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- Kubitscheks Tochter: „Es geht nicht um mich. Hier soll ein Exempel statuiert werden“ (25.9.2026)
- Falscher Vater, falscher Mann: Sachsen sperrt Kubitscheks Tochter (25.9.2026)
- Sippenhaft im Lehramt: Alruna H., Svetlana Spirina und Kerstin Zimmermann (25.9.2026)
- Vierjährige wegen falscher politischer Einstellung (AfD) aus Kita entfernen (29.10.2025)
- Reclam-Verlag entfernt von Klonovsky übersetztes Buch (23.8.2025)
- ZDF-Böhmermann: Soziale Zerstörung eines jungen Mannes durch Doxing (17.5.2025)
- Wolffsohn: Juden im Wahlkampf (29.8.2023)
- Philosophie und Wissenschaft als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln? (17.1.2023)
- Doxing gegen Berliner Verfassungsschutz-Beamtin (3.6.2022)
- In der FAZ wird die „russische Bevölkerung“ zum „Antimenschentum“ erklärt (11.4.2022)
- Arte storniert TV-Sendungen über russische Landschaften (8.4.2022)
- Du könntest doch etwas von deinem KGB-Salär spenden (8.4.2022)
- Antirussische Affekte: Der aufgeklärte Europäer wähnt sich auf der guten Seite (11.3.2022)
- Kriegsende als erstes Ziel unserer Politik (10.3.2022)
- Erst die Ungeimpften – jetzt die Russen (4.3.2022)
- McCarthy-Ära: Margaret Chase Smith und ihre wieder aktuelle Rede (2.3.2022)
- Doxing
- Kontaktschuld
- Russland-Bashing
- Wissenschaft-Krieg
Kubitscheks Tochter: „Es geht nicht um mich. Hier soll ein Exempel statuiert werden“
Zusage, Ernennungstermin, dann der Anruf aus Leipzig: Wenige Wochen vor Dienstbeginn zieht Sachsen die Zulassung der Lehramtsanwärterin Alruna Hauser zurück. Zwei Gerichte bestätigen die Entscheidung. Im Gespräch spricht sie über Familie, Studium mit zwei Kindern, Antifa-Outings – und warum sie den Fall von sich abstrahiert.
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Alruna Hauser, geborene Kubitschek, ist eine der Töchter des Verlegers Götz Kubitschek und der Publizistin Ellen Kositza und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie studierte Germanistik und Schulmusik auf Lehramt, schloss das Staatsexamen mit einer Eins ab und sollte im August 2026 am Gymnasium Dresden-Cotta den Vorbereitungsdienst beginnen.
Aber dann brach alles über ihr zusammen: Das Landesamt für Schule und Bildung nahm die bereits erteilte Zulassung zurück, nachdem der Verfassungsschutz eingeschaltet worden war. Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht Sachsen wiesen ihre Eilanträge zurück, das OVG setzte die Entscheidung so, dass der Weg zum Verfassungsgericht im Eilverfahren nicht mehr offenstand.
Behörden und Gerichte begründen das mit Zweifeln an einem „Mindestmaß an Verfassungstreue“, unter anderem wegen der Teilnahme an Veranstaltungen des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften und mittlerweile aufgelösten Instituts für Staatspolitik. Alruna H. sagt im Interview mit Alexander-Wallasch.de, die Erkenntnisse stammten vor allem aus Antifa-Blogs und unerlaubt angefertigten Fotos, sie sei nicht naiv gewesen – und werde kein Hauptsacheverfahren mehr führen, weil der Fall politisch ausgetragen werde. Im Interview mit Alexander Wallasch:
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Ich bin seit nunmehr sechs Jahren über Antifa-Plattformen sehr groß geoutet, mit Wohnadresse und Schnappschüssen, die unwissentlich von mir angefertigt wurde.
