Klimapolitik

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Fridays for Future-Demo in Freiburg am 20.9.2019

Fridays for Future-Demo in Freiburg am 20.9.2019

Klimapolitik muß auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Klimaforschung basieren

 

Frank Hennig: Klimadämmerung
Geisterfahrer der Energiepolitik
Ist die deutsche Energiewende ein Mythos? Ja, urteilt der Publizist Frank Hennig, ehemaliger Ingenieur in der Stromwirtschaft. In seinem neuen Buch „Klimadämmerung“ warnt er vor Deutschlands Weg in den Abstieg
von Moritz Schwarz

Herr Hennig, jetzt nach der verheerenden Flut muß es doch endlich schnell gehen mit der Energiewende!
Frank Hennig: Vorsicht, bei allen Emotionen angesichts solcher Katastrophen ist eine nüchterne Politik, die die Folgen bedenkt, angebracht. Stattdessen drängen etliche zu emotionalen Entscheidungen und fordern, die wenig erfolgreichen Mittel, die wir schon seit zwanzig Jahren nutzen, verstärkt anzuwenden.

Was meinen Sie?
Hennig: Es gibt keinerlei Monitoring, also überwachende Beobachtung, was die deutsche Klimapolitik bisher gebracht hat. Zwar haben wir seit 1990 die deutsche CO2-Emission um 36 Prozent verringert, doch inwieweit dadurch der Anstieg der globalen Temperatur gebremst wurde, ist völlig unklar. Die hat seitdem weiter zugenommen, und sie wird das auch künftig tun, weil die Weltbevölkerung wächst. Drei Milliarden Menschen mehr bis zum Jahr 2100 bedeuten auch, vorsichtig gerechnet, neun Milliarden Tonnen CO2 mehr pro Jahr. Ob Deutschland 2045, 2050 oder später dekarbonisiert sein wird, ist – bei der dadurch erreichten Vermeidung von nur etwa 700 Millionen Tonnen – für das Weltklima unerheblich.
Mojib Latif, ein führender Klimawissenschaftler im Land, sagt: „Natürlich kann Deutschland das Klima nicht retten, aber wir müssen Vorbild sein.“ Deshalb wünsche ich mir eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, was uns diese Rolle wert ist – zumal unserem Beispiel niemand folgt. Tatsächlich sind wir mit unseren Maßnahmen nicht der Vorreiter, sondern der Geisterfahrer der globalen Energiepolitik.

Ist die deutsche Energiewende also eine Art Mythos?
Hennig: In der Tat ist ihre Darstellung als eine „große Erzählung“ angelegt, die von Wunschdenken geprägt ist. Anstelle Lieblingstechnologien zu hofieren, sollte pragmatisch nach den kostengünstigsten Alternativen gesucht werden, um eine sichere Versorgung zu geringen Systemkosten zu erreichen.

Was ist dann davon zu halten, daß etwa Markus Söder nach der Flut einen „Neustart nach der Bundestagswahl“ für Erneuerbare Energien gefordert hat?
Hennig: Es ist unklar, was er damit meint, vermutlich mehr von den alten Erneuerbaren. Photovoltaik ist in Bayern gut ausgebaut, aber abends geht auch dort die Sonne unter. In der Fläche gibt es im Freistaat, abgesehen von Bergkämmen, keine Windeignungsgebiete. In großen Teilen Bayerns liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit unter sieben Metern pro Sekunde – die Anlaufgeschwindigkeit der Anlagen beträgt aber drei Meter pro Sekunde. Windmühlen würden also meist nur in niedriger Teillast vor sich hin trudeln, was auch wirtschaftlich keinen Sinn hat. Ein vorgezogener Kohleausstieg, wie von Söder vorgeschlagen, würde die in den nächsten Jahren eintretende Strommangelsituation im heute schon von Stromimporten abhängigen Bayern verschärfen. Die CSU hat den Kernenergieausstieg 2011 noch vor dem Bundestag beschlossen. Nun will Söder auch keine Kohle mehr. Als Populist wird er später keine Fehler bei sich entdecken, sondern Schuldige suchen. Dabei ist es grundsätzlich ja richtig, Emissionen zu senken, nur sollte das auf pragmatische Weise geschehen, also mit Aussicht auf Erfolg und unter Berücksichtigung der Folgen.

