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Kirschblüte in Freiburg und Schnee auf den Schwarzwaldbergen am 27.April 2016

Kirschblüte in Freiburg und Schnee auf den Schwarzwaldbergen am 27.April 2016

 

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Höllentalbahn: Verspätungen, Zugausfälle per Lautsprecher, Corona per Anzeige
Die Fahrgastinformation ist ausgeschaltet und stattdessen läuft in Dauerschleife diese Anzeige:
„Schön daß Sie da sind. halten Sie Abstand und trage Sie eine Mund-Nase-Bedeckung im gesamten Bahnhof. Gemeinsam geht das.“
Zwischendurch per Lautsprecher die ständigen Durchsagen zu Verspätungen und Ausfällen von Zügen. Auch am 14.8.2020 fällt wie an den vier vorhergehenden Tagen jeweils ein Zug komplett aus.
Um 17.45: „Information zum Zug … nach Seebrugg. Der Zug fällt aus. Grund ist eine technische Störung. Wir bitten um Entschuldigung.“ Passend dazu in der Anzeigetafel die Laufschrift „Gemeinsam geht das“. Die Bahn ist nach wie vor nicht in der Lage, einen ordentlichen Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten.
14.8.2020

 

Breisgau-S-Bahn: Da blickt doch keiner mehr durch!
„Zugflügelungen, Kuppelvorgänge, fliegende Kreuzungen…“  –  Eine Bahnstrecke, die es wahrhaft in sich hat
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Kirchzarten (cw.) Die Problematik um die Breisgau-S-Bahn nimmt kein Ende. Tatsache ist, dass auf einer Strecke mit über 150 Kilometer Ausdehnung rund vier Kilometer zweigleisig sind, also nicht mal 3 Prozent und genau dort, wenn alles nach Plan läuft, können die Bahnen sich „fliegend kreuzen“. Wunderbar geklappt hat das alles auf der Jungfernfahrt am 14. Dezember 2019. Mit viel Prominenz an Bord rauschte der gelb-weiß-schwarze Blitz von Endingen am Kaiserstuhl nach Donaueschingen mit abschließendem Festakt, und er war pünktlich. Klappt doch, wenn keine Fahrgäste ein- und aussteigen!
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Doch die Realität ist leider eine andere. Das hochkomplexe Fahrplankonzept der S1 sieht laut Fahrplan zahlreiche „Zugflügelungen“ und ca. 120 Kuppelvorgänge pro Betriebstag vor. Bereits in den ersten Tagen erwies sich dieses Konzept als nicht praxistauglich. Außerdem besitzen nur einige der zu passierenden Bahnhöfe ein zweites Gleis, das für Zugkreuzungen erforderlich ist. Hinzu kommt, dass bei der Planung für diese extrem empfindliche Bahnstrecke kaum Zeitreserven vorgesehen wurden. So sind beispielsweise für das Kuppeln nur drei bis vier Minuten gegenüber sechs bis sieben Minuten auf anderen Strecken der Bahn vorgesehen. Auch das Ein- und Aussteigen ist zeitlich knapp bemessen, zumal es pro Triebwagenteil nur einen Ein- bzw. Ausstieg gibt. Im Vergleich hierzu hatten beispielsweise die doppelstöckigen Waggons der Höllentalbahn jeweils vorne und hinten einen Ein-/Ausstieg.
Verspätungen und Ausfälle waren somit vorprogrammiert, und dies bei einem Projekt, das bis jetzt 400 Millionen Euro gekostet hat. Aus Insiderkreisen erfuhren wir, dass federführend dieses Konzept ein Mitarbeiter des baden-württembergischen Verkehrsministeriums entwickelt und entgegen allen Bedenken und Einwänden vieler Experten einseitig durchgesetzt hat. Inzwischen hat der besagte Mitarbeiter nach Berlin gewechselt, ob befördert oder strafversetzt ist uns nicht bekannt.
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Ab 17. Februar 2020 – Umsteigen statt durchfahren
