Psychiatrie

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Blick nach Süden übers neblige Wagensteig- und Dreisamtal zum Schauinsland am 21.11.2012

 

  • Die Krankheiten der Attentäter von Würzburg und Hanau (7.8.2021)
  • Kinder leiden am meisten (6.2.2021)
  • Triage in der Kinderpsychiatrie längst eingetroffen (2.2.2021)
  • Antipsychiatrieverlag
  • Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis (VPP)
  • Corona-Angst
  • Lockdown

 

Die Krankheiten der Attentäter von Würzburg und Hanau
Die Täter der tödlichen Anschläge von Hanau und Würzburg haben eine Gemeinsamkeit: Beide waren schon vor der Tat psychiatrisch auffällig, weshalb bei beiden eine mögliche Schuldunfähigkeit zu prüfen war.
„Möglicherweise schuldunfähig“ – mit dieser dürren Begründung veranlasste die Generalstaatsanwaltschaft München vier Wochen nach der Tat die Überstellung des somalischen Attentäters von Würzburg aus der U-Haft in eine spezielle geschlossene psychiatrische Einrichtung. Der relativ lange Verbleib in der U-Haft weist deutlich darauf hin, dass es nicht leicht fiel, bei dem bloß geduldeten somalischen „Flüchtling“ eine schwerwiegende psychische Störung zu erkennen. Und nur darum kann es hier ja gehen. Für diese diagnostischen Probleme kommen mehrere Gründe in Betracht: zunächst natürlich sprachliche Verständigungsschwierigkeiten, aber auch mangelnde Kooperation, kulturelle Besonderheiten und eine unter anhaltender Drogen- und Alkoholabstinenz mittlerweile abgeschwächte psychiatrische Symptomatik, so denn zur Tatzeit überhaupt eine relevante psychische Störung vorlag. Ansonsten, so lassen die Ermittlungsbehörden verlautbaren, hätten sich „weder Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte noch auf etwaige Mittäter oder Mitwisser“ ergeben. Das spricht zwar eher gegen eine dschihadistische Tat, schließt sie selbstverständlich aber keinesfalls aus.
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Wäre es denkbar, dass beim Somalier beides eine Rolle spielte, eine Gesinnung und eine Psychose? Eine schwierige Frage. Bei einer akuten Schizophrenie – wie sie beim Hanau-Attentäter vorlag – mit den dafür typischen Symptomen wie (u.a.) Verfolgungswahn, Halluzinationen in Form von Stimmenhören und verschiedenen Denkstörungen ist bereits während der über Monate oder auch Jahre gehenden Entwicklung dieser Symptome die krankheitsunabhängige Gesinnung mehr und mehr verdrängt oder in ihrer Entwicklung von vornherein ausgebremst worden. In Abhängigkeit von der Wahndynamik oder auch Halluzinationen in Gestalt von befehlenden Stimmen hat die Gesinnung am Ende nichts mehr zu melden, ganz gleich wie sie ursprünglich gewesen sein mag.
Anders verhält es sich meist, wenn es „nur“ zu einer isolierten und eng umschriebenen Wahnentwicklung kommt. Bei einem Wahnkranken, der beispielsweise unverrückbar davon überzeugt ist, eine bedeutsame Entdeckung gemacht zu haben, kann die vorbestehende Gesinnung durchaus überwiegend intakt bleiben, zumindest solange sie nicht in zu enge Berührung mit dem Wahnthema gerät. Eine durch Drogengenuss ausgelöste Psychose, wie sie mehrfach beim Somalier vorlag, steht bei der Koexistenz von Gesinnung und psychischer Störung zwischen den beiden eben geschilderten Szenarien – je nach Krankheitsschwere und Ausmaß des Drogenkonsums dabei eher zu dem einen oder dem anderen Pol neigend. Will sagen: Sollten beim Somalier zur Tatzeit noch Restsymptome seiner aktenkundigen Psychose vorhanden gewesen sein, schlösse das eine Gesinnungstat keinesfalls aus.
Wahrscheinlich wird es in dem voraussichtlich im kommenden Jahr stattfindenden Prozess wesentlich um die Frage der Schuldfähigkeit gehen. Dementsprechend bedeutsam wird die Rolle der beiden von der Staatsanwaltschaft beauftragten psychiatrischen Sachverständigen sein. Leider hat die Zunft der forensisch-psychiatrischen Gutachter durch ihr kollektives Beschweigen der geradezu infamen politischen Instrumentalisierung des Hanau-Attentäters zumindest bei mir viel an Vertrauen in ihre Unabhängigkeit eingebüßt.
.. Alles vom 7.8.2021 von Holger Meins bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/die_attentate_von_wuerzburg_und_hanau_ein_vergleich/P10#comment_entries

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wolfgang Meins ist Neuropsychologe, Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Geriater und apl. Professor für Psychiatrie. In den letzten Jahren überwiegend tätig als gerichtlicher Sachverständiger im sozial- und zivilrechtlichen Bereich.

