und überhaupt die produktiven Leistungen) entwertet. Wenn der Gesellschaftsvertrag, der das Grundverhältnis von Leistung und Gegenleistung im Lande verkörpert, zerbrochen wird, ist ein großer Rückzug aus der Arbeit die logische und gerechte Konsequenz.
… Alles vom 18.6.2023 von Gerd Held bitte lesen auf https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/helds-ausblick/der-grosse-rueckzug/
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Dr. rer. pol. Gerd Held wurde 1951 in Osnabrück geboren. Nach einer Facharbeiterlehre und Berufstätigkeit das Studium der Sozialwisschenschaften (Diplom) und der Sozialphilosophie (Maitrise) in Hannover und Paris.
Wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten in Paris und Valencia (Spanien),
Von 1993 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund – dort Promotion und Habilitation, danach dort Privatdozent.
2006 und 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IRS Erkner/Berlin. Seit 2008 als freier Publizist und Privatdozent (TU Berlin) tätig.
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Einige Kommentare:
Nach 43,75 Arbeitsjahren habe ich genau diese Einstellung: „Macht doch euren Scheiß alleine!“ 1989 aus dem Osten Deutschlands in die Bundesrepublik von Helmut Kohl gekommen, habe ich die Freiheit, alles sagen zu können, was ich möchte und so zu leben, wie ich es wollte, sehr geschätzt. Ich habe mit meiner eigenen Arbeit und viel Fleiß mehr erreicht, als so mancher Landsmann aus den „gebrauchten“ Bundesländern. Seit Jahren zahle ich Höchstbeiträge bei Steuern und Sozialversicherungen. Das Haus für die Altersvorsorge ist abbezahlt und eigentlich wäre alles gut, doch mit dem aktuellen Deutschland kann und will ich mich nicht mehr identifizieren. Das ist nicht mehr die Bundesrepublik in die ich, 1985 mit einem Ausreiseantrag, wollte. Inzwischen wird Deutschland immer zu einem Land, daß ich im Herbst 1989 verlassen habe. Es gibt keine wirkliche Meinungsfreiheit mehr, eine rot-grüne Planwirtschaft zieht sich wie ein Nebel durch das Land, mein Steuergeld wird für unsinnige Dinge ausgegeben und die EU presst ihren Zentralismus über Europa. Cancel Culture, Genderneusprech, „polical correctness“ und kollektive grüne Umerziehung – nur noch zum Speien! Die Ampel setzt auf einen De-Industrialisierungskurs und Flatterstrom, anstatt auf Wachstum und eine sichere Stromversorgung, auch mit Atomkraft. Menschen, die nie einen roten Heller in unsere Sozialkassen eingezahlt haben, werden auf Kosten der Nettosteuerzahler oft lebenslang alimentiert, doch die eigenen Leute sollen bis 67 und länger arbeiten. Linke und grüne NGOs fressen mein Steuergeld auf, welches ich lieber bei der Stärkung von jungen Familien mit Kindern eingesetzt sehen würde, um die Demographie zu verbessern. Das Unternehmen, in dem ich tätig bin, ist voll auf Gender und Diversitätskurs und nennt gewinnoptimierende Umstrukturierungen euphemistisch „Transformnation“. Keine der Parteien, außer der AfD, spricht noch unangenehme Dinge an. Nennt mir einen Grund, warum ich nach fast 45 Arbeitsjahren mich noch einbringen soll? Nope, macht euren Scheiß alleine! Mich interessiert ausschließlich noch, wie ich in die Vorruhestandregelung meines Arbeitgebers komme und wie ich und meine Liebsten zurechtkommen. Bis dahin fahre ich bei 80% unterm Radar. Wenn ich jünger wäre, würde ich auswandern…….