Bisher wurden in Titisee und Gottenheim, wo die Kaiserstuhlbahn aus Endingen hinzustößt, die Züge geflügelt und gekuppelt, d. h. auseinander- und wieder zusammengeführt; die Fahrgäste mussten/sollten nicht umsteigen. Das stellte für das Personal eine große Herausforderung dar. Bereits am zweiten Betriebstag beschloss die DB Regio Südbaden als Betreiber der S1 den Linienast Gottenheim–Endingen zu isolieren, da die Ausbauarbeiten auf dem SWEG-Abschnitt noch nicht abgeschlossen waren, und richtete hier einen Kurzpendelverkehr zwischen Gottenheim und Endingen ein.
In Titisee wird nach wie vor aufwendig gekuppelt und geflügelt, damit die Fahrgäste einerseits nach Villingen und andererseits nach Seebrugg befördert werden. Ab 17. Februar soll nun die BreisgauS-Bahn stündlich von Breisach nach Seebrugg und von Freiburg nach Villingen fahren. Das zeitaufwendige Flügeln und Kuppeln solle dadurch entfallen. Auf der Linie Freiburg–Titisee würde die Breisgau-S-Bahn mit dieser Lösung weiterhin im halbstündigen Takt fahren. Wer beispielsweise von Gottenheim kommt und nach Villingen möchte, müsste demnach in Freiburg oder Titisee umsteigen und eine halbe Stunde Wartezeit in Kauf nehmen. Auch der Pendelzug zwischen Freiburg und Breisach, der ca. 30 Minuten nach dem stündlichen Zug von Breisach nach Seebrugg fährt, erreicht nicht rechtzeitig den Zug Freiburg-Villingen.
Besser geht es Reisenden nach Neustadt, falls sie nicht den direkten Zug Freiburg-Villingen nehmen können. Mit dem eine halbe Stunde vorher oder nachher verkehrenden Zug Breisach-Seebrugg erhalten sie in Titisee Anschluss am selben Bahnsteig mit dem Pendelzug nach Neustadt und zurück. Klingt ganz schön kompliziert, doch Hauptsache es funktioniert ENDLICH!
Noch etwas Positives zum Schluss. Bei all den Zugausfällen, Verspätungen und kurzfristigen Gleisänderungen sowie den schon fast schmerzhaften Pieptönen beim Ein- und Aussteigen, hat die Breisgau-S-Bahn auch etwas Positives: Anwohner in der Nähe der Zugstrecke berichten, dass der Zug deutlich leiser ist, als sein Vorgänger. Fahrgäste empfinden die Bahn als geräuschloser und insgesamt ruhiger. Auch die Ein- und Ausstiege befinden sich auf derselben Höhe wie die Bahnsteige. Für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gibt es einen speziellen Triebwagenteil, der mit Rollstuhl-Symbol versehen ist. Hier wird ein Schiebetritt ausgefahren, der die Lücke zwischen Bahnsteig und Ausstieg überbrückt und dadurch ein barrierefreies Ein- bzw. Aussteigen ermöglicht. Wenigstens ein kleiner Trost!
21.1.2020, cw, https://www.dreisamtaeler.de

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Abweichende Gleisbelegung in Kirchzarten und Himmelreich
Die unterschiedlichen Fahrpläne an Werktagen (Mo. – Fr./ Sa.) und an Sonn- und Feiertagen (So.) irritieren auch vier Wochen nach dem Fahrplanwechsel noch manche Reisende. Das liegt auch daran, dass auf den Aushangfahrplänen in den Bahnhöfen unter den fett gedruckten Abfahrtzeiten die Verkehrstage nur winzig klein genannt sind und deshalb leicht übersehen werden. Im Dreisamtal nden die Zugkreuzungen werktags im Halbstunden takt in Himmelreich statt (nach Freiburg Gleis 1, nach Titisee Gleis 2). Einzige reguläre Ausnahme: Mo. – Sa. Richtung Titisee 6:58 Uhr Gleis 1, weil dort der hintere Triebwagen abgekoppelt wird und um 7:12 Uhr nach Freiburg zurückfährt. Deshalb muss der Zug um 6:59 Uhr Richtung Freiburg am Gleis 2 abfahren. In Kirchzarten starten nur die montags bis freitags verkehrenden Verstärkerzüge am Gleis 2. An Sonn- und Feiertagen begegnen sich die Züge im tagsüber (etwa zwischen 8.30 Uhr und 19 Uhr) bestehenden 20-MinutenTakt aber in Kirchzarten und Hirschsprung, vom Verspätungsfall abgesehen. Dies bedeutet, dass die Züge in Himmelreich dann in beiden Richtungen am Gleis 1 abfahren, in Kirchzarten aber nach Freiburg vom Gleis 2 (8:31 Uhr bis 19:21 Uhr).
21.1.2020, wfi, Dreisamtäler

