Stadtbahn-Littenweiler

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1,3 km Stadtbahnverlängerung Lassbergstrasse – Bahnhof Littenweiler – Kappler Knoten

Bild: Nils Theurer

Zusammenfassung: Keine VAG-Verlängerung zum Kappler Knoten
1) Es ist unökonomisch, zwei konkurrierende Nahverkehrssysteme (S-Bahn der DB und Strassenbahn der VAG) parallel laufen zu lassen, da beide Systeme dem gleichen Personenkreis (Pendler) die gleiche Dienstleistung (per Schiene von Littenweiler nach Kappel und zurück) anbieten.
2) Die zugesagten beiden S-Bahn-Übergänge für Fussgänger werden von der DB nun doch nicht gebaut.
3) Die Bürger von FR-Littenweiler wurden nicht in die Planungen eingebunden bzw. gehört – im Gegensatz z.B. zu den Bürgern von FR-Zähringen und Gundelfingen.
4) Es gibt alternative Lösungen – intelligenter und preiswerter.
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Und plötzlich geht es bei der Verlängerung der Stadtbahn Freiburg-Littenweiler um 42,5 Millionen Euro
… kommen die Fachleute auf einen Gesamtbetrag von 42,5 Millionen Euro zum Preisstand des Jahres 2022, darunter 9,4 Millionen Euro fürs Parkhaus, 3,1 Millionen Euro für die Ladestation von E-Bussen und grob geschätzt 1,2 Millionen Euro für die Busumsteigeanlage.

Die große Unbekannte sind die beiden Bahnübergänge, die sehr wichtig sind für die Menschen in den Wohngebieten südlich der Gleise. Die Deutsche Bahn will eigentlich weniger solcher Querungen und schon gar keine neuen.

Dennoch zweifeln Anlieger am Sinn des Projekts. Sie fürchten wegfallende Parkplätze an der Lindenmattenstraße, Lärm, Erschütterungen und vor allem längere Rückstaus an der Schranke vor dem Bahnhof Littenweiler. Gegen den Bebauungsplan, der Anfang August in Kraft trat, sind bislang laut Verwaltung noch keine juristischen Schritte ergriffen worden. … Alles vom 5.11.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/und-ploetzlich-geht-es-bei-der-verlaengerung-der-stadtbahn-freiburg-littenweiler-um-42-5-millionen-e
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Einige Kommentare:
Nach wie vor weigert sich die Stadt, die Littenweilermer Bürger zur Stadtbahnverlängerung zu befragen (anders als in Zähringen/Grundelfingen). Welchen Wert hat ein Nutzen-Kosten-Indikator ohne einen solchen Bürgerentscheid? E.K.
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… vollkommen Recht, man sollte die Littenweiler Bürger befragen. Kein Mensch braucht die zusätzliche Linie, was soll die uns bringen??die Bahn will keine zusätzlichen Übergänge (kann auch nicht, kein Geld) und wir Älteren müssen immer noch um alles herumlaufen, Littenweiler wird praktisch von der restlichen Stadt abgeschnitten, noch mehr Schließzeiten(Schranke), längere Staus. Um die Bürger auf die Öffis zu bringen, könnte man die Millionen in 1 Euro Tickets investieren, oder dass Deutschlandticket subventionieren, die Bahnen wären voll. ein Mobilitätspunkt(Kappler Knoten) wie von der Stadt angestrebt kann man auch mit einem Elektrobus realisieren Thomas Bayer
Ende Kommentare

Warum nur hält die Stadt Freiburg mit den Gesamtkosten für die Stadtbahn Littenweiler hinter dem Berg?
…. Die nun im Raum stehenden 42,5 Millionen Euro überraschen dann doch. Genau so überraschend ist es, dass die Stadtverwaltung mit diesen Zahlen ihres Gutachtens hinter dem Berg hält. Nicht zuletzt wegen des Argwohns gar nicht so weniger Anlieger braucht es Transparenz. Und die Kosten-Nutzen-Berechnung liefert ja gute Argumente. Nicht alle Erkenntnisse, die nicht allen gefallen, sollten auf die Zeit nach der OB-Wahl verschoben werden.
… Alles vom 5.11.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/warum-nur-haelt-die-stadt-freiburg-mit-den-gesamtkosten-fuer-die-stadtbahn-littenweiler-hinter-dem-b

