Staatsquote

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Niederhofener See zwischen Immenstadt und Kempten am 23.6.2020 (Illerradweg)

 

 

Staatsquote in Deutschland seit 2020 über 50%
Die Staatsquote als Verhältnis der Staatsausgaben zur gesamten Bruttowertschöpfung des Landes betrug lange etwas unter 50 %, nun seit 2020 erstmal über 50%.
„Ihr Deutsche seid halbe Sklaven“, sagt der berühmte US-Ökonom Milton Friedman. Weil wir fast die Hälfte des Jahres nur dafür arbeiten, die Ausgaben unseres Staates zu finanzieren.
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Die Staatsquote gibt die Ausgaben (zu Konsum und Investition) von Bund, Ländern und Gemeinden im Verhältnis zur Gesamtwirtschaftsleistung, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) an. Dazu zählen auch die Ausgaben der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme, also Renten-, Gesundheits- und Arbeitslosenversicherung.
Im Jahr 2019 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Deutschland 41.508 Euro. Man spricht auch von Bruttowertschöpfung. Davon entfielen 2019 betrug auf die Dienstleistungsbereiche 69,3 Prozent, auf das produzierende Gewerbe 24,2 Prozent und das Baugewerbe 5,6 Prozent.
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Die Staatsquote nahm in Deutschland von 45,4% im Jahr 2019 aufgrund der Rettungsaktionen zu EU und Corona auf 54,2% im Jahr 2020 zu – ein ganz gewaltiger Sprung:
2000: 47,8%, 2001: 48,5%, 2005: 46,8%, 2010: 48,1%, 2015: 44,05%, 2016: 44,3%, 2017: 44,4%, 2018: 44,6%, 2019: 45,4% und 2020 54,2%
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Beispiel 2001: Damals lag die Staatsquote in Deutschland bei 48,5 Prozent. Das bedeutet: Von den 2064 Milliarden Euro BIP, die die deutsche Volkswirtschaft erwirtschaftete, beanspruchten Vater Staat und die Sozialsysteme 1000 Milliarden Euro für sich. Anders gesagt: Fast jeden zweiten Euro des zu verteilenden Kuchens gab der Staat für seine Zwecke aus.

Hinzukommt, daß die Staatsquote den tatsächlichen Einfluss des Staates auf die Wirtschaft nur unvollständig erfaßt, da z.B. öffentliche Unternehmen nicht dem Staat, sondern dem privaten Sektor zugerechnet werden. Dem entsprechend zählen auch Arbeitnehmer bei privatrechtlich organisierten Unternehmen in öffentlicher Hand (öffentliche Unternehmen) grundsätzlich nicht zu den Arbeitnehmern im Öffentlichen Dienst.
15.12.2020