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… Alles vom 25.9.2026 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/interviews/kubitschek-tochter-interview-arbeitsverbot/
oder
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/jetzt-spricht-kubitscheks-tochter-alruna-es-geht-nicht-um-mich-hier-soll-ein-exempel-statuiert-werden
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Falscher Vater, falscher Mann: Sachsen sperrt Kubitscheks Tochter
Sippenhaft 2026: Die CDU verweigert ihr sogar das Referendariat
Bisher ging ich davon aus, dass – bei allen riesigen Problemen, die wir in Deutschland haben – wenigstens die Sippenhaft abgeschafft ist. Jetzt stellt sich heraus: Das war eine Illusion. Die Tochter des rechten Vordenkers Götz Kubitschek wird wie eine Aussätzige behandelt – sie darf im CDU-regierten Sachsen nicht einmal ein Referendariat machen. Ihr Verbrechen: Sie hat Veranstaltungen ihres Vaters besucht und ihr Ehemann ist Anhänger der Identitären Bewegung – die unsere als Verfassungsschutz getarnte politische Sittenpolizei als rechtsextrem einschätzt.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht ließ nicht gelten, dass die Teilnahme familiär bedingt gewesen sei.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/2b26426-ovg-sachsen-verfassungstreue-zweifel-lehrerin-referendariat
Mit anderen Worten: Wer den falschen Vater hat und den falschen Ehemann, für den gilt die vom Grundgesetz garantierte freie Berufswahl nicht mehr, weil ihm die Ausbildung verweigert wird. Denn im Falle von Kubitscheks Tochter geht es noch nicht einmal um eine Anstellung als Lehrerin durch den Staat oder gar eine Verbeamtung – es geht lediglich darum, dass ihr sogar ein Referendariat verweigert wird, eine Grundlage für den Abschluss ihrer Berufsausbildung als Lehrerin – mit der sie sich dann etwa auch in einer privaten Schule oder einem anderen Land bewerben könnte. Für den Ausbildungsplatz hatte sie schon eine Zusage in der Tasche – bis die Gesinnungspolizei zuschlug.
…
Vor fünfzig Jahren durfte sich in der Frontstadt West-Berlin ein Ex-Funktionär der maoistischen KPD das Referendariat vor Gericht erstreiten – „Welt“-Journalist Alan Posener hat diese Geschichte aus seiner Biographie gerade in einer Abrechnung mit dem Fall Kubitschek selbst erzählt. https://www.welt.de/debatte/plus6ab3ba2aa15a9fecb668f97f/rechtsstaat-auch-goetz-kubitscheks-tochter-geniesst-den-schutz-der-verfassung.html 2026 stehen die Richter im besten Deutschland aller Zeiten stramm, wenn Petzer auf den falschen Nachnamen aufmerksam machen und die politische Sittenpolizei brav apportiert.
Bittere Erkenntnis: Wer noch Zweifel hatte oder verdrängt, dass wir in einem Gesinnungsstaat leben, bekommt hier den handfesten Beweis geliefert.
Durch eine Bekannte, deren Kinder in die gleiche Schule gingen, habe ich erfahren, dass Kubitscheks Kinder schon in der Schule massiv ausgegrenzt und teilweise wie Aussätzige behandelt wurden. Und das alles im Namen des Kampfes gegen Ausgrenzung.
Trauriges Fazit: Es fällt einem immer schwerer, das, was in unserem Land passiert, nicht als Wahn zu bezeichnen. Und die Parallelen in den Wurzeln dieses Denkens zu finsteren Zeiten nicht zu sehen.
… Alles vom 25.9.2026 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/falscher-vater-falscher-mann-sachsen-sperrt-kubitscheks-tochter/
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Sippenhaft im Lehramt: Alruna H., Svetlana Spirina und Kerstin Zimmermann
Alruna H. hat ihr Lehramtsstudium abgeschlossen und sollte am 10. August ihr Referendariat am Gymnasium Dresden-Cotta beginnen. Das Bundesland Sachsen ließ sie zunächst zu. Dann wurde bekannt, dass sie eine Tochter des Verlegers Götz Kubitschek ist. Das Landesamt für Schule und Bildung schaltete den Verfassungsschutz ein und zog die Zulassung zurück. Den Ausschlag gab nicht allein ihre Familie. Nach Angaben des Verfassungsschutzes hatte H. von 2022 bis 2025 regelmäßig Veranstaltungen des von ihrem Vater gegründeten Instituts für Staatspolitik besucht.