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Immer mehr Fahrgäste haben von der Breisgau-S-Bahn die Nase voll
Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch kam es auf der Linie S 1 zu größeren Verspätungen und zu einzelnen Zugausfällen. Ursache am Dienstag waren nach Angaben der Deutschen Bahn vor allem Verzögerungen bei Kuppelvorgängen von Zugteilen. Laut DB Regio werden derzeit „mit allen Beteiligten Lösungsansätze zur Verbesserung der Verkehre diskutiert“.
Zur Hauptverkehrszeit am Morgen traf es an beiden Tagen vor allem Berufspendler und Schüler. Viele von ihnen hatten Freiburg als Fahrtziel – sie kamen zum Teil über eine Stunde später an, als es der Fahrplan versprach. Ein Brennpunkt war erneut der Bahnhof in Gottenheim. Dort kommen die aus dem Schwarzwald über Freiburg fahrenden Züge an, um dann wieder zurückzufahren. Zugleich pendeln Züge zwischen Gottenheim und Endingen. Der Fahrplan sieht für beide Streckenabschnitte Halbstundentakt vor.
Ist ein aus Titisee kommender Zug verspätet, scheitert in Gottenheim nicht nur das Umsteigen auf die Strecke nach Endingen. Der verspätete Zug hat auch Probleme, die sofortige Rückfahrt Richtung Titisee anzutreten. Denn auf dem eingleisigen Abschnitt bis Freiburg käme er dem nächsten von dort kommenden Zug in die Quere, falls dieser in Freiburg pünktlich abfahren kann. Teilweise werden verspätete Züge deshalb gestoppt und fahren erst im nächsten Halbstundentakt weiter.
… Alles vom 8.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/immer-mehr-fahrgaeste-haben-von-der-breisgau-s-bahn-die-nase-voll
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Einige Kommentare:
… nicht in der Lage solche Investitonen zu planen
„Weiter kam es am Dienstag am Bahnübergang Wiesenweg in Bötzingen zwischen 8.15 und 8.45 Uhr zu Störungen. Dies habe aber nur zu Verspätungen von wenigen Minuten bei zwei Pendelzügen zwischen Gottenheim und Endingen geführt, teilte die SWEG mit.“
Verspätungen schön reden! Das System nicht in Griff zu haben. Kuppeln funktioniert nicht richtig! Haben Sie die verantwortlich für diese unsägliche Situation sind schon mal etwas von einem Leistungsverzeichnis bei Baumaßnahmen (auch technischen Anlagen wie Fahrzeugen) gehört? Welche S(chw)achverständigen haben grünes Licht für die Auslieferung gegeben?
Vermutlich die Hellsten der Firma Dunkel, sonst würden Sie nicht noch hinstehen und so tun als wären es Anfangsschwierigkeiten. Die Probleme, die aufgetaucht sind, liegen einzig in ihrer Verantwortung und dafür wollen Sie am Jahresende sicher noch eine Prämie haben. Personen wie sie sind ohne Zweifel nicht in der Lage solche Investitionen zu planen und zu einem guten Ende zu bringen.
8.1.2020
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Höllentalbahn und Kaiserstuhlbahn entkoppeln: Freiburg als Endstation
Vorschlag: Wie wäre es, wenn der Zug vom Schwarzwald kommend nur bis Freiburg fährt,und auf Gleis 7 Endstation hat. Auf Gleis 6 könnte dann ein Zug nach Gottenheim-Endingen bereit stehen und pünktlich abfahren.Hier könnten auch die bewähhren alten Züge eingesetzt werden. Beide Züge könnten so zu ihrer anderen Endstation fahren und evtl.auch pünkt(licher) ankommen. Ansonsten, wie wäre es mit einem BUS-Ersatzverkehr. Der ist auf jedenfall wesentlich besser gelaufen.(meine Erfahreung)
8.1.2020
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Zum Umsteigen zu wenig Zeit
„Zu Verzögerungen habe auch das hohe Fahrgastaufkommen geführt, wenn das Aus- und Umsteigen länger dauere, als es der Fahrplan vorsehe.“ – das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit! Da sollen die MENSCHEN Zug fahren, aber beim Umsteigen bitte kein MENSCHLICHES Verhalten an den Tag legen, sondern funktionieren wie Maschinen? Wo viele MENSCHEN sind, gibt es immer Gedränge und somit Verzögerungen.
Ältere Leute sind nun mal nicht alle so flott, wie die Planer es hier offenbar vorgesehen haben! Ebenso Familien mit kleinen Kindern und ggf. Kinderwagen. Ich bin kein Fachmann, aber hier scheint mir einiges grundlegend schief gelaufen/geplant worden zu sein. Da wird man ja mit dem Kopfschütteln nicht fertig…
8.1.2020
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DB und S-Bahn – Infrastruktur stimmt nicht
Ja klar überall trotz ÖKO Klima usw. Diskussionen stimmen die gesamten deutschen Infrastrukturen überhaupt nicht! Deutsche Bahn, die S-Bahn, die Regio Bahnen und Busse haben ständig Probleme seit Jahren und Jahrzehnten ! So geht der Bürger Grüne Umstieg auf ÖVIs, Öffentliche Bahnen überhaupt nicht. Es sollten alle einfach mehr auf die Schweiz und Österreich geschaut werden warum es dort recht gut geht. Auch richtung Länder Norden Europas.
8.1.2020

