Sprachregime

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Blick von St.Peter im Hochschwarzwald (18 Grad) auf Freiburg im dichten Nebel (9 Grad) am 22.10.2019

 

Schillerrede 2020 von Prof Drosten: „Auch Schiller würde Maske tragen“
https://youtu.be/RnB7ijNmzrw
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Warum Drosten von Schiller nichts verstanden hat
Was sind das für Zeiten, in denen Virologen über den Dichter Friedrich Schiller sprechen dürfen? Klar: Der Offizierssohn aus Marbach hat Medizin studiert und war zwei Jahre als Militärarzt tätig, bevor er vor seinem Landesherrn, dem Herzog Karl Eugen, nach Thüringen floh und das Skalpell für immer mit der Feder tauschte.
Doch darum ging es in der zwanzigminütigen Schillerrede von Christian Drosten am Geburtstag des Dramatikers nicht. Drosten, mit seinem Corona-Podcast quasi über Nacht berühmt geworden, pickte sich in seiner ab 9 Uhr auf YouTube zu hörenden Rede die Begriffe „Freiheit“ und „Verantwortung“ heraus.
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Dass Schiller ein leidenschaftlicher Verfechter der (Gedanken-)Freiheit war, lernt oder lernte jedes Schulkind. Drosten nun interessiert sich weniger für Schillers als für seinen eigenen Freiheitsbegriff. Und der lautet nun mal: Freiheit der Forschung. Geradezu gebetsmühlenhaft wiederholt der an der Charité in Berlin forschende Virologe sein Credo: Dass er als Forscher nur einem eigenen Erkenntnisinteresse und niemandem sonst verpflichtet sei. Das ist schön und auch sehr beruhigend zu hören. Auch mit der Politik will Drosten, der sich mehrfach öffentlich darüber beklagt hat, falsch verstanden worden zu sein, nichts zu tun haben. Der Forscher forscht, der Politiker handelt.
So einfach ist das. So einfach?
Auf der anderen Seite zeigt sich Drosten überzeugt: „Uns kann niemand ersetzen“. Und er geht von der „Freiheit des Denkens“ geschmeidig über zur (ethischen) „Pflicht, Orientierung zu geben“ und zum (politisch-moralischen) Appell, „füreinander einzustehen“. Stichwort: Verantwortung. Das führt in einer strengeren Variante schließlich zum „pandemischen Imperativ“: Handle so, als seiest du Covid-19-positiv. Will Herr Drosten damit sagen, dass wir uns alle in eine ständige freiwillige Quarantäne begeben sollten?
Schiller, davon ist der Virologe überzeugt, hätte jedenfalls Maske getragen. Was auch sonst! Man kann den berühmten Don-Carlos-Satz „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“ ja auch gut mit Mund-Nasen-Schutz vor sich hin nuscheln. Von Friedrich Schiller hat Christian Drosten rein gar nichts verstanden – und das Deutsche Literaturarchiv sich mit diesem Redner dem Zeitgeist an den Hals geworfen. Bravo.
.. Alles vom 8..11.2020 von Bettina Schulte bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/warum-drosten-von-schiller-nichts-verstanden-hat–197835448.html
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… eine herrlich unausgewogene Glosse, denkanstößig in jedem Fall
Natürlich ist das einseitig. Das wird man von einer Glosse auch erwarten dürfen. Besonders dann, wenn so unterhaltsam zugespitzt wird. Und wenn das Florett so elegant geführt wird, dass hier der Virologe und dort gleich das ganze Literaturarchiv aufgespießt werden. Gut begründet allerdings. Dass das weh tut, ist beabsichtigt. Manchem mag es sehr von oben herab vorkommen. Aber von unten ist kein Überblick zu gewinnen. Ein Lehrstück für eine herrlich unausgewogene Glosse. Anstößig ist es vielleicht. Denkanstößig in jedem Fall.
„Eng ist die Welt“, hat Schiller gesagt, „und das Gehirn ist weit“. In diesem Fall weiblich. Der Autorin sei Dank.