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Die Kinderchirurgin Svetlana Spirina hat für die AfD für den Osnabrücker Stadtrat kandidiert. Das Mandat konnte sie nicht gewinnen. Das kann bei einer demokratischen Wahl passieren. Zusätzlich hat sie nun ihren Arbeitsplatz als Oberärztin am Klinikum Lippe verloren. Aufmerksam geworden war das kommunale Krankenhaus durch den offenen Brief eines niedergelassenen Kinderarztes. In einem Personalgespräch soll Spirina ihre Kandidatur bestritten und von einer politischen Vereinnahmung gesprochen haben. Dem Osnabrücker Wahlamt lag jedoch ihre unterschriebene Zustimmungserklärung vor.
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Ebenfalls einen Jobverlust zog die Kandidatur von Kerstin Zimmermann nach sich. Zimmermann hatte als Erzieherin im heilpädagogischen Kindergarten „Arche Noah“ der Caritas Salzgitter gearbeitet. Auch hier wurde die geleistete Arbeit nie fachlich beanstandet. Nachdem die 43-Jährige bei der niedersächsischen Kommunalwahl auf der AfD-Liste für den Ortsrat Salzgitter West kandidiert hatte, setzte ihr Arbeitgeber sie unter Druck.
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… Alles vom 25.9.2026 von Peter Winnemöller bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/ausgestossene_der_woche_sippenhaft_im_lehramt
Vierjährige wegen falscher politischer Einstellung (AfD) aus Kita entfernen
Unwerte Werte
Der Vergleich mit dem Dritten Reich, „Kauf‘ nicht bei Juden“ und andere Formen der Ghettoisierung, er drängt sich auf, wenn Markus Frohnmaier, Außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, über die Landesliste für den Wahlkreis 260: Böblingen gewählt, berichtet, dass es in der Kita seiner vierjährigen Tochter eine Petition mit dem Ziel gibt, das Kind zu entfernen: „Die Familie mit einer fairen Übergangszeit aus der Kita entfernen“, so der Titel der Petition.
Die Begründung: Die politische Zugehörigkeit des Vaters (AfD) mache die Familie „unvereinbar“ mit den Werten der Kita und der anderen Kinder. Irrsinn Made in Germany, der sofort die Frage nach sich zieht: Welche Werte sollen das sein, mit denen Frohnmaier nicht vereinbar ist? Toleranz, Akzeptanz, Menschenwürde, all die tragenden Werte einer Demokratie können es nicht sein. Aber hören Sie selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=_OL9Y0JxoW4
https://www.youtube.com/watch?v=M7WyhTJH_Us
…
… was uns am bemerkenswertesten vorkommt, ist die Geschichte von dem Akademiker, der, durch Bekanntschaft mit Frohnmaier in die ideologisch fatale Situation gekommen ist, dass das, was ihm einprogrammiert wurde, im Widerspruch zu seinen eigenen Erfahrungen steht. Die Ideologie sagt ihm, Leute wie Frohnmaier, seien böse, seien Extremisten, Rechte, Leute, die ganz Furchtbares im Schilde führen, je nach individueller Vorstellungswelt, in denen diese Leute leben, von der Wiedereinführung des Dritten Reiches bis zum nächsten Holocaust. Diese absurde Vorstellungswelt dieser von Ideologie Verblödeten, trifft nun auf eine REALE PERSON, einen leibhaftigen Vertreter dessen, was die Ideologie als Böses klassifiziert hat. Und was passiert: Frohnmaier entpuppt sich als umgänglicher, vernünftiger, netter Zeitgenosse und der Ideologie-Träger ist in einem kognitiven Dilemma:
Wem vertraut er, der ideologischen Vorgabe, dem, was ihm über Personen eingeschwätzt wurde, die er weder kennt und die er, ohne sie je kennenlernen zu wollen, in Bausch und Bogen und als Kollektiv (wie damals bei „den Juden“) verurteilt? Oder vertraut er seiner EIGENEN Erfahrung, die ihm einen Vertreter des angeblich Bösen als umgänglichen, normalen, ja freundlichen Menschen präsentiert.
