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Wokeness – der polemische Gegenbegriff zur Normalität
Norbert Bolz
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Norbert Bolz: Normalität – Gespräch mit Raphael Bonelli
Mit Dummheit kann man nicht diskutieren (Norbert Bolz bei Raphael Bonelli)
Der Medien- und Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz spricht mit Raphael Bonelli über Normalität, Cancel Culture und die große Transformation. Was früher selbstverständlich war gilt heute oftmals als verdächtig. Warum ersetzen Emotionen immer öfter die Vernunft?
Und was bedeutet es, wenn „Dummheit“ an den Schlüsselstellen der Macht sitzt?
Ein tiefgehendes Gespräch über Gesellschaft, Medien und die Hoffnung auf eine neue skeptische Generation.
Das Böse ist real – nicht nur in Geschichten, sondern im täglichen Leben. Es verbirgt sich in Machtspielen, Lügen und Verrat. Doch es zeigt sich nicht nur im Außen: Auch in uns selbst gibt es Abgründe, die wir oft nicht wahrhaben wollen.
Wie können wir den Schatten erkennen, verstehen und ihm standhalten?
… Alles vom 30.8.2025 bitte lesen auf
https://www.youtube.com/watch?v=or5NESWKGaE 1:22 Std.
Norbert Bolz will zur bürgerlichen Normalität zurück – Im Bann der Abweichung
Wokeness ist das letzte Asyl der geistig obdachlosen Linken.“ Mit dieser apodiktischen Feststellung eröffnet Norbert Bolz die Ausgangsthese seines soeben neu erschienenen Buches „Zurück zur Normalität“. Dabei handelt es sich um eine kämpferische Gegenrede zu Gender‑, Diversitäts‑oder Wokeness‑Diskursen. Die Wokeness der Kulturfunktionäre definiert der Medien- und Komunikationswissenschaftler als eine Bewegung, die das Verhältnis zwischen „normal“ und „pathologisch“ umkehrt. Wokeness sei der „Gegenbegriff zu bürgerlicher Normalität“. Was früher als Neurose betrachtet wurde, solle jetzt als selbstbestimmter Lebensentwurf anerkannt werden. So sei „ein kulturelles Klima absoluter Toleranz entstanden, die sich aber als absolute Intoleranz gegenüber den traditionellen Lebensformen äußert“, schreibt Bolz.
Auf der Strecke bleibt der gesunde Menschenverstand
Hinzu komme der Alarmismus der poltisch-medialen Elite. Das meiste Geschehen heutzutage verläuft von seiten tonangebender Kreise im Krisenmodus. Als beispielhaft dafür kann die Debatte um den Klimawandel gelten. Warnrhetorik bis hin zur Hysterie bestimmt das öffentliche Gespräch. Als Hintergrundfolie dient nicht selten die Apokalypse. Es ist fünf vor zwölf. Doch auf der Strecke bleibt dabei der gesunde Menschenverstand. Die Weltuntergangspropheten übertönen die Stimmen der Vernunft. „Um Halt zu finden“, meint Bolz, „brauchen die Woken das stützende Korsett eines geradezu jakobinischen Moralrigorismus, der in aller Abstraktheit Gut und Böse unterscheidet.“
Der bis zu seiner Emeritierung 2018 als Professor für Medienwissenschaften an der TU Berlin lehrende Bolz sieht den „wichtigsten Hebel“ dieser Kulturrevolution in der Sprachpolitik, die „die Politische Korrektheit ja schon früh als Waffe gegen die Normalität eingesetzt“ habe. Mit dem Gendern werde nun die Muttersprache „unsprechbar“, und mit dem Vorwurf „Haßrede“ mache man jede abweichende Meinung zum Skandal. Scharf ins Gericht geht Bolz auch mit dem von der Ampel-Regierung geschaffenen, am 1. November 2024 in Kraft getretenen Selbstbestimmungsgesetz. Die absolute Freiheit der Geschlechtswahl leugnet die „Geworfenheit“ (Bolz). Oder wie es der Komiker Mario Barth ausdrückt: „In Berlin bist du am Montag Mann, am Dienstag Frau, am Mittwoch Straßenschild.“
Angenehm ist, daß Bolz nicht beim Lamento stehenbleibt. „Am Ende wird die Wokeness die Provokation gewesen sein, die zu einer Wiedergeburt der Bürgerlichkeit geführt hat“, zeigt er sich überzeugt
… Alles vom 25.7.2025 von Torsten Thaler bitte lesen in der JF 31/25, Seite 13
Normalität: „was sich von selbst versteht“
Bolz befasst sich nicht nur mit dem Begriff der Normalität, der eben gegen dieses moralgestützte Diktat steht, sondern auch mit der Frage, warum so viele Menschen das Normale schätzen und für sich wünschen, selbst wenn sie mit dem Gegenteil kokettieren. „Das Leben wäre unerträglich, wenn sich das meiste nicht von selbst verstünde und man ständig Entscheidungen treffen müsste. Normal ist, was sich von selbst versteht und nicht erst ausgehandelt werden muss“, lautet sein Urteil. Das heißt: Normalität ist gerade das Unspektakuläre. Worin liegt dann ihre Anziehungskraft?