commodus@t-online.de
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Die von der Lohnarbeit abhängige Mehrheit wird zwischen zwei Fronten zerrieben: Auf der einen Seite Big_Money, Big_Tec und Big_Pharma, wo einzelne Milliardärscäsaren bis zu mehrere Millionen Dollar am Tag verdienen, und auf der anderen Seite die Legionen von Armutsflüchtlingen, die hier Vollkasko versorgt werden, ohne die geringste Gegenleistung. Hat sich das jemand ausgedacht, oder ist es purer Zufall – ich glaube nicht. Hae
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Der Artikel ist absolut zutreffend. Ich, selbständig, 32 Berufjahre hinter mir, befinde mich ebenfalls auf dem beruflichen Rückzug. Grund: 40% meiner ArbeitsZeit verbringe ich eigentlich mit Bürokratie. Im Umgang mit Ämtern und Behörden erlebe ich den deutschen Staat zunehmend als inkompetent und dysfunktional. Und im Übrigen: Warum soll ich mich weiter für ein System abrackern, das mitr und meinen Kindern nur Verarmung, Entmündigung bis in privatetste Bereiche und Krieg bietet? Hut
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„Wenn der Gesellschaftsvertrag, der das Grundverhältnis von Leistung und Gegenleistung im Lande verkörpert, zerbrochen wird, ist ein großer Rückzug aus der Arbeit die logische und gerechte Konsequenz.“
Und warum soll das nur für langjährige Arbeitnehmer gelten und nicht für die junge Generation? Im Artikel werden die Jüngeren als faul dargestellt, aber woher soll denn der Fleiß kommen, wenn in der Schule schon die Faulsten durch Förderung und Aufmerksamkeit belohnt werden, während sich für die Fleißigen niemand interessiert? Wenn man als einfacher Arbeiter keinen besseren Lebensstandard und viel mehr Mühe in Aussicht hat als mit Hartz 4? Wenn man mit 18 weiß, dass man sich selbst mit weit mehr als einem Durchschnittsgehalt nie ein eigenes Haus wird leisten können?
Und jetzt frage man sich, welche Generation unsere Politiker angehören, die für dieses leistungsfeindliche Klima verantwortlich sind. Und welche Generation diese seit Jahrzehnten immer wieder wählt. Hier im Forum mag das anders sein, aber wenn man nach draußen schaut… J.B.
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Völlig d’accord. Die gleiche Strategie fahre ich auch. Hinweisen möchte ich auf das eklatante Missverhältniss Brutto zu Netto und, gefühlt schlimmer, wer und was von dem Geld, das der Staat sich fett vom Lohn abschneidet, finanziert und gemästet wird. Dafür möchte ich wirklich nicht mehr zahlen müssen. Danke für nichts. Ich hätte noch gut 10 bis 15 Jahre gearbeitet (der ursprünglichePlan), weil es mir auch Spaß machte, in einem Beruf, der händeringenden nach Personal schreit und wie viele nur wenig Nachwuchs bekommt. Aber so? Für eine Land, aus dem ich nur noch weg will (oder soll?). und das bei d e m gesellschaftlichen Klimawandel in D? Unter der drückenden Schwüle der woken Missgunst, dem Messerhagel allerorten, dem zerebralen Hitzekoller der Nullperformer, die alle mit ihren Rüssel aus den Trögen der Macht schlürfen? Lass ma stecken. Andre Länder ham ooch scheene Hütten. Unverbaute Sicht und entspanntere Mitmenschen. Ciao bella. D.M.
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Es ist ein Rückzug aus einer verwahrlosten Gesellschaft und einem Staat, dessen Regierung ihr ideologisches Konzept auf totalitäre Weise gegen die Interessen der Bevölkerung und ohne Rücksicht auf Verluste durchdrückt. Sowohl innen- wie auch außenpolitisch. Damit kann sich niemand mehr identifizieren. Deutschland wird von einer absolut inkompetenten Regierung mit Vollgas gegen die Wand gefahren und der einfache, bisher fleißige Bürger, kann nichts dagegen tun. Er wird nur noch ausgenutzt und muß hilflos und mit in der Tasche geballten Fäusten dabei zusehen, wie das Land heruntergewirtschaftet wird. Viele Menschen habe diesem Staat inzwischen innerlich gekündigt und sind aus dieser Gesellschaft „ausgetreten“. Ich auch. Natürlich kann man dann herablassend sagen: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“, aber man muß keine Ratte sein, um ein sinkendes Schiff, das von unfähigen Politikern vorsätzlich gegen den Eisberg gefahren wurde, zu verlassen. Das gebietet die Vernunft. Ein Staat, der jegliche Solidarität gegenüber seinen eigenen Bürgen fallen gelassen hat, hat damit auch die Solidarität dieser Bürger verspielt. Mit Recht ! Wenn man mit seinem Geld bei gutem Wirtschaften auskommt, zieht man sich eben in das Privatleben zurück, lebt etwas bescheidener, aber stressfrei und denkt sich nur noch: „Leckt mich doch alle mal…und macht euren Scheixx alleine…! Ich steige aus! Basta…!“ F..