… Alles vom 29.10.2025 bitte lesen auf
https://sciencefiles.org/2025/10/29/unwerte-werte-vierjaehrige-wegen-falscher-politischer-einstellung-aus-kita-entfernen/
Antirussische Affekte: Der aufgeklärte Europäer wähnt sich auf der guten Seite
Magische Abwehrrituale
von Thorsten Hinz
Im Ersten Weltkrieg war der Deutsche dem Franzosen ein „Boche“ und dem Angelsachsen ein „Hunne“. Die deutsche Propaganda hielt dagegen: „Jeder Schuß ein Ruß. Jeder Tritt ein Britt. Jeder Stoß ein Franzos.“ Im Zweiten Weltkrieg wurde „der Russe“ zum „Untermenschen“ degradiert. Über solchen Primitivismus kann der postmoderne Europäer, mithin auch der Deutsche, nur den Kopf schütteln. In seinem Selbstbild ist er demokratisch geläutert, weltläufig und kommunikativ befähigt. Niemals würde er ein Individuum, egal woher, auf Kollektividentitäten reduzieren – die ja ohnehin nur „Konstrukte“ sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich allmählich eine Übereinkunft herausgebildet: Die Engländer sind keine Nachfahren von Bomber-Harris, die Polen keine Vertreiber-Abkömmlinge mehr, die Russen tragen weder ein Killer- noch ein Vergewaltiger-Gen in sich, und die Deutschen werden höchstens spaßeshalber als Nazi-Kids tituliert – und falls ihre Zahlungsbereitschaft zu wünschen übrig läßt.
Was hat man sich hierzulande amüsiert über den kindischen Kriegspatriotismus der Amerikaner, als sie deutsche Autos und französischen Wein boykottierten und ihre Pommes von „French Fries“ in „Freedom Fries“ umbenannten, weil Deutschland und Frankreich sich 2003 dem Irak-Feldzug des damaligen US-Präsidenten George W. Bush verweigerten.
Seit dem Ukraine-Krieg ist alles anders. Die Stillegung von Nord Stream 2 und der Ausschluß Rußlands aus dem internationalen Finanzkreislauf mag man als strategische Entscheidungen betrachten, die mittelbar Rußlands militärische Schlagkraft verringern. Doch was soll es bewirken, wenn eine Spielzeugfirma ab sofort keine Produkte der Unternehmensmarken Playmobil und Lechuza mehr nach Rußland liefert? Man wolle damit ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine setzen, heißt es zur Begründung. Und quält zu diesem Zweck russische Kinder, denen man ein beliebtes Spielzeug vorenthält.
In Deutschland lebende Russen erfahren nun, daß ihre Sprößlinge als Spielkameraden ungeeignet sind. Das betrifft auch rußlanddeutsche Kinder. Um gegen den Krieg „ein Zeichen zu setzen“, ist Restaurantinhabern eingefallen, keine Russen mehr zu bedienen. Supermarktketten verbannen russischen Wodka aus den Regalen. Im Netz machte die – zurückgenommene – Anweisung einer süddeutschen Bäckerei Furore, den „Russischen Zupfkuchen“ von seinem anstößigen Adjektiv zu reinigen. Auch Entlassungen russischer Mitarbeiter sind bekannt geworden. Sogar der Schriftsteller Wladimir Kaminer, der Lieblingsrusse der Deutschen – der sich schon lange vor dem Krieg in der Kritik an seinem präsidialen Namensvetter von keinem übertreffen ließ, erhält Mails mit der Aufforderung, umgehend seine Koffer zu packen. Zwecks Entscheidungshilfe wird ihm schon mitgeteilt, daß nur ein toter Russe ein guter Russe sei.