18.11.2020, Frank Pabst, Staufen, BZ
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Indubio Folge 76 – Der Maskenmann und seine Schillerpuppe
Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Die gerade per Video gehaltene Schillerrede des „Dr.“ Christian Drosten hat die Schriftsteller und Philosophen Gunnar Kaiser, Matthias Matussek und Andreas Thiel so aufgewühlt, dass sie mit Burkhard Müller-Ullrich über Verlogenheit in der Wissenschaft, Angstmache in der Politik und perfide Propaganda in der Maske von Aufklärung und Sachlichkeit diskutieren mussten. Es geht um Moralgebärden wie den „pandemischen Imperativ“ und Drostens dreiste Behauptung, Schiller würde heute Maske tragen.
https://www.youtube.com/watch?v=na0p6UK9NDE
… Alles vom 15.11.2020 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_76_15_11_der_maskenmann_und_seine_schillerpuppe
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Einige Kommentare:
“Auch Schiller – würde Maske tragen.”
Dieses anmaßende, wie auch obszöne Drosten-Zitat und die Kommentare und Geräusche dazu bei indubio, bei Minute 30:43 bis Minute 30:57, sagen eigentlich alles. Ich könnte mir diese Stelle immer wieder anhören.
15.11.2020, Th.SCH.

„Drost-loses“ Palaver
Eine wahrlich GUT gelaunte Runde, die ihren Spaß an dem „Drost-losen“ Palaver eines Regierungsvollzugsbeamten META-geistreich auslebt! Drosten, das intellektuell-befreite Sinnesorgan, der moralinsaure Schuldzuweiser, der Schiller und Kant utilisiert, ist selbst nur ein Instrument eines effizienten Verbundes, einer Interessengemeinschaft von Politik, Globalisten und der Pharmaindustrie. Es ist seine AUFGABE, – die gerade pekuniär und gesellschaftlich maßlos aufgewertet wird, weil SYSTEMISCH bis ins Mark -, alles was er anspricht, anpackt oder unternimmt, dem pandemisch- faschistoiden Imperativ unterzuordnen. Schiller: Maske, Umstandsbekleidung:Maske, Prostatakrebs: Maske, Gummibärchen: Maske! Wie dreist und abgehoben von unseren „Oberen“ herab, gerade demjenigen die Schillerrede angedeihen zu lassen, also warme Worte über DEN Autor zu finden, der in seinem Werk den Tyrannenmord zur Lösung würdeloser, schikanöser Unterdrückung favorisierte!
Drosten der leibhaftige Gesslerhut hält eine Rede über Schiller. Das hat was Impertinentes und ist sicherlich b e w u ß t arrangiert worden. Folgenden Part würde Schiller in seinem letzten literarischen Werk Drosten widmen; er wäre der Apfel auf dem Kopf des Sohnes und zzzzoooonnngggg, zerstieb er in Millionen von Kleinstteilchen. Ein paar Viren wären sicher auch dabei.
15.11.2020, Sabine SCH.
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Mehr PCR-Tests, mehr Corona – Mehr IQ-Tests, mehr Idioten?
Meine Herren, was für eine angeregte Diskussion, geleitet von ” meinem” Müller- Ullrich. Schiller mit Maske. Ein Emsländer mit Reclamheftchen erklärt uns den Schwaben Schiller. Dieser wäre wahrscheinlich hier auf Achgut oder bei den Querdenkern, oder bei den” aufsässigen” schwäbischen Bürgermeistern ( Gott sei Dank, die Schwaben könnens noch, wahrscheinlich Nachfahren der 13 ehrwürdigen Familien). Ich kenne mich da aus, zumindest mit der Schillerschen Erstausgabe und genetischen ” Schnipseln”. Der Gerechtigkeitssinn ist vorauseilend. Was mich ernsthaft wundert, ist die “Schillerrede”. Das Niveau ist nicht zu unterbieten. Mit Schiller eine Ableitung über Kant zu machen, um seinen Gedankengang zu erklären und moralisch Angst schüren ist erbärmlich, aber, Entschuldigung, katholisch. Ich bekam gerade eine Sms und finde die passt: ” Klar gibt es mehr Corona-Fälle, da mehr getestet wird. Wenn es mehr IQ-Tests gäbe, hätten wir auch mehr Idioten”. In diesem Sinne einen schönen Abend.
15.11.2020, U.SCH
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Klima und Corona sind inzwischen religionisiert
Danke. Noch einige Anmerkungen. Herr D. redet einerseits einer nicht von Interessen geleiteten Wissenschaft das Wort, betont andererseits, sie müsse sich dringlichen Themen zuwenden. Wer bestimmt, was dringlich ist? Ist die Vereinigung von Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie dringlich? Aus wissenschaftlicher Sicht vielleicht schon.