Inwiefern ist das denn nicht der Fall?
Hennig: Das energiepolitische Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltverträglichkeit ist inzwischen einem rigorosen CO2-zentrierten Denken zum Opfer gefallen. Der Umweltschutz verliert gegen den „Klimaschutz“, und die Versorgungssicherheit wird sträflich vernachlässigt – von den Verbraucherpreisen gar nicht zu reden. Die Rationalität bleibt also auf der Strecke, und damit wären wir wieder beim Thema Mythos.

Aber wie sollte es möglich sein, daß ein ganzes Volk, inklusive Wissenschaftlern und Technikern, im Jahr 2021 einem Mythos huldigt?
Hennig: Ähnlich wie bei der Pandemie gibt es eine Selektion der veröffentlichten Meinungen. Es treten in Medien und Politik meist dieselben Sachverständigen auf, die zum großen Teil auch Interessenvertreter sind. Diejenigen aber, die unsere Infrastruktur am Laufen halten, die Netz- und Kraftwerksbetreiber, kommunale Unternehmen, Vertreter energieintensiver Industrien, werden kaum gefragt und gehört. Gerade dort besteht aber große Übereinstimmung darüber, daß dieser Weg nicht erfolgreich sein wird.

Wollen Sie damit sagen, der Eindruck täuscht, daß die Mehrheit der Experten hinter der Energiewende steht und ihre Kritiker nur eine Minderheit sind?
Hennig: Es gibt keine Statistik über eine vermeintliche mehrheitliche Zustimmung. Auffällig ist, daß sich diejenigen sehr kritisch äußern, die keine Karriere mehr anstreben, emeritierte Professoren, ehemalige Manager, Politiker auf dem Altenteil. Aktive hingegen unterliegen Sachzwängen, wie der Zuteilung von Fördermitteln. Ein Großteil der Experten lebt davon, die Hoffnungen in die Energiewende aufrechtzuerhalten, denn nur das garantiert stete Geldflüsse. Befristet angestellte Manager stehen unter Kontrolle auch politisch besetzter Aufsichtsräte, von ihnen erwartet man Politische Korrektheit.

Sie sagen in Ihrem neuen Buch eine „Klimadämmerung“ voraus. Was meinen Sie mit dem Begriff?
Hennig: Damit meine ich nicht das meteorologische Klima, das behandele ich nur am Rande. Es geht vielmehr um das politische, wirtschaftliche, mediale und soziale Klima im Land, das zunehmend „dämmert“. Die Klima- und Energiepolitik wird sich mit ihren schwer prognostizierbaren, vermutlich irreparablen Auswirkungen auf allen anderen Feldern der Gesellschaft niederschlagen. Die Eigendynamik bei den Energiepreisen, durch zusätzliche Steuern verschärft, ist nur ein Teil davon. Wir sind im Abstieg begriffen, ohne es wahrzunehmen.

Fritz Vahrenholt, der zu Ihrem Buch das Vorwort beigesteuert hat, lobt Ihre „detaillierte Aufarbeitung der falschen Pfade, die die Energiepolitik in Deutschland genommen hat“. Welche sind das?
Hennig: In meinem ersten Buch „Dunkelflaute“ habe ich 2017 drei Grundirrtümer und drei Grundfehler der Energiewende beschrieben: Der Kardinalirrtum ist, sichere und regelfähige Strom­einspeisung durch volatile, also flüchtige, wetter- und tageszeitabhängige Stromeinspeisung ersetzen zu wollen. Dies wäre nur mit hohen Überkapazitäten und riesigen Stromspeichern möglich. Ohne solche Speicher jedoch ist das technisch unmöglich, und mit solchen Speichern ist es finanziell nicht zu leisten.
Ein anderer Denkfehler ist, das globale Klima von deutschem Boden aus allein durch völlige Vermeidung nationaler CO2-Emissionen „retten“ zu wollen. Dies ist eine Politikanmaßung höchsten Grades. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, durch Technologieexport zu weltweiten Emissionssenkungen beizutragen. Aber sowohl moderne Kohletechnologie, Kernkraft als auch die CCS-Technologie, das Abscheiden und Speichern von CO2 aus Rauchgasen – alles Gebiete, auf denen wir führend waren –, sind aus politisch-ideologischen Gründen aufgegeben worden. Heute empfiehlt das IPCC, also der Weltklimarat, die Kernkraft als Instrument gegen globale Erwärmung und sagt klar, daß zur Erreichung des 1,5-, sogar des 2-Grad-Ziels negative Emissionen nötig sind. Die hätten wir durch die Entwicklung des Biomasse-CCS ermöglichen und global zur Verfügung stellen können.
Selbst die Strategie der globalen – und preiswerten – Aufforstung wird von Deutschland aus nicht betrieben, denn das gibt keine Profite für die Ökoindustrie. Im Gegenteil sorgt unser Holzverbrennungsboom dafür, daß in Rumänien und dem Baltikum der Raubbau an den Wäldern eingesetzt hat, um deutschen Pelletheizern ein grünes Gewissen zu ermöglichen.

