Defibrillator

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Märzenbecher im Ibental bei Freiburg am 22-2-2021 – Frühling

 

Ein Defibrillator kann durch Abgabe eines Elektroschocks den Herzschlag bei Stillstand bzw. Rhythmusstörung quasi wieder ‚anschalten‘.
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DRK bringt AED-Defibrillator in Sparkasse Stühlingen an
In der Sparkasse Stühlingen ist ein Defibrillator angebracht worden. Das wertvolle Gerät ist damit immer erreichbar, um Leben zu retten. Gespendet wurde es vom Stühlinger Ortsverein des DRK und einem Spender, der anonym bleiben möchte. Mit dem Defibrillator soll ein wichtiger Bereich der Grundversorgung sichergestellt werden, erklärte der Bereitschaftsleiter des DRK Stühlingen, Johann Duttlinger. Obwohl der DRK-Ortsverein finanziell und personell nicht gut dasteht, wurde diese Anschaffung getätigt. Schulungen folgen noch.
„Es ist ein guter Platz hier in der Sparkasse. Vor Vandalismus geschützt, gut beleuchtet, überdacht und warm“, erklärte Bürgermeister Joachim Burger. Er bedankt sich beim Spender und dem DRK für die Anschaffung und freut sich über das große Engagement. „Es gibt bereits Anfragen aus den Ortsteilen.“
Der Weg im Stadtgebiet zum nächsten Defibrillator kann zu weit sein, Stühlingen ist die flächengrößte Gemeinde im Landkreis mit rund 9300 Hektar in zehn Ortsteilen. Gabi Würth kümmert sich um die Pflege des Geräts, sie hatte es auch bestellt, die Kosten lagen bei 3000 Euro. Der für Stühlingen angeschaffte Lifepak CR2 Defibrillator ist ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED. Defibrillatoren sind zur Lebensrettung unverzichtbar. So werden AEDs weltweit in öffentlichen Bereichen zur Verfügung gestellt. Wer in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ausgebildet wurde, kann AEDs zur Behandlung eines plötzlichen Herzstillstands verwenden. Die Abgabe eines elektrischen Impulses wird als Defibrillation bezeichnet. Die Defibrillation ist eine anerkannte Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, welche zum Herzstillstand und damit zum Tod führen können. Patienten ab dem zweiten Lebensjahr können mit dem Defibrillator behandelt werden.
… Alles vom 27.10.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/ein-geraet-kann-leben-retten–205944049.html

 

Ehrenamtliche sind oft schneller als der Rettungsdienst – eine App alarmiert sie
„Region der Lebensretter“ – so heißt ein in Freiburg gegründetes Projekt, das schnelle Hilfe im Notfall organisiert. Das System fußt auf einer App, die Retter in der Nähe des Einsatzortes findet.

Michael Müller. Der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Freiburger Artemed-St. Josefskrankenhaus hat den gemeinnützigen Verein „Region der Lebensretter“ vor vier Jahren gegründet, um die Überlebenschancen von Patienten bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu erhöhen. Mit dabei waren und sind führende Freiburger Notfall- und Intensivmediziner sowie Verantwortliche verschiedener Hilfsorganisationen. Aus dem Modell- ist ein Vorzeigeprojekt geworden, die Handvoll registrierter Helfer ist auf eine stattliche Zahl von 1140 allein in Freiburg und dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald gewachsen. Das Einsatzgebiet hat sich auf zehn weitere Kreise in Baden-Württemberg ausgedehnt und „Gespräche mit elf weiteren laufen aktuell“, informiert Geschäftsführerin Judith Joos. Die Zahl der Einsätze lag im ersten Halbjahr 2021 bei rund 3000.