Durchgehende Züge vom Kaiserstuhl in den Hochschwarzwald ist unverständlich!
Die Geschichte erinnert stark an Mr. Bean oder Loriot. Ich bedauere trotz allem Schmunzeln die Betroffenen ..
Wussten die Verantwortlichen nicht, dass Kuppeln von Zügen und Ein-bzw Aussteigen Zeit beanspruchen?
Auch die Idee durchgehende Züge vom Kaiserstuhl in den Hochschwarzwald einzusetzen ist mir unverständlich, wo doch schon die vielen Verspätungen auf den kürzeren Distanzen jahrelang bekannt sind, vor allem bei teilweise einspurigen Abschnitten. So bringt man sicher wenige zum Umsteigen in den öffentlichen Verkehr.
8.1.2020

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Störungen bei der Breisgau-S-Bahn halten auch am ersten Tag nach den Ferien an
Die Breisgau-S-Bahn fährt weiter nicht nach Plan. Laut Deutscher Bahn gab es Störungen an einem Bahnübergang und bei Zugkupplungen.Hunderte Menschen warteten morgens auf verspätete Züge.
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Als Gründe nannte die Deutsche Bahn am Mittag Verzögerungen bei zwei Kuppelvorgängen von neuen S-Bahnzügen am frühen Morgen. Nach der Elektrifizierung der Bahnlinien am Kaiserstuhl fährt die Deutsche Bahn mit neuen elektrisch angetriebenen Zügen. Diese Züge verkehren zwischen Gottenheim und Titisee über Freiburg. Kommt es dann zu Störungen etwa im Kaiserstuhlabschnitt, so wirkt sich dies auf den Verkehr im Höllental aus und umgekehrt.
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Ein Fahrgast beschwerte sich per Twitter: „Das ist doch echt eine totale Katastrophe auf der Breisgau S Bahn. Laut heute anscheinend halbstündig Bahnen. Jetzt geht wieder garnichts und man sitzt nur rum. Ich will mein Geld für die Regio Karte zurück, fahr wieder Auto!“
… Alles vom 7.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/stoerungen-bei-der-breisgau-s-bahn-halten-auch-am-ersten-tag-nach-den-ferien-an–181139136.html
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Einige Kommentare:

Durchgehende Bahn funktioniert nicht – nur politisches Ziel, kein Bedarf
Ich stand heute morgen mit den 200 anderen Fahrgästen am Bahnhof in Gottenheim (mal wieder). Schön wäre, wenn die Verantwortlichen nach fast drei Wochen endlich einsehen würden, dass das Konzept der durchgehenden Bahn einfach nicht funktioniert. Bei mehr als vier Minuten Verspätung eines Zuges funktioniert das Modell ja gar nicht mehr, da dann die entgegenkommenden Züge an den Ausweichpunkten warten müssen. Die eingeplanten zwei Minuten für die Kupplungsvorgänge sind laut einem Lokführer sehr optimistisch.
Die durchgehende Bahn vom Kaiserstuhl in Schwarzwald ist ja auch mehr ein politisches Ziel. Der wirkliche Bedarf ist sehr überschaubar.
Ich hoffe, man hat ein Einsehen und trennt die Linie wieder am Hauptbahnhof in Freiburg auf, so dass dann wie früher eine Linie Breisach-Freiburg und die andere Linie Freiburg-Schwarzwald bedient.
Mal schauen, wie lange die Verantwortlichen und die Politik diesem Unfug noch zuschauen wollen.
7.1.2020
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Linientrennung Höllental/Kaiserstuhl mit Umsteigezeiten 14- 16 min FR Hbf wie vorher
Ich kann Herr Gaudes nur recht geben. Ich habe fast 25 Jahre in Freiburg gewohnt. Und kein einziges Mal musste ich vom Schwarzwald oben zum Kaiserstuhl durchfahren oder umgekehrt. Und ich glaube auch, der Bedarf ist wirklich überschaubar.
Linientrennung mit Umsteigezeiten von 14- 16 Minuten wie vorher am Freiburger Hauptbahnhof wäre das Beste. Dann wäre genug Luft, um Verspätungen zu kompensieren bzw. überhaupt keine entstehen zu lassen.
7.1.2020

… noch nicht ‚mal eine funktionierende Regio-Bahn kriegt man hin
Irgendwie beunruhigend: BER kriegt man in D nicht gebacken; S21 scheint (von Anfang an) eine Fehlplanung zu sein. Und jetzt kriegt man im kleinsten regionalen Bereich noch nicht ‚mal eine funktionierende Regio-Bahn hin. High-Tech-Land Deutschland? Fraglich. Ein Bekannter von mir war vor kurzem in Japan. Da fahren alle 15 – 20 Minuten Schnellzüge à la TGV in alle möglichen Richtungen. Verspätungen? Max. 2 – 3 Minuten. Wenn überhaupt. Würden sich die Leute, die die S-Bahn nehmen wahrscheinlich auch wünschen.
7.1.2020
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Lösung: Die (Wieder-)Auftrennung in Kaiserstuhl- und Schwarzwaldteil
Auf wie vielen Gleisen fährt denn das Bähnle ? Vielleicht ist d a s da der bereits bei seiner Planung begangene grundsätzliche Fehler. Der zweite ist wohl äußerst kaltschnäuzigen Fahrtplanmachern zuzuschreiben. Die (Wieder-) Auftrennung in einen Kaiserstuhl- und einen Schwarzwaldteil, wie hier von zwei offensichtlichen insidern vorgeschlagen, wär ja wohl als einzige Lösung kurzfristig in der Lage, die Baufehler zu kompensieren.
7.1.2020
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Bei eingleisiger Verkehrsführung sind 8 % Toleranz einzukalkulieren
In einem anderen Thread war der Kommentar eines BZ-Schreibers (der sich mit der Thematik anscheinend gut auskennt), dass die Planung der Regio-Bahn von 4% Fahrplan“Verlust“ ausgeht. Diese 4 % waren aber für den Fall vorgesehen, dass zwei *zusätzliche* Ausweichgleise gebaut werden. Diese wurden aber eben nicht gebaut – man hat aber an den 4 % festgehalten. Ja – und jetzt klappt’s halt nicht.
P,S. Der andere Kommentator hat im Übrigen darauf hingewiesen, dass in der Schweiz in solchen Fällen (eingleisige Verkehrsführung) 8 % Toleranz einzukalkulieren sind – im schlechtesten Fall. 3 x dürfen Sie jetzt raten, wo die Züge pünktlich fahren . . .
7.1.2020