Einige Kommentare:
Das “Spannungsverhältnis zwischen Wahrheit und propagandistischer Ausschlachtung für den Kampf gegen Rechts” ist zum alles überragenden Maßnahmencredo geworden, um Terror, Mord und sexuelle Gewalt durch Migranten zu verharmlosen. Besonders widerlich weil gefährlich ist die Zeichensetzerei für “Black Lives Matter” und die Pflege von Staatsverträgen mit Islamisten und Moscheen, die Hass gegen Deutsche predigen, die sich ihres toxischen Weißseins nur noch durch den Suizid im Knieen entledigen können. Weshalb die Psychiatrie da (wieder) mitmacht, sollte man die Leibpsychiater des Bundeskanzleramtes und die Obergurus des Wissenschaftszirkus der Kanzlerin fragen.
7.8.2021, A.R., AO

Das System oder die Kollision funktioniert inzwischen reibungslos.
Jede beteiligte Stelle ” weiss” inzwischen auch ohne Anordnung des Regimes, was sie zu liefern hat. In Hanau war es natuerlich etwas Anderes, als in Wuerzburg. Wie wir wissen geht es nicht um Fakten oder Wissenschaft, sondern um das Narrativ oder das Interesse des Regimes, das bedient werden muss, koste es, was es wolle, nicht nur im aktuellen Falle Wirklichkeit und Wahrheit. Wahr ist, was vom Regime erwuenscht ist und in die Ideologie und Zielsetzung passt. Was nicht passt, wird passend gemacht. Alles nicht neu oder ueberraschend. Diese Entwicklung ist nicht nur geradezu klassisch fuer einen Totalitarismus, sondern sollte als Prozess, der es ja ist, zu Ende gedacht werden, soweit man kognitiv dazu in der Lage ist. Natuerlich bleibt es nicht bei diesen beiden “Einzelfällen”, die symptomatisch sind und auch so verstanden werden sollten. Dass die Institutionen von Merkel und Co nicht nur besetzt, sondern bereits transformiert sind, gilt auch ausnahmslos fuer die in diesen Faellen Tätigen und es gilt auch fuer die bereits “transformierten” Individuen, unabhängig davon, ob sie als Beamte oder Private im staatlichen Auftrag handeln. Das verwundert nicht, denn der Totalitarismus zeichnet sich unter anderem durch die voellige Vereinnahmung des Menschen aus, zunaechst Desjenigen, der fuer das Regime relevant ist. Das gilt fuer Aerzte und “Wissenschaftler” bei Corona und natuerlich auch fuer das Personal in diesen Vorhängen, in denen es nicht nur das “rechte” Narrativ, sondern die Geschichte vom guten Migranten geht. Immerhin soll die Gesellschaft ja auch das Resettlement ganz “toll” finden. Aber bitte deswegen nicht AfD waehlen. Der “Block” passt schon. Es laeuft.
7.8.2021, R.N.

