Breisgau-S-Bahn

Home >Regio >Verkehr >Freiburg >Eisenbahn >Hollentalbahn >Breisgau-S-Bahn

hoellentalbahn1corodia20190703
                        Höllentalbahn als Teil der Breisgau-S-Bahn am 3.7.2019 im Bahnhof Freiburg-Littenweiler

 

 

breisgau-s-bahn2020bahnen
Die Bahnen der Breisgau-S-Bahn – Bild; https://www.lok-report.de
.
.
breisgau-s-bahn2020strecken
Die Bahnen der Breisgau-S-Bahn – Bild; https://www.rvf.de 

.

Freiburger Gemeinderäte kritisieren Zustände auf der Breisgau-S-Bahn
„Die Zustände auf der Breisgau-S-Bahn sind nicht hinnehmbar und gefährden Personal, Reisende und die Verkehrswende“, das steht in einem offenen Brief, den fast alle Freiburger Gemeinderatsfraktionen, bis auf die AfD, unterschrieben haben. Das Land und die Bahn werden aufgefordert, die Mängel auf der Breisgau-S-Bahn zeitnah, zu beheben.
Um die städtischen und regionalen Klimaziele zu erreichen, sei ein verlässlicher Betrieb der Breisgau-S-Bahn unerlässlich. Zudem seien auch die Fahrgastzahlen der VAG an die Zuführung von Fahrgästen aus der Breisgau-S-Bahn gekoppelt. Es bedürfe spezieller und grundsätzlicher Lösungen in Bezug auf das eingesetzte Wagen- und Waggon-Material. Dieses sei derzeit technisch den Herausforderungen des planmäßigen Betriebsablaufs scheinbar nicht gewachsen, heißt es in dem Brief.
Regionale Verkehrswende sei gefährdet
Die aktuelle und über Monate andauernde Situation gefährde die Verkehrswende und schade dem Ansehen des Öffentlichen Personennahverkehrs. Es erschwere auch die Personalsuche. Pendler und Pendlerinnen hätten Probleme pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. In der Corona-Pandemie sei die Gesundheit der Beschäftigten und der Reisenden gefährdet. Die Zustände entsprächen nicht den Vereinbarungen und verkehrskonzeptionellen Erwartungen an das Projekt, heißt es in dem Brief weiter. „Wir nehmen dieses Thema sehr ernst. Der Oberbürger meister und die Landräte werden demnächst Gespräche mit der Bahn und dem Verkehrsministerium führen. Wir hoffen, dass dann Besserung eintritt“, sagte Baubürgermeister Martin Haag in der jüngsten Freiburger Gemeinderatssitzung.
„Von 26 Fahrzeugen fehlen uns im Schnitt fünf Fahrzeuge“, sagte eine Bahnsprecherin. Die Gründe für die Ausfälle seien vielfältig. Unter anderem werden Kupplungsstörungen und Antriebsstörungen genannt. Dazu komme die reguläre Instandsetzung. Auch in dieser Woche kam es auf der Strecke der Breisgau-S-Bahn zu Komplett- und Teilausfällen von Zügen.
24.10.2020, BZ, Seite 27

 

Von 26 Elektro-Zügen auf der Breisgau-S-Bahn sind nur 20 einsatzbereit
Landrätin Dorothea Störr-Ritter, die nicht gerade für einen harschen Tonfall bekannt ist, machte ihrem Frust in einer Sitzung des Verkehrsausschusses des Landkreises deutlich Luft: „Es ist ein Riesenärgernis. Seit Wochen versuchen wir, bei der Bahn Verbesserungen zu erreichen. Doch es ist häufig frustrierend, weil die Zustände eher schlechter als besser werden.“
Ohne die Corona-Pandemie seien die Probleme schon groß genug, doch durch die Ausbreitung der Infektionen sei alles noch viel schlimmer. „Wir haben für die Breisgau-S-Bahn sehr viel Geld in die Hand genommen, und es funktioniert nicht, das ist außerordentlich enttäuschend“, so Störr-Ritter. Heftigere Worte wählte CDU-Kreisrat Dieter Schneckenburger: „Mancher Viehtransport ist humaner als der Transport unserer Kinder und Pendler auf der Breisgau S-Bahn.“
Mitte dieser Woche waren sechs von 26 Fahrzeugen für den Betrieb der Breisgau-S-Bahn nicht einsatzbereit, wie Thomas Wisser, Geschäftsführer des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg, in der Ausschusssitzung sagte. Er kritisierte, dass sich das Land und die Bahn wie bei einem Ping-Pong-Spiel gegenseitig die Verantwortung zuschöben.
Die genannte Zahl der nicht einsetzbaren Fahrzeuge bestätigte die Deutsche Bahn. Bei diesen handelt es sich um die Elektrotriebwagen Alstom Coradia Continental (Baureihe 1440). Zwei dieser Triebwagen hätten Kupplungsstörungen, zwei eine Antriebsstörung und zwei müssten instandgesetzt werden. Die Fahrzeuge seien anderthalb Jahre alt. Die Kupplungsstörungen seien im Laufe des Donnerstags behoben worden, so eine Bahnsprecherin. Sie betonte, dass es in den vergangenen Tagen keine Zugausfälle gegeben habe, man allerdings mit reduzierter Kapazität unterwegs gewesen sei.
Auch die Landtagsabgeordnete Gaby Rolland (SPD) kritisierte Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke Breisach-Villingen sowie die Lärmbelästigungen an der Strecke von Kaiserstuhl- und Breisacher Bahn. Sie forderte wie die Landrätin Verbesserungen und den Verkehrsminister Winfried Hermann dazu auf, öffentlich zu den Problemen Stellung zu beziehen.
… Alles vom 16.10.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/von-26-elektro-zuegen-auf-der-breisgau-s-bahn-sind-nur-20-einsatzbereit–196967988.html
.