Zeitverluste einplanen
Wenn sich zwei Züge nicht auf einem längeren zweigleisigen Abschnitt in Fahrt begegnen können, sondern in einem Bahnhof mit Ausweichgleis »kreuzen« müssen, ist das schon im Idealfall mit einem Zeitverlust für mindestens einen der Züge verbunden: Zug A fährt auf Gleis 1 ein und wartet dort. Erst dann darf Zug B auf Gleis 2 einfahren und beide Züge fahren kurz nacheinander oder auch gleichzeitig wieder ab, nachdem die Weichen für die Ausfahrt umgestellt wurden (wenn es sich nicht um »Rückfallweichen« wie bei der Straßenbahn oder z. B. auf der Dreiseenbahn oder mindestens teilweise – auch heute noch? – auf der Kaiserstuhlbahn handelt).
Gleichzeitige Einfahrten aus beiden Richtungen sind nur dann möglich und zulässig, wenn durch bauliche Maßnahmen (»Schutzweichen«, längeres Ausweichgleis) sichergestellt ist, dass die Züge auch bei Bremsproblemen nicht miteinander kollidieren können. Das kostet aber zusätzlich Geld und ich vermute, dass auch da gespart wurde.
Wenn nun im obigen Beispiel Zug A eine Verspätung von wenigen Minuten hat und der Bahnhof nicht für gleichzeitige Einfahrten ausgerüstet ist, dann muss Zug B, wenn er pünktlich ankommt, gegebenenfalls vor dem Bahnhof warten, bis Zug A eingefahren ist und im Bahnhof steht. Erst dann darf Zug B wieder los- und in den Bahnhof einfahren. Das kostet (für beide Züge!) zusätzlich Zeit und so pflanzen sich schon geringe Verspätungen auf die Gegenrichtung fort. Nur bei größerer Verspätung von Zug A kann Zug B in den Bahnhof fahren und dort auf Zug A warten, oder die Zugkreuzung wird auf die nächstmögliche Kreuzungsstelle (falls vorhanden) verlegt. Dann ist der Fahrplantakt aber ohnehin schon durcheinander. Jede Änderung im fahrplanmäßigen Ablauf muss aber vom Fahrdienstleiter angeordnet werden, und da gab es schon schwere Unfälle, wenn die Fahrt dann nicht signaltechnisch gesichert war (Stichwort: Bad Aibling).
Man kann natürlich für die Zugkreuzungen von vornherein mehr Zeit vorsehen und/oder den Fahrplan nicht auf die maximal zulässige Geschwindigkeit auslegen, was hier wohl versäumt wurde. Dann verlängert sich aber nicht nur die Fahrzeit, sondern man braucht unter Umständen mehr Fahrzeuge und die Fahrgäste verstehen vielleicht nicht, warum ihr Zug nicht gleich weiterfährt, nachdem der (pünktliche) Gegenzug eingetroffen ist …
7.1.2020
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… permanent beide Gleise nutzen
Um flexibler reagieren zu können, sollten die Züge in den zweigleisigen Bahnhöfen auch permanent beide Gleise nutzen! Dann könnte ein pünktlicher Zug noch die eine oder andere Station vorrücken bis es dann zur Begegnung kommt. Konkret: Der Zug aus Freiburg hat Verspätung, die muss dann der Zug aus Neustadt nicht in Himmelreich abwarten, sondern kann dem Zug auch in Kirchzarten oder Littenweiler begegnen.
Damit die Fahrgäste aber wissen, auf welchem Bahnsteig sie warten müssen, sollten die Bahnsteige immer nur für eine Fahrtrichtung reserviert sein. Also talaufwärts stets Gleis 1, talabwärts stets Gleis 2 oder ähnlich – so wie wir das vom Wiehrebahnhof und Himmelreich bereits kennen.
7.1.2020, W.K.
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Verbaute Technik?
Ja Herr K., dann muss aber auch der diensthabende Fahrdienstleiter in der Lage sein, Zugkreuzungen kurzfristig zu verlegen, ohne dass dadurch die Sicherheit leidet. Also nicht auf schriftlichen oder mündlichen Befehl oder Ersatzsignal (wie in Bad Aibling), sondern voll signalmäßig abgesichert. Je nachdem, wo er sitzt und wieviele Züge er gleichzeitig überwachen muss, könnte das ein Problem darstellen. Stellwerke vor Ort gibt es ja kaum noch, die Weichen und Signale werden heutzutage für einen größeren Bereich zentral ferngesteuert. Theoretisch sollte eine Kreuzungsverlegung auch automatisch machbar sein, aber ich weiß nicht, ob die verbaute Technik das zulässt.
7.1.2020
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Reisende rennen von Gleis 1 zu Gleis 2?
Wie stellen Sie sich das für die Reisenden vor, Herr K. (200108; 12:42h)? Wenn der für die Strecke Diensthabende kurzfristig hin und/oder her entscheidet, wo er einen Zug einfahren lässt, und die Reisenden sich nicht mehr drauf verlassen können, dass der Zug auf einem im Fahrplan (Aushang) benannten Gleis abfährt? Die rennen dann von Gleis 1 treppab und treppauf durch die Unterführung nach Gleis X und schauen dem soeben entweichenden Zug
7.1.2020
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DB App statt immer neue Lautsprecheransagen
Es gibt doch die DB App, das was am besten bei der Bahn funktioniert. Dort kann der Fahrdienstleiter alle Infos einstellen.
7.1.2020

