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Blick nach Südwesten über den Rhein zum Münsterberg in Basel am 29.3.2011

Blick nach Südwesten über den Rhein zum Münsterberg in Basel am 29.3.2011

Fahrrad-Rheinübergang am Wehr Vogtsburg-Burkheim öffnet 2023
Franzosen und Deutsche können bald über Rhein radeln
Mit Aktionstag wird im Sommer 2023 das letzte geschlossene Wehr am Oberrhein bei Vogtsburg für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.
m kommenden Jahr soll bei Vogtsburg-Burkheim der letzte geschlossene Rheinübergang zwischen Frankreich und Südbaden geöffnet werden. Im Zuge dessen plant das Landratsamt einen deutsch-französischen Velotag.
Das Stauwehr des französischen Energiekonzerns EDF bei Burkheim soll für Fußgänger und Radfahrer zugänglich gemacht werden. Dadurch könnte über die dortige Rheininsel eine Verbindung ins französische Marckolsheim geschaffen werden. Dafür werden Fördertöpfe der Europäischen Union angezapft, die im Rahmen des Interreg-Programms für solche grenzüberschreitenden Projekte zur Verfügung stehen. Die Förderrichtlinien sehen vor, dass die Öffnung des Wehrs bis spätestens zum 30. Juni 2023 erfolgt sein muss. Zur Eröffnung plant das Landratsamt einen grenzüberschreitenden Aktionstag, bei dem das Fahrradfahren und der Klimaschutz im Fokus stehen. Teilnehmen sollen Menschen auf beiden Seiten des Rheins. Mit einbezogen werden auch die weiteren Rheinübergänge, die Neuenburg mit Chalampé verbinden, Hartheim mit Fessenheim, Breisach mit Vogelgrun sowie Marckolsheim mit Sasbach. Der Aktionstag wird mit 20 000 Euro gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg.

In der Sitzung des Kreistagsausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde das Grobkonzept vorgestellt. Gleichzeitig wurde dort Bilanz für ein fünf Jahre dauerndes Interreg-Projekt gezogen, dass Deutsche und Franzosen mittels kleinerer Projekte näher zusammen bringen sollte. Von 2017 bis 2021 wurden 17 kleine Projekte mit EU-Mitteln in Höhe von 400 000 Euro gefördert. Beteiligt waren Gemeinden, Vereine und Verbände, die grenzüberschreitende Veranstaltungen und Aktionen in den Bereichen Kultur, Naturschutz, Sport und Musik organisierten. Im Grenzausschuss wurde gelobt, dass durch das Förderprogramm vielfältiger Austausch auf Bürgerebene stattfand. Es wurden aber auch die hohen bürokratischen Hürden bemängelt, die es zu überwinden galt, bevor die Förderung erfolgen konnte.
… Alles vo 30-.3.2022 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/franzosen-und-deutsche-koennen-bald-ueber-rhein-radeln–211040609.html

 

 