Wie aber funktioniert die Alarmierung von Ersthelfern, die Sanitätern und Notarzt häufig zuvorkommen? Zunächst müssen sich die ehrenamtlichen Retter, deren Mindestqualifikation die 64 Stunden umfassende Sanitätsausbildung ist, beim Verein anmelden und die App „Region der Lebensretter“ auf ihrem Smartphone installieren. Geht bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf wegen eines vermuteten Herz-Kreislauf-Stillstands ein, braucht es nur einen Klick des Disponenten, damit die App Helfer nahe des Einsatzorts ortet und kontaktiert. Erklären sich die Angefragten für einsatzbereit, müssen sie angeben, mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Davon wiederum hängt ab, welcher Helfer tatsächlich eingesetzt wird und worin seine Aufgabe besteht. Die App erkennt auch: In der Stadt ist ein Retter mit dem Rad schneller, auf dem Land braucht es das Auto. „All das passiert automatisch und innerhalb von Sekunden“, erklärt Müller.
Im Idealfall eilen vier Alarmierte los. Die beiden ersten gehen direkt zum Patienten, ein Dritter wird zum nächstgelegenen Defibrillator gelotst und der Vierte bekommt am Einsatzort die Aufgabe, den Rettungsdienst einzuweisen. „Weil die ersten Helfer oft schon drei bis fünf Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand eintreffen, können sie die Überlebenschancen von Patienten verdoppeln bis sogar vervierfachen“, erklärt Müller. Denn: Die Überlebensrate liegt in den ersten vier Minuten bei bis zu 50 Prozent. Dann geht es rapide bergab. Mit jeder Minute, die vergeht, drohen schwere Hirnschädigungen bis hin zum Tod. Der Rettungsdienst brauche in der Großstadt durchschnittlich sieben bis neun Minuten, auf dem Land wesentlich länger, so Joos. „Die ehrenamtlichen Retter hingegen waren 2020 im Mittel in weniger als vier Minuten beim Patienten“, ergänzt Müller.
… Alles vom 25.10.2021 von Kathrin Blum bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/ehrenamtliche-sind-oft-schneller-als-der-rettungsdienst-eine-app-alarmiert-sie–205867132.html

https://regionderlebensretter.de/

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Gottenheim – ein sicherer Ort mit 19 Herz-Lebensrettern
19 registrierte Lebensretter in einer 3000-Einwohner-Gemeinde: Damit macht das westlich von Freiburg gelegene Gottenheim von sich reden. Zu verdanken ist die hohe Helferdichte zwei Personen: Matthias Mitternacht und Christian Riesterer. Ersterer arbeitet beim Rettungsdienst und machte Letzteren auf die Region der Lebensretter aufmerksam. Riesterer, seines Zeichens Bürgermeister der Gemeinde, war sofort begeistert vom System und dem Engagement des Vereins. Was ihn dazu veranlasste, die Bürgerinnen und Bürger in einem offenen Brief zu bitten, mitzumachen. Große Bereitschaft zeigte die Freiwillige Feuerwehr, die gleich 13 Mitglieder zur notwendigen Weiterbildung anmeldete. Zudem finanzierte die Gemeinde einen Defibrillator und konnte den Inhaber des Gasthauses Krone dafür gewinnen, einen weiteren zu sponsern. „Jetzt arbeite ich daran, dass wir ein drittes Gerät im Gewerbegebiet öffentlich zugänglich machen“, sagt Riesterer.
Großen Einsatz zeigen überdies auch Wehrleute in Bötzingen und Umkirch, von denen ebenfalls einige die Sanitätsausbildung absolviert haben, um den westlichen Breisgau zu einer Region der Lebensretter zu machen.
… Alles vom 25.10.2021 von Kathrin Blum bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/hintergrund-info-xfav47fix–205867108.html

 

 

Verein will Defibrillatoren im Raum Freiburg zugänglich machen
Nur wenn Defibrillatoren im Notfall auffindbar und erreichbar sind, können sie Leben retten. Und das sind sie häufig nicht – versteckt in der Schublade oder in einem Geschäft, das nach 19 Uhr geschlossen ist, können Defibrillator nicht helfen. Der Verein Region der Lebensretter setzt sich dafür ein, dass die Geräte zugänglich für alle und in regelmäßigen Abständen verfügbar sind.
Bei einem Herzkreislaufstillstand geht es um jede Minute. Für die Suche nach einem Defibrillator, der in irgendeiner Schublade vergessen wurde oder hinter verschlossenen Türen unerreichbar ist, ist da keine Zeit. So schnell wie möglich sollte einer der Ersthelfer vor Ort an einen Defibrillator kommen. In der Region gibt es große Unterschiede: Es gibt Gemeinden quasi ohne jegliches Gerät oder solche mit vielen Defibrillatoren – jedoch alle auf einem Flecken, in anderen Wohngebieten gibt es dafür gar keinen, erzählt Thomas Steuber.
Er ist aktiv beim Verein Region der Lebensretter und Projektleiter für die Defibrillatoren-Standorte. „Alle 600 Meter ein Defibrillator wäre nicht schlecht“, schätzt Steuber. Selbst an abgelegenen Stellen wie Freiburger Ausflugszielen, etwa bei St. Ottilien oder auf dem Kanonenplatz, würde er einen Defibrillator begrüßen, denn der Rettungsdienst braucht im Notfall lange dort hin.