„Normalität“, so beantwortet Bolz diese Frage, „ist die größte zivilisatorische Errungenschaft. Sie ist der vorzivilisatorischen Welt abgetrotzt und hat die Selbsterhaltung des Menschen auf Dauer gestellt…
Die vergessene Vorgeschichte der Normalität ist die Geschichte des Kampfes von Gesetz und Ordnung gegen das Chaos.“ Weil diese Ordnung, zu der Familie, Eigentum und Traditionskenntnis gehören, jahrelang von den Erwachten zum eigentlichen Problem erklärt wurde, muss jetzt, so sein Credo, die Wahrnehmung der Bürger wieder justiert werden, und zwar obwohl die Mehrheit die Glaubenssätze der erwachten Priester nie teilten.
… Alles vom 6.7.2025 von Alexander Wendt bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/was-uns-gluecklich-macht-bindet-uns/
Norbert Bolz: Zurück zur Normalität – Buchauszug
Wokeness – der polemische Gegenbegriff zur Normalität
Wir leben in einem kulturellen Bürgerkrieg zwischen links-medialen Eliten und den normalen Menschen. Eine Gesellschaft ist normal, solange sie noch zwischen Regel und Ausnahme unterscheidet. Irrsinnig dagegen ist die zur Regel gemachte Ausnahme.
Unsere bürgerliche Gesellschaft ist einem Zangenangriff auf die Normalität ausgesetzt – einmal durch die »Wokeness« der Kulturrevolutionäre und zum anderen durch den Alarmismus der politisch-medialen Elite.
Die Wokeness stellt das Verhältnis von normal und pathologisch auf den Kopf. Der Alarmismus stellt das Verhältnis von normal und extrem auf den Kopf. Wokeness ist das letzte Asyl der geistig obdachlosen Linken. Sie ist einerseits durch eine Hypersensibilität und andererseits durch eine Hypermoralität gekennzeichnet. Wenn man sich um eine Erklärung dieses eigenartigen, in der ganzen westlichen Welt verbreiteten Phänomens bemüht, kommt man zu dem Ergebnis: Wir leben in der anstrengendsten Kultur aller Zeiten. Und das überfordert und frustriert sehr viele Menschen. Deshalb beherrschen die Barbaren, nämlich die »postkolonialistischen« Taliban des Westens, und die Mimosen der Wokeness die Öffentlichkeit. (…)
Betrachten wir zunächst die woke Normalisierung des Pathologischen. Das, was früher als Neurose betrachtet wurde – zum Beispiel Hysterie, Zwangsneurose oder Verfolgungswahn –, soll jetzt als selbstbestimmter Lebensentwurf anerkannt werden. Indem sie eine statistische Normalität des moralisch Abnormen behauptet, errichtet die Wokeness ein Tabu über die Unterscheidung von normal und abnormal. Die woken Normalisierungen des Pathologischen zeigen längst auch eine aggressive politische Seite, nämlich in Form einer Reeducation der weißen, heterosexuellen Männer. Sie sollen »queer« denken lernen, und das heißt letztlich, die Unterscheidung von Mann und Frau durch ein Kontinuum unendlich vieler Geschlechter zu ersetzen. Das bedeutet, dass nun alles akzeptiert wird – nur nicht die bürgerliche Normalität
So ist ein kulturelles Klima absoluter Toleranz entstanden, das sich aber als absolute Intoleranz gegenüber den traditionellen Lebensformen, vor allem gegenüber den traditionellen Geschlechterrollen, äußert. Damit wird der Normalität der Krieg erklärt. Normal und pathologisch tauschen die Plätze. Als krank gilt jetzt derjenige, der etwas für normal, also für natürlich gegeben hält – wie etwa die Tatsache, dass jemand ein Mann oder eine Frau ist. Das funktioniert aber nur deshalb, weil den meisten normalen Menschen der Mut fehlt, die lautstarken Verrückten verrückt zu nennen. Sie haben nämlich Angst, als »rechtsextrem« zu gelten.
Genauso pervertiert ist das Verhältnis von Normalität und Ausnahmezustand in der Welt von Medien und Politik. (…) Die unbestreitbare Tatsache, dass es das Unerwartete, also schwarze Schwäne gibt, hat die politisch-mediale Elite zu einer Katastropheninflation gesteigert. Und in der Angst vor der Katastrophe treffen sich die Neurose der Woken und das Extrem der Alarmisten. Ein noch vergleichsweise harmloses Beispiel sind die (…) »Wetterextreme«. So lautete die Wettervorhersage von wetter.com für April 2024: »Von extrem warm zu extrem normal«.
Es stimmt natürlich, dass die Normalität langweilig und oft auch fortschrittsfeindlich ist. Dieses Unbehagen an der Normalität ist so alt wie die bürgerliche Gesellschaft selbst. Aber es ist heute in einen Angriff auf die Normalität umgeschlagen. Vor allem die Grünen verkünden das Ende der bürgerlichen Normalität, die als »zerstörerisch« denunziert wird. Im Klartext heißt das aber: Die notwendige Anpassung an die Dynamik und Mobilität der modernen Gesellschaft ist pervertiert worden zu einem Stellentausch von normal und pathologisch und von normal und extrem.