 

ZRF fordert Züge mit mehr Türen für die Breisgau-S-Bahn
Die Breisgau-S-Bahn ist die unpünktlichste Bahn im Land. Der Zweckverband Regio-Nahverkehr fordert vom Land sofortige Nachbesserungen. Unter anderem auch Züge mit mehr Türen.
.. Alles vom 3.2.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/regionale-verantwortliche-fordern-zuege-mit-mehr-tueren-fuer-die-breisgau-s-bahn

 

Die weiß-gelben Wagen der Breisgau-S-Bahn ziehen Sprayer magisch an
Das Bild tut richtig weh und sagt viel aus: Der Bürger fährt hinter zugesprayten Fenstern zur Arbeit, hat keinen Durchblick mehr – wird also zwangsentmündigt – und muß dafür noch bezahlen.
Der Sprayer nutzt die Bahn als zwischen Freiburg und Titisee rollende Litfaßsäule, um zu zeigen, wie wenig ihm die Bahn als Eigentum des Staates, also aller Bürger, wert ist.
Schuld soll etztendlich gar die Bahn selbst sein, da sie die bisherige rote Zugfarbe durch die hellen Landesfarben gelb-weiß ausgetauscht hat  – und weiß zieht  die Fans von Malkunst, Sprayen und Graffiti schon immer magisch an?
.
Proteste, Demos, Zeitungsberichte, Anfragen, Maßnahmen? Alles Fehlanzeige aus zwei Gründen: Zum einen werden erwischte Sprayer – da traumatisiert vom Transferzahlungsempfang – kaum zur Verantwortung gezogen. Zum anderen haben sich Proteste nur gegen Fernliegendes wie Klimarettung  und Mittelmeerschleuserrettung zu richten, nicht aber gegen Geschehnisse  vorort wie z.B. die Versprayerung der schönen neuen Züge der Breisgau-S-Bahn.
Fazit: Es geht halt so weiter. „Der mündige Bürger als Stütze der Demokratie“ wird mehr und mehr Vergangenheit – und die Demokratie auch?
24.1.2020

Breisgau-S-Bahn am 23.1.2020 - Eine weiße Mauer wie ein weißer Zugwagen zieht Sprayer magisch an

Breisgau-S-Bahn am 23.1.2020 – Eine weiße Mauer wie ein weißer Zugwagen zieht Sprayer magisch an

.

 