Was Klima, Corona usw. angeht, geht es jedoch realiter um Bewertungen, die multiplen Abwägungen genügen sollten. Das ist in keiner Weise der Fall. Beide sind inzwischen in einem solchen Maße religionisiert und mit politischen und materiellen Interessen & Zielen verknüpft, dass die Möglichkeit von Korrektur ausgeschlossen erscheint; im Zirkel Politik-Wissenschaft kommen praktisch nur noch Bestätigungen vor, eine interessenfreie Wissenschaft gibt es nicht mehr. Der Kategorische Imperativ ist ein Metaprinzip, dessen konkrete Folgerungen entscheidend von Randbedingungen abhängen, welche variieren; der Neukantianer Bruno Bauch z.B. war später NS-Anhänger.
Er hat auch eher mit Freiheit zu tun als mit staatlichem Zwang, da scheint Herr D. es eher mit Hegels „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“ zu halten (das führte dann, als Aktivisten es „auf die Füße stellten“, zu Gulags und Genickschusskommandos). Angesichts der üblichen Quarantäne für positiv Getestete würde auch folgen, dass alle zu Hause bleiben müssten, solange sie nicht getestet sind; falls draußen, müssten sie laufend getestet werden, da sie ja inzwischen positiv sein könnten und wieder zu Hause bleiben müssten. Das ist der anankastische Imperativ nach Himmanuel D. Insofern darf man, höflich gesprochen, von kognitiven Dissonanzen eines Posierenden sprechen – ein Korrelat der nicht seltenen Mischung aus Opportunismus und durch Aufschnappungen genährter Anbildung. Als Wissenschaftler sollte man sich halt nicht mit Publicaille & Politaille einlassen. Man verliert nur.
15.11.2020, AR.J.
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Köstlich, dieses Gespräch.
— Das Schlimme ist, daß wir diesem Drosten auch noch zuhören. Aber, täten wir das nicht, hörten wir nicht auf die von Drosten mit S-Fehler vorgetragene Schillerrede, die ihm mit Sicherheit von Jemandem geschrieben worden ist (beachten Sie mal seine sonstige Denk- und Sprechfähigkeit), hätten wir uns nicht heute Mittag wie Bolle amüsieren können. Allein das Matussek-Lachen durfte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auch die blitzschnellen Gedanken der vier Herren nicht. Danke.
15.11.2020, G.D.
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Drostens dreiste Behauptung, Schiller würde heute Maske tragen:
Ja und wenn ein Niemand wie Der behauptet, Schiller würde Maske tragen, dann kann genauso gut ein Niemand wie ich behaupten, was der werte Herr Dr. Friedrich von Schiller solchen Scharlatanen und Kurpfuschern wohl geantwortet hätte . Hier eine Möglichkeit von Vielen:
„Und vor der Wahrheit mächtgem Siege Verschwindet jedes Werk der Lüge.“ Friedrich von Schiller (1759 – 1805. Und im Gegensatz zu diesem Drosten war der Dr . Schiller auch ein richtiger, realer Arzt noch dazu MilitärArzt in einer schlimmen Zeit und hat demnach Sachen gesehen, die wo man vielleicht besser gar nicht wirklich wissen will. Auf jeden Fall weit mehr als dieser selbsternannte Wunderarzt unter Merkels Gnaden .
5.11.2020, K.B.
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Hoffentlich bekommt Schiller nichts davon mit
Schiller ließ den Wilhelm Tell die Demutsgeste an den Hut des Landvogtes verweigern. Er riskierte sogar eher das Leben seines Sohnes, als sich dem Willen des Herrschers zu unterwerfen. Herr Drosten will nun wissen, dass sich der Autor eben dieser Hymne an die Freiheit heute demütig dem Willen einer völlig enthemmten Regierung unterwerfen würde. Realsatire at it’ s best. Hoffentlich bekommt Schiller nichts davon mit.
15.11.2020, ST.T.
