Herdern

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Blick vom Münsterturm nach Norden auf den Stadtteil Herdern am 3.9.2013

 

 

                          
(1) Kirche Herdern 7.5.2013            (2) Kirche Stadtstrasse 7.5.2013          (3) Blick von Wintererstrasse 10.5.2013
                   
(4) Südwärts zum Schlossberg              (5) Apfelblüte 10.5.2013                          (6) Schönberg mit Münster 10.5.2013
                   
(7) Münster und Altstadt  10.5.2013       (8) Südwestwärts bis St.Georgen          (9) Westwärts Hauptbahnhof
                    
(10) Schönberg und Altstadt                    (11) Hotel Mercure                                    (12) Südwärts zum Schlossberg
                    muensterturm13herdern140410
(13) Südwestwärts bis St.georgen        (14) westwärts auf Weingarten              (15) Münsterturm > Herdern 14.4.14

 

(3) – (10): Blich von der Wintererstrasse nach Süden und Westen über Freiburg bis zum Schönberg am 10.5.2013
(11) – (13) Blick vom Hotel Mercure Panorama (früher Jägerhäusle) auf die Stadt Freiburg am 10.5.2013

 

Blick vom Münsterturm am 14.4.2014 nach Nordosten auf Herdern

Blick vom Münsterturm am 14.4.2014 nach Nordosten auf Herdern

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Herdern
Was hat das Dreisamtal bzw. der Freiburger Osten mit Herdern zu tun? Viel – denn sie sind direkte Nachbarn. Zum Beispiel auf dem Roßkopf: Besteigen Sie den eisernen Turm, dann können Sie nach Herdern und nach Littenweiler/Ebnet runterspucken. Oder Sie gehen die Immentalstrasse hoch, über die Wintererstrasse immer weiter in den Ottilienwald, bis Sie auf den Querweg Schloßberg-St.Ottilien treffen – und schon schauen Sie ins Dreisamtal auf Littenweiler und Oberwiehre.
Herdern mit Wintererstrasse und Pferdewiese – gilt als gehobene Wohnlage. Aber zunehmend werden alte Villen abgerissen und mit Eigentumswohnungsblöcken bebaut – nachverdichtung.
Herdern hat keine Strassenbahn (mehr) – früher fuhr die bahn durch die tadtstrasse bis zum Kirchplatz. Dann aber stimmten die herdemer für den Bus.
Herdern ist der wärmste Stadtteil von Freiburg. Was früher von Vorteil war, wird im Zuge der Klimaveränderung immer mehr zur Belastung: Hier weht kein Dreisamtäler Ostwind, im Sommer ist es zu oft erdrückend warm.
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Bürgerverein Herdern ehrt Hans Sigmund für sein Lebenswerk
Seine Verdienste rund um den Freiburger Stadtteil Herdern sind enorm: Jetzt wird Hans Sigmund in einer Feier für sein Lebenswerk vom Bürgerverein geehrt. Kein Wunder – mit Herdern verbindet ihn ein ganzes Leben.
Wenn Hans Sigmund aus seinem Leben erzählt, kommt man schnell ins Staunen. Da reist man von den Azteken zu der Terrakotta-Armee im Westen Chinas, macht einen Abstecher ins Übersinnliche, zieht mit den Kreuzrittern nach Malta, sitzt plötzlich mitten in einer Vereinssitzung der Herdermer Lalli, weißelt die Wände der Hebsackkapelle, nagelt Plaketten an einen neu markierten Wanderweg im Wald oberhalb von Herdern – oder man blättert mit ihm in einem Bildband über die 1000-jährige Geschichte dieses Stadtteils. Und man wundert sich, wie viele Interessen und wie viel Engagement so alles in ein Leben passt. Für dieses Engagement und für die vielfältigen sozialen Verdienste um den Stadtteil Herdern wird Hans Sigmund, Ehrenmitglied des Bürgervereins Herdern, am 9. Oktober im Rahmen einer Feier geehrt.