Ein wenig Überlegung würde genügen, um sich klarzumachen, daß die in Stuttgart, Hamburg oder Berlin lebenden Russen auf die Entscheidungen des Kreml genausowenig Einfluß haben wie die russischen Soldatenmütter, die heute für das Überleben ihrer einzigen Söhne beten. Um den gesunden Menschenverstand und die sozialen Standards außer Kraft zu setzen, bedurfte es keiner offiziellen Anweisung zum Russen-Mobbing.
Diejenigen, die sich einen politischen, sozialen oder moralischen Mehrwert davon versprechen, sind selbst Beschädigte – beschädigt durch die propagandistische Totalisierung des Krieges. Darin wird Putins Invasion, anders als ähnlich gelagerte US-Interventionen, nicht nur als leidvoll und völkerrechtswidrig beschrieben, sondern zur Exaltation eines Magisch-Bösen stilisiert, das magische Abwehrrituale herausfordert.
Um opportunistisches Handeln zu erzeugen, ist kein Gesetz nötig. Die osmotische Wahrnehmung über die soziale Haut genügt. Die Operndiva Anna Netrebko wird zwar an der Berliner Staatsoper „als herausragende Sängerin“ geschätzt, doch sieht die Intendanz „angesichts des brutalen Krieges keine Möglichkeit für eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit“.
Dabei ist Frau Netrebko keineswegs als Walküre dem Sturmangriff einer russischen Kampfdivision vorangeritten, sondern hat in bewegenden Worten mitgeteilt, daß der Schmerz und das Leid in der Ukraine ihr das Herz brächen; sie erhoffe und bete für das Ende des Krieges. Das genügt den auf allen Kanälen tätigen Kriegserklärern nicht.
Nach deren Willen hätte Netrebko sich die Nato-Sprachregelung zu eigen machen und den russischen Präsidenten als Kriegsverbrecher anprangern müssen. Was bedeutet hätte, sich ungeachtet möglicher Folgen für sie und ihre in Rußland lebenden Verwandten und Freunde als Wurfgeschoß im Propagandakrieg instrumentalisieren zu lassen.
Davon abgesehen, daß erpreßte politische Bekenntnisse wertlos sind und sich gegen den Erpresser wenden, sind sie ein Kennzeichen totalitärer Gesellschaften. Der Irrsinn beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. An der Universität Mailand-Bicocca stand sogar ein Dostojewski-Seminar auf der Kippe, um so „jede Kontroverse, insbesondere interne, in Zeiten starker Spannungen“ zu vermeiden.
Doch bleiben wir im eigenen Land, wo ein Volk von Wehrdienstverweigerern, Transgender-Aktivisten und politisch Unmündigen, das Politik nur als Gut-Böse-Antagonismus begreift, seine Kriegsangst durch magische Akte bewältigt. Als mildernder Umstand läßt sich anführen, daß die Deutschen seit Jahrzehnten einer Kampagnenkaskade ausgesetzt sind: Die Ukraine-Berichterstattung knüpft an den Corona-Kreuzzug an. Davor war die Klima-Apokalyptik in Mode, die der „Refugees Welcome“-Euphorie folgte. Und jede Kampagne wird durchwaltet vom transzendenten „Kampf gegen rechts“.
Der böse Russe bietet für die im Lockdown aufgestauten Aggressionen ein noch lohnenderes Zielobjekt als der Ungeimpfte, läßt sich doch an ihn – vielleicht – der Tätervolk-Pokal weiterreichen. Der zivilisatorische Firnis bröckelt und die freiheitlich-demokratische Legierung erweist sich als Tünche. Wieder mal.
… Alles vom 11.3.2022 von Thorsten Hinz bitte lesen in der JF 11/22, Seite 2
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Erst die Ungeimpften – jetzt die Russen
In einem Akt der kollektiven Raserei werfen sich die Deutschen gerade auf alles, was sie auch nur vage mit Russland in Verbindung bringen. Mehr mittelalterlicher Furor geht kaum!