Ende Kommentare
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Wie Drosten Schiller gestern nicht vor seinen Karren spannte
Christian Drosten ist ein großer Mann. Niemand weiß das besser als er selbst. Bis zu 100.000 Menschen konnten laut ihm durch seinen Test allein in Deutschland gerettet werden. Aber er ist nicht nur ein promovierter Wissenschaftler, der im Labor dem Wohle der Menschheit dient, gänzlich unbekümmert von der politischen Gemengelage. Er ist auch Moralphilosoph, ein Denker, ein Intellektueller: gemeinwohlorientiert, freiheitsliebend und bescheiden: Niemals würde er Friedrich Schiller für sich „vereinnahmen“ oder vor seinen „Karren spannen“. „Das verbietet schon die Hochachtung vor der historischen Person Schiller.“ Lauschen wir seinen weisen Worten in schwerer Zeit:
„Reicht es – frei nach Schiller – aus, die Menschen auf ihre freie Entscheidung hinzuweisen, in der Pandemie nur aus Neigung und ohne äußeren Zwang das Richtige, Vernünftige zu tun? Werden sie dann freiwillig mitmachen?
Oder brauchen wir – frei nach Immanuel Kant – einen eher strengen Hinweis auf Pflicht und Verantwortung? Eine Art pandemischen Imperativ: Handele in einer Pandemie stets so, als seist du selbst positiv getestet, und dein Gegenüber gehörte einer Risikogruppe an? (…) Und auch wenn Kant uns mahnt, der Mensch solle seiner Vernunft nicht allein aus Freude gehorchen: Er darf es durchaus. Die Freude an der Erkenntnis darf also auch in der jetzigen Situation unser verantwortungsvolles Handeln antreiben. Von daher bin ich mir recht sicher: Auch Friedrich Schiller würde Maske tragen.“
… Alles vom 9.11.2020 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/fundstueck_wie_drosten_schiller_gestern_nicht_vor_seinen_karren_spannte

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Zwischen „Mainstream-Himmel“ und „Vernunft-Hölle“
Da ist etwas aus den Fugen geraten. Das sehen wir schon lange. Beispiel Meinungsfreiheit: Selbstverständlich, jeder kann reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Ins Gefängnis kommt man jedenfalls nicht, wenn man eine vom Mainstream abweichende Meinung vertritt. Zu einer wirtschaftlich und karrieretechnisch prekären Lage kann es dafür umso häufiger kommen. Wer an Universitäten nicht gendergerecht spricht, kann zunehmend dem Professorenlehrstuhl „Lebewohl“ sagen. Oder wer politisch nicht auf Linie ist, wird von seinem Verlag rausgeschmissen. Wie jüngst Monika Maron vom S. Fischer Verlag.
Das ist eine massive Einschränkung individueller Freiheit. Doch wie konnte es so weit kommen? Dass nun eine kleine Minderheit anderen ihre Vorstellungen aufzwingt? Michael Esders beantwortet diese Frage brillant mit seinem neuen Werk „Sprachregime“. Hierbei tut er etwas, was im Mainstream mittlerweile selten ist. Er unterwirft sich keiner Ideologie, sondern nur einer Dienerin: der Vernunft.
Doch Vorsicht! Was den freien, nach Wahrheit strebenden Geist erfreut, müssen Schneeflöckchen und Mainstream-Linke als verbale Folter durch einen Ungläubigen ansehen. So reiht sich in Esders Werk eine verbale Klatsche nach der anderen. So wagt er es nicht nur, auf „böse“ Autoren wie Carl Schmitt oder Hermann Lübbe zu rekurrieren. Der Ketzer nimmt auch die in Mainstream-Kreisen „verbotene“ Begriffe, wie „Grenze“ oder „Abschottung“ auf. Sprachanalytisch untersucht er diese auch noch.

Zwischen „Mainstream-Himmel“ und „Vernunft-Hölle“ liegen eben Welten. Welten, die nicht mehr überbrückbar scheinen. Esders zeigt auf, wieso das so ist. Die politische Semantik postmoderner Linke führe zu einer Bildung von „Wahrheitssystemen“, die mit der Realität wenig zu tun habe. Framing und moralische Aufladung sind Merkmale dieser Wahrheitssysteme. „Semantik schlägt Logik“, wie es Esders auf den Punkt bringt.
Die „Narrative der Moral“ in der Sprache tun ihr Übriges. Semantische Kniffe, wie „Personalisierung“ und „Vermenschlichung“ entziehen Personen jeglicher Verantwortung. Ein argumentativer Diskurs scheine unmöglich. Warum? „Die narrative Konstruktion, Personalisierung und Moralisierung machen in ihrem Zusammenspiel blind für die Wahrnehmung komplexer Kausalverhältnisse und Korrelationen.“ Argumente zählen nichts.