Reiselust und Heimatverbundenheit in Einklang gebracht
Reiselust und Heimatverbundenheit – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich Hans Sigmunds Leben. Neugier gehört noch dazu, auch ein gewisser Ehrgeiz, daneben Organisationstalent und fachliches Wissen vor allem im beruflichen Bereich, der Glaube an das Gute im Menschen und der Wunsch, etwas für die Gemeinschaft tun zu können, um den Zusammenhalt zu stärken. Und daneben immer ein gewisser Zweifel an einer alleinigen Wahrheit, wie er sagt.
Geboren wurde Hans Sigmund 1939, also vor 86 Jahren, in Herdern. Er ist im Neubergweg groß geworden, mit seiner Mutter und seinem Bruder, der Vater ist, wie er sagt „nicht mehr aus dem Krieg heimgekommen“. Er erinnert sich noch an den Bombenangriff, den er am 27. November 1944 als Fünfjähriger erlebt hat, ein einschneidendes Erlebnis, das er oft als Zeitzeuge an die nachfolgenden Generationen überliefert hat. Seit 25 Jahren wohnt er aus familiären Gründen in Haslach, aber Herdern ist für ihn immer noch „der Nabel der Welt“. Mehr als 50 Jahre hat er dort gelebt, dort wurden auch seine drei Kinder geboren. Seine Großeltern und sein Vater stammen ebenfalls aus Herdern, der Großvater hatte 1901 eine Schreinerei hinter dem ehemaligen Gasthaus Ochsen gegründet. Auch Vater und Onkel waren Schreiner, doch Hans Sigmund scherte aus dieser „Schreinerdynastie“ aus und machte eine Lehre bei der Sparkasse Freiburg. Seine berufliche Karriere führte ihn in der Sparkassenhierarchie bis hinauf zum stellvertretenden Vorstandsmitglied. Als Abteilungsdirektor war er für die Datenverarbeitung zuständig, ein Arbeitsgebiet, das sich seit der Lochkarte der fünfziger Jahre über das Magnetband bis in die heutige digitale Welt rasant verändert hat. Die Einführung des Euro und die Umstellung der EDV zur Jahrtausendwende waren zwei Jahre vor seiner Pensionierung noch einmal echte Herausforderungen. Sie wurden reibungslos bewältigt.

Einer der Initiatoren des längst legendären Herdermer Hocks
Bereits 1962 trat Hans Sigmund in den Bürgerverein Herdern ein, zu der Zeit war er bereits seit sechs Jahren Mitglied im Kirchenchor St. Urban. 1964 wurde er dort Stiftungsrat, 1966 trat er in die Lalli-Zunft ein, 1979 wurde er Mitinitiator des legendären Herdermer Hocks, 1985 Zunftrat bei der Breisgauer Narrenzunft, er war Mitherausgeber des Herdermer Bürgerbriefs, hat als Redaktionsleiter das Buch „1000 Jahre Zähringen“ betreut, hat 2012 mit drei weiteren Engagierten den Herdermer Höhenweg gestaltet und mehrere Bücher verfasst, darunter 2008 sein Hauptwerk, den Band „1000 Jahre Herdern“ – eine Chronik des Stadtteils, für die er zehn Jahre Recherchearbeit in den Archiven der Stadt investiert hat und unzählige Gespräche mit den „Ureinwohnern“ unter seinen Freunden und Bekannten geführt hat.

Faszination für die Geschichte – und für die Zukunft
Bereits seit 25 Jahren ist er einer der Autoren der Reihe „Wiedersehen“, die regelmäßig einmal in der Woche in der Badischen Zeitung erscheint. Und das ist noch lang nicht alles. Geschichte ist sein Hobby, besonders Brauchtum und Folklore interessieren ihn. Auch die Archäologie anderer Weltregionen wecken seine Neugier, genauso wie die Astronomie und, Überraschung: Er ist ausgewiesener Science-Fiction-Fan und Ehrenmitglied im Science-Fiction-Club Deutschland. Viele alte Geschichten, so Hans Sigmund, sind nicht erklärbar, auch die Überlieferungen der Bibel geben immer wieder Rätsel auf, und der „ewige Zweifler“ in ihm fragt sich, ob die Realität, in der wir leben, die einzig echte ist, oder ob es nicht auch andere Ebenen gibt, die wir nur nicht erkennen …?
Die religiösen Vorschriften und die Dogmen der Kirche – er ist bekennender Katholik – sind für den Zweifler nicht bindend, Hans Sigmund ist der Meinung, dass jede und jeder für sich selbst abwägen muss, was richtig und was falsch ist. Ganz oben auf seiner persönlichen Werteskala steht die Friedfertigkeit, im globalen Bereich ist es die Völkerverständigung, für die er sich einsetzt. Und auf Stadtteilebene wünscht er sich ein friedliches, lebendiges Miteinander. Gemeinsamkeit statt Vereinzelung – hier sieht er in den Vereinen eine Riesenchance. Für sich selbst findet er in seiner fast lebenslangen Vereinsarbeit Sinn und Zufriedenheit. Für dieses Engagement wird er nun vom Bürgerverein Herdern, dessen Ehrenmitglied er ist, am 9. Oktober geehrt. Er freut sich auf den festlichen Abend, bei dem seine ganze Familie anwesend sein wird.

Nächstes Etappenziel: 100-Jahre-Jubiläum der Lalli in fünf Jahren
Natürlich gab es auch in seinem Leben Höhen und Tiefen, aber er ist zufrieden, sehr sogar, zumal er demnächst zum ersten Mal Urgroßvater wird. Und dann gibt es noch das nächste Etappenziel, das 100-Jahre-Jubiläum der Narrenzunft in fünf Jahren, das kräftig gefeiert werden muss. Dann ist er 91. Er lächelt. Ewig leben möchte er nicht, aber schon noch eine Weile. Und obwohl er an das ewige Leben im Jenseits glaubt, findet er es hier auf Erden auch ziemlich schön
… Alles vom 7.10.2025 von Renate Heyberger bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/buergerverein-herdern-ehrt-hans-sigmund-fuer-sein-lebenswerk

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