Spätestens jetzt wird der geneigte Leser fragen, was Normalität denn sei. Eine Definition ist schwierig, aber es gibt eine gut erkennbare Begriffsfamilie, die sich um den Begriff der Normalität gruppiert: Gewohnheit, Institution, Selbstverständlichkeit, Üblichkeit, Erwartung, Tradition, Vorurteil, Vertrauen, Erfahrung, Bürgerlichkeit. Normal ist, was sich von selbst versteht und nicht erst ausgehandelt oder gerechtfertigt werden muss. Normalität ist wie Gesundheit – man bemerkt sie nicht, wenn sie statt hat. Und sie ist genauso schwer zu definieren, eigentlich nur durch die Verneinung ihrer Verneinungen; nicht pathologisch, keine Ausnahme, nicht exzessiv, nicht abnorm. Normalität ist die größte zivilisatorische Errungenschaft. (…)
Ein normaler Mensch weiß, wer er ist, und muss sich nicht auf die Suche nach seiner Identität begeben. Normalität ist der Standard, der definiert, wie viel Variabilität in den Lebensformen akzeptabel ist. Normal ist nicht das Optimale, sondern das, was gut genug, also zufriedenstellend ist. Politisch ist das die Position des Konservativen. Und der heute so beliebte »Kampf gegen rechts« ist in Wahrheit ein Kampf gegen den Glauben an die Normalität, den man Konservativismus nennt. (…)
Die Krise der Normalität ist so alt wie die Moderne; doch heute hat sie eine perverse Form angenommen. Die Moderne wurde erst radikalisiert und nannte sich dann Postmoderne. In den letzten Jahrzehnten aber wurde sie pervertiert und nannte sich dann Wokeness. (…)
Ein radikaler Bruch mit dem 19. Jahrhundert hatte sich in der Kunst schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgezeichnet. So konstatiert der Sozialphilosoph und Kulturanthropologe Arnold Gehlen in seinem bedeutenden Werk »Zeit-Bilder«: »Während der Jahre 1905 bis 1910 hat man die künstlerischen Überlieferungen von 600 Jahren zerrissen und abgestreift, wie es scheint, für immer.« Was diesen radikalen Zeitbruch aber für alle Menschen zum einschneidenden Erlebnis machte, war das Trauma der Weltkriege. Gehlen meint zurecht, dass man die beiden Weltkriege »als einen einzigen Vorgang von dreißigjähriger Dauer sehen muss, und von diesem Vorgang müssen wir annehmen, dass er nie Vergangenheit, nie wirklich überlebt und überstanden werden wird. Sondern er hat sich unauslöschlich in das Bewusstsein der Menschen eingebrannt«. In die Alltagsroutinen jedes Einzelnen brachen Weltkrieg, Inflation und große Depression wie Naturkatastrophen ein.
Im Ersten Weltkrieg zerbrach der Stolz auf unsere europäische Kultur. Die kulturellen Sublimierungen bekamen Risse, und jeder erfuhr am eigenen Leib, dass Nietzsche recht hatte mit seinem Satz, Kultur sei nur das dünne Apfelhäutchen über glühendem Chaos. Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg war die bürgerliche Welt noch in Ordnung. Diese Zeit vor dem Ersten Weltkrieg war die letzte, in der es noch generationenübergreifende Erfahrungszusammenhänge gab. Mit dem Ersten Weltkrieg endete die Zeit des ungebrochenen, selbstbewussten Bürgertums.
Der Verlust der Normalität hat also ein Datum: der Erste Weltkrieg. Er entwertete alle Erfahrungen. Die Basis der Gewissheiten brach zusammen, und man musste nun »leben, als ob nichts mehr selbstverständlich wäre; wer die Selbstverständlichkeit verloren hat, ist dazu verurteilt, sein Leben zu improvisieren«, so der Sozialpsychologe Manès Sperber in seinen Lebenserinnerungen. Der Philosoph Georg Simmel erlebte den Kriegsausbruch wie einen Weltuntergang und bemerkte, »dass das Deutschland, in dem wir geworden sind, was wir sind, versunken ist wie ein ausgeträumter Traum«. (…)
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam dann die skeptische Generation. Skepsis als Normalität – das hieß seither Tüchtigkeit aus Ernüchterung und Desillusionierung, Unverführbarkeit und Verblüffungsfestigkeit. Und der Begriff der Offenen Gesellschaft ist eng mit dieser Skepsis verknüpft, nämlich im Verzicht auf absolute Wahrheiten. (…)
Uns bleibt die Hoffnung, dass nach der politischen Generation der Weltverbesserer wieder eine skeptische Generation kommt, die mit dem woken Spuk aufräumt. Das ist die Hoffnung auf eine Rückkehr aus den moralischen Exzessen und dem nihilistischen Selbstzweifel des Westens zur moralischen Normalität, die sich von selbst versteht.
Normalität ist eine Frage der Distanz, und zwar der richtigen Entfernung zur Wirklichkeit. Gerade dabei helfen uns weder die Medien noch die Wissenschaft. Denn die Wissenschaft arbeitet im Medium der Abstraktion – und deshalb bleibt sie unserer Lebenswirklichkeit zu fern; man spricht ja dann gerne vom »Elfenbeinturm«. Und die Medien arbeiten im Medium der Emotion – und damit sind sie unserer Lebenswirklichkeit zu nah; sie rücken uns buchstäblich auf den Leib. Nur durch die richtige Distanz kann man aber beurteilen, was wirklich wichtig ist. Die Medienwirklichkeit zwingt uns ständig zum Meinen und Urteilen, während Skepsis ja die Zurückhaltung des Urteils meint.