.
Bahn verzichtet auf Kuppeln/Flügeln in Gottenheim und Titisee
Wie Bahn-Disponenten versuchen, Verspätungen in den Griff zu kriegen
….
Bahn verzichtet auf Kuppelmanöver . In Gottenheim hat die Bahn das Kuppeln mit der Nebenstrecke nach Endingen fast ganz gestrichen. Aber auch mit nun 80 statt der geplanten 120 Kuppel- und Flügelmanöver klappt es nicht, weshalb ab 17. Februar auch in Titisee auf das Kuppeln und Flügeln der Streckenäste von und nach Seebrugg sowie Neustadt verzichtet wird. „Das bringt uns mehr Stabilität – keine einzige Zugverbindung fällt weg, es muss nur mehr umgestiegen werden“, erklärt Andres. Diesen Fahrbetrieb, ergänzt um einige Kuppel- und Flügelfahrten in Gottenheim, soll auch ab Juni gelten– auch wenn der regionale Zweckverband den ursprünglichen Fahrplan mit vollem Kuppel- und Flügelprogramm in Gottenheim und Titisee will.
Um das bei den erhofft steigenden Fahrgastzahlen auf Dauer sicher leisten zu können, bräuchte es ganz andere Hebel: Eine zweigleisige Begegnungsstelle bei Hugstetten etwa und zweidurchgehende Gleise von der Wiehre bis Kirchzarten. Doch das wäre erst nach Jahren zu bekommen – wenn es jemand bezahlt.
… Alles vom 17.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/wie-bahn-disponenten-versuchen-verspaetungen-in-den-griff-zu-kriegen
.
Verspätungen beginnen doch schon bei den ersten Fahrten
Ich frage mich und komme einfach nicht darauf, was das in dem Interview erwähnte Flügeln und Koppeln in Titisee und Gottenheim mit Verspätungen schon bei den ersten Fahrten am Morgen von Endingen zu tun haben könnte. So fährt zum Beispiel der planmäßige Zug um 5.58 Uhr in Richtung Gottenheim in den meisten Fällen mit vier bis fünf Minuten Verspätung los. Klar, er muss ja auf den Gegenzug aus Gottenheim warten. Aber warum kommt dieser nicht pünktlich in Endingen an? Dieser Zug wird meines Wissens weder in Titisee noch in Gottenheim geflügelt und gekoppelt. Er pendelt ja momentan lediglich zwischen Endingen und Gottenheim.
Auch die in anderen Berichten erwähnten Verspätungen durch Ein- und Aussteigevorgänge, verursacht durch hohes Fahrgastaufkommen, können zu dieser Uhrzeit ausgeschlossen werden. Wo entsteht also tatsächlich das Problem?
Vor der „Zukunftsweisenden Verbesserung des ÖPNV im Netz 9a und 9b“ war es möglich, zum Beispiel um 6.22 Uhr von Endingen in 45 Minuten bis nach Freiburg zu fahren. Und nun stehen Schüler und Pendler in Gottenheim in der Hoffnung, irgendwann einmal einen Anschlusszug zu bekommen. Warum müssen sie noch drei Wochen bis zum Februar warten, bis ihnen eine akzeptable Verbindung von und nach Freiburg, wie mit großen Worten und medienwirksamen Eröffnungsfahrten angekündigt, angeboten wird? Wie lange noch wird die Verantwortung hin und her geschoben? Immer mehr Pendler, die in vielen Jahren überzeugte Nutzer des ÖPNV waren, überlegen sich, auf das Auto umzusteigen, bis die Damen und Herren eine passable Lösung ausgearbeitet haben. Das kann doch nicht die Lösung sein.
17.1.2020, Gerd Meyer, Endingen
.
Das hier ist nicht gesunder Menschenverstand, das ist ein reines Politikum.
Betroffen sind tausende Pendler, und mir scheint, nach Gesprächen an Hotlines und vor Ort mit Lokführern, Betriebs- und Fahrdienstleitern, dass dieses Chaos absehbar war. Nach allen Beschwerden und nunmehr einem Monat Chaos ohne Besserung lässt es den Schluss zu: Das Politikum der grünen Regierung, hier ein Mega-Ass aus dem Ärmel zu zaubern bezüglich des Ausbaus der alternativen Transportmöglichkeiten, lässt nun keinen Rückzieher mehr zu, sich Fehlplanungen einzugestehen und zu korrigieren. Leidtragende sind die Steuerzahler, die bis zu 2,5 Stunden für eine Strecke von 23 Kilometern benötigen. Monatskarten sind bezahlt, die Leute müssen wieder aufs Auto umsteigen. Keiner wird den ersten Schritt machen, die Fehler einzugestehen. Das hier ist nicht gesunder Menschenverstand, das ist ein reines Politikum.
17.1.2020, Michael Halblaub, Bahlingen
.
Wann wird die Streckenführung in Freiburg wieder getrennt?
Gottenheim-Freiburg-Neustadt: Das Fass ist längst übergelaufen. Jeden Tag kann man Stoßgebete senden, dass man entweder pünktlich zum Diensttermin erscheinen kann oder nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag mit viel Glück nach zwei Stunden Fahrt endlich im Kaiserstuhl ankommen wird. Schüler verpassen Klausuren, als OP-Schwester oder OP-Pfleger kann man schon am Vorabend anreisen, da es am Wochenende aus dem inneren Kaiserstuhl keine Verbindung gibt, mit der ein Dienstbeginn um 7 Uhr am Samstag und Sonntag möglich wäre. Wer zahlt Schmerzensgeld oder eine Hotelübernachtung? Stattdessen gibt es Fahrkartenkontrollen.
Mit Verlaub: Zynismus pur! Die Verantwortlichen sollten eine Woche lang diesen Wahnsinn erleben. Wann wird die Streckenführung in Freiburg wieder getrennt? Wann wird es eine höhere Busfrequenz Gottenheim-Vogtsburg geben? Jeder, der kann, fährt mit dem Pkw. Oder trampt, wie ich. Das funktioniert, und ich lerne nette, hilfsbereite Menschen kennen.
17.1.2020
Renate Veselik, Vogtsburg
.
So funktioniert die Mobilitätswende nicht
Für technische Störungen könnten wir noch Verständnis aufbringen. Leider müssen aber immer wieder Fahrgäste in Gottenheim lange Wartezeiten in Kauf nehmen, da der Anschlusszug sowohl nach Endingen als auch in umgekehrter Richtung nach Freiburg nicht wartet.Letzten Samstag fuhr dieser sogar vor den Nasen der umsteigewilligen Fahrgäste los. Diese standen dann nachts eine Stunde in der Kälte. Muss man das verstehen? So funktioniert die Mobilitätswende nicht. Ich zum Beispiel nehme wieder das Auto.
17.1.2020, Annette Stock-Büttner, Freiburg