Rhein-Rhone-Kanal – Schleuse Niffer-Kembs
Ein Zaun hält Spaziergänger und Radler auf Abstand, die in dieser ruhigen Gegend entlang der Kanäle unterwegs sind. Kein Hinweisschild weit und breit. Das Gebäude und sein Kontrollturm mit Außentreppe sind seit fast 20 Jahren ungenutzt. Wer schon einmal auf dem Rhein-Rhône-Kanal Richtung Mulhouse geschippert ist, hat es mit ziemlicher Sicherheit aus der Nähe gesehen: Das vielleicht bestgehütete Geheimnis der sehenswerten Architektur im Elsass.
An der Schnittstelle des Rhein-Rhône-Kanals mit dem Rheinseitenkanal, nicht weit von den Dörfern Niffer und Kembs, ist zu Beginn der 1960er-Jahre ein Schleusengebäude mit Kontrollturm entstanden, für das niemand Geringeres als der schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier verantwortlich zeichnete – zumindest stammte der Entwurf aus seinem Atelier. Die Betonbauweise und die eingelassenen Fenster, das elegant entfaltete Dach – sie machen einen echten Le Corbusier aus.
Le Corbusier, der eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris hieß und 1887 in der Schweiz geboren wurde, schuf als Architekt und Möbeldesigner Ikonen des 20. Jahrhunderts. Sein elsässisches Werk lässt sich derzeit allerdings nicht aus nächster Nähe betrachten, es sei denn, man ist zu Schiff unterwegs und befindet sich auf Augenhöhe mit dem als Zoll- und Verwaltungsgebäude errichteten Bauwerk, sobald das Schleusenbecken vollgelaufen und der Wasserpegel angestiegen ist. Die Substanz dieses architektonischen Juwels ist in die Jahre gekommen: Der Beton splittert an etlichen Stellen über dem Stahlskelett.
Seit 2005 stehen Le Corbusiers Gebäude und der Turm unter Denkmalschutz. Die eigentliche Schleuse nutzen noch etwa 1000 Motorboote oder Segelschiffe pro Jahr. Für größere Schiffe reicht das Becken mit seinem relativ bescheidenen Format von 85 Metern Länge nicht aus. Koordiniert wird es vom Schleusenwärter in einer 800 Meter weiter nördlich gelegenen Anlage, die moderner und größer ist.
Der Architekt Le Corbusier
Le Corbusier, der eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris hieß und 1887 in der Schweiz geboren wurde, schuf als Architekt und Möbeldesigner Ikonen des 20. Jahrhunderts. Die Chaiselongue LC4, ein Liege- und Lesemöbel mit Lederposter und Chromgestell, gehört zu seinen bekanntesten Entwürfen. 17 seiner Bauten sind seit 2016 Unesco-Weltkulturerbe, darunter sein Beitrag für die Stuttgarter Weissenhofsiedlung, die „Cité radieuse“ in Marseille und die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp in den Vogesen.
Die beiden Herren Bouchet und Descombes, zwei leitende Ingenieure der französischen Schifffahrtsverwaltung Voie navigables de France (VNF), kamen 1960 auf die Idee, das neue Gebäude für die Schleuse Kembs-Niffer ausgerechnet bei Le Corbusier in Auftrag zu geben. Öffentliche Bauten hätten ihn seit jeher interessiert, zitiert Jean-Laurent Kistler von VNF aus der Originalantwort von damals.
Von dort aus verständigt sich Alexandre Viel mit den Schiffskapitänen an der Corbusier-Schleuse bei Bedarf über Lautsprecher. Viel ist einer der Schleusenwärter, die dort im Schichtbetrieb rund um die Uhr beide Anlagen bedienen. Die neue Niffer-Schleuse war Teil des Plans für den Ausbau eines Verbindungskanals zwischen Rhein und Rhône. Sie war als Scharnierstück gedacht mit einer Schleusenwanne von 190 Metern Länge und sie ist damit für größere Frachter geeignet als die Le-Corbusier-Schleuse.

Der Rhein-Rhône-Kanal wurde in den 1990ern aber nicht weitergebaut. „Die Schleuse bei Niffer erfüllt für den regionalen Lastverkehr dennoch eine wichtige Funktion“, sagt Dominique Larose, Chef der Gebietseinheit von VNF am Oberrhein. 2000 durchgeschleuste Lastschiffe an dieser Stelle mit einer Million Gütern – Kraftstoffe, Sand und Kies, chemische Produkte und Schrott – ersetzen Hunderttausende Lkw-Fahrten.
Die Arbeit von Alexandre Viel hat mit Tätigkeiten früherer Zeiten wie dem Hochkurbeln von Schleusentoren gar nichts mehr gemein. In der Regel tauchen die Schiffe auch nicht überraschend auf einem der vielen Kontrollbildschirme des 49-Jährigen auf. Die moderne Datenüberwachung kündigt ihm die Frachtschiffe bereits an, wenn sie lange vor der Ankunft durch eine andere Schleuse gefahren sind. Jedes Schiff sieht er auf dem Bildschirm als Piktogramm; mit einem Mausklick hat er alle Eckdaten auf dem Schirm. „Kaum mehr als ein Fünftel der Frachterklärungen werden noch auf Papier abgewickelt“, sagt Viel. Innerhalb von zwölf Minuten kann er dann das Schleusenbecken mit 12 000 Kubikmeter Wasser füllen – genug, um das Schiff um etwa sechs Meter höher mit der Ausfahrtseite des Rhein-Rhône-Kanals Richtung Mulhouse auf Niveau zu bringen.
Le Corbusier war übrigens niemals persönlich vor Ort im Elsass. Aber er dürfte die Pläne seiner Mitarbeiter für das Bauwerk am Kanal kontrolliert haben. Demnächst soll um Sponsoren geworben werden für die Sanierung seines Gebäudes und des Kontrollturms. Vielleicht wird es dann auch mal ein Schild geben: Le Corbusier war am Werk.
Anfahrt zur Le-Corbusier-Schleuse
Mit dem Rad gelangt man nach Kembs-Niffer entlang der Eurovelo-Route 6 (Infos: https://www.radfahrenimelsass.de Die Schleusen bei Niffer liegen unweit der D52 aus nördlicher wie aus südlicher Richtung. Adresse: 12 Rue du Schlierbach. Der Beschilderung „Ecluse“ folgen.
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… Alles vom 6.6.2019 von Bärbel Nückles zu Schiff hoch, Schiff runter“ bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/eine-schleuse-als-architekturjuwel–174015722.html