Zusätzlich trage das erprobte Verfahren der sprachlichen Dekonstruktion dazu bei, jegliche Formen von individueller und kollektiver Identität zu verachten. Davon blieb auch die Mainstream-Linke nicht unberührt. „Sie [hat sich] tatsächlich weitgehend vom ökonomischen Paradigma verabschiedet und ideologisch entkernt.“ Diversität und Vielfalt seien ihre neuen Götter.
Stimmt man mit Esders scharfer und fundierter Analyse überein, so wundert es nicht, dass nationalistische und traditionelle Stimmen in der Mitte der Gesellschaft lauter werden. Die Mutter der AfD kann leicht identifiziert werden. Es sind die glühenden Anhänger von Gesinnung, Moral und ungezügelter Vielfalt.
Es sind jene, die von lebensnahen Problemen entfernt sind. Es sind jene, die ihre Kinder nicht auf Brennpunktschulen schicken müssen, wo oftmals nicht-deutsche Kinder den Ton angeben. Es sind jene, die nicht im unteren Arbeitssegment des Lohn-Dumpings mit Nicht-Deutschen um den schmutzigen Job kämpfen müssen. Doch es sind jene, die glauben, dass alle, die radeln, das Klima retten möchten. Es sind ebenjene, die auf der Sonnenseite des Lebens sind.
Wer sich der Vernunft verpflichtet fühlt und besser verstehen möchte, wieso der Wille einer Minderheit dominiert und welche Auswirkungen das hat, dem sei Esders Analyse wärmstens zu empfehlen. Wer sich narrativer Konstruktion, Personalisierung und Moralisierung verpflichtet fühlt, sollte sich aber auch seine Lektüre näher anschauen. Voraussetzung für ein „richtiges“ Verständnis: Restvernunft und Herz. Wenn es dann „Klick“ macht, gibt es noch Hoffnung. Nicht nur für die Meinungsfreiheit.
… Alles vom 26.10.202 von Deborah Ryszka bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/zwischen_mainstream_himmel_und_vernunft_hoelle
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Michael Esders (2020): „Sprachregime – Die Macht der politischen Wahrheitssysteme“. Lüdinghausen/Berlin: Manuscriptum, 20 Euro
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Kommentare:
Dekadenz ist die faulige Frucht von zuviel Wohlstand
und am Ende wollen die wohlstandsverwahrlosten Früchtchen, all die Gretas, Luisas und Carlas uns diktieren wie wir zu leben haben. Schillernd vor Dummheit verwechseln sie Eloquenz mit Wissen, zu Tode gelangweilt von ihrer eigenen nutzlosen Existenz werden sie nicht eher Ruhe geben bis sie unser aller Lebensgrundlage vernichtet haben und wenn sie mit ihrem abgesägten Ast abstürzen fallen sie weich auf Papis Millionen. Ihre Anhänger werden aber nicht soviel Glück haben, sie werden sich jammernd die Augen reiben und keine Mutti wird sie retten. Das war’s dann. Wer zu lange auf der Sonnenseite des Lebens weilt, dem verbrennt sie das Hirn.
26.10.2020, H.R.
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Anpassung sichert das Überleben, so Darwin,
und Unterwerfung gar die Karriere – also den Himmel. Wer sich aufs Gewissen beruft, wie ehedem Sokrates, insbesondere mit seiner Begründung, der darbt oder stirbt auch heute – die Hölle. Oder was?
26.10.2020,A.M.
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Klar, die Elite kämpft um ihre Legitimität.
Weil sie unterbewusst wahrnimmt, dass sie schmarotzt. Aber der Begriff ist in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ohnehin nur ein Kampfbegriff. Wird die Elite zu fett, zu frech, zu fordernd, zu nutzlos, wird sie davon gejagt, insofern sie die Wende verpaßt. Nicht Neues unter der Frau Sonne.
26.10.2020, P.H.
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“Die narrative Konstruktion, Personalisierung und Moralisierung
machen in ihrem Zusammenspiel blind für die Wahrnehmung komplexer Kausalverhältnisse und Korrelationen.” – Bravo, jene, die im unteren Arbeitssegment des Lohn-Dumpings mit Nicht-Deutschen um den schmutzigen Job kämpfen müssen, werden begeistert sein, wenn sie solche Sätze lesen.