 

 

Breisgau-S-Bahn: Uniklinik Freiburg protestiert gegen mangelhafte Zugplanung
„Das Ganze ist kein Spaß mehr“. Verspätete und ausgefallene Züge · Ein ganzes System leidet unter mangelhafter Planung Nun reagiert Freiburgs größter Arbeitgeber!
Größter Arbeitgeber in Freiburg reagiert auf Zugausfälle und Verspätungen der Breisgau S-Bahn Der Vorstand und der Personalrat des Universitätsklinikums Freiburg wenden sich mit einem offenen Schreiben an die Vorstandsvorsitzenden der DB Regio und der SWEG sowie den Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg. Die häufi gen Zugausfälle und Verspätungen auf der Strecke zwischen Schwarzwald, Freiburg und dem Kaiserstuhl sind für einen Arbeitgeber mit rund 13.000 Beschäftigten nicht nachvollziehbar. Das Universitätsklinikum als einziger Maximalversorger zwisch en Basel und Karlsruhe sichert die Notfallversorgung in dieser Region. Aufgrund des anhaltenden Problems auf den Bahnstrecken aus dem Schwarzwald und dem Kaiserstuhl kommt es vermehrt zu Engpässen in einzelnen Bereichen und Stationen, da Beschäftigte nicht rechtzeitig ihren Dienst antreten können. Für das Universitätsklinikum ist diese Situation nicht mehr hinnehmbar. Damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterhin sichergestellt werden kann, fordern der Vorstand und der Personalrat im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch im Namen aller Patientinnen und Patienten, die Verantwortlichen auf, diesen Zustand schnellstmöglich zu beheben sowie um Mitteilung, wann die Zugstrecke wieder planbar zu nutzen ist. .
.. Alles vom 15.1.2020 bitte lesen auf https://www.dreisamtaeler.de

.

Unerträgliche Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof FR-Littenweiler
Ich liebe die Höllentalbahn, es ist „meine Eisenbahn“ seit 74 Jahren. Als Bub brauchte ich das Geschnaube der im Bahnhof Littenweiler wartenden Dampflok, um einschlafen zu können. Dann das Gebimmel beim Schließen der Schranken an Lindenmattenstraße sowie Ebneter Straße. Und das „tak tak tak“, wenn der Zug die nicht durchgängig geschweisten Eisenbahngeleise überfuhr. Später die roten, hohen doppelstöckigen Wagen, die den Reisenden auch eine Aussicht in mein Schlafzimmer gewähren. Dann die dynamische Fahrgastinformation, die dem Wartenden am Bahngleis 1 sowie 2 per Laufband-Display anzeigt, wann der nächste Zug kommt. Alles gut so, alles OK.
.
Nun aber seit Ende 2019 die alle paar Minuten nervenden Lautsprecheransagen „… 5 min später“, „… heute auf Gleis 2“, „… fällt leider aus“, „… um Entschuldigung“. Lärm bzw. akustische Dauerberieselung allüberall – jetzt macht leider auch die Bahn mit. Eine Hörprobe finden sich auf https://youtu.be/wnK0QsgOfmY. Dazu kommen noch die schrillen Pieptöne der Türen, die sowohl uns Anwohner, wie auch die Reisenden nerven.
Liebe DB Regio: Nehmen Sie sich ein Beispiel am S-Bahnbetrieb im Großraum Karlsruhe sowie Heidelberg/Mannheim: dort fahren die Bahnen fahrplanmäßig und Lautsprecheransagen sind bei kleinen in Wohngebieten liegenden Bahnhöfen (z.B. Heidelberg-Karlstor) untersagt bzw. Notfällen vorbehalten.
Im Bereich der S-Bahn Rhein-Neckar (Heidelberg-Mannheim) sind neuartige Lautsprecher montiert, die zielgerichtet auf den Bahnsteig schallen, und nicht mehr breit in die Wohngebiete zum Giersbergweg und in die Ekkebertstraße. Warum sind solche Lautsprecher nicht hier eingebaut worden?
Warum können die Lautsprecheransagen nicht kurz und bündig erfolgen? Die Umleitung eines Zuges von Gleis 1 zu Gleis 2 löst mindestens 10 Ansagen aus! Hat auch der Gegenzug Verspätung, werden dies leicht zu 12 bis 14 Ansagen! Und all diese Lautsprecheransagen erfolgen ergänzend zur dynamischen, visuellen Fahrgastinformation (Laufband) auf Gleis 1 sowie Gleis 2.
Ekkehard Kaier und weitere Anwohner am Bahnhof Littenweiler
15.1.2020, https://www.dreisamtaeler.de