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Schienenersatzverkehr Höllentalbahn 1.3. bis 31.10.2018
Umbauarbeiten zur Erneuerung der Höllentalbahn – Am Donnerstag, 1. März 2018, beginnt die siebenmonatige Sperrung der Höllentalbahn und der Dreiseenbahn von 1.3.2018 bis 31.10.2018.

Bröschüre Schienenersatzverkehr Höllentalbahn
https://www.bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/6182/docs/BR-Breisgau-S-Bahn-2020-Sperrung-Hoellentalbahn.pdf

Höllentalbahn:

Schienenersatzverkehr mit vier verschiedene Buslinien hin und zurück ab dem Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) am Freiburger Hauptbahnhof:
Die grüne Linie A verkehrt als Schnellbus vom Bussteig 13 des ZOB jeweils zur Minute 02 und 32 ohne Zwischenhalt in 45 Minuten nach Titisee und in weiteren 12 Minuten nach Neustadt; die Rückfahrt ab Neustart startet jeweils zur Minute 03 und 33.
Die gelbe Linie B startet ab Bahnsteig 12 im ZOB jeweils zur Minute 11 und 41 mit fünf Zwischenstopps bis Titisee und benötigt dafür 62 Minuten sowie weitere 12 Minuten bis Neustadt; Rückfahrt in Neustadt ist jeweils zur Minute 50 und 20.
Die blaue Linie C fährt am ZOB-Bussteig 11 zur ganzen und halben Stunde in 23 Minuten ohne Zwischenhalt bis Kirchzarten und von dort zurück zum ZOB, ebenfalls jeweils zur ganzen und halben Stunde.
Die rosa Linie D fährt in 8 Minuten von der Straßenbahnhaltestelle Lassbergstraße in Freiburg-Littenweiler jeweils zur Minute 21 und 51 nach Kirchzarten, die Rückfahrt startet dort jeweils zur Minute 11 und 41.
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Dreiseenbahn:
Orange Linie E zwischen Titisee und Seebrugg, wobei hier sogar noch jeweils ein zusätzlicher Zwischenhalt in Altglashütten und Seebrugg bedient wird. Die Busse fahren auch hier im Halbstundentakt, in Titisee zur Minute 23 und 53, in Seebrugg zur Minute 28 und 58.

littenweiler-bahnhof180313
Bahnhof Littenweiler am 13.3.2018

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Infos zum Ausbau der Höllentalbahn und Dreiseenbahn:
https://www.bauprojekte.deutschebahn.com/p/breisgau-s-bahn

Projekttagebuch – mit vielen Bildern
https://www.bauprojekte.deutschebahn.com/p/breisgau-s-bahn/projekttagebuch

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