Die richtige Entfernung der Normalität erreicht man geistig durch Skepsis und seelisch durch Humor. Im Gegensatz zu allen Formen der Unterwerfung unter den Zeitgeist ist die skeptische Haltung charakterisiert durch Unverführbarkeit und Verblüffungsfestigkeit. Sie verfällt nicht dem Größenwahn des Absoluten und Prinzipiellen, sondern sorgt für Ernüchterung. Diese Haltung führt aber weder zu einem heillosen Relativismus, noch zu einer Nostalgie nach dem Absoluten, sondern zu einer skeptischen Philosophie der Endlichkeit. Dazu hat Thomas Mann eine gute Begriffsfamilie gebildet: »Freiheit, Gerechtigkeit, Behutsamkeit, Wissen, Güte und Form.« Und über den Zusammenhang von Skepsis und Bürgerlichkeit schreibt er einmal: »Der Zweifel steht am Ausgange des kulturell geschlossenen und geborgenen, autoritär christlichen Mittelalters; er steht am Eingange der Neuen Zeit, der Zeit der Aufklärung, die ein humanes Ideal, den anti-fanatischen und duldsamen, aber auch nicht mehr geistig geborgenen und gebundenen, sondern gelösten und individualistisch vereinzelten Menschen konzipierte. Dieser lockere, tolerante, zweiflerische und vereinzelte Mensch ist der Bürger«.
In der skeptischen Generation, die sich nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges herausbildete, hat der Soziologe Helmut Schelsky die Träger einer neuen Normalität des Alltags erkannt: »Diese Generation ist in ihrem sozialen Bewusstsein und Selbstbewusstsein kritischer, skeptischer, misstrauischer, glaubens- oder wenigstens illusionsloser als alle Jugendgenerationen vorher, sie ist tolerant, wenn man die Voraussetzung und Hinnahme eigener und fremder Schwächen als Toleranz bezeichnen will, sie ist ohne Pathos, Programme und Parolen. Diese geistige Ernüchterung macht frei zu einer für die Jugend ungewöhnlichen Lebenstüchtigkeit. Die Generation ist im privaten und sozialen Verhalten angepasster, wirklichkeitsnäher, zugriffsbereiter und erfolgssicherer als je eine Jugend vorher. Sie meistert das Leben in der Banalität, in der es sich dem Menschen stellt, und ist darauf stolz.« (…)
Woran wird man also die neue skeptische Generation erkennen? Vor allem daran, dass sie wieder ein Maß für die Lebensführung gefunden hat. Ein Maß ist uns ja schicksalhaft vorgegeben: die eigene Endlichkeit. Und ein Maß müssen wir uns durch Lebenserfahrung erarbeiten: das Augenmaß. Normale Menschen sind kurzsichtig, was die Zukunft betrifft. An dem, was mit der Erde in ein paar hundert Jahren geschieht, hat man vielleicht ein intellektuelles Interesse, aber kein emotionales. Ganz anders steht es mit der eigenen Sterblichkeit. Ein endliches Wesen kann nur handeln, wenn es die Zukunft radikal »diskontiert«; das heißt, je weiter etwas in der Zukunft liegt, desto unwichtiger ist es – für einen selber. Meine Endlichkeit verpflichtet mich auf das, was Goethe die »Forderung des Tages« genannt hat: das Begrenzte, das Eingehegte, die Familie, die Freunde, die Heimat und nicht zuletzt den Beruf, der ja nach Nietzsche »das Rückgrat des Lebens« ist.
Der Endlichkeit und Vergänglichkeit verdankt das Leben seine Intensität. Alles wird nämlich durch Knappheit wertvoll – auch die eigene Lebenszeit. Es gibt also ein natürliches Maß, eben die Endlichkeit des eigenen Lebens. Daran bemisst sich, was wirklich wichtig ist. Man kann Kinder, Enkel und Urenkel haben – das ist die konkrete Grenze der Endlichkeit. Aber die Solidarität in der Zeit kann weit zurückreichen – in der Pietät gegenüber Eltern und Großeltern, aber auch in der geistigen Verbundenheit der Bildung mit Jerusalem, Athen und Rom. Zwischen dem zu Großen der Astronomie und dem zu Kleinen der Atomistik fand Sokrates das Maß des Menschen auf dem Marktplatz. In unserer Lebenswelt bleiben wir alle Ptolemäer.