.

 

Druck von allen Seiten auf Betreiber der Breisgau-S-Bahn
Mit jedem unpünktlichen Zug steigt der Unmut. Uniklinik, Bürgermeister, Regionalpolitik: Alle verlangen, dass die Breisgau-S-Bahn schnell besser wird. Doch die Bahn hält am Zeitplan fest.
Die Uniklinik Freiburg mahnt Land, Bahn und SWEG, da Mitarbeiter Schwierigkeiten haben, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Bürgermeister aus dem Kaiserstuhl protestieren ebenfalls, sie wollen, dass der geplante Übergangsfahrplan schnell wieder Geschichte ist. Und der Zweckverband Regionalverkehr Freiburg (ZRF) fordert die Bahn auf, dass sie ihre angekündigten Verbesserungen früher auf die Schiene bringt. Doch daraus wird wohl nichts.

Die Breisgau-S-Bahn legt einen Fehlstart hin, wie er im Buche steht: lange Bauphase, mit 400 Millionen Euro mehr als doppelt so teuer wie geplant – und schon kurz nach der Eröffnung der neuen Strecke geht schief, was nur Schiefgehen kann. Zugausfälle, Verspätungen und technische Probleme gehören seit Mitte Dezember zum Alltag auf der Strecke der Breisgau-S-Bahn zwischen Gottenheim und Neustadt (die BZ berichtete). Die Bahn hat deshalb vergangene Woche angekündigt, das Betriebskonzept umzustellen, um verlässlichere Verbindungen zu garantieren. Ab dem 17. Februar soll das neue Konzept gelten.
…..
Uniklinik-Brief an die Bahn: Mitarbeiter kommen zu spät
In den Zügen sitzen viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit nach Freiburg. Die Uniklinik hat sich jetzt in einem offenen Brief an die Bahn, die SWEG und das Verkehrsministerium gewandt. Denn der „nicht mehr planbare Reiseverlauf“ führe dazu, dass Mitarbeiter „erhebliche Schwierigkeiten“ hätten, rechtzeitig zum Arbeitsbeginn zu erscheinen. Die Verspätungen der Züge hätten ein „nicht mehr nachvollziehbares Maß“ erreicht. Es komme vermehrt zu Engpässen in einzelnen Bereichen und Stationen des Universitätsklinikums. „Diese Situation ist für uns nicht hinnehmbar“, heißt es in dem Schreiben. Laut Benjamin Waschow, Sprecher der Uniklinik, habe es deshalb bislang keine Gefährdung von Patienten gegeben. Auch wurden keine Operationen oder Behandlungen verschoben. Aber wenn etwa die Frühschicht verspätet zum Dienst erscheint, bedeutet das zum einen Überstunden für die anwesenden Kollegen und es „verkompliziert den Start in den Arbeitstag“, so Waschow. Die Uniklinik fordert die Verantwortlichen im Namen der Mitarbeiter und der Patienten auf, den derzeitigen Zustand zustand schnellstmöglich zu beheben. „Bitte teilen Sie uns mit, ab wann die Bahnstrecke wieder planbar nutzbar ist.“
… Alles vom 13.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/druck-von-allen-seiten-auf-betreiber-der-breisgau-s-bahn

Kommentare:
Trennung zwischen Breisacher Bahn und Höllentalbahn notwendig für stabilen Betrieb
Als Zaungast und bisher nur Sonntags-Fahrgast meine Meinung dazu: Wegen anspruchsvoller Leute, die denken, bei so viel investiertem Geld in die Strecke muss alles schneller gehen, wurde so ein enger Fahrplan gestrickt. Wenn aber zwischen Riegel und Himmelreich alle 2-3 Minuten Fahrzeit gehalten wird, kann es kaum schneller werden. Man bräuchte mehrere Kilometer zweigleisige Abschnitte und muss Bahnhöfe auslassen um wirklich schneller zu fahren.