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Kurzfassung: Warum soll ich die Vernichter der Zukunft meiner Kinder mit Arbeit und Abgaben unterstützen? w.k.
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Der Deutsche wehrt sich, wenn auch still. Viele Leute haben es satt, zu sehen, wie ihre hart erarbeiteten Steuergelder für linke Utopia-Projekte verpulvert werden bei gleichzeitig immer schneller verfallender staatlicher Infrastruktur. Sie haben es satt, glückseelige Schmarotzer zur Mittagszeit in den Eisdielen und Shoppingcenter der Nation zu sehen, während sie buckeln müssen.
Und das, was im Artikel beschrieben ist, ist die Antwort der Deutschen. Am meisten tut man dem Staat weh, wenn man schaut, wie man möglichst wenig Steuern zahlt. Und das macht im Moment richtig Spaß. Denn so kann man der abgehobenen Elite richtig wehtun. C.R.
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Alleine die Einwanderung kostet 55 Mrd die direkt messbar sind, die vielen versteckten Kosten machen es mit Sicherheit noch viel teuer.
Nun haben wir eine Hochphase der Steuern, dass wird sich ändern, aber dann geben wir 6% aus für die Einladungen. Keine 10% erhalten Asyl, 40% sind Kriegs/Gender/was-weis-ich Flüchtlinge und geduldete (Dauer alimentiert), 50% dürfen gar nicht im Land sein. Bedeutet, ich arbeite von 230 Tagen im Jahr 12-13 Tage für die Einladungen, etwas über 1 Tag für die Asyl erhalten (passt), und 6 Tage für die gar nicht hier sein dürften. 6 Tage sind eine Woche Urlaub oder Rentenkasse oder…. In meiner Lebenszeit sind des mit 40 Jahren Arbeit, ich nehme an durchschnittlich 2 Tage im Jahr in den letzten 30 Jahren, dann 120 Tage, die ich für Einladungen gearbeitet habe, die niemals im Land sein dürften. Meine Rentenkasse hätte es mir gedankt, meine Lebenszeit auch, wenn wir diese Kosten vermieden hätten. T.A.
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Das sind erste Anzeichen eines Phänomens, das ich Sozialismus-Arbeitsmoral nenne. Die Leute wissen nicht mehr, wofür sie sich abrackern sollen und wollen sich nicht mehr ausbeuten und gängeln lassen.
Ohne persönliche Freiheiten kann man in einer Arbeit keinen Sinn finden. Nicht nur ein guter Workflow, sondern sowohl Mobilität als auch Lebenshaltung und Wohnung sind Bereiche der persönlichen Freiheit. Die okkupiert, verteuert und verunmöglicht der Staat gerade, und damit verlieren diejenigen, die ihr Leben lang für einen guten Lebensabend geschuftet haben den Glauben daran – und an Motivation.
Und außerdem: Warum sollen sie sich kaputt arbeiten für ein Heer von Nichtleistern, die in das Sozialsystem einwandern und oft aus Langeweile noch die Straßen und Wohnorte unsicher machen. Damit sind jetzt ausdrücklich nicht die 50 Prozent gemeint, die einer Arbeit nachgehen. Wobei die Arbeitseinwanderung auch nur dem Lohndruck nach unten dient. G.K.
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Im Sozialismus ist das Arbeitsentgelt von der eigenen Arbeisleistung entkoppelt. Deswegen ist die eigene Arbeitsleistung ein sinnloses Stellrad seine materielle und soziale Stellung zu verbessern. Am Besten ist man kann sich einer „Opfergruppe“ oder wenigstens einem „Vertreter“ der Opfergruppen zuordnen. Das macht in Deutschland der Sozialstaat und die hohen Steuern mit seiner übergriffigen Regulierung- und Vorschriftenwahn kaputt. Ein Rückbau ist ob der vielen Begünstigten nicht zu erwarten, sondern eher ein schleichender Verfall der eines Tages mit einem „großen Knall“ („big bang“) endet. Tho
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Der Elefant im Raum oder doch….? Als „fahrender“ Handwerker erlebe ich eine neue Welt: Morgens um 07:00 Uhr sehe ich eine Menge Pendler auf dem Weg zur Arbeit, ansonsten erlebe ich eine menschenleere Stadt. Ab 10:00 Uhr erwacht das Treiben in den Städten….einige Rentner und eine größere Gruppe junger Menschen mit nicht europäischem Aussehen machen sich auf den Weg, auf welchen Weg frage ich mich?? Wer geht mit schicker Kleidung und lässigen Gang gegen 10/11 Uhr zur Arbeit? Der teure „Vormittagskaffee“ in einer Shop-In Bäckerei könnte meine Frage beantworten! Unweigerlich folgen weitere Fragen, wobei die erste immer zum hohen Preis des Kaffees passen: Wie können sich diese Menschen täglich einen oder mehrere Kaffee leisten, der mir mittlerweile ein großes Loch in die Kasse reißt???