Das Maß, das uns fehlt, ist das Augenmaß. Es ist konservativ und, wie Arnold Gehlen einmal so schön gesagt hat, »der einfachste Intelligenztest«. Eine prominente Stelle nimmt der Begriff in der Soziologie Max Webers ein. In seinem berühmten Vortrag über Politik als Beruf definiert er Augenmaß als »Fähigkeit, die Realitäten mit innerer Sammlung und Ruhe auf sich wirken zu lassen« – und das bedeutet: Distanz zu den Dingen und Menschen, aber auch Distanz sich selbst gegenüber. Man könnte das Augenmaß auch einen durch Lebenserfahrung erarbeiteten gesunden Menschenverstand nennen. Entsprechend kann man Wokeness als eine Virusinfektion des gesunden Menschenverstandes definieren. Der derart erkrankte Menschenverstand ist dann immun gegen die Erfahrungen der Normalität unserer Alltagswelt. Denn nur Erfahrungen machen Erwartungen realistisch; und zwar die Erfahrungen des Einzelnen. Denn man muss dem eigenen gesunden Menschenverstand vertrauen, gerade um ihn dann im Detail in Frage stellen zu können. Dazu gehört mehr als alles andere der Mut zur Normalität.
… Alles vom 22.6.2025 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/wokeness-der-polemische-gegenbegriff-zur-normalitaet/
Gekürzter Auszug aus:
Norbert Bolz, Zurück zur Normalität. Mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand. LMV, Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 24,00 €
Indubio Folge 131: Das alte und das neue Normal
Der Philosoph und Medientheoretiker Prof. Norbert Bolz und die Schriftstellerin und Publizistin Cora Stephan diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Stephans neues Buch: „Lob des Normalen“. Die Davos-Menschen mit ihren linken woken Stoßtrupps predigen Systemveränderung, um uns ihre Normen aufzuzwingen.
… Alles vom 30.5.2021 bitte lesen und hören auf
https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_131_das_alte_und_das_neue_normal
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Technischer Hinweis: INDUBIO kann man auch über die gängigen Podcast-Apps (Apple, Deezer, Soundcloud usw.) anhören.
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Einige Zitate/Anmerkungen zu Indubio 131:
„Am 30. Mai ist der „Weltuntergang, … “ (Cora Stephan, St)
„Begriffe wie Leitkultur (Bassam Tibi) sind tabuisiert. Wenn man zögert, bestimmte Begriffe auszusprechen, dann wird auch das Denken wie Leitkultur beeinträchtigt“ (Norbert Bolz, Bo)
„Das Zusammenleben täglich neu aushandeln (KGE) – macht Leben unmöglich. Denn die meisten Menschen haben keine Zeit dazu“ (St)
„Die Coronakrise hat gezeigt, das das alte Normal noch regiert. Reset ist nicht möglich. Kein Mensch kann je re-settet werden.“ (St)
„Tradition? Nur die regeln, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, haben als Tradition überlebt. Spielregeln einhalten macht Freude. Alle Null-Punkte-Ideologien waren verheerend.“ (Bo)
Normal (z.B. Homosexualität) und sein Gegenstück Pathologisch (z.B. Päderastie):
„immer mehr Begriffe des pathologischen werden heutzutage normalisiert“ (Bo)
Was spricht dafür, alles zu verändern, komplett Change?
„Giffey + Allmendinger erzürnten: Corona hat die Frauen zurückgetrieben in die Familie, an den Herd. Man akzeptiert die Vielehe, nicht aber die Einzelehe!.
Linke Feministen plädieren für ein Leben ohne Mann, denn dann kann man sich bei Problemen ja an der Staat wenden.“ (St)
„Das macht Mut: Einer sprachmächtigen urbanisierten Minderheit (1/3) steht eine normale verwurzelte Mehrheit (2/3) gegenüber.“ (Bo
„Die vielen Menschen, die einfliegen, machen mir Angst. Im Great-Reset sehr ich ernsthaft eine Gefahr. Im Great-Reset versuchen sich kognitive Herrscher, die durchgefüttert werden.“ (Bo)
Wie könnte sich beim Abstieg Deutschlands etwas ändern?
„Ich sehe Hoffnung nur von der intelligenten Linken, wie etwa Sahra Wagenknecht. Wir Konservativen sind abgestempelt und machtlos. (Bo)
„Die von Wagenknecht kritisierten Lifestyle-Linken haben geerbt, sind staatsversorgt, mit teuren durchlöcherten Bluejeans.“ (St)
Ende Anmerkungen/Zitate.
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Einige Kommentare:
Rettungshoffnung, die realistische Linke?
Geschätzter Herr Prof. Bolz, so sehr ich Ihre, wie immer rhetorisch brillant, formulierte Analyse der Ursachen und Quellen der heutigen grotesken Entwicklungen teile, Ihre Rettungshoffnung, die realistische Linke, teile ich nicht. Die Ewigfortschrittlichen werden Ihr pathologisches Spiel wohl noch eine Weile treiben können. Die Spinnereien der akademischen Eliten haben zwar schon die Leitungsebenen der Wirtschaft und die kommunalen Räte erreicht, aber den normalen, produktiv arbeitenden Bürger sind sie noch nicht so nahe gekommen, daß es diesen ernsthaft stört. Meine Meinung als alter ehemaliger DDR- Bürger: Wenn die eifernden Intellektuellen sich aber so dumm verhalten, wie es die SED- Funktionäre und deren Mitläufer taten, die „einfachen“ Menschen zu lange und zu eindringlich zu bedrängen, und die Erziehung zum „Neuen Menschen übertreiben, werden diese das tun, was sie 1989 schon einmal taten. Sie werden diese Spinner und deren politische Vollstreckungsschickeria zum Teufel schicken.