Wenn das Hauptgegenargument – die Energiewende sei nicht grundlastfähig, die Versorgung nicht garantiert – zutrifft, warum dringt es dann nicht durch?
Hennig: Die Energiewende findet in einem Geflecht von Interessen statt. Am Ende geht es um sehr viel Geld. Mehr als dreißig Milliarden Euro werden jährlich über das EEG umgewälzt – wir könnten damit den Schweizern jedes Jahr zwei Gotthard-Basistunnel schenken. Die reiche Branche gibt viel Geld aus für Werbung, PR und die Beeinflussung von Politik. Grüne Thinktanks leben von Daueraufträgen der Ökoindustrie und liefern gewünschte Ergebnisse. Berechnungen werden mit realitätsfremdem Ansatz geführt, so bedient man sich oft an Durchschnittswerten, die im Stromsystem, das sekündlich im Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch stehen muß, unbrauchbar sind. Das Märchen, man müsse einfach immer nur mehr Wind- und Solaranlagen hinbauen, dann würde die Wende gelingen, ist politisch motiviert, wird aber von meist regierungsbegleitenden Medien folgsam verbreitet.

Oder ist Ihr Hauptgegenargument doch nicht stichhaltig? Denn, so kontern die Vertreter der Energiewende, durch Lastenmanagement, Netz- und Speicherausbau sei Versorgungssicherheit sehr wohl möglich.
Hennig: All diese Maßnahmen sind sinnvoll, lösen jedoch das Grundproblem nicht. Beim Netzausbau wird jährlich festgestellt, daß der Ausbaubedarf steigt. Und die Speicherdiskussion findet mit dem Verweis auf grünen Wasserstoff im Grunde nicht mehr statt. Die Strategie der Bundesregierung führt als Ziel eine Elektrolyseleistung von fünf Gigawatt für 2030 an. Das ist im Grunde nur eine homöopathische Menge, die im Falle der Stromspeicherung – Stichwort „Power-to-Gas-to-Power“ – einen desolaten Wirkungsgrad von höchstens 25 Prozent erreicht. Wie wir das Stromaufkommen für unsere Selbstversorgung nun in den zwanziger Jahren sichern könnten, ist hingegen vollkommen offen. Ein Lastmanagement gibt es bereits, und es ist auch möglich, es auszubauen und flexibler zu gestalten. Doch führt eine Verbrauchersteuerung unter den Bedingungen des Mangels letzten Endes zu Rationierungen.

Allerdings hat Deutschland zuletzt trotz Energiewende und AKW-Abbau sogar mehr Strom exportiert – und das selbst in Hochlastzeiten – als vor Beginn der neuen Energiepolitik. Widerlegt Sie das nicht?
Hennig: Tatsache ist, daß unser jährlicher Nettoexport von Strom in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist und spätesten ab 2022 in einen Nettoimport umschlagen wird. Dazu kommt, daß wir zu Zeiten exportieren, in denen die Nachbarländer selbst viel Ökostrom erzeugen und die Preise niedrig, ja sogar negativ sind. Bei Dunkelheit und wenig Wind sind wir schon heute auf Importe angewiesen, dann allerdings zu hohen Preisen.