Kurzum, meine Gedanken führen mich tagtäglich und automatisch zum entscheidenden Thema: Ich gehe arbeiten, ich zahle meine Miete, meine Steuern und Abgaben, mein Essen, meine Kleidung, meine Versicherungen, meine Energie und für den Kaffee bleibt mir immer weniger…wofür gehe ich eigentlich arbeiten, wenn es auch augenscheinlich ohne geht??
Selbst die Anzahl der Kollegen, die ich täglich hier getroffen habe, ist auf eine handvoll gesunken und sie berichten ähnliches!! Das Stadtbild selbst, also die Infrastruktur, hat sich ebenfalls angepasst: Kleine Baustellen, die gefühlt nie beendet werden, Schlaglöcher an Schlaglöcher und eine Vermüllung abseits der Straßen!
Dieses Land funktioniert einfach nicht mehr und meine Motivation sinkt von Tag zu Tag. Noch habe ich 9 Jahre in einem Beruf, der mir Spaß macht…ob es noch 9 Jahre bleiben?? R.Z.
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Die Deutschen können keinen Generalstreik, dafür ist dieser stille Streik viel, viel wirkungsvoller. Jeder weiß doch, dass es die dummen, fleissigen Gutmütigen sind, die diesen Laden am Laufen halten.
Allerdings könnte das auch durchaus Ziel des Ganzen sein: In Deutschland wird die 80/20 Gesellschaft angestrebt, d.h 20% reichen aus, alle Waren und Dienstleistungen zu erstellen, die der Rest der 80 benötigt.
Die 80% werden dann mit Tittytainment, Drogen und Compterspielen davon angehalten, sich gegenseitig zu massakrieren. Ich würde sagen: Wir sind auf einem guten Weg, oder? Speziell, was das gegenseitige Massakrieren anbetrifft .
Angeblich erledigt ja dann die KI den Rest: Wer macht aber die Hollandaise und schließt die schwachsinnige Wärmepumpe an?
Und wie es in der DDR hieß: „Wenn ihr so tut, als wenn ihr uns bezahlt, tun wir so, als wenn wir arbeiten“ Gibt es in der Politik denn gar keinen, der einen Rest von simplen Menschenverstand hat? and
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Ich kenne Migranten, die sagen offen, wenn sie arbeiten gingen, dann hätten sie weniger als jetzt durch das Jobcenter. Darüber hinaus: Bummelei, Krankmachen, Herumdrücken (Alkohol) etc. war der tägliche Widerstand unterm Sozialismus (ganz zum Schluss kam noch der Suizid) Von einem Lager-Insassen wird berichtet, dass er zu einem Neuangekommenen gesagt haben soll, er solle sich nicht freiwillig schinden, es müsse nur so aussehen wie Arbeit. Da sind wir angekommen! D.A.