30.5.2021, J.H.
… eine kleine Gruppe mächtiger Ideologen schreiben ihr “neues Normal” vor
Was auch interessant ist: Die wollen ein künstliches “neues Normal” erzeugen oder gar unter Androhung von Sanktionen anordnen, mit der moralisierenden Begründung, so Dinge zu verhindern, die in totalitären Zeiten extrem schief gelaufen sind. Was sie verkennen ist, dass die großen Katastrophen in der Geschichte immer, wirklich immer dadurch ausgelöst und ermöglicht wurden, dass eine kleine Gruppe mächtiger Ideologen der Masse ihr “neues Normal” vorgeschrieben haben. Sehr Wenige profitierten, sehr sehr Viele litten enorm.
Zum Thema der Leitkultur, die tatsächlich die einzige Möglickeit ist, der zugelassenen Masseneinwanderung Kulturfremder zu begegnen: Auch Leitkultur wollen sie verbieten. Die wollen sogar das Wort “Integration” durch den Begriff “Teilhabe” ersetzen! Habe das Gefühl, die wollen gar keine Probleme lösen. Diese Politiker schaffen sich sogar permanent neue Probleme, die ihnen dann irgendwelche Moralkeulen oder Katastrophenzenarien in die Hand geben, mit denen sie dann ihre Machtbefugnisse erweitern oder übertreten können, so wie sie es jetzt seit Jahren tun.
30.5.2021, Th.SCH., AO
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Lifesytle-Linke wollen uns Norman aufzwingen,
von denen sie selbst maximal profitieren. Aber das sind nicht ihre Normen, denn sie leben etwas völlig anderes. Beispiel: Flug nach Florida über Weihnachten.
30.5.2021 W.H.
Niedergang in fast allen Gesellschaft relevanten Bereichen
Eine gute Runde, mit der Einschränkung, dass ich den Schlussoptimismus leider nicht teilen kann und will, bezogen allerdings nur auf das, was man den Westen nennt und bezogen konkret und vor allen Dingen auf dieses Land und diese Gesellschaft. Der entscheidende Schluessel wurde am Ende auch genannt, naemlich die Frage, wie es um den evolutionaeren Ueberlebenswillen bestellt ist, um die Abwehrreflexe und Instinkte, denn die Ratio ist es natuerlich nicht, die uns helfen kann. Überleben betrifft hier nicht die physische Existenz, von “Kollateralschaeden” der Systemtransformation abgesehen, sondern das, worum es der Runde und auch mir geht, das Überleben in einer kulturell und menschlich positiven Zivilisation mit allden “Zutaten”, die es dazu essentiell braucht. Wobei bereits bei diesen Zutaten das Problem auftaucht, dass es doch massive Beduerfnisdifferenzen und Gewichtungen gibt, wenn wir von “dieser Gesellschaft” sprechen.
Das Migrationsthema und seine Implikationen gehoeren ebenso dazu wie der Niedergang in fast allen Gesellschaft relevanten Bereichen und die fundamentale Wandlung des Staatssystems. An die gepflegten und getriggerten Neurosen weiter Teile dieser Gesellschaft im Niedergang sei erinnert, ebenso an den von Herrn Bolz erwähnte n Prozesscharakter, die Entgrenzung nach der Oeffnung, was in den weiteren Folgen immer noch unterschätzt wird. Diese Prozesse, siehe dazu die faktische Entbildung oder Entgeistigung, die mit der Ausbildung von “exzellenten” Ideologen und perfekt funktionierenden “Humanrobotern” korreliert, enden nicht einfach so, sie sind allesamt sich selbst verstärkend angelegt. Mit dem Begriff “intelligent” fuer die aktuellen “Akademiker” waere ich vorsichtig. Ob der “Ueberlebenswille” der Deutschen ueber die physohedonist. Existenz hinaus geht, ist zumindest fraglich. Man “loest sich kult. lieber auf”. Fuer einen evolutionär angelegten Optimismus gibt es hierzulande sehr wenig Anlass, fuer eine Massentherapie allerdings sehr viel.
30.5.2021, R.N.
Ich glaube nicht an die Rettung durch “echte, alte Linke”
wie Frau Stephan. “Gewohnheiten sind Sedimente, in denen sich in unermesslicher Weise alte Lebensgewohnheiten niedergeschlagen haben…” Da hat der gute Hans-Magnus Enzensberger recht. Diese Gewohnheiten wurden reichlich importiert und treffen in der Lebenswelt u. a. von Shisha-Bars auf Ordnungskräfte, die Enzensberger offensichtlich nicht gelesen haben. Wie zuletzt in Leipzig. Wohl bekomm’s.
30.5.2021, M.H.