299 Defibrillatoren gibt es laut des Ersthelfervereins in der Region, doch nur 100 davon seien rund um die Uhr zugänglich, und lediglich zwei Handvoll richtig gut erreich- und auffindbar, berichtet Steuber. Als Negativbeispiel nennt er ein Gerät, das zwar an der rund um die Uhr besetzten Pforte einer Firma hinterlegt ist – doch auch der Pförtner sei mal nicht am Platz – wertvolle Sekunden oder Minuten gehen wegen des Wartens verloren.
Dabei ließe sich das ganz einfach ändern, so sagt der Experte: Etwa indem eine Firma ihren Defi einfach an die Fassade hängt – so wie es kürzlich die Firma Hauri Mineralstoffwerke in Bötzingen gemacht hat. „Wir hatten schon länger einen Defibrillator im Verwaltungsgebäude“, erzählt Geschäftsleiter Frank Hauri. Nun hängt er gut sichtbar für alle an der Fassade an der Bergstraße, die von Bötzingen nach Oberbergen führt. Der Verein Region der Lebensretter hat das schon mitbekommen und den Defibrillator in seine Karte aufgenommen.
„Unsere Helfer sind überall und bemerken neue Defibrillatoren“, sagt Thomas Steuber. Im Idealfall melden sich Firmen, Gemeinden oder andere Initiatoren direkt beim Verein. Die Defi-Karte steht der Integrierten Leitstelle zur Verfügung. So können Passanten, die den Notruf absetzen, einen Helfer losschicken, um einen Defi zu holen oder die Ersthelfer des Vereins können direkt dorthin gelotst werden. Die Karte soll bald auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doch Steuber betont: Wichtig bei einem Notfall ist nicht der Defi, sondern viel mehr die Herzdruckmassage, mit der sofort begonnen werden muss, wenn es zu einem Herzkreislaufstillstand kommt. „Mit einer Herzdruckmassage kauft man Zeit“, erklärt Steuber. Und damit darf dann auch nicht aufgehört werden.
Gefährlich sei, dass Laienhelfer, die nicht sicher mit einem Defi umgehen können – auch wenn die modernen Geräte mittlerweile klare, sogar akustische Anweisungen geben, – von der Massage abgelenkt werden und pausieren, um den Defi in Gang zu setzen, was lebensgefährlich für den Patienten sein kann. Deshalb setzt sich der Verein dafür ein, das Netz an Lebensrettern und Defis im öffentlichen Raum auszubauen, mit denen diese dann helfen können. Bei seiner Defi-Offensive gehe es dem Verein außerdem um die Sichtbarkeit der Geräte und damit um die Sichtbarkeit des Themas Erste Hilfe, um dazu zu animieren, die Herzdruckmassage zu üben.
Um weiter das Netz der Defis auszubauen, unterstützen die Lebensretter auch Gemeinden oder Vereine bei der Anschaffung von hochwertigen Geräten und sorgen als Betreiber dafür, dass sie gut sichtbar und an einer sinnvollen Stelle angebracht werden – beleuchtet, damit sie leicht zu entdecken sind, und beheizt, damit die Batterien nicht unter Kälte leiden. Außerdem lässt der Verein die Geräte regelmäßig kontrollieren und warten. Das werde gerne mal von den Betreibern wie Firmen oder Sportvereinen vergessen, so Steuber. „Wir haben schon Geräte gesehen, da war die Batterie 16 Jahre leer und die Elektroden waren abgelaufen.“
Gut geklappt hat das Ganze jüngst in Gottenheim, dank der Zusammenarbeit von Gemeinde, DRK und Lebensretter-Verein. Das Gasthaus Krone hat ein Gerät gespendet, das vor dem Haus an einer Laterne befestigt wurde, ein weiteres hängt am Rathaus. Damit das Industriegebiet auch gut versorgt ist, will man auf Firmen zugehen, um auch den Bereich „herzsicher“ zu machen, wie Steuber es nennt.
… Alles vom 28.2.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/verein-will-defibrillatoren-im-raum-freiburg-zugaenglich-machen–200318831.html

http://www.regionderlebensretter.de