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Ich arbeite jetzt im 49igsten Jahr,durchgehend,ohne Fehlzeiten. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr „Beauftragte“ die mir Handwerker sagen ,wie ich mein Werkzeug zu benutzen habe. Es gibt tagtäglich mehr weltfremde Vorschriften und Anweisungen,die nur dem Zweck der Arbeitsverhinderung dienen. Weiter geht es mit der Vermehrung der elektronischen Ausführung und Überwachung und somit Entpersönlichung der Mitarbeiter und Kollegen,zwecks Erfassung und Speicherung jeglicher Arbeitsschritte. Meine Motivation hat ihre Demotivierung um 150% überschritten. Vor ca 4 Wochen habe ich der Antrag auf Altersarmut gestellt.Als Mann der in der Mitte des vorigen Jahrhunderts geboren wurde, ist das alles und noch viel mehr nicht mehr meine Welt. Stand heute105 Tage bis zum Tag X !!! Sch
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Ein guter Artikel, der einen weiten Teil der Verfasstheit einer bestenfalls nicht anerkannten, eher bekaempften und ausgebeuteten Generation beleuchtet. Tatsaechlich geht es auch um den, mit Verlaub zunehmenden Mist, der in den Unternehmen erzeugt wird, aber darueber hinaus auch um eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung zu Lasten der Leistungstraeger. Trotzdem bedarf es noch der Behandlung der Frage, warum diese Generation politisch ausfällt. Ich vermute, dass man hier vor allem sowohl Nichtwaehler wie auch ( frustrierte) CDU – Waehler findet, was leider bedeutet, dass hier ein politisches Potential verloren geht. Der maßgebliche Grund dafuer duerfte in der psychischen Unmöglichkeit dieser Generation liegen, die Partei zu waehlen, die ihren eigentlichen Interessen am Naechsten kommt, der Wahl o Mat laesst gruessen. Vor einer immer noch moeglichen Resignation mit Rente oder Auswanderung waere der Versuch, qua Wahl der Alternative zu retten, was zu retten ist. Die leider weit verbreitete Meinung, der Liberalkonservative waehlt eher weiterhin die gruene CDU als die blau/ schwarze AfD, aendert natuerlich nichts, im Gegenteil. Fuer eine Demokratie ist die Rueckzugsloesung ohne vorherigen Versuch qua Wahl eindeutig zu billig. So funktioniert Demokratie nicht. Die weitere Entwicklung und das Ergebnis sind absehbar. r.e.
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Man kann‘s auch noch kürzer fassen: für das, was hier die Wohnungen verteuert und die Städte vermüllt, und das, was gehässig-feindselig gegen die Eingeborenen auf allen Kanälen genderglucksend agitiert, reißt man sich nicht mehr den Hintern auf. Stemmt Eure Gästebewirtung alleine, füttert Euren Klimavogel und die wirren Antifantis aus den eigenen Taschen, trans-woke-gendert Euch wechselseitig ins Koma. Pap
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Der Rückzug aus der Arbeit ist vermutlich nicht selten mit dem Weggang aus einem Land verbunden, das einen derartig destruktiven Kurs gegen die eigene Bevölkerung führt. Die Zeit, die ich in diesem Land verbleibe, wird wohl auch eine begrenzte sein. Es sei denn, die Werte-Union setzt sich mit der AfD zusammen und überlegt, wie noch irgendetwas zu retten ist. Wenn hier nur noch Arbeitsunlustige jeglicher Couleur sind, was soll ich hier noch? Ich bin auch demnächst weg. Soz
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Ein Land, in dem hochqualifizierte, gebildete und motivierte deutsche Fachkräfte Ü50+ ausgegrenzt, diskriminiert und aus „betrieblichen“ Gründen in der Regel zuerst entlassen werden oder erst gar keinen Job mehr bekommen, in dem man aber demnächst wohl bis 70 Jahre arbeiten soll, nur um möglichst lange absurde Steuern zu zahlen und gleichzeitig idealerweise die staatliche Rentenzahlung schon rein statistisch zur durchschnittlichen Lebenserwartung zu vermeiden. Ein Irrenhaus. Tiz
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Ich bin für die Leistungsgesellschaft, weil nur so der Laden rundum funktioniert. Aber ich bin kein Fußabtreter der ausländischen Oligarchen und der inländischen sozialistischen Parasiten. Es ist menschenunwürdig Menschen zu zwingen bis 70 Vollzeit zu arbeiten bis sie ihren verdienten Ruhestand endlich erreichen. Sowas gibt es nur in ausbeuterischen Regimen. Diese deutsche Regierung finanziert Parasiten rund um die Welt und gönnt den deutschen Rentnern ihren Ruhestand nicht. Ich unterstütze jeden, der vor dem 65. Lebensjahr in Rente geht. Diese Pharisäer verdienen es nicht, dass wir uns für die nur einen Tag länger als nötig anstrengen. Sie haben nicht das Wohl Deutschlands im Sinn! Eve
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Ich habe ungefähr eine 60 Stunden Woche und bin bald im statistisch letzten Lebensviertel. Zusammen mit meinem Kollegen habe ich die wirtschaftliche Eigenverantwortung für unseren Betrieb. Meinen Beruf führe ich sehr gerne aus, er macht Sinn und war mein Traumberuf . Aber ich habe das Gefühl, dass die Rahmenbedingungen immer aufreibender werden und ich letztendlich nur noch helfe, die bereits im vollen Umfang stattfindende Dysfunktonalisierung meines Berufsfeld so lange wie möglich zu kompensieren. Die, die die Rahmenbedingungen zu verantworten haben, ignorieren dies.