 

 

Welchen Sinn haben Informationsveranstaltungen?
Stadtbahnverlängerung Littenweiler und Sanierung Kappler Strasse

Für zwei Projekte wurden große Informationsveranstaltungen der Stadt im Bürgersaal Littenweiler abgehalten. Bedenken der Bürger wurden großzügig ignoriert oder „weggebügelt“.
Geplante Stadtbahnverlängerung: Während der Veranstaltung fragte ein Bürger nach der Genehmigung der zusätzlichen Übergänge über die Bahnlinie durch die Deutsche Bahn. Großes Schweigen auf diese berechtigte Frage, weil dies für die Littenweilemer jenseits der Bahnlinie evident ist. Antwort der Bahn steht aus.
Neuer Einwand: Die Warteschlangen vor dem Bahnübergang Lindenmattenstraße werden noch länger und es werde noch länger dauern, bis der Verkehr wieder fließt, wenn die Stadtbahn die Lindenmattenstraße quert. Der Einwand wird mit einem Gutachten für unsinnig erklärt. Gesunder Menschenverstand?
In der Infoveranstaltung zur Sanierung der Kappler Straße war eine offizielle Umleitung über die Lindenmatten- und Alemannenstraße vorgestellt und diskutiert worden. Bei Beginn der Baumaßnahme wurde die übliche Schlange vor dem Bahnübergang Lindenmattenstraße noch länger. Konsequenz: Die Stadt baute den Schleichweg durch die Ekkebertstraße als „Renn- und Schleichweg“ aus. Wegfall der verkehrsberuhigten Zone, Wegfall der Parkplätze für Pendler und PH-Angehörige. Siehe da: Die Schlange vor dem Bahnübergang Lindenmattenstraße wurde halbiert. Auch Google Maps empfiehlt die Abkürzung durch die Ekkebertstraße. Mittlerweile ist die offizielle Umleitungsstrecke Makulatur.
Zusätzlicher Schildbürgerstreich. Direkt nach einer Doppelkurve mit 45 und 90 Grad bei der Einfahrt Ebneter Straße und Abbiegung in die Ekkebertstraße (Ost-West-Richtung) wurde ein Radarwarner aufgestellt, der auf die Einhaltung der 30er-Zone hinweist. Wer diese Kurvenkombination mit 30 Stundenkilometern schafft, kann sich beim Formel 1 Rennen bewerben.
Hinweise an das Garten- und Tiefbauamt werden wegen Personalmangels nicht beantwortet. Ab und zu erfolgt eine Postwurfsendung mit den neuen Richtlinien an die Bewohner. Da stellt sich die Frage: Welchen Sinn haben Infoveranstaltungen?
28.10.2025, Albert Mergelsberg, Freiburg

Zum Artikel „Kleineres Parkhaus am Kappler Knoten“ (BZ vom 11. September)

 

Bauplanung Stadtbahnverlängerung Littenweiler – Lindenmatte/Giersbergweg
Ab 18.3.2024 sind die Pläne einsichtig.
https://bauleitplanung.freiburg.de/verfahren/3-70a/public/detail
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Plan Lindenmatte, Bahnhof, Giersbergweg:
https://bauleitplanung.freiburg.de/file/3-70a/bae3f6df-4209-408d-85c5-4ffffc205e61

Stadtbahnverlängerung Freiburg-Littenweiler: Bauplan 3-70a am 18.3.2024

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18.3.2024
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26.2.2024
https://www.badische-zeitung.de/bahnuebergang-littenweiler-wird-zum-knackpunkt-fuer-strassenbahn-verlaengerung-in-freiburg

 