Ich bedanke mich ausdrücklich für diesen fachlich fundierten,
hochinteressanten und sehr aufschlußreichen Beitrag! Rechtlich teile ich auch den Ansatz, daß der Rechtsstaat (politisch von der Mehrheit der Legislative zumindest billigend in Kauf genommen) sich immer mehr selbst demontiert:
Daß es aufgrund mehrerer Gesetzesänderungen in den letzten Jahren mittlerweile extrem hohe Hürden gibt, einen Patienten gegen seinen Willen in der Psychiatrie zu behandeln, ist inakzeptabel, solange nicht auch der Schutz der Allgemeinheit mit abgewogen wird. Und die Folgen können auch für den Täter schrecklich sein: Statt einer regelmäßigen fürsorglichen medizinischen Behandlung mit entsprechendem gesundheitlichen Wohlergehen eskaliert seine Krankheit in einer schrecklichen Straftat … und Unterbringung in der Psychiatrie bzw. Sicherungsverwahrung. Schauen wir zurück in die bundesdeutsche Vergangenheit:
Kurze Freiheitsstrafen dürfen – anders als früher – faktisch nicht mehr vollstreckt, sondern müssen zur Bewährung ausgesetzt werden. Das wird von den Tätern oftmals als “Freispruch” mißverstanden oder nicht ernst genommen und sie werden wiederholt rückfällig, Bewährungsbrecher. Irgendwann werden dann alle ausgesprochenen Bewährungen widerrufen und plötzlich wird eine (aufaddiert längere) Strafhaft vollstreckt. Der Täter wird aus seinem sozialen Umfeld gerissen, entwurzelt, verliert seinen Arbeitsplatz und ist stigmatisiert. Als Beispiel mag der alkoholisierte Kraftfahrzeugführer, Familienvater und Arbeitnehmer dienen. Hätte er bereits bei der ersten (folgenlosen) Trunkenheitsfahrt (§ 316 StGB) vier Wochen Freiheitsstrafe ohne Bewährung erhalten und könnte diese zu je zwei Wochen “im (für sein Umfeld) Urlaub” absitzen. wäre ihm dies sicherlich eine nachdrücklichere Lehre, ohne ihn aus seinem Familien- Arbeits- und Sozialumfeld zu reißen.
7.8.2021, K.D.
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Lieber Herr Meins, Sie bringen es auf den Punkt,
“zweimalige Messerattacke wird als “Flüchtlingsfolklore” eingestuft”. Was relevant ist und was nicht, das bestimmen immer noch die “Gutmeinenden” in diesem Land , also die Klebers und die Slomkas , die uns im Namen der Kanzlerette die Welt erklären. Irgendein unbekannter Rad-Trainer benutzt den Begriff “Kameltreiber” , ganz Deutschland steht Kopf, während der abscheuliche und aktuelle Fall eines Ehrenmordes in der Afghanischen Community Berlin gleich untern Teppich gekehrt wird.
7.8.2021, F.ST.
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Triage in der Kinderpsychiatrie längst eingetroffen
„Haltet Euch an die AHA-Regeln, sonst bricht unser Gesundheitsystem zusammen, dann kommt es zu Triage-Situationen, und ihr seid schuld“.
Obwohl die Lage zur Auslastung der Intensivbetten seit März 2020 nie ernst war, wurden die Ängste der Bevölkerung von Politik und Medien weiter unablässig geschürt – immerzu mit dem Horrorszenario der Triage:
Wenn kein Platz mehr frei ist, muß der Arzt unter Zeitdruck entscheiden, wer eine lebensrettende Behandlung erhält und wer nicht, d.h. wer sterben muß und wer nicht.
Doch im Gegensatz zur „Triage in Krankenhaus“ ist die „Triage in der Kinderpsychiatrie“ längst eingetroffen:
Nun „ist die Triage in Österreich schon längst an der Tagesordnung – allerdings werden keine Beatmungsgeräte knapp, sondern Behandlungskapazitäten für psychisch kranke Kinder- und Jugendliche.“ – mehr dazu siehe Artikel unten.
2.2.2021
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Psychisch kranke Kinder leiden besonders unter dem Lockdown
Während die Lage auf den Intensivstationen nie die Dramatik erreicht hat, die immer prognostiziert wurde, können in Österreich Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen nicht mehr angemessen behandelt werden. In Deutschland ist es vermutlich nicht anders.

Paul Plener, der Abteilungsleiter der psychiatrischen Station, berichtete der kleinezeitung.at
https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5928381/Kein-Platz-mehr_KinderPsychiatrie-in-Wien-schlaegt-Alarm
außerdem, dass sich der drastische Anstieg solcher Symptomatiken eindeutig auf die Schulschließungen und die soziale Isolation zurückführen lasse. Seiner Ansicht nach rutschen die Kinder durch diesen Verlust in eine Abwärtsspirale. Die ersten Folgen sind Depressionen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und ein gestörtes Essverhalten. Schon im ersten Lockdown sollen viele der betroffenen Kinder zum Beispiel aktiv versucht haben abzunehmen, um daheim nicht dick zu werden. Selbst ganz junge Kinder, im Alter von 8-12 seien betroffen. Ihnen und allen anderen fehlen strukturierte Abläufe, Bewegung und zum Teil auch Sonnenlicht. Der Mediziner fordert deshalb, die Schulen möglichst schnell wieder zu öffnen.