Die Frage ist nicht für was, sondern für wen. Noch halten mich persönliche Verantwortung und Motivation, aber mein Kipppunkt naht, ich spüre es. Für die mittelfristig unmögliche Stabilisierung einer Geselllschaft zu schuften, die das alles lethargisch als gegeben nimmt und den Zerfall jedweder gesellschaftlichen Kohärenz auch noch wahlschäfisch unterstützt, werde ich mich nicht mehr lange {hier in Deutschland} selbst ausbeuten. Und ich verstehe jeden, der auch dieses Resümee gezogen hat. Min
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100% D’accord! Ich habe mich mit 54 in die Frührente verabschiedet und lebe sehr gut damit. Das Häuschen ist bezahlt, das Vermögen unsichtbar gemacht, mein Frau nimmt ein Maximum an Krankheitstagen, macht euren Scheiss alleine! Für unsere Generation reicht‘s noch und die Kinder bereiten die Auswanderung vor! Apres moi la deluge! T.L.
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Loyalität, Verantwortung und Solidarität sind keine Einbahnstraßen. Solange diese Regierung und viele Personen des öffentlichen Lebens auch mir nicht diese Tugenden entgegen bringen, werde ich für dieses Land nur noch so wenig tun wie möglich, um nicht vollkommen unter zu gehen. Mit dieser Regierung wird es für Deutsche immer schwieriger mit Würde zu leben. Über uns Deutsche wird nicht mehr nur gelacht, wir werden verachtet und nicht nur im Ausland sondern im eigenen Land. The
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Als vor 10 Jahren genau dieses Szenario am Horizont auftauchte,haben wir alles verkauft,die Abfindung genommen und sind ausgewandert.Kein leichter Schritt aber wir haben es bis zum heutigen Tag keinen Moment bereut.Und wenn ich heute aus der Entfernung auf Deutschland schaue wird mir schlecht. Aber anscheinend wollen 80% genau dieses Elend.Nur wer nie über den Tellerrand hinausgeschaut hat glaubt noch in einem freien Land zu leben. Sal
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Nicht zu vergessen, Millionen Bürgergeldempfänger, davon die Hälfte ohne deutschen Pass, die hier auf Kosten des Steuerzahlers leben. Dafür am besten bis 70 arbeiten ? Wer kann, verlässt dieses Land des ideologischen Größenwahns. CW
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Kosten locker 55 Mrd (für Migranten, nachweisbar) und mehr, nur die Gesamtzahl muss mal mit der Lupe suchen. 55 sind 6 % der Steuereinnahmen, also arbeite ich von 230 Tagen für 12 Tage im Jahr für diese Kosten. 6 davon alleine für Personen, die nicht im Land sein dürften.T.A.
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„Macht Euren Sch… alleine.“ Wenn qualifizierte, exakte Arbeit nicht mehr Anerkennung findet, die Jungen vielfach, nicht alle, der Work-life-Balance anhängen, sie einfordern, dann kommt man auf den obigen Satz! Und wenn eine Regierung praktisch nur Blödsinn macht, ohne Hirn nur ihrer Mission nachrennt, einem Unsummen u. ein völlig anderes Leben aufbürden will mit Heizungwahn, Mobilitätswahn, Ess-Wahn, dann verweigert man sich halt. Und wenn man dann noch Millionen ein ganz gutes Leben bezahlen muss, die …, jeder weiß, was gemeint ist, und man in Wirtschaften nicht mehr bedient wird, weil die geschlossen haben, aus Mitarbeitermangel, während man deren Lebensunterhalt über „Bürgergeld“ begleichen muss, dann sagt man den obigen Satz erst recht! Diese „Regierung“ ist keine Regierung für das Volk, denn sie verachtet es, s. Habeck, der mit D. nichts anfangen kann und die Nationalhymne nicht mitsingt. bfw
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