Schon seit zehn Jahren wird nun über die Energiewende diskutiert. Bietet Ihr Buch denn auch neue Gegenargumente?
Hennig: In „Klimadämmerung“ versuche ich, von verschiedenen Seiten Licht in die Dämmerung zu bringen. Das ist in Teilen eine Beschreibung des Istzustandes, geht aber über die Betrachtung von Technologien und über den deutschen Tellerrand hinaus. Energie betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Deshalb geht es auch um Politik und Medien, Jugend und NGOs. Neu sind die Erkenntnisse zu den Umweltauswirkungen der Erneuerbaren, vor allem durch ihren exzessiven Ausbau. Natürlich haben mehr als 30.000 Windkraftanlagen und viele hundert Quadratkilometer Solarpaneele Auswirkungen auf Wetter und Klima.
Die Gebiete der größten Bodentrockenheit sind auch die Gebiete mit dem größten Besatz an Windkraftanlagen. Das ist ein Indiz, aber noch keine Kausalität. Es ruft nach dringend erforderlichen Messungen und Forschungen, wofür es staatlicherseits aber kein Geld gibt. Die maßgebende Politik und entsprechende Lobby hüten das Narrativ von der Umwelt- und Klimaneutralität der Erneuerbaren. Wissenschaftler in China und den USA dagegen sind schon weiter und können etwa die Absenkung der durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten durch Windkraftanlagen und dadurch steigende Temperaturen in bestimmten Regionen beziffern.

Allerdings haben die herkömmlichen Energien auch jenseits vom CO2 etliche Nachteile, giftige Abgase, strahlende Rückstände, begrenzte Ressourcen, Import­abhängigkeit oder das GAU-Restrisiko. Ist irgendeine Form von Energiewende also nicht doch nötig?
Hennig: Alle Länder der Welt bauen ihre Energiesysteme aus, modernisieren und restrukturieren.
Der Trend ist, den Energiemix zu verbreitern, das hält die Kosten und die Umweltauswirkungen niedrig und steigert die Versorgungssicherheit. Deutschland ist das einzige Land der Welt, das seinen Energiemix ohne Not einengt und das Energiesystem vor allem auf Basis schwankender naturabhängiger Quellen betreiben will. Dabei begeben wir uns bezüglich der noch nötigen fossilen Energierohstoffe zu hundert Prozent in Abhängigkeit vom Ausland, selbst Wasserstoff wird in großen Mengen importiert werden müssen. Weniger deutscher Hochmut und mehr lernen von anderen wäre angesagt.

Angela Merkel hat jüngst mit Blick auf das Ende ihrer Kanzlerschaft gesagt, sie hinterlasse ein „starkes Land“.
Hennig: Führungspersönlichkeiten, die lange amtieren, neigen zu Realitätsverlust. Tatsächlich hinterläßt sie ein tief gespaltenes Land. Die Folgen einiger ihrer politischen Fehlentscheidungen werden uns noch lange beschäftigen.
… Alles vom 6.8.2021 zum Interview mit Frank Hennig bitte lesen auf JF 32/21, S. 3, https://www.junge-freiheit.de

Frank Hennig, der Diplomingenieur, geboren 1956 in Görlitz, war für große Energieversorger wie VEAG oder Vattenfall tätig. Als Publizist veröffentlichte er etwa im Focus, außerdem die Bücher „Dunkelflaute. Warum Energie sich nicht wenden läßt“ (2017) und „Klimadämmerung. Vom Ausstieg zum Abstieg – Ein Plädoyer für mehr Vernunft in der Energiepolitik“ (2021).

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Klimaziele 2020 erreicht – wegen Corona-Ausnahmezustand
Die einzigen wirkliche Erfolgsmeldung in diesem Jahr lautete, dass Deutschland in der Corona-Zeit seine „Klimaziele“ eingehalten hätte. Das damit gleichzeitig gesagt ist, dass die so genannten Klimaziele nur durch einen dauerhaften Ausnahmezustand zu erreichen sind, ist den Erfolgsmeldern wohl nicht aufgefallen.
Wer immer noch nicht begriffen hat, was sich vor unser aller Augen abspielt, der will wie die drei Affen nichts sehen, hören oder sagen. Aber: Wer schweigt, stimmt zu!
… Alles vom 27.3.2021 bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2021/03/27/nicht-schutz-sondern-schikane-wie-uns-das-reisen-abgewoehnt-werden-soll/