Das alles ist jetzt ein halbes Jahr her. Seitdem sitzen wir alle – groß und klein – im zweiten Lockdown, sehen der nächsten Verlängerung entgegen und müssen darum zittern, ob wir im Sommer vielleicht mal wieder einigermaßen normal vor die Tür gehen dürfen. Diese Ungewissheit macht schon vielen Erwachsenen genauso zu schaffen, wie die Kontaktverbote und die Stilllegung jedes noch so kleinen Fünkchens normalen Lebens. Das gilt für Kinder und Jugendliche erst recht.
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Nachrichten über die medizinische Situation jenseits von Covid-Infektionen dringen derzeit jedoch nur schwer an die Öffentlichkeit und machen daher auch regierenden Politikern nur geringe Sorgen. So ging zum Beispiel die Nachricht fast völlig unter, dass im ersten Lockdown sämtliche Patienten der geschlossenen psychiatrischen Stationen in Berlin rein provisorisch und quasi über Nacht entlassen wurden.
… Alles vom 1.2.2021 von Pauline Schwarz bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ueberlastung-der-kinder-und-jugendpsychiatrie/
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Kommentare:
Es macht mich wirklich traurig zu sehen,
wie wenig Mitgefühl für Kinder gezeigt wird. Aber überraschen tut es mich nicht. Mitleid haben die Deutschen nur noch mit Gruppen, die sich selbst (und wir) zu Opfern stilisieren. Da gehört das Normalokind vom Spielplatz einfach nicht dazu. Die deutsche Politik ist so damit beschäftig, sich um alles und jeden zu kümmern, außer um sich selbst, die deutsche Wirtschaft, die Bevölkerung. Ich frage mich, wie wir von den Kinder erwarten sollen, etwas aushalten sollen, was wir Erwachsene kaum noch ertragen?
1.2.2021,Ims
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Die Kinder- und Jugendpsychatrien waren auch vor Covid schon voll,
da wird es jetzt vermehrt zur Überlastung kommen (https://www.badische-zeitung.de/kinder-und-jugendpsychiatrie-in-offenburg-wegen-corona-ueberlastet). Und wie die Langzeitfolgen bei Jung aber auch Alt der pausenlosen Panikmache und des normales Leben-Verbots aussehen, wird man bald sehen können. Deutschland ein Irrenhaus.
1.2.2021, Hol
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Das ist wohl das größte Verbrechen:
Kindern und Jugendlichen ihr Leben zu rauben, in einem Alter, da die Persönlichkeit geformt wird, die später einmal das Leben meistern soll. Schon die Aussperrung aus der Schule erzeugt schnell – nach der kleinen Freude über unverhoffte Ferien – ein Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit. Denn die Schule ist nun einmal neben der Familie das soziale Biotop der Kinder.
1.2.2021, Hol
Ende Kommentare

 

 

Antipsychiatrieverlag

Antipsychiatrie wird vom Antipsychiatrieverlag als undogmatische und humanistische Bewegung verstanden. Das griechische „Anti“ bedeutet mehr als einfach nur „gegen“. Es heißt auch „alternativ“, „gegenüber“ oder „unabhängig“. Freunde der Zwangspsychiatrie und Pharmaindustrie stehen deshalb der modernen, nutzergetragenen humanistischen Antipsychiatrie besonders erbittert gegenüber. Im Antipsychiatrieverlag wird Literatur publiziert, die von Widerspruchsgeist und der grundlegenden Erkenntnis erfüllt ist, dass (1) die Psychiatrie als medizinische (und naturwissenschaftliche) Disziplin dem Anspruch, psychische Probleme überwiegend sozialer Natur zu lösen, nicht gerecht werden kann, (2) ihre Gewaltbereitschaft und -anwendung eine Bedrohung darstellen und (3) ihre Diagnostik den Blick auf die wirklichen Probleme des einzelnen Menschen in der Gesellschaft verstellt.
https://www.antipsychiatrieverlag.de/

 

Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis (VPP)
pressekatalog

Die VPP ist Verbandszeitschrift der DGVT und Fachzeitschrift mit aktuellen Beiträgen aus Forschung und Lehre.

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