Das Gute,
dieser Satz steht fest,
ist stets das Böse,
was man lässt. (Wilhelm Busch)
…
Wir wollen Putin treffen, werfen aber allen Russen die Tür vor der Nase zu. Auf diese Weise werden wir letztlich nicht nur den Krieg in der Ukraine, sondern auch den psychologischen Krieg um die Herzen und den Verstand der Russen verlieren. Beides ist aber notwendig, damit die Russen eines Tages diesen Despoten überwinden können und nicht länger seinen Versprechungen von zurückzuerlangender imperialer Größe hinterherlaufen.
In Anbetracht dessen, was gerade in der Ukraine geschieht und angesichts unserer Hilflosigkeit, wirklich Zählbares gegen Putin in die Waagschale zu werfen, muss man sich vielleicht dazu zwingen, die eigenen Vorurteile und Affekte runterzuschlucken und sollte zumindest den hier lebenden Russen die Hand reichen, statt ihnen spontan und in peinlichen Aktionen rechts und links eine einzuschenken.
Ich musste das einst auch lernen, und angesichts des irrlichternden Kremlherren ist dieser Prozess leider nie abgeschlossen. Morgen, am 5. März, jährt sich der Todestag Stalins, der mir nur deshalb im Gedächtnis haftet, weil auch der russische Komponist, dessen Musik für mich ein ewiger Quell der Freude und Inspiration ist, am selben Tag, ja zur selben Stunde starb: Prokofjew. Ich will daran glauben, dass es nicht die Stalins und Putins sind, die Russland ausmachen, sondern die vielen völlig normalen Menschen und nicht zuletzt die Dostojewskis und Prokofjews unter ihnen.
Die Impfpflicht soll übrigens immer noch kommen, und wer jetzt noch dagegen ist, kann ja nur ein heimlicher Putinversteher sein. Also, seien Sie endlich mal solidarisch! Der vierte Schuss ist für die Ukraine. Und jetzt: zwei Minuten Russenhass für alle! Ihr dürft die Masken kurz abnehmen.
… Alles vom 4.3.2022 von Roger Letsch bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/erst_die_ungeimpften_jetzt_die_russen
Einige Kommentare:
Die gedankliche Brücke zwischen Corona und Russen,
die der Autor schlägt, glaube ich ebenfalls zu erkennen: Schlichter Stolz ergreift manchen Bürger, wenn er durch mehrmaliges Abspritzen mit dem Covid-“Impfstoff“ moralisch erhöht wurde und nun auf die „Ungeimpften“ herabschaut, oder eben, wenn er auf der vermeintlich „richtigen Seite“ stehend, im gefühlten großen Einvernehmen russische Bürger drangsaliert. – Wir sehen in beiden Fällen gelebtes Mitläufertum, das durch staatliche Propaganda noch gefördert wird. (Bürger Simplicius kann da auch schon mal richtig aggressiv werden!) Und es fehlt jeweils an Verständnis für berechtigte Interessen der anderen Seite, die Angelegenheit kann sich leicht hochschaukeln. Im Fall des Ukraine-Konfliktes gibt es eine so komplexe Vorgeschichte, die mit dem Wortbruch bezüglich NATO-Osterweiterung zu tun hat, in der amerikanische Strippenzieher, viel Geld, die feine EU und der Staatsstreich vom Maidan eine Rolle spielen, so dass sich simple Schwarz-Weiß-Zuweisungen an die Beteiligten eigentlich verbieten. Bisher versprechen Politiker, die NATO und damit auch Deutschland nicht als Kombattanten in die Krise zu verwickeln. Hoffentlich bleibt es, anders als bei der zugesagten Nichteinführung einer „Impf“-pflicht in D, mal bei diesem Versprechen. Der gesetzliche Grundsatz, Waffen nicht in Krisengebiete zu liefern, hielt bei dieser Bundesregierung nach Aufnahme der Kämpfe bekanntlich nur noch ca. 48 Stunden.