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Ziel der Klimapolitik: Weltvermögen umverteilen
Dass unsere Hl. Greta, wie alle Heiligen vor ihr, lediglich – aber immerhin! – das Medium einer bedeutenderen Instanz ist, habe ich hier gelegentlich zum Unwillen mancher ihrer Jünger*innen gepriesen. Allmählich scheint die besagte Instanz willens zu sein, aus dem Hintergrund zu treten.
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Auf dem von George Soros finanzierten „Project Syndicate“, stellen Chucky und zwei Mitmarionetten nun klar, dass ihr Kampf gegen die „Klimakrise“ die Demontage der „kolonialistischen, rassistischen und patriarchalen Unterdrückungssysteme“ als Endsiegsziel ausersehen habe (hier).
„An den nächsten beiden Freitagen werden wir wieder auf die Straße gehen“, heißt es dort, „weil es die Wissenschaft verlangt.“ Der wissenschaftliche Kommunismus? Ja, wahrscheinlich der.
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„Maßnahmen müssen wirkungsvoll und weitreichend ausfallen. Schließlich geht es bei der Klimakrise nicht nur um die Umwelt. Sie ist auch eine Krise der Menschrechte, der Gerechtigkeit und des politischen Willens. Kolonialistische, rassistische und patriarchale Unterdrückungssysteme haben sie geschaffen und befeuert. Wir müssen diese Systeme ausnahmslos demontieren.“
Die Karten liegen also auf dem Tisch. Ich erinnere in diesem Zusammenhang immer wieder gern an die Worte von Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. (…) Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“
Damit dürften eigentlich alle Fragen ausgeräumt sein. Mit einer Ausnahme, nämlich jener, ob der Klimaschwindel auffliegt, bevor oder nachdem diese Gauner erfolgreich waren.
… Alles vom 4.12.2019 bite lesen auf https://michael-klonovsky.de/acta-diurna

 

…eine drohende Ökodiktatur
Der Schweizer Journalist, Medienberater und Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer spricht mit Cicero-Redakteur Alexander Kissler über die aktuellen Klimaproteste und deren Fanatismus
https://youtu.be/Gz3eYrPmbyk
… Alles vom 11.10.2019 von Frank A. Meyer bitte lesen auf
https://www.cicero.de/meyers-blick-oekodiktatur

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Ich bin skeptisch
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu so einer Öko- Diktatur kommt. So blöd können die Deutschen doch nicht sein, sich ein drittes Mal so zu unterwerfen. Ich rechne damit, dass der Bürger Normalverdiener, der nicht in schwärmerische Verzückung fällt, weil er seinen Lebensunterhalt nicht mit dem Mund, sondern mit den Händen erarbeiten muss, sich wehren wird. Und ich erlaube mir Skepsis hinsichtlich Ihrer Behauptung, dass man das Klima retten kann. Das könnte man vielleicht, wenn die Veränderungen ausschließlich anthropogen verursacht wären. Aber sind sie das? Es gibt renommierte Wissenschaftler die im Ergebnis ihrer Forschungen zu anderen Auffassungen gekommen sind. Timothy Ball, Eduardo Zorita und Hans von Storch zum Beispiel. Ich empfehle hierzu den Beitrag von Alexander Wendt auf Tichys Einblick vom 09.10.19.
11.10.2019, J.K., CO
Klimapolitik muß sich (wieder) an der Wissenschaft orientieren
Bislang stellte die Hockeyschläger-Kurve von Prof Mann (Korrelation von CO2-Ausstoß und Erwärmung) das wissenschaftliche Fundament des menschengemachten Klimawandels. Seit Mitte 2019 ist dieses Klimamodell auch laut einem kanadischen Gerichtsurteil falsifiziert, d.h. der IPCC müsste seine Klimapolitik längst revidieren. Tut er aber nicht!

klima-hockey-stick20190821

Wissenschaftlicher Fortschritt besteht im fortgesetzten Falsifizieren theoretischer Modelle, was zu einem immer neuen Revidieren der Prämissen bzw. Annahmen führt, die den Modellen zugrundliegen. Prof Mann weigerte sich vor Gericht, die Prämissen zu nennen. Nun gilt Prof Ball’s Kurve als wissenschaftlich belegt -natürlich nicht ausgeschlossen, dass auch sie falsifiziert werden wird. So funktioniert Wissenschaft im Gegensatz zur Ideologie.
Und genauso funktioniert auch eine wissenschaftlich orientierte Klimapolitik im Gegensatz zu der in Deutschland derzeit dominierenden linksideologisch ausgerichteten Klimapolitik.
Wenn Greta mit Tränen in den Augen (für eine am Asperger-Syndrom leidende Person medizinisch ungewöhnlich) am 23.9.2019 in New York heult „Seit mehr als 30 Jahren ist die Wissenschaft kristallklar“, dann ist dies schlicht unwahr.
25.9.2019

 

 