26.10.2020, B.M.
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Wir gehen als der in Echtzeit best analysierte Untergang einer Hochkultur in die Geschichte ein. Ein Meer an Analysen, deren gemeinsames Merkmal das hermetische Verbleiben an der Oberfläche der Dinge ist, die bis ins letzte Detail ausgeleuchtet werden. Analysten, bis ins Mark eingeschüchtert und eingehegt vom wirkmächtigsten aller Tabus dieser Gegenwart: Nicht als VTler in Bann und Acht zu fallen.
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Niemals darf die Frage gestellt werden, woher das kommt und wohin das geht. Niemals. Obwohl sie sich vor aller Augen und Ohren spreizen und feiern, bleiben die Drahtzieher, Finanziers und Epizentren ungenannt und nicht existent. Dem Oberflächenanalyst ist alles, was sich außerhalb des direkt Beobachtbaren abspielt, eine Terra Incognita.
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Man kann die Zurichtung der Sprache, wie die auch die übrigen Zurichtungsmethoden, als zerstörende Herrschaftsinstrumente zur endgültigen Eliminierung der Freien Westlichen Bürgergesellschaften, bis zu ihnen zurückverfolgen. Sie machen ihren absoluten Herrschaftsanspruch in aller Offenheit und Öffentlichkeit geltend, während ihr Reichtum ins Unermessliche steigt. Doch den Analysten ist das alles ein namenloses Sosein, für das sie keine Worte finden.
26.10.2020, h.U.

Neue Religion – Woke Utopia
Meine Tochter hatte heute das Thema Vielfalt bei der praktischen Philosophie. Ich habe gedacht vlt helfe ich ihr die Philosophie dabei zu finden. Es ging nicht ganz gut. Erstes Problem: weder sie noch ihre Freundinnen haben Lust sich mit irgendwelchen Themen auseinander zu setzen. Meinungen haben sie natürlich aber weder Diskussion ist erwünscht noch Fakten interessieren sie, dafür unterliegen sie einem sehr starkem Gruppenzwang (was bei manchen sarkastisch als “female hive mind” genannt wird, was das Verhalten vielleicht besser als der Begriff “Gruppendenken” beschreibt ). Ich habe vorgeschlagen dass diese Unterschied zwischen unseren Meinungen eine gesuchte Vielfalt darstellt, was in sich selbst besser als Gruppendenken ist. Da war meine Tochter schon weg. Das Thema will ich nicht weiter vertiefen – das ist aber auch ein Problem wenn eine Hälfte der Gesellschaft keine Ahnung dafür ziemlich viel voll mit Gefühlen aufgeladenen Meinungen hat.
Ich habe danach ein Interview auf YT gesehen: “‘Woke utopia’, the end of the West & a new cult – James Lindsay”. Herr Lindsay argumentiert dass, die uns angreifende neue Kultur, eine Menge gemeinsames mit Religion zu tun hat. Das vielleicht erklärt besser warum man solche Schwierigkeiten hat, mit diesen Leuten zu sprechen (wenn das überhaupt noch möglich ist). Es gibt auch Opportunisten dabei, die sich dann persönliche Gewinne versprechen. Das wiederum sagt mir dass wir gerade bei Verlieren des Kampfes sind. Ich denke die neue Religion wird einige Feinde brauchen. Besonders wenn die Probleme die man mit ihrer Hilfe lösen möchte, sich nicht so lösen lassen, wie man sich gewünscht hat.
26.10.2020, H.K., AO
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“Die Toleranz wächst mit der Distanz.”
Da hilft nur eines: die Verfechter bunter Vielfalt sollten gezwungen werden, in die nächste Nähe der herbeigewünschten Neubürger zu ziehen und ihre Lebensumstände (Kita, Schule, Arbeitsplatz, Einkauf, Tag-/Nachtrhythmus, Kommunikationsweise, Bekleidungsweise, Freizeitgestaltung, usw.) mit jenen möglichst oft und weitgehend teilen zu müssen. Dies schult ungemein und öffnet den Horizont für ideologische Neuorientierung. Speziell hartnäckige sozialistische Verkrustungen liessen sich zusätzlich durch hinreichend intensiven, mehrmonatigen Zwangsaufenthalt z.B. in der VR Nordkorea lösen. Nachhaltige Wirkung wird garantiert.
26.10.2020, R.m.