Alle Serienfolgen auf https://mehr.bz/rheinserie

 

 

Europas längste Aluminiumbrücke ist bei Rheinau eingebaut worden
Am Mittwoch kurz vor 9 Uhr hat die Montage der neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer am Rheinübergang zwischen dem badischen Rheinau-Freistett und dem elsässischen Gambsheim begonnen. In der Nacht zuvor hatte ein Schwertransporter die Brücke vom Betriebsgelände der Schlosserei Sieffert in Gambsheim, keinen Kilometer entfernt, bis hierher ans französische Ufer gebracht. …
Die neue Aluminiumbrücke, die 1,1 Millionen Euro gekostet hat, ist das Schlussstück des komplett sanierten Rheinübergangs an der Staustufe Gambsheim und dem dortigen Wasserkraftwerk. Nach dem Neubau der Straßenbrücken 2018 fehlte nur noch der Steg vor dem Kraftwerk. Mit einer Länge von 63 Metern handelt es sich um die derzeit längste Brücke Europas dieser Bauart Sie kommt ohne Pfeiler aus. So kann sie bei Reparaturen am Kraftwerk wieder mit einem Kran zur Seite gehoben werden. Auf dem Hafengelände im korsischen Ajaccio gebe es eine Brücke, die anscheinend zwei Meter länger sei, sagt Éric Friedrich. Doch diese Brücke zählt nicht, weil sie nur für Hafenarbeiter zugänglich ist. Das neue Werkstück, das sich nun über den Rhein spannt, ist hingegen für jedermann gedacht.

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Für genau elf Minuten schwebt die Aluminiumkonstruktion über dem Rhein. Der Kran, der sie am Haken hat, ist ein Koloss von 500 Tonnen/
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Eine Woche vor dem Einbau steht die Brücke fix und fertig zusammengebaut noch auf dem Hof der Schlosserei Sieffert, aufgebockt auf anderthalb Meter hohen Betonklötzen. Wird sie den künftigen Belastungen standhalten? „Wir haben keine Zweifel“, sagt Éric Friedrich. Einen Test braucht es dennoch, schließlich gibt es Vorschriften. Zu starke Schwingungen könnten die Nutzer verunsichern. Deshalb marschieren jetzt 40 angehende Ingenieurinnen und Ingenieure der Hochschule für Wasserbautechnik aus Straßburg auf den Atelier-Hof. Für den Schwingungstest braucht es menschliche Masse. An sechs Messpunkten zu beiden Seiten der Brücke hat Julien Menier, Mitarbeiter eines französischen Ingenieurbüros, Sensoren verdrahtet. Eine Waage steht bereit – jeder, der für den Test auf die Brücke darf, wird gewogen. Auf die Messungen allein komme es nicht an, erklärt Friedrich unterdessen. Entscheidend sei, ob es sich sicher anfühle, wenn viele Menschen über die Brücke gehen.

Noch ist die Brücke nach dem Einsetzen am Mittwochmorgen nicht freigegeben. In den kommenden Tagen schieben die Arbeiter eine 20 Zentimeter dicke Neoprenschicht zum Abpuffern zwischen Aluminiumkonstruktion und Widerlager. Bis zum 22. und 23. Juni soll das Bauwerk dann begehbar sein: zur Einweihung mit großem Nachbarschaftsfest.
… Alles vom 5.6.2019 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/rheinau/europas-laengste-aluminiumbruecke-ist-bei-rheinau-eingebaut-worden–173983060.html

https://bnn.de/lokales/abb/laengste-alubruecke-europas-eingebaut

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