4.3.2022, T.L.
Genau diese Linie: Ungeimpfte-Russen, sehe ich ebenso.
Mein Eindruck ist, dass dieser massenmedial geschürte Hass gegen Ungeimpfte als Todesengel jetzt auf alles Russische dankbar überspringt, da die Ungeimpften so schlecht als Hassobjekt taugten, zuerst einmal wegen ihres rein passiven Charakters, später durch die bröckelnde Evidenz, sie seien die Todesengel. Jetzt hat der Hass endlich einen echten Knochen, etwas zu Beißen, denn vor den Ungeimpften war es Trump, sozusagen der, dem man nur in Worten Kriegerisches unterstellen konnte. Ich denke dieses Schüren am falschen Objekt hat die Menschen regelrecht blutrünstig gemacht, und jetzt, wo ein Putin endlich das Herbeigesehnte tut, bekommt das ganze einen orgiastischen Schub. Gestern im Talk im Hangar war es mit Händen zu greifen beim Historiker Thomas Spahn. Dank an den Moderator Michael Fleischhacker für sein Schlusswort.
4.3.2022, M.R.
falsch, Menschen eine Freundschaft aufzuzwingen, als auch eine Feindschaft
Als Schülerin der DDR mit Russisch Unterricht bekam ich eine sogenannte Russenfreundin zugeordnet. Das heißt, alle meine Klassenkameraden bekamen eine oder mehrere Adressen von meist Mädchen aus der früheren Sowjetunion . Es wurden Briefe hin und her geschickt, manchmal auch Päckchen. Es ging dem Staat wohl darum , zu beweisen, dass die DDR-Bürger und die Bürger der Sowjetunion Freunde sind, aber auch um das gegenseitige Erlernen der Sprache. Später dann, als Erwachsene , wurde man mehr oder weniger freiwillig Mitglied der deutsch sowjetischen Freundschaft . Heute nun als Rentnerin soll ich alles russische verdammen, russischen Zupfkuchen und Wodka meiden, wahrscheinlich meine Mitbringsel von einer Reise in die Sowjetunion verbrennen… Es ist sowohl falsch , Menschen eine Freundschaft aufzuzwingen, als auch eine Feindschaft. Ich werde mich dafür auf keinen Fall hergeben. Wenn das sehr viele Menschen machen würden, wäre diese Welt ein wenig besser und diejenigen , die diese absurden , zutiefst unmenschliche Propaganda betreiben , würden so nackt dastehen, wie unsere Bundeswehr.
4.3.2022, B.R.
Ende Kommentare
McCarthy-Ära: Margaret Chase Smith und ihre wieder aktuelle Rede
Die leidenschaftliche Rede einer US-Republikanerin aus der McCarthy-Ära (1947–1956) gegen den grassierenden politischen Rufmord ist dieser Tage wieder sehr aktuell geworden.
Während der McCarthy-Ära in den Vereinigten Staaten von Amerika war Joseph Stalin an der Macht in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Viele Künstlerinnen und Künstler wurden damals in den USA gecancelt, wenn sie sich nicht klar von der UdSSR und ihrer Führung distanziert hatten. Menschen, die es wagten, eine abweichende Meinung zu haben, wurden abwechselnd als „Kommunist“ und „Faschist“ bezeichnet. Heute empfinden wir diese Ära als beschämend und falsch.
Heute ist Wladimir Putin an der Macht in der Russischen Föderation und lässt seine Truppen in die Ukraine einmarschieren. Wieder werden Künstlerinnen und Künstler entlassen, wenn sie sich nicht distanzieren. Wer eine andere Position vertritt, wird schnell zum „Nazi“ erklärt.
Ob nun Putin, Scholz, Trudeau, Biden oder manch ein anderes Staatsoberhaupt – alle haben bereits zum Nazivergleich gegriffen, wenn es gegen oppositionelle Gruppen und Personen geht. Immer mehr Menschen in der Kunst- und Kulturszene geraten ins Visier. Es wird reihenweise gecancelt.