Im alten Fahrplan waren ca. 35 Minuten Fahrzeit zwischen Freiburg Hbf und Hinterzarten. (:40-:14/:15). Im neuen Fahrplan sind Mo-Sa 28 Minuten Fahrzeit (:46-:14) geplant, So. 34 Minuten (:37-:11). Früher waren 10 Minuten Verspätung im Höllental kein großes Problem bei ca. 20 Min Planaufenthalt in Freiburg Hbf bis zur Rückfahrt. Heute führen 10 Minuten Verspätung zum Zugausfall zwischen Gottenheim und Freiburg. Die Trennung zwischen Breisacher Bahn und Höllentalbahn ist also derzeit notwendig für einen stabilen Takt zwischen Breisach und Freiburg. Erst dann kann sich zeigen, ob der umsteigefreie Betrieb zwischen Endingen und Freiburg funktionieren könnte. Für mehr Verspätungsausgleich im Fahrplan braucht es aber mehr Züge. Und die alten Doppelstockzüge der Höllentalbahn sind aber inzwischen ganz woanders in Deutschland unterwegs.
13.1.2013, St.Z.
.
… zwischen Gottenheim und Endingen geht nichts
So, es reicht langsam! Ich sitze gerade am PC und sehe wieder, wie praktisch jede Verbindung zwischen Freiburg über Gottenheim nach Endingen massive Verspätungen hat. Anschlüsse bei Gottenheim werden dann natürlich nicht erreichet. Ich war gerade schnell etwas einkaufen, wollte jetzt schnell mit dem Hund raus gehen und dann das Essen für meine Frau (hat Spätschift im Knochenjob Altenpflege, auch ich habe heute natürlich gearbeitet) und mich zubereiten. Nun sehe ich die Verspätungen und muss alles (ausser mit dem Hund rausgehen) über den Haufen werfen. Ich habe die letzten Wochen deswegen fast doppelt so viel Benzin verbraucht als sonst. Mein Auto verbraucht zwar auf Kurzstrecke eine eine Menge Sprit, aber ich komme sonst im Monat mit 20 – 25 EUR aus, brauch also „selbst“ aus Umweltgründen kein schlechtes Gewissen zu haben. So, ich gehe jetzt mit dem Hund raus und hole dann aus dem Keller eine Dose Eintopf. Dann warte ich mal wieder, wie seit Wochen fast jedem Abend, auf den Anruf meiner Frau und hole sie dann mit dem Auto am Gottenheimer Bahnhof ab.
13.1.2020, C.SCH
.
Auch der Unmut der Zugbegleiter,
der sich allmählich ausbreitet, ist meiner Ansicht nach verständlich. Wer bekommt denn auch gute Laune, wenn der morgendliche Arbeitsantritt mit einem Spießrutenlauf entlang an enttäuschten Reisenden beginnt. Der Umgang mit den Fahrgästen heute Morgen jedoch war nicht in Ordnung. Insgesamt drei Bahner / Zugbegleiter scheuchten die Reisenden Richtung Neustadt reichlich aufgebracht erst in den letzten der drei Zugteile – ohne Begründung. Nachdem die Bahn dann 15 Minuten einfach am Gleis stand, kam ein Kollege und räumte die letzten beiden Zugteile mit dem ruppigen Hinweis, man habe in den vordersten Triebwagen umzusteigen, wolle man nach Neustadt. Folge: Alles rennt nach vorne und quetscht sich in einen Zugteil. Dieser (geplante Abfahrt 7:13 Uhr ab Freiburg Hbf) fuhr dann um 7:30 Uhr Richtung Neustadt ab – die Fahrt wurde lediglich von beinahe gebrüllten Hinweisen, man habe sofort die Türen freizumachen, unterbrochen. Viele der Fahrgäste beschweren sich ja schon gar nicht mehr, sondern nehmen einfach stoisch hin, was da aktuell abläuft. Was will man auch machen – in guter Hoffnung, dass alle Beteiligten ihr Bestes geben. Aber man möchte dann als Fahrgast doch nur ungern angeraunzt werden – wenn man schon durch den kompletten Zug gescheucht wird. Ich verstehe, dass der Job sicher aktuell nicht leicht und auch nicht unbedingt schön ist – aber Servicementalität sieht einfach anders aus. Und der Zug fuhr dann übrigens gar nicht nach Neustadt. Endstation war bereits Titisee – die Durchsage erfolgte bei der Einfahrt in den Bahnhof TT.
14.1.2013, L.B.
.