Was meine französische Wahlheimat angeht, bin ich da optimistisch
Sehr gute Diskussion mit hervorragenden Analysen:
1) Den neuen Menschen gibt es nicht und kann es niemals geben. Das weiss jeder, der im Osten vor dem Mauerfall groß geworden ist, und das musste unter anderem auch der Doppelagent George Blake erfahren, der in die Sowetunion floh und auch dort keine neuen Menschen fand, wie er selbst enttäuscht bekannte. Damals konnte sich der Westen dieses Experiment aus sicherer Entfernung anschauen und seine Schlussfolgerungen daraus ziehen. Alles ist sauber dokumentiert, aber in ihrer grenzenlosen Arroganz und Naivität sind die heutigen “intellektuellen Eliten” nicht gewillt, aus der Vergangenheit zu lernen. Der “Neustaat” kann nur scheitern, und die Zeitzeugen, die dazu etwas sagen, werden nicht gehört oder sogar diffamiert. Wir haben die Pflicht, unseren Kindern von unseren Erfahrungen zu berichten und sie zu animieren, Sprachen zu lernen und polyglott zu werden, damit sie eines Tages nicht die Suppe auslöffeln müssen, die ihnen diese ausser Kontrolle geratenen Parasiten einbrocken.
2) Wir, die wir durch unserer Hände Arbeit den jeweiligen Staat am Laufen halten, haben nicht die Zeit, unser Zusammenleben täglich neu auszuhandeln, sondern sind darauf angewiesen, uns auf das existierende Ordnungssystem zu stützen, das einst von intelligenten, erfahrenen und verantwortungsvollen Leuten kreiert wurde.
Was meine französische Wahlheimat angeht, bin ich da optimistisch. Die Menschen hier verstehen es, sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen, wenn es ernst wird, und das in der Regel mit Würde und Anstand. Ich sehe da durchaus ermutigende Zeichen in den Medien und seitens der Politik. Ich glaube, wenn heute von deutschen Politikern das Wort Europa in den Mund genommen wird, zeugt das in zunehmendem Maß von Anmaßung und Realitätsferne.
30.5.2021, F.R.
Ende der Kommentare
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The New Normal requires a NEW Response
Catte Black
Recently a prominent Covid-skeptic on Twitter announced their willingness to start a political party or “movement” to oppose lockdowns.
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The only way to fight this New Normal is to create another one. Where people rediscover independence of thought and genuine collectivism of action.
12.2.2021, 453 Comments
https://off-guardian.org/2021/02/12/the-new-normal-requires-a-new-response/
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Die “Neue Normalität” fordert ein “Neues Handeln”
Kürzlich verkündete ein prominenter Covid-Skeptiker auf Twitter seine Bereitschaft, eine politische Partei oder “Bewegung” zu gründen, die sich gegen Lockdowns einsetzt.
Mehrere Leute drückten ihre Unterstützung aus. Ich verstehe die gute Absicht hinter dieser Idee, aber wir halten sie für eine große Fehlleitung von Energie – und das haben wir auch gesagt. Wir bekamen einen Schwall von Antworten von Marxisten und Sozialisten, die uns sagten, dass die Leute sich “organisieren” müssen, wenn der “New Normal” besiegt werden soll.
Nun, ja, ich stimme zu. Aber was bedeutet “organisieren” in einem Zeitalter des gefälschten “Konsens”, der manipulierten Wahlen und des Pseudo-Linksfaschismus? Bedeutet es, noch eine weitere “politische Partei” mit Regeln, Hierarchien und Führern zu schaffen? Bedeutet es, ein Lippenbekenntnis zu dem senilen, korrupten alten System der repräsentativen “Demokratie” abzulegen, von dem wir WISSEN, dass es festgelegt und eine fundamentale Lüge ist? Ich glaube das nicht.
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Ich denke, die Neue Normalität erfordert eine Neue Antwort. Dies ist nicht 2003 und die Anti-Kriegs-Proteste. Dies ist nicht 1984 und der Bergarbeiterstreik. Dieser Kampf ist tatsächlich potentiell viel leichter zu gewinnen. Denn es geht nicht darum, entfernten Wesen, die sich einen Dreck scheren und nicht zuhören wollen, eine Handlungsänderung aufzwingen zu wollen.
Es geht darum, normale Menschen zu erreichen. Unsere Freunde, Familie, Gemeinde. Womit wir es zu tun haben, ist nicht nur eine neue Stufe der Tyrannei, sondern eine neue Art der Tyrannei. Eine, die von den Menschen mehr verlangt als passiven Gehorsam oder Untätigkeit, um den Status quo zu erhalten.
Die Neue Normalität verlangt von den Menschen, dass sie Dinge tun, die diese Normalität positiv verstärken, und nicht einfach passiv zustimmen. Die Menschen werden aufgefordert, ihr tägliches Leben grundlegend zu verändern und proaktiv Dinge zu TUN, die sie und ihre Angehörigen belasten, verarmen oder gefährden. Sie werden gebeten, Masken zu tragen, drinnen zu bleiben, den Kontakt zu verweigern, Geschäfte zu schließen, alles als individuelle Akte des Glaubens an die Wahrheit und Realität des Narrativs.
Das bedeutet, dass es nicht in erster Linie die PTB sind, die dieses Narrativ durchsetzen – es sind einzelne Menschen. Es ist jeder, von dem man sieht, dass er an die Geschichte glaubt. Es ist jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, das eine Maske trägt oder sich sozial distanziert oder sein Geschäft schließt.
Wir sind nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, sondern wir sind aufgefordert, aktiv daran teilzunehmen. Und das gibt uns potenziell viel mehr Macht. Denn wir können einfach nein sagen.