Strassenbahn bis Kappler Knoten: Die Skepsis überwiegt
Aktuell fährt die Straßenbahn bis zur Laßbergstraße und wendet dort. Zukünftig soll es weiter gehen: über die Lindenmattenstraße zum Bahnhof Littenweiler, dann auf dem Dach des Kappler Tunnels bis zum Kappler Knoten. Auf der Strecke sind Haltestellen beim Bahnhof und auf Höhe der Römerstraße vorgesehen. Außerdem sind zwei neue Übergänge über die Gleise der Höllentalbahn geplant, damit Fahrgäste aus dem Ostteil des Stadtteils leichter zur Straßenbahn kommen – die Bahn muss allerdings noch zustimmen. An der Endhaltestelle am Kappler Knoten – neben den Flüchtlingscontainern – soll ein drei- bis viergeschossiges Park-and-Ride-Parkhaus mit 400 bis 500 Stellplätzen gebaut werden. Weiterhin ist dort ein „Mobility Hub“ vorgesehen: ein Gebäude mit mobilitätsbezogenen Dienstleistungen, zum Beispiel einer Fahrradwerkstatt. Losgehen sollen die Bauarbeiten für die Straßenbahnverlängerung nach aktuellem Zeitplan Ende 2025/Anfang 2026. Zwei Jahre später könnte die Tram in Betrieb gehen.
… Alles vom 19.5.2023 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/die-skepsis-ueberwiegt-x5x–262580175.html

 

Freiburg bekommt mehr Geld für Tram-Verlängerung nach Littenweiler
Bis zum Kappler Knoten soll die Stadtbahn in Freiburg einmal fahren. Für die Planung steuert der Zweckverband Regio-Nahverkehr ein weiteres Mal 600.000 Euro bei. Die alten Pläne taugen nicht mehr.
….
Die Verlängerung der Stadtbahn Littenweiler um 1,35 Kilometer war schon 1999 ein Thema. 2002 wurde es konkreter: Die Bahnen sollten Ende 2005 bis zum Kappler Knoten fahren. Nach einem ersten Entwurf sollte der Ausbau schließlich Ende 2008 fertig sein und samt P & R-Anlage 14 Millionen Euro kosten. 2006 beschloss der Gemeinderat den Bebauungsplan. Doch immer fehlte Geld. 2009 hieß es, Fertigstellung sei im Jahr 2018 für 15,4 Millionen Euro, dann „nach 2018“, und schließlich frühestens 2020. Schneller realisiert wurden die Stadtbahnverlängerung Zähringen, die Trassen durch den Rotteckring und zur Messe und die Sanierung in der Habsburgerstraße. Die Verlegung der Trasse in die Waldkircher Straße läuft.
… Alles vom 21.12.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburg-bekommt-mehr-geld-fuer-tram-verlaengerung-nach-littenweiler–207458896.html
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Kommentar:
E-Shuttles statt Straba?
P&R am Kappler-Knoten ist sinnvoll und überfällig. Die Verlängerung der Linie 1 hat aber nicht nur Vorteile, denn sie hat relativ hohe Investitions- und Betriebskosten und wird noch Jahre auf sich warten lassen. Der neuralgische Punkt an der Bahnschranke wird die Verkehrsprobleme in der Lindenmattenstraße verschärfen. Der Lärm für die Anwohner entlang der neuen Trasse wird über die Bauphase hinaus eine Verschlechterung darstellen.
In Freiburg ist man stark auf die Straßenbahnen fixiert und diese machen auch meistens Sinn. Beim Kappler-Knoten habe ich allerdings schon öfters für eine Anbindung mit autonomen E-Shuttles geworben. Das wäre deutlich günstiger, viel flexibler, evtl. sogar ökologischer und vor allem viel schneller realisierbar.
Man könnte mittelfristig von der Lassbergstraße und vom Bhf.-Littenweiler aus den ganzen Freiburger Osten mit E-Shuttles anbinden. Das wäre modern, leise, komfortabel und zukunftsorientiert.
Mir scheint aber, dass da manche sich nicht vorstellen können, dass in Freiburg ein VAG-Fahrzeug autonom unterwegs ist.
Ob wir in Zukunft die notwendigen Fachkräfte haben, die die ganzen Fahrzeuge lenken, ist indes mehr als ungewiss und auch autonomes Fahren geht nicht gänzlich ohne Mitarbeiter. Investitionsbeihilfen und Subventionen sind toll, aber wir müssen uns auch zukünftig den laufenden Betrieb leisten können. Das wird oft ausgeblendet.
Wenn in einer Bahn für 300 Menschen außer dem Fahrer oder der Fahrerin, z.B. spätabends zwischen Lassbergstraße und Kappler-Knoten, nur 5 Mitfahrende sitzen, dann macht das weder ökologisch noch ökonomisch Sinn.
21.12.2021, Anton Behringer