Umsteigen statt Durchfahren: Breisgau-S-Bahn wird ab Februar 2020 unterbrochen
Zu den anhaltenden Problemen auf der neuen Linie der Breisgau-S-Bahn nimmt jetzt Landesverkehrsminister Hermann im BZ-Interview Stellung – und kündigt eine provisorische Lösung an.
….
BZ: Woran liegt es?
Hermann: Ein Kernproblem ist, dass das Flügeln in Titisee und Gottenheim, wo die Züge geteilt beziehungsweise gekoppelt werden, länger dauert als berechnet. Es zeigt sich, dass dieses Flügeln nur dann schnell geht, wenn auch alles andere optimal funktioniert, zum Beispiel alle Züge pünktlich sind. Hinzu kommt, dass bei den vielen eingleisigen Strecken eine Verspätung immer auf beiden Seiten durchschlägt.
BZ: War also das Konzept zu ambitioniert?
Hermann: Bezogen auf die Praxis war es zu ambitioniert. Theoretisch gut durchdacht, aber die reale Welt ist nicht immer so positiv. Dann funktionieren solche ambitionierten Konzepte nicht.
BZ: Dass es viele eingleisige Streckenabschnitte gibt war aber bekannt. War es nicht ein Fehler, eine durchgehende Linie einzurichten, denn je länger die Distanz, desto stärker schlagen Störungen durch?
Hermann: Diese Durchbindung war ein starker Wunsch der Region und nachdem wir das Modell gesehen haben, dachten wir alle, es sei kostensparend und intelligent. Das hat sich in der Praxis anders erwiesen. Und genau deshalb haben wir uns entschieden, jetzt die Komplexität zu reduzieren. Wir werden die Strecke an bestimmten Stellen brechen und stattdessen Umsteigemöglichkeiten einrichten.
… Alles vom 9.1.2020 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/umsteigen-statt-durchfahren-breisgau-s-bahn-wird-ab-februar-unterbrochen
.

Eine Anmerkung zur nicht immer so positiven Realität
Die starre Verbindung von Höllental- und Kaiserstuhlbahn zu einer Ost-West-Trasse des Breisgau-S-Bahn ist gescheitert, die beiden Bahnen wurden wieder getrennt mit Freiburg- HBF als End-/Umsteigestation. Dazu Verkehrsminister Hermann am 9.1.2020: „Bezogen auf die Praxis war es (das Projekt Breisgau-S-Bahn) zu ambitioniert. Theoretisch gut durchdacht, aber die reale Welt ist nicht immer so positiv. Dann funktionieren solche ambitionierten Konzepte nicht.“
Diese Aussage bitte mehrmals lesen, denn sie offenbart, wie man im Stuttgarter Ministerium eigenes Unvermögen ins „Gut – Böse“-Schema schiebt:
Die eigene Theorie bzw. Planung ist gut, die Realität hingegen ist böse.
Statt den eigenen Rücktritt zu verkünden, macht der Minister die böse „nicht immer so positive reale Welt“ verantwortlich.
9.1.2020, E.K.
.
.
Türen zu klein -und zu lauten Pipsgeräuschen
Es wurden Züge bestellt, die zu enge und für die Fahrgastzahl zu wenig Türen haben. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Haltezeiten an den Bahnhöfen überschritten werden. Das war entgegen der Ansicht des Verkehrsminister nicht einmal „theoretisch gut durchdacht“, geschweige denn praktisch. Bei den Nahverkehrszügen der SBB, die seit einger Zeit im Einsatz sind, und die -gerade in den Ballungsräume der großen Städte Basel, Bern, Zürich usw.- ein ebenso hohes Fahrgastaufkommen haben, gibt es diese Probleme nicht und die Fahrgäste müssen nicht mit Ohropax die unzumutbar lauten Pipsgeräusche der Türen abdämpfen. Hier wurde eine kurzsichtige Auswahl der möglichen Zuggarnituren getroffen. „Das war lange vorbereitet“, sagt der Minister. Wenn man in dieser Vorbereitungszeit sich bei der SBB und der ÖBB das funktionierende Taktsystem angeschaut hätte, hätte das lange Vorbereiten ein besseres Ergebnis erbracht. Aber dazu sind die DB und der Herr Verkehrsminister wahrscheinlich zu stolz. Jetzt müssen die Reisenden das Planungsdesaster ausbaden.
9.1.2020,
.
Ministerkonzepte passen nicht für die reale (da nicht positive) Welt?
„… die reale Welt ist nicht immer so positiv. Dann funktionieren solche ambitionierten Konzepte nicht.“
Wann nehmen Sie den Hut, Herr Minischtr? Nicht den Radlhelm, mein ich. Der hat Sie jetzt lang genug beeinträchtigt. Der andere ist gemeint, mit dem der Abgang aus dem Amt verbunden ist. Sie hätten mehr und anderes bringen müssen. Ein Ministerium ist auch nicht dazu da, eine persönliche Phobie auszuleben.
.9.1.2010
.
… können wir nicht!
Flughafen können wir nicht, Tunnel können wir nicht, Zug/Bahn können wir nicht – aber Toiletten für ein „drittes Geschlecht“, das können wir!
9.1.2020
.
Wenn ein Haus krumm und schief gebaut wurde, ist nicht der Bauherr schuld
Da hat entweder der Architekt schon krumm und schief gezeichnet oder der Bauleiter und seine Leute haben sich nicht an den Plan gehalten. Man kann also in diesem Fall recht schnell die Leute beim Namen nennen. Normalerweise plant ja nicht die Bahn bzw. das Ministerium, sondern der Auftrag wird an ein externes Planungsbüro weiter gegeben. Wahrscheinlich sogar an mehrere. Jetzt zu sagen, allein der politisch Verantwortliche trägt die Schuld, bedeutet doch, dass die eigentlichen Pfuscher fröhlich weiter machen können. Demnächst steht der Umbau der Elztalbahn an…
9.1.2020
.
Das Ganze ist zum Fremdschämen. Es lässt düster in die Zukunft blicken,
darauf wenn eines Tages der neue Stuttgarter Durchgangsbahnhof in Betrieb geht …
Wie schon in vorherigen Kommentaren angemerkt, wäre es sehr sinnvoll gewesen, zwischen Gottenheim und Freiburg Hauptbahnhof mindestens ein Ausweichgleis zu planen. Meines Wissens ist die Strecke durchgängig eingleisig. Das ist in sofern komisch, da auf der Kaiserstuhlbahn Ost es genügend Ausweichmöglichkeiten in fast jedem Bahnhof gibt. Zudem wurde auf Höhe des Nimburgers noch zusätzlich eine Strecke von ca. 2 km zweigleisig angelegt. Im Übrigen stimme ich bei, dass das Szenario eines Bundesligaspiels im neuen SC-Stadion zu chaotischen Zuständen auf der Bahnstrecke führen könnte.
Tatsache ist, das sogenannte Experten, die wohl kaum übers Reißbrett drüber schauen können, die Taktungen insbesondere das An- und Abkuppeln viel zu knapp geplant haben. Überhaupt Planung, da scheint wirklich so einiges schief gelaufen zu sein. …
Mir fällt bei diesem ganzen Desaster nur ein Spruch ein, der wohl auch aus dem Schwäbischen kommt: Wer mit den Großen mitpinkeln will, muss auch ordentlich das Bein heben können. Die Großen, das sind insbesondere die Schweizer und auch die Österreicher.
.
Kleine Fussnote noch zum Schluss, vielleicht nicht ganz zum Thema passend, aber irgendwie doch:
Forderung nach Verlängerung der Stadtbahn Linie 1 bis zum Kappler Knoten, Warum? Warum eine Tram 2 km parallel zu einer bestehenden Schienenstrecke und jetzt S Bahn? Warum nicht einfach einen Haltepunkt mit P/R Plätzen? Das wäre unter vielen Gesichtspunkten viel klüger, schneller und effektiver. Aber klar, der gemeine Freiburger denkt leider immer noch nicht über seinen Kirchturm hinaus. Das ist bedauerlich. Den wir sollten langsam damit anfangen. Wir sind die Region Breisgau und dazu gehören viele Gemeinden und nicht nur Freiburg.
9.1.2020, Andreas Gerhardt

 

Sollen es lieber wie damals machen – getrennte Züge
Die sollen endlich aufhören mit so einem Dreck. Heute Freitag 10.01 sind schon wieder Züge Richtung Gottenheim ausgefallen auf Grund diverser Verspätungen. Keine Durchsagen am Bahnhof in Freiburg sowie vom Lokführer war zu Hören.
Sollen es lieber wie damals machen. Dort hat es ja auch funktioniert. Züge von Freiburg nach Breisach und Zurück. Und ein anderer Zug nach Freiburg in Schwarzwald und zurück.
12.1.2020, B.Z.

 

Schreibe einen Kommentar