…
Hier präsentierte ich daher die historische Rede „Declaration of Conscience“, die die Republikanerin Margaret Chase Smith am 1. Juni 1950 im Senat hielt. Margaret Chase Smith ist die erste Frau der USA, die sowohl in den Senat als auch in den Kongress gewählt wurde. Hier ihre Rede in deutscher Übersetzung. Wer nicht genug Zeit hat, möge nur das Fettgedruckte lesen. Die Rede ist heute noch erschreckend aktuell: ….
… Alles vom 2.3.2022 von Gerd Buurmann bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/eine_wichtige_rede_von_margaret_chase_smith
oder auf
https://tapferimnirgendwo.com/
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Einige Kommentare:
Es ist an wahren Konservativen und wahren Liberalen,
die Freiheit zu verteidigen. Nur müssen sich diese ihrer Aufgabe bewusst werden und nicht vor autoritärer Macht zurückschrecken. Die Feinde der Freiheit, ob sie links oder rechts stehen, erkennt man an ihrem Mangel an Toleranz und ihrem Anspruch, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein.
2.3.2022, W.A.
Münchens McCarthy heißt Dieter Reiter,
Bürgermeister der ehemaligen “Hauptstadt der Bewegung”. (Bekenntniszwang und Entlassung Giergiev)
2.3.2022, H,D.
Chase Smith wäre heute im Bundestag eine Querdenkerin
Ich bin sehr bewegt.
Wenn Frau Smith diese Rede HEUTE in Germoney-Buntistan halten würde, wäre sie eine Querdenkerin, Schwurbelerin, Hetzerin kurz eine dunkel-deutsche Sau. Diese Rede – das ist ja ein Angriff auf ‘unsere Demokratie’. Aber eben nur, weil die Praxis in ‘unserer Demokratie’ inzwischen so sehr den ursprünglichen theoretischen Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit widerspricht.
Ich nenne die Namen: Waleri Gergijew, Anna Netrebko, Andreas Schöfbeck, Admiral Schönbach. Die Vorgänge um diese (und viele andere) Menschen sind einer Demokratie unwürdig.
’ … Ich spreche so kurz wie möglich, weil mit verantwortungslosen Worten der Bitterkeit und selbstsüchtigem politischem Opportunismus bereits zu viel Schaden angerichtet worden ist. …’ Mit diesen Worten kann doch nur die letzte Sondersitzung des Bundestages gemeint sein?
’ … Diejenigen von uns, die am lautesten ‘unsere Demokratie’ schreien und dabei Rufmorde begehen, sind allzu häufig diejenigen, die durch ihre eigenen Worte und Taten einige der Grundprinzipien der Demokratie/des Rechtsstaates ignorieren: Das Recht zu kritisieren, das Recht, unpopuläre Überzeugungen zu haben; das Recht zu protestieren, das Recht auf unabhängiges Denken. Die Ausübung dieser Rechte sollte keinen einzigen DEUTSCHEN Bürger seinen Ruf kosten oder sein Recht sein Lebensunterhalt zu verdienen, noch sollte er Gefahr laufen, seinen Ruf oder seinen Lebensunterhalt zu verlieren, nur weil er zufällig jemanden kennt, der unpopuläre Überzeugungen vertritt. … Das deutsche Volk hat es satt, zu sehen, wie unschuldige Menschen beschimpft werden, während Schuldige in Unschuld gewaschen werden. …’. Welche(r) Abgeordnete traut sich, diese Sätze in eine Bundestagsrede einbauen?
@V. Kleinophorst; Nein, Mc Carthy hatte NICHT Recht. Er ertarnte und überführte bolschwistische Agenten. Aber um welchen Preis! Die Methoden des Denunzierens, des Rufmordes, der öffentlich gestreuten Verdächtigungen, darf man nicht gutheißen!
2.3.2022, W.D.
Ende Kommentare