Alexander Gauland (AfD): Drei Punkte zur Klimapolitik
Bei seiner Wahlkampfrede in thüringischen Arnstadt sagte Alexander Gauland:
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„Ich darf noch einmal daran erinnern, dass die AfD den Klimawandel nicht leugnet – das Klima wandelt sich permanent –, sondern dass wir den Anteil des Menschen am Klimawandel für nicht hinreichend geklärt halten. Auch wenn Sie aus den Medien ständig etwas anderes hören: Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über eine durch den Menschen verursachte Erderwärmung. Was es gibt, ist eine politisch motivierte Panikmache. Wir haben vom komplexen Klimasystem der Erde und sämtlichen Faktoren, die es beeinflussen, nur vage Vorstellungen.
Wissenschaftler der NASA vermuten, dass wir am Beginn einer kleinen Eiszeit stehen, weil die Sonne ein sogenanntes Minimum einlegt, eine Pause sozusagen. Doch solche Vermutungen passen nicht in das politische Konzept einer globalen Erwärmung. Weil die Computermodelle, auf die sich der Weltklimarat IPCC beruft, eine Erwärmung prophezeien und die grüne Weltkirche ihre Klingelbeutel nur gefüllt bekommt, wenn der Mensch, der Kapitalismus bzw. der Westen schuld sind, hat dieser Klimawandel menschengemacht zu sein.“
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Die mediale Wiedergabe:
STERN „Alexander Gauland leugnet die Schuld der Menschen am Klimawandel“
Ähnlich verdreht es die FAZ: „Gauland leugnet Erderwärmung.“
https://www.faz.net/aktuell/politik/gauland-der-klimawandel-ist-politisch-motivierte-panikmache-16392491.html
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Danach erläuterte der AfD-Vorsitzende die klimapolitischen Ziele seiner Partei.
„Erstens Kohle: Wir wollen zunächst einmal, dass die Kohlekraftwerke so lange am Netz bleiben, wie die Regierungskommission beschlossen hat, allein schon aufgrund der Tatsache, dass weltweit derzeit an die 1.400 neue Kohlekraftwerke geplant oder schon im Bau sind. Das macht unseren Aktionismus ein bisschen lächerlich, zumindest aber völlig wirkungslos. Der deutsche Kohle-Ausstieg soll sich wie geplant auf den Zeitraum 2022 bis 2038 erstrecken, damit die Beschäftigten eine Frist und eine Perspektive erhalten. Hypothesen und Hysterien dürfen keine Arbeitsplätze vernichten.
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Zweitens Gas: Flexible moderne Gaskraftwerke mit hohem Wirkungsgrad sollen auch in Zukunft die Grundlast sichern. Die alternativen Energien wiederum sollen in einem sinnvollen Rahmen die Stromproduktion mittragen, wobei wir für eine Abwägung zwischen Nutzen und Schaden plädieren, denn Windräder haben schon genug Landschaften verschandelt und Vögel getötet.
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Drittens Atomkraft: Der überstürzte Atomausstieg muss zurückgenommen werden. Die Atomkraft ist eine weitgehend klimaneutrale Alternative zu den fossilen Energieträgern. Wenn es wirklich so schlimm steht um das Weltklima, wenn CO2 der Grund ist und der Mensch der Auslöser, worauf warten wir dann noch? Hier ist das Verhältnis zwischen Risiko und Effekt viel eindeutiger und vor allem günstiger als bei der Energiewende.
Inzwischen gibt es enorme Fortschritte in der Technologie des sogenannten Schnellen Brüters. Das Endlagerproblem könnte bald der Vergangenheit angehören. Auch das wirkliche Menschheitsprojekt Kernfusion ist noch lange nicht vom Tisch.
Schweden wird oft wegen seines vorbildlich niedrigeren Pro-Kopf-Ausstoßes an CO2 gelobt. Was Sie in diesem Zusammenhang nie zu hören bekommen: Schweden deckt etwa 40 Prozent seines Energieverbrauchs mit Atomstrom.“
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Kein Wort davon in den Medien. Das ist es, was die Unterscheidung zwischen Lügen-, Lücken- und Lumpenpresse so schwierig, aber irgendwie auch überflüssig macht.
…. Alles vom 20.9.2019 bitte lesen auf
https://michael-klonovsky.de/acta-diurna

 

Klimapolitik verteilt de facto das Weltvermögen um
Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. (…) Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“
… Alles vom 14.11.2010 bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/klimapolitik_verteilt_das_weltvermoegen_neu-1.8373227
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