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Und wenn die Leute wirklich die Wahrheit wüssten, würden sie nein sagen – aus einfachem Selbsterhaltungstrieb – der gleiche Instinkt, der derzeit ausgenutzt wird, um ihre Kooperation zu bekommen.
Deshalb geht der Versuch, hierarchischen Widerstand zu organisieren, an der Sache vorbei und zielt auf das falsche Ziel.
Bei der vierten industriellen Revolution soll es zum Teil um Daten gehen – um Informationen. Wer die Informationen hat, wird die Welt beherrschen. Denken Sie darüber nach.
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Wenn Information für sie der Schlüssel ist, sollte sie es vielleicht auch für uns sein. Ich denke, wir müssen den Krieg gegen das New Normal als einen Informationskrieg sehen.
Die “Great Reset”-Händler verkaufen Konformität durch Lügen. Wir müssen ihnen die Wahrheit entgegensetzen. Welche in der Tat “dich frei machen wird”.
Wir, jeder von uns, jeder, der dies liest, muss anfangen, Informationen zu teilen, als ob es Munition wäre.
Rebloggen Sie es, drucken Sie es aus und verbreiten Sie es. Hinterlassen Sie es in Flugblättern, schicken Sie es in Briefen oder E-Mails, erzählen Sie den Leuten durch Mundpropaganda davon. Wenn nur eine Person von hundert auf Sie hört, ist das immer noch ein Schritt. Aber die Informationen müssen einfach und wahr sein.
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Hier sind die 4 grundlegenden Fakten
1) Das “Virus” hat eine unscharfe Definition und eine Überlebensrate von über 99% – nicht tödlicher als einige aktuelle Grippestämme
2) Die PCR-Tests FUNKTIONIEREN NICHT und sind ein Betrug.
3) Die gemeldeten “Todesfälle” sind oft Menschen, die an anderen Dingen sterben und “Covid” zu ihrer CoD hinzugefügt haben, basierend auf dem Test, der nicht funktioniert oder auf finanziellen Anreizen.
4) Der Impfstoff ist KEIN Impfstoff. Es ist eine experimentelle Genmanipulation, die jahrzehntelange Tests über Generationen hinweg benötigt, bevor sie wirklich als sicher eingestuft werden kann.
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Lassen Sie nicht zu, dass diese grundlegenden Wahrheiten mit irrelevantem Geschwätz über Biowaffen oder “Wundermittel” verwässert werden. Glauben Sie nicht, dass Sie effektiver sein können, wenn Sie die Wahrheit mit ein paar allgemein geglaubten Lügen kürzen.
Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, der Lüge auf halbem Wege entgegenzukommen. Sagen Sie nicht: “Sicher, die Pandemie war real und das Virus IST beängstigend, aber jetzt ist alles vorbei”.
Nein. Sagen Sie die Wahrheit. Sagen Sie sie mindestens einer Person, die Sie jeden Tag kennen, und helfen Sie, sie zu befreien.
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Sagen Sie den Leuten, wie mächtig sie sind. Dass diese kranke Farce der politischen/korporativen Erzählung jetzt mehr denn je ihre Unterstützung braucht, um etwas zu bedeuten, und wenn sie sich einfach weigern, sie zu unterstützen und weggehen, wird die Farce schließlich vor einem leeren Theater gespielt werden.
Wir brauchen seitlich eine INFORMATIONELLE Organisation – Informationen über die “Pandemie”, über gesetzliche Rechte, darüber, wie man aus der totalen Abhängigkeit vom System herauskommt.
Ermutigen Sie die Leute, ihre eigenen Gruppen zu bilden und diese Infos zu verbreiten. Organisch, locker – schwer zu überwachen und festzunageln, schwer zu infiltrieren, weil es keine Hierarchie geben wird.
Sagen Sie den Menschen, dass sie nicht auf selbsternannte Führer warten müssen, die ihnen die Richtung vorgeben. Sie können ihre eigene Veränderung sein. Beginnen Sie jetzt.
Nehmen Sie ihre Slogans – “Stärke in der Einheit” – und lassen Sie es in Ihrem eigenen Leben etwas bedeuten.
Denken Sie daran, “sie” sind schwach in der Zahl, aber stark im Zusammenhalt, und sie haben unsere Stärke in der Zahl genommen und sie gegen uns eingesetzt – wie ein Kampfsport-Ninja.
Sie versuchen, uns mit internen Spaltungen auseinander zu brechen, indem sie schwarz gegen weiß, männlich gegen weiblich, “rechts” gegen “links” setzen.
Die alte Politik und ihre Terminologien sind bedeutungslos in der Tatsache dieses neuesten Putsches gegen die Menschheit. Es geht nicht mehr um Links gegen Rechts. Es ist eine einfache Trennung zwischen denen, die an die Freiheit des Menschen glauben und denen, die die Menschheit versklaven wollen.
Der einzige Weg, diese Neue Normalität zu bekämpfen, ist, eine andere zu schaffen. Wo die Menschen die Unabhängigkeit des Denkens und den echten Kollektivismus des Handelns wiederentdecken.
Aus dem Englischen übersetzt von R. Freund
12.2.2021,
https://off-guardian.org/2021/02/12/the-new-normal